3. Weltcupsieg für Höck

Vinzenz Höck

Vinzenz Höck und Alexander Benda rufen Top-Leistungen im Worldcup ab.

Im slowenischen Koper fand am ersten September-Wochende, einen Monat nach den Olympischen Wettbewerben Tokio 2020, wieder ein FIG World Challenge Cup statt. Es war dies der vorletzte Challenge Cup der FIG-Serie 2020/21, die eine Woche danach in der türkischen EM-Stadt von 2020, in Mersin, abgeschlossen wird.

Den ersten FIG-Weltcup hatte Slowenien 2005 in der Leon-Stukelj-Stadt Maribor organisiert, wo er auch 8x in Folge ausgetragen wurde. Ab  2013 bis 2016 wechselte man in die slowenische Hauptstadt  Ljubljana und seit 2017 findet nun die aktuelle 16. FIG-World Challenge Cup-Variante in Koper statt. Wettkampfstätte ist die dortige Bonifika-Halle. 
Österreichs Ringespezialist Vinzenz Höck setzte sich am ersten Finaltag mit Tageshöchstwert von 14,800 an seinem Spezialgerät vor dem Russen Ilja Kibartas und vor Andrea Cingolani (ITA) durch und feierte damit seinen dritten Weltcupsieg in Folge! Alexander Benda fügte für die rot-weißen Farben noch einen 4. Rang am Reck hinzu!
Deutschland war mit dem Cottbuser Trio Leonard Prügel, Lucas Kochan und Tom Schultze vertreten und schaffte keine Finalqualifikation, wobei allerdings Tom Schultzeals 9. in der Sprungqualifikation nur um -0,05 Punkte am Finaleinzug scheiterte. Das Schweizer Trio Andrin Frey, Noe Seifert und Marco Pfyl realsierte 4 Finalplatzierungen. Österreichs Marlis Männersdorfer und die Kölnerin Ayu Zhu standen im Balken- bzw. Bodenfinale.

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Staatsmeisterin Rebecca Köck

Rebecca Köck

Staatsmeistertitel und inoffizieller Weltrekord für Rebecca Köck

Mit jeweils neuem Österreichischem Rekord eroberten Rebecca Köck und Thomas Mathis den Staatsmeistertitel 2021 im Kleinkalibergewehr-Liegendmatch. Die Tirolerin toppte den neuen Österreichischen Rekord der Männer und lag mit ihrem Resultat sogar über dem Weltrekord. Nadine Ungerank sicherte sich die Bronze-Medaille.

Österreichische StaatsmeisterInnen KK-Liegend

Die ersten Staatsmeistertitel der Österreichischen Staatsmeisterschaft und Meisterschaft für Kleinkalibergewehr in Innsbruck wurden im KK-Liegendmatch vergeben. In den vergangenen Jahren wechselten sich die Sieger Alexander Schmirl und Thomas Mathis jeweils ab. Den Sieg bei der letzten Meisterschaft im Jahr 2019 holte Schmirl. Und die beiden setzten auch in diesem Jahr die Serie fort: Mit einem hervorragenden Ergebnis von 629,0 Ringen gewann Thomas Mathis mit einem deutlichen Vorsprung von 5,4 Ringen. Mit diesem Resultat hob der Vorarlberger den Österreichischen Rekord, der im Jahr 2015 von Schmirl aufgestellt wurde um 1,0 Ringe. Den Vizestaatsmeistertitel holte sich Gernot Rumpler (S) mit 623,6 Ringen. Die Entscheidung um Bronze war knapp: Mit einem Zehntel Vorsprung sicherte sich Bernhard Pickl (NÖ) Rang drei vor Landsmann Alexander Schmirl. Österreichischer Meister mit der Mannschaft wurde das Team Vorarlberg mit den Schützen Mathis, Kiano Waibel und Patrick Diem mit 1859,5 Ringen.

Auch bei den Damen purzelte heute der Österreichische Rekord, der bislang bei 624,3 Ringen lag. Allen Podestplatzierten gelang es, diesen mit ihrer erzielten Leistung zu überbieten. An der Spitze die neue Staatsmeisterin Rebecca Köck. Die Tirolerin toppte mit 629,2 Ringen den neuen Österreichischen Rekord der Männer und lag mit ihrem Resultat sogar über dem Weltrekord, der aktuell bei 628,5 Ringen liegt. Ein ebenfalls starkes Ergebnis gelang Sheileen Waibel (V), die sich mit 627,8 Ringen zur Vizestaatsmeisterin kürte. Die Titelverteidigerin und bisherige Rekordhalterin Nadine Ungerank (T) sicherte sich Bronze mit 625,6 Ringen.

Österreichische MeisterInnen KK-Liegend

Das KK-Liegendmatch der Junioren entschied Dominic Einwaller für sich. Der Tiroler erreichte 610,3 Ringe und führte damit die Wertung vor seinen Kontrahenten Rainer Brandstätter (S) und Alexander Stogmeyer (OÖ) an.

Ein enges Match boten sich die Juniorinnen um den Meistertitel, den sich Christina Hillinger mit 607,3 Ringen und einem Vorsprung von drei Zehntelringen auf die Silbermedaillengewinnerin Nadja Krainz (OÖ) holte. Silber ging an Lisa Hafner (T) mit 605,3 Ringen. Die Oberösterreicherinnen Hillinger, Krainz und Marlene Baumgartner gewannen die Teamwertung dieser Klasse (1804,2 Ringe).

Beste Jungschützin im KK-Liegend der ÖM 2021 war Valerie Tauber (W), die sich mit 608,9 Ringe an die Spitze dieser nationalen Konkurrenz schoss. Nur drei Zehntel dahinter belegte Julia Biechl (T) Rang zwei und auf den dritten Platz kam, mit weiteren drei Zehntelringen Rückstand, die Siegerin des 100m-Bewerbs, Inna Sidenko (ST).

Um sechs Zehntel kam ÖSB-Nachwuchstalent Kevin Weiler im KK-Liegend der Jungschützen an den Österreichischen Rekord heran. Der Tiroler brachte sich mit dem hervorragenden Ergebnis von 623,0 Ringen in Führung und legte den Grundstein für den Mannschaftserfolg. Denn auf die Podestplätze zwei und drei kamen mit Johannes Kuen und Samuel Isser ebenfalls zwei Tiroler. So war das Team Tirol 1 in der Mannschaftswertung nicht zu schlagen: Ihr neuer Österreichischer Mannschaftsrekord von 1851,4 Ringen liegt um 26,5 Ringe höher als der bisherige.

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Déjà-Vu für Ebster

Anna-Lena Ebster

Déjà-Vu-Erlebnis in Schwaz für Anna-Lena Ebster

Die alten und neuen Tiroler Tennismeister im Einzel heißen wie im Vorjahr Anna-Lena Ebster und Philipp Schroll.

Déjà-vu-Erlebnis in Schwaz. Die alten und neuen Tiroler Tennismeister im Einzel heißen wie im Vorjahr Anna-Lena Ebster und Philipp Schroll. Der Turnierleiter und Obmann Christian Walter hatte Grund zum Jubeln, denn beide kommen aus dem Lager des tC Raiffeisen Schwaz. Ebster besiegte im Endspiel bei herbstlichen Temperaturen und tiefem Terrain Lea Erenda (TSV Hall) 6:1, 6:3; Schroll den Kitzbühler Yannick Penkner 6:1, 6:1. Mit Partner Fabian Wöll trug sich Schroll außerdem als Doppelsieger ein. In einer Meisterschaft, die, so TTV-Präsident Walter Seidenbusch, „von ausgezeichnetem Niveau geprägt war“. Herauszustreichen sei aber die Leistung der elfjährigen Anna Pircher (SV Zams), die erst im Halbfinale von der späteren Siegerin Ebster nach dem Kampf gestoppt werden konnte.

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Staatsmeisterschaft: Posch und Uznik

Posch & Uznik

Jan-Luca Posch und Nicolai Uznik sicherten sich den Staats- und Vize-Staatsmeistertitel.

Neue Siegesgesichter bei den Österreichischen Kletter-Staatsmeisterschaften am Mariahilferplatz in Graz. Die Boulder-Bewerbe gingen am Donnerstagabend an Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck) und Jan-Luca Posch (ÖAV Innsbruck) – für beide war es der erste Staatsmeistertitel der allgemeinen Klasse.

Die heimische Boulder-Elite bot den knapp 1.800 zugelassenen Zusehern eine spannende Show und sorgte für eine unglaubliche Atmosphäre.

Emotionale Premiere

Der Tiroler Jan-Luca Posch nutzte in einer starken Finalrunde mit drei Tops und vier Zonen seine Chance und kürte sich erstmals zum Österreichischen Boulder-Staatsmeister.

„Es ist einfach unglaublich. Ich habe so hart trainiert und bin mit großen Hoffnungen in den Boulder-Bewerb gegangen. Nach dem zweiten Boulder habe ich schon fast aufgegeben – viele der anderen Athleten haben das Top erreicht und ich bin zweimal knapp gescheitert. Ich konnte das aber schnell verarbeiten, habe den Fokus auf die verbleibenden beiden Boulder gelegt und noch einen richtigen Motivationsschub bekommen. Der Showdown am letzten Boulder war unfassbar cool und die Stimmung grandios. Am Ende waren es lange Minuten für mich. Ich wusste, wenn Nicolai den letzten Boulder löst, hat er gewonnen“,

strahlte Posch nach seinem ersten Boulder-Staatsmeistertitel.

Bis zum letzten Boulder lag Titelverteidiger Nicolai Uznik in Führung und hatte es als letzter Athlet selbst in der Hand sich erneut die Boulder-Krone aufzusetzen. Am Ende musste sich der Kärntner jedoch mit Platz zwei begnügen.

„Jani ist einer meiner besten Freunde. Ich freue mich wirklich, dass er heute gewinnen konnte. Im ersten Moment bin ich natürlich sehr enttäuscht. Ich habe mich den ganzen Tag heute sehr gut gefühlt und konnte das auch zeigen. Mir war bewusst, dass ich das letzte Problem lösen muss, um vorne zu bleiben – der Druck war groß. Der letzte Boulder ist mir nicht entgegengekommen – sehr schade“,

bilanzierte der 21-Jährige nach einer äußerst spannenden Finalrunde.

Platz drei ging an Stefan Scherz (NFÖ Neunkirchen), der sich mit einem Top am letzten Boulder in letzter Sekunde noch Rang drei sichern konnte.

Machtdemonstration von Sterrer

Als große Herausforderin ging Franziska Sterrer in die Österreichische Staatsmeisterschaft 2021 und sicherte sich am Ende nach einem unglaublichen Wettkampf verdient den Titel.

„Ich freue mich heute extrem. Ich habe in den letzten Wochen hart trainiert und mich zurückgearbeitet. Der Erfolg heute ist der Beweis dafür, dass ich viel richtig gemacht habe. Die Stimmung war unglaublich und hat mich an jedem Boulder richtig gepusht. Ich habe heute gemerkt, wie sehr diese Stimmung abgegangen ist und wie viel Energie wir Athletinnen dadurch bekommen. Im Finale habe ich mir alle Boulder zugetraut – ich wusste, dass ich richtig fit bin. Den letzten Boulder wollte ich unbedingt flashen, der war einfach für mich geschraubt. Es ist wunderschön, dass es mir dann auch gelungen ist und ich den Sieg selbst fixieren konnte“,

strahlte Sterrer nach ihrem ersten ÖSTM-Boulder-Finale seit 2016 und ihrem souveränen Sieg.

Die Lokalmatadorin Johanna Färber (BV BlocHouse) lieferte sich mit Sterrer bis zum letzten Boulder einen tollen Fight um den ÖSTM-Titel. Am Ende musste sich die Grazerin knapp geschlagen geben und holte in ihrer Heimat Platz zwei.

„Auf der einen Seite bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung und dem zweiten Platz, auf der anderen Seite auch enttäuscht. Ich wollte bei mir zu Hause unbedingt den Titel verteidigen. Ich habe alles rausgeholt, was möglich war. Leider war ich sehr nervös, das hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nachdem am letzten Boulder die Entscheidung gefallen war, konnte ich die ganze Atmosphäre noch richtig genießen und aufsaugen. Herzliche Gratulation an Franzi, die war heute richtig stark“,

fiel das Fazit bei Färber mit gemischten Gefühlen aus.

Nach Platz vier im Vorjahr schaffte es Lea Kempf (ÖAV Egg) mit einer sehr starken Finalrunde als Dritte verdient unter die Top 3.

„Es hat einfach richtig Spaß gemacht. Das Publikum hat bei uns allen voll mitgefiebert, das hat mich voll motiviert. Es war mega-cool zum Klettern, auch wenn die Finalrunde sehr schwer war und wir vier spannende Boulder zu lösen hatte. Ich bin einfach happy, dass ich es aufs Podest geschafft habe,“

bilanzierte ein überglückliche Kempf direkt nach dem Bewerb.

ERGEBNISSE BOULDER-STAATSMEISTERSCHAFT:

Damen, Top 10:
1. Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck)
2. Johanna Färber (BV BlocHouse)
3. Lea Kempf (ÖAV Egg)
4. Eva-Maria Hammelmüller (ÖAV Haag)
5. Mattea Pötzi (ÖAV Villach)
6. Julia Fiser (ÖAV Innsbruck)
7. Sandra Lettner (ÖAV Vöcklabruck)
8. Emma Tabernig (ÖAV Bludenz)
9. Lena Schrittwieser (NFÖ Mürzzuschlag)
10. Marie Schöpf (ÖAV Innsbruck)

Herren, Top 10:
1. Jan-Luca Posch (ÖAV Innsbruck)
2. Nicolai Uznik (SV St. Johann i.R.)
3. Stefan Scherz (NFÖ Neunkirchen)
4. Dominik Härtl (NFÖ Wien)
5. Andreas Hofherr (ÖAV Feldkirch)
6. Florian Klingler (ÖAV Innsbruck)
7. Lawrence Bogeschdorfer (NFÖ Vöcklabruck)
8. Maximilian Lenz (ÖAV Wolfsberg)
9. Georg Parma (NFÖ Eichgraben)
10. Stefan Rest (ÖAV Kuchl)

© KVÖ // Foto: GEPA

Zangerle am Podest

Emanuel Zangerle

Emanuel Zangerle sicherte sich den Sieg beim Ischgl Ironbike 2021 in der Elite/U23.

Emanuel Zangerle wechselte erneut von dem Rennrad zurück auf das Mountainbike und sicherte sich hierbei den Sieg in der Elite/U23 bei der 26ten Austragung des Ischgl Ironbikes.

Es gingen in Ischgl verschiedene Renne über die Bühne. Dazu zählten Marathon Hard, Marathon Medium, Marathon Light und das UCI Stage Race. Letztere setzt sich aus Einzelzeitfahren, Alpenhaustrophy, Shorttrack und Marathon zusammen, hier ging es um Punkte für die Weltrangliste.

Emanuel Zangerle startete beim Marathon Hard hatte 76km und 3700hm zu absolvieren. Die Strecke hatte es in sich, sehr steile Abschnitte mit einer Steigung zwischen 28-32% waren Teil davon. Ein absolut harter und anspruchsvoller Kurs war zu meistern. Doch Emanuel ist es bereits nach den ersten 1600hm gelungen seine Stärken auf einem kurzen Trail-Abschnitt auszuspielen und sich so von den anderen Teilnehmern abzusetzen. Dieser Vorsprung konnte ihm niemand mehr nehmen und so konnte er das Rennen für sich entscheiden.

Foto: Sportograf

Tokio-Held:innen

OLYMPICS - Tokyo 2020

Die Held:innen von Tokio sind nach Österreich zurückgekehrt.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen und ÖOC-Präsident Karl Stoss ließen Österreichs Olympia-MedaillengewinnerInnen in der Hofburg offiziell hochleben.

Im Rahmen der Medaillenfeier (live in ORF 1 übertragen) gab’s für die „Tokio-Held:innen“ Anna Kiesenhofer, Magdalena Lobnig, Bettina Plank, Shamil Borchashvili, Jakob Schubert und Lukas Weißhaidinger Philharmoniker-Goldmünzen von ÖOC-Partner Münze Österreich im Wert von 11.000 bis 17.000 Euro (je nach Medaillenfarbe). Auch Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler sowie Verteidigungsministerin Klaudia Tanner machten den MedaillengewinnerInnen ihre Aufwartung.

Sechs Sportarten

Dienstagnachmittag landeten die letzten ÖOC-MitarbeiterInnen, darunter Chef de Mission Christoph Sieber in Wien, ab 18.00 Uhr lud Bundespräsident Alexander Van der Bellen in der Hofburg zur Tokio-Medaillenfeier. Von den sieben Olympic-Team-Austria-MedaillengewinnerInnen fehlte nur die „Silberne“ Michaela Polleres wegen eines Auslandsaufenthaltes.

Ebenfalls im Zeremoniensaal mit dabei waren Freistil-Spezialist Felix Auböck (1 x Vierter, 2 x Siebenter), Wildwasser-Kanute Felix Oschmautz (4. im Kajak-Einer) und das Synchron-Duo Anna-Maria und Eirini-Marina Alexandri (Rang 7) – allesamt als Top-8-Platzierte mit einem IOC-Olympia-Diplom ausgezeichnet. Die VerbandspräsidentInnen der betreffenden Sportverbände waren ebenfalls geladen.

Ausrufezeichen für Sommersport

„Ich bin froh, dass alle 75 Olympia-Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder wohlbehalten in Österreich gelandet sind. Ihr habt Österreich mehr als würdig vertreten. Wir können auch Sommersport, sind nicht nur im Winter konkurrenzfähig. Darauf könnt ihr alle besonders stolz sein. Das ist in einem Land wie Österreich nicht selbstverständlich“,

Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

„Dass wir in sechs verschiedenen Sportarten insgesamt sieben Medaillen holen, kann sich sehen lassen. Es waren eine Reihe von historischen Medaillen darunter, wie die ersten Medaillen im Klettern und Karate oder die erste Medaille für einen männlichen Leichtathleten in der Geschichte der Spiele. Die Latte für Paris 2024 liegt damit ungewohnt hoch. Aber das ist natürlich gut so“,

meinte ÖOC-Präsident Karl Stoss.

„Ich hatte insgeheim auf Jakob Schubert gehofft. Ein Tiroler, der klettert, muss stark sein.“

Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

Stolze Bilanz

„Ein Ziel muss sein, möglichst viele Kinder und Jugendliche für Sport zu begeistern. Ihr als international erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler seid allesamt große Vorbilder und habt mit Euren Erfolgen sehr eindrucksvoll bewiesen, dass man auch in Österreich konkurrenzfähig Leistungssport betreiben kann. Dass unsere Ski-Asse das können, war hinlänglich bekannt. Umso schöner, dass wir auch im Sommersport große olympische Erfolge feiern können“,

sagte Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler.

„Nicht weniger als sechs der sieben Medailllengewinnerinnen und -gewinner sind Sportsoldaten. Ihr habt den Österreicherinnen und Österreichern sehr viel Freude bereitet“,

bedankte sich Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

„Jede Medaille hatte ihre eigene spezielle Story. Die acht Diplomplätze sind gleichzeitig auch Hoffnungsträger für Paris 2024. Wir werden jedenfalls alle Tokio-Starterinnen und -starter weiterhin unterstützen und das Leistungsangebot der sieben Olympiazentren weiter ausbauen. Das Interesse an den Olympischen Spielen in Tokio war riesengroß. Auf Facebook haben uns während der Spiele 1,5 Millionen Menschen auf Facebook verfolgt und gut 2.500 Stunden lang unsere Olympia-Videos angeschaut“,

freute sich ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel.

Nicht meine besten Würfe

Lukas Weißhaidinger: „Es waren sicher nicht meine besten Würfe in Tokio. Umso schöner, dass es für Bronze gereicht hat. Ein sportlicher Kindheitstraum ist für mich in Erfüllung gegangen. Ich konnte in Oberösterreich schon mit der ganzen Familie feiern, von der Nichte bis zur Oma. Es war wunderschön, endlich wieder Privatleben zu haben.“

Profi-Vertrag kein Thema

Anna Kiesenhofer: „Ich werde sicher nicht Rad-Profi, nur das Verhältnis zwischen Job und Sport wird sich vielleicht ein bisschen Richtung Radfahren verschieben. Bis jetzt konnte ich in Niederösterreich vom Home Office arbeiten, Mittwoch geht’s für mich zurück nach Lausanne. Die Anzahl der Anfragen ist riesig. Und ans Rampenlicht muss ich mich auch erst gewöhnen.“

Olympia-Traum verwirklicht

Bettina Plank: „Meine Familie ist extra aus Vorarlberg nach Wien gekommen, um mich am Flughafen in Schwechat empfangen zu können. Das war sehr speziell. Dass ich meinen Olympia-Traum verwirklichen konnte, ist sehr aufregend. Ich genieße diese Momente!“

Team ist mitverantwortlich

Magdalena Lobnig: „Am schönsten war mit meinem Team feiern zu können. Die sind für diesen Erfolg mitverantwortlich. Jetzt geht’s für mich auf Urlaub nach Kroatien. Aber ganz ohne Training werde ich nicht auskommen.“

In Paris mit beiden Brüdern am Start

Shamil Borchashvili: „70 Leute haben bei uns zu Hause mit mir gefeiert. Es war richtig cool. In Paris möchte ich mit meinen beiden Brüdern am Start stehen. Das ist unser gemeinsames Familienziel. Dass ich gleich bei meinem Olympia-Debüt Bronze hole, ist mehr als überraschend. Damit habe ich nicht gerechnet.“

Weltmeisterschaft steht bald an

Jakob Schubert: „Ich bin ja noch nicht lange zu Hause, aber ein Abendessen im engsten Familien- und Freundeskreis hat es schon gegeben. Das konnte ich richtig genießen. Jetzt fahre ich mit meiner Freundin an den Gardasee. Aber eine zu lange Pause wird’s nicht geben. Im September steht bei uns die Weltmeisterschaft auf dem Programm.“

© Olympia.at // Foto: GEPA

Posch zweiter im Europacup

Jan-Luca Posch

Jan-Luca Posch zeigte im Europacup in Krakau (POL) auf und sicherte sich den 2ten Platz.

An diesem Wochenende waren sechs AthletInnen des Kletterverband Österreich beim Boulder Europacup in Krakau (POL) im Einsatz und nutzten den internationalen Wettkampf als Vorbereitung für die Österreichische Staatsmeisterschaft, die nächste Woche in Graz ausgetragen wird.

Jan-Luca Posch (ÖAV Innsbruck) fand sehr gut in den Boulder-Europacup und schloss die Qualifikation auf Platz eins ab. Auch im Semifinale, für das sich 20 Athleten qualifizieren konnten, zeigte der Tiroler auf und zog als Zweiter souverän ins Finale ein. Dort holte Posch zwei Tops und zwei Zonen und platzierte sich nach einer starken Leistung hinter dem Franzosen Mathieu Ternant (2 Tops und 3 Zonen) auf Rang zwei. Rang drei ging an den Deutschen Max Prinz. KVÖ-Teamkollege Stephan Rest (ÖAV Kuchl) qualifizierte sich ebenfalls ohne Probleme für das Semifinale. Dort hatte der Salzburger mit den geschraubten Bouldern zu kämpfen und schloss den Wettkampf auf Platz 20 ab.

„Für mich war es ein sehr erfolgreicher Wettkampf. Ich habe von Anfang an ein super Gefühl gehabt und bin nach Platz eins in der Qualifikation und Platz zwei im Semifinale mit großen Erwartungen ins Finale gegangen. Das Finale war richtig hart: Der erste Boulder ist praktisch aus der Wertung gefallen, da ihn niemand lösen konnte. Die Boulder drei und vier sind mir voll aufgegangen. Der Deutsche Max Prinz hat beide Probleme gelöst und geflasht. Ich wusste, wenn ich Zweiter werden will, muss ich da nachziehen. Ich bin überglücklich, dass mir das gelungen ist“,

freute sich Posch über Platz zwei.

Pötzi holt sich viel Selbstvertrauen

Auch bei den Damen gab es Grund zur Freude. Mattea Pötzi (ÖAV Villach) kletterte auf einem sehr hohen Niveau und schloss den Bewerb mit einem Top und zwei Zonen im Finale auf dem ausgezeichneten fünften Rang ab. Der Sieg ging an die Deutsche Anna Lechner, die sich vor der Französin Fanny Gibert und der Italienerin Giulia Medici durchsetzen konnte.

„Der Tag heute war sehr anstrengend und lange. Am Ende habe ich schon ein wenig die Müdigkeit gespürt. Ich habe aber alles rausgeholt und bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. Platz fünf gibt noch einmal richtig viel Selbstvertrauen für die bevorstehende Österreichische Meisterschaft. Jetzt heißt es gut regenerieren und dann möchte ich in Graz kommende Woche wieder voll angreifen“,

bilanzierte Pötzi und zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Für Eva-Maria Hammelmüller (ÖAV Haag) lief es hingegen nicht ganz nach Wunsch. Nach einer einwöchigen Boulder-Vorbereitung verpasste die Niederösterreicherin als Halbfinal-Siebente das angepeilte Finale haarscharf.

„Die Erwartungshaltung war in Krakau nicht ganz so groß, ich habe mich in den letzten Wochen aufs Lead-Training fokussiert. Trotzdem war ich im ersten Moment etwas enttäuscht, dass es nicht für das Finale gereicht hat. Ich bin bei vielen Bouldern erst oben geflogen, das war dann schon etwas ärgerlich. Ganz zufrieden bin ich somit nicht, aber ich hoffe, dass ich jetzt wieder im ‚Boulder-Mode‘ bin und mit in Graz wieder in alter Stärke präsentieren kann“,

zog die 21-Jährige ein gemischtes Resümee.

Starke Europacup-Premiere

Eine Bewährungsprobe gab einmal mehr Lena Schrittwieser (NFÖ Mürzzuschlag) ab. Im Halbfinale konnte sie einen Boulder lösen und holte vier Zonen. Am Ende platzierte sich Schrittwieser auf dem ausgezeichneten 13. Platz. 

„Ich bin ohne große Erwartungen in den Boulder-Europacup gegangen. Es war erst mein zweiter internationaler Wettkampf bei den Erwachsenen, der erste Europacup. In der Qualifikation ist es für mich super gelaufen. Nach zwei Flashs und vier Zonen konnte ich mich als Siebente souverän für das Halbfinale qualifizieren – das war richtig cool. Dort war ich dann schon ein wenig müde, und es ist nicht mehr ganz so gut gelaufen. Aber es war mega, dass ich überhaupt starten durfte und habe viele wertvolle Erfahrungen sammeln können. Ich bin sehr happy und mehr als zufrieden mit dem Wochenende“,

freute sich Schrittwieser über eine gelungene Europacup-Premiere.

Ihre KVÖ-Teamkollegin Sandra Lettner (ÖAV Vöcklabruck) hatte in Krakau das Quäntchen Glück nicht auf ihrer Seite. Die Goldmedaillengewinnerin der Olympischen Jugendspielen von Buenos Aires 2018 verpasste den Einzug ins Semifinale letztendlich nur um einen Platz.

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Erler/Miedler triumphieren in Kitzbühel

Alexander Erler

Erler/Miedler sorgen für Doppel-Triumph in Kitzbühel

Alexander Erler und Lucas Miedler haben beim ATP-Turnier in Kitzbühel einen Heimsieg gefeiert. Sie triumphierten im Doppel-Bewerb.

Das rot-weiß-rote Duo hatte sich im Finale gegen die an Nummer drei gesetzten Roman Jebavy aus Tschechien und Matwe Middelkoop aus den Niederlanden mit 7:5 und 7:6 (5) durchgesetzt. Für die beiden Österreicher war es jeweils der erste Doppel-Titel bei einem ATP-Turnier. 

Der 25-jährige Niederösterreicher Miedler und sein zwei Jahre jüngerer Tiroler Doppel-Partner bestritten in der Gamsstadt ihr erstes gemeinsames Doppel-Turnier, hatten auf dem Weg zum Titel unter anderem das top-gesetzte Doppel Tomislav Brkic aus Bosnien und Nikola Cacic aus Serbien ausgeschaltet. 

Thriller in Satz zwei

Im Finale hatten Erler/Miedler allerdings hart kämpfen müssen. Das zweite Break im ersten Durchgang bedeutete gleichzeitig den 7:5-Satzgewinn. Im zweiten Durchgang hatten die Österreicher ihre Gegner zum 5:3 gebreakt, Miedler gab aber postwendend sein Service ab. Bei 6:5 ließen Erler/Miedler ihre ersten Matchbälle liegen, mussten ins Tie-Break, wo sie dann den fünften Matchball verwerten konnten. 

Als Belohnung für den Erfolg gibt es jeweils ein Preisgeld in der Höhe von 7.680 Euro. 

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Erler bis ins Achtelfinale

Alexander Erler

Beim Generali Open in Kitzbühel ist Alexander Erler als letzter Österreicher im Einzel im Achtelfinale ausgeschieden.

Der Tiroler Lokalmatador verlor gegen den Schweden Ymer. Auch der an zwei gesetzte Bautista Agut und die Nummer vier Ramos-Vinolas aus Spanien sind out

Kitzbühel – Beim Tennis Generali Open in Kitzbühel ist am Mittwoch der letzte Österreicher im Einzel im Achtelfinale ausgeschieden. Lokalmatador Alexander Erler, der noch am Vortag mit seinem Sieg gegen Carlos Alcaraz aus Spanien überrascht hatte, zog im Duell mit dem Schweden Mikael Ymer mit 2:6,3:6 den Kürzeren. Ymer darf nun im Viertelfinale auf ein Match mit dem topgesetzten Norweger Casper Ruud hoffen. Die Segel streichen mussten auch Roberto Bautista Agut und Albert Ramos-Vinolas.

Serviceprobleme

Publikumsfavorit Erler startete mit einigen Problemen ins Match. Das erste Service ließ ihn häufig im Stich, wodurch der Kufsteiner in jedem Aufschlagspiel kämpfen musste. Bis zum Stand von 2:3 aus Erlers Sicht ging das gut, seinen fünften Breakball nützte Ymer aber zur 4:2-Führung. Dem Schweden gelang es gut, Erlers Vorhand zu entschärfen. Der Tiroler wiederum nutzte seine Breakchancen nicht und gab sein Service auch zum 2:5 ab, sodass Ymer nach 42 Minuten Satz eins mit 6:2 für sich entscheiden konnte.

Breakführung hergegeben

Im zweiten Durchgang erwischte Erler den besseren Start und schaffte mit viel Unterstützung Ymers – der Schwede verzeichnete beim Service gleich drei Doppelfehler – ein Break zum 1:0.

Die Qualität im Match baute aber ab, beide Spieler zeigten sich fehlerhaft. Ymer gelang bei einsetzendem Nieselregen das Rebreak zum 2:2, auch Erler unterliefen in diesem Game zwei entscheidende Doppelfehler. Das dürfte der Knackpunkt im Spiel des 337. der Weltrangliste gewesen sein. Erler gab sein Service schließlich noch zum 2:4 ab. Ymer ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen und verwertete seinen ersten Matchball nach 1:20 Stunden zum 6:2,6:3-Erfolg.

Der Schwede zeigte sich nach seinem Erfolg zwar froh über den Aufstieg ins Viertelfinale, bekannte aber auch, dass es noch Potenzial für Verbesserungen gibt. Für Erler hatte Ymer lobende Worte parat:

„Er hat gestern einen sehr guten Spieler geschlagen. Heute war er wahrscheinlich etwas nervös. Aber Österreich hat da jemanden, auf dem man sich in Zukunft freuen kann.“

Mikael Ymer

Favoritensterben

Zuvor hatten sich die Nummer zwei und die Nummer vier des Turniers verabschiedet. Der an Nummer zwei gesetzte Spanier Roberto Bautista Agut verlor in einem drei Stunden dauernden Krimi etwas überraschend gegen seinen Landsmann Pedro Martinez mit 4:6,7:6(5),5:7. Für den 33-jährigen Agut, immerhin Weltranglisten-16., war damit in Kitzbühel bereits nach einem Match Endstation. Das gleiche Schicksal ereilte Albert Ramos-Vinolas, der an Nummer vier gereihte Spanier unterlag Dennis-Novak-Bezwinger Gianluca Mager aus Italien mit 6:7(3),6:1,5:7.

Filip Krajinovic, die Nummer drei in Kitzbühel, stieg hingegen ins Viertelfinale auf. Der Serbe besiegte den Spanier Carlos Taberner 6:3,2:6,6:4. Ebenfalls in der Runde der besten Acht stehen der Franzose Arthur Rinderknech nach einem Dreisatzsieg gegen den Dänen Holger Vitus Nodskov Rune. Der Slowake Jozef Kovalik schlug den Tschechen Jiri Vesely ebenfalls in drei Sätzen. Der Deutsche Daniel Altmaier kam durch einen Zweisatzerfolg gegen Marco Cecchinato aus Italien weiter. Der topgesetzte Casper Ruud sollte am Abend noch gegen den Spanier Mario Vilella Martinez spielen, eine Regenunterbrechung sorgte jedoch für eine Verzögerung.

(APA, red, 28.7.2021)

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Steinlechner bester Österreicher

Maximilian Steinlechner

Maximilian Steinlechner bester Österreicher im GC Adamstal

Der Tiroler Amateur Maximilian Steinlechner hat im Golfturnier der Europa-Challenge-Tour im GC Adamstal (NÖ) als 18. das beste Ergebnis eines ÖGV-Spielers erreicht.

Der Tiroler darf erneut einen Erfolg feiern. Dank zweier 66er-Runden am Wochenende schloss der 21-Jährige Tiroler den Bewerb mit dem Gesamtscore von zehn unter Par ab und erreicht somit das beste Ergebnis eines ÖGV-Spielers.

Einen Schlag mehr benötigte der Steirer Timon Baltl als 22. Den 30.400-Euro-Siegerscheck sicherte sich der 42-jährige Waliser Stuart Manley mit 18 unter Par einen Schlag vor dem Schotten Ewen Ferguson. Der kürzlich ins Profilager gewechselte Steirer Niklas Regner belegte am Sonntag nach zuletzt guten Ergebnissen den 52. Platz (vier unter Par), sein engerer Landsmann Lukas Nemecz wurde 39. (sieben unter Par).

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