Dusek am WC-Podest

Jakob Dusek

Hinter Sieger Martin Nörl entschied Jakob Dusek das Fotofinish um Platz zwei gegen Eliot Grondin für sich.

Jakob Dusek hat beim SBX-Weltcup in Krasnojarsk für die Fortsetzung einer stolzen ÖSV-Serie gesorgt! Der Niederösterreicher schaffte als Zweiter den Sprung auf das Podest und holte damit saisonübergreifend den zehnten Weltcup-Stockerlplatz in Folge für die rot-weiß-roten Snowboardcrosser. Seit dem Rennen in Valmalenco (ITA) im Jänner 2021 stand immer ein Österreicher auf dem Podium.

Jakob Dusek fuhr mit Laufsiegen vom Sechzehntel- bis ins Viertelfinale souverän in das Halbfinale, in dem er jedoch keinen guten Start erwischte und als Vierter scheinbar aussichtlos zurücklag. Doch der 25-Jährige ließ sich davon nicht beirren, zündete den Turbo und erreichte als Zweiter noch das große Finale. Dort gab es vom Start bis ins Ziel ständige Positionswechsel, am Ende setzte sich der Deutsche Martin Nörl vor Dusek, dem Kanadier Eliot Grondin und dem Australier Adam Lambert durch.

Nörl löste mit dem zweiten Sieg innerhalb von 24 Stunden auch Alessandro Hämmerle als Weltcupführenden ab. Beide halten bei 286 Punkten und zwei Saisonsiegen, aufgrund des besseren dritten Resultats liegt nun jedoch der Deutsche voran. Für Hämmerle war heute im Viertelfinale Endstation, das ergab für den Vorarlberger in der Endabrechnung Rang neun. Julian Lüftner, der im Rennen am Samstag Dritter geworden war, und Lukas Pachner erreichten ebenfalls die Runde der letzten 16 und landeten jeweils auf Platz 13. Die weiteren Platzierungen der ÖSV-Herren: 25. Luca Hämmerle, 33. David Pickl, Sebastian Jud und Marco Dornhofer, 49. Andreas Kroh.

„Das war heute richtig cooles Racing. In jedem Heat ist es von oben bis unten hin und hergegangen. Trotz des schlechten Starts im Semifinale bin ich ruhig geblieben, weil ich gewusst habe, dass auf dieser Strecke durch den Windschatten noch alles möglich ist – und so war es dann auch. Ich habe mich heute viel wohler gefühlt als gestern, da haben mir die eisigen Temperaturen von minus 20 Grad ziemlich zugesetzt. Dass ich den zehnten Stockerlplatz in Folge für unser Team herausgefahren bin, zeigt, wie stark unsere Truppe ist“,

freute sich Jakob Dusek.

Durchwachsen fiel hingegen die Bilanz des Rennwochenendes in Sibirien bei Alessandro Hämmerle aus:

„Ich bin mit diesem Kurs irgendwie nicht zurechtgekommen. Ich muss das jetzt einfach abhaken und nach vorne schauen, denn es kommen auch wieder Strecken, die meinem Fahrstil mehr entgegenkommen“,

meine Alessandro Hämmerle.

Bei den Damen belegte die Niederösterreicherin Pia Zerkhold als Dritte ihres Viertelfinal-Heats den neunten Gesamtrang. Die Salzburgerin Anna-Maria Galler reihte sich an der 17. Stelle ein, die Steirerin Lara Kristin Stockreiter wurde 25. Im großen Finale gab es den selben Zieleinlauf wie am Samstag: Die Britin Charlotte Bankes gewann vor der Französin Chloe Trespeuch, der US-Amerikanerin Lindsey Jacobellis und der Australierin Belle Brockhoff.

© oesv.at // Foto: LOC Krasnojarsk

WC-Sieg für Schöffmann

Sabine Schöffmann

Erfolg nach einigen Rückschlägen für Sabine Schöffmann.

Sabine Schöffmann hat beim Parallelriesentorlauf in Scuol (SUI) ihren vierten Weltcup-Einzelsieg gefeiert – den ersten seit Dezember 2017 in Cortina d’Ampezzo (ITA), als sie bei einem PSL triumphiert hatte. Dieser Erfolg kommt gerade zur rechten Zeit, stehen doch in der kommenden Woche die Heimweltcups in Bad Gastein (Dienstag und Mittwoch, Einzel- und Team-PSL) sowie in Schöffmanns engerer Heimat auf der Simonhöhe (Freitag und Samstag, Einzel- und Team-PGS) auf dem Programm. 

Nach Rang drei in der Qualifikation traf Schöffmann im Achtelfinale gleich auf die starke Deutsche Ramona Hofmeister, die gegen die Kärntnerin um den Hauch von einer Hundertstel den Kürzeren zog. Mit souveränen Siegen gegen Melanie Hochreiter (GER/+0,32 Sekunden) und Ladina Jenny (SUI/+0,22 Sekunden) erreichte die Österreicherin das große Finale, in dem ihr gegen Julie Zogg im unteren Streckenteil ein Fehler unterlief. Doch fast gleichzeitig geriet auch die Schweizerin in Schwierigkeiten, und das nützte Schöffmann, um mit einem Vorsprung von 1,29 Sekunden den Erfolg nach Hause zu fahren. Rang drei ging an Jenny, die im kleinen Finale die Deutsche Carolin Langenhorst bezwang.

„Das war ein hartes Rennen, aber ich habe bis zum letzten Schwung im letzten Lauf gefightet und bin dafür mit dem Sieg belohnt worden. Der Zeitpunkt dieses Sieges könnte vor den Heimweltcups nicht besser sein“,

sagte Schöffmann, die auch die schwierige Zeit seit ihrem letzten Weltcup-Einzelsieg Revue passieren ließ.

Zweitbeste Österreicherin wurde Claudia Riegler als Fünfte. Die 48-jährige Salzburgerin hatte in der Qualifikation Bestzeit erzielt, musste sich im Viertelfinale aber nach einem Fahrfehler Langenhorst geschlagen geben. „Es hat mir in dieser Situation das Brett weggezogen, trotzdem bin ich noch auf 19 Hundertstel herangekommen. Ich hätte schon noch gerne zwei Läufe gemacht, aber unterm Strich war das ein guter Start ins neue Jahr“, so Claudia Riegler. Die Kärntnerin Daniela Ulbing landete nach einem Ausrutscher im Achtelfinale gegen Hochreiter im Endklassement auf Platz 13. Julia Dujmovits verpasste nach einem Fahrfehler bei schlechter Sicht im zweiten Qualifikationslauf das 16er-Finale und wurde 26.

„Ich habe harte Jahre hinter mir. Begonnen hat alles im Jänner 2018, als ich mich in Bansko schwer verletzt habe und nicht zu den Winterspielen nach Südkorea fliegen konnte, nachdem ich schon die Olympiabekleidung ausgefasst hatte. Im Herbst 2020 dann der schwere Trainingssturz, der mich erneut zurückgeworfen hat, und dann noch die ganzen Herausforderungen rund um CoV. Das war alles auch mental nicht einfach, daher bin ich auch ein bisschen stolz, dass ich heute wieder ganz oben auf dem Podest stehe“,

sagte Sabine Schöffmann.

Bei den Herren belegte Alexander Payer nach einer Viertelfinal-Niederlage gegen den aktuellen Weltcupführenden Lee Sangho (KOR) als bester Österreicher unmittelbar vor Andreas Prommegger Platz sechs. Prommegger hatte im Achtelfinale gegen seinen ÖSV-Teamkollegen Benjamin Karl (11.) die Oberhand behalten, musste dann jedoch in der Runde der letzten Acht dem späteren Sieger Dmitrii Loginov (RUS) um 0,16 Sekunden den Vortritt lassen. Der Vorarlberger Lukas Mathies erreichte ebenfalls das Finale der Top 16 und reihte sich in der Endabrechnung an der 13. Stelle ein.

„Leider habe ich im Viertelfinale gegen Lee einen Schlag erwischt und bin dann nicht mehr von der Kante gekommen. Ich hoffe, dass es in den nächsten Rennen noch weiter nach vorne geht“,

sagte Alexander Payer.

„Nach den durchwachsenen PGS-Resultaten im Dezember war das heutige Rennen ein Schritt in die richtige Richtung“,

meinte Andreas Prommegger.

Nun folgen ÖSV-Heimbewerbe in Bad Gastein (ab Dienstag) und auf der Simonhöhe. Zuschauerinnen und Zuschauer an Ort und Stelle sind jeweils nicht zugelassen.

© oesv.at // Foto: FIS – Miha Matavz

Weltcup-Premierensieg für Dusek

Jakob Dusek

Jakob Dusek feierte in Cervinia seinen Premierensieg im Snowboardcross-Weltcup.

Snowboardcrosser Jakob Dusek hat in Cervinia (ITA) seinen ersten Weltcuperfolg gefeiert! Der 25-jährige Niederösterreicher übernahm beim dritten SBX-Saisonrennen im großen Finale gleich nach dem Start die Führung, gab die Spitzenposition bis ins Ziel nicht mehr ab und triumphierte vor dem Kanadier Eliot Grondin, dem amtierenden Weltmeister Lucas Eguibar (ESP) und dem Australier Cameron Bolton. 

Alessandro Hämmerle, der die beiden Auftaktrennen in diesem Winter in Secret Garden (CHN) und im Montafon (AUT) gewonnen hatte, wurde als Sieger des kleinen Finales als zweitbester Österreicher unmittelbar vor dem Wiener Lukas Pachner Fünfter. Julian Lüftner als Zwölfter und David Pickl als 17. komplettierten das starke Teamergebnis der ÖSV-Herren. Bei den Damen landete Pia Zerkhold als Vierte des kleinen Finales auf dem achten Gesamtrang.

Jakob Dusek, der bei seinen letzten drei Teilnahmen an einem großen Finale stets mit dem undankbaren vierten Platz vorlieb nehmen musste, strahlte nach seinem Weltcup-Premierensieg mit der Sonne in Cervinia um die Wette.

„Es war ein unbeschreibliches Gefühl, als ich im großen Finale als Erster über die Ziellinie gefahren bin. Ich habe mich auf diesem Kurs von der ersten Fahrt an sehr wohlgefühlt und jeden einzelnen Lauf genossen. Im Halbfinale ist es extrem eng hergegangen, aber ich bin im unteren Teil beinhart auf meiner Linie draufgeblieben und das ist zum Glück voll aufgegangen. Mit diesem Erfolg habe ich mir selbst ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk gemacht. Damit geht ein Kindheitstraum für mich in Erfüllung“,

jubelte Jakob Dusek.

So jubelte der 25-jährige Niederösterreicher Jakob Dusek, nachdem er als Erster im großen Finale die Ziellinie überquert hat.

Alessandro Hämmerle wurde im Semifinale eine unfaire Aktion des Japaners Yoshiki Takahara zum Verhängnis, der den Vorarlberger durch einen klaren Regelverstoß unsanft von den Beinen holte, dafür die gelbe Karte erhielt und deshalb auch nicht mehr zum kleinen Finale antreten durfte. „Ich fahre jetzt schon lange Snowboardcross, aber so eine Unsportlichkeit habe ich noch nie erlebt“, schäumte Alessandro Hämmerle nach dem Rennen. „Er hat mich in der zweiten Kurve zurückgehalten und danach auf der Geraden zum nächsten Roller hin einfach meine Linie gekreuzt, deshalb war auch ein Sturz nicht zu verhindern. Ich kann mir nicht viel vorwerfen, außer vielleicht, dass ich nicht weit genug von Takahara weg war, um diese unfaire Aktion zu vermeiden. Ein Podestplatz wäre für mich drinnen gewesen, mit Platz fünf ist mir zumindest eine Schadensbegrenzung gelungen“, so Hämmerle.

Lukas Pachner überzeugte nach Rang acht in der Vorwoche im Montafon erneut mit einer starken Leistung.

„Dabei ist mir der Kurs nicht gerade entgegengekommen, denn mir sind längere Strecken eigentlich lieber. Dort kann ich meine Stärken wie den Speedaufbau und eine gute Linienwahl besser ausspielen. Es ist hier für mich besser gelaufen, als ich es erwartet habe, daher bin ich mit dem Ergebnis auch zufrieden.“

Lukas Pachner

Pia Zerkhold hakte mit Rang acht die Enttäuschung beim Heimrennen im Montafon ab, wo sie im Einzelbewerb die Finalqualifikation verpasst hatte. Die Niederösterreicherin erwischte mit dem Laufsieg im Viertelfinale vor der US-Amerikanerin Meghan Tierney und der Qualifikationsschnellsten Charlotte Bankes (GBR) einen perfekten Start in das Rennen.

„Im Halbfinale und im kleinen Finale habe ich dann bei den Rollern vor der Zielkurve aber zweimal eine falsche Entscheidung getroffen. Das ärgert mich zwar ein bisschen, aber unterm Strich ist dieses Resultat eine Bestätigung dafür, dass ich vorne mitfahren kann“,

meinte Pia Zerkhold.

Die Italienerin Michela Moioli durfte sich vor der US-Amerikanerin Faye Gulini und der Australierin Belle Brockhoff über einen Heimsieg freuen.

© oesv.at // Foto: Dario Belinghieri

Top-Leistung von Pachner

Lukas Pachner

Österreichs Lukas Pachner fuhr ein starkes Rennen – Platz acht spiegelt seine gute Leistung nicht wider. Auch Jakob Dusek war durch einen Darminfekt geschwächt.

Alessandro Hämmerle ist im Moment das Maß aller Dinge im Snowboardcross-Weltcup! Der Lokalmatador triumphierte beim Heimrennen im Montafon vor US-Haudegen Nick Baumgartner sowie den beiden Deutschen Umito Kirchwehm und Martin Nörl und holte damit seinen 14. Weltcup-Einzelsieg. 

Damit durfte sich „Izzi“ Hämmerle saisonübergreifend nicht nur über den dritten Weltcuperfolg in Folge freuen, nachdem er im vergangenen März beim Finale in Veysonnaz (SUI) ebenso triumphiert hatte wie vor zwei Wochen beim heurigen Saisonauftakt auf der Olympia-Strecke in Secret Garden (CHN). Zudem feierte der 28-Jährige auch seinen dritten Heimtriumph im Montafon nach 2015 und 2019. Hämmerle führte ein bärenstarkes ÖSV-Team an, denn mit Lukas Pachner (8.), Julian Lüftner (11.), Jakob Dusek (15.) und Sebastian Jud (16.) fuhren alle fünf Österreicher, die sich für das 32er-Finale qualifiziert hatten, in die Top 16!

Alessandro Hämmerle präsentierte sich einmal mehr in Topform und gewann vom Achtel- bis ins Semifinale alle seine Heats, fand sich dann allerdings im großen Finale auf einmal auf Platz zwei hinter Martin Nörl wieder. Mit dem Montafoner im Nacken, kam der Deutsche in der vorletzten Kurve zu Sturz, womit der Weg zum Sieg für den Österreicher frei schien. Doch Nick Baumgartner setzte auf der Zielgeraden noch einmal zu einer Attacke an, aber Hämmerle entschied das Fotofinish gegen den US-Boy am Ende hauchdünn für sich.

„Es ist nur schön, drei Siege beim Heimrennen in Montafon feiern zu dürfen. Im großen Finale war ich ein wenig überrascht, dass ich nicht als Führender in die erste Kurve gekommen bin, denn in den Heats davor habe ich mich gegen eigentlich stärkere Fahrer am Start immer durchsetzen können. Ich habe dann natürlich versucht, auf Martin Nörl Druck auszuüben. Er ist scheinbar ein wenig nervös geworden und hat in die Kurven hinein konsequent die Ideallinie abgedeckt, aber dann ist er in der vorletzten Kurve gecrasht. Baumi (Nick Baumgartner, Anm.) habe ich den ganzen Lauf über nie gesehen, weil ich ihn immer im toten Winkel gehabt habe. Zum Glück ist es sich für Platz eins ausgegangen. Mit zwei Siegen in die Saison zu starten, ist einfach nur cool“,

jubelte Alessandro Hämmerle.

Lukas Pachner zeigte mit einer starken Vorstellung ebenfalls auf, in der Vorschlussrunde und im kleinen Finale klebte dem Wiener jedoch das Pech am Brett! Im Halbfinale geriet er zunächst mit seinem Board unter das Brett von Nick Baumgartner und büßte damit viel Speed ein. Im kleinen Finale war es der Italiener Lorenzo Sommariva, mit dem Pachner aneinandergeriet. Rang acht war nicht der entsprechende Lohn für die starke Performance des 30-Jährigen.

„Die ersten beiden Heats sind brutal gut gelaufen, daher bin ich jetzt sicher ein wenig enttäuscht. Es war heute unglaublich enges und hartes Racing, da können solche Situationen wie im Halbfinale und im kleinen Finale schon einmal vorkommen. Positiv nehme ich mit, dass ich nach Rang elf in China nun ein zweites gutes Resultat für die Olympia-Qualifikation in der Tasche habe“,

meinte Lukas Pachner.

Julian Lüftner lag im Viertelfinale lange auf Aufstiegskurs, musste in der in vielen Phasen so entscheidenden vorletzten Kurve jedoch Nick Baumgartner passieren lassen.

„Ich war heute richtig gut drauf und im ersten Heat bin ich auch sehr souverän weitergekommen. Im Viertelfinale habe ich dann gegen zwei Fahrer den Kürzeren gezogen, die dann Erster und Zweiter geworden sind. Nick Baumgartner ist im unteren Teil eine massive Linie gefahren. Ich konnte nicht viel mehr machen, als hart auf die Backside draufzusteigen, aber es ist sich leider trotzdem nicht ausgegangen“,

bilanzierte Julian Lüftner.

Bei den Damen gewann die Britin Charlotte Bankes vor der Australierin Belle Brockhoff und der Französin Chloe Trespeuch. Die Österreicherinnen Lara Kristin Stockreiter (27.), Pia Zerkhold (34.) und Anna-Maria Galler (38.) hatten den Einzug in das Finale der Top 16 verpasst.

© oesv.at // Foto: ÖSV – Markus Frühmann

Dusek 4ter bei Olympia-Generalprobe

Jakob Dusek

Österreichs Snowboardcrosser feiern eine erfolgreiche Generalprobe auf der Olympia-Strecke.

Alessandro Hämmerle, Jakob Dusek und Pia Zerkhold führten ein starkes ÖSV-Snowboardcross-Team in China an.

Der dreifache Snowboardcross-Gesamtweltcupsieger Alessandro Hämmerle fuhr einmal mehr ein überragendes Rennen und setzte sich im großen Finale vor dem Italiener Omar Visintin, dem US-Amerikaner Nick Baumgartner und seinem ÖSV-Teamkollegen Jakob Dusek durch, der als Vierter nur knapp das Podest verpasste. Bei den Damen stand Pia Zerkhold zum ersten Mal in einem großen Finale und holte hinter der tschechischen Siegerin Eva Samkova, der Britin Charlotte Bankes und der Italienerin Michela Moioli als Vierte ihr bestes Weltcupresultat.

Alessandro Hämmerle präsentierte sich beim Saisonstart in bestechender Form und lieferte nicht nur fahrerisch, sondern auch taktisch eine beeindruckende Vorstellung ab. So dosierte der Vorarlberger im Semifinale im Mittelteil ganz bewusst ein wenig das Tempo, um aus der dritten Position und dem Windschatten heraus seine vor ihm liegenden Konkurrenten vor dem Ziel anzugreifen, was mit dem Laufsieg auch perfekt funktionierte. Auch im großen Finale baute Hämmerle hinter dem zwischenzeitlich führenden Baumgartner so viel Speed auf, um nicht nur am US-Boy vorbeigehen zu können, sondern in weiterer Folge auch den Sieg nach Hause zu fahren.

„Ich habe aus dem Startgate heraus alle meine Heats gewonnen, wollte mir auf dieser langen Strecke aber die Kraft für die vier Läufe ganz bewusst gut einteilen. Deshalb bin ich im Halbfinale etwas runter vom Gas, um dann im unteren Teil noch einmal richtig attackieren zu können – und das ist perfekt aufgegangen. Es ist ein Traum, mit einem Sieg in die Saison zu starten, und auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele ist es eine Erleichterung zu wissen, dass ich mit der Strecke gut zurechtkomme. Dass ich jetzt mit dem gelben Trikot zum Heimweltcup ins Montafon (9. bis 11. Dezember, Anm.) komme, ist eine richtig coole Sache“,

jubelte Alessandro Hämmerle.

Die Bilanz von Jakob Dusek fiel nach Rang vier zwiespältig aus:

„Gesamt gesehen war das ein sehr gutes Rennen von mir, aber dass ich jetzt zum dritten Mal hintereinander in einem großen Finale Vierter geworden bin, ist schon ärgerlich. Ich habe mich heute in den Heats sehr wohlgefühlt und aus der letzten Kurve heraus immer viel Geschwindigkeit mitgenommen. So wollte ich es auch im großen Finale anlegen, aber leider habe ich verkantet und dadurch das ganze Tempo verloren“,

sagte Jakob Dusek.

Lukas Pachner reihte sich als Dritter seines Viertelfinal-Heats an der elften Stelle ein. Der Wahl-Vorarlberger Julian Lüftner landete im „ÖSV-Achtelfinal-Lauf“ hinter Hämmerle und Pachner auf Rang drei und belegte im Endklassement Platz 20.

Pia Zerkhold zog als jeweils Laufzweite im Viertel- und Halbfinale in ihr erstes großes Finale im Weltcup ein, in dem sie die Startpassage jedoch nicht optimal erwischte und dadurch den Anschluss an ihre Gegnerinnen verlor.

„Ich bin leider bei einem Element etwas zu aggressiv gewesen und dadurch nicht gut in die Landung gekommen. Den Rückstand, den ich mir dabei eingehandelt habe, ist gegen so starke Fahrerinnen nicht mehr aufzuholen. Aber ich bin natürlich megahappy mit diesem Resultat. Ich habe schon im Training gemerkt, dass ich schnell bin und war heute im Gegensatz zur Qualifikation auch überhaupt nicht nervös. Dieses Ergebnis gibt mir enorm viel Auftrieb für die nächsten Rennen“, freute sich Pia Zerkhold.

freute sich Pia Zerkold, die mit Rang vier beim Saisonauftakt ihr bestes Weltcupresultat holt.

© oesv.at // Foto: FIS

Pachner verpasst Weltcupsieg

Lukas Pachner rast auf das Podium und verpasst nur knapp seinen Weltcupsieg.

Lukas Pachner (gelbes Trikot) fehlten im Fotofinish gegen Eliot Grondin (grünes Trikot) nur Zentimeter zum ersten Weltcupsieg.

Snowboardcrosser Lukas Pachner ist in Bakuriani (GEO) nur um Zentimeter an seinem ersten Weltcupsieg vorbeigeschrammt!

Der 29-Jährige zündete beim ersten von zwei Rennen in dieser Woche im großen Finale auf der langen Zielgeraden von Position vier aus den Turbo und musste am Ende im Fotofinish nur dem Kanadier Eliot Grondin den Vortritt lassen. Damit egalisierte Pachner sein bestes Weltcupresultat – vor vier Jahren war der Wiener in La Molina (ESP) ebenfalls Zweiter geworden.

Alessandro Hämmerle, der das große Finale lange Zeit von der Spitze aus kontrolliert hatte, landete hinter dem Italiener Lorenzo Sommariva auf Platz vier. Damit ist der Polster von Spitzenreiter Hämmerle auf Grondin im SBX-Weltcup von 58 auf acht Zähler geschmolzen. Drittbester Österreicher wurde der Wahl-Vorarlberger Julian Lüftner, der das Viertelfinale erreichte und sich im Endklassement an der 14. Stelle einreihte. Für den Vorarlberger Luca Hämmerle (21.), den Steirer David Pickl (26.) und den Burgenländer Sebastian Jud (30.) kam im Achtelfinale das Aus.

„Ich bin superhappy, dass es endlich wieder für das Podium gereicht hat. Dafür habe ich sehr lange kämpfen müssen. Jetzt bin ich einfach nur froh, dass es wieder bergauf geht“, sagte Lukas Pachner, der im März 2018 bei einem schweren Sturz in Veysonnaz (SUI) eine Hüftluxation sowie einen Bruch der rechten Hüftpfanne erlitten hatte.

„Taktisch habe ich gewusst, dass die Heats im unteren Streckenabschnitt entschieden werden. Dort habe ich mir schon im Training eine schnelle Linie zurechtgelegt. Im Rennen habe ich mich bis zur Einfahrt auf die Zielgerade gut in Position gebracht und dann voll attackiert. Ich bin froh, dass mein Plan so perfekt aufgegangen ist“, ergänzte Pachner.

 

© ÖSV // Foto: ÖSV – Rezi Kenia

Dusek top bei WM

Top-Platzierung für Dusek Jakob bei Snoboardcross-WM in Idre.

Hämmerle holt mit Silber erste WM-Medaille, Dusek auf Platz 4

Snowboardcrosser Alessandro Hämmerle hat am Donnerstag seine erste WM-Medaille geholt. Der 27-jährige Vorarlberger und zweifache Gesamtweltcup-Gewinner musste sich in Idre in einem packenden Finallauf in einem Fotofinish nur dem Spanier Lucas Eguibar geschlagen geben. Auf Rang drei landete der Kanadier Eliot Grondin, der damit verhinderte, dass gleich zwei Österreicher auf dem Podest standen. Der Niederösterreicher Jakob Dusek musste sich somit mit Rang vier begnügen. Der Wiener Lukas Pachner belegte Platz 17 und der Steirer David Pickl Platz 30, beide waren im umfassenden Bewerb bereits im Achtelfinale ausgeschieden.

Dusek und Zerkhold belegen im Teambewerb Platz 7

Einen Tag nach Einzel-Silber für Alessandro Hämmerle hat es bei der Snowboard-WM der Crosser in Idre Fjäll keine Medaille für Österreich gegeben. Im Mixed-Teambewerb belegten die beiden Niederösterreicher Pia Zerkhold und Jakob Dusek nach einem Aus im Halbfinale Endrang sieben.

Der SBX-Teamevent war zum zweiten Mal ein WM-Bewerb, Österreich nahm erstmals teil.

Hämmerle hatte auf einen Start im Teambewerb verzichtet. Dusek und Zerkhold setzten sich zunächst als Zweite ihres Viertelfinales hauchdünn durch, nachdem Dusek Erster bei den Herren war und Zerkhold ihr Board um Millimeter vor der erfahrenen Französin Chloe Trespeuch über die Ziellinie gebracht hatte. Im Halbfinale legte Dusek als Zweiter erneut gut vor, Zerkhold kam aber als Vierte und Laufletzte ins Ziel, womit der Kampf um eine Medaille verpasst war. Im kleinen Finale gewann Dusek den Herren-Lauf erneut, Zerkhold wurde aber bei der Landung nach einem Sprung von der Italienerin Raffaella Brutto gerammt und zu Sturz gebracht.

Der Einzel-Vierte Dusek sagte: „Der Event war extrem lustig. Vor allem der erste Lauf, als Pia das Fotofinish gewonnen hat. Meine Plätze eins, zwei und eins waren eine ganz gute Leistung, so kann es weitergehen.“

© ORF.at // Foto: GEPA

Schöffmann dritte im Weltcup

Sabine Schöffmann fuhr ein starkes Rennen und durfte sich als Dritte über ihren ersten Podestplatz seit Februar 2019 freuen.

Sabine Schöffmann hat mit Rang drei beim Parallelriesentorlauf im russischen Bannoye ihren ersten Weltcup-Podestplatz seit fast zwei Jahren erobert! Zuletzt hatte die Kärntnerin Mitte Februar 2019 ebenfalls bei einem PGS in Pyeongchang (KOR) als Zweite den Sprung auf das Podium geschafft. Bei den Herren landete Alexander Payer als bester Österreicher auf Platz neun.

Sabine Schöffmann schaltete im 16er-Finale in den ersten beiden Runden die Russinnen Sofia Nadyrshina (+0,22 Sekunden) und Milena Bykova (+0,31 Sekunden) aus, ehe sie im Semifinale gegen die Deutsche Cheyenne Loch um 0,14 Sekunden knapp das Nachsehen hatte. Im kleinen Finale drehte die 28-Jährige aber noch einmal auf und bezwang die Qualifikationsschnellste Selina Jörg (GER) um 26 Hundertstel. Schöffmann hatte im vergangenen November bei einem Trainingssturz am Pass Thurn eine schwere Gehirnerschütterung erlitten und musste deshalb auch auf die Dezember-Rennen verzichten.

„Dieser dritte Platz ist etwas Besonderes, weil es in der vergangenen Saison zuerst nicht nach Wunsch für mich gelaufen ist und dann plötzlich nach zwei vierten Plätzen in Kanada wegen Corona Schluss war. Mit der Verletzung habe ich im November den nächsten Rückschlag hinnehmen müssen, daher ist dieser Stockerlplatz schon sehr speziell. Dabei waren heute die Bedingungen mit teilweise starkem Nebel und schlechter Bodensicht alles andere als einfach. Aber es ist mir sehr gut gelungen, das alles auszublenden und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ich bin mutig an die Sache herangegangen und habe durchwegs gute Läufe erwischt“, freute sich Sabine Schöffmann.

Mit Claudia Riegler und Julia Dujmovits erreichten zwei weitere ÖSV-Ladies die Finalentscheidung der Top 16. Riegler zog gegen die Japanerin Tsubaki Miki um acht Hundertstelsekunden denkbar knapp den Kürzeren und wurde als zweitbeste Österreicherin Elfte. Dujmovits unterlag Jörg in einem weiteren engen Duell um 0,10 Sekunden und belegte in der Endabrechnung Platz 16. Moskau-Siegerin Daniela Ulbing verpasste als Qualifikations-17. das Finale um vier Hundertstel. Ramona Hofmeister und Cheyenne Loch sorgten für einen deutschen Doppelerfolg.

Von den ÖSV-Herren zog einzig Alexander Payer als Zweiter der Qualifikation in das Achtelfinale ein, in dem sich der Kärntner dann allerdings dem Koreaner Sangkyum Kim um 0,21 Sekunden geschlagen geben musste. Arvid Auner (17.), Benjamin Karl (23.), Andreas Prommegger (24.), Aron Juritz (26.), Sebastian Kislinger (28.) und Fabian Obmann (36.) blieben an der Qualifikationshürde hängen. Die russischen Herren feierten durch Dmitry Loginov und Igor Sluev einen Doppelsieg. In einem italienischen Duell um Rang drei setzte sich Mirko Felicetti gegen Edwin Coratti durch.

© ÖSV // Foto: FIS Snowboard – Pavel Tabarchuk

Dusek erneut 5ter

Dusek Jakob wird erneut 5ter im Worldcup.

Er gewann wie schon tags zuvor das kleine Finale und wurde als zweitbester Österreicher Fünfter.

Alessandro Hämmerle hat in Valmalenco (ITA) seinen elften Weltcupsieg (zehn im Einzel, einer im Team) gefeiert. Der 27-jährige Vorarlberger, der sich am Samstag im ersten Bewerb in der Lombardei mit Rang 13 begnügen musste, setzte sich nach dramatischem Rennverlauf im großen Finale vor dem Franzosen Merlin Surget sowie den beiden US-Amerikanern Hagen Kearney und Jake Vedder durch.

„Ich fahre nach diesen beiden Rennen mit einem sehr guten Gefühl nach Hause. Im kleinen Finale ist mir noch einmal ein starkes Manöver gelungen, als ich von der dritten auf die erste Position gefahren bin. Diese Aktion habe ich an dieser Stelle das erste Mal probiert und auch mit Selbstvertrauen durchgezogen“, betonte Jakob Dusek.

Bei den Damen holte die Niederösterreicherin Pia Zerkhold als Neunte ebenfalls ein Top-Ten-Resultat.

Die weiteren Platzierungen der ÖSV-Herren: 17. Luca Hämmerle, 25. Lukas Pachner, 33. David Pickl, Julian Lüftner, Sebastian Jud, Andreas Kroh und Marco Dornhofer, 49. Beat Neyer-Hollenstein.

© ORF.at // Foto: FIS Snowboard – Roberto Mecca

Dusek 5ter im Worldcup

Dusek vor Pickel beim Weltcup-Auftakt.

Österreichs Snowboardcrosser sind mit drei Halbfinal-Teilnahmen beim späten Weltcup-Auftakt im italienischen Valmalenco gestartet.

Bester ÖSV-Boarder in der Lombardei war Jakob Dusek als Sieger des kleinen Finales als Fünfter unmittelbar vor seinem Teamkollegen David Pickl. Weltcup-Titelverteidiger Alessandro Hämmerle (13.) schied nach schlechtem Start im Viertelfinale aus. Der Tagessieg ging am Samstag überraschend an den Niederländer Glenn de Blois.

Bei den Frauen holte die Italienerin Michela Moioli den Favoriten-Sieg. Der 22-jährigen Niederösterreicherin Pia Zerkhold gelang als Vierte im kleinen Finale und gesamt Platz acht ihr bestes Weltcup-Ergebnis.

Der zweite Bewerb am Sonntag (14.00 Uhr) ist gleichzeitig bereits der letzte Wettkampf vor der WM Mitte Februar in Idre (SWE). Danach sind nur noch Weltcups in Bakuriani (GEO) und Veysonnaz (SUI) geplant.

© ORF.at // Foto: GEPA