Hofmann holt Bronze

ISSF WM Kairo: Olivia Hofmann darf im 300m-Liegend über Bronze jubeln.

Nach einem starken Bewerb sichert sich die 30-jährige Tirolerin ihre erste WM-Einzelmedaille.

Olivia Hofmann ging als einzige österreichische Starterin mit dem 300m-Gewehr in die Liegendkonkurrenz. Die Tirolerin kam bei 60 Schuss auf die 300m entfernten Zielscheiben auf 595 Ringe und schien während des Bewerbs im Ranking auf wechselnden Plätzen stets im vorderen Feld auf. Ein ähnliches Bild wie bei den Männern zeigte sich auch bei den Frauen im Rennen um die dritte Medaille: Ringgleich mit Hofmann schlossen zwei weitere Frauen diesen Bewerb ab, doch die Tirolerin hatte mehr Innenringzehner auf ihrem Konto zu verbuchen und war daher vor diesen gereiht. Zuletzt hieß es Rang drei für die 30-Jährige.

Hofmann hatte bei der WM 2018 in Changwon gemeinsam mit Franziska Peer und Nadine Ungerank im 300m-Gewehr Dreistellungsmatch Silber geholt und durfte nun stolz ihre erste Weltmeisterschaftseinzelmedaille in Empfang nehmen. Den Weltmeistertitel holte Anja Senti (SUI) mit 599 Ringen vor ihrer Landsfrau Silvia Guignard Schnyder mit 597 Ringen.

© ÖSB // Foto: ÖSB – Margit Melmer

Zweite Medaille für Pilz

Jessica Pilz und Großereignisse – das passt. Bei der Premiere des Olympia-Formats holt die Niederösterreicherin EM-Bronze.

Die Lead-Silbermedaillengewinnerin fügt ihrer beeindruckenden Medaillensammlung bei der Kletter-EM in München im Rahmen der European Championships eine weitere hinzu: Bei der Premiere des olympischen Boulder&Lead-Events gewinnt die 27-Jährige die Bronzemedaille.

Mit Spannung wurde der erste internationale Bewerb im für Paris 2024 geschaffenen Boulder&Lead-Bewerb, inklusive neuem Punktesystem, erwartet. Am Königsplatz in München lieferten sich die besten acht Athletinnen aus den beiden Einzeldisziplinen vor vollem Haus ein packendes Rennen. Am Ende war es einmal mehr Olympiasiegerin Janja Garnbret, die Gold holte. Silber ging an Landsfrau Mia Krampl, Bronze an Jessica Pilz.

Für die in Innsbruck lebende Niederösterreicherin war es ein gelungener Schlusspunkt einer starken Europameisterschaft. „Eine Medaille ist immer schön. Das Ziel war mit der Silbernen im Lead erreicht, diese Bronzemedaille ist die Draufgabe“, so Pilz, die sich dennoch nicht ganz freuen konnte. Denn fast hätte der Routenbau den Medaillen-Traum zerstört.

Nach dem Bouldern lag die World-Games-Siegerin mit drei Tops und einer Zone auf Zwischenrang vier. Einzig Janja Garnbret konnte sich mit vier Tops absetzen und hatte nach dem Bouldern bereits 19 Punkte Vorsprung auf den Rest des Feldes. Die Plätze zwei bis fünf trennten nur 0,3 Punkte. Da Krampl dann im Lead-Bewerb das Top und somit das Punktemaximum von 100 Punkten erreichen konnte, war Gold nicht mehr möglich. Silber wäre nur mit einem nicht zu erwartenden Fehler von Garnbret möglich gewesen. Pilz stand unter Druck, hielt diesem aber einmal mehr stand. Mit einer beherzten Leistung erreichte sie das Top und sicherte sich 100 Lead-Punkte.

Selbst das Maximum hätte aber fast nicht zum Edelmetall gereicht. Lokalmatadorin Hannah Meul hätte Pilz mit 100 Lead-Punkten ihrerseits noch vom Podium stoßen können. Die Deutsche kämpfte sich weit nach oben, schaffte es aber nicht ganz – Pilz stand als Medaillengewinnerin fest. Da Garnbret, wie zu erwarten, nach ganz oben kletterte und sich ihre dritte Goldmedaille bei dieser EM sicherte, wurde es Bronze.

© KVÖ // Foto: KVÖ

Kuenz holt Bronze

Martina Kuenz holt beim Weltranglisten Turnier Matteo Pellicone in Rom/Italien die Bronzemedaille.

Nach dem 2. Platz beim ersten Weltranglisten Weltcup in Istanbul im Februar konnte die 27-jährige Polizeisportlerin bis 76 kg im Freien Stil beim dritten Weltranglisten Weltcup des Jahres mit der Bronzemedaille ihre gute Form bestätigen.

Somit ist Martina für das letzte Weltranglisten Turnier des Jahres Mitte Juli in Tunis gut gerüstet und startet mit einem wichtigen Erfolgserlebnis in die 2. Jahreshälfte. Nach der Medaille in Istanbul ist es für den Österreichischen Ringsportverband und für die Vorzeigeathletin die zweite Medaille bei einem UWW Ranking Turnier.

Sportdirektor Benedikt Ernst war mit der Leistung mehr als zufrieden. Martina hat wieder an Ihre Leistungen angeschlossen, welche sie bei dem ersten Ranking Series Turnier der UWW in Istanbul gezeigt hat. Verbandspräsident Mag. Thomas Reichenauer freut sich, dass die Medaillenflut im Sportjahr 2022 nach den Medaillen bei U23-EM und Allg. Klasse EM weitergeht.

© ÖRSV // Foto: UWW

Medaillen für Plangger und Knapp

Tobias Plangger und Lukas Knapp sorgen mit Gold und Bronze für einen unglaublichen Auftakt im Speed-Bewerb der FISU World University Championship Sport Climbing.

Während Plangger seiner Favoritenrolle gerecht wird und sich nach einer starken und konstanten Leistung zum Universitätsweltmeister krönt, belohnt sich sein Teamkollege Knapp nach einem unglaublichen Fight mit der Bronzemedaille.

Lokalmatador Tobias Plangger (ÖAV Innsbruck) hielt dem großen Druck stand und qualifizierte sich mit der schnellsten Zeit von 5,69 Sekunden für das Finale der besten 16 Athleten. Teamkollege Lukas Knapp (NFÖ Salzburg) machte es spannender, musste im zweiten Lauf alles auf eine Karte setzen und zog als 13. ebenfalls ins Finale ein. Während Plangger seine Läufe, trotz kleiner Schreckmomente, souverän gestalten konnte, überstand Knapp das Achtel- und Viertelfinale jeweils ganz knapp – bis es zum direkten Duell im Halbfinale kam. Dort riskierte Knapp alles, ebnete seinem Teamkollegen aufgrund eines Fehlstartes aber den Weg ins Finale. Plangger, der zuletzt mit seinem Podestplatz im Weltcup Geschichte geschrieben hatte, fügte seiner noch jungen, erfolgreichen Karriere ein schönes Kapitel hinzu und krönte sich nach einem packenden Finallauf zum Weltmeister. Knapp hatte auch im Rennen um Platz 3 das Glück auf seiner Seite und sorgte mit Bronze für einen aus österreichischer Sicht unglaublichen Dienstagabend. Platz 2 ging an den US-Amerikaner Darren Skolnik.

„Mir sind nach dem Finale sehr viele Steine vom Herzen gefallen. Der innere Druck war sehr groß und ist von Lauf zu Lauf immer mehr geworden. Man versucht, das zwar runterzuspielen, aber vorm Heimpublikum bei einer Weltmeisterschaft will man einfach abliefern. Ich freue mich unglaublich, dass es gereicht hat und ich jetzt Universitätsweltmeister bin. Die Medaille hat einen sehr hohen Stellenwert für mich, zumal ich in den letzten Wochen mein Training darauf ausgerichtet habe. Die Europameisterschaft als Großereignis kommt zwar erst im August, aber das Event heute war ein sehr wichtiger Teil der Vorbereitung. Ich bin einfach nur glücklich, werde das jetzt alles sacken lassen und einfach genießen“, strahlte Plangger nach seinem beeindruckenden Sieg.

Aber nicht nur Plangger hatte großen Grund zur Freude, auch Knapp hatte nach der Siegerehrung beste Laune: „Ein unglaublich schöner Tag für mich. Den Fehlstart gegen Tobi habe ich schnell weggesteckt – ich wusste, ich brauche einen Traumlauf, und habe voll riskiert. Der dritte Platz hat einen großen Stellenwert für mich, vor so einer Kulisse etwas gewinnen zu können, ist richtig cool. Die Bedingungen waren perfekt. Ich mag es, am Abend zu klettern – es war eine tolle Show hier in Innsbruck.“

© Austria Climbing // Foto: WUC Sportklettern Innsbruck 2022

Bronze für Bildstein/Hussl beim Comeback

Benjamin Bildstein und David Hussl holen sich bei ihrem Weltcup-Comeback in Almere, Niederlande die Bronzemedaille in der 49er-Klasse.

Ein zweiter Rang im Medal-Race ermöglichte es dem Duo vom Yacht Club Bregenz ihr Regatta-Comeback nach sechsmonatiger Pause mit der Bronzemedaille zu krönen.

Die Olympiazehnten von Tokio gingen vom sechsten Rang aus ins abschließende Medal-Race. Nach einem guten Start lagen die beiden das ganze Rennen hindurch hinter dem Start-Ziel siegreichen Boot aus Irland auf Rang zwei – damit schafften die beiden 30-Jährigen noch den Sprung auf das Podest.

„Wir sind mega-happy, dass wir noch die Medaille holen konnten – nachdem wir mit Rückstand ins Medal-Race gegangen sind. Die Bedingungen waren super: starker Wind, schwierige Welle. Es war ein tolles letztes Rennen von uns. Wir wollten voll angreifen – und das ist mit Rang zwei voll aufgegangen. Wir werden besser und besser. Finden wieder gut rein, und steigern uns. Das ist unser Ziel und deshalb sind wir happy!“, strahlt Steuermann Benjamin Bildstein.

„Gleich bei der ersten Regatta nach der Winterpause eine Medaille zu holen, ist großartig“, sagt auch Vorschoter David Hussl, der ergänzt: „Aber wir sehen auch, dass wir noch ein wenig nachschleifen müssen – das wollen wir gleich jetzt in Den Haag machen.“

Das 49er-Duo übersiedelt für die kommende Woche zu Trainingszwecke ins WM-Revier 2023, um sich bereits auf die nächstjährigen Titelkämpfe, bei denen auch die ersten Nationentickets für die Olympischen Spiele in Paris 2024 vergeben werden, vorzubereiten. Dort steht auch eine Materialumstellung an, da der aktuelle Renn-Mast beschädigt ist.

© PROFS Newsroom // Foto: Sailing Energy