Dritter Saisonsieg für Flock

Geschenke für die Konkurrenz verteilte Janine Flock nach Platz 3 in der Vorwoche wahrlich keine! Im zweiten Heim-Weltcuprennen am Freitag in Innsbruck-Igls holte die 31-jährige Heeressportlerin den Sieg mit Streckenrekord und zweimal Laufbestzeit.

Rang 2 ging mit 0,21 Sekunden Respektabstand an die Niederländerin Kimberley Bos, dahinter folgten im Hundertstelsekunden-Rhythmus die ehemalige Streckenrekordhalterin und Weltcuptitelverteidigerin Jacqueline Lölling (GER/+0,22), Weltmeisterin Tina Hermann (GER/+0,24) und die Kanadierin Elisabeth Maier (+0,27).

„Ich bin überglücklich, besonders über den Bahnrekord. Heimsiege sind besonders schwer und daher besonders fein. Und Bahnrekord auf der Heimbahn, ist dann noch einmal eins drüber“,

jubelte die dreifache Saisonsiegerin, die mit 875 Punkten die Gesamtweltcupführung vor Bos (830) und Hermann (760) ausbaute. Insgesamt war es der neunte Weltcupsieg in Janine Flocks Skeleton-Karriere, der zweite daheim.

Streckenrekord pulverisiert

Mit einer Laufzeit von 53,47 Sekunden hatte die Tirolerin in Heat 1 den alten Rekord von 53,62 um 15 Hundertstelsekunden verbessert – eine enorme Leistung auf der altehrwürdigen Olympiabahn.

„Die Bahnarbeiter haben einen super Job gemacht, danke an alle! Und auch danke an mein Team, das mir den Schlitten so hergestellt hat. Das Material funktioniert einfach super und hat mir diesen Rekord erst ermöglicht“,

streute Flock verbal Rosen in alle Richtungen.

Und fit wie ein Turnschuh, ist die Parade-Athletin obendrein: In Lauf 2 hatte Janine Flock mit 5,44 Sekunden eine ihrer schnellsten Startzeit in Igls hingelegt. Am Ende blieb sie auch da nur 7 Hundertstelsekunden unter dem eigenen Bahnrekord.  

Flock:

„Dass wir jetzt das Gelbe Trikot unter dem Weihnachtsbaum liegen haben, ist ein Traum. Ich bin wirklich sehr dankbar, dass wir unter diesen Umständen überhaupt fahren dürfen!“

Saisonfinale 2021 daheim

Apropos Umstände. Das Weltcupfinale im Bob- und Skeleton kommt 2021 nach Innsbruck! Der neue Termin wurde mit 24. – 31. Jänner 2021 fixiert. Das Weltcupfinale war ursprünglich auf der neuen Olympiabahn für Peking 2022 Anfang März geplant gewesen, aber wegen der weltweiten Corona-Pandemie abgesagt worden.

„Das ist bestimmt eine gute Lösung und erspart vielen von uns große Reisestrapazen“,

kommentierte die Olympia-Vierte von Pyeongchang.

©  olympia.at // Foto: GEPA Pictures – Simona Donko

Nocker gewinnt EC-Abfahrt vor Lahnsteiner

Österreichs Europacup-Abfahrer sind weiter eine Klasse für sich. Nach dem Sieg von Maximilian Lahnsteiner bei der ersten Abfahrt in Santa Caterina (ITA) durfte der ÖSV heute einen Doppelsieg bejubeln.

“Ich bin voll happy. Heute hat wirklich alles gepasst. Ich habe alles so erwischt, wie ich mir das vorgestellt habe.”,

so Clemens Nocker nach seinem Sieg.

Der Tiroler Clemens Nocker fuhr zum ersten Mal in seiner Karriere im Europacup auf das Podest und konnte sich gleich über einen Sieg freuen. Zweiter wurde der gestrige Sieger Maximilian Lahnsteiner (+0,37 Sek.). Platz drei ging an den Schweden Olle Sundin (+0,55 Sek.). Mit Stefan Eichberger (14.), Manuel Traninger (24.) und Felix Hacker (29.) schafften es noch drei weitere ÖSV-Athleten in die Punkteränge. Der Steirer Stefan Eichberger wurde zudem bester Junior.

 

© oesv.at

Flock verteidigt mit Platz 3 Weltcupführung

Turbulenter Heim-Weltcup für die Skeleton-Damen am Freitag in Innsbruck-Igls mit einer Kollision und einem gestrichenen ersten Lauf!

Auf der Olympiabahn machten starke Windböen und Schneeverwehungen Probleme. Der erste Durchgang, den Janine Flock mit 54,04 Sekunden 14 Hundertstelsekunden vor Superstarterin Elena Nikitina gewonnen hatte, wurde wegen wechselnder und damit unfairer Bedingungen gestrichen.

Kollision mit Kehrbesen

Dazu kam die Schrecksekunde der Kollision von Katie Tannenbaum mit einem Kehrbesen, bei der die für die Virgin Islands startende Athletin zum Glück unverletzt geblieben war. Mit Startnummer 18 war Tannenbaum in voller Fahrt gegen einen quer in der Bahn lehnenden Kehrbesen, den der Wind von der Bande hineingeweht hatte, gekracht.

Der zweite Durchgang blieb ohne Zwischenfälle. Janine Flock fuhr auf der holprigen Eispiste in 54,19 Sekunden auf Rang 3 ex-aequo mit der Deutschen Weltmeisterin Tina Hermann.

Der Sieg ging an die Russin Nikitina (54,74 Sekunden), Platz 2 an die Niederländerin Kimberley Bos (+0,28 Sekunden), die der Weltcupführenden Flock (650 Punkte) in der Gesamtwertung mit 620 Zählern auf Platz 2 näher rückte.

Flock selbstkritisch und kämpferisch

„Meine Performance im zweiten Lauf war nicht so super, da haben sich schon oben viele kleine Fehler eingeschlichen, die Speed gekostet haben. Das motiviert mich umso mehr für das zweite Heimrennen in der nächsten Woche“, kommentierte Janine Flock kämpferisch.

©  olympia.at

Rodler weiterhin voll auf Zug

Österreichs Rodel-Asse sicherten sich zum Abschluss des Oberhof-Konkurrenz mit Rang zwei in der Team-Staffel den vierten Podestplatz an diesem Rennwochenende. Die ÖRV-Bilanz nach dem ersten Saisondrittel kann sich mit drei Weltcupsiegen und acht weiteren Top-3-Plätzen absolut sehen lassen.
 
Egle mit Start- und Bahnrekord
Der zweite Renntag im Thüringer Wald startete mit der Entscheidung der Damen und endete mit dem ersten Weltcupsieg von Dajana Eitberger nach ihrer Babypause. Die Olympia-Zweite von 2018 verwies Landsfrau Natalie Geisenberger auf Rang zwei und prolongierte damit die beeindruckende Erfolgsserie der deutschen Damen, die seit 1999 in Oberhof ungeschlagen sind. Madeleine Egle raste um minimale sieben Tausendstel an ihrem ersten Weltcup-Podest vorbei und belegte wie zuletzt in Altenberg den starken vierten Rang. Die Team-Europameisterin beeindruckte im Finale mit einem neuen Start- und Bahnrekord. Lisa Schulte, die ihre erste komplette Weltcupsaison in der allgemeinen Klasse absolviert, belohnte sich an ihrem 20. Geburtstag mit Rang sieben, Hannah Prock büßte im Finale vier Plätze ein und beendete das Rennen auf Rang zwölf.
 
Staffel hauchdünn am Jackpot vorbei
Im abschließenden Staffel-Bewerb setzte sich Deutschland nach 143,6 Fahrsekunden um drei hundertstel Sekunden Vorsprung gegenüber Österreich durch. Damit gewannen die Gastgeber in Oberhof wie in der Vorsaison in sämtlichen Disziplinen.
Madeleine Egle, Jonas Müller und Thomas Steu/Lorenz Koller bestätigten ihre Top-Leistungen aus den Disziplinenrennen mit starken Läufen und überzeugten mit schnellen Reaktionszeiten beim Abschlag und am Start. Hinter den Österreichern belegte Polen Rang drei, die wesentlich höher eingestuften Teams aus Italien, Lettland und Russland landeten auf den Rängen vier bis sechs.
 
Bereits am Samstag waren die ÖRV-Doppelsitzer nach dem Doppelsieg zum Auftakt in Innsbruck-Igls auch im Thüringer Wald mit den Plätzen zwei und drei im Verbund auf das Podium gerodelt. Damit verteidigten Thomas Steu und Lorenz Koller ihre Gelben Trikots, Yannick Müller und Armin Frauscher verbessern sich im Gesamtweltcup auf Zwischenrang drei. Einsitzer Jonas Müller der gestern im Thüringer Wald mit Platz drei für den ersten ÖRV-Podestplatz in Oberhof seit 18 Jahren gesorgt hat, verbesserte sich im Gesamtweltcup auf Rang fünf. Felix Loch (GER) baute seinen Vorsprung mit dem vierten Saisonsieg in Folge weiter aus, Olympiasieger David Gleirscher liegt im Zwischenranking als bester Österreicher auf Rang vier.
 
Jonas Müller:

„Es war ein sehr feines Wochenende, ich hatte hier viel Spaß beim Rodeln und bin brutal happy mit meiner Leistung. Das gilt für das Einzelrennen wie für die Team-Staffel. Wenn man mit den Teamkollegen gemeinsam am Podium steht ist das einfach am schönsten.“

Madeline Egle:

„Der erste Lauf war leider etwas unrund. Ich wollte im zweiten voll angreifen, das ist mir dann auch gelungen. Das dabei gleich der Start- und Bahnrekord rausschaut ist unglaublich. Die fehlenden sieben Tausendstel sind natürlich ärgerlich, aber so ist einfach der Sport, ich bin mit dem vierten Platz wirklich sehr zufrieden. Ähnliches gilt für die Staffel, auch hier war es eng, auch hier ist die Freude über Rang zwei größer als die Enttäuschung über den knapp verpassten Sieg.“

Rene Friedl (ÖRV-Cheftrainer & Sportdirektor):

„Wir hatten neuerlich ein starkes Wochenende, das ist die beste Motivation für die kommenden Aufgaben. Bei den Doppelsitzern haben Steu/Koller wieder ein tolles Rennergebnis abgeliefert, Müller/Frauscher sind weit über Soll, da sind wir überglücklich. Bei den Herren freuen wir uns sehr mit Jonas, der immer besser ins Rodeln kommt. Bei Nico und David Gleirscher wäre mehr möglich gewesen, der Speed ist da, leider haben beide zu viele Fehler eingestreut. Madeleine hat sich im Vergleich zum Training sehr gut steigern können und eine richtig starke Leistung gezeigt. Der Start- und Bahnrekord sind sensationell, ich kann mich nicht an eine österreichische Bahnrekordhalterin hier in Oberhof erinnern. Lisa hat ebenfalls aufgezeigt, bei Hannah, die nach einer harten Bande im ersten Lauf nicht mehr so auf Zug gekommen ist, wäre etwas mehr drinnen gewesen, aber auch ihre Entwicklung stimmt mich positiv. Dass der Speed bei allen passt hat auch die Team-Staffel gezeigt. Es war ein sehr spannendes Rennen, in dem wir voll um den Sieg mitgefahren sind. Seit ich für den Verband arbeite und das sind mittlerweile 15 Jahre, ist das unser bestes Ergebnis hier in Oberhof. Jetzt gilt es den Schwung nach Winterberg mitzunehmen und vor der Weihnachtspause noch einmal anzuschreiben.“

© rodel-austria.at

 

 

 

 

 

 

 

ÖRV-Asse holen erste Podiumsplätze in Oberhof

Die aktuelle ÖRV-Weltcupmannschaft beendete ihre podestlose Flaute in Oberhof mit beeindruckenden Leistungen. Die heimischen Doppelsitzer rasten zum Auftakt der Entscheidungen in Thüringen im Doppelpack auf das Podium. Auch im Einsitzer gab es dank Jonas Müller ein weiteres Erfolgserlebnis für die Schützlinge von Cheftrainer Rene Friedl.
 
Doppelter Jubel
Österreichs Doppelsitzer bleiben weiterhin auf der Erfolgswelle. Thomas Steu und Lorenz Koller rasten nach drei Rennsiegen in Folge neuerlich auf das Podest und mussten sich im Thüringer Wald lediglich den Lokalmatadoren Toni Eggert und Sascha Benecken geschlagen geben. Die Deutschen fixierten damit ihren 44. Sieg im Weltcup. Auf Platz drei landeten Yannick Müller und Armin Frauscher, die damit nach Rang zwei zum Auftakt in Igls abermals aufs Podest stürmten und in ihrer erst zweiten Saison im Doppelsitzer weiterhin für Furore sorgen. Juri Gatt und Riccardo Schöpf fabrizierten in Durchgang eins beim Übergang in die Kurve 13 einen Kippsturz. Die ÖRV-Junioren, die ihre erste Weltcupsaison in der allgemeinen Klasse bestreiten, sahen diesmal keine Zielflagge.
 
Im Gesamtweltcup behalten Thomas Steu/Lorenz Koller die gelben Trikots der Führenden, Yannick Müller und Armin Frauscher verbesserten sich nach vier von zwölf Entscheidungen auf Zwischenrang drei.
 
Müller auf Rang 3
Die im Anschluss durchgeführte Herren-Konkurrenz entwickelte sich zum prognostizierten Krimi und war nichts für schwache Nerven. Am Ende setzte sich Felix Loch durch, der Deutsche wies mit Bahnrekord in Durchgang zwei seinen zur Halbzeit führenden Landsmann Johannes Ludwig hauchdünn in die Schranken und sicherte sich mit dem vierten Saisonsieg in Folge den bereits zehnten Weltcupsieg in Oberhof. Ludwig, der auf seiner Hausbahn im Vorjahr triumphierte, fehlten auf Loch 96 Tausendstel. Der Bludenzer Jonas Müller, nach dem ersten Lauf auf Platz fünf, attackierte erfolgreich das Podium und rodelte nach dem Sprint von Innsbruck zum zweiten Podestplatz in dieser Saison. Nico Gleirscher vergab im Finale in der Ausfahrt der Kurve 13 mit einer Bande einen absoluten Spitzenplatz und beendete das Rennen unmittelbar vor Bruder David auf Platz sieben. Mit Wolfgang Kindl als Zehnten platzierte sich ein vierter ÖRV-Athlet in den Top-10, Reinhard Egger beendete das Rennen auf Platz 17.
 
Der Weltcup im Thüringer Wald wird am Sonntag mit dem Rennen der Damen fortgesetzt und einem weiteren Team-Staffel-Bewerb abgeschlossen.
 
Thomas Steu:

„Es war sehr schwierig heute, die Bahn ist aufgrund der Verhältnisse nicht leicht gestanden. Wir tun uns hier traditionell schwer, zum Glück hat es heute zum ersten Mal mit dem Podestplatz in Oberhof geklappt. Das wir hier gemeinsam mit unseren Teamkollegen am Podium stehen, macht das Ganze umso schöner.“

Armin Frauscher:

„Wir sind überglücklich! Die Woche war nicht einfach für uns, wir haben in Oberhof nur sehr sehr wenig Erfahrung, haben uns die Bahn in einigen wenigen Läufen erarbeiten müssen. Dass dabei das zweite Podium unserer gemeinsamen Karriere rausschaut ist fantastisch, so kann es gerne weitergehen.“

Jonas Müller:

„Der Zweite war eindeutig besser. Im ersten waren kleine Fehler drinnen, trotzdem war ich auch mit dem Lauf zufrieden. Es ist richtig cool und freut mich riesig, es macht sehr viel Spaß hier zu rodeln. Leider haben heuer die Zuschauer gefehlt, speziell in Oberhof ist immer eine sehr gute Stimmung.“

Nico Gleirscher:

„Mit dem Speed bin ich sehr zufrieden, leider waren speziell im zweiten Lauf zu viele Fehler dabei, auch der erste war nicht absolut am Punkt. Ein siebenter Platz ist sicher kein schlechtes Ergebnis, aber ich habe das Potential zu mehr, das habe ich heute leider nicht abrufen können.“

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ÖRV-Asse prolongieren ihren Erfolgslauf

Tatyana Ivanova gewann beim Rodel-Weltcup in Altenberg die Konkurrenz der Damen, die Russin verwies Natalie Geisenberger (GER) auf Platz zwei und verbuchte damit ihren 15. Sieg im Weltcup. Auf Rang drei folgte die Doppel-Weltmeisterin von Sotschi, Ekatarina Katnikova (RUS). Madeleine Egle, zur Halbzeit auf Position drei, verpasste um 91 Tausendstel ihr erstes Weltcup-Podest. Mit Rang vier rodelte die 22-jährige Team-Europameisterin, die nach ihrer Schulterverletzung in der Vorbereitung am Start nach wie vor leicht gehandicapt ist, ihr drittes Top-6-Ergebnis in Folge ein. Lisa Schulte verpasste als Elfte ein weiteres Top-10-Ergebnis um lediglich 18 Tausendstel, auch Hannah Prock, die Altenberg aufgrund eines Steißbeinbruchs in schmerzvoller Erinnerung hat, gelang auf der ungeliebten Bahn mit Rang 15 eine versöhnliche Vorstellung.
 
Bereits am Vormittag entschieden Thomas Steu und Lorenz Koller das überaus enge Rennen der Doppelsitzer mit acht Tausendstel Vorsprung auf die Thüringer Toni Eggert/Sascha Benecken für sich und feierten damit den dritten Altenberg-Sieg in Folge. Abermals stark präsentierten sich auch Yannick Müller und Armin Frauscher, die nach Platz zwei und ihrer Podestpremiere am vergangenen Wochenende, mit Rang sechs im ENSO-Eiskanal neuerlich in die absolute Weltspitze platzten. Die Junioren Juri Gatt und Riccardo Schöpf, die erstmals die komplette Weltcupsaison bei den Arrivierten durchlaufen, beendeten das Rennen auf Rang 20.
 
Der Weltcup im sächsischen Osterzgebirge wird am Sonntag (6.12.) mit der Entscheidung der Herren fortgesetzt und einer weiteren Team-Staffel abgerundet.
 
Thomas Steu:

„Es fühlt sich super an! Die Läufe waren nicht perfekt, wir haben uns viele kleine Fehler erlaubt. Toni (Anm.: Eggert) hat im Training die Kurve 9 viel besser erwischt, wir haben gewusst, dass es ein sehr knappes Rennen wird, aber es hat gereicht. Wir freuen uns auf die kommenden Aufgaben.“

Armin Frauscher:

„Unsere Entwicklung passt, es geht von Woche zu Woche was weiter, wir sind top motiviert und überglücklich. Die Läufe waren nicht fehlerfrei, aber wir haben unser persönliches Ziel erreicht, das Ergebnis stimmt uns absolut positiv!“

Madeleine Egle:

„Der Speed passt sehr gut, es sind noch ein paar Kleinigkeiten dabei, die Zeit kosten, aber alles in allen bin ich auf einem guten Weg und mit der Entwicklung sehr zufrieden. Jetzt gilt es den Schwung für morgen mitzunehmen.“

Rene Friedl (ÖRV-Cheftrainer & Sportdirektor):

„Den Doppelsitzern kann man nur gratulieren, sie haben an die Leistungen von Innsbruck angeschlossen, das ist absolut beeindruckend. bei den Damen passt die Richtung ebenfalls. Wir sind in Schlagdistanz zu den Medaillen. Für morgen sind wir ebenfalls zuversichtlich, vom Speed sind wir sicher gut dabei. Es wird sicherlich ein heißes Rennen, hoffentlich halten die Bedingungen. Für die Team-Staffel sind Thomas, Lorenz und Madeleine gesetzt, wer von den Herren startet, zeigt sich morgen.“

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ÖRV-Asse mit zwei Siegen im Nationencup

Wolfgang Kindl fixierte in Altenberg im  Nationencup der Herren Bestzeit. Der Doppel-Weltmeister von 2017 verwies Teamkollege Reinhard Egger auf Rang zwei, damit haben beide ÖRV-Athleten die Qualifikation für das Weltcuprennen am Sonntag souverän gemeistert. Auch im Nationencup der Doppelsitzer gab es dank Yannick Müller und Armin Frauscher einen Sieg. Das ÖRV-Duo, zuletzt in Igls bärenstarke Zweite, verwies die Letten Bots/Palme und Yuzhakov/Prokhorov (RUS) auf die Plätze. Juri Gatt und Riccardo Schöpf beendeten die Qualifikation auf Rang sechs, damit sind auch die beiden 19-jährigen Tiroler im Hauptbewerb mit dabei. Bei den Damen fuhren die Deutschen Natalie Geisenberger und Dajana Eitberger im Nationencup auf die Plätze eins und zwei. Lisa Schulte löste das Weltcupticket mit Rang fünf, Hannah Prock qualifizierte sich mit der neuntschnellsten Zeit für die morgige Punktejagd. Der Rest der heimischen Asse war aufgrund der Setzliste vorqualifiziert, damit gehen am bevorstehenden Wochenende elf ÖRV-Schlitten an den Start. Enden wird der EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup 2020/21 nicht wie geplant in Peking, sondern in St. Moritz, wo von 6.- 7. Februar das Saisonfinale über die Bühne geht. Das gab die FIL heute bekannt.


Wolfgang Kindl:

„Das Eis war heute etwas weicher als an den beiden Trainingstagen, die Abstimmung war nicht ganz einfach, auch am Start habe ich noch Luft nach oben. Prinzipiell habe ich mich in dieser Woche am Schlitten sehr wohl gefühlt, ich bin guter Dinge und nehme den heutigen Sieg im Nationencup gerne mit.“

Yannick Müller:

„Die Bahn steht aufgrund des Eisausbaus in dieser Woche anders als während der Trainingswoche im Rahmen der Vorbereitung. Darauf haben wir uns erst einstellen müssen, zumal wir hier eine andere Schiene fahren als zuletzt in Igls. Sehr positiv stimmt uns die Startleistung, da ist definitiv etwas weiter gegangen. Unser Ziel ist auch hier ein Top-6-Ergebnis, es ist alles sehr eng beisammen, wenn uns alles aufgeht, können wir wieder vorne mitmischen.“

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Österreichs Turner auf Platz 6 im EM-Teamfinale

Österreichs Turner erreichten im Finale der sechs besten Teams der Europameisterschaft in Mersin den sechsten Platz: Im Gegensatz zur fehlerfreien Qualifikation, die man auf Rang 4 beendet hatte, misslang diesmal der Auftakt am Pauschenpferd.

Danach fanden Vinzenz Höck, Severin Kranzlmüller, Alexander Benda, Ricardo Rudy und Manuel Arnold an den weiteren fünf Geräten sofort wieder zur Topform zurück. Am Ende fehlten jedoch die zu Beginn vergebenen Punkte für erneut Platz 4. Bronze wäre knapp außer Reichweite gelegen.

Es gewann die Ukraine (248.963) deutlich vor dem nach der Qualifikation noch in Front gelegenem Gastgeber Türkei (244.793), der mit einem Verletzungsproblem* und mehreren Nervositätsfehlern zu kämpfen hatte. Ungarn sicherte sich Bronze (240.393) vor Israel (239.028), Bulgarien (236.429) und Österreich (235.325).

Während die Qualifikation im 5-4-3-Modus geturnt wurde (5 Turner im Team, 4 pro Gerät am Start, 3 pro Gerät in der Wertung), wurde das Finale im 5-3-3-Modus ohne Streichnoten ausgetragen: jede Wertung zählte voll.

ÖFT-Kunstturner-Sportdirektor Fabian Leimlehner:

„Ein Sturz von Alexander und ein schlechter Abgang von Manuel am Pferd, bei Manuel auch eine Unsicherheit am Barren. Sonst lief alles nach Plan. Doch Platz 3 wäre sowieso extrem schwierig geworden. Ich bin mehr als happy, dass wir erstmals das EM-Teamfinale erreicht haben – ein Meilenstein.“

„Eie Supertruppe mit enormem Potenzial“

Sportdirektor Leimlehner weiter:

„Wir haben eine Supertruppe mit enormem Potenzial und sind auf dem besten Weg. Der nächste Olympiazyklus wird für uns richtig interessant.“

Auf ein paar Zehntelpunkte verzichtete Österreich im EM-Teamfinale 2020 noch bewusst: Vinzenz Höck turnte an den Ringen nicht seine schwierigste Kür. Sondern er zeigte statt 6.1 „nur“ eine Schwierigkeit von 5.7, um für das Gerätefinale am Sonntag nichts zu riskieren.

Besonders hervorzuheben ist Severin Kranzlmüllers erneut fehlerfreier Gesamtauftritt: er machte sich an seinem 26. Geburtstag damit selbst das schönste Geschenk.

© oeft.at

Vinzenz Höck gewinnt Turn-EM-Silber an den Ringen

Der größte Erfolg bisher für das österreichische Kunstturnen: Vinzenz Höck gewann am 13. Dezember 2020 im türkischen Mersin die Silbermedaille an den Ringen.

Mit einer perfekt gelungenen Kür (14.800 Punkten) musste sich der 24-jährige Grazer im Finale nur dem amtierenden türkischen Weltmeister Ibrahim Colak (15.000) geschlagen geben. Bronze ging an den ukrainischen Olympiadritten (2012) bzw. -fünften (2016) Igor Radivilov (14.766).

Vinzenz Höck zu seiner Turn-EM-Silbermedaille:

„Mir fehlen die Worte. Neben Colak und Radivilov auf dem Podest zu stehen, ist der Wahnsinn. Ein Traum ist wahr geworden. Nach der Quali am Donnerstag wusste ich um meine Chancen und wollte unbedingt eine Medaille. Ich müsste lügen, wenn ich sage, dass ich nicht nervös war. Aber ich habe meine Nerven im Griff behalten und meine beste Übung der Saison geturnt.“

ÖFT-Kunstturner-Sportdirektor Fabian Leimlehner:

„Unfassbar. Das war eine Herkulesaufgabe. Vinzi hat Nerven aus Stahl.“

Erst die zweite österreichische Turn-EM-Medaille der Geschichte

Diese Medaille Höcks ist erst die zweite für Österreich in der Turn-EM-Geschichte. Die einzige davor gewann Hans Sauter bei der ersten Europameisterschaft 1955 in Frankfurt mit Bronze am Pauschenpferd (damals noch ohne eigens geturnte Finalentscheidung). Vor der heurigen EM gab es erst eine einzige österreichische Gerätefinal-Teilnahme durch Marco Baldauf, 2012 am Reck (Platz 6). Dieser Wert wurde nun um drei Teilnahmen erhöht. Neben Höcks Silbermedaille überzeugten Severin Kranzlmüller als Sechster am Barren und Alexander Benda als Siebenter am Boden.

Nochmals Sportdirektor Leimlehner:

„Eine für uns unglaublich erfolgreiche EM. Wir sind überglücklich und ich gratuliere jedem einzelnen im Team. Meine Trainer Petr Koudela und Kieran Behan haben ganze Arbeit geleistet. Unsere Planung ist voll aufgegangen. Wir sind auf dem richtigen Weg nach ganz oben und voll motiviert, basierend auf diesen Leistungen hart und eifrig weiter zu arbeiten.“

Alexander Benda Siebenter im Bodenfinale

Alexander Benda, Neunter der Qualifikation am Boden und damit der erste Ersatzmann für das EM-Finale, erhielt seine Teilnahmebestätigung wegen der Verletzung eines anderen erst kurz vor dem Start. Der 23-jährige in Innsbruck lebende Grazer brachte sein Programm mit mehreren Doppelsalti, Dreifachschraube usw. gut durch. Allerdings gerieten drei Landungen tiefer als gewollt. Das bedeutete eine gegenüber der Qualifikation schwächere Wertung (13.166 im Finale zu 13.933 im Vorkampf). Da der Ukrainer Petro Pakhniuk gestürzt war, kletterte Benda dennoch eine weitere Position nach oben und beendete sein erstes EM-Finale auf Platz 7. Es gewann der israelische Vizeweltmeister Artem Dolgopyat mit 15.000 Punkten und sicherem Vorsprung.

Alexander Benda zu seinem Finalauftritt:

„Erst beim Einturnen als Reservemann war klar, dass ich ins Feld nachrutsche. Nach der super Qualifikation am Donnerstag und dem soliden Teamfinale gestern war das jetzt das Sahnehäubchen. Ich wusste, dass ich nichts zu verlieren hatte. Daher wollte ich jede Landung perfekt attackieren, was natürlich das Risiko bei jeder Länge erhöhte. Leider ist mir nicht jede angestrebte Punktlandung gelungen. Aber es war auch am dritten Wettkampftag wieder der Großteil der Übung gut und stabil. Ich nehme jeden Eindruck als wichtige Erfahrung mit nach Hause.“

Severin Kranzlmüller steigert sich im Barrenfinale auf Platz 6

Severin Kranzlmüller hatte sich auf Vorkampf-Position 7 für das EM-Achterfinale am Barren qualifiziert. Einen Tag nach seinem 26. Geburtstag legte der Linzer eine weitere optimal gelungene Kür nach und steigerte sich mit 13.600 Punkten auf den sechsten Platz:

„Ein Wochenende wie aus dem Märchenbuch. Ich hätte mir nicht gedacht, dass ich meine Platzierung bei diesem starken Feld sogar noch verbessern kann. Es ist einfach alles aufgegangen und ich bin überglücklich mit dem Ergebnis. Ich danke allen Trainern und meinen Teamkollegen, ohne die dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre. Dieser sechste Platz fühlt sich an wie eine Medaille.“ Der Sieg ging auch hier an einen Türken, den Barren-WM-Fünften Ferhat Arican.

Auch Askhab Matiev Siebenter am Boden – allerdings bei den Junioren

Schon am frühen Sonntag-Vormittag (8 Uhr früh MEZ) starteten die EM-Gerätefinali der Junioren mit der gut gelungenen Bodenkür des als ersten Turner ausgelosten Askhab Matiev. Der 18-jährige Innsbrucker konnte allerdings sein Vorhaben, alle Landungen noch sauberer zu stehen, als in der Qualifikation, nicht umsetzen. Wie im Vorkampf erreichte er den siebenten Rang, jedoch mit etwas weniger Punkten (12.800 Finale, 13.166 Qualifikation). Askhab Matiev war

„mit der Performance hier bei der EM super zufrieden. Meine Zeit als Junior ist jetzt erfolgreich beendet und es wartet auf mich die Herausforderung, den Sprung in die Eliteklasse zu schaffen.“

© oeft.at Foto:  ÖFT/Robert Labner

 

6 Podestplätze für den ÖRV beim Heim-Weltcup

Österreichs Olympia-Rodler starteten mit viel Schwung und Top-Leistungen in die neue Weltcupsaison. Die Schützlinge von ÖRV-Cheftrainer und Sportdirektor Rene Friedl sicherten sich nach dem gestrigen Doppelsieg im Doppelsitzer am zweiten Tag des Heim-Weltcups einen weiteren Sieg und insgesamt sechs Podestplätze.

Sprintstarkes Österreich:
Österreichs Doppelsitzer, die bereits am Tag zuvor für den ersten Doppelsieg seit 2011 und entsprechenden Jubel im ÖRV-Lager gesorgt hatten, präsentierten sich auch am zweiten Tag des Heim-Weltcups von ihrer Schokoladenseite. Allen voran Thomas Steu und Lorenz Koller, die mit dem Sieg im Sprint ihr traumhaftes Comeback untermauerten und auf ihrer Heimbahn wie beim Saisonauftakt 2018 das Double einrodelten. Yannick Müller und Armin Frauscher, die zuvor mit Rang zwei erstmals auf das Weltcup-Podest gerast waren, belegten den starken siebenten Rang. Juri Gatt und Riccardo Schöpf lieferten bei ihrem Weltcupdebüt im Sprint mit Rang elf eine weitere Talentprobe ab.

Nachdem David Gleirscher und Co. am tag zuvor  knapp am Podest vorbeigeschrammt waren, gelang den ÖRV-Herren im Sprint-Weltcup die Revanche. Der Olympiasieger von 2018, gestern als Vierter bester Österreicher, fuhr in einem spannenden Krimi auf Rang zwei und feierte damit seinen ersten Podestplatz in Igls. Jonas Müller, Sprintweltmeister 2019, folgte mit einem Rückstand von drei tausendstel Sekunden auf Rang drei.  Auch Wolfgang Kindl und Reinhard Egger, die beim gestrigen Auftakt kleinere Brötchen backen mussten, zeigten eine positive Reaktion. Die beiden Routiniers platzierten sich auf den Rängen acht (Egger) und neun. Nico Gleirscher, gestern auf dem starken sechsten Platz, begrub seine Möglichkeiten im Sprint mit einem Fahrfehler im oberen Bereich.
 
Im Sprint der Damen zeigte Hannah Prock mit Rang fünf auf, die 20-jährige Tirolerin platzierte sich unmittelbar vor Madeleine Egle, die sich über Rang sechs und ein weiteres Top-Resultat im Laufe des Wochenendes freuen durfte. Lisa Schulte beendete ihr Sprint-Premiere auf Rang elf, den Sieg sicherte sich Julia Taubitz. Die Deutsche gewann damit wie Landsmann Felix Loch bei den Herren und Steu/Koller bei den Doppelsitzern das Double.

Weltcuptitelverteidigerin Julia Taubitz sicherte sich am zweiten Renntag in Igls den Sieg bei den Damen. Die 24-jährige Deutsche verwies ihre, jeweils aus der Babypause zurückgekehrten Landsfrauen Natalie Geisenberger und Dajana Eitberger auf die Plätze. Madeleine Egle, zur Halbzeit auf Podestkurs, beendete die Konkurrenz unmittelbar vor ihrer Team-Kollegin Lisa Schulte auf dem starken fünften Rang. Damit stellten beide ihr bestes Ergebnis im Weltcup ein. Hannah Prock kam auf Rang 14, die 16-jährige Schülerin Barbara Allmaier, die heute ihr Debüt im Weltcup feierte, belegte Rang 21.

„Der Speed passt auf jeden Fall, leider ist die Fehlerquote noch ein bisschen hoch. Ich hatte heute ein paar Fehler, die eigentlich nicht sein sollten, deshalb hat es nicht für noch weiter vorne gereicht. Drei Rennen an einem Tag sind definitiv anstrengend, ich habe die Müdigkeit schon nach der Damen-Konkurrenz gespürt, mich aber gut überwinden können“,

resümierte Madeleine Egle.

Weltcup-Silberin der Staffel

Im Team-Staffel-Bewerb vertraten Madeleine Egle, Jonas Müller, sowie die Doppelsitzer Thomas Steu und Lorenz Koller Österreichs Farben. Nachdem den heimischen Einsitzer ansprechende, aber keine perfekten Fahrten gelangen, sorgten Steu/Koller mit einem weiteren Top-Lauf für die zwischenzeitliche Führung. Am Ende hatte das ÖRV-Quartett nur gegenüber Deutschland das Nachsehen. Nach einer Fahrzeit von zwei Minuten und neun Sekunden fehlten den Österreichern minimale drei hundertstel Sekunden auf den Sieg. Auf Platz drei rodelte die Auswahl von Russland.Jonas Müller:

„Es war ein cooler, Tag! Zweimal am Podest, das erstmal mit dem Team, leider haben drei Hundertstel gefehlt, die finden wir sicher, aber dennoch bin ich glücklich. Im Sprint war mir sehr wichtig am Podest zu sein, weil ich wusste, dass ich das draufhabe. Es war wieder kein perfekter Lauf, aber trotzdem bin ich sehr zufrieden, so kann es weitergehen“,

so Thomas Steu.

Rene Friedl:

„Wir sind mit den insgesamt sechs Podestplätzen bei den Herren und im Doppelsitzer und den vier Top-6-Ergebnissen bei den Damen natürlich sehr zufrieden, die Mädels haben sich sehr gut verkauft. Insgesamt haben wir im Verband sicherlich einiges richtig gemacht und können erhobenen Hauptes nach Altenberg zum nächsten Weltcup fahren.“

© rodel-austria.at