Top-Platzierung für Höck

Vinzenz Höck landet beim „Memorial Arturo Gander“ an den Ringen auf Rang zwei.

Österreich ist mit Vinzenz Höck und Selina Kickinger erstmals am Start des internationalen Einladungs-Wettkampfs.

Sowohl Vinzenz (Ringe, Sprung, Reck) als auch Selina (Sprung, Stufenbarren) wussten in Chiasso, der im Tessin am südlichsten Punkt der Schweiz gelegenen Kleinstadt nahe Mailands das Publikum mit feinen Leistungen für sich zu gewinnen. Vinzenz wurde nach einer tollen Leistung mit 14.300 Punkten Zweiter an seinem Spezialgerät Ringe – nur geschlagen vom amtierenden Weltmeister Adem Asil. Für das Finale reichte es jedoch knapp nicht und am Ende wurde es gesamt Platz 8.

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International Outdoor & Mountain Sports Conference

Bei der 10. Ausgabe der International Outdoor & Mountain Sports Conference in Prag darf Fabian Ebenhoch in einem Vortrag sein Wissen weitergeben.

Die 4-tägige Konferenz, veranstaltet an der Karlsuniversität in Prag, umfasst verschiedene Bereiche rund um das Thema Outdoor Sport.

Als Teil des Symposiums zum Thema Training und Testen im Klettern sprach Fabian Ebenhoch, Trainer unserer Kletterasse, in seinem Vortrag über die aktuelle Leistungsdiagnostik der Elite im österreichischen Sportklettern. Ziel des Symposiums war, die aktuelle Forschung mit der professionellen Trainingspraxis im Sportklettern zu verknüpfen, da trotz der steigenden Beliebtheit der Sportart viele Fragen zu leistungsbestimmenden Faktoren und dem Training noch offen sind. Hierfür wurden weltweit führende Forscher und Trainer im Sportklettern eingeladen, um ihre Erfahrungen mit international anerkannten Experten zu teilen und darüber zu diskutieren. Somit sind auch wir wieder auf dem aktuellsten Stand was Forschung und Training im Sportklettern anbelangt.

Erstes Weltcup-Podium für Odor

Zum ersten Mal in seiner Karriere läuft Gabriel Odor aus Grinzens in Tirol auf das Podium im Eisschnelllauf-Weltcup.

Der 22-Jährige landet im Zielsprint des Massenstarts in Stavanger hinter dem Deutschen Felix Rijhnen auf dem zweiten Rang und holt das erste Weltcup-Podest für Österreichs Eisschnelllauf-Herren seit 8 Jahren.

„Ich bin richtig stolz auf das Ergebnis und die Freude ist groß“, strahlte Gabriel Odor nach der Siegerehrung. Im Sommer verlegte er seinen Trainingssitz nach Übersee, trainierte als Kooperationsathlet mit dem kanadischen Verband und absolvierte seine Vorbereitung auf die Weltcupsaison in Nordamerika. „Dafür möchte ich mich beim Österreichischen Verband als auch beim Österreichischen Bundesheer bedanken, die meinen Weg unterstützen“, so der erfolgreiche Athlet.

Schon in der ersten von zwölf Runden attackierte Odor gemeinsam mit dem späteren Sieger Felix Rijhnen. Das Duo konnte sich vom Feld mit den großen Favoriten rund um Olympiasieger Bart Swings absetzen und teilte sich die Zwischensprints untereinander auf. Mit einem Vorsprung von 15 Sekunden ging das Ausreißerduo in die letzten beiden Runden, arbeitete aber bis auf die letzten 200 Meter immer zusammen. „Dann unterlief mir leider ein taktischer Fehler. Ich habe den Sprint innen angezogen, außen wäre aber wohl besser gewesen. Ich war schon ziemlich blau, aber am Ende war es dann doch noch richtig knapp“, so Odor, dem gerade einmal eine Zehntel vom Weltcupsieg trennte. Zuletzt landete mit Bram Smallenbroek vor acht Jahren und 244 Tagen ein rot-weiß-roter Eisschnellläufer am Podium bei den Männern, übrigens auch in der Disziplin Massenstart.

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Schneeberger wird Staatsmeisterin

Anna Schneeberger holt Gold in Poomsae bei der Österreichischen Meisterschaft in Kössen.

Nach zwei Siegen in dieser Klasse und einem im Kyorogi ist dies bereits der vierte Staatsmeistertitel ihrer Karriere.

Alle warteten auf das Highlight des Tages, das Aufeinandertreffen der beiden Topathleten in der Staatsmeisterklasse Damen -30J. Die Nummer 19 der Weltrangliste, Nina Reinsperger traf auf Anna, zur Zeit die Nummer 14 der Welt. Das Prickeln in der Halle konnte man förmlich spüren. Beide Athleten schenkten sich keinen Millimeter. In der ersten Runde setzte sich Anna unter den neun Konkurrentinnen als Beste klar durch. In der Finalrunde der besten fünf, lief Anna einmal mehr zu ihrer Höchstform auf und verwies ihre härteste Konkurrentin Nina Reinsperger aus Stockerau auf den 2. Platz. Gold und der Staatsmeistertitel im Jahr 2022 ging daher an Anna Schneeberger!

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Sensationssieg für Erler/Miedler

Alexander Erler und Lucas Miedler krönen ihren Erfolgslauf bei den Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle und sichern sich den Doppel-Titel.

Das dank einer Wildcard in den Bewerb gerutschte Duo setzt sich im Finale gegen die mexikanisch-argentinische Paarung Santiago Gonzalez/Andres Molteni 6:3 7:6 (7/1) durch.

Erler/Miedler haben damit ein seltenes Österreich-Double geschafft, denn im Vorjahr hatten sie ebenso überraschend den ersten ATP-Tour-Titel in Kitzbühel gewonnen. Schon diesen Finalsieg hatten sie per Wildcard geholt. In der Wiener Stadthalle sorgten der 25-jährige Tiroler und der 26-jährige Niederösterreicher für ein Novum und sicherten sich als erstes rein österreichisches Duo den Doppel-Titel.

Danke an alle Fans, das war wirklich mega“, sagte Erler bei der Siegerehrung. „Danke an das gesamte Team, das war eine super Leistung in dieser Woche. Danke auch an Herwig (Turnierdirektor Straka, Anm.), dass wir mitspielen durften.“ Miedler gratulierte wie sein Doppel-Partner auch ihren Finalgegnern und entschuldigte sich für den Heimsieg. „Aber es ist immer etwas Besonderes, daheim zu spielen und zu gewinnen“, sagte der Niederösterreicher.

Ist schon der Turniersieg sensationell, so ist es auch die Tatsache, dass das rot-weiß-rote Duo im Turnierverlauf keinen einzigen Satz abgegeben hat. Erler/Miedler haben heuer vier Challenger-Titel gewonnen, der Wien-Titel ist aber natürlich der absolut größte Erfolg in ihrer Karriere. Der seit Donnerstag 25-jährige Erler verbesserte sich damit im Doppel-Ranking auf Platz 50, Miedler auf 55, das ist für beide ihre bisher beste Platzierung. Und diese öffnet ihnen die Tür auf die ATP-Tour, auch bei Grand-Slam-Turnieren sollte man sie künftig sehen. Mit Gonzalez/Molteni besiegten sie den 31. und 40. der Doppel-Weltrangliste, die beiden haben heuer in Cordoba, Buenos Aires und Gijon 250er-Titel gewonnen.

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Hofmann holt Bronze

ISSF WM Kairo: Olivia Hofmann darf im 300m-Liegend über Bronze jubeln.

Nach einem starken Bewerb sichert sich die 30-jährige Tirolerin ihre erste WM-Einzelmedaille.

Olivia Hofmann ging als einzige österreichische Starterin mit dem 300m-Gewehr in die Liegendkonkurrenz. Die Tirolerin kam bei 60 Schuss auf die 300m entfernten Zielscheiben auf 595 Ringe und schien während des Bewerbs im Ranking auf wechselnden Plätzen stets im vorderen Feld auf. Ein ähnliches Bild wie bei den Männern zeigte sich auch bei den Frauen im Rennen um die dritte Medaille: Ringgleich mit Hofmann schlossen zwei weitere Frauen diesen Bewerb ab, doch die Tirolerin hatte mehr Innenringzehner auf ihrem Konto zu verbuchen und war daher vor diesen gereiht. Zuletzt hieß es Rang drei für die 30-Jährige.

Hofmann hatte bei der WM 2018 in Changwon gemeinsam mit Franziska Peer und Nadine Ungerank im 300m-Gewehr Dreistellungsmatch Silber geholt und durfte nun stolz ihre erste Weltmeisterschaftseinzelmedaille in Empfang nehmen. Den Weltmeistertitel holte Anja Senti (SUI) mit 599 Ringen vor ihrer Landsfrau Silvia Guignard Schnyder mit 597 Ringen.

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ÖSG Tagung Salzburg 2022

Vortrag von Christian Raschner beim 18. Kongress der Österreichischen Sportwissenschaftlichen Gesellschaft am Fachbereich Sport- und Bewegungswissenschaft.

Neben weiteren spannenden Vorträgen und thematischen Arbeitskreisen darf unser Leiter sein Wissen weitergeben und Einblicke in die Arbeit am Olympiazentrum Tirol ermöglichen.

Anlässlich der alle zwei Jahre stattfindenden Tagung der Österreichischen Sportwissenschaftlichen Gesellschaft, die heuer unter dem Motto Sport-Wissen schaf[f]t Praxis stand, referierte unser Leiter des Olympiazentrums Christian Raschner im Rahmen seiner Keynote Lecture über die State-of-the-Art Trainingswissenschaft und die Herausforderung der praxisrelevanten Umsetzung am Beispiel des Olympiazentrums in Tirol/Innsbruck. Dabei standen vor allem Überlegungen zur Verbesserung der Trainingsqualität und -effektivität im Nachwuchs- und Eliteleistungssport im Fokus. Ausbauend auf wissenschaftlich abgesicherten Erkenntnissen des Anforderungsprofils der jeweiligen Sportart muss ein Stärken- und Schwächenprofil in Form einer umfassenden Leistungsdiagnostik erfolgen. Darauf ausbauend erfolgten die Auswahl und Anwendungen der geeigneten Trainingsmethoden und -übungen. Diese systematische Vorgangsweise garantiert ein wissenschaftlich abgesichertes entwicklungsgemäßes Training bis an die Weltspitze.

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Rang fünf für Wolf und Rudigier

Spektakulärer Saisonauftakt beim City Big Air in Chur.

Nach einem eindrucksvollen Finale landen Lara Wolf und Hannes Rudigier jeweils auf dem fünften Rang im City Big-Air Finale in Chur.

16.000 Zuschauer sorgten gemeinsam mit dem Tiroler Duo um Lara Wolf und Hannes Rudigier für Gänsehaut Momente. So wurde der Abend mit einem „right 900 lead tail“ von Lara Wolf eröffnet, welchen Sie leider nicht sauber landen konnte. Jedoch im dritten Durchgang zeigte die Tirolerin einen spektakulären „switch bio 900 saftey“, der sie schließlich auf den fünften Rang katapultierte. „Man kann sich das alles einfach gar nicht vorstellen, vor so einer Kulisse springen zu dürfen. Ich bin dankbar, dass ich bei diesem Finale dabei sein durfte. Ich hatte es mir zum Ziel gesetzt ins Finale zu fahren, nun ist es ein fünfter Platz geworden, obwohl ich meine Runs nicht so zeigen konnte wie geplant. Mit dem Saisonauftakt bin ich zufrieden und jetzt kann es am Stubaier Gletscher weitergehen!“, so Wolf.

Auch der Tiroler Hannes Rudigier konnte in seinem ersten Big-Air Night Finale, der Zuschauermenge eine grandiose Show liefern. So eröffnete Rudigier bei den Herren das Starterfeld mit einem „left double 1620 double tail“, mit dem er sich direkt in den Top 3 platzierte. Im zweiten Durchgang zeigte Rudigier einen souveränen „right triple 1620 double mute“ der ihn auf Rang 2, nach dem Olympiasieger Birk Ruud (NOR), brachte. Somit stieg die Anspannung für den dritten Durchgang ins Unermessliche. Hier zeigte Rudigier mit einem „left double 1980 tail bail“ die erste 19er-Achse des Abends. Leider konnte Rudigier diesen Sprung nicht landen. Bei seinem Sturz schlug er mit dem Hinterkopf im Schnee auf und musste unverzüglich zur Abklärung ins Kantonspital Graubünden gebracht werden. Die erste Untersuchung ergab eine Gehirnerschütterung, der Tiroler musste zur Kontrolle im Krankenhaus bleiben.

Auch vom Sturzpech verfolgt war Lukas Müllauer, der sich bei seinem letzten Trainingssprung eine Platzwunde auf der Nase zuzog und ebenfalls ins Krankenhaus gebracht werden musste.

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Fünfter Weltcupsieg für Höck

Vinzenz Höck holt sich in Ungarn bereits den fünften Turn-Weltcupsieg seiner Karriere.

Exakt zwei Jahre nach seinem ersten Kunstturn-Weltcupsieg steht er am selben Ort in Szombathely erneut ganz oben am Podest.

„Ungarn ist mir wohlgesinnt“, freute sich der 26-jährige Grazer und betonte: „Ich habe meine volle Übung gezeigt und sie ist mir super gelungen. Das stimmt mich positiv für die Weltmeisterschaft in einem Monat.“

Vinzenz Höck war direkt von seiner Auszeichnung zum steirischen Sportler des Jahres erst mit Verspätung zum Ungarn-Weltcup weitergereist. Die Qualifikation am Freitag hatte er noch verhalten auf Rang 5 absolviert. Im Finale zeigte Höck dann allerdings seine volle Stärke. „Letzte Woche in Paris (Silbermedaille, Anm.) hatte ich wegen des Formaufbaus für die WM noch auf eine Höchstschwierigkeit verzichtet“, erläuterte Höck, „jetzt habe ich erstmals wieder mein komplettes Programm geturnt, auch die wieder aufgenommene Balandin-Kombination gelang ohne Probleme.“

Silber und Bronze des Ungarn-Weltcups an den Ringen gingen nach Japan: Minori Haruki (2.) und Soichiro Tanabe (3.) standen neben Höck auf dem Siegerpodium.

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EC-Podest für Stöckler

Laura Stöckler steht beim Europacup in Hamburg auf dem Podest.

Österreichs einzige Starterin schafft nach einem spannenden Duell den Sprung auf das Podium und kann mit einem dritten Platz die Saison versöhnlich beenden.

„Ich bin richtig geflasht. Die Saison war sehr durchwachsen, dass ich sie jetzt noch retten konnte, ist richtig cool. Es war sehr knapp, auch etwas Glück war dabei – aber es hat für das Podest gereicht.“

In der Qualifikation landete Stöckler mit einer Zeit von 8,72 Sekunden auf Rang acht und damit am Ende des Feldes. Im Viertelfinale sicherte sie sich mit 8,63 Sekunden den Sieg gegen die Quali-Schnellste Sofia Bellesini (ITA), die zu Fall kommt.

Nach einer Niederlage im Halbfinale setzte sich Stöckler im kleinen Finale mit einer Zeit von 8,50 Sekunden haarscharf gegen Daria Tkachova (UKR) durch, eine Hundertstel machte den Unterschied! „Das hätte ich mir nicht erwartet. Ich habe daran geglaubt, nach den letzten Monaten aber nicht damit gerechnet. Jetzt freue ich mich auf eine kurze Pause, in der ich gut regenerieren will, um danach richtig durchzustarten.“

Bei den Herren mussten sich Lukas Knapp, Lawrence Bogeschdorfer und Kevin Amon nach einer starken Qualifikation gleich im Achtelfinale geschlagen geben. Knapp, Amon und Bogeschdorfer belegten die Plätze 10, 11 und 12.

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