Jakob Dusek schrammt knapp am Stockerl vorbei

Jakob Dusek eliminiert den bis dahin in der Boardercross-Weltcupgesamtwertung führenden Italiener und kommt ins 4er-Finale.

Der 24-jährige Jakob Dusek von Union Trendsport Weichberger holte im spanischen Sierra Nevada als starker Vierter sein nächstes Topresultat, nachdem er Ende Jänner in Big White (Kanada) als Zweiter seinen ersten Podestplatz im Weltcup herausgefahren hatte. Der Sportsoldat aus Herzogenburg liegt somit vor dem letzten Rennen in der Weltcup-Wertung mit 2.110 Punkten auf Rang vier und hat durchaus noch Chancen beim letzten Rennen am 15. März im Schweizer Veysonnaz den nur um 20 Zähler vor ihm auf Platz drei liegenden Italiener Omar Visintin (2.130) zu überholen.

„Es ist echt lässig, dass ich jetzt zweimal hintereinander ins große Finale gefahren bin. Der Speed passt im Moment ganz einfach bei mir. Das zeigt auch der zehnte Platz in der Quali, obwohl ich keinen optimalen Lauf hatte. Es ist ein beruhigendes Gefühl, wenn du weißt, dass du schnell bist und bei deinen Fahrten nichts Außergewöhnliches machen musst. Jetzt will ich natürlich auch beim Finale noch einmal vorn mitmischen“,

meinte Dusek, der zweimal in Folge die Europacupwertung gewinnen konnte (2018 und 2019).

Alessandro Hämmerle hat mit einem zweiten Platz beim vorletzten Weltcuprennen die Führung in der Disziplinenwertung wieder an sich gerissen. Der Vorarlberger musste sich im großen Finale nur dem spanischen Lokalmatador Lucas Eguibar geschlagen geben, verwies aber im Fotofinish den Deutschen Paul Berg auf Rang drei.

In der Gesamtwertung liegt Hämmerle nun zehn Punkte vor dem Italiener Lorenzo Sommariva (2.950). Dusek leistete bei kompakten Pistenverhältnissen in Andulasien Schützenhilfe, indem er sich im Halbfinale als Zweiter hinter Hämmerle vor Sommariva klassierte. Der Italiener gewann danach das kleine Finale. Duseks UTW-Teamkollege Marco Dornhofer belegte am Ende in Sierra Nevada Rang 51.

Im Medaillenspiegel liegt Österreich überlegen an erster Stelle. Nach vier Rennen hält der ÖSV bereits bei sieben Medaillen: 3 Gold, 3 Silber und 1 Bronze.

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Schöffmann feiert Europacup-Heimsieg

Lokalmatadorin Sabine Schöffmann feierte beim zweiten Europacup-PGS auf der Simonhöhe einen umjubelten Heimsieg.

Die von OK-Chef Werner Schöffmann und dessen Team bestens organisierten Rennen konnten mit einer Top-Besetzung aufwarten. So waren neben zahlreichen heimischen Top-Fahrern auch die Weltcupteams aus Russland, Kanada und Polen sowie mit Rok Marguc auch der PSL-Weltmeister des Jahres 2013 am Start.

Für das herausragende Ergebnis aus rot-weiß-roter Sicht sorgte die Lokalmatadorin Sabine Schöffmann, die im zweiten Rennen vor der Russin Sofia Nadyrshina und der Schweizerin Jessica Keiser einen umjubelten Heimerfolg feierte. Im ersten Bewerb war die Salzburgerin Claudia Riegler als Zweite hinter der Russin Natalia Soboleva ebenfalls auf das Podest gefahren.

Bei den Herren waren die Kärntner Alexander Payer und Fabian Obmann als jeweils Fünfter die besten Österreicher. Die Steirer Sebastian Kislinger (Siebenter im 1. Rennen) und Arvid Auner (Achter im 2. Rennen) holten zwei weitere Top-Ten-Plätze für das ÖSV-Team. Die Siege gingen an den Kanadier Darren Gardner und den amtierenden russischen Doppelweltmeister Dmitry Loginov.

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Dusek Zweiter bei SBX-Weltcup in Big White

Jakob Dusek hat am Sonntag beim Snowboardcross-Bewerb (SBX) in Big White in Kanada sein bisher bestes Weltcup-Resultat geschafft. Der 23-jährige Niederösterreicher, der erstmals im Finale stand, musste sich nur dem Italiener Lorenzo Sommariva geschlagen geben. Sein ÖSV-Kollege Julian Lüftner belegte Rang vier.

Sommariva übernahm mit dem Erfolg auch die Weltcup-Führung von Alessandro Hämmerle. Der Vorarlberger landete im kleinen Finale auf Rang zwei als Gesamtsechster unmittelbar vor Lukas Pachner. Bei den Damen schied Katharina Neussner im Achtelfinale aus, den Sieg holte sich die Australierin Belle Brockhoff. Lukas Pachner landete auf Rang 17, David Pickl auf Rang 26.

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Zwei Podestplätze für Schöffmann

Das ÖSV-Parallel-Team durfte sich über fünf Stockerlplätze beim Weltcup-PGS in Pyeongchang freuen. 

Bei den Damen wurde Sabine Schöffmann am ersten Wettkampftag nach einem Erfolg im kleinen Finale gegen die Deutsche Carolin Langenhorst Dritte und durfte sich damit bereits über ihren vierten Podestplatz in der laufenden Weltcup-Saison freuen. Nachdem die Kärntnerin im Viertelfinale in einem ÖSV-Duell gegen Claudia Riegler (7.) die Oberhand behalten hatte, musste sie sich in der Vorschlussrunde der überragenden Ester Ledecka geschlagen geben. Die Tschechin ließ im großen Finale auch der Deutschen Selina Jörg keine Chance und feierte einen ungefährdeten Sieg.

Lukas Mathies holte als Zweiter hinter dem Slowenen Zan Kosir seinen ersten Weltcup-Stockerlplatz seit mehr als fünf Jahren. Zuletzt war der Vorarlberger am 1. Februar 2014 in Sudelfeld (GER) ebenfalls als Zweiter auf dem Podium gestanden. Andreas Prommegger setzte sich im kleinen Finale gegen den Italiener Aaron March durch und schaffte als Dritter erstmals in der laufenden Saison den Sprung auf das Podest. Im Halbfinale war das Glück nicht gerade auf der Seite des routinierten Salzburgers, der zeitgleich mit Kosir ins Ziel kam. Da der Slowene als Zweiter in der Qualifikation jedoch schneller als Prommegger (11.) war, stieg Kosir in das große Finale auf.

Bei den Herren hatte der Kärntner Alexander Payer im Viertelfinale gegen Prommegger das Nachsehen und wurde Sechster. Bereits in der Auftaktrunde hatte sich in einem weiteren rot-weiß-roten Kräftevergleich Mathies gegen Benjamin Karl durchgesetzt. Der Niederösterreicher behauptete mit Rang zwölf jedoch seine Weltcup-Gesamtführung, die bei den Damen Sabine Schöffmann übernommen hat.

Sabine Schöffmann (3.): „Nach einer guten ersten Quali hatte ich im zweiten Lauf einen massiven Fehler und war froh, dass sich das Finale überhaupt noch ausgegangen ist. Als Quali-13. habe ich mir im Finale den Kurs nie aussuchen dürfen und bin bei jedem Lauf hin- und hergeschickt worden. Das habe ich aber gut gelöst, einzig gegen Ester Ledecka war ich ohne Chance, aber sie war heute wieder einmal ein Wahnsinn. Dass ich jetzt erstmals auch im Gesamtweltcup führe, ist eine zusätzliche Motivation für das morgige Rennen.“

Andreas Prommegger hat beim zweiten Parallelriesentorlauf des Wochenendes auf dem Olympia-Hang in Pyeongchang (KOR) seinen 17. Einzelsieg im Weltcup gefeiert! Bei den Damen fuhr Sabine Schöffmann als Zweite zum 5. Mal in dieser Saison auf das Podest.

Bei den Damen fuhr Sabine Schöffmann als Zweite beim siebenten Saisonrennen bereits zum fünften Mal auf das Podest und baute damit ihre Führung im Gesamtweltcup aus. Die Kärntnerin wies nach Siegen über Natalia Soboleva (RUS) und Julie Zogg (SUI) auch im Halbfinale die Tschechin Ester Ledecka in die Schranken. Nachdem Ledecka nicht optimal aus dem Startgate gekommen war, unterliefen der von Schöffmann unter Druck gesetzten Olympiasiegerin auch noch zwei Fahrfehler. Im großen Finale musste sich die Österreicherin, die in der Mitte des Kurses bei einem Frontside-Schwung einmal nicht optimal von der Kante kam, der Deutschen Ramona Hofmeister um 0,74 Sekunden geschlagen geben. Im Gesamtweltcup hat Schöffmann (3.880) bei vier noch zu fahrenden Rennen 480 Zähler Vorsprung auf die Tagesdritte Ledecka (3.400). Zweitbeste Österreicherin wurde heute Claudia Riegler als 13. Jemima Juritz (17.) und Daniela Ulbing (Disqualifikation im ersten Quali-Lauf) verpassten den Einzug ins Finale der Top 16.

Mit dem Triumph hat Andreas Prommegger sowohl die Führung im Parallel-Gesamtweltcup als auch in der PGS-Wertung übernommen. Nach Platz drei am Samstag holte der Salzburger im zweiten Rennen binnen 24 Stunden dank einer überragenden Leistung seinen zweiten Sieg im Bokwang Phoenix Park nach 2017. Der 38-jährige Routinier schaltete in den ersten beiden Runden die Russen Andrey Sobolev (+0,13 Sekunden) und den Doppelweltmeister von Park City, Dmitry Loginov (+0,79), aus und behielt danach auch in der Vorschlussrunde gegen den Italiener Maurizio Bormolini (+0,10) und im Showdown um den Sieg gegen den Franzosen Sylvain Dufour um 15 Hundertstelsekunden die Oberhand. Dritter wurde der südkoreanische Lokalmatador Sangho Lee.

Im PGS-Weltcup hat Prommegger bei noch zwei zu fahrenden Rennen 670 Punkte Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Roland Fischnaller (ITA). Die Gesamtwertung führt der Pongauer mit 2.986 Zählern vor seinem ÖSV-Teamkollegen Benjamin Karl (2.700), Fischnaller (2.610) und dem Vorarlberger Lukas Mathies (2.320) an. Der gestrige Zweite Mathies hatte nach Bestzeit in der Qualifikation in der Auftaktrunde gegen Mirko Felicetti (ITA) das Nachsehen und wurde Neunter. Karl zog im Achtelfinale gegen Tim Mastnak (SLO) um drei Hundertstel denkbar knapp den Kürzeren und landete auf Rang 14. Für Sebastian Kislinger (28.) und Alexander Payer (33.) war bereits in der Qualifikation Endstation.

Sabine Schöffmann (2.): „Das war heute fast ein Spiegelbild des gestrigen Rennens. Die Quali war wieder mies (Rang 12, Anm.), deshalb habe ich mir auch nie den Kurs aussuchen können und bin wieder zwischen rot und blau hin- und hergeschickt worden. Der große Unterschied war der Sieg gegen Ester Ledecka, gegen die ich vom Start weg gut dagegengehalten habe, bis ihr ein Fehler passiert ist. Im großen Finale hat es einmal ordentlich gerattert, da bin ich nicht mehr von der Kante weggekommen. Die Konstanz, mit der ich in dieser Saison vorne mitfahre, gibt mir auch eine große Sicherheit. Und dass ich das Leadertrikot zur nächsten Weltcup-Station mitnehme, ist voll cool. Ich werde versuchen, es möglichst lange zu behalten.“

Der Weltcup der Raceboarder wird am kommenden Wochenende in Secret Garden (CHN) fortgesetzt, wo ein Parallelriesentorlauf und ein Parallelslalom ausgetragen werden.

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Dritter Saison-Podestplatz für Schöffmann

Sabine Schöffmann hat beim Weltcup-Parallelslalom in Moskau einen Podestplatz für die ÖSV-Raceboarder geholt!

Die Kärntnerin, die in der Qualifikation Bestzeit erzielt hatte, musste sich im großen Finale der Schweizerin Julie Zogg um 16 Hundertstelsekunden geschlagen geben und schaffte als starke Zweite bereits zum dritten Mal in dieser Saison nach Cortina d’Ampezzo (PGS) und Bad Gastein (PSL), wo sie jeweils Dritte geworden war, den Sprung auf das Podium. Rang drei ging an Anastasia Kurochkina, die im kleinen Finale das russische Duell gegen Maria Valova für sich entschied.

Sabine Schöffmann: „Ich habe heute zwei persönliche Bestleistungen aufgestellt. Ich bin zum ersten Mal im Weltcup Schnellste in der Qualifikation gewesen und habe mit dem zweiten Rang auch erstmals drei Podestplätze in einer Saison geschafft. Es ist immer sehr speziell, in Moskau zu fahren. Die Bedingungen und die Atmosphäre waren echt cool. Mit jedem guten Ergebnis wird mein Selbstvertrauen größer. Dazu habe ich das Gefühl, dass ich derzeit richtig schnelle Schwünge fahren kann.“

Bei den Herren lieferte Arvid Auner eine sensationelle Talentprobe ab und durfte sich als Vierter über sein bestes Weltcup-Resultat freuen. Der 21-jährige Steirer hatte im Duell um Platz drei gegen den Russen Maksim Rogozin um den Hauch von zwei Hundertstelsekunden das Nachsehen. Der Sieg ging an Lokalmatador Andrey Sobolev, der im großen Finale gegen den Schweizer Dario Caviezel die Oberhand behielt.

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3. Platz für Schöffmann in Bad Gastein

Sabine Schöffmann, Claudia Riegler und Benjamin Karl fuhren drei Podestplätze für das ÖSV-Team in Bad Gastein heraus.

Claudia Riegler hat mit ihrem Triumph beim Weltcup-Parallelslalom in Bad Gastein für einen Eintrag in die Sport-Geschichtsbücher gesorgt! Die Flachauerin holte sich mit einem Erfolg im großen Finale gegen die Polin Aleksandra Krol ihren sechsten Weltcup-Einzelsieg und ist nun mit 45 Jahren die älteste Snowboarderin, die jemals ein Weltcup-Rennen gewonnen hat.

Durch Sabine Schöffmann und Benjamin Karl, die jeweils Rang drei herausfuhren, durfte sich das ÖSV-Team über zwei weitere Podestplätze freuen. Lukas Mathies als Vierter und Daniela Ulbing als Fünfte rundeten das starke mannschaftliche Resultat für die Schützlinge von ÖSV-Parallel-Headcoach Ingemar Walder ab. Nachdem Claudia Riegler bereits die Qualifikation gewonnen hatte, wurde auch das 16er-Finale zu einer wahren Machtdemonstration der Salzburgerin. Riegler ließ der Reihe nach Nadya Ochner (ITA), Ladina Jenny, Patrizia Kummer (beide SUI) sowie Krol nicht den Funken einer Chance und im Ziel ihrer Freude über den Sieg freien Lauf.

„Wie ich über die Ziellinie gefahren bin, habe ich feuchte Augen bekommen, und auch die Hymne bei der Siegerehrung war sehr emotional. Ich habe diese Augenblicke einfach auf mich wirken lassen und richtig genossen. Dabei war die Situation vor dem Rennen nicht einfach für mich, da ich in den ersten beiden Saisonrennen jeweils in der Qualifikation ausgefallen bin. Aber wir haben in den vergangenen Tagen super trainiert, daher habe ich gewusst, dass ich schnell bin. Mit der Bestzeit im ersten Qualifikationslauf ist mir ein großer Stein vom Herzen gefallen, und dann habe ich einfach so weitergemacht. Es ist ein wunderschönes Gefühl, vor meinen Eltern und so vielen Fans hier in Bad Gastein ganz oben zu stehen“, jubelte Claudia Riegler.

Nachdem Sabine Schöffmann im Semifinale Krol unterlegen war, gab die Kärntnerin im kleinen Finale der Schweizerin Kummer das Nachsehen und eroberte damit den zweiten dritten Rang in der laufenden Saison nach dem PGS in Cortina d’Ampezzo. „Ich bin mit diesem Ergebnis super happy, immerhin bin ich jetzt zum dritten Mal hier Dritte geworden. So eine gute Podest-Bilanz habe ich auf keinem anderen Hang. Meine Konstanz stimmt mich sehr zuversichtlich für den weiteren Verlauf der Saison“, sagte Sabine Schöffmann.

Bei den Herren baute Benjamin Karl mit dem dritten Podestplatz im dritten Saisonrennen seine Führung im Parallel-Weltcup weiter aus. „In Bad Gastein bin ich schon in der Qualifikation so nervös wie sonst nur bei einer Weltmeisterschaft, denn ich bin hier schon so viele Rennen gefahren und es war bisher immer entweder top oder ein Flop. Dieses Mal war es zum Glück wieder top, wobei ich schon sehr erleichtert war, dass ich die Qualifikation überstanden habe. Danach hat die Devise ohnehin nur noch volle Attacke geheißen, und dafür bin ich mit Rang drei belohnt worden“, freute sich Benjamin Karl, der sich im kleinen Finale gegen seinen Landsmann Lukas Mathies durchsetzte. Doch auch der Vorarlberger zog nach dem Rennen zufrieden Bilanz. „Wenn du am Start stehst, willst du natürlich aufs Podium fahren, aber die letzten Jahre waren extrem schwierig für mich, daher gibt mir dieser vierte Platz brutal viel. Ich genieße jetzt den Moment und freue mich schon auf die nächsten Rennen, weil ich spüre, dass es für mich wieder aufwärts geht“, so Lukas Mathies.

Der Kärntner Alexander Payer wurde als drittbester Österreicher Zehnter. Für Fabian Obmann (18.), Aron Juritz (23.), Arvid Auner (26.), Andreas Prommegger (32.) und Sebastian Kislinger (33.) kam hingegen ebenso bereits in der Qualifikation das Aus wie für Jemima Juritz (24.). Der Sieg bei den Herren ging an den Deutschen Stefan Baumeister (Halbfinal-Erfolg über Mathies), der das große Finale gegen den Schweizer Dario Caviezel (Halbfinal-Erfolg über Karl) für sich entschied.

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© oesv.at / Bild: GEPA

Schöffmann fährt aufs Podium

Zwei dritte Plätze haben Sabine Schöffmann und Benjamin Karl beim Weltcup-Parallelriesentorlauf in Cortina d’Ampezzo für das ÖSV-Team herausgefahren.

Schöffmann kehrte damit etwas mehr als zehn Monate nach ihrer schweren Sprunggelenksverletzung, die sie im vergangenen Jänner in Bansko (BUL) erlitten hatte, wieder auf das Siegespodest zurück. Karl durfte sich nach Rang zwei am Donnerstag beim PGS in Carezza bereits über den zweiten Stockerlplatz in der noch jungen Saison freuen. Der vierfache Weltmeister kommt nun auch mit dem gelben Trikot des Weltcup-Führenden zu den Heimrennen am 8. und 9. Jänner 2019 nach Bad Gastein.

Sabine Schöffmann zeigte heute nach ihrem 15. Rang zum Auftakt in Carezza eine deutliche Leistungssteigerung. Nach einem guten fünften Platz in der Qualifikation schaltete die Kärntnerin in der Auftaktrunde die Schweizerin Nicole Baumgartner souverän aus und setzte sich auch im Viertelfinale gegen Carezza-Siegerin Nadya Ochner (ITA) durch. Im Semifinale musste Schöffmann zwar der späteren Siegerin Ester Ledecka (CZE) den Vortritt lassen, im kleinen Finale behielt die Österreicherin dann jedoch gegen die Slowenin Gloria Kotnik die Oberhand. Ledecka bezwang im großen Finale die Schweizerin Julie Zogg.

„In Carezza hat es noch nicht nach Wunsch geklappt, daher bin ich sehr froh, dass es hier in Cortina besser gelaufen ist und ich wieder auf dem Podium stehe. Wir haben hier in der letzten Woche super trainiert, daher bin ich mit einem guten Gefühl hergekommen. Ich habe mich heute ganz gut heruntergekämpft. Wenn das dann auch noch mit einem dritten Platz belohnt wird, ist es umso schöner“, freute sich Sabine Schöffmann. Jemima Juritz stellte mit der Finalqualifikation ihr Talent unter Beweis und wurde in der Endabrechnung 15. Daniela Ulbing (37.) und Claudia Riegler (40.) wurde im ersten Qualifikationslauf eine vereiste Stelle am fünften Tor zum Verhängnis. Wie für viele andere Top-Fahrerinnen kam auch für das ÖSV-Duo damit bereits frühzeitig das Aus.

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© oesv.at / Bild: FIS (Miha Matavz)

Teamtriumph von Schöffmann/Payer in Gastein

Im zweiten Mixed-Team-Bewerb in dieser Saison feierten die ÖSV-Raceboarder in Bad Gastein den zweiten Triumph!

Österreich 2 mit Sabine Schöffmann und Alexander Payer, die am vergangenen Samstag in Lackenhof im großen Finale noch ihren Teamkollegen Claudia Riegler und Andreas Prommegger den Vortritt lassen mussten, drehten diesmal den Spieß um und siegten vor Deutschland 2 mit Ramona Hofmeister und Stefan Baumeister sowie Österreich 1 mit Riegler/Prommegger, die im Duell um Platz drei gegen Russland 2 mit Natalia Soboleva und Dmitry Sarsembaev die Oberhand behielten.

Nachdem sich Schöffmann/Payer im Achtelfinale in einem spannenden Duell knapp gegen Österreich 3 mit Julia Dujmovits und Sebastian Kislinger durchgesetzt hatten, hielt das Kärntner Duo im Semifinale auch die Lackenhof-Sieger Riegler/Prommegger in Schach. Im großen Finale fuhr Schöffmann gegen die gestrige Einzelsiegerin Hofmeister einen großen Vorsprung heraus, den Payer gegen Baumeister gut verwaltete und souverän ins Ziel brachte. Vor dem letzten Teamevent dieser Saison, das im Rahmen des Weltcup-Finales im März in Winterberg (GER) ausgetragen wird, haben Schöffmann/Payer in der Disziplinenwertung mit 1.800 Punkten die Führung vor Riegler/Prommegger (1.600) übernommen.

„Ich verlasse Bad Gastein mit dem gelben Trikot für die Einzelwertung im Parallelslalom und mit dem gelben Trikot für die Teamwertung. Ich kann mich wirklich nicht beschweren, wie es derzeit für mich läuft“, freute sich Sabine Schöffmann, die zusammen mit Alexander Payer nach 2016 ihren zweiten Teamerfolg in Bad Gastein feierte. „Ich war mit meinen Fahrten zwar nicht zu 100 Prozent zufrieden, aber darum geht es im Teambewerb ja auch nicht. Es geht vielmehr darum, gemeinsam eine gute Performance abzuliefern, um gewinnen zu können. Taktisch haben wir das heute wieder perfekt gemacht. Bad Gastein ist für uns ein Klassiker. Das ist das Wimbledon der Raceboarder, deshalb ist ein Sieg hier immer etwas ganz Besonders“, jubelte Alexander Payer.

Auch Claudia Riegler ließ ihrer Freude nach Platz drei freien Lauf: „Es ist so cool, hier auf das Podest zu fahren. Ich habe mir mit den Schneeverhältnissen ziemlich schwer getan und deshalb auch ein wenig gebraucht, bis ich meinen Rhythmus gefunden habe. Mit diesem dritten Rang haben wir unsere Chancen auf den Gewinn der kleinen Team-Kristallkugel gewahrt.“ Für Andreas Prommegger klang nach der verpassten Qualifikation für den gestrigen Einzelbewerb das Gastein-Wochenende mit dem Stockerlplatz im Team noch versöhnlich aus: „Es hat mich gestern sehr gewurmt, bei dieser tollen Kulisse nicht im Finale dabei zu sein, deshalb wollte ich heute noch einmal Vollgas geben. Claudia und ich waren wieder ein starkes Team, und wenn man mit ihr auf das Podium fährt, gibt es nichts zu bekritteln“, bilanzierte der regierende Doppelweltmeister.

Julia Dujmovits und Sebastian Kislinger belegten nach dem Achtelfinal-Out gegen Schöffmann/Payer im Endklassement Rang elf. Die vierte rot-weiß-rote Paarung mit Daniela Ulbing und Lukas Mathies, für die ebenfalls in der Runde der letzten 16 Endstation war, landete an der 13. Stelle.

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© oesv.at / Bild: Miha Matavz Photography

PSL-Triumph von Schöffmann in Cortina

Die 25-jährige Kärntnerin Sabine Schöffmann hat beim Parallelslalom in Cortina d’Ampezzo ihren dritten Weltcup-Sieg gefeiert!

Sabine Schöffmann bezwang im großen Finale die Schweizerin Julie Zogg, nachdem sie sich in den Runden davor gegen die Slowenin Gloria Kotnik, die Russin Alena Zavarzina und ihre ÖSV-Teamkollegin Daniela Ulbing durchgesetzt hatte. Ulbing unterlag im kleinen Finale der Russin Natalia Soboleva und wurde im Endklassement Vierte.

„Es ist heute alles wie am Schnürchen gelaufen. Das hat schon mit dem zweiten Platz in der Qualifikation begonnen, und auch im Finale bin ich vier fehlerfreie Läufe gefahren. Ich habe mich körperlich sehr gut gefühlt, aber vom Kopf her war es heute mit dem dritten Rennen in drei Tagen schon ein wenig mühsam. Ich habe die Konzentration aber hochhalten können und freue mich, dass ich mit so einem Erfolgserlebnis in die kurze Weihnachtspause gehen kann“, jubelte Sabine Schöffmann.

Daniela Ulbing hatte für ihre Kärntner Landsfrau ebenfalls nur lobende Worte parat: „Sabine hat sich diesen Sieg voll verdient. Sie ist jeden Lauf sehr souverän gefahren und war heute einfach die Beste. Als Vierte beendest du das Rennen zwar mit zwei Niederlagen, ich bin über diese Platzierung aber trotzdem froh, weil mein Selbstvertrauen ein wenig angekratzt war. Das hatte vor allem damit zu tun, dass ich in den beiden Riesentorläufen in dieser Woche nicht das gefahren bin, was ich eigentlich kann. Deshalb tut mir dieses Resultat sehr gut“, sagte Daniela Ulbing.

Die Burgenländerin Julia Dujmovits bezog im Viertelfinale eine knappe Niederlage gegen Zogg und landete in der Endabrechnung auf Platz sieben. Die Salzburgerin Claudia Riegler rutschte im Achtelfinale gegen die Italienerin Nadya Ochner auf der Backsidekante weg und belegte Rang zwölf. Die Kärntnerinnen Ina Meschik (17.) und Jemima Juritz (27.) verpassten den Einzug in das Finale der Top 16.

Nach dem Jahreswechsel gastiert der Weltcup-Tross der Raceboarder zweimal in Österreich. In Lackenhof am Ötscher werden am 5. und 6. Jänner 2018 Parallelriesentorläufe im Einzel und im Team gefahren. Eine Woche später stehen am 12. und 13. Jänner 2018 die PSL-Klassiker (Einzel und Team) auf dem Buchebenhang in Bad Gastein auf dem Programm.

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Weltcupsieg in Winterberg für Schöffmann

Bei den Damen räumten die Österreicherinnen groß ab. Sabine Schöffmann siegte vor der Riesentorlauf-Weltmeisterin Ester Ledecka, die die Gesamtwertung vor der Russin Alina Sawarsina für sich entschied. Schöffmann war auch in der Endabrechnung des Gesamtklassements auf Rang vier beste ÖSV-Fahrerin.

Olympiasiegerin Julia Dujmovits fuhr im letzten Einzelrennen der Saison zu Rang drei. Die Burgenländerin bezwang im kleinen Finale Weltmeisterin Daniela Ulbing. Die Kärntnerin durfte sich aber mit der kleinen Slalom-Kristallkugel trösten, die sie vor Ledecka und Schöffmann holte.

Sabine Schöffmann zeigte mit ihrem zweiten Weltcupsieg nach Montafon im Dezember 2014 zum Saisonende noch einmal stark auf. „Das war für mich sehr wichtig, nachdem es bei den letzten Rennen und auch bei der WM nicht nach meinen Vorstellungen geklappt hat. Ich bin froh, dass es heute so gut hingehaut hat und ich hoffe, dass ich den Schwung in die nächste Saison mitnehmen kann.“
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