Staatsmeisterin Köck siegt zum Abschied

Sportschützin Rebekka Köck holt bei den Staatsmeisterschaften in Hall und Innsbruck/Arzl KK-Liegend-Gold.

Köck beendet ihre Spitzenkarriere mit 622,3 Ringen und krönt sich damit vor Nadine Sampson zur Staatsmeisterin.

Ein intensiver Wettkampftag beschloss in Hall und Innsbruck/Arzl eine starke Auflage der Österreichischen Staatsmeisterschaften im Kleinkalibergewehr. In der Paradedisziplin KK-Liegend der Frauen setzte sich Rebecca Köck mit 622,3 Ringen an die Spitze und verabschiedete sich mit Gold aus dem aktiven Leistungssport. Nadine Sampson (ehem. Ungerank) wurde Zweite, Bronze ging an Verona Fölzer.

Bei den Männern dominierte Weltmeister Alexander Schmirl mit 625,4 Ringen und holte seinen fünften Staatsmeistertitel, vor Thomas Mathis und Junior Kiano Waibel. Über 100 m gewannen Marlene Pribitzer und Thomas Mathis (je 394), während Vorarlberg mit Mathis, Waibel und Patrick Diem in der Mixed-Teamwertung einen neuen österreichischen Rekord von 1174 Punkten aufstellte. Im Nachwuchs verteidigte Joe-Anne Mair (621,7) den 50-m-Titel klar, und Patrick Entner siegte knapp vor Florian Weiß und Jonas Grässl; Tirol (Mair/Entner/Biechl) holte mit 1850,1 die Mixed-Krone. Die Vorarlberger Liegend-Spezialistinnen und -Spezialisten (Mathis, Kiano Waibel, Sheileen Waibel) waren in der gemischten Mannschaftswertung mit 1866,0 Ringen nicht zu schlagen.

© ÖSB // Foto: ÖSB

Sampson siegt im Dreistellungs-Match

Nadine Sampson (ehem. Ungerank) sichert sich vor Rebekka Köck den Staatsmeisterschaftstitel im KK-Dreistellungsmatch.

Bei den Männern sicherte sich Andreas Thum Bronze; Teamleaderin Olivia Hofmann führt Tirol zur ÖM-Krone bei der diesjährigen Staatsmeisterschaft in Hall bzw. Innsbruck/Arzl.

Ein hochklassiger Finaltag in Innsbruck und Hall krönte die Staatsmeisterinnen und Staatsmeister im KK-Dreistellungsmatch. Bei den Frauen setzte Rebecca Köck im Grunddurchgang die Bestmarke mit 589 Ringen (194 kniend, 199 liegend, 196 stehend). Im Finale übernahm Nadine Sampson (ehem. Ungerank) früh das Kommando und siegte mit 460,5 Punkten, damit 1,7 Zähler vor Köck. Bei den Männern führten Thomas Mathis und Johannes Kuen ex aequo mit 588 Ringen die Qualifikation an, ehe Mathis im Finale das Tempo diktierte. Alexander Schmirl lieferte das beste Liegendergebnis, doch Mathis krönte sich mit 464,0 und neuem österreichischen Finalrekord zum Staatsmeister. Schmirl wurde Zweiter, Titelverteidiger Andreas Thum schnappte sich Bronze und in der Teamwertung triumphierte Tirol mit Hofmann, Sampson und Thum (1753).

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Duo Kitzbichler/Thum holt ersten Staatsmeister-Titel

Jasmin Kitzbichler und Andreas Thum sind die neuen Staatsmeister*innen im Kleinkaliber Liegend

Ein umfangreiches Programm bot auch der dritte Wettkampftag der ÖSTM & ÖM für Kleinkalibergewehr in Innsbruck und Hall.

In der Qualifikation der Kategorie „Kleinkaliber Liegend Mixed“, absolviert mit 20 Schuss je Schütz*in, schoss sich vorerst Team Tirol 2 mit Olivia Hofmann und Dominic Einwaller (415,7), gefolgte vom mehrfachen Titelverteidiger Vorarlberg 1 mit Sheileen Waibel und Thomas Mathis sowie an die Spitze des nationalen Feldes. Das Viertelfinale, mit 10 Schuss je Schütz*in, hatten die Favorit*innen Thomas Mathis und Sheileen Waibel (206,0), ihrerseits gefolgt von den Teams Tirol 2 und Tirol 1 in der Hand. In der nächsten Runde schied Team Vorarlberg 2 (Patrick Diem und Marlene Pribitzer) aus und beendete den Wettkampf damit auf Rang vier.

Für Spannung sorgte ein weiterer Führungswechsel im Duell um Bronze: An erster Position wieder Team Vorarlberg 1, das sich auf 207,8 Ringe steigern konnte. An zweiter Stelle Team Tirol 1 und an dritter Stelle und damit Gewinner der Bronzemedaille das Team Tirol 2 (Olivia Hofmann und Dominic Einwaller). So standen die Titelverteidiger*innen Waibel/Mathis und das Team Tirol 1 mit Andreas Thum und Jasmin Kitzbichler im Match um Gold. Die Lokalmatador*innen Thum/Kitzbichler hatten hier das sicherere Händchen und gewannen damit den Staatsmeistertitel (206,3).

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Kuen im Dreistellungsmatchfinale

Johannes Kuen landet bei der ESC ECH U23 Wroclaw im KK-Dreistellungsmatchfinale

Zum Abschluss der U23-Europameisterschaft in Breslau qualifiziert sich der Tiroler für das Finale und sorgt mit Platz sechs für einen starken Abschluss.

Als letzten Bewerb bei der U23-EM in Breslau hatten die beiden ÖSB-Kaderathleten und Tiroler, Dominic Einwaller und Johannes Kuen, das KK-Dreistellungsmatch zu bestreiten. Erfolgreich absolvierte Kuen mit 584 Ringen die Finalqualifikation: Mit 195 im Kniend, 198 im Liegend und 191 im Stehend erreichte der 22-Jährige Zwischenrang fünf und schoss sich damit klar ins Finale. 589 Ringe vom Führenden Darko Tomašević (CRO) waren das beste Resultat dieser Konkurrenz. Einwaller erarbeitete sich 576 Ringe und erreichte damit den finalen 14. Platz von 30 Athleten. Die Finalqualifikationsgrenze lag bei 581 Ringen.

Im Finale fand Kuen im Kniend nicht ganz hinein und lag mit 99,1 Ringen auf Zwischenrang sieben der acht Finalisten. Im Liegend ergänzte der Tiroler 102,6 Ringe, womit er vorerst seine Position hielt. Im Stehend machte Kuen mit 101,0 Ringen noch einen Platz gut und belegte am Ende Rang sechs in diesem EM-Bewerb. Einen Heimsieg konnte Wiktor Sajdak (POL) feiern, der sich zu Beginn des Finales im Kniend eindrucksvoll von der Konkurrenz absetzte, im Liegend vom Grunddurchgangsführenden Tomašević eingeholt wurde, im Stehend jedoch wieder die Oberhand gewann. Silber ging an Toma Tadić (CRO) und Bronze holte Tomašević.

© ÖSB // Foto: Christian Planer, ÖSB

Top-Platzierung für Mader

Felix Mader steht bei der World Climbing Europe Series Ostermundigen (CH) 2026 im Vorstiegs-Finale.

Das Kärntner Kletter-Ass Mader schafft mit Platz 5 im Lead-Finale eine Top-Platzierung.

Bei den Herren qualifizierten sich Felix Mader als Achter und Adrian Kathan als Sechster des Halbfinales für die Entscheidung der Top-8. Stefan Scherz konnte im Halbfinale nicht mehr ganz an seine starke Qualifikation anknüpfen und belegte Rang 16.

Im Finale erreichte Mader mit 34+ Griffen den fünften Platz. Kathan kam auf 31 Griffe und wurde Siebenter. Der Sieg ging an den Franzosen Jordi Poles, der mit 45 Griffen das beste Ergebnis des Finales erzielte.

KVÖ-Coach Jon Redshaw zog nach dem Bewerb ein positives Fazit: „Die Aufstiegsquote ins Halbfinale war erfreulich. Bei Felix und Adrian ist im Finale nicht alles aufgegangen, dennoch können beide mit ihren Ergebnissen zufrieden sein. Für unsere jungen Athlet:innen war der Bewerb insgesamt eine weitere wichtige Erfahrung.“

(© Austria Climbing // Foto: SAC/Manuel Lopez)

Bronze für Gastl

Daniel Gastl holt Bronze beim Weltcup in Dortmund.

Das griechisch-römische Nationalteam erkämpft sich zwei Medaillen beim prestigeträchtigen Weltcupturnier „Grand Prix of Germany“ in Dortmund.

Polizeisportler Daniel Gastl (RSC Inzing) ging ebenfalls in der Gewichtsklasse bis 97kg an den Start und konnte nach zwei klaren Siegen über Vieweg A. (GER) und Johansen J. (DEN) den sehr starken 3. Platz erkämpfen. Er musste sich lediglich im Halbfinale dem späteren Turniersieger Milov K. aus Bulgarien knapp geschlagen geben. 

Markus Ragginger (A.C. Wals) erkämpfte, in der Gewichtsklasse bis 97kg, nach zwei starken Siegen gegen den Vize-Europameister Lazogianis L. (GER) und Mathiesen F. (DEN) und einer knappen Niederlage im Finale gegen den amtierenden Europameister Milov K. (BUL) den hervorragenden 2. Platz.

Aker Schmid (RSC Inzing) verletzte sich leider kurz vor dem Wettkampf leicht am Ellenbogen und wurde kurzfristig geschont.

Bundestrainer Amer Hrustanovic war mit den Leistungen sowie mit der Einstellung seiner Sportler sehr zufrieden und der Wettampf war eine wichtige Standortbestimmung für die im Oktober in Kasachstan stattfindenden Weltmeisterschaften. Gemeinsam wird man nun die Kämpfe analysieren und in die intensive Vorbereitungsphase für die Weltmeisterschaften gehen.

© ÖRSV // Foto: ÖRSV

Tschofenig doppelt bei Sommer-GP nach

Daniel Tschofenig sichert sich mit dem Sieg beim 2. Bewerb des Sommer-Grand-Prix der Skispringer in Courchevel (FRA) 2026 das Double.

Der Gesamtweltcupsieger 2024/25 setzt sich wie am Vortag mit 1,2 Punkten Vorsprung auf den deutschen Olympiasieger Philipp Raimund durch.

Mit Stefan Kraft sprang noch ein zweiter Österreicher auf das Podest, Maximilian Ortner verpasste dieses als Vierter nur knapp. Jonas Schuster wurde Sechster, Stephan Embacher und Jan Hörl landeten auf den Plätzen neun bzw. 14. Mit 68,7 Punkten musste sich der Österreicher lediglich Tomer Yakobovitch (ISR/69,1) geschlagen geben und sicherte sich die Silbermedaille.

© ORF Sport // Foto: GEPA pictures/ Mario Buehner-Weinrauch

Amon in St. Pölten das Maß der Dinge

Lokalmatador Kevin Amon feiert einen souveränen Heimsieg bei der World Climbing Europe Series in St. Pölten.

Mit Johanna Nagl schafft zudem auch bei den Damen eine Österreicherin den Sprung ins Finale der besten 16.

„Mit einem Sieg bei den Herren kann man als Coach natürlich sehr zufrieden sein. Kevin hat den Wettkampf hervorragend gemeistert und sich mit einer starken Finalzeit von 5,00 Sekunden gegen starke Konkurrenz durchgesetzt. Besonders freut mich auch Lukas Windischer, der in seinem ersten Seniorenjahr mit Rang acht erneut einen wichtigen Schritt gemacht hat. Insgesamt war das eine sehr starke Teamleistung, auf der wir mit Blick auf die Europameisterschaften aufbauen können“, bilanzierte KVÖ-Nationalcoach Fabian Ebenhoch.

Nachdem am Samstag bereits Lara Haselwanter (U17) den Heimsieg gefeiert und Tobias Reiff sowie Melanie Treitler (beide U17) jeweils Rang vier erreicht hatten, setzte Kevin Amon den rot-weiß-roten Erfolgslauf eindrucksvoll fort. Der Niederösterreicher dominierte den Herrenbewerb von Beginn an. Bereits nach den beiden Qualifikationsläufen lag der Lokalmatador an der Spitze des Feldes und bestätigte seine starke Form auch in den Finalrunden. Lauf für Lauf steigerte sich der 21-Jährige und sicherte sich schließlich mit einer herausragenden Finalzeit von exakt 5,00 Sekunden (Wandrekord) den Sieg vor dem Schweizer Gilles Meili und dem Franzosen Jérôme Morel.

Auch dahinter präsentierte sich das österreichische Team stark: Lukas Windischer erreichte Rang acht, Speed-Staatsmeister Lukas Knapp belegte Platz neun und komplettierte damit drei Österreicher in den Top-10. Alexander Bergmann verpasste das Finale der besten 16 denkbar knapp. Als 17. fehlten ihm lediglich 0,03 Sekunden auf den Aufstieg. Elias Unterberger wurde 32., Maximilian Wagner belegte Rang 34, Lawrence Bogeschdorfer landete nach einem nicht nach Wunsch verlaufenen Wettkampftag auf Platz 42.

„Der Wettkampf war richtig cool. Nach einer bislang schwierigen Saison tut so ein Ergebnis unglaublich gut. Ich habe ab der Qualifikation fast jeden Lauf solide runtergebracht und mich von Runde zu Runde gesteigert. Die 5,00 Sekunden im Finale sind eine richtig gute Zeit und zeigen, dass ich international wieder konkurrenzfähig bin. Solche Platzierungen bringen wichtige Punkte – gerade mit Blick auf die kommenden Qualifikationen und mögliche Startplätze für die European Games.“

Johanna Nagl qualifizierte sich als starke Siebte souverän für das Finale der besten 16 und belegte am Ende Rang elf. Nach einem missglückten ersten Qualifikationslauf setzte Nagl im zweiten Versuch bewusst auf Sicherheit, um den Finaleinzug nicht zu gefährden. Dort zeigte sie einen guten Lauf, ehe sie unmittelbar vor dem Ziel unglücklich wegrutschte und damit ihre Chancen auf eine noch bessere Platzierung verlor.„Johanna hat heute leider nicht zeigen können, was wirklich in ihr steckt. Im Finale ist sie unmittelbar vor dem Ziel weggerutscht – bis dahin war sie auf Kurs zu einer Zeit, mit der sogar ein Podestplatz möglich gewesen wäre. Das ist natürlich bitter, aber gleichzeitig ein wichtiger Lernwettkampf. Sie hat das Potenzial, ganz vorne mitzuklettern, und ich bin überzeugt, dass sich diese Leistungen bald auch im Wettkampf widerspiegeln werden“, sagte Fabian Ebenhoch.

Nagl ergänzte: „Der Bewerb ist definitiv anders gelaufen, als ich es mir gewünscht hätte. Ich habe mich in der Vorbereitung richtig schnell gefühlt und wusste, dass viel möglich ist. Nach dem Fehler im ersten Qualifikationslauf musste ich im zweiten einfach sicher ins Finale kommen. Dort war der Lauf eigentlich gut, aber beim allerletzten Tritt bin ich minimal zu tief gestanden und weggerutscht. Das tut natürlich weh, weil ich gespürt habe, dass deutlich mehr drin gewesen wäre. Jetzt heißt es abhaken, geduldig bleiben und nächste Woche wieder voll angreifen.“

© Austria Climbing // Foto: Rene Wittmann

Befreiungsschlag für Posch

Jan-Luca Posch meldet sich bei der World Climbing Series in Prag (CZE) mit Rang acht zurück.

Österreichs Boulder-Asse setzen ein starkes Ausrufezeichen. Mit Jan-Luca Posch und Nicolai Užnik schafften gleich zwei KVÖ-Athleten den Sprung ins Semifinale.

Für Posch ging die Reise sogar noch weiter: Der amtierende Boulder-Staatsmeister zog als Sechster ins Finale ein und belegte dort Rang acht. Für Nicolai Užnik endete der Wettkampf im Semifinale auf Platz 22.

„Das Semifinale hat Jan-Luca extrem in die Karten gespielt. Es waren sehr koordinative Boulder, genau jene Art von Bewegungen, in denen er seine größten Stärken hat. Nach einem schwierigen Saisonstart war das enorm wichtig für sein Selbstvertrauen“, analysierte KVÖ-Nationaltrainerin Katharina Saurwein. Besonders bemerkenswert: Nach drei Weltcups ohne Semifinaleinzug gelang Posch beim ersten Halbfinale der Saison auf Anhieb der Sprung ins Finale. „Dass er nach den ersten Rückschlägen weiterhin an sich geglaubt hat, zeigt seine mentale Stärke. Umso schöner ist es, dass er sich dafür jetzt belohnen konnte.“

Der Tiroler zeigte bereits im Semifinale eine starke Leistung. Mit einem Top und insgesamt 44,2 Punkten qualifizierte sich Posch als Sechster für die Entscheidung der besten acht Athleten. In einer extrem schweren Finalrunde, in der die Tops Mangelware blieben, kämpfte der 28-Jährige um jede Bewegung und belegte mit drei Zonen und 29,4 Punkten den achten Platz.

„Das Final-Ergebnis spiegelt eigentlich nicht ganz wider, wie gut ich geklettert bin. Ich war bei mehreren Bouldern extrem knapp dran. Mit ein bisschen Glück wäre sogar deutlich mehr möglich gewesen“, sagte Posch. Entsprechend überwog trotz Rang acht die Zufriedenheit: „Nach dem mentalen Kampf der letzten Wochen gibt mir dieses Finale einen riesigen Schub. Direkt beim ersten Semifinale der Saison ins Finale einzuziehen, macht mich richtig stolz. Das zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin.“

Weniger nach Wunsch verlief der Wettkampf für Nicolai Užnik. Der Kärntner fand in der koordinativ geprägten Semifinalrunde nie richtig in seinen Rhythmus und belegte nach einer Zone am vierten Boulder Rang 22. „Ich bin natürlich enttäuscht, weil ich mir nach der starken Qualifikation deutlich mehr erwartet habe. Die Runde hat mir überhaupt nicht gelegen. Es ging sehr viel um Koordination, schnelle Lösungen und das Lesen der Boulder. Das ist mir diesmal leider nicht gelungen“, erklärte Užnik. Der Fokus richtet sich nun bereits auf den Heimweltcup in Innsbruck: „Ich weiß, dass ich in guter Form bin. Jetzt heißt es die Runde abhaken, weiterarbeiten und in Innsbruck wieder angreifen.“

Der Sieg ging in einer hochklassigen und spannenden Finalrunde an den Japaner Sorato Anraku. Mit einem Top und 55 Punkten setzte er sich hauchdünn vor Dohyun Lee (KOR/54,8) und Mejdi Schalck (FRA/54,7) durch. Die ersten drei Athleten trennten lediglich 0,3 Punkte.

© Austria Climbing // Foto: Lena Drapella/World Climbing

Vierter Platz für Schweinberger

Kathrin Schweinberger setzt ihre starke Form bei den nordeuropäischen Sommer-Eintagesrennen fort und sprintet beim Dwars door de Westhoek in Belgien auf den vierten Platz.

Die Österreichische Meisterin erzielt nach einem Sprint aus der Ausreißergruppe ihr drittes Top-Fünf-Ergebnis der Saison.

Kathrin und ihre Teamkollegin Marta Jaskulska gehörten zu einer entscheidenden 13-köpfigen Ausreißergruppe, die sich über 73 Kilometer an der Spitze behauptete und schließlich den Sprint unter sich ausmachte.

„Marta und ich waren in dieser Ausreißergruppe, und als noch eine Runde zu fahren war, begannen die Attacken“, erklärte Schweinberger anschließend. „Wir haben gut zusammengearbeitet und wussten genau, was zu tun war. Wir mussten nicht viel miteinander kommunizieren. Marta Lach und Shari Bossuyt konnten sich für den Sprint schonen, da sie mit zwei beziehungsweise drei Teamkolleginnen in der Ausreißergruppe vertreten waren.“

Im Finale entschied sich Schweinberger dafür, im Sprint das Hinterrad von Bossuyt zu halten.

„Sie schien mir die beste Option zu sein. Aber 700 Meter vor dem Ziel entstand eine Lücke, sodass ich vorbeifahren und sie schließen musste“, erzählt Schweinberger. „Ich kam mit guter Geschwindigkeit, aber es war einfach zu spät. Es tut weh, weil ich mich für den Sprint wirklich gut gefühlt habe.“

Unglücklicherweise waren Silvia Zanardi und Yurani Blanco bereits zuvor im Rennen in einen größeren Sturz verwickelt und konnten nicht mehr zur Gruppe zurückkehren. Auch Schweinberger war später in einen Sturz verwickelt. Trotzdem konnte das Team weiterhin mit mehreren Fahrerinnen an der Spitze vertreten sein.

„Katia und Wiktoria haben am Anfang einen guten Job gemacht. Leider waren Silvia und Yurani in einen Sturz verwickelt und konnten nicht mehr zurückkommen. Jente hat ebenfalls sehr gute Arbeit geleistet und mich nach meinem Sturz wieder zurückgebracht. Und natürlich war Marta eine wirklich gute Begleiterin in der Ausreißergruppe“, erklärt Schweinberger.

Unabhängig vom Ergebnis kann Schweinberger aus ihrer ansteigenden Form viel Selbstvertrauen für das nächste WorldTour-Eintagesrennen, den Copenhagen Sprint in Dänemark, schöpfen.

„Ich fühle mich gut und hoffe, dass ich dieses Gefühl und diese Form mit in die nächsten Rennen nehmen kann“, sagte sie.

© Cycling Austria // Foto: GEPA pictures/ Alexander Solc