ÖRV-DOPPELSIEG BEIM HEIM-WELTCUP

Zehn Monate nach ihrem schweren Sturz in Sigulda gelang Thomas Steu nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch gemeinsam mit Doppelsitzer-Partner Lorenz Koller ein sensationelles Comeback im Rodel-Weltcup. Die amtierenden Team-Europameister knallten im ersten Lauf die Bestzeit in den Tiroler Eiskanal und ließen im Finale mit der neuerlich schnellsten Zeit nichts anbrennen.

„Ein geiler Tag, Doppelsieg für Österreich, mich freut das riesig für die anderen zwei. Wir haben hart gearbeitet im Sommer, das war nicht immer leicht mit der Verletzung, ich hätte nicht gedacht, dass es gleich so gut klappt, aber jetzt sind wir wieder da, wo wir hin wollen. Die Erwartungen für morgen sind die gleichen wie heute, einfach alles geben und dann sehen wir, was dabei rauskommt“,

so Thomas Steu.

Den Jubel perfekt machten Yannick Müller und Armin Frauscher, die erst im Vorjahr ihr Debüt im Doppelsitzer feierten. Das Duo zur Halbzeit auf Rang vier, raste im Finale an den Weltmeistern Eggert/Benecken (GER) und den Italienern Rieder/Kainzwaldner vorbei und sorgte mit ihrem besten Weltcupergebnis für einen heimischen Doppelsieg. Die beiden 19-jährigen Tiroler Juri Gatt und RiccardoSchöpf, die ihre erste komplette Saison in der allgemeinen Klasse in Angriff nehmen, lieferten mit Rang 13 eine Talentprobe ab. Damit qualifizierten  sich alle ÖRV-Doppelsitzer für den Sprint-Weltcup. Armin Frauscher:

„Wir sind überglücklich mit dem zweiten Platz, es ist schon etwas unerwartet, unser Ziel waren eigentlich die Top-6. Wir haben die Läufe gut runtergebracht, haben sehr gut trainiert. Dass wir beim zehnten Weltcup den wir fahren schon bei den Großen mitspielen können zeigt, wie super das Trainerteam ist und wie gut wir zusammenarbeiten.“

Bei Kaiserwetter und perfekten Bahnverhältnissen brachte auch der Saisonstart der Herren-Einsitzer den erwarteten Krimi und war an Spannung kaum zu überbieten. Nach dem ersten Lauf lagen die Top-3 innerhalb von lediglich 15 Tausendstel Sekunden, am Ende entschieden 12 Hundertstel zu Gunsten von Felix Loch. Der Deutsche sicherte sich mit zwei Bestzeiten seinen 40. Weltcupsieg, auf Rang zwei rodelte Lochs Landsmann Johannes Ludwig, Dominik Fischnaller (ITA) belegte Platz drei. Österreichs Asse zeigten sich mit den Rängen vier, fünf und sechs mannschaftlich sehr stark und schafften im Kollektiv die Qualifikation für den Sprint-Weltcup.
 
Bestplatzierter des heimischen Quintetts wurde David Gleirscher. Der Olympiasieger von 2018, Zweitplatzierter nach dem ersten Durchgang, verpasste sein erstes Igls-Podest um lediglich zwei Hundertstel Sekunden. Umgekehrt verlief es bei Jonas Müller, der nach einem fehlerhaften ersten Lauf und Zwischenrang elf, im Finale mit der zweitschnellsten Zeit aufhorchen ließ. Damit verbesserte sich der amtierende Vizeweltmeister in der Endabrechnung auf Platz fünf. Nico Gleirscher, im Vorjahr in Igls auf Rang vier, untermauerte seine Vorliebe für die Heimbahn mit Rang sechs. Wolfgang Kindl und ReinhardEgger meisterten mit den Rängen 12 und 13 ebenfalls die Qualifikation für den morgigen Sprint-Weltcup, der in sämtlichen Disziplinen mit einem fliegenden Start und in lediglich einem Lauf entschieden wird.

„Das Rennen war grundsätzlich okay, ich bin zufrieden mit meinen Starts, die waren wirklich gut. Leider habe ich in beiden Läufen den oberen Bereich der Bahn nicht hundertprozentig rund getroffen. Schade, dass es sich so knapp nicht mit dem Podest ausgegangen ist, dem laufe ich in Igls ein bisschen hinterher. Aber morgen gibt es noch eine Chance, ich werde mein Bestes geben.“

berichtet David Gleirscher.

© rodel-austria.at

 

Doppelsieg beim Weltcup-Auftakt mit 3 Streckenrekorden für Flock

Janine Flock ist mit zwei Siegen und Streckenrekorden perfekt in die Skeletonsaison gestartet. Wenn es nach der Olympia-Vierten geht, soll es so weitergehen.

4 Laufbestzeiten, 3-mal Streckenrekord, Doppelsieg beim Weltcup-Auftakt. So liest sich die Zusammenfassung der letzten 7 Tage bei der Weltcup-Doppelveranstaltung im lettischen Sigulda für Skeleton-Athletin Janine Flock.

„Cool, dass ich das Gelbe Trikot der Weltcup-Führenden behalten darf. Am liebsten würde ich es bis zum Ende der Saison nicht mehr aus meiner Tasche geben. Gelb will ich nicht mehr hergeben“,

schmunzelte Janine Flock nach ihrem insgesamt achten Weltcupsieg.

 

Flock jagt Flock:

„Ich fühle mich nicht als Gejagte. Ich schaue auf mich selbst. Da gibt es genug zu tun“,

hatte die Heeressportlerin nach ihrem überlegenen Auftkat-Sieg in Sigulda inklusive Verbesserung des Streckenrekords um 36 Zehntelsekungen verkündet. Und die 31-Jährige hielt sich daran. Flock jagte Flock.

Im ersten Lauf verbesserte Janine Flock ihren in der Vorwoche aufgestellten Streckenrekord im lettischen Eiskanal mit 51,47 Sekunden um 2 Hundertstel, im zweiten drückte sie diesen noch einmal um eine Hundertstelsekunde auf 51,46.

„Das war der Start! Diese 5:14 Sekunden machen mich echt happy. Da steckt viel Athletik-Arbeit dahinter. In der Bahn habe ich dann vor allem im unteren Teil über die Position am Schlitten wieder alles rausholen können und gut Geschwindigkeit aufgebaut. Das ist im Wettkampf eine Stärke von mir“,

erklärte die Tirolerin.

Die Europameisterin Elena Nikitina (RUS), die im Februar 2020 in Sigulda ihren zweiten EM-Titel gewonnen hatte, folgte mit 0,65 Sekunden Rückstand auf Platz 2 und Weltmeisterin Tina Hermann (GER) sowie die Niederländerin Kimberley Bos (beide 0,80 Sekunden zurück) ex-aequo auf Platz 3.

 

Viel Zeit zum Feiern bleibt nicht:

„Die Bahnarbeiter bekommen vier Kisten Bier und ich ein Mittagessen und danach einen guten Kaffee.“

Am Samstag wird nach mehr als fünf Wochen in Lettland zusammengepackt und dann geht es am Sonntag mit dem Toyota Coralla Hybrid 1.410 Kilometer von Sigulda nach Wien. Flock:

„Zum Autowechseln bei meinem Mobilitätspartner Toyota und dann weiter Richtung Heimat“.

Wo am 11. und 18. Dezember eine Weltcup-Doppelveranstaltung in Innsbruck-Igls am Plan steht.

 

© olympia.at  Foto: Daniel Winkler

 

We test the future Award virtuell durch das Olympiazentrum vergeben

Aktuell sind 75 Athleten am Olympiazentrum akkreditiert – Madeleine Huber und Paul Haider könnten in 5 Jahren vielleicht auch dazu gehören! Die zwei neuen SportBORG-Schüler wurden heuer mit dem „we test the future Award“ ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird jedes Jahr vom Olympiazentrum Innsbruck für den besten sportmotorischen Aufnahmetest vergeben. Das Olympiazentrum Innsbruck führt den Aufnahmetest unter der Leitung von Ao.Univ.-Prof. Ing. Dr. Chrisian Raschner alljährlich für die Leistungssportschulen durch.

Madeleine Huber betreibt Leichtathletik Mehrkampf, startet für die TU Raika Schwaz und kommt aus Aschau im Zillertal. Gemeinsam mit ihrem Trainer Christian Heiss konnte Madeleine bei der diesjährigen Österreichischen Meisterschaft den Vizemeistertitel im Mehrkampf gewinnen. Verena Preiner und Ivona Dadic nennt das Talent aus dem Zillertal als ihre Vorbilder. Aktuell trainiert sie 15h/Woche und möchte langfristig an der U18-Europameisterschaft teilnehmen.

Paul Haider ist Kletterer und sein Heimatverein ist der Alpenverein Hall. Der Aldranser ist der erste Kletterer überhaupt der die Gesamtwertung beim Aufnahmetest der Leistungssportschüler gewinnen konnte. „Insgesamt habe ich nun mehr Zeit für mein Training im Leistungszentrum“, meinte Paul auf die Frage was sich mit dem Schulwechsel an das SportBORG für ihn geändert hat. Dies dürfte auch Paul Haiders Trainer vom Tiroler Kletterverband Fabian Leu freuen.

Aufgrund der aktuellen Situation mit COVID-19 wurde der Award virtuell übergeben. Beim Onlinemeeting waren neben, den Athleten auch deren Eltern und Trainer anwesend. Prof. Raschner gab den ein oder anderen Tipp aus Sicht eines Sportwissenschaftlers, Trainers und Vater eines erfolgreichen Skifahrers den Nachwuchsathleten mit auf den Weg. Roland Luchner, Sportwissenschafter vom Olympiazentrum Innsbruck übergab virtuell die Awards.  

Wir danken allen die den Nachwuchstalenten zur Seite stehen, allen voran den Eltern und Trainern. Wünschen Madeleine und Paul alles Gute für die Zukunft und freuen uns sie auf dem Weg begleiten zu können.

©  nachwuchsleistungssport-tirol.at

Sieg mit Streckenrekord für Janine Flock

Weltcup-Triumph Nr. 7 bedeutet perfekten Saisonauftakt für Janine Flock! Streckenrekord mit 51,49 Sekunden, Bestzeit in beiden Läufen, Weltcup-Sieg Nummer 7 – besser kann man wohl kaum in eine Saison starten. Janine Flock gewann am Freitag in Sigulda mit 0,83 Sekunden Vorsprung auf die Niederländerin Kimberley Bos und unglaubliche 1,40 auf die lettische Debütantin Endija Terauda.  

„Ich bin superhappy! Vor allem über den ersten Lauf, der war bis auf die Kurve 11 sehr gut. Dort wollte ich es im zweiten dann unbedingt besser machen, was mich dann aber in der 12 und 13 in Schwierigkeiten gebracht hat. Da hatte ich einen kurzen Backflash an meinen Trainingssturz. Da sieht man einfach, wie herausfordernd diese Bahn ist“,

sagte Janine Flock spürbar noch unter Adrenalin vor der Siegerehrung.    Besonders zufrieden zeigte sich die 31-jährige Heeressportlerin, die im Vorjahr Platz 2 im Gesamtweltcup geholt hatte, mit ihren Startzeiten:  

„Ich wollte unbedingt unter 5,20 starten, das hatte ich mir vorgenommen. Dann waren es 5,19 und im zweiten 5,17. Darüber bin ich sehr froh, dass sich die harte Athletik-Arbeit auszahlt. Auch mental kostet mir der Start immer sehr viel Kraft, weil ich da nix mehr hergeben will. Jetzt weiß ich, dass es passt, dass wir da am richtigen Weg sind.“

Trainer und Lebenspartner Matthias Guggenberger, sonst kein Freund großer Jubelgesten, lobte:  

„36 Zehntelsekunden besser als Nikitina, dieser Streckenrekord ist schon ordentlich. Das zeigt, dass Janine echt gut drauf ist. Das Gewinnen ist ihr im Vorjahr nicht leichtgefallen, schön, dass das jetzt so schnell funktioniert hat.“

©  Österreichisches Olympisches Comité; Bild: Daniel Winkler

Die Nr. 1 der Kunstturn-Staatsmeisterschaft: 5x Gold, 1x Silber für Alexander Benda!

Die Kunstturn-Staatsmeisterschaften am 7./8. November 2020 waren die 74. und organisatorisch die bislang ungewöhnlichsten: Corona-Tests für alle, Abstand halten, Schutzmasken sogar bei den Siegerehrungen, kein Publikum vor Ort, keine physisch geteilten Emotionen usw. Normalerweise sind die Staatsmeisterschaften der österreichweite Höhepunkt der Saison. Heuer waren sie für den Gutteil der Turner/innen der einzige Wettkampf überhaupt. Dennoch gab es einige Gründe zur Freude!
Alexander Benda krönte sich bei der Staatsmeisterschaft im Kunstturnen in Egg/Bregenzerwald zum insgesamt erfolgreichsten Teilnehmer: Der 23-jährige Grazer sicherte sich nach zwei Siegen am Samstag (Mehrkampf und Mannschaft) am Sonntag außerdem die Hälfte der Gerätefinaltitel – Boden, Barren und Reck. Mit viermal Gold – ebenfalls Mehrkampf, Mannschaft und die Hälfte der vier Frauen-, bei sechs Männer-Finali – folgte ihm Vorarlbergs Lokalmatadorin Marlies Männersdorfer in der Erfolgsbilanz auf Position zwei.
Alexander Benda über seine bemerkenswerte Medaillensammlung:

„Nach dem anstrengenden Mehrkampf noch drei weitere Finaltitel, das freut mich sehr. Besonders meine super gelungene Reckkür ganz zum Schluss beweist mir, dass sich meine Formkurve genau richtig entwickelt. Ich bedanke mich bei allen, die es möglich gemacht haben, dass diese Meisterschaft trotz Corona und Lockdown stattfinden konnte.“

Weiter in der Erfolgsbilanz: Die Nummer 3 war Ricardo Rudy (OÖ) mit 2x Gold, 2x Silber und 2x Bronze – vor Elisa Hämmerle (V, 2x Gold, 2x Silber) und Vinzenz Höck (2x Gold, 1x Silber). Manuel Arndold sicherte sich Silber im Einzel Mehrkampf der Männer und Bronze in der Mannschaftswertun für Tirol. Bianca Frysak konnte sich Bronze am Stufenbarren erturnen!

Aus dem außergewöhnlichen Corona-Jahr 2020 resultierten für Österreichs Kunstturn-Szene zwei positive Entwicklungen: Die heimische Spitze konnte – wo zuvor vorhanden, was bekanntlich im Spitzensport nirgends selten ist  – Verletzungen und Überlastungsprobleme in Ruhe ausheilen, präsentierte sich fit und gesund. Darüber hinaus hatten quer durch die Trainingszentren fast alle das monatelange Nur-Training zum deutlichen Aufstocken der Schwierigkeitswerte ihrer Kürübungen und zum Feilen an turntechnischen Feinheiten genützt.

Allerdings: damit alles im Ernstfall wirklich „sitzt“, braucht es normalerweise einige Vorbereitungs-Wettkämpfe als Test- und Nachjustier-Gelegenheit. Das Ergebnis: es wurde so schwierig geturnt, wie noch nie in Österreich – ein immenser Fortschritt. Es gab allerdings auch überdurchschnittlich viele Unsicherheiten und Fehler bei den Allerbesten, die die Medaillenvergaben beeinflussten und entschieden. So mussten beispielsweise ALLE Turnerinnen des Schwebebalken-Finales zumindest einmal vom Gerät. Insgesamt überwog die positive Entwicklung jedoch eindeutig.

© oeft.at  Bild: GEPA Pictures – Hans Oberlaender

Anna Schneeberger ist Staatsmeisterin im Kyorugi

Trotz der besonderen Situation konnten die diesjährigen Staatsmeisterschaften mit besonderen Präventionsmaßnahmen gut über die Bühne gebracht werden. Der Österreichischer Taekwondo Verband bedankt sich diesbezüglich bei allen Beteiligten für ihre gute Zusammenarbeit und gratuliert den AthletInnen zu ihren großartige Leistungen.

Anna Schneeberger konnte sich zum ersten Mal den Staatsmeistertitel im Kyorugi (Kampf) in der Klasse bis 62kg sichern. In ihrer eigentlichen Paradedisziplin, dem Poomsae (Formenlauf) wurde sie Vize-Staatsmeisterin. Ihre hervorragende Leistung wurde mit einer Nominierung für die anstehende online WM durch den österreichischen Taekwondo Verband belohnt. Gratulation und viel Erfolg bei den weiteren sportlichen Herausforderungen!

© oetdv.at

Kathrin Schweinberger sichert sich Omnium-Titel bei Bahn-ÖM

Der zweite Tag der Österreichischen Staatsmeisterschaften im Bahnradsport stand ganz im Zeichen des Mehrkampfes. Omnium ist der Name des Vierkampfes bestehend aus Scratch, Temporennen, Ausscheidungsrennen und Punktefahren. Bei den Frauen gewann die aktuelle Straßenmeisterin Kathrin Schweinberger (ÖAMTC RC Tirol), bei den Männern siegte Daniel Auer (WSA KTM Graz).

Bei den Frauen war der Mehrkampf ein über vier Rennen dauerndes Duell zwischen Straßenmeisterin Kathrin Schweinberger und Bahnspezialistin Verena Eberhardt. Die Tirolerin, die tatkräftig von ihrer Schwester Christina im Infield unterstützt wurde, setzte sich erst im finalen Sprint des Tages durch und gewann um zwei Punkte den Mehrkampf. Dritte wurde überraschend die Juniorin Leila Gschwentner (RC Arbö Tom Tailor Wörgl). Bei den Junioren gab es einen Dreifachsieg für die Tiroler Mannschaft Radsport Stanger Kitzbühel durch Alexander Hajek, Paul Buschek und Stefan Kovar.

 

Ergebnis Omnium Männer:
1. Daniel Auer (WSA KTM Graz) 143 Punkte
2. Andreas Müller (RSC Arbö Südburgenland) 133
3. Felix Ritzinger (WSA KTM Graz) 129

Ergebnis Omnium Frauen:
1. Kathrin Schweinberger (Öamtc RC Tirol) 142 Punkte
2. Verena Eberhardt (RSC Arbö Südburgenland) 140
3. Leila Gschwentner (RC Arbö Tom Tailor Wörgl) 97

Ergebnis Omnium Junioren:
1. Alexander Hajek (Radsport Stanger Kitzbühel) 93 Punkte
2. Paul Buschek (Radsport Stanger Kitzbühel) 88
3. Stefan Kovar (Radsport Stanger Kitzbühel) 68

 

© radsportverband.at  Bild: Peter Maurer

Trainer Seminar Tirol ist abgesagt

Liebe SportfreundInnen, 

​die am Samstag von der Bundesregierung vorgestellten neuen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie und der damit verbundene Lockdown haben neuerlich Auswirkung auf das Trainer Seminar Tirol. 

Leider müssen wir nach mehrmaligen Verschieben und großem Bemühen das Seminar abzuhalten, heute bekannt geben, dass das Trainer Seminar Tirol 2020 nicht stattfinden wird. Wir werden die Zeit in den nächsten Wochen und Monaten dazu nutzen, weitere neue, interessante Inhalte auszuarbeiten, um euch im Jahr 2021 ein spannendes und abwechslungsreiches erstes Trainer Seminar Tirol zu bieten. Weiter Informationen findet ihr unter: www.trainer-seminar-tirol.at

 

Bis dahin wünschen wir alles Gute. Bleibt gesund und achte auf dich und die Menschen in deinem Umfeld. 

Sollte die Seminargebühr bereits bezahlt sein, wird diese in den nächsten Tagen von uns in voller Höhe rückerstattet. 

 

Bildstein/Hussl holen Silber bei Heim-Europameisterschaft

Die 49er-Segler Benjamin Bildstein und David Hussl sorgten bei der Heim-Europameisterschaft am Attersee für einen krönenden Abschluss. Das Duo vom Yacht Club Bregenz hatte bis zum letzten Rennen die Chance auf den Gesamtsieg und holte sich schließlich die Silbermedaille.

Bereits kurz vor 7 Uhr in der Früh gingen die Goldflotten der 49er sowie die Nacra 17 auf das Wasser. Der frühe Start wurde in allen Klassen mit Wettfahrten belohnt. Benjamin Bildstein und David Hussl, die als Gesamtfünfte in den Abschlusstag gingen, brachten sich bereits im einzigen 49er-Rennen am Vormittag in die Medaillenränge. Mit Platz sieben verbesserten sie sich auf Rang drei. Am Nachmittag konnten dann die weiteren drei geplanten Wettfahrten durchgeführt werden. Mit den Platzierungen drei, fünf und zehn sicherte sich das Duo vom Yacht Club Bregenz schließlich die Silbermedaille.

„Wir hatten am Schluss sehr schöne Bedingungen. In den Finalläufen haben wir wieder zu unserer Form gefunden, wir konnten uns stetig steigern. Die Silbermedaille ist ein toller Erfolg“,

freut sich Benjamin Bildstein, dem nur vier Punkte auf die siegreichen Deutschen Tim Fischer und Fabian Graf fehlten. Bronze ging an Sime und Mihovil Fantela aus Kroatien.

Im abschließenden Rennen der Europameisterschaft hatten die Österreicher auf dem Weg zu Gold großes Pech.

„Wir wussten, dass wir einige Boote zwischen uns und die Deutschen bringen müssen. Es hat auch gut ausgeschaut, bis der Gennacker der vor uns fahrenden Iren plötzlich ins Wasser gefallen ist. Sie sind sofort stehengeblieben. Wir konnten nicht mehr rechtzeitig ausweichen und sind gekentert. Das hat uns die entscheidenden Meter gekostet, wir freuen uns aber trotzdem sehr über die Silbermedaille“,

berichtet der Tiroler Vorschoter Hussl, der aus gesundheitlichen Gründen den EM-Auftakt am Dienstag noch verpasst hat. Steuermann Bildstein bestritt den Tag mit Trainer Ivan Bulaja.

„Diese Woche war unglaublich. Wir haben durch die Erkrankung zuerst Trainingstage verloren und dann musste auch noch Ivan einspringen. Es waren schwierige Voraussetzungen, wir haben den ersten Tag aber überlebt. Dass sich die Regatta dann so entwickelt hat, ist sehr viel wert“,

resümiert Bildstein.

 

© news.profs.at  Bild: PROFS

Höck holt historischen Weltcup-Sieg

Vinzenz Höck feierte als erster österreichischer Turner einen Weltcup-Sieg! Der Grazer gewann beim ungarischen Traditionsmeeting in Szombathely die Konkurrenz an den Ringen.

„Ich wusste, dass ich es schaffen kann – und ich wollte diesen Sieg unbedingt“,

erklärte der 24-Jährige nach seinem siegreichen Duell gegen den Ukrainer Igor Radiwilow im Finale.

Im Vorjahr hatte Radivilov in Szombathely noch gewonnen und Höck hatte mit Bronze Vorlieb nehmen müssen. Diesmal lachte Höck von der Spitze des Podiums:

„Dass es echt geklappt hat, ist für mich kaum zu fassen. Das letzte halbe Jahr war alles andere als einfach, ich musste ohne konkretes Ziel trainieren. Jetzt bin ich umso erleichterter, dass ich es geschafft habe, durchzubeißen. Es geht weiter aufwärts.“

ÖFT-Kunstturner-Sportdirektor Fabian Leimlehner (der Olympiateilnehmer 2012 hatte es selbst bis zu Weltcup-Silber am Reck gebracht):

„Das war eine sehr starke Leistung von Vinzi. Ich gratuliere ihm von ganzem Herzen. Wir sind unglaublich stolz auf ihn. Ich freue mich, dass die hervorragende Zusammenarbeit des ganzen Teams und unsere strategischen Maßnahmen so gut Früchte getragen haben. Wir haben hier ein super Statement in diesen schwierigen Zeiten abgegeben. Meine Gratulation gilt insbesondere auch Nationaltrainer Petr Koudela und seinem Co Kieran Behan.“

Das Weltcup-Jahr der Kunstturner ist wegen der Corona-Pandemie extrem ausgedünnt. Noch vor den Lockdown-Maßnahmen in fast allen Ländern waren drei Bewerbe abgesagt worden, die nachher angesetzten Meetings im Frühjahr folgten später. Insgesamt fielen 10 Weltcups auf 4 Kontinenten aus. Der Event in Ungarn findet unter massiven Sicherheitsauflagen statt.

 

© olympia.at  Foto: oeft.at