Gamper am Podest

Patrick Gamper

Patrick Gamper teil Podest mit Teamkollegen.

Zum zweiten Mal in seiner Karriere durfte der Niederösterreicher Patrick Konrad in das weiße Trikot mit den rot-weiß-roten Streifen schlüpfen. Der 29-Jährige siegte vor dem Kärntner Marco Haller (Bahrain – Victorious) und seinem Teamkollegen Patrick Gamper (Bora – hansgrohe). Das Trio löste sich schon in der ersten von fünf Runden auf dem 176 Kilometer langen Kurs rund um Kufstein und konnte so schon früh für eine Vorentscheidung im Rennen sorgen.

Fast 150 Kilometer waren die drei Profis an der Spitze des Rennens. Am letzten Berg löste sich dann Konrad von Haller und fuhr zu seinem zweiten Titel. Den ersten gewann er vor zwei Jahren in Mondsee und nun reist er erneut mit dem Meistertrikot zur Tour de France.

„Der Kurs war offen für viele Athleten. Wir mussten immer in der Überzahl bleiben, um einen Vorteil gegenüber den Konkurrenten zu haben“,

erklärte Konrad.

„Wir haben viele Szenarien durchbesprochen für das Rennen. Mit vier Fahrern in guter Form musst du das Rennen einfach gewinnen,“

überlegte sich das Team des neuen Meisters sich ihre Taktik am Vorabend ganz genau.

Auf dem selektiven Kurs rund um Kufstein ging Haller früh in die Offensive. Nach knapp 25 Kilometern attackierte er und Konrad sowie Gamper folgten ihm. Bei den heißen Temperaturen wurde es ein sehr schwieriges Rennen für das Trio, das immer darauf achten musste, dass sie ihre Verfolger auf Distanz halten.

„Dass in der ersten Runde die entscheidende Gruppe schon geht, stand nicht auf unserem Plan“,

schilderte Konrad, der vor allem großen Respekt vor den Sprinterqualitäten von Haller hatte.

„Marco hatte in den Anstiegen überhaupt keine Probleme gehabt. Zum Glück ist dann das Loch aufgegangen bei meinem Lucky Punch. Bis zur Ziellinie war es aber ein brutaler Kampf“,

sagte Konrad, der am finalen Anstieg alles auf eine Karte setzte.

„Am Ende war es ein Duell Mann gegen Mann und der Stärkere hat gewonnen“,

erklärte Haller, der gemeinsam mit dem Bora-Duo fast das gesamte Rennen an der Spitze fuhr.

„Ich hatte leider in den ersten 70 Kilometer kein Betreuerauto bei mir und bei der Hitze war das nicht ideal“,

so der Kärntner, der mit den beiden Bora-Patricks zusammenspannte und Abstand auf die Verfolger ausbaute.

Bronze ging an den nur unweit von Kufstein lebenden Patrick Gamper. Nach einem eher unglücklichen Platz fünf im Zeitfahren holte er im Straßenrennen die erhoffte Medaille.

„Es war ein sehr hartes Rennen, aber dafür waren wir auch selbst verantwortlich. Für uns als Team ist es aber ideal gelaufen“,

erklärte der 24-jährige Lokalmatador.

Vierter wurde der Oberösterreicher Tobias Bayer, der knapp vier Minuten hinter dem Sieger Konrad die Verfolger anführte. Der Alpecin-Fenix-Profi sicherte sich dabei die U23-Wertung: „Natürlich war der Sieg in der U23 nicht mein Ziel. Es war nicht einfach heute. Bora war die Übermacht. Die Gruppe ist gegangen, leider hat es dahinter nicht harmoniert und so waren sie weg“, resümierte Bayer. Knapp dahinter landete Michael Gogl (Qhubeka – Assos) vor Lukas Pöstlberger (Bora – hansgrohe) auf Rang fünf. Silber und Bronze in der U23 gingen an Valentin Götzinger (WSA KTM Graz) und Mario Gamper (Union Raiffeisen Radteam Tirol).

© ÖRV // Foto: GEPA

Titelverteidigung von Schweinberger

Schweinberger Kathrin

Kathrin Schweinberger feiert ihren zweiten Titel in Folge.

Der Tirolerin Kathrin Schweinberger (Doltcini Van Eyck) feierte im Straßenrennen der Frauen bei den Österreichischen Meisterschaften ihren zweiten Titel in Folge. Die 24-Jährige setzte sich im Sprint knapp gegen die Burgenländerin Verena Eberhardt (Rupelcleaning) durch. Das Podium komplettierte Christina Schweinberger (Doltcini Van Eyck) als Drittplatzierte.

„Ich habe viel zu früh angezogen im Sprint und fast hätte mich Verena noch überholt im Finale. Ich bin überglücklich, dass ich das Trikot nun wieder ein Jahr tragen darf“,

freute sich die Jenbacherin, die nach 2020 auch 2021 sich wieder das Meistertrikot sicherte.

Im Finale bildete sich dann eine Sechsergruppe mit den früheren Meisterinnen Sarah Rijkes (Ceratizit WNT Pro Cycling), Anna Kiesenhofer (Cookina Graz), den Schweinberger Schwestern, Eberhardt und Nadja Heigl (Servetto – Makhymo – Beltrami). Im Stadtzentrum von Kufstein kam es dann zum Sprint dieser Gruppe nach 70 Kilometern.

Christina Schweinberger zog für ihre Schwester den Spurt früh an, die Titelverteidigerin trat dann 200 Meter vor der Ziellinie an und rettete ihren Vorsprung knapp vor Eberhardt, die die schnellste Endgeschwindigkeit hatte.

„Ich wusste, dass es schwierig wird gegen Kathrin. Ich bin aber leider nicht an ihr vorbeigekommen. Schade, wäre die Ziellinie nur ein paar Meter weiter hinten gewesen“,

schilderte Eberhardt, die nach vielen Medaillen auf der Bahn nun ihre erste auf der Straße gewinnen konnte.

Der unglückliche vierte Platz ging an die Meisterin von 2018 Rijkes. Fünfte wurde Heigl vor Kiesenhofer.

„Mit 1 und 3 können wir voll zufrieden sein“, strahlte Schweinberger.

strahlte Schweinberger.

In der U23 siegte die Niederösterreicherin Cornelia Holland vor ihrer Teamkollegin Tina Berger-Schauer (beide Union RRT Pielachtal). Bronze holte sich die Tirolerin Katharina Kreidl (Union Raiffeisen Radteam Tirol).

© ÖRV // Foto: GEPA

Schweinbergers holen Doppelsieg

Schweinberger

Tirols Radzwillinge jubeln über Doppelsieg in Wels

Einen besonderen Doppelsieg feierten Christina und Kathrin Schweinberger (beide Doltcini – Van Eyck) beim zweiten Stopp der road cycling league Austria in Wels beim 59. Internationalen Kirschblütenrennen. Die Zwillingsschwestern aus Tirol landeten auf den Rängen eins und zwei beim zweiten Rennen der ÖRV-Radliga für Frauen präsentiert von der KRONEN ZEITUNG und wiederholten ihren Erfolg von 2018, wo ihnen dieses Kunststück ebenfalls gelang, allerdings mit der aktuellen Österreichischen Meisterin als Siegerin, die diesmal ihrer Schwester den Vortritt ließ.

„Es ist schön gemeinsam den Erfolg feiern zu können. So oft ist das uns in unserer Karriere auch noch nicht gelungen“, erzählte Christina Schweinberger nach dem 70,4 Kilometer langen zweiten Saisonrennen in der Frauen-Radliga. Nach knapp zwei Stunden überquerte das Duo Seite an Seite den Zielstrich in Wels. „Zum Glück ist Kathrin nicht gesprintet, sonst hätte es für mich wohl nicht gereicht“, schmunzelte Christina, die die Sprinterfähigkeiten ihrer Schwester nur zu gut kennt.

Dafür sicherte sich die im rot-weiß-rot gestreiften Trikot fahrende Kathrin die Bergwertung und wurde auch zur aktivsten Fahrerin des Tages gekürt. „Es war nicht einfach, jetzt nach den Klassikern wieder in den Rennmodus reinzukommen, zuletzt stand eher lockeres Training bei uns am Programm“, erzählte die 24-Jährige, die zehn der schweren belgischen Straßenrennen in den letzten Monaten in den Beinen hatte und diese alle mit ihrer Schwester absolvierte.

„2018 haben wir es noch auf den Sprint ankommen lassen, diesmal sind wir in die Offensive gegangen, aber es hat wieder alles geklappt“, freute sie sich über den Doppelsieg, der auch ein kleines Dankeschön zu werten war, denn zumeist opfert sich Christina in den Rennen mit Nachführarbeit auf, um ihre endschnellere Schwester in den Sprint zu bringen.

Auf Rang drei landete die Wienerin Nadja Heigl. Österreichs erste Medaillengewinnerin im Querfeldein hat nach der Cross-Saison umgesattelt und fährt für das italienische Team Servetto – Makhymo – Beltrami TSA. Dort hat sie heuer schon ihre ersten internationalen Rennen absolviert auf der Straße. Sie eröffnete das Finale mit einer starken Attacke, wurde dann am letzten Anstieg von den beiden Zwillingsschwestern aus Tirol noch ein- und dann überholt.

„Ich wusste, dass ich es nicht auf einen Sprint ankommen lassen kann und habe was probiert. Es ist nicht ganz aufgegangen, aber bei dieser starken Besetzung ist es schön, überhaupt den Sprung aufs Podium zu schaffen“, so die 25-Jährige. Den Sprint der ersten Verfolgergruppe gewann die aktuell führende der Liga und im von der Kronen Zeitung gebrandeten Leadertrikot fahrende Verena Eberhardt.

„Ich bin leider am Berg nicht ganz mitgekommen. Nachdem die Schweinberger-Zwillinge und Nadja vorne waren, habe ich versucht mit der Deutschen Gudrun Stock nochmals an die Gruppe heranzufahren. Das Loch wurde aber nicht mehr kleiner und so habe ich dann auf den Sprint gewartet und diesen auch gewonnen“, berichtete die Bahnspezialistin, die zuletzt sehr erfolgreich in Gent im Einsatz war. „Ich wollte eigentlich aufs Podium, trotzdem freue ich mich, dass ich das Führungstrikot verteidigen konnte“, schilderte die Burgenländerin.

„Ich bin leider am Berg nicht ganz mitgekommen. Nachdem die Schweinberger-Zwillinge und Nadja vorne waren, habe ich versucht mit der Deutschen Gudrun Stock nochmals an die Gruppe heranzufahren. Das Loch wurde aber nicht mehr kleiner und so habe ich dann auf den Sprint gewartet und diesen auch gewonnen“, berichtete die Bahnspezialistin, die zuletzt sehr erfolgreich in Gent im Einsatz war. „Ich wollte eigentlich aufs Podium, trotzdem freue ich mich, dass ich das Führungstrikot verteidigen konnte“, schilderte die Burgenländerin.

In knapp zwei Monaten wartet dann das dritte Rennen der Frauen im Rahmen der road cycling league Austria. Dieses wird ein Zeitfahren sein, nämlich jenes der Österreichischen Staatsmeisterschaften. Dort wird rund um Kufstein nicht nur um Punkte für die ÖRV-Radliga der Frauen gekämpft, sondern auch um das begehrte Meistertrikot im Kampf gegen die Uhr.

© ÖRV // Foto: ÖRV

Kathrin Schweinberger sichert sich Omnium-Titel bei Bahn-ÖM

Der zweite Tag der Österreichischen Staatsmeisterschaften im Bahnradsport stand ganz im Zeichen des Mehrkampfes. Omnium ist der Name des Vierkampfes bestehend aus Scratch, Temporennen, Ausscheidungsrennen und Punktefahren. Bei den Frauen gewann die aktuelle Straßenmeisterin Kathrin Schweinberger (ÖAMTC RC Tirol), bei den Männern siegte Daniel Auer (WSA KTM Graz).

Bei den Frauen war der Mehrkampf ein über vier Rennen dauerndes Duell zwischen Straßenmeisterin Kathrin Schweinberger und Bahnspezialistin Verena Eberhardt. Die Tirolerin, die tatkräftig von ihrer Schwester Christina im Infield unterstützt wurde, setzte sich erst im finalen Sprint des Tages durch und gewann um zwei Punkte den Mehrkampf. Dritte wurde überraschend die Juniorin Leila Gschwentner (RC Arbö Tom Tailor Wörgl). Bei den Junioren gab es einen Dreifachsieg für die Tiroler Mannschaft Radsport Stanger Kitzbühel durch Alexander Hajek, Paul Buschek und Stefan Kovar.

 

Ergebnis Omnium Männer:
1. Daniel Auer (WSA KTM Graz) 143 Punkte
2. Andreas Müller (RSC Arbö Südburgenland) 133
3. Felix Ritzinger (WSA KTM Graz) 129

Ergebnis Omnium Frauen:
1. Kathrin Schweinberger (Öamtc RC Tirol) 142 Punkte
2. Verena Eberhardt (RSC Arbö Südburgenland) 140
3. Leila Gschwentner (RC Arbö Tom Tailor Wörgl) 97

Ergebnis Omnium Junioren:
1. Alexander Hajek (Radsport Stanger Kitzbühel) 93 Punkte
2. Paul Buschek (Radsport Stanger Kitzbühel) 88
3. Stefan Kovar (Radsport Stanger Kitzbühel) 68

 

© radsportverband.at  Bild: Peter Maurer

Kathrin Schweinberger sprintet mit der Hilfe ihrer Schwester zum österreichischen Meistertitel

Kathrin Schweinberger wird mit der Hilfe ihrer Schwester Christina österreichische Straßenmeisterin.

Zum ersten Mal in ihrer noch jungen Karriere eroberte Kathrin Schweinberger (Doltcini – Van Eyck) den Österreichischen Meistertitel auf der Straße. Die 23-jährige Zillertalerin setzte sich im Sprint einer kleineren Gruppe nach 93 Kilometern rund um Mattersburg durch.

Bei starkem Wind war das Feld der Frauen lange gemeinsam unterwegs. Aufgrund der harten Bedingungen entschieden die Rennkommissäre die Meisterschaften von vier auf drei Runden zu verkürzen. Gleich nach der Entscheidung folgte die erste Attacke von Agnes Kittel (Nora Racing Team). Die Marathonspezialistin hatte bei der ersten Zieldurchfahrt nach 31 Kilometern einen knappen Vorsprung von wenigen Sekunden auf das Feld. Beim ersten kleinen Anstieg der Runde wurde sie aber wieder gestellt. Für die Vizemeisterin von 2019, die Niederösterreicherin Angelika Tazreiter (Cookina Graz) war schon nach der ersten Runde Schluss. Die EM-Teilnehmerin musste das Rennen vorzeitig mit körperlichen Problemen beenden.

Zur Rennhälfte formierte sich dann die erste größere Fluchtgruppe und diese war äußerst prominent mit allen Favoritinnen besetzt. Veronika Windisch (Cookina Graz), Sarah Rijkes (Ceratizit WNT Pro Team), Kathrin und Christina Schweinberger (Doltcini – Van Eyck), Hannah Streicher (d.velop Ladies), Verena Eberhardt (RC Südburgenland), Sylvia Gehnböck (Format RC), Katharina Machner (La Musette Radunion), Sophie Schober (RC SK ARBÖ VOEST) und Kittel, die sich erneut sehr aktiv zeigte.

Die erste Sprintwertung holte sich dann Bahnspezialistin Eberhardt und der Vorsprung der zehn Fahrerinnen auf die Verfolgerinnen wuchs auf 40 Sekunden an. Das Tempo wurde eingangs der Schlussrunde erhöht und es begann ein Ausscheidungsfahren. Angeführt von Christina Schweinberger gingen die zehn Fahrerinnen mit einem Vorsprung von 55 Sekunden in die finale Schleife.

Auf den letzten 500 Metern attackierte dann Rijkes aus der Gruppe heraus und lange sah es so aus, als könnte die Meisterin von 2018 ihren Coup von der Wiener Höhenstraße auch im Burgenland wiederholen. Doch mit einem starken Sprint zog Kathrin Schweinberger noch an der Niederösterreicherin vorbei und holte sich die Goldmedaille. Dritte wurde die frühere Olympiateilnehmerin im Short Track Eisschnelllauf Windisch.

„Als die Gruppe stand, war es ein hartes Rennen. Alle haben mitgearbeitet, vielleicht nicht jede mit 100 Prozent, aber so ist der Radsport. Der Wind war stark, aber keine belgischen Verhältnisse, wie wir es gewohnt sind. Der Kurs war extrem lässig, es ist ziemlich Auf und Ab gegangen was zu Attacken eingeladen hat. Eine große Hilfe war meine Schwester Christina. Sie brauche ich mental und physisch in solchen Rennen“,

berichtete die für ein belgisches Profiteam fahrende Schweinberger.

„Es war mir klar, dass es unmöglich wird, gegen Kathrin oder auch die anderen im Sprint zu bestehen. Deshalb habe ich mehrmals attackiert und die Gruppe verkleinert. An den Anstiegen wollte ich Kathrin wehtun und habe immer angegriffen. Aber alleine konnte ich nicht wegkommen. Meine letzte Chance habe ich 500 Meter vor dem Ziel gesehen. Ich habe alles gegeben und nur mehr Kathrin ist noch an mir vorbeigekommen“,

freute sich die Rijkes über die Silbermedaille.

„Das Meistertrikot ist einfach was Spezielles und ich wollte es mir nochmals holen. Silber glänzt aber auch schön und ich habe gerade erfahren, dass meine Teamkollegin Lisa Brennauer für unser Team den Deutschen Titel geholt hat“,

fügte die Niederösterreicherin an.

In der Klasse U23 feierte Hannah Streicher (Team d.velop Ladies) den Meistertitel bei den Frauen. Zweite wurde Sandra Gieringer (La Musette Radunion), die sich im Sprint gegen Katharina Kreidl (Union Raiffeisen Radteam Tirol) durchsetzte. Die Tirolerin gewann gestern den Zeitfahrtitel in dieser Klasse.

 

Ergebnis:

1. Kathrin Schweinberger (Doltcini – Van Eyck) 2:40.30
2. Sarah Rijkes (Ceratizit WNT Pro Cycling) s.t.
3. Veronika Windisch (Cookina Graz) s.t.
4. Christina Schweinberger (Doltcini – Van Eyck) s.t.
5. Verena Eberhardt (RSC Südburgenland) s.t.

 

© radsportverband.at  Foto: Österreichischer Radsportverband – Maurer

Patrick Gamper holt sich den Vizestaatsmeistertitel im Zeitfahren

Einen wahren Krimi lieferten sich Österreichs Topzeitfahrer Matthias Brändle (Israel Start-Up Nation) und Patrick Gamper (Bora – hansgrohe) bei den österreichischen Staatsmeisterschaften im Zeitfahren. Bis zur zweiten und letzten Zwischenzeit lag der junge Tiroler noch vor dem ehemaligen Stundenweltrekordler. Aber dieser machte auf den letzten Kilometern den Rückstand gut und setzte sich hauchdünn um elf Sekunden vor seinem jungen Widersacher durch.

„So nervös war ich noch nie vor einer Meisterschaft. Ich wusste, dass Patrick ein superharter Gegner sein wird, der sich auch perfekt auf das Rennen vorbereitet hat“,

erklärte der Hohenemser.

Auf den ersten Kilometern sollte er mit dieser Annahme mehr als Recht behalten, denn über zehn Sekunden nahm ihm der Tiroler bis zur ersten Zwischenzeit schon ab.

„Ich konnte es bis zur zweiten Zwischenzeit auf sechs Sekunden verringern und im Finale hatte ich eine Topunterstützung aus dem Betreuerauto. Sie haben mich gepusht und am Hügel beim Gegenwind konnte ich das Blatt wenden“,

so Brändle, der im letzten Jahr viel gemeinsam mit Gamper auch trainierte.

„Ja, damit schaffe ich mir einen Gegner, aber mit Patrick ist es ein absolut würdiger. Er ist vom Typ her sehr ähnlich wie ich und irgendwann wird der Generationswechsel kommen. In diesem Jahr konnte ich ihn noch einmal abwehren“,

berichtete der Vorarlberger, der vor elf Jahren ebenfalls im Burgenland seinen ersten von bislang sechs Titel im Einzelzeitfahren errang.

„Es ist nicht selbstverständlich im ersten Profijahr gleich um den Meistertitel in der Eliteklasse zu fahren. Aber die Steigerung zum Vorjahr ist da und damit bin ich sehr zufrieden. Natürlich wollte ich aber gewinnen“,

fügte Gamper an, den mit Brändle nicht nur der Fahrertypus und die Konkurrenz, sondern auch eine enge Freundschaft verbindet:

„Er hat mir viel geholfen in den letzten Jahren.“

Mit einem Schnitt von fast 48 km/h fegten die beiden WorldTour-Profis über die Straßen rund um Lutzmannsburg.

„Ich bin mit der Hitze nicht ganz so gut zurechtgekommen und habe vielleicht ein wenig zu viel Gas gegeben zu Beginn“,

gestand sich Gamper ein, der im Vorjahr noch die Meisterschaften in der Klasse U23 gewonnen hatte. Dritter wurde der Wiener Felix Ritzinger (WSA KTM Graz), der ebenfalls auf den letzten Kilometern den Salzburger Johannes Hirschbichler (Union Raiffeisen Radteam Tirol) abfing.

„Eine Medaille war das Ziel meines Jahres. Viele wollten die Bronzemedaille und ich konnte mich durchsetzen“,

freute sich der für das steirische Kontinentalteam fahrende 23-Jährige. Die U23-Wertung sicherte sich der Oberösterreicher Tobias Bayer (Tirol KTM Cycling Team), der gleichzeitig auch die Führung in der Austrian Time Trial Series übernahm. Bei den Frauen gewann die Tirolerin Katharina Kreidl (Union Raiffeisen Radteam Tirol) die Meisterschaften der Klasse U23.

Bei den Frauen gibt geht das rot-weiß-rot gestreifte Meistertrikot im Kampf gegen die Uhr in Lutzmannsburg im Burgenland erneut an die Niederösterreicherin Anna Kiesenhofer (Cookina Graz), die sich nach dem Vorjahr zum zweiten Mal den Titel von Österreichs schnellster Fahrerin sichern konnte. Somit waren die Titelverteidiger im Einzelzeitfahren von 2019 waren auch in diesem Jahr nicht zu schlagen.

 

Ergebnisse:
Einzelzeitfahren Männer (ÖSTM):
1. Matthias Brändle (Israel Start-Up Nation)
2. Patrick Gamper (Bora – hansgrohe) + 0:11
3. Felix Ritzinger (WSA KTM Graz) + 0:27
4. Johannes Hirschbichler (Union Raiffeisen Radteam Tirol) + 0:51
5. Tobias Bayer (Tirol KTM Cycling Team) + 1:29

Einzelzeitfahren Frauen (ÖSTM):
1. Anna Kiesenhofer (Cookina Graz) 39:01.37
2. Astrid Lamprecht (SC Xterrians Jauntal) + 2:51
3. Christina Schweinberger (Doltcini-Van Eyck) + 3:26
4. Sarah Rijkes (Ceratizit WNT Pro Team) + 4:07
5. Sylvia Gehnböck (RC Format) + 4:18

 

© radsportverband.at  Foto: GEPA – Michael Meindl

Wildauer wird österreichischer Bergmeister

Markus Wildauer gewinnt das Bergzeitfahren am Hochkar und wird damit österreichisch Bergmeister.

8,9 Kilometer, von der Mautstation bis zum Parkplatz bei der Talstation der Hochkar-Skilifte, galt es beim dritten Lauf zur Austrian Time Trial Series für Österreichs Radprofis zu absolvieren. Die Sieger in der ersten Bergprüfung der Serie, die gleichzeitig die heimische Bergmeisterschaft bildete, kamen aus Niederösterreich mit Anna Kiesenhofer (Cookina Graz) und Tirol mit Markus Wildauer (Tirol KTM Cycling Team).

Bei den Männern war es ein wahrer Sekundenkrimi hinauf zur Talstation der Hochkar-Bergbahnen. Und vor allem die jungen Fahrer kletterten schnell die Mautstraße hoch. Denn in den Top sechs fanden sich gleich fünf Athleten der U23-Kategorie. Am schnellsten war der 22-jährige Wildauer, der mit einem Schnitt von 18,6 km/h und in 28:23 Minuten das Bergzeitfahren gewann.

„Die Beine waren gut und ich wollte von Start bis Ziel ein konstantes Tempo fahren. Allerdings musste ich die letzten drei Kilometer sehr auf die Zähne beißen. Der Weg hinauf zur Talstation ist doch sehr unrhythmisch“,

berichtete der Tagessieger, der gleichzeitig auch die Gesamtführung nach drei Rennen in der Austrian Time Trial Series übernahm.

Sieben Sekunden hinter dem jungen Tiroler landete der Deutsche Jonas Rapp (Hrinkow Advarics Cycleang) auf Platz zwei.

„Es lief nicht ganz optimal für mich. Das heiße Wetter hat es schwer gemacht, das war aber für alle gleich. In Summe kann ich mit dem zweiten Rang schon zufrieden sein“,

erklärte der 26-Jährige. Auf Rang drei landete mit Florian Lipowitz ein 19-jähriger Landsmann von Rapp und Teamkollege des Siegers Wildauer. Vierter wurde mit Tobias Bayer ein weiterer Fahrer der Tiroler U23-Equipe. Der fünfte Platz ging an Martin Messner von WSA KTM Graz, der gerade einmal 56 Sekunden Rückstand auf Wildauer aufwies und die sportliche Dichte der U23 in dieser Saison unterstrich.

Bei den Frauen gewann Anna Kiesenhofer.

„Ich habe meinen Fokus ein wenig in Richtung der Bergfestigkeit verlegt, weg vom Einzelzeitfahren. Meine Zielsetzung ist das WM-Straßenrennen in der Schweiz in diesem Jahr, von dem her war es heute ein erstes Ausrufezeichen“,

erklärte die 29-jährige Kiesenhofer, die aktuelle Staatsmeisterin auf der Straße als auch im Einzelzeitfahren ist und sich nun zusätzlich auch den Titel der Bergmeisterin sicherte. Mit einem Vorsprung von fast drei Minuten distanzierte sie die heimische Konkurrenz klar. Zweite wurde ihre Teamkollegin Angelika Tazreiter.

Die gebürtige Niederösterreicherin lag im Ziel 2:57 Minuten hinter Kiesenhofer.

„Es war echt schwer heute mit der Hitze und dem Anstieg. Anna ist kurz vor dem Ziel an mir vorbeigeflogen, sie hatte einen unglaublichen Zug am Pedal“,

analysierte Tazreiter, die Österreich bei den letzten beiden Weltmeisterschaften auf der Straße vertrat. Tagesdritte wurde die Niederländerin Teuntje Beekhuis vom belgischen Frauenprofirennstall Lotto Soudal. Neue Führende in der Gesamtwertung der Austrian Time Trial Series ist die Tirolerin Gabriele Erharter (La Musette Radunion), die sich als Tagesfünfte im Gesamtklassement an der Deutschen Manuela Hartl, die am Hochkar Platz 15 belegte, vorbeischob.

Ergebnisse:
Männer:
1. Markus Wildauer (AUT/Tirol KTM Cycling Team) 28:23.66
2. Jonas Rapp (GER/Hrinkow Advarics Cycleang) + 0:07
3. Florian Lipowitz (GER/Tirol KTM Cycling Team) + 0:11
4. Tobias Bayer (AUT/Tirol KTM Cycling Team) + 0:33
5. Martin Messner (AUT/WSA KTM Graz) + 0:56

Frauen:
1. Anna Kiesenhofer (AUT/Cookina Graz) 33:10.09
2. Angelika Tazreiter (AUT/Cookina Graz) + 2:57
3. Teuntje Beekhuis (NED/Lotto Soudal) + 3:27
4. Hannah Fandel (GER/Team Stuttgart) + 3:35
5. Gabriela Erharter (AUT/ La Musette Radunion) + 3:37

 

© radsportverband.at  Foto: GEPA – Harald Steiner

Doppelsieg der Schweinbergers beim Postalm Sprint der Austrian Time Trial Series

Der Steirer Daniel Auer (WSA KTM Graz) und die Tirolerin Kathrin Schweinberger (Doltcini – Van Eyck) sind die großen Sieger des Re-Starts im österreichischen Radsport. Sie gewinnen den Postalm Sprint im Salzburger Land, der mit einem innovativen Format den Auftakt der neu ins Leben gerufenen Austrian Time Trial Series bildete.

Fünfmal mussten die besten Athleten beim Auftakt über die knapp einen Kilometer lange Strecke gehen. Das bedeutete ein völlig neues Rennformat, das erstmals in Österreich in dieser Form so ausgetragen wurde. Die Athleten hatten dabei zwischen den Läufen nur kurze Verschnaufpausen.

Bei den Frauen ging es knapp zur Sache, letztendlich konnten aber  die Tiroler Zwillingsschwestern Kathrin und Christina Schweinberger einen Doppelsieg feiern! Am Ende trennten die beiden für das belgische Team Doltcini-Van Eyck fahrenden Sportlerinnen gerade einmal sechs Hundertstel.

„Christina hat am Ende noch einen drauf gelegt, da wurde es dann richtig knapp“,

strahlte Kathrin Schweinberger im Ziel. Sie dominierte die ersten Läufe, am Ende setzte sie sich hauchdünn durch.

„Es war schwierig einzuschätzen, eigentlich habe ich gedacht, dass Kathrin ihre Vorteile hat, am Ende war sie die Beste, es war aber sau knapp“,

fügte ihre Zwillingsschwester an.

Dritte wurde die Steirerin Veronika Windisch, frühere Olympiateilnehmerin im Short Track Eisschnelllauf, die ein ähnliches Format aus ihrer Karriere schon kannte:

„Es ist ähnlich wie Short Track, vor allem von der Belastungsdauer und der Wiederholung her. Du musst aufpassen, denn wenn du dich komplett vernichtest körperlich, dann kannst du dich nicht mehr erholen. Im letzten Lauf haben dann die Radspezialistinnen das Rennen gemacht.“

 

Bei den Männern konnte sich Daniel Auer am besten auf dieses neue Rennformat einstellen. Der Steirer zeigte dabei auch seine Prologstärke, nachdem er in der ersten Runde noch taktierte und nicht unter den Top Ten zu finden war, gewann er die restlichen Läufe souverän.

„Mir liegen die Auftaktrennen ganz gut“,

schmunzelte Auer, der auch im Vorjahr das erste Rennen der heimischen Radliga für sich entscheiden könnte. Mit einem Schnitt von über 41,8 km/h brauste der Steirer zum Sieg:

„Es war extrem hart. Den ersten Lauf habe ich dosiert, dann habe ich immer Vollgas gegeben. Im Finale habe ich dann die letzten Körner rausgequetscht und es ist sich ausgegangen.“

Zweiter wurde, etwas überraschend, sein Teamkollege Daniel Köck.

„Ich wusste, dass mir sowas liegt. Wenn es bergauf geht, dann kann ich zwei Minuten richtig schnell fahren.“

Der dritte Rang ging an zwei Fahrer. Der Deutsche Mika Heming (Maloja-Pushbikers) erzielte die exakt gleiche Zeit wie Valentin Götzinger (WSA KTM Graz). Auf die Hundertstel genau absolvierten sie den finalen Rennkilometer und teilten sich so den Podestplatz..

„Es war ziemlich hart. Ich bin nicht mit großen Erwartungen zum Rennen gekommen und dementsprechend überrascht mit dem Resultat“,

erklärte der junge Norddeutsche, der damit für große Freude beim Rennorganisator Rupert Hödlmoser sorgte. Denn der Salzburger ist zugleich auch der Sportliche Leiter des Deutschen.

 

Ergebnisse:

Frauen:
1. Kathrin Schweinberger (AUT/Doltcini-Van Eyck) 1:57.06
2. Christina Schweinberger (AUT/Doltcini-Van Eyck) + 0:00
3. Veronika Windisch (AUT/Cookina Graz) + 0:07
4. Gabriela Erharter (AUT/La Musette Radunion) + 0:08
5. Agnes Kittel (AUT/Nora Racing Team) + 0:11

Männer:
1. Daniel Auer (AUT/ WSA KTM Graz) 1:33.09
2. Daniel Köck (AUT/WSA KTM Graz) + 0:02
3. Mika Heming (GER/Maloja-Pushbikers) + 0:03
3. Valentin Götzinger (AUT/WSA KTM Graz) + 0:03
5. Klaus Steinkeller (AUT/RadUnion Tirol) + 0:03

 

© radsportverband.at  Foto: GEPA – Jasmin Walter

Patrick Gamper saust am Salzburgring zum Sieg

Vollgas am Ring war das Motto für Österreichs beste Radprofis am Sonntag in Salzburg. Denn auf dem Salzburgring fand das zweite Rennen der Austrian Time Trial Series statt. Insgesamt drei Runden galt es für die erneut knapp 90 Teilnehmer, ein Drittel des Starterfeldes stellten dabei die Frauen, zu absolvieren auf der Motorrad- und Motorsportrennstrecke in Plainfeld. Der Sieg ging bei den Männern an den Tiroler Patrick Gamper, WorldTour-Profi bei Bora-hansgrohe. Bei den Frauen gewann die Deutsche Manuela Hartl (Cookina Graz).

Mit einem Schnitt von fast 52 km/h und in weniger als 15 Minuten sorgte Gamper, der nach den erfolgreichen internationalen Auftritten seiner Teamkollegen Felix Großschartner, Gregor Mühlberger und Patrick Konrad, für einen weiteren Erfolg des deutschen WorldTeams in den letzten Wochen.

„Wir waren in den letzten Wochen viel gemeinsam unterwegs im Trainingslager. Das schweißt zusammen und auch die Erfolge der Jungs jetzt international motivieren. Da wollte ich nachlegen heute“,

erzählte der 23-jährige Neoprofi.

Zweiter am Salzburgring wurde der Oberösterreicher Tobias Bayer. Der aktuelle U23-Straßenmeister aus dem Tirol KTM Cycling Team war selbst ein wenig überrascht von seiner Leistung.

„Es ist richtig cool Vollgas auf einer Rennstrecke zu geben, auch mit dem Zeitfahrrad. Der Regen hat es zu einer richtigen Herausforderung gemacht und ich war am Ende überrascht am Podium zu stehen. Das hätte ich mir nicht erträumt, weil Zeitfahren normalerweise nicht meine Spezialdisziplin ist“,

so der 20-Jährige.

Dritter wurde mit Johannes Hirschbichler ein Lokalmatador. Der Fahrradmechaniker aus Unken zeigte eine gute Generalprobe für sein großes Saisonziel, die Nationalen Zeitfahrmeisterschaften Ende des Monats in Lutzmannsburg.

„Ich habe viel am Material getüftelt und bin zufrieden mit dem Ergebnis. Ich bin vor allem froh wieder Rennen zu fahren und hier in Salzburg ist es immer etwas Spezielles für mich“

In der Gesamtwertung der ATTS führt weiterhin Daniel Auer (WSA KTM Graz), der nach seinem Erfolg auf der Postalm als Siebter am Salzburgring das Podium knapp verpasste.

Das Rennen der Frauen gewann die Deutsche Manuela Hartl aus der steirischen Equipe Cookina-Graz. Sie benötigte für die drei Runden insgesamt 17:16 Minuten und verwies die beste Österreicherin des Tages, die Kärntnerin Astrid Lamprecht auf den zweiten Platz. Sechs Sekunden fehlten Lamprecht auf den Sieg, doch auch der Podiumsplatz war ein großer Erfolg für sie. Denn das Rennen am Salzburgring war ihr erstes nach der Geburt ihres Sohnes. Dieser verfolgte das Comebackrennen seiner Mutter vom Kinderwagen aus der Boxengasse.

Dritte wurde die Oberösterreicherin Sylvia Gehnböck, die sich vor allem über das starke Teilnehmerfeld bei den Frauen freute:

„Es ist echt schön zu sehen, dass wieder junge Athletinnen nachkommen. Wir haben zwar kein Profiteam, aber zumindest wieder Elitemannschaften und das zeigt nun schon die ersten Resultate“.

Die Gesamtführung nach zwei der sieben Rennen übernahm Hartl.

Der dritte Stopp der ATTS wartet am Sonntag, mit einem Bergzeitfahren in Niederösterreich hinauf aufs Hochkar. Das Rennen ist gleichzeitig die Nationale Bergmeisterschaft.

Ergebnisse:
Männer:
1. Patrick Gamper (AUT/Bora-hansgrohe) 14:45.42 Minuten
2. Tobias Bayer (AUT/Tirol KTM Cycling Team) + 0:02
3. Johannes Hirschbichler (AUT/Union Radteam Tirol) + 0:07
4. Max Veraszto (AUT/Tirol KTM Cycling Team) + 0:10
5. Felix Ritzinger (AUT/WSA KTM Graz) + 0:17

Frauen:
1. Manuela Hartl (GER/Cookina Graz) 17:16.12 Minuten
2. Astrid Lamprecht (AUT/SC Xterrians) + 0:06
3. Sylvia Gehnböck (AUT/Format RC) + 0:19
4. Angelika Tazreiter (AUT/Cookina Graz) + 0:25
5. Gabriela Erharter (AUT/La Musette Radunion) + 0:38

 

© radsportverband.at  Foto: GEPA – Harald Steiner

Patrick Gamper gewinnt Silbermedaille bei Militärweltmeisterschaften

Der Tiroler Patrick Gamper (Tirol KTM Cycling Team) belegte im Einzelzeitfahren der Militärweltmeisterschaften, welche Ende Oktober in Wuhan in China ausgetragen wurden, den zweiten Rang und eroberte damit die Silbermedaille in seiner Spezialdisziplin.

Der 22-Jährige benötigte 38:50.50 Minuten für den 31,9 Kilometer langen Parcours in der chinesischen Millionenstadt und belegte hinter dem Russen Anton Vorobyev (GazProm – Rusvelo) den zweiten Rang mit einem Rückstand von 17 Sekunden. Bronze ging an den Franzosen Jeremy Cabot (SCO Dijon-Team / + 0:21), Vierter wurde Gampers Landsmann Markus Wildauer (Tirol KTM Cycling Team / + 0:32).

Von Beginn an ließ Gamper mit seiner Performance keine Zweifel aufkommen und hatte bereits in der ersten von drei Runden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 48 km/h den Gegnern eine Kampfansage in den Asphalt gebrannt. Auch die anderen Runden waren im Bereich der 50km/h. Diese Leistung sicherte Gamper lange Zeit die Führung, hatte der Zweitplatzierte bereits über 3 Sekunden Rückstand. Letzten Endes konnte sich jedoch ein Fahrer aus Russland mit einem Zielsprint an die Spitze des Klassements setzen.

Gamper selbst freute sich sehr über die Silbermedaille:

„Es war eine unglaublich knappe Geschichte. Der Russe hat zum Schluss nochmal richtig aufgedreht. Doch für mich glänzt diese Silbermedaille wie eine Goldene. Bei diesen Weltspielen dabei zu sein, ist schon eine Ehre, und dann noch eine Medaille im Gepäck zu wissen ist einfach unbeschreiblich. Ohne dem Bundesheer würde ich jetzt mit Sicherheit nicht hier stehen.“

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