Dusek 4ter bei Olympia-Generalprobe

Jakob Dusek

Österreichs Snowboardcrosser feiern eine erfolgreiche Generalprobe auf der Olympia-Strecke.

Alessandro Hämmerle, Jakob Dusek und Pia Zerkhold führten ein starkes ÖSV-Snowboardcross-Team in China an.

Der dreifache Snowboardcross-Gesamtweltcupsieger Alessandro Hämmerle fuhr einmal mehr ein überragendes Rennen und setzte sich im großen Finale vor dem Italiener Omar Visintin, dem US-Amerikaner Nick Baumgartner und seinem ÖSV-Teamkollegen Jakob Dusek durch, der als Vierter nur knapp das Podest verpasste. Bei den Damen stand Pia Zerkhold zum ersten Mal in einem großen Finale und holte hinter der tschechischen Siegerin Eva Samkova, der Britin Charlotte Bankes und der Italienerin Michela Moioli als Vierte ihr bestes Weltcupresultat.

Alessandro Hämmerle präsentierte sich beim Saisonstart in bestechender Form und lieferte nicht nur fahrerisch, sondern auch taktisch eine beeindruckende Vorstellung ab. So dosierte der Vorarlberger im Semifinale im Mittelteil ganz bewusst ein wenig das Tempo, um aus der dritten Position und dem Windschatten heraus seine vor ihm liegenden Konkurrenten vor dem Ziel anzugreifen, was mit dem Laufsieg auch perfekt funktionierte. Auch im großen Finale baute Hämmerle hinter dem zwischenzeitlich führenden Baumgartner so viel Speed auf, um nicht nur am US-Boy vorbeigehen zu können, sondern in weiterer Folge auch den Sieg nach Hause zu fahren.

„Ich habe aus dem Startgate heraus alle meine Heats gewonnen, wollte mir auf dieser langen Strecke aber die Kraft für die vier Läufe ganz bewusst gut einteilen. Deshalb bin ich im Halbfinale etwas runter vom Gas, um dann im unteren Teil noch einmal richtig attackieren zu können – und das ist perfekt aufgegangen. Es ist ein Traum, mit einem Sieg in die Saison zu starten, und auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele ist es eine Erleichterung zu wissen, dass ich mit der Strecke gut zurechtkomme. Dass ich jetzt mit dem gelben Trikot zum Heimweltcup ins Montafon (9. bis 11. Dezember, Anm.) komme, ist eine richtig coole Sache“,

jubelte Alessandro Hämmerle.

Die Bilanz von Jakob Dusek fiel nach Rang vier zwiespältig aus:

„Gesamt gesehen war das ein sehr gutes Rennen von mir, aber dass ich jetzt zum dritten Mal hintereinander in einem großen Finale Vierter geworden bin, ist schon ärgerlich. Ich habe mich heute in den Heats sehr wohlgefühlt und aus der letzten Kurve heraus immer viel Geschwindigkeit mitgenommen. So wollte ich es auch im großen Finale anlegen, aber leider habe ich verkantet und dadurch das ganze Tempo verloren“,

sagte Jakob Dusek.

Lukas Pachner reihte sich als Dritter seines Viertelfinal-Heats an der elften Stelle ein. Der Wahl-Vorarlberger Julian Lüftner landete im „ÖSV-Achtelfinal-Lauf“ hinter Hämmerle und Pachner auf Rang drei und belegte im Endklassement Platz 20.

Pia Zerkhold zog als jeweils Laufzweite im Viertel- und Halbfinale in ihr erstes großes Finale im Weltcup ein, in dem sie die Startpassage jedoch nicht optimal erwischte und dadurch den Anschluss an ihre Gegnerinnen verlor.

„Ich bin leider bei einem Element etwas zu aggressiv gewesen und dadurch nicht gut in die Landung gekommen. Den Rückstand, den ich mir dabei eingehandelt habe, ist gegen so starke Fahrerinnen nicht mehr aufzuholen. Aber ich bin natürlich megahappy mit diesem Resultat. Ich habe schon im Training gemerkt, dass ich schnell bin und war heute im Gegensatz zur Qualifikation auch überhaupt nicht nervös. Dieses Ergebnis gibt mir enorm viel Auftrieb für die nächsten Rennen“, freute sich Pia Zerkhold.

freute sich Pia Zerkold, die mit Rang vier beim Saisonauftakt ihr bestes Weltcupresultat holt.

© oesv.at // Foto: FIS

Iraschko-Stolz am Podest

Daniela Iraschko-Stolz

Daniela Iraschko-Stolz legte einen starken Saisonstart hin.

Das erste Damen-Weltcupspringen der neuen Saison in Nizhny Tagil (RUS) endet für das ÖSV-Team sehr erfreulich: Marita Kramer siegte vor Ema Klinec aus Slowenien und ihrer Teamkollegin Daniela Iraschko-Stolz. 

Marita Kramer kann an ihre sehr gute Leistung im Vorjahr anschließen und startet mit einem Sieg in die neue Saison. Die Salzburgerin konnte bereits gestern die Qualifikation für sich entscheiden und legte in beiden Wettkampfdurchgängen Höchstweiten (104,5 und 96 Meter) hin. Für die 20-Jährige ist dies der 8. Sieg ihrer Karriere.

„Ich habe lange im Training gesucht, es war nie schlecht, es war nichts zum meckern, aber es war nie das Gefühl da, dass das alles war. Im ersten Durchgang habe ich losgelassen und auf mein Können vertraut und es war ein super Gefühl.“

Marita Kramer

Daniela Iraschko-Stolz legte einen starken Saisonstart hin, sie belegte Platz drei. Sie konnte nach dem ersten Durchgang einige Plätze gut machen und sich den dritten Rang sichern.

„Das es gleich für das Podium reicht, ist einfach super! Wir haben noch viele Sprünge vor uns und ich würde sagen, wir sind cool in die Saison gestartet und das gibt extrem viel Selbstvertrauen.“

Daniela Iraschko-Stolz

Eine tolle Leistung zeigte auch Lisa Eder. Nach Durchgang eins lag die 20-Jährige auf Rang vier und konnte sich den siebenten Endrang sichern.

© oesv.at // Foto: GEPA

Rodler:innen in Topform

ÖRV

Nicht nur in den Einzelbewerben, sondern auch im Staffel-Bewerb Topleistungen.

Österreichs Rodel-Asse zeigten in der zweiten Halbzeit des Weltcupauftakts in Yanqing beeindruckende Leistungen. Bei den Damen zelebrierte Madeleine Egle ihren Premierensieg im Weltcup, Lisa Schulte jubelte im Olympiaeiskanal von 2022 über ihren ersten Podestplatz. Zum Drüberstreuen sicherte sich die ÖRV-Auswahl auch den Sieg im Staffel-Bewerb.

„Es ist alles sehr schnell gegangen und schwer zu realisieren. Es ist richtig cool, dass ich jetzt einen Weltcup-Sieg habe und die gelbe Startnummer mitnehmen darf. Der Anfang war etwas holprig, ich habe mir im Training schwer getan. Es ist zwar immer besser geworden, aber damit hat man nicht rechnen können. Aber manchmal gibt es eben Überraschungen. Die Läufe am Vormittag waren das Beste was mir hier gelungen ist, in der Staffel habe ich es dann nicht ganz so gut erwischt, aber glücklicherweise hat es für uns gereicht. Ich bin absolut zufrieden und hoffe, dass es so weitergeht.“

Madeleine Egle

Madeleine Egle hat den Schwung aus der Vorsaison eindrucksvoll mitgenommen. Die 23-jährige Rinnerin entschied beim Saisonauftakt im National Sliding Center Yanqing ein packendes Duell mit der Deutschen Weltmeisterin Julia Taubitz für sich und feierte beim Testevent für die Winterspiele 2022 ihren ersten Weltcupsieg. Die Tirolerin, die als Halbzeitführende mit einem minimalen Vorsprung von sieben tausendstel Sekunden in die Entscheidung gestartet war, demonstrierte mit der neuerlichen Bestzeit Nervenstärke und beendete damit eine 24-jährige Durststrecke. Den zuvor letzten Weltcupsieg einer ÖRV-Dame verbuchte Andrea Tagwerker 1997.
 
Bärenstark präsentierte sich auch Lisa Schulte. Die Siegerin der Qualifikation bestätigte ihre starke Leistung im Nationencup mit zwei sauberen Fahrten und Rang drei. Damit jubelte die 20-jährige Tirolerin über den ersten Weltcup-Podestplatz in ihrer Karriere. Selina Egle beendete den Saisonauftakt unmittelbar vor Hannah Prock auf Rang 20. Prock, die wie Jonas Müller aufgrund der verspäteten Anreise mit Trainingsrückstand in den Bewerb gestartet war, ließ ihre Möglichkeiten in Lauf eins Ausgangs der Kurve 13 liegen. Eine Schlüsselstelle, die auch Top-Favoritin Natalie Geisenberger (GER) straucheln ließ. Die zweifache Olympiasiegerin und achtfache Gesamtweltcup-Siegerin musste sich bei der Olympiageneralprobe nach einem Kippsturz mit Rang 26 begnügen.
 

„Ich habe im Ziel sogar ein paar Tränen verdrücken müssen, weil es dann doch sehr emotional war. Ein, zwei Rutscher waren schon dabei, aber ich bin mit meinen Läufen sehr zufrieden und mit dem Ergebnis absolut happy. Dass ich hier aufs Podest gefahren bin, es ist ein echtes Highlight für mich.“

Lisa Schulte

In der abschließenden Team-Staffel gelang der heimischen Auswahl der nächste Streich. Die amtierenden Staffel-Weltmeister Madeleine Egle, David Gleirscher und Thomas Steu/Lorenz Koller profitierten dabei von einem Fehler der Doppelsitzer Toni Eggert/Sascha Benecken, die nach einer klarer Zwischenbestzeit Deutschlands einen Kippsturz fabrizierten. Rang zwei ging an die Auswahl der USA, dritter wurde die italienische Mannschaft.

Der Weltcup-Tross übersiedelt am Montag nach Sotschi, wo auf der Olympiabahn von 2014 zwei Weltcupentscheidung in Folge auf dem Programm stehen.

Ergebnis

Damen

1.Madeleine EgleAUT1:58.822
2.Julia TaublitzGER+0.106
3.Lisa SchulteAUT+0.528
20.Selina EgleAUT+2.340
21.Hannah ProckAUT+2.405


Team

1.Österreich3:06.953
2.USA+0.375
3.Italien+0.378

© rodel-austria.at // Foto: ÖRV

Rang 2 für Steu/Koller

ÖRV

Steu/Koller zum Auftakt auf Rang 2

Österreichs Rodel-Asse präsentierten sich beim Weltcupauftakt in Yanqing, der auch als Testevent für die Winterspiele in Peking dient, bestens aufgelegt, können aber nur zum Teil anschreiben.

Bei den Doppelsitzern fixierten die Deutschen Toni Eggert und Sascha Benecken mit zwei Bestzeiten ihre 47. Weltcupsieg. Thomas Steu und Lorenz Koller, zur Halbzeit lediglich sieben Hundertstel hinter den amtierenden Weltmeistern, wurden bei ihrer finalen Attacke von einer Bandenberührung im unteren Streckenabschnitt eingebremst, verteidigten aber souverän Rang zwei. Auf dem dritten Platz landeten die Letten Andris und Juris Šics. Auch das zweite ÖRV-Duo, Yannick Müller und Armin Frauscher, fand sich im knapp 1,9 Kilometer langen Eis-Labyrinth im chinesischen Xiaohaituo-Gebirge hervorragend zu Recht und jubelte beim Testevent für die Winterspiele 2022 über den starken vierten Rang.

Bei den Herren rodelten David Gleirscher und Reinhard Egger hinter dem deutschen Trio Johannes Ludwig, Felix Loch und Max Langenhan auf die Plätze vier und fünf. Dem Stubaier Olympiasieger, zur Halbzeit auf Platz zwei, kosteten Linienprobleme das Podest, Egger, der nach dem Vize-Weltmeistertitel von 2019  immer wieder von Verletzungen ausgebremst wurde, gelang nach einer längeren Durststrecke wieder ein Top-Ergebnis.
  
Für die weiteren Österreichern verlief der Weltcupauftakt weniger nach Wunsch. Wolfgang Kindl und Nico Gleirscher begruben ihre Chancen nach Top-Zwischenzeiten mit je einem Kippsturz im unteren Streckenabschnitt, Jonas Müller verpatzte ebenfalls im ersten Lauf die Nachstartphase. Kindl verbesserte sich im zweiten Lauf mit der viertschnellsten Zeit um elf Positionen und katapultierte sich noch auf Position neun, Nico Gleirscher arbeitete sich mit der drittschnellsten Laufzeit von Zwischenrang 30 auf Platz 20 vor. Müller, der verspätet angereist war und deutlich weniger Trainingsfahrten absolvierte, musste sich unterm Strich mit Rang 30 begnügen.
 
Am Sonntag folgt die erste Entscheidung bei den Damen, für die mit Madeleine und Selina Egle, Hannah Prock und Lisa Schulte alle vier Österreicherinnen qualifiziert sind. Abgerundet wird der Weltcupauftakt im National Sliding Center Yanqing mit einer Team-Staffel.

 

„Mit dem Ergebnis sind wir richtig zufrieden, mit unserer Leistung eher weniger. Wichtig ist, dass wir hier zweieinhalb sehr gute Wochen hatten und uns sehr gut auf die Bahn eingeschossen haben. Wir wissen, dass das Material hier super läuft, jetzt geht es darum Konstanz in die Läufe zu bekommen.“

Thomas Steu

„Im ersten Lauf ist beim Start der erste Tatzler von mir komplett durchgegangen, was normalerweise nicht passieren darf, im zweiten ist dann unten raus der noch größere Fehler passiert. Heute war nicht alles perfekt, wir wissen was wir bei den Olympischen Spielen besser machen können.“

Lorenz Koller

„Die Leistung ist definitiv enttäuschend, speziell der zweite Durchgang war einfach schlecht, da gibt es nicht viel schön zu reden. Ich habe heute die Schlüsselstellen, speziell die 13 nicht gut erwischt, bei einem Sport bei dem es so knapp hergeht, ist das einfach nicht drinnen. Sehr positiv ist der Grundspeed, das nehme ich auf jeden Fall mit. Johannes Ludwig war heute eine Klasse für sich, die beiden anderen Deutschen waren in Schlagdistanz, schadedrum.“

David Gleirscher

Ergebnis

Doppelsitzer

1.Toni Eggert/Sascha BeneckenGER1:57.610
2.Thomas Steu/Lorenz KollerAUT+0.209
3.Andris Sics/Juris SicsLAT+0.429
4.Yannik Müller/Armin FrauscherAUT+0.703

Einsitzer

1.Johannes LudwigGER1:54.597
2.Felix LochGER+0.854
3.Max LangenhanGER+0.858
4.David GleirscherAUT+0.905
5.Reinhard EggerAUT+1.070
9.Wolfgang KindlAUT+1.536
20.Nico GleirscherAUT+2.144
30.Jonas MüllerAUT+3.038

© rodel-austria.at // Foto: ÖRV

Wallner top im WC

Laura Wallner

Wallner und Svancer absolvieren Finale mit Bravour.

Das österreichische Duo um Laura Wallner (Rang 8) und Matej Svancer (Rang 14), zeigten bei Weltcup Finale am Stubaier Gletscher auf. 

Wallner und Svancer, sicherten sich damit wichtige FIS Weltcuppunkte und konnten ihre Positionen für eine Teilnahme bei den Olympischen Spiele weiter ausbauen. Die begehrte Krone vom Stubaier Gletscher, ging bei den Damen an Kelly Sildaru (88.68 Punkte), vor der Schweizerin Sarah Hoeflin (80.30 Punkte) und Norwegerin Johanne Killi (78.32 Punkte). Bei den Herren ging der erste Slopestyle Sieg der Saison an Birk Ruud (NOR, 87.60 Punkte), vor Max Moffatt (CAN, 86.26 Punkte) und Ferdinand Dahl (NOR, 86.06 Punkte).

Die Konkurrenz am Stubaier Gletscher war hoch, zwischen Weltcup-Gesamtsiegern, Olympiasiegern und X-Games Gewinnern konnte die Tirolerin zum ersten Mal Heimische-Finalluft schnuppern.

Wallner konnte bei ihrem Heimweltcup einen sehr guten ersten Durchgang absolvieren. Mit einem right side cork 720 tail und einem _flat spin 720 bow and arrow _auf den Kickern, sowie einer soliden sauberen Railline, erreichte Wallner einen guten 8. Rang und zeigte das sie an der Weltspitze mitspielen kann.

„Ein Traum – es ist das schönste Gefühl bei einem Finale Zuhause dabei zu sein. Ich habe einfach meinen Moment gehabt, alles hat gepasst und ich konnte mein bestes Skifahren zeigen – Wahnsinn!“,

so Wallner nach der Qualifikation.

„Leider konnte ich heute nicht an die Leistungen von gestern anknüpfen, trotzdem war es ein wichtiger Schritt im Hinblick auf die Olympischen Spiele und eine wahnsinnige Erfahrung vor einer solchen Kulisse fahren zu dürfen“,

so Wallner nach dem Finale.

Auch der junge Salzburger, Matej Svancer, konnte seine Klasse erneut unter Beweis stellen.

„Im ersten Durchgang habe ich versucht meinen Safety-Run ins Ziel zu bekommen. Leider war ich hierbei jedoch nach dem 2 Kicker zu schnell und konnte dann das Rail nicht wie geplant mitnehmen. Im zweiten Durchgang, war dann einfach zu viel Risiko dabei und es musste heute einfach alles passen, um vorne mit dabei zu sein.“,

so Svancer.

Laura Wallner und Matej Svancer sorgten mit dem Finaleinzug für das beste österreichische Freeski Ergebnis am Stubaier Gletscher. Neben einem enorm starken internationalen Teilnehmerfeld zeigten die ÖSV AthletInnen was in ihnen steckt. Die TirolerInnen Lara Wolf erreichte einen soliden 10. Rang. Hannes Rudigier, erreichte nach kleinen Fehlern in seinem Durchgang, schließlich einen 28. Rang und David Wolf landete auf Rang 44. Auch das Vorarlberger Duo um Julius Forer (38. Rang) und Weltcupdebütant Noah Schallert (51. Rang) durften heute internationale Luft schnuppern. Der Steirer Luis Resch, konnte heute bei besten Bedingungen am Stubaier Gletscher sein Weltcupdebüt feiern und erreichte einen 45. Rang. Oberösterreicher Samuel Baumgartner (Rang 55), konnte aufgrund von zwei Stützen keinen fehlerfreien Durchgang ins Ziel bringen.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen rund um den österreichweiten Lockdown, wurde durch die FIS der Slopestyle Europacup vom 24. – 25.11.2021 am Stubaier Gletscher abgesagt. Somit findet das nächste Freeski Spektakel in den USA statt. Vom 03.– 04. Dezember 2021 gastiert die Freeski Weltcup Elite für einen Big Air Contest in Steamboat (USA).

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Raschner 2ter im WC

Dominik Raschner

Raschner erstmals am WC-Podest

Der Vorarlberger Christian Hirschbühl feierte vor Heimpublikum beim Flexenrace in Lech Zürs seinen ersten Weltcupsieg. Er setzte sich im Finale gegen seinen Teamkollegen Dominik Raschner durch und holte damit seinen ersten Weltcupsieg seiner Karriere. Für Raschner ist es ebenfalls das beste Weltcup-Ergebnis in seiner Karriere, er ist zum ersten Mal auf das Podest gefahren. Platz drei ging an den Norweger Alte Lie McGrath. 

Das Flexenrace in Lech Zürs hätte nicht spannender sein können! Die beiden ÖSV-Läufer Hirschbühl und Raschner lieferten sich im großen Finale ein spannendes Duell, welches Hirschbühl um 0,07 Sekunden für sich entscheiden konnte. Der Vorarlberger wurde vom Heimpublikum gefeiert und machten seinen ersten Weltcupsieg zu etwas ganz Besonderem. Raschner konnte bereits in Qualifikation seine gute Form zeigen und gewann diese.

Hirschbühls beste Weltcupplatzierung, ein vierter Rang beim Slalom in Wengen, wurde mit dem Sieg pulverisiert – Raschners beste Weltcupplatzierung war bis dato ein neuner Platz – beim letztjährigen Parallel-Bewerb in Lech Zürs.

„Es war jeder Lauf sehr spannend und jetzt im Finale noch mit dem Christian (Anm. Hirschbühl) war mega geil. Es ist ein Traum in Erfüllung gegangen, auf einem Weltcuppodest zu stehen und ich hoffe dieses Gefühl habe ich in Zukunft auf noch öfters.“

Dominik Raschner

Der Premierensieger, Christian Hirschbühl, eliminierte in den Finalläufen Stefan Hadalin (SLO), Henrik Kristoffersen (NOR) und seinen Teamkollegen Raschner. Die Freude war dem Lokalmatador ins Gesicht geschrieben.

„Ich glaube, ich habe es noch nicht ganz realisiert, was heute passiert ist. Es sind alle am Zusammenräumen und ich stehe noch da – solche Dinge sind mir immer durch den Kopf gegangen, aber noch nie real passiert und jetzt passiert es gerade. Es ist eine große Genugtuung heute. Das ich heute am Ende des Tages mit einem Sieg dastehe ist eigentlich unglaublich!“

Christian Hirschbühl

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Staatsmeisterin Nadine Ungerank

Nadine Ungerank

Staatsmeistertitel für Nadine Ungerank

Spannungsvolle Finalentscheidungen mit dem Luftgewehr durften heute im Bundesleistungszentrum Innsbruck/Arzl beobachtet werden. Olympionike Martin Strempfl verteidigte erfolgreich seinen Titel. Bei den Frauen gewann Nadine Ungerank.

Österreichische Staatsmeistertitel Luftgewehr

Nach zweieinhalb Jahren durften heute im Bundesleistungszentrum Innsbruck/Arzl endlich wieder die StaatsmeisterInnen mit dem Luftgewehr gekürt werden.

Bei den Frauen dominierte die Qualifikation eine Juniorin: Sheileen Waibel (V) übernahm mit 628,5 Ringen und 1,9 Ringen Vorsprung die Führung vor ihren nationalen Kontrahentinnen. Auf Rang zwei kam Routinier Nadine Ungerank (T) und auf der dritten Position landete Jasmin Kitzbichler (T). Das Finale gestalteten die besten acht des Grunddurchgangs äußerst spannend. Vorerst führte Melissa Wolf (V), es übernahm die Olympiateilnehmerin von Rio, Olivia Hofmann (T), dann Sonja Embacher (T) und schließlich Nadine Ungerank, die ihre Position ab der dritten Eliminationsserie nicht mehr aus der Hand gab. Hinter ihr wurde noch hart um die weiteren Platzierungen gekämpft. So heißt die Staatsmeisterin 2021 Nadine Ungerank (250,5 Ringe). Zur Vizemeisterin kürte sich Jasmin Kitzbichler (247,9) und Bronze holte sich die Titelverteidigerin aus dem Jahr 2019 und Finalrekordhalterin Olivia Hofmann. Der Staatsmeistertitel in der Mannschaft ging dieses Jahr nach Vorarlberg: Sheileen Waibel, Marlene Pribitzer und Yvonne Klocker erzielten das Topresultat von 1869,6 Ringen.

Insgesamt vier Olympiateilnehmer gingen an den Start des Männerbewerbs mit dem Luftgewehr. Neben Tokio-2021-Teilnehmer Martin Strempfl auch die Starter von Rio 2016, Thomas Mathis, Gernot Rumpler und Alexander Schmirl. Favorit Strempfl (ST) erreichte in der Qualifikation ein ausgezeichnetes Ergebnis von 630,3 Ringen und schoss sich damit an die Spitze. Ihm folgten Alexander Schmirl (NÖ) mit 629,6 und Thomas Mathis (V) mit 628,1 Ringen. Neu gemischt werden bekanntlich die Karten im Finale, das diesmal ausschließlich von ÖSB-Kaderathleten besetzt war. In der ersten Fünf-Schuss-Serie gab es ein Kräftemessen, bei dem einige Topergebnisse erzielt wurden. Vorerst führte hauchdünn Thomas Mathis mit 52,5 Ringen. Ab der zweiten Fünf-Schuss-Serie übernahm Strempfl die Position des Führenden, dann wieder Mathis, anschließend erneut Strempfl. Mit einer 10,9 und zweimal 10,8 in Folge übernahm Michael Höllwarth (T) das Kommando. Strempfl bewies jedoch aufs Neue seine Nervenstärke, holte Schuss um Schuss auf und holte sich beim letzten Schuss zum dritten Mal in Folge den Staatsmeistertitel (251,4 Ringe). Vizemeister wurde mit nur zwei Zehntel Rückstand Michael Höllwarth und Bronze ging an Thomas Mathis. Der Staatsmeistertitel in der Mannschaft ging an Tirol mit den Schützen Tobias Mair, Michael Höllwarth und Andreas Thum (1868,7 Ringe).

Österreichische Meistertitel Luftgewehr

Das beste Ergebnis des Juniorinnengrunddurchgangs kam bei der diesjährigen Österreichischen Meisterschaft von ÖSB-Kaderathletin Christina Hillinger (OÖ), die sich mit 624,1 Ringen an die Spitze der nationalen Konkurrenz setzte. Auf die Qualifikationsränge zwei und drei kamen ihre ÖSB-TeamkollegInnen Marlene Baumgartner (OÖ) mit 620,1 und Lisa Hafner (T) mit 619,1 Ringen. Im Finale schoss sich mit einer hervorragenden ersten Fünf-Schuss-Serie von 51,9 Ringen die Salzburgerin Eva-Maria Schober in Führung. In der zweiten Serie kam das beste Ergebnis mit 52,0 Ringen von Lisa Hafner (T), die sich die erste Position damit vorerst mit Schober teilte und in der ersten Eliminationsserie an ihr vorbeizog. In den folgenden Eliminationsserien machten es die Finalistinnen besonders spannend und lagen mit vielen Positionswechseln um Zehntelringe beisammen. Letztendlich behielt Schober die Nerven und siegte mit einem Finalergebnis von 246,9 Ringen. Nur sechs Zehntel dahinter erreichte Carmen Mayr (T) die Silbermedaille und Bronze ging an die Grunddurchgangsführende Christina Hillinger. Lisa Hafner, Helena Messner und Carmen Mayr holten für Tirol in der Mannschaftswertung eine weitere Goldmedaille bei dieser Meisterschaft (1844,3 Ringe).

Bei den Junioren hatte heute Dominic Einwaller das Sagen. Der Tiroler setzte sich bereits im Grunddurchgang an die Spitze. Mit 613,3 Ringen schoss sich der Junioren-WM-Teilnehmer 2,0 Ringe vor seinen ÖSB-Teamkollegen und Landsmann Kevin Weiler (eigentlich noch Jungschütze). Auf die dritte Qualifikationsposition kam Kiano Waibel (V). Im Finale ließ Einwaller von Beginn an keine Zweifel an seiner Siegesabsicht aufkommen. Er kam mit der ersten Serie in Führung und behielt diese bis zur vorletzten Eliminationsrunde. Hier schob sich kurzzeitig Sandro Streicher (T), der Einwaller lange Zeit dicht auf den Fersen war, nach vorne. Letztendlich zog Einwaller jedoch seine Linie durch und holte sich mit 243,2 Ringen den Österreichischen Meistertitel. Vizemeister Sandro Streicher fehlten lediglich drei Zehntel auf Gold. Bronze ging an Kiano Waibel, der freiwillig als Jungschütze in der höheren Klasse gestartet war. Den Teamtitel holte Tirol mit den Schützen Einwaller, Streicher und Weiler, die gemeinsam 1831,6 Ringe erreichten.

© ÖSB // Foto: ÖSB

Platzrekord von Steinlechner

Maximilian Steinlechner

Neuer Platzrekord und Top-Platzierung von Maximilian Steinlechner.

Der Tiroler Maximilian Steinlechner sorgt erneut für Schlagzeilen in Amerika. Dieses Mal, weil er einen neuen Platzrekord beim Eagle Point Golf Club aufstellte. Ihm gelang eine fehlerfreie 63er-Runde. Zudem sicherte er sich den zweiten Platz beim Williams Cup, welcher von Stitch Golf organisiert wurde.

© Twitter NC State Men’s Golf // Foto: GEPA

Top-Platzierung für Höck

Vinzenz Höck

Höcks Traum von Medaille erfüllt sich nicht.

Für Vinzenz Höck hat sich der Traum von einer Turn-WM-Medaille an den Ringen nicht erfüllt. Der 25-jährige Sterier klassierte sich im Gerätefinale der Titelkämpfe in Kitakyushu in Japan am Samstag an der fünften Stelle, nur ein Zehntelpunkt trennte ihn von Bronze. Mit 14,733 Punkten kam er nicht ganz an seine Qualifikationsmarke (14,766) heran. Im Vorkampf war Höck ex aequo Dritter gewesen. Den Titel sicherte sich überlegen der Chinese Lan Xingyu mit 15,200 Punkten.

Vizeeuropameister Höck hätte sich im ersten WM-Gerätefinale eines österreichischen Turners gegenüber der Qualifikation steigern müssen, um die erste WM-Medaille für den ÖFT seit Trude Kolar 1950 zu erreichen. Das gelang knapp nicht, enttäuscht war der Wahltiroler aber nicht.

„Wenn mir vor der WM jemand gesagt hätte, dass ich Fünfter werde, hätte ich es mit Handkuss genommen. Doch jetzt habe ich schon etwas gemischte Gefühle, weil ich so nahe an der Medaille dran war, es schließlich nur um ein Zehntel gegangen ist. Doch die Freude überwiegt natürlich. Ich habe jetzt definitiv Lust auf noch mehr.“

Vinzenz Höck

Leimlehner lobt Höck: „Phänomenale Leistung“

Lan hatte seine Bestmarke schon vor Höcks Übung fixiert, dahinter lag das Duo Salvatore Maresca (ITA) und Grigorij Klimentjew (RUS) mit je 14,833. Weltcup-Sieger Höck kostete ein kleiner Schritt nach der Landung wohl Edelmetall, nach ihm schaffte es Marco Lodadio (ITA) noch auf den Silberrang (14,866). Titelverteidiger Ibrahim Colak (TUR/14,666) ging als Sechster wie Höck leer aus.

ÖFT-Kunstturner-Sportdirektor Fabian Leimlehner meinte, er sei stolz auf Höck und dessen Trainer.

„Wir sind nun da angekommen, wo wir hinwollten und wo Vinzenz hingehört. Er hat bei dieser WM eine phänomenale Leistung gebracht und seine Übung zweimal wirklich hervorragend auf dieser Weltbühne präsentieren können.“

Vinzenz Höck

© sport.orf.at // Foto: ÖFT – Simone Ferraro

Brunner kehrt zurück

Stephanie Brunner

Stephanie Brunner möchte es noch einmal wissen.

Nach drei Kreuzbandrissen innerhalb von 17 Monaten ist Stephanie Brunner vor einem Jahr in Sölden auf die Skirennpiste zurückgekehrt. Nach starkem Einstand warfen Ausfälle und Materialprobleme Österreichs beste Riesentorläuferin aber wieder zurück. Im März musste sie nach einer Fußverletzung sogar erneut operiert werden. Trotzdem ist die 27-Jährige vor dem Saisonstart am Samstag in Sölden guter Dinge.

Brunner ist nun auch Mitglied jener ÖSV-Technikgruppe, der auch Katharina Liensberger, Katharina Truppe und Co. angehören.

„Ich will auch im Slalom wieder voll angreifen“, erklärte die Tirolerin die Rückkehr zu jener Disziplin, in der sie vor ihrer großen Verletzungsserie ebenfalls gut unterwegs war und 2017 auch schon einen Top-Ten-Platz (8. in Levi 2017) geschafft hatte. „In dieser Gruppe habe ich gute Slalom-Fahrerinnen zum Vergleich.“

Brunner peilt schon im November in Levi einen Comebackstart an, vermutlich über die interne Qualifikation. „Trainiert habe ich im Slalom jedenfalls genauso viel wie im Riesen.“ Die offenbar unerschütterliche Tirolerin ließ sich auch von ihrer neuerlichen Verletzung nicht entmutigen, nachdem sie sich im März beim Slalom-Training in Aare am vorletzten Tor einen Riss des Syndesmosebandes im rechten Bein zugezogen hatte. Sechs Wochen Krücken waren nach der in Graz erfolgten Operation die Folge.

Rückschläge schnell weggesteckt

„Bitter, wenn man schon wieder auf dem OP-Tisch liegt. Den wollte ich eigentlich nicht mehr sehen“, sagte die 27-Jährige. Bitter war es auch, beim Saisonfinale nicht mehr punkten zu können, weshalb Brunner als 16. nun auch aus der zweiten GS-Startgruppe geflogen ist. Die Zillertalerin fasste damals aber schnell wieder Mut. „Es war ja eine vergleichsweise kleine Verletzung und nach nur zwei Monaten konnte ich Ende Mai schon wieder Ski fahren. Es ist also eh relativ schnell gegangen.“

Sie habe danach ihr ganz normales Programm abspulen können. „Im Training ist wirklich viel weitergegangen, und ich fühle mich jetzt weit besser als im Vorjahr. Da habe ich noch viele Fehler gemacht. Jetzt bin ich weit konstanter.“ Auch der internationale Vergleich auf dem Söldener Gletscher habe ihr Mut gemacht. Und das Beste: „Das so oft verletzte Knie funktioniert, hat auch schon einige Stürze überstanden. Alles hält.“

ÖSV-Damen von Verletzungen schwer gebeutelt

Brunner ist nur eine in der Riege der innerhalb eines Jahres – oft erneut – verletzten ÖSV-Frauen. Fürs Aufzählen braucht man eine dritte Hand. Von der 2020 in der Sölden-Vorbereitung gestürzten Stephanie Resch (Knie) über Nicole Schmidhofer (Knie), Nina Ortlieb (Knie), Bernadette Schild (Knie), Ricarda Haaser (Bandscheibenvorfall), Katharina Truppe (Muskel- und Sehnenriss), Rosina Schneeberger (Unterschenkelfraktur), Julia Scheib (Knie), Franziska Gritsch (Armbruch), Lisa Grill (weitere OP nach Unterschenkelbruch) bis zuletzt Lisa Hörhager (Knie) reicht der Reigen.

„Schwer zu sagen, woran das liegt“, ist auch Brunner bei der Ursachenforschung unsicher. „Mir fällt aber auf, dass die Verletzungen immer gröber werden. Mit einem Kreuzbandriss kannst heute eh schon fast von Glück reden“, so die Tirolerin trocken. Dass die FIS die Aggressivität des Materials zurücknehmen will, weiß Brunner. „Aber das lotet man durch die Skipräparation wieder aus. Wenn ich am Start stehe, möchte ich gewinnen und nehme natürlich das beste Material.“

Beim Riesentorlauf am Samstag (10.00 Uhr und 13.15 Uhr, jeweils live in ORF1) beim RTL in Sölden wird Brunner auf kein bestimmtes Ergebnis fixiert sein. Wichtig sei, es besser zu machen als im Vorjahr. „Da war ich in beiden Läufen von gutem Skifahren weit weg. Wenn ich noch einmal so runterwedle, bringt mir das nichts“, ist ihr bewusst.

„Es heißt also, die Sache mutig anzugehen und von oben bis unten Gas zu geben. Wenn ich das zeige, was ich im Training draufhabe, schaut sicher ein gutes Resultat heraus.“

Stephanie Brunner

© sport.ort.fat // Foto: GEPA