Weltcupsieg für Höck

Vinzenz Höck

Zweiter Weltcupsieg an den Ringen für Turner Vinzenz Höck.

Vinzenz Höck durfte sich nach seinem Weltcupsieg in Ungarn im vergangenen Herbst erneut über einen weiteren Weltcupsieg freuen.

Vinzenz Höck feierte am Samstag im bulgaischen Warna seinen zweiten Sieg im Turnweltcup. Der 25-jährige Grazer gewann an den Ringen mit 14,800 Punkten vor den Italienern Salvatore Maresca (14,700/Bronzemedaillengewinner bei der EM in Basel), und Marco Sarrugerio (14,450).

„Es war nervenaufreibend“,

so der 25-jährige Steirer, welcher sich im bulgarischen Warna gegen zwei Italiener durchsetzte.

Höck hatte schon nach der Qualifikation vor Maresca geführt, beiden gelang in der Entscheidung eine Steigerung.

„Es war nervenaufreibend, ich hatte Gänsehaut. Da ich als Letzter ans Gerät musste, konnte ich alle Gegner vor mir beobachten – und jede weitere Übung machte mich noch nervöser. Denn ich wusste um meine Chance und wollte die Goldmedaille unbedingt. Während meiner Kür hatte ich ein super Gefühl – und die Wertung hat das dann bestätigt“,

gestand der Steirer.

Vinzenz Höcks zweiter Weltcupsieg ist auch der zweite in der österreichischen Kunstturn-Geschichte, Silber- und Bronzemedaillen hatte es davor bereits mehrfach gegeben. Ebenso ins Finale in Warna hatte es Jasmin Mader im Sprungbewerb geschafft, die Tirolerin erreichte dort mit einer starken Leistung (nach Platz 6 in der Qualifikation) schließlich den siebenten Rang. Knapp am Achter-Finale vorbei schrammte vor Vorarlbergerin Marlies Männersdorfer als Neunte am Boden.

© kurier.at // Foto: ÖFT (c) Simone Ferraro

Top-10 für Elmer

Alexandra Elmer

Starker Saison-Auftakt für Alexandra Elmer.

Die Salzburgerin schafft es beim IFSC Speed-Weltcup in Salt Lake City (USA) als Siebente in die Top-10. Laura Stöckler (ÖAV Haag) erreicht ebenfalls das Finale und belegt Rang 16, Tobias Plangger (ÖAV Innsbruck) verpasst den Finaleinzug.

In der Qualifikation gelingt Alexandra Elmer mit einer soliden Zeit von 8,542 Sekunden Platz 10, Stöckler zieht mit 8,772 Sekunden ebenso ins 16er-Finale ein. Während Laura Stöckler ihr Achtelfinal-Duell verliert und bei ihrem ersten Speed-Weltcup mit Rang 16 zufrieden sein kann, gewinnt Alexandra Elmer ihr erstes K.o.-Duell und scheitert erst im Viertelfinale. Platz sieben ist ihr zweitbestes Weltcupergebnis. Der Sieg geht an die Polin Alexandra Miroslaw, die sich im Finale vor Emma Hunt (USA) durchsetzt.

„Die Wand war ziemlich rutschig, ich habe den Start dann spontan umgestellt. Es hatten einige Frauen Probleme mit dem Grip, leicht war es nicht. Von der Zeit her habe ich noch Potenzial, aber die Platzierung ist richtig cool. So kann es weitergehen“

so Elmer.

Bei den Herren hat Plangger in der Qualifikation Pech: Nach einem nicht gewerteten ersten Versuch erreicht er 7,554 Sekunden und verpasst das Finale als 32. deutlich.

Für das Finale hätte ich eine Zeit von 6,3 Sekunden benötigt, das gelingt mir im Training eigentlich regelmäßig. Ich hatte beim Start Probleme mit der Reibung, es sollte diesmal nicht sein. Aber die Richtung stimmt“,

so der Tiroler.

Der Weltrekord wird in Salt Lake City zweimal gebrochen: Zunächst verbessert der Indonesier Kiromal Katibin die Bestmarke auf 5,258 Sekunden, im Finale ist sein Landsmann Veddriq Leonardo in 5,208 noch einmal schneller und gewinnt mit neuem Weltrekord vor Katibin.

Alexandra hat ihre Routine ausgespielt und das bei den schwierigen Bedingungen echt gut gemacht, Laura kann mit einem Finale bei ihrer Premiere sehr zufrieden sein. Für Tobi ist es sehr schade, weil er die Zeit für das Finale sicher draufgehabt hätte. Insgesamt sind wird mit der Leistung sehr zufrieden, die Pause für das Speed-Team war sehr lange und es war wichtig, wieder ins Wettkampfgeschehen zurückzukehren. Zudem waren sehr viele Zuschauer vor Ort, die Stimmung war genial und noch dazu die zwei Weltrekorde waren beeindruckend,“

bilanziert KVÖ-Nationalcoach Katharina Saurwein.

Der nächste Speed-Weltcup steigt von 1. bis 3. Juli in Villars (SUI), wo auch ein Lead-Bewerb ansteht. In Salt Lake City folgt am Wochenende noch der zweite Boulder-Weltcup mit Johanna Färber (ÖAV Graz), Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck) und Nicolai Uznik (SV St. Johann i.R.). 

© KVÖ // Foto: GEPA

Traumerfüllung von Köck

Köck Rebecca

Rebecca Köck holt erste EM-Medaille im KK-Liegend in Osijek.

Einen sensationellen Erfolg durfte heute die erst 21-jährige Rebecca Köck im KK-Liegendbewerb der Allgemeinen Klasse feiern: Die Tirolerin holte Silber und damit die erste Medaille des ÖSB-Teams bei dieser EM.

Da das KK-Liegendmatch nicht mehr olympisch ist, wird es ohne Finale und – bei dieser EM neu – als Open Match, d.h. mit Männern und Frauen in einer Wertung, geschossen. Drei Österreicherinnen und drei Österreicher hatten sich in der nationalen EM-Ausscheidung für einen Start in diesem Europameisterschaftsbewerb qualifiziert. Aufgeteilt auf zwei Durchgänge traten die insgesamt 123 europäischen TeilnehmerInnen dieser Konkurrenz an.

„Ich bin noch ziemlich aufgeregt. Während des gesamten Bewerbs hatte ich einen Puls von 150 und habe mich beim Schießen extrem gut gefühlt. Für mich ist es noch nicht ganz real. Vor allem nach dem, was in den Luftgewehrwettkämpfen alles passiert ist, kann ich es kaum glauben, dass es hier im Liegend bei so vielen StarterInnen doch so aufgegangen ist.“

konnte es die frisch gebackene Vizeeuropameisterin Rebecca Köck unmittelbar nach dem Bewerb noch kaum fassen.

Und Rebecca Köck machte am sechsten Wettkampftag dieser Europameisterschaft tatsächlich den Traum einer EM-Medaille wahr. Die Tirolerin startete im zweiten Durchgang und schoss einen starken Wettkampf mit konstant guten Serien. Insgesamt kam die 21-jährige Heerskaderathletin auf hervorragende 626,4 Ringe und musste von diesem großen Starterfeld nur dem Norweger Henrik Larsen den Vortritt lassen, der mit 628,8 Ringen den Europameistertitel holte. Das bedeutete Silber für Rebecca Köck und große Erleichterung und Jubel im ÖSB-Team. Bronze ging an Aliaksandra Dmitrieva (BLR).

Das zweitbeste Ergebnis aus österreichischer Sicht kam von Thomas Mathis, Olympiateilnehmer von Rio 2016, der 624,1 Ringe auf die Scheibe brachte. Der Vorarlberger erreichte damit Rang zwölf, wobei ihn lediglich vier Zehntel von einer Top-acht-Platzierung trennten. Dicht dahinter kam Landsmann Patrick Diem mit einem Resultat von 623,1 Ringen auf den 19. Platz, gefolgt von Sheileen Waibel – ebenfalls aus Vorarlberg und eigentlich noch Juniorin – mit Rang 24 (622,7 Ringe). Olivia Hofmann (T) erreichte den 76. Platz (617,9 Ringe) und Gernot Rumpler (S) kam auf Rang 114 (610,5 Ringe).

„Heute passt’s!“,

bringt es ÖSB-Gewehrtrainer Hubert Bichler mit seinem Statement auf den Punkt.

Für die österreichischen GewehrathletInnen der Allgemeinen Klasse steht bei dieser EM in den kommenden Tagen neben den KK-Dreistellungsmatch-Team- und Mixed-Team-Bewerben das KK-Dreistellungsmatch Einzel auf dem Programm, bei dem die letzten Olympiaquotenplätze dieser Disziplin – je einer pro Bewerb – für Tokio vergeben werden.

© schuetzenbund.at // Foto: Schützenbund

Formbestätigung für Schubert

Jakob Schubert

„DAS GIBT SELBSTVERTRAUEN UND SICHERHEIT“

Erster KVÖ-Podestplatz beim zweiten Boulder-Weltcup der Saison in Salt Lake City (USA)! Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck) bouldert beim ersten von zwei IFSC Weltcup-Bewerben im US-Bundesstaat Utah auf Rang drei.

Der dreifache Kletter-Weltmeister, Jakob Schubert, kann sich im Finale noch einmal steigern und erreicht auf den vier Boulder-Problemen drei Tops und drei Zonen. Am Ende sind nur Sieger Adam Ondra (CZE) und Mejdi Schalck (FRA) vor dem Innsbrucker.

„Die Finalrunde war nicht ganz so schwer gesetzt, was mir eigentlich nicht in die Karten spielt. Aber es scheint tatsächlich, als würde sich das viele Dehnen und die Balanceübungen endlich bezahlt machen. Mit dem Podium bin ich sehr zufrieden, ein wichtiger Schritt auf den Weg zu den Olympischen Spielen“,

so ein zufriedener Schubert.

Bei den Damen landen Jessica Pilz (ÖAV Haag) und Johanna Färber (ÖAV Graz) im Finale auf den Plätzen fünf und sechs. Jessica Pilz erreicht ein Top und drei Zonen, Färber ein Top und zwei Zonen. Der Sieg geht an die US-Amerikanerin Natalia Grossman, die alle vier Tops erreicht.

„Das Finale zu erreichen ist immer besonders schön, speziell wenn zwei Teamkollegen auch dabei sind. Im Halbfinale ist der Knopf endgültig aufgegangen, was für die weiteren Wochen und Aufgaben sehr wichtig ist. Ich nehme eine große Portion Selbstvertrauen aus Salt Lake City mit nach Hause“,

bilanziert Jessica Pilz.

Nicolai Uznik (SV St. Johann i.R.) verpasste den Finaleinzug, der erst 20-jährige Kärntner kann sich mit Platz 11 aber über sein nächstes Top-15-Resultat im Weltcup freuen. Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck) hatte den Halbfinal-Einzug als 21. denkbar knapp verpasst.

„Drei Athleten im Finale ist eine richtig starke Quote, dazu Nicolai mit Platz 11 und auch Franziska Sterrer hat den Finaltag nur haarscharf verpasst. Insgesamt können wir sehr zufrieden sein, das Podest hat sich Jakob mehr als verdient. Die Umstellung im Training mit mehr Wettkampf-Simulationen und größeren Umfängen hat sich beim ganzen Team bezahlt gemacht“,

zieht KVÖ-Nationalcoach Katharina Saurwein eine erste Bilanz.

Am kommenden Wochenende (28. bis 30. Mai) steht noch ein zweiter Boulder-Weltcup sowie der Auftakt in den Speed-Weltcup in Salt Lake City auf dem Programm. Die Olympia-Starter Pilz und Schubert werden wie geplant aber wie geplant bereits nach diesem Bewerb abreisen und sich in Innsbruck auf die Olympischen Spiele vorbereiten.

© KVÖ // Foto: GEPA

Topleistungen von Steinlechner

Steinlechner Maximilian

Tiroler Golf-Hoffnung Steinlechner: Alles eine Frage des Anspruchs.

Tirols bester Golfer Maximilian Steinlechner wurde diese Woche auf der US-College-Tour ausgezeichnet. Der 21-jährige Igler im Dienste der North Carolina State University entwickelt sich zusehends zum Leitwolf.

„Es läuft ziemlich solide“,

sagt Maximilian Steinlechner.

Das mag was heißen bei einem, der zumindest verbal den Leisetreter mimt. Auf den US-amerikanischen Golfplätzen sieht das freilich anders aus – wie ein Blick auf die Frühjahrsergebnisse der US-College-Tour unterstreicht. Nach verhaltenem Auftakt im Februar mit den Turnierplätzen 33 und 39 eilte Tirols Golfjuwel im Dress der North Carolina State University im März von einem Top-Ergebnis zum nächsten.

Die Plätze 2 (Wake Forest Invitational), 4 (General Hackler Championship), 2 (Schenkel Invitational), 5 (Hootie at Bulls Bay) und 3 (Stitch Intercollegiate) sind Belege für die bemerkenswerte Entwicklung des gebürtigen Iglers. Und als hätte es noch eines Beweises bedurft, erhielt der 21-Jährige diese Woche eine Auszeichnung der Atlantic Coast Conference (ACC) – als nur einer von landesweit zwölf Spielern.

Ein Dutzend zählt auch die Golf-Truppe der NC State University, deren Maskottchen ein Wolf ist. Und Steinlechner schickt sich zusehends an, die Rolle des Leitwolfs einzunehmen. Sehr zur Freude von Coach Press McPhaul, der dem einzigen Europäer unter elf Nordamerikanern großes Potenzial bescheinigt.

US-College-Golf in North Carolina heißt nicht nur Abschlagen bis zum Abwinken, sondern auch fleißig Kilometer fressen. Nahezu im Wochentakt macht sich das „Wolfspack“ im Kleinbus auf die Reise – alleine die Anfahrt nach Tallahassee in Florida dauerte schlanke elf Stunden.

„Zum Glück hat jeder von uns einen richtig komfortablen Sitz, der sich auch gut umklappen lässt“,

hat sich Steinlechner längst an die Monsterreisen im weißen Tourbus gewöhnt. 

Was ihm mehr auf den Magen schlägt, ist eine Corona-bedingte Schutzmaßnahme. So darf er aufgrund einer College-Verordnung mit seinen Golf-Kumpels nicht in Innenräumen gemeinsam essen. „Und wenn du bei sieben Grad, Regen und Wind in ein Sandwich beißt, macht das eben wenig Spaß.“ Wenngleich sich die Corona-Gesamtlage sichtlich entspanne. „Seit 7. April kann sich jeder impfen lassen.“ Bei ihm sei es vor gut einem Monat so weit gewesen. Auch sonst fühlt sich der „Maxi“ in der 460.000-Einwohner-Stadt Raleigh in North Carolina pudelwohl. „Ich finde genau das, was ich für die nächsten Karriereschritte benötige.“

Ende Juni kommt er heim nach Tirol – und wird auch hierzulande fleißig den Schläger schwingen, zumal er bei den Tiroler Mannschaftsmeisterschaften seine Kollegen des GC Innsbruck-Igls unterstützen will und auch bei der Team-Europameisterschaft in Schweden ins Nationalteamdress schlüpfen wird.

Abseits von Fairways und Greens absolvierte er diese Woche die letzte Semesterprüfung seines Wirtschafts-Studiums (Business Administration, Anm.) und hat somit das vierte von acht Semestern abgeschlossen. Und auch hier läuft so weit alles nach Plan. Ziemlich solide, wie es Steinlechner formulieren würde.

© TT – von Max Ischa // Foto: GEPA

Wagner EM-9ter

Michael Wagner

Michael Wagner holt in der Gewichtsklasse bis 87kg eine Top-10 Platzierung

Am ersten Tag der Gr.Röm. Bewerbe bei der Ringer-Europameisterschaften in Warschau holte Polizeisportler Michael Wagner vom RSC Inzing/Tirol in der Gewichtsklasse bis 87 kg die zweite Top-10 Platzierung für den Österreichischen Ringsportverband. Nach einem Freilos in der 1. Runde konnte Michael im Achtelfinale gegen Dimitrios Papadopoulos (Griechenland) mit 4:2 nach Punkten gewinnen. Im Viertelfinale wartete Vize-Weltmeister Denis Kudla (Deutschland), wo Michael nach einem starken Kampf mit 0:3 knapp nach Punkten unterlag. Kudla verpasste im Halbfinale mit einer 1:2 Punkteniederlage das Finale, was Michael die Chance auf die Hoffnungsrunde und den Kampf um die Bronzemedaille nahm.

Am Ende konnte Michael Wagner den guten 9. Platz erreichen. Sportdirektor Benedikt Ernst war sehr zufrieden mit dem Auftritt von Michael, der erst vor 3 Monaten in die Olympische Gewichtsklasse bis 87 kg aufgerückt ist. Die Richtung für die bevorstehende finale Olympia-Qualifikation Anfang Mai in Sofia/Bulgarien stimmt.

Morgen sind die beiden letzten ÖRSV-Ringer im Einsatz, die beide ein schweres Los gezogen haben. Christoph Burger A.C. Wals bis 72 kg trifft auf U-23 Europameister und Lokalmatador Roman Pacurkowski (Polen) und Markus Ragginger A.C. Wals bis 97 kg auf Europa- und Weltmeister Musa Evloev (Russland).

© Ringkampf // Foto: Michael Wagner

Höck EM-7ter

Vinzenz Höck

Vinzenz Höck Turn-EM Siebenter an den Ringen

Vinzenz Höck ist der am kürzesten amtiert habende Ringe-Vizeeuropameister der Geschichte. Nur gut vier Monate nach seiner historisch ersten Turn-EM-Silbermedaille für Österreich im Dezember 2020 musste er sich im Finale in Basel mit dem siebenten Rang zufrieden geben.

Mit der dritthöchsten Schwierigkeits-, aber nur der „schwächsten“ (am wenigsten hohen) Ausführungsnote der acht Finalisten lief es, wiewohl ohne gröberen Patzer, nicht nach Wunsch. Der 25-jährige Grazer Sportsoldat kam auf 14.666 Punkte, ein Zehntel weniger als in der Qualifikation.

„Da ich mich als Sechster qualifiziert hatte, wusste ich, dass ich eine perfekte Übung für eine Medaille brauchen würde. In einem so hochkarätigen Finale darf man sich keine Fehler leisten, das ist mir heute leider nicht geglückt. Ich weiß jetzt aber jedenfalls mehr denn je, dass ich mit den absoluten Top-Athleten mithalten kann.“,

resümierte Vinzenz Höck nach dem Wettkampf.

„Für Vinzenz wäre die Medaille heute absolut in Reichweite gewesen.“ ÖFT-Sportdirektor Fabian Leimlehner: „Das war heute nicht seine beste Übung. Vinzenz kann es besser.“

Nationaltrainer Petr Koudela

Es gewann Griechenlands amtierender Ringe-Olympiasieger Eleftherios Petrounias (15.400 Punkte) deutlich vor Mehrkampf-Welt- und Europameister Nikita Nagornyy (Russland, 15.033) und Italiens Newcomer Salvatore Maresca (14.900). Hinter dem armenischen 2016-Vizeeuropameister Artur Avetisyan (14.866) wurde der amtierende Weltmeister und 2020-Europameister Ibrahim Colak diesmal nur Fünfter (Türkei, 14.733).

Der ukrainische Olympiadritte Igor Radivilov erreichte punktegleich mit Höck, jedoch mit der besseren Ausführungsteilnote, den sechsten Rang. Hinter Höck blieb Vahagn Davtyan (14.658), ebenfalls ein armenischer Ex-Vizeeuropameister und in der Qualifikation in Basel noch auf Position zwei ins Finale eingezogen.

Im Vorkampf waren Vinzenz Höck zwei Fehler am Ende der ansonsten brillanten Kür unterlaufen. Im Finale kam er von Beginn an nicht ganz an seine Optimalform heran.

„Dennoch war das eine absolut starke Performance. Vinzenz ist jetzt mal an der Weltspitze angekommen. Von diesem Finale kann er viel mitnehmen, gerade an den Ringen ist die Erfahrung enorm wichtig. Gratulation auch an das Trainerduo Petr Koudela und Kieran Behan. Wir sind auf dem richtigen Weg ein weiteres Stück voran gekommen.“

Sportdirektor Leimlehner

Die ÖFT-Bilanz in Basel 2021 ist die historisch viertbeste bei Kunstturn-Europameisterschaften (nach 2020, 1955 und 2012): 1x Platz 7 (Vinzenz Höck Ringe) und 2x Platz 10 (Jasmin Mader Sprung, Xheni Dyrmishi Pauschenpferd).

© ÖFT // Foto: ÖFT (c) Simone Ferraro

Schweinbergers holen Doppelsieg

Schweinberger

Tirols Radzwillinge jubeln über Doppelsieg in Wels

Einen besonderen Doppelsieg feierten Christina und Kathrin Schweinberger (beide Doltcini – Van Eyck) beim zweiten Stopp der road cycling league Austria in Wels beim 59. Internationalen Kirschblütenrennen. Die Zwillingsschwestern aus Tirol landeten auf den Rängen eins und zwei beim zweiten Rennen der ÖRV-Radliga für Frauen präsentiert von der KRONEN ZEITUNG und wiederholten ihren Erfolg von 2018, wo ihnen dieses Kunststück ebenfalls gelang, allerdings mit der aktuellen Österreichischen Meisterin als Siegerin, die diesmal ihrer Schwester den Vortritt ließ.

„Es ist schön gemeinsam den Erfolg feiern zu können. So oft ist das uns in unserer Karriere auch noch nicht gelungen“, erzählte Christina Schweinberger nach dem 70,4 Kilometer langen zweiten Saisonrennen in der Frauen-Radliga. Nach knapp zwei Stunden überquerte das Duo Seite an Seite den Zielstrich in Wels. „Zum Glück ist Kathrin nicht gesprintet, sonst hätte es für mich wohl nicht gereicht“, schmunzelte Christina, die die Sprinterfähigkeiten ihrer Schwester nur zu gut kennt.

Dafür sicherte sich die im rot-weiß-rot gestreiften Trikot fahrende Kathrin die Bergwertung und wurde auch zur aktivsten Fahrerin des Tages gekürt. „Es war nicht einfach, jetzt nach den Klassikern wieder in den Rennmodus reinzukommen, zuletzt stand eher lockeres Training bei uns am Programm“, erzählte die 24-Jährige, die zehn der schweren belgischen Straßenrennen in den letzten Monaten in den Beinen hatte und diese alle mit ihrer Schwester absolvierte.

„2018 haben wir es noch auf den Sprint ankommen lassen, diesmal sind wir in die Offensive gegangen, aber es hat wieder alles geklappt“, freute sie sich über den Doppelsieg, der auch ein kleines Dankeschön zu werten war, denn zumeist opfert sich Christina in den Rennen mit Nachführarbeit auf, um ihre endschnellere Schwester in den Sprint zu bringen.

Auf Rang drei landete die Wienerin Nadja Heigl. Österreichs erste Medaillengewinnerin im Querfeldein hat nach der Cross-Saison umgesattelt und fährt für das italienische Team Servetto – Makhymo – Beltrami TSA. Dort hat sie heuer schon ihre ersten internationalen Rennen absolviert auf der Straße. Sie eröffnete das Finale mit einer starken Attacke, wurde dann am letzten Anstieg von den beiden Zwillingsschwestern aus Tirol noch ein- und dann überholt.

„Ich wusste, dass ich es nicht auf einen Sprint ankommen lassen kann und habe was probiert. Es ist nicht ganz aufgegangen, aber bei dieser starken Besetzung ist es schön, überhaupt den Sprung aufs Podium zu schaffen“, so die 25-Jährige. Den Sprint der ersten Verfolgergruppe gewann die aktuell führende der Liga und im von der Kronen Zeitung gebrandeten Leadertrikot fahrende Verena Eberhardt.

„Ich bin leider am Berg nicht ganz mitgekommen. Nachdem die Schweinberger-Zwillinge und Nadja vorne waren, habe ich versucht mit der Deutschen Gudrun Stock nochmals an die Gruppe heranzufahren. Das Loch wurde aber nicht mehr kleiner und so habe ich dann auf den Sprint gewartet und diesen auch gewonnen“, berichtete die Bahnspezialistin, die zuletzt sehr erfolgreich in Gent im Einsatz war. „Ich wollte eigentlich aufs Podium, trotzdem freue ich mich, dass ich das Führungstrikot verteidigen konnte“, schilderte die Burgenländerin.

„Ich bin leider am Berg nicht ganz mitgekommen. Nachdem die Schweinberger-Zwillinge und Nadja vorne waren, habe ich versucht mit der Deutschen Gudrun Stock nochmals an die Gruppe heranzufahren. Das Loch wurde aber nicht mehr kleiner und so habe ich dann auf den Sprint gewartet und diesen auch gewonnen“, berichtete die Bahnspezialistin, die zuletzt sehr erfolgreich in Gent im Einsatz war. „Ich wollte eigentlich aufs Podium, trotzdem freue ich mich, dass ich das Führungstrikot verteidigen konnte“, schilderte die Burgenländerin.

In knapp zwei Monaten wartet dann das dritte Rennen der Frauen im Rahmen der road cycling league Austria. Dieses wird ein Zeitfahren sein, nämlich jenes der Österreichischen Staatsmeisterschaften. Dort wird rund um Kufstein nicht nur um Punkte für die ÖRV-Radliga der Frauen gekämpft, sondern auch um das begehrte Meistertrikot im Kampf gegen die Uhr.

© ÖRV // Foto: ÖRV

Graf holt EM-Bronze

Graf Bernadette

Bernadette Graf rettet EM im letzten Moment.

Österreichs Judoka durften am Schlusstag der Europameisterschaften in Lissabon über die einzige Medaille jubeln. Die Tirolerin Bernadette Graf bezwang in der Kategorie bis 78 kg im Kampf um Platz drei die Olympia-Silbermedaillengewinnerin von Rio, die Französin Audrey Tcheumeo, mit Ippon.

Damit konnte die ÖJV-Serie seit 2013 bei der letzten Chance noch prolongiert werden. Seit nun acht Jahren haben die Österreicher zumindest einmal Edelmetall gewonnen (2018 und 2019 je zwei Medaillen). Graf war sehr glücklich.

„Es ist zwar schon meine fünfte EM-Medaille (davon eine im Mixed-Team-Bewerb/Anm.), aber wahrscheinlich die emotionalste. Dass ich nach einjähriger Wettkampfpause erst in meinem zweiten Turnier nach dem Comeback schon für eine Medaille gut bin, spricht für sich. Ich bin richtig glücklich, das gibt mir auch im Hinblick auf Tokio Berge.“

Bernadette Graf

Die 28-Jährige musste sich nur im Viertelfinale der WM-Dritten Loriana Kuka aus dem Kosovo im Golden Score nach Festhaltegriff mit Ippon geschlagen geben. Den EM-Titel holte sich die Polin Beata Pacut.

„Bernadette hat eine aus unserer Sicht relativ enttäuschende EM noch im letzten Moment gerettet. Ihre Leistung im Kampf um Bronze war beeindruckend.“,

lobte die ÖJV-Cheftrainerin Yvonne Bönisch ihre Athletin.

© ORF.at // Foto: GEPA

Erler gewinnt ITF-Turnier

Alexander Erler

Alexander Erler feiert seinen größten Erfolg bislang.

Erler hat das mit 25.000 US-Dollar dotierte ITF-Turnier in Meerbusch für sich entschieden.

Der 23-Jährige gewann das Finale gegen den Franzosen Arthur Cazaux mit 6:2, 4:6 und 7:5 und holte sich seinen dritten Einzeltitel auf der ITF-Tour – und seinen größten bislang. Seine zwei bisherigen Siege auf der ITF World Tennis Tour hatte er 2019 in der M15-Kategorie geholt. 2018 hatte er zudem drei Turniere auf der ehemaligen Future-Tour gewonnen.

Er ist zurzeit auf Platz 427 im ATP-Ranking notiert, seine bisherig höchste Platzierung war Rang 398. Mit seinen nunmehr gewonnenen 20 Punkten sollte Erler ein neues Career-High einnehmen.

© tennisnet.com // Foto: GEPA