Etappensieg für Schweinberger

Schweinberger

Christina Schweinberger holt Etappensieg und wird Gesamtdritte der Rundfahrt Gracia.

Christina Schweinberger, die im Einzelzeitfahren den erst zweiten Etappensieg für rot-weiß-rot bei der prestigeträchtigen Rundfahrt holte, wussten die heimischen Protagonistinnen bei ihrem ersten internationalen Auftritt in diesem Jahr zu überzeugen.

Fünf richtig starke Etappen zeigten Österreichs Nationalteamfahrerinnen beim mehrtägigen Straßenrennen Gracia Orlova in der Tschechischen Republik. „Das wir die Rundfahrt mit einem Etappensieg, einer Platzierung in den Top drei der Gesamtwertung und zwei Wertungstrikots abschließen, ist ein hervorragendes Ergebnis für uns. Wenn man bedenkt, dass mit Ausnahme von Christina Schweinberger nur Rundfahrtsneulinge dabei waren, dann zeigt das auch unser Potential für die Zukunft“, resümierte Frauen-Nationaltrainer Klaus Kabasser am Ende der Rundfahrt.

Schon beim Auftakt der Rundfahrt fanden sich mit Schrempf als auch Schweinberger zwei Fahrerinnen im vordersten Feld. Schon am zweiten Tag sprintete Schweinberger als Dritte aufs Etappenpodium. Ihre Meisterleistung zeigte sie aber auf der dritten Teiletappe, dem Einzelzeitfahren.

Denn dieses gewann sie vor der späteren Rundfahrtssiegerin Agnieska Skalniak-Sojka aus Polen. Am Ende fehlten Schweinberger sogar nur 33 Sekunden auf den Gesamtsieg, vier Sekunden auf die Gesamtzweite, die schwedische Mountainbike-Olympiasiegerin Jenny Rissveds. Schrempf beendete die Rundfahrt als starke Achte, sicherte sich neben der Bergwertung auch die Kombinationswertung.

„Wir sind immer mit der ersten Gruppe gut mitgekommen. Carina hat sich immer auf die Bergwertung konzentriert, ich mich auf die Finale. Ich habe mich über die Topplatzierungen wie den dritten Rang riesig gefreut, aber der Sieg hat alles überstrahlt“, freute sich Schweinberger.

© ÖRV // Foto: ÖRV

Zangerle erobert Sprinttrikot

Emanuel Zangerle in rot bei der Tour of the Alps

Emanuel Zangerle führt nach der ersten Etappe die Sprintwertung der Tour of the Alps an.

Wie auch im vergangenen Jahr kann sich das Tirol Cycling Team nach der ersten Etappe der Tour of the Alps dank Emanuel Zangerle über das rote Trikot der Sprintwertung freuen.

„Der Plan für heute war ganz klar darauf ausgerichtet, das rote Trikot aus dem Vorjahr zu verteidigen. Entsprechend aggressiv sind wir in das Rennen gestartet und waren immer mit verschiedenen Fahrern an der Bildung von Fluchtgruppen beteiligt. Es dauert dann aber bis ca. KM 35, ehe die entscheidende Gruppe, mit dem späteren Etappensieger Geoffrey Bouchard, sich vom Feld lösen konnte und ich darin vertreten war. Bei KM 56 in Pergine dann die Sprintwertung und ich hab voll draufgehalten. Jetzt bin ich sehr stolz, dass ich dieses Trikot in der morgigen Etappe tragen darf. Und dann schauen wir, wie es weitergeht.“

Emanuel Zangerle

Die 2. Etappe am Dienstag verläuft von Primiero/S.Martino di Castrozza über 154,1 Kilometer ins Etappenziel nach Lana.

© ridewithpassion.tirol // Foto: Credit: Caro Hajek

Schweinberger am Podest

Kathrin Schweinberger

Schweinberger wird Dritte in Valencia

Einen tollen Auftakt in ihre Straßensaison erlebte die aktuelle Österreichische Meisterin im Straßenrennen Kathrin Schweinberger. Gleich bei ihrem ersten Rennen für ihr neues Team Ceratizit WNT Pro Cycling landete die 25-jährige am Podium. Sie beendete die 92 Kilometer lange Vuelta Communidad Valencia Feminas auf dem dritten Rang.

„Ich kanns gar nicht glauben, es war ein richtig cooler Start in die neue Saison“,

berichtete die Tirolerin stolz.

Hinter den beiden Italienerinnen Marta Bastianelli und Ilaria Sanguineti komplettierte sie die Top drei in Spanien. Vor allem neben der Weltmeisterin von 2007 zu stehen, imponierte Schweinberger besonders: „Marta hat schon die Flandern-Rundfahrt als auch die Weltmeisterschaften gewonnen. Mit ihr am Podium zu stehen war unglaublich.“

Seit der Winterpause trägt die 25-Jährige ein neues Trikot auf ihren Schultern. Auch dieses ist in die rot-weiß-roten Farben gehalten, aber nun repräsentiert Schweinberger das deutsche Team Ceratizit.

„Es macht großen Spaß mit ihnen Rennen zu fahren und das Umfeld passt einfach super. Ich fühle mich mega wohl und freue mich schon auf den nächsten Trainingsblock“,

erklärte die Tirolerin.

Neben ihren Straßenaktivitäten wird Schweinberger aber in der Zukunft auch verstärkt auf der Bahn im Einsatz sein. Gemeinsam mit Verena Eberhardt will sie sich für die Olympischen Spiele 2024 in Paris qualifizieren.

„Die Kombination aus Bahn und Straße ist noch sehr neu, aber es macht großen Spaß. Ich möchte den Fokus auf die Bahn legen, weil ich es auch bei meinen Teamkollegin sehe, dass es gut gehen kann“,

so Schweinberger, die seit dem Winter an der Seite von Olympiasiegerin Lisa Brennauer unterwegs ist beim deutschen Rennstall.

© radsportverband.at // Foto: ÖRV

Zangerle am Podest

Emanuel Zangerle

Emanuel Zangerle sicherte sich den Sieg beim Ischgl Ironbike 2021 in der Elite/U23.

Emanuel Zangerle wechselte erneut von dem Rennrad zurück auf das Mountainbike und sicherte sich hierbei den Sieg in der Elite/U23 bei der 26ten Austragung des Ischgl Ironbikes.

Es gingen in Ischgl verschiedene Renne über die Bühne. Dazu zählten Marathon Hard, Marathon Medium, Marathon Light und das UCI Stage Race. Letztere setzt sich aus Einzelzeitfahren, Alpenhaustrophy, Shorttrack und Marathon zusammen, hier ging es um Punkte für die Weltrangliste.

Emanuel Zangerle startete beim Marathon Hard hatte 76km und 3700hm zu absolvieren. Die Strecke hatte es in sich, sehr steile Abschnitte mit einer Steigung zwischen 28-32% waren Teil davon. Ein absolut harter und anspruchsvoller Kurs war zu meistern. Doch Emanuel ist es bereits nach den ersten 1600hm gelungen seine Stärken auf einem kurzen Trail-Abschnitt auszuspielen und sich so von den anderen Teilnehmern abzusetzen. Dieser Vorsprung konnte ihm niemand mehr nehmen und so konnte er das Rennen für sich entscheiden.

Foto: Sportograf

Gamper am Podest

Patrick Gamper

Patrick Gamper teil Podest mit Teamkollegen.

Zum zweiten Mal in seiner Karriere durfte der Niederösterreicher Patrick Konrad in das weiße Trikot mit den rot-weiß-roten Streifen schlüpfen. Der 29-Jährige siegte vor dem Kärntner Marco Haller (Bahrain – Victorious) und seinem Teamkollegen Patrick Gamper (Bora – hansgrohe). Das Trio löste sich schon in der ersten von fünf Runden auf dem 176 Kilometer langen Kurs rund um Kufstein und konnte so schon früh für eine Vorentscheidung im Rennen sorgen.

Fast 150 Kilometer waren die drei Profis an der Spitze des Rennens. Am letzten Berg löste sich dann Konrad von Haller und fuhr zu seinem zweiten Titel. Den ersten gewann er vor zwei Jahren in Mondsee und nun reist er erneut mit dem Meistertrikot zur Tour de France.

„Der Kurs war offen für viele Athleten. Wir mussten immer in der Überzahl bleiben, um einen Vorteil gegenüber den Konkurrenten zu haben“,

erklärte Konrad.

„Wir haben viele Szenarien durchbesprochen für das Rennen. Mit vier Fahrern in guter Form musst du das Rennen einfach gewinnen,“

überlegte sich das Team des neuen Meisters sich ihre Taktik am Vorabend ganz genau.

Auf dem selektiven Kurs rund um Kufstein ging Haller früh in die Offensive. Nach knapp 25 Kilometern attackierte er und Konrad sowie Gamper folgten ihm. Bei den heißen Temperaturen wurde es ein sehr schwieriges Rennen für das Trio, das immer darauf achten musste, dass sie ihre Verfolger auf Distanz halten.

„Dass in der ersten Runde die entscheidende Gruppe schon geht, stand nicht auf unserem Plan“,

schilderte Konrad, der vor allem großen Respekt vor den Sprinterqualitäten von Haller hatte.

„Marco hatte in den Anstiegen überhaupt keine Probleme gehabt. Zum Glück ist dann das Loch aufgegangen bei meinem Lucky Punch. Bis zur Ziellinie war es aber ein brutaler Kampf“,

sagte Konrad, der am finalen Anstieg alles auf eine Karte setzte.

„Am Ende war es ein Duell Mann gegen Mann und der Stärkere hat gewonnen“,

erklärte Haller, der gemeinsam mit dem Bora-Duo fast das gesamte Rennen an der Spitze fuhr.

„Ich hatte leider in den ersten 70 Kilometer kein Betreuerauto bei mir und bei der Hitze war das nicht ideal“,

so der Kärntner, der mit den beiden Bora-Patricks zusammenspannte und Abstand auf die Verfolger ausbaute.

Bronze ging an den nur unweit von Kufstein lebenden Patrick Gamper. Nach einem eher unglücklichen Platz fünf im Zeitfahren holte er im Straßenrennen die erhoffte Medaille.

„Es war ein sehr hartes Rennen, aber dafür waren wir auch selbst verantwortlich. Für uns als Team ist es aber ideal gelaufen“,

erklärte der 24-jährige Lokalmatador.

Vierter wurde der Oberösterreicher Tobias Bayer, der knapp vier Minuten hinter dem Sieger Konrad die Verfolger anführte. Der Alpecin-Fenix-Profi sicherte sich dabei die U23-Wertung: „Natürlich war der Sieg in der U23 nicht mein Ziel. Es war nicht einfach heute. Bora war die Übermacht. Die Gruppe ist gegangen, leider hat es dahinter nicht harmoniert und so waren sie weg“, resümierte Bayer. Knapp dahinter landete Michael Gogl (Qhubeka – Assos) vor Lukas Pöstlberger (Bora – hansgrohe) auf Rang fünf. Silber und Bronze in der U23 gingen an Valentin Götzinger (WSA KTM Graz) und Mario Gamper (Union Raiffeisen Radteam Tirol).

© ÖRV // Foto: GEPA

Titelverteidigung von Schweinberger

Schweinberger Kathrin

Kathrin Schweinberger feiert ihren zweiten Titel in Folge.

Der Tirolerin Kathrin Schweinberger (Doltcini Van Eyck) feierte im Straßenrennen der Frauen bei den Österreichischen Meisterschaften ihren zweiten Titel in Folge. Die 24-Jährige setzte sich im Sprint knapp gegen die Burgenländerin Verena Eberhardt (Rupelcleaning) durch. Das Podium komplettierte Christina Schweinberger (Doltcini Van Eyck) als Drittplatzierte.

„Ich habe viel zu früh angezogen im Sprint und fast hätte mich Verena noch überholt im Finale. Ich bin überglücklich, dass ich das Trikot nun wieder ein Jahr tragen darf“,

freute sich die Jenbacherin, die nach 2020 auch 2021 sich wieder das Meistertrikot sicherte.

Im Finale bildete sich dann eine Sechsergruppe mit den früheren Meisterinnen Sarah Rijkes (Ceratizit WNT Pro Cycling), Anna Kiesenhofer (Cookina Graz), den Schweinberger Schwestern, Eberhardt und Nadja Heigl (Servetto – Makhymo – Beltrami). Im Stadtzentrum von Kufstein kam es dann zum Sprint dieser Gruppe nach 70 Kilometern.

Christina Schweinberger zog für ihre Schwester den Spurt früh an, die Titelverteidigerin trat dann 200 Meter vor der Ziellinie an und rettete ihren Vorsprung knapp vor Eberhardt, die die schnellste Endgeschwindigkeit hatte.

„Ich wusste, dass es schwierig wird gegen Kathrin. Ich bin aber leider nicht an ihr vorbeigekommen. Schade, wäre die Ziellinie nur ein paar Meter weiter hinten gewesen“,

schilderte Eberhardt, die nach vielen Medaillen auf der Bahn nun ihre erste auf der Straße gewinnen konnte.

Der unglückliche vierte Platz ging an die Meisterin von 2018 Rijkes. Fünfte wurde Heigl vor Kiesenhofer.

„Mit 1 und 3 können wir voll zufrieden sein“, strahlte Schweinberger.

strahlte Schweinberger.

In der U23 siegte die Niederösterreicherin Cornelia Holland vor ihrer Teamkollegin Tina Berger-Schauer (beide Union RRT Pielachtal). Bronze holte sich die Tirolerin Katharina Kreidl (Union Raiffeisen Radteam Tirol).

© ÖRV // Foto: GEPA

Schweinbergers holen Doppelsieg

Schweinberger

Tirols Radzwillinge jubeln über Doppelsieg in Wels

Einen besonderen Doppelsieg feierten Christina und Kathrin Schweinberger (beide Doltcini – Van Eyck) beim zweiten Stopp der road cycling league Austria in Wels beim 59. Internationalen Kirschblütenrennen. Die Zwillingsschwestern aus Tirol landeten auf den Rängen eins und zwei beim zweiten Rennen der ÖRV-Radliga für Frauen präsentiert von der KRONEN ZEITUNG und wiederholten ihren Erfolg von 2018, wo ihnen dieses Kunststück ebenfalls gelang, allerdings mit der aktuellen Österreichischen Meisterin als Siegerin, die diesmal ihrer Schwester den Vortritt ließ.

„Es ist schön gemeinsam den Erfolg feiern zu können. So oft ist das uns in unserer Karriere auch noch nicht gelungen“, erzählte Christina Schweinberger nach dem 70,4 Kilometer langen zweiten Saisonrennen in der Frauen-Radliga. Nach knapp zwei Stunden überquerte das Duo Seite an Seite den Zielstrich in Wels. „Zum Glück ist Kathrin nicht gesprintet, sonst hätte es für mich wohl nicht gereicht“, schmunzelte Christina, die die Sprinterfähigkeiten ihrer Schwester nur zu gut kennt.

Dafür sicherte sich die im rot-weiß-rot gestreiften Trikot fahrende Kathrin die Bergwertung und wurde auch zur aktivsten Fahrerin des Tages gekürt. „Es war nicht einfach, jetzt nach den Klassikern wieder in den Rennmodus reinzukommen, zuletzt stand eher lockeres Training bei uns am Programm“, erzählte die 24-Jährige, die zehn der schweren belgischen Straßenrennen in den letzten Monaten in den Beinen hatte und diese alle mit ihrer Schwester absolvierte.

„2018 haben wir es noch auf den Sprint ankommen lassen, diesmal sind wir in die Offensive gegangen, aber es hat wieder alles geklappt“, freute sie sich über den Doppelsieg, der auch ein kleines Dankeschön zu werten war, denn zumeist opfert sich Christina in den Rennen mit Nachführarbeit auf, um ihre endschnellere Schwester in den Sprint zu bringen.

Auf Rang drei landete die Wienerin Nadja Heigl. Österreichs erste Medaillengewinnerin im Querfeldein hat nach der Cross-Saison umgesattelt und fährt für das italienische Team Servetto – Makhymo – Beltrami TSA. Dort hat sie heuer schon ihre ersten internationalen Rennen absolviert auf der Straße. Sie eröffnete das Finale mit einer starken Attacke, wurde dann am letzten Anstieg von den beiden Zwillingsschwestern aus Tirol noch ein- und dann überholt.

„Ich wusste, dass ich es nicht auf einen Sprint ankommen lassen kann und habe was probiert. Es ist nicht ganz aufgegangen, aber bei dieser starken Besetzung ist es schön, überhaupt den Sprung aufs Podium zu schaffen“, so die 25-Jährige. Den Sprint der ersten Verfolgergruppe gewann die aktuell führende der Liga und im von der Kronen Zeitung gebrandeten Leadertrikot fahrende Verena Eberhardt.

„Ich bin leider am Berg nicht ganz mitgekommen. Nachdem die Schweinberger-Zwillinge und Nadja vorne waren, habe ich versucht mit der Deutschen Gudrun Stock nochmals an die Gruppe heranzufahren. Das Loch wurde aber nicht mehr kleiner und so habe ich dann auf den Sprint gewartet und diesen auch gewonnen“, berichtete die Bahnspezialistin, die zuletzt sehr erfolgreich in Gent im Einsatz war. „Ich wollte eigentlich aufs Podium, trotzdem freue ich mich, dass ich das Führungstrikot verteidigen konnte“, schilderte die Burgenländerin.

„Ich bin leider am Berg nicht ganz mitgekommen. Nachdem die Schweinberger-Zwillinge und Nadja vorne waren, habe ich versucht mit der Deutschen Gudrun Stock nochmals an die Gruppe heranzufahren. Das Loch wurde aber nicht mehr kleiner und so habe ich dann auf den Sprint gewartet und diesen auch gewonnen“, berichtete die Bahnspezialistin, die zuletzt sehr erfolgreich in Gent im Einsatz war. „Ich wollte eigentlich aufs Podium, trotzdem freue ich mich, dass ich das Führungstrikot verteidigen konnte“, schilderte die Burgenländerin.

In knapp zwei Monaten wartet dann das dritte Rennen der Frauen im Rahmen der road cycling league Austria. Dieses wird ein Zeitfahren sein, nämlich jenes der Österreichischen Staatsmeisterschaften. Dort wird rund um Kufstein nicht nur um Punkte für die ÖRV-Radliga der Frauen gekämpft, sondern auch um das begehrte Meistertrikot im Kampf gegen die Uhr.

© ÖRV // Foto: ÖRV

Kathrin Schweinberger sichert sich Omnium-Titel bei Bahn-ÖM

Der zweite Tag der Österreichischen Staatsmeisterschaften im Bahnradsport stand ganz im Zeichen des Mehrkampfes. Omnium ist der Name des Vierkampfes bestehend aus Scratch, Temporennen, Ausscheidungsrennen und Punktefahren. Bei den Frauen gewann die aktuelle Straßenmeisterin Kathrin Schweinberger (ÖAMTC RC Tirol), bei den Männern siegte Daniel Auer (WSA KTM Graz).

Bei den Frauen war der Mehrkampf ein über vier Rennen dauerndes Duell zwischen Straßenmeisterin Kathrin Schweinberger und Bahnspezialistin Verena Eberhardt. Die Tirolerin, die tatkräftig von ihrer Schwester Christina im Infield unterstützt wurde, setzte sich erst im finalen Sprint des Tages durch und gewann um zwei Punkte den Mehrkampf. Dritte wurde überraschend die Juniorin Leila Gschwentner (RC Arbö Tom Tailor Wörgl). Bei den Junioren gab es einen Dreifachsieg für die Tiroler Mannschaft Radsport Stanger Kitzbühel durch Alexander Hajek, Paul Buschek und Stefan Kovar.

 

Ergebnis Omnium Männer:
1. Daniel Auer (WSA KTM Graz) 143 Punkte
2. Andreas Müller (RSC Arbö Südburgenland) 133
3. Felix Ritzinger (WSA KTM Graz) 129

Ergebnis Omnium Frauen:
1. Kathrin Schweinberger (Öamtc RC Tirol) 142 Punkte
2. Verena Eberhardt (RSC Arbö Südburgenland) 140
3. Leila Gschwentner (RC Arbö Tom Tailor Wörgl) 97

Ergebnis Omnium Junioren:
1. Alexander Hajek (Radsport Stanger Kitzbühel) 93 Punkte
2. Paul Buschek (Radsport Stanger Kitzbühel) 88
3. Stefan Kovar (Radsport Stanger Kitzbühel) 68

 

© radsportverband.at  Bild: Peter Maurer

Kathrin Schweinberger sprintet mit der Hilfe ihrer Schwester zum österreichischen Meistertitel

Kathrin Schweinberger wird mit der Hilfe ihrer Schwester Christina österreichische Straßenmeisterin.

Zum ersten Mal in ihrer noch jungen Karriere eroberte Kathrin Schweinberger (Doltcini – Van Eyck) den Österreichischen Meistertitel auf der Straße. Die 23-jährige Zillertalerin setzte sich im Sprint einer kleineren Gruppe nach 93 Kilometern rund um Mattersburg durch.

Bei starkem Wind war das Feld der Frauen lange gemeinsam unterwegs. Aufgrund der harten Bedingungen entschieden die Rennkommissäre die Meisterschaften von vier auf drei Runden zu verkürzen. Gleich nach der Entscheidung folgte die erste Attacke von Agnes Kittel (Nora Racing Team). Die Marathonspezialistin hatte bei der ersten Zieldurchfahrt nach 31 Kilometern einen knappen Vorsprung von wenigen Sekunden auf das Feld. Beim ersten kleinen Anstieg der Runde wurde sie aber wieder gestellt. Für die Vizemeisterin von 2019, die Niederösterreicherin Angelika Tazreiter (Cookina Graz) war schon nach der ersten Runde Schluss. Die EM-Teilnehmerin musste das Rennen vorzeitig mit körperlichen Problemen beenden.

Zur Rennhälfte formierte sich dann die erste größere Fluchtgruppe und diese war äußerst prominent mit allen Favoritinnen besetzt. Veronika Windisch (Cookina Graz), Sarah Rijkes (Ceratizit WNT Pro Team), Kathrin und Christina Schweinberger (Doltcini – Van Eyck), Hannah Streicher (d.velop Ladies), Verena Eberhardt (RC Südburgenland), Sylvia Gehnböck (Format RC), Katharina Machner (La Musette Radunion), Sophie Schober (RC SK ARBÖ VOEST) und Kittel, die sich erneut sehr aktiv zeigte.

Die erste Sprintwertung holte sich dann Bahnspezialistin Eberhardt und der Vorsprung der zehn Fahrerinnen auf die Verfolgerinnen wuchs auf 40 Sekunden an. Das Tempo wurde eingangs der Schlussrunde erhöht und es begann ein Ausscheidungsfahren. Angeführt von Christina Schweinberger gingen die zehn Fahrerinnen mit einem Vorsprung von 55 Sekunden in die finale Schleife.

Auf den letzten 500 Metern attackierte dann Rijkes aus der Gruppe heraus und lange sah es so aus, als könnte die Meisterin von 2018 ihren Coup von der Wiener Höhenstraße auch im Burgenland wiederholen. Doch mit einem starken Sprint zog Kathrin Schweinberger noch an der Niederösterreicherin vorbei und holte sich die Goldmedaille. Dritte wurde die frühere Olympiateilnehmerin im Short Track Eisschnelllauf Windisch.

„Als die Gruppe stand, war es ein hartes Rennen. Alle haben mitgearbeitet, vielleicht nicht jede mit 100 Prozent, aber so ist der Radsport. Der Wind war stark, aber keine belgischen Verhältnisse, wie wir es gewohnt sind. Der Kurs war extrem lässig, es ist ziemlich Auf und Ab gegangen was zu Attacken eingeladen hat. Eine große Hilfe war meine Schwester Christina. Sie brauche ich mental und physisch in solchen Rennen“,

berichtete die für ein belgisches Profiteam fahrende Schweinberger.

„Es war mir klar, dass es unmöglich wird, gegen Kathrin oder auch die anderen im Sprint zu bestehen. Deshalb habe ich mehrmals attackiert und die Gruppe verkleinert. An den Anstiegen wollte ich Kathrin wehtun und habe immer angegriffen. Aber alleine konnte ich nicht wegkommen. Meine letzte Chance habe ich 500 Meter vor dem Ziel gesehen. Ich habe alles gegeben und nur mehr Kathrin ist noch an mir vorbeigekommen“,

freute sich die Rijkes über die Silbermedaille.

„Das Meistertrikot ist einfach was Spezielles und ich wollte es mir nochmals holen. Silber glänzt aber auch schön und ich habe gerade erfahren, dass meine Teamkollegin Lisa Brennauer für unser Team den Deutschen Titel geholt hat“,

fügte die Niederösterreicherin an.

In der Klasse U23 feierte Hannah Streicher (Team d.velop Ladies) den Meistertitel bei den Frauen. Zweite wurde Sandra Gieringer (La Musette Radunion), die sich im Sprint gegen Katharina Kreidl (Union Raiffeisen Radteam Tirol) durchsetzte. Die Tirolerin gewann gestern den Zeitfahrtitel in dieser Klasse.

 

Ergebnis:

1. Kathrin Schweinberger (Doltcini – Van Eyck) 2:40.30
2. Sarah Rijkes (Ceratizit WNT Pro Cycling) s.t.
3. Veronika Windisch (Cookina Graz) s.t.
4. Christina Schweinberger (Doltcini – Van Eyck) s.t.
5. Verena Eberhardt (RSC Südburgenland) s.t.

 

© radsportverband.at  Foto: Österreichischer Radsportverband – Maurer

Patrick Gamper holt sich den Vizestaatsmeistertitel im Zeitfahren

Einen wahren Krimi lieferten sich Österreichs Topzeitfahrer Matthias Brändle (Israel Start-Up Nation) und Patrick Gamper (Bora – hansgrohe) bei den österreichischen Staatsmeisterschaften im Zeitfahren. Bis zur zweiten und letzten Zwischenzeit lag der junge Tiroler noch vor dem ehemaligen Stundenweltrekordler. Aber dieser machte auf den letzten Kilometern den Rückstand gut und setzte sich hauchdünn um elf Sekunden vor seinem jungen Widersacher durch.

„So nervös war ich noch nie vor einer Meisterschaft. Ich wusste, dass Patrick ein superharter Gegner sein wird, der sich auch perfekt auf das Rennen vorbereitet hat“,

erklärte der Hohenemser.

Auf den ersten Kilometern sollte er mit dieser Annahme mehr als Recht behalten, denn über zehn Sekunden nahm ihm der Tiroler bis zur ersten Zwischenzeit schon ab.

„Ich konnte es bis zur zweiten Zwischenzeit auf sechs Sekunden verringern und im Finale hatte ich eine Topunterstützung aus dem Betreuerauto. Sie haben mich gepusht und am Hügel beim Gegenwind konnte ich das Blatt wenden“,

so Brändle, der im letzten Jahr viel gemeinsam mit Gamper auch trainierte.

„Ja, damit schaffe ich mir einen Gegner, aber mit Patrick ist es ein absolut würdiger. Er ist vom Typ her sehr ähnlich wie ich und irgendwann wird der Generationswechsel kommen. In diesem Jahr konnte ich ihn noch einmal abwehren“,

berichtete der Vorarlberger, der vor elf Jahren ebenfalls im Burgenland seinen ersten von bislang sechs Titel im Einzelzeitfahren errang.

„Es ist nicht selbstverständlich im ersten Profijahr gleich um den Meistertitel in der Eliteklasse zu fahren. Aber die Steigerung zum Vorjahr ist da und damit bin ich sehr zufrieden. Natürlich wollte ich aber gewinnen“,

fügte Gamper an, den mit Brändle nicht nur der Fahrertypus und die Konkurrenz, sondern auch eine enge Freundschaft verbindet:

„Er hat mir viel geholfen in den letzten Jahren.“

Mit einem Schnitt von fast 48 km/h fegten die beiden WorldTour-Profis über die Straßen rund um Lutzmannsburg.

„Ich bin mit der Hitze nicht ganz so gut zurechtgekommen und habe vielleicht ein wenig zu viel Gas gegeben zu Beginn“,

gestand sich Gamper ein, der im Vorjahr noch die Meisterschaften in der Klasse U23 gewonnen hatte. Dritter wurde der Wiener Felix Ritzinger (WSA KTM Graz), der ebenfalls auf den letzten Kilometern den Salzburger Johannes Hirschbichler (Union Raiffeisen Radteam Tirol) abfing.

„Eine Medaille war das Ziel meines Jahres. Viele wollten die Bronzemedaille und ich konnte mich durchsetzen“,

freute sich der für das steirische Kontinentalteam fahrende 23-Jährige. Die U23-Wertung sicherte sich der Oberösterreicher Tobias Bayer (Tirol KTM Cycling Team), der gleichzeitig auch die Führung in der Austrian Time Trial Series übernahm. Bei den Frauen gewann die Tirolerin Katharina Kreidl (Union Raiffeisen Radteam Tirol) die Meisterschaften der Klasse U23.

Bei den Frauen gibt geht das rot-weiß-rot gestreifte Meistertrikot im Kampf gegen die Uhr in Lutzmannsburg im Burgenland erneut an die Niederösterreicherin Anna Kiesenhofer (Cookina Graz), die sich nach dem Vorjahr zum zweiten Mal den Titel von Österreichs schnellster Fahrerin sichern konnte. Somit waren die Titelverteidiger im Einzelzeitfahren von 2019 waren auch in diesem Jahr nicht zu schlagen.

 

Ergebnisse:
Einzelzeitfahren Männer (ÖSTM):
1. Matthias Brändle (Israel Start-Up Nation)
2. Patrick Gamper (Bora – hansgrohe) + 0:11
3. Felix Ritzinger (WSA KTM Graz) + 0:27
4. Johannes Hirschbichler (Union Raiffeisen Radteam Tirol) + 0:51
5. Tobias Bayer (Tirol KTM Cycling Team) + 1:29

Einzelzeitfahren Frauen (ÖSTM):
1. Anna Kiesenhofer (Cookina Graz) 39:01.37
2. Astrid Lamprecht (SC Xterrians Jauntal) + 2:51
3. Christina Schweinberger (Doltcini-Van Eyck) + 3:26
4. Sarah Rijkes (Ceratizit WNT Pro Team) + 4:07
5. Sylvia Gehnböck (RC Format) + 4:18

 

© radsportverband.at  Foto: GEPA – Michael Meindl