Vierter Platz für Schweinberger

Kathrin Schweinberger setzt ihre starke Form bei den nordeuropäischen Sommer-Eintagesrennen fort und sprintet beim Dwars door de Westhoek in Belgien auf den vierten Platz.

Die Österreichische Meisterin erzielt nach einem Sprint aus der Ausreißergruppe ihr drittes Top-Fünf-Ergebnis der Saison.

Kathrin und ihre Teamkollegin Marta Jaskulska gehörten zu einer entscheidenden 13-köpfigen Ausreißergruppe, die sich über 73 Kilometer an der Spitze behauptete und schließlich den Sprint unter sich ausmachte.

„Marta und ich waren in dieser Ausreißergruppe, und als noch eine Runde zu fahren war, begannen die Attacken“, erklärte Schweinberger anschließend. „Wir haben gut zusammengearbeitet und wussten genau, was zu tun war. Wir mussten nicht viel miteinander kommunizieren. Marta Lach und Shari Bossuyt konnten sich für den Sprint schonen, da sie mit zwei beziehungsweise drei Teamkolleginnen in der Ausreißergruppe vertreten waren.“

Im Finale entschied sich Schweinberger dafür, im Sprint das Hinterrad von Bossuyt zu halten.

„Sie schien mir die beste Option zu sein. Aber 700 Meter vor dem Ziel entstand eine Lücke, sodass ich vorbeifahren und sie schließen musste“, erzählt Schweinberger. „Ich kam mit guter Geschwindigkeit, aber es war einfach zu spät. Es tut weh, weil ich mich für den Sprint wirklich gut gefühlt habe.“

Unglücklicherweise waren Silvia Zanardi und Yurani Blanco bereits zuvor im Rennen in einen größeren Sturz verwickelt und konnten nicht mehr zur Gruppe zurückkehren. Auch Schweinberger war später in einen Sturz verwickelt. Trotzdem konnte das Team weiterhin mit mehreren Fahrerinnen an der Spitze vertreten sein.

„Katia und Wiktoria haben am Anfang einen guten Job gemacht. Leider waren Silvia und Yurani in einen Sturz verwickelt und konnten nicht mehr zurückkommen. Jente hat ebenfalls sehr gute Arbeit geleistet und mich nach meinem Sturz wieder zurückgebracht. Und natürlich war Marta eine wirklich gute Begleiterin in der Ausreißergruppe“, erklärt Schweinberger.

Unabhängig vom Ergebnis kann Schweinberger aus ihrer ansteigenden Form viel Selbstvertrauen für das nächste WorldTour-Eintagesrennen, den Copenhagen Sprint in Dänemark, schöpfen.

„Ich fühle mich gut und hoffe, dass ich dieses Gefühl und diese Form mit in die nächsten Rennen nehmen kann“, sagte sie.

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Dritter Staatsmeistertitel für Schweinberger

Kathrin Schweinberger holt in Illmitz ihren dritten Staatsmeistertitel auf der Straße.

Im Sprint einer vierköpfigen Gruppe hat die Tirolerin die schnellsten Beine und spurtet zum Titelgewinn in der Elite.

Damit darf die 28-Jährige nach 2020 und 2021 sich erneut das rot-weiß-rot gestreifte Trikot für ein Jahr überstreifen. Nach 100 Kilometer siegte sie vor den Steirerinnen Elisa Winter und Carina Schrempf.

“Es war alles andere als leicht. Schon vor dem Rennen war ich mir sicher, dass es kein reiner Sprint wird“, erklärte Schweinberger, die schon in Runde eins mit sieben Kontrahentinnen sich aus dem Feld absetzen konnte. Verantwortlich für die frühe Ausreißergruppe waren vor allem ihre WorldTour-Kolleginnen Schrempf und Zwillingsschwester Christina Schweinberger.

“Da die Strecke keinen Hügel beinhaltete, mussten wir uns was überlegen, um das Rennen spannend zu machen und haben gleich in Runde eins das Feld auf die Kante genommen“, erzählte Schrempf. Bis in die Finalrunde arbeitete die Gruppe gut zusammen, ehe sich die Fahrerinnen dann pausenlos attackierten. Am Ende behielt aber Kathrin Schweinberger den kühlsten Kopf bei den hochsommerlichen Temperaturen von bis zu 35 Grad im burgenländischen Seewinkel und siegte in Illmitz.

Für Kathrin Schweinberger war es der erste Saisonsieg, nachdem sie heuer einige Male international groß aufzeigen konnte, ihr der Sprung auf die oberste Stufe des Podestes aber noch verwehrt blieb: “Ich habe in den letzten Wochen oft an mir gezweifelt und mich gefragt, was ich machen soll. Aber die Trainings zuletzt waren gut und heute Morgen war ich mir sicher, dass es klappen kann.“

Auf Platz fünf landete Tabea Huys, die gemeinsam mit der Sechstplatzierten Christina Schweinberger auf den letzten Kilometern das Tempo des Quartetts nicht mehr halten konnte. 45 Sekunden fehlten dem Duo auf den Medaillensprint. Das Rennen im Burgenland wurde schnell ausgefahren, fast 40 Kilometer pro Stunde war der Schnitt der Siegerin.

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