Schöffmann gewinnt Saisonauftakt

Sabine Schöffmann gewinnt das erste Weltcuprennen der Saison in Winterberg.

Sie setzt sich im Finale gegen die Schweizerin Julie Zogg durch und darf über ihren fünften Weltcup-Einzelsieg jubeln.

„Es ist ein Winterwunderland hier für mich, es hat mir richtig gut gefallen“, jubelte Schöffmann nach dem perfekten Saisonstart und ihrem fünften Weltcup-Einzelsieg. Auch Payer, der Lebensgefährte von Schöffmann, war nach seinem Auftaktsieg überglücklich. „Es ist verrückt. Im ersten Weltcup-Rennen hat man immer den größten Druck, das ist was ganz Besonderes“, sagte der 33-Jährige. Schöffmann und Payer sammelten je 100 Punkte und führen damit klarerweise gleich einmal die Gesamtwertung an.

Schöffmann schaltete der Reihe nach die Schweizerin Ladina Jenny, die Slowenin Gloria Kotnik und im Halbfinale Hochreiter aus. Im Finale überquerte sie 0,17 Sekunden vor Zogg die Ziellinie. Dadurch war sie nach Scuol am 8. Jänner 2022 (Riesentorlauf) wieder im Weltcup erfolgreich. Auch damals hatte sie vor Zogg die Oberhand behalten. In Winterberg hatte sie auch schon am 18. März 2017 einen Weltcup-Erfolg im Slalom, den bisher letzten, gefeiert. „Das war ein Megarennen und ein echt cooler Tag“, betonte Schöffmann.

Durch den Erfolg von Payer wurde der Triumph für beide noch besonderer. Der zusätzliche Erfolg von Schöffmann mache das Ganze richtig speziell. „Es ist einfach unglaublich und fast schon ein bisschen kitschig“, sagte Payer.

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Sensationssieg für Erler/Miedler

Alexander Erler und Lucas Miedler krönen ihren Erfolgslauf bei den Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle und sichern sich den Doppel-Titel.

Das dank einer Wildcard in den Bewerb gerutschte Duo setzt sich im Finale gegen die mexikanisch-argentinische Paarung Santiago Gonzalez/Andres Molteni 6:3 7:6 (7/1) durch.

Erler/Miedler haben damit ein seltenes Österreich-Double geschafft, denn im Vorjahr hatten sie ebenso überraschend den ersten ATP-Tour-Titel in Kitzbühel gewonnen. Schon diesen Finalsieg hatten sie per Wildcard geholt. In der Wiener Stadthalle sorgten der 25-jährige Tiroler und der 26-jährige Niederösterreicher für ein Novum und sicherten sich als erstes rein österreichisches Duo den Doppel-Titel.

Danke an alle Fans, das war wirklich mega“, sagte Erler bei der Siegerehrung. „Danke an das gesamte Team, das war eine super Leistung in dieser Woche. Danke auch an Herwig (Turnierdirektor Straka, Anm.), dass wir mitspielen durften.“ Miedler gratulierte wie sein Doppel-Partner auch ihren Finalgegnern und entschuldigte sich für den Heimsieg. „Aber es ist immer etwas Besonderes, daheim zu spielen und zu gewinnen“, sagte der Niederösterreicher.

Ist schon der Turniersieg sensationell, so ist es auch die Tatsache, dass das rot-weiß-rote Duo im Turnierverlauf keinen einzigen Satz abgegeben hat. Erler/Miedler haben heuer vier Challenger-Titel gewonnen, der Wien-Titel ist aber natürlich der absolut größte Erfolg in ihrer Karriere. Der seit Donnerstag 25-jährige Erler verbesserte sich damit im Doppel-Ranking auf Platz 50, Miedler auf 55, das ist für beide ihre bisher beste Platzierung. Und diese öffnet ihnen die Tür auf die ATP-Tour, auch bei Grand-Slam-Turnieren sollte man sie künftig sehen. Mit Gonzalez/Molteni besiegten sie den 31. und 40. der Doppel-Weltrangliste, die beiden haben heuer in Cordoba, Buenos Aires und Gijon 250er-Titel gewonnen.

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Fünfter Weltcupsieg für Höck

Vinzenz Höck holt sich in Ungarn bereits den fünften Turn-Weltcupsieg seiner Karriere.

Exakt zwei Jahre nach seinem ersten Kunstturn-Weltcupsieg steht er am selben Ort in Szombathely erneut ganz oben am Podest.

„Ungarn ist mir wohlgesinnt“, freute sich der 26-jährige Grazer und betonte: „Ich habe meine volle Übung gezeigt und sie ist mir super gelungen. Das stimmt mich positiv für die Weltmeisterschaft in einem Monat.“

Vinzenz Höck war direkt von seiner Auszeichnung zum steirischen Sportler des Jahres erst mit Verspätung zum Ungarn-Weltcup weitergereist. Die Qualifikation am Freitag hatte er noch verhalten auf Rang 5 absolviert. Im Finale zeigte Höck dann allerdings seine volle Stärke. „Letzte Woche in Paris (Silbermedaille, Anm.) hatte ich wegen des Formaufbaus für die WM noch auf eine Höchstschwierigkeit verzichtet“, erläuterte Höck, „jetzt habe ich erstmals wieder mein komplettes Programm geturnt, auch die wieder aufgenommene Balandin-Kombination gelang ohne Probleme.“

Silber und Bronze des Ungarn-Weltcups an den Ringen gingen nach Japan: Minori Haruki (2.) und Soichiro Tanabe (3.) standen neben Höck auf dem Siegerpodium.

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