Staatsmeisterschaft: Posch und Uznik

Posch & Uznik

Jan-Luca Posch und Nicolai Uznik sicherten sich den Staats- und Vize-Staatsmeistertitel.

Neue Siegesgesichter bei den Österreichischen Kletter-Staatsmeisterschaften am Mariahilferplatz in Graz. Die Boulder-Bewerbe gingen am Donnerstagabend an Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck) und Jan-Luca Posch (ÖAV Innsbruck) – für beide war es der erste Staatsmeistertitel der allgemeinen Klasse.

Die heimische Boulder-Elite bot den knapp 1.800 zugelassenen Zusehern eine spannende Show und sorgte für eine unglaubliche Atmosphäre.

Emotionale Premiere

Der Tiroler Jan-Luca Posch nutzte in einer starken Finalrunde mit drei Tops und vier Zonen seine Chance und kürte sich erstmals zum Österreichischen Boulder-Staatsmeister.

„Es ist einfach unglaublich. Ich habe so hart trainiert und bin mit großen Hoffnungen in den Boulder-Bewerb gegangen. Nach dem zweiten Boulder habe ich schon fast aufgegeben – viele der anderen Athleten haben das Top erreicht und ich bin zweimal knapp gescheitert. Ich konnte das aber schnell verarbeiten, habe den Fokus auf die verbleibenden beiden Boulder gelegt und noch einen richtigen Motivationsschub bekommen. Der Showdown am letzten Boulder war unfassbar cool und die Stimmung grandios. Am Ende waren es lange Minuten für mich. Ich wusste, wenn Nicolai den letzten Boulder löst, hat er gewonnen“,

strahlte Posch nach seinem ersten Boulder-Staatsmeistertitel.

Bis zum letzten Boulder lag Titelverteidiger Nicolai Uznik in Führung und hatte es als letzter Athlet selbst in der Hand sich erneut die Boulder-Krone aufzusetzen. Am Ende musste sich der Kärntner jedoch mit Platz zwei begnügen.

„Jani ist einer meiner besten Freunde. Ich freue mich wirklich, dass er heute gewinnen konnte. Im ersten Moment bin ich natürlich sehr enttäuscht. Ich habe mich den ganzen Tag heute sehr gut gefühlt und konnte das auch zeigen. Mir war bewusst, dass ich das letzte Problem lösen muss, um vorne zu bleiben – der Druck war groß. Der letzte Boulder ist mir nicht entgegengekommen – sehr schade“,

bilanzierte der 21-Jährige nach einer äußerst spannenden Finalrunde.

Platz drei ging an Stefan Scherz (NFÖ Neunkirchen), der sich mit einem Top am letzten Boulder in letzter Sekunde noch Rang drei sichern konnte.

Machtdemonstration von Sterrer

Als große Herausforderin ging Franziska Sterrer in die Österreichische Staatsmeisterschaft 2021 und sicherte sich am Ende nach einem unglaublichen Wettkampf verdient den Titel.

„Ich freue mich heute extrem. Ich habe in den letzten Wochen hart trainiert und mich zurückgearbeitet. Der Erfolg heute ist der Beweis dafür, dass ich viel richtig gemacht habe. Die Stimmung war unglaublich und hat mich an jedem Boulder richtig gepusht. Ich habe heute gemerkt, wie sehr diese Stimmung abgegangen ist und wie viel Energie wir Athletinnen dadurch bekommen. Im Finale habe ich mir alle Boulder zugetraut – ich wusste, dass ich richtig fit bin. Den letzten Boulder wollte ich unbedingt flashen, der war einfach für mich geschraubt. Es ist wunderschön, dass es mir dann auch gelungen ist und ich den Sieg selbst fixieren konnte“,

strahlte Sterrer nach ihrem ersten ÖSTM-Boulder-Finale seit 2016 und ihrem souveränen Sieg.

Die Lokalmatadorin Johanna Färber (BV BlocHouse) lieferte sich mit Sterrer bis zum letzten Boulder einen tollen Fight um den ÖSTM-Titel. Am Ende musste sich die Grazerin knapp geschlagen geben und holte in ihrer Heimat Platz zwei.

„Auf der einen Seite bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung und dem zweiten Platz, auf der anderen Seite auch enttäuscht. Ich wollte bei mir zu Hause unbedingt den Titel verteidigen. Ich habe alles rausgeholt, was möglich war. Leider war ich sehr nervös, das hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nachdem am letzten Boulder die Entscheidung gefallen war, konnte ich die ganze Atmosphäre noch richtig genießen und aufsaugen. Herzliche Gratulation an Franzi, die war heute richtig stark“,

fiel das Fazit bei Färber mit gemischten Gefühlen aus.

Nach Platz vier im Vorjahr schaffte es Lea Kempf (ÖAV Egg) mit einer sehr starken Finalrunde als Dritte verdient unter die Top 3.

„Es hat einfach richtig Spaß gemacht. Das Publikum hat bei uns allen voll mitgefiebert, das hat mich voll motiviert. Es war mega-cool zum Klettern, auch wenn die Finalrunde sehr schwer war und wir vier spannende Boulder zu lösen hatte. Ich bin einfach happy, dass ich es aufs Podest geschafft habe,“

bilanzierte ein überglückliche Kempf direkt nach dem Bewerb.

ERGEBNISSE BOULDER-STAATSMEISTERSCHAFT:

Damen, Top 10:
1. Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck)
2. Johanna Färber (BV BlocHouse)
3. Lea Kempf (ÖAV Egg)
4. Eva-Maria Hammelmüller (ÖAV Haag)
5. Mattea Pötzi (ÖAV Villach)
6. Julia Fiser (ÖAV Innsbruck)
7. Sandra Lettner (ÖAV Vöcklabruck)
8. Emma Tabernig (ÖAV Bludenz)
9. Lena Schrittwieser (NFÖ Mürzzuschlag)
10. Marie Schöpf (ÖAV Innsbruck)

Herren, Top 10:
1. Jan-Luca Posch (ÖAV Innsbruck)
2. Nicolai Uznik (SV St. Johann i.R.)
3. Stefan Scherz (NFÖ Neunkirchen)
4. Dominik Härtl (NFÖ Wien)
5. Andreas Hofherr (ÖAV Feldkirch)
6. Florian Klingler (ÖAV Innsbruck)
7. Lawrence Bogeschdorfer (NFÖ Vöcklabruck)
8. Maximilian Lenz (ÖAV Wolfsberg)
9. Georg Parma (NFÖ Eichgraben)
10. Stefan Rest (ÖAV Kuchl)

© KVÖ // Foto: GEPA

Posch zweiter im Europacup

Jan-Luca Posch

Jan-Luca Posch zeigte im Europacup in Krakau (POL) auf und sicherte sich den 2ten Platz.

An diesem Wochenende waren sechs AthletInnen des Kletterverband Österreich beim Boulder Europacup in Krakau (POL) im Einsatz und nutzten den internationalen Wettkampf als Vorbereitung für die Österreichische Staatsmeisterschaft, die nächste Woche in Graz ausgetragen wird.

Jan-Luca Posch (ÖAV Innsbruck) fand sehr gut in den Boulder-Europacup und schloss die Qualifikation auf Platz eins ab. Auch im Semifinale, für das sich 20 Athleten qualifizieren konnten, zeigte der Tiroler auf und zog als Zweiter souverän ins Finale ein. Dort holte Posch zwei Tops und zwei Zonen und platzierte sich nach einer starken Leistung hinter dem Franzosen Mathieu Ternant (2 Tops und 3 Zonen) auf Rang zwei. Rang drei ging an den Deutschen Max Prinz. KVÖ-Teamkollege Stephan Rest (ÖAV Kuchl) qualifizierte sich ebenfalls ohne Probleme für das Semifinale. Dort hatte der Salzburger mit den geschraubten Bouldern zu kämpfen und schloss den Wettkampf auf Platz 20 ab.

„Für mich war es ein sehr erfolgreicher Wettkampf. Ich habe von Anfang an ein super Gefühl gehabt und bin nach Platz eins in der Qualifikation und Platz zwei im Semifinale mit großen Erwartungen ins Finale gegangen. Das Finale war richtig hart: Der erste Boulder ist praktisch aus der Wertung gefallen, da ihn niemand lösen konnte. Die Boulder drei und vier sind mir voll aufgegangen. Der Deutsche Max Prinz hat beide Probleme gelöst und geflasht. Ich wusste, wenn ich Zweiter werden will, muss ich da nachziehen. Ich bin überglücklich, dass mir das gelungen ist“,

freute sich Posch über Platz zwei.

Pötzi holt sich viel Selbstvertrauen

Auch bei den Damen gab es Grund zur Freude. Mattea Pötzi (ÖAV Villach) kletterte auf einem sehr hohen Niveau und schloss den Bewerb mit einem Top und zwei Zonen im Finale auf dem ausgezeichneten fünften Rang ab. Der Sieg ging an die Deutsche Anna Lechner, die sich vor der Französin Fanny Gibert und der Italienerin Giulia Medici durchsetzen konnte.

„Der Tag heute war sehr anstrengend und lange. Am Ende habe ich schon ein wenig die Müdigkeit gespürt. Ich habe aber alles rausgeholt und bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. Platz fünf gibt noch einmal richtig viel Selbstvertrauen für die bevorstehende Österreichische Meisterschaft. Jetzt heißt es gut regenerieren und dann möchte ich in Graz kommende Woche wieder voll angreifen“,

bilanzierte Pötzi und zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Für Eva-Maria Hammelmüller (ÖAV Haag) lief es hingegen nicht ganz nach Wunsch. Nach einer einwöchigen Boulder-Vorbereitung verpasste die Niederösterreicherin als Halbfinal-Siebente das angepeilte Finale haarscharf.

„Die Erwartungshaltung war in Krakau nicht ganz so groß, ich habe mich in den letzten Wochen aufs Lead-Training fokussiert. Trotzdem war ich im ersten Moment etwas enttäuscht, dass es nicht für das Finale gereicht hat. Ich bin bei vielen Bouldern erst oben geflogen, das war dann schon etwas ärgerlich. Ganz zufrieden bin ich somit nicht, aber ich hoffe, dass ich jetzt wieder im ‚Boulder-Mode‘ bin und mit in Graz wieder in alter Stärke präsentieren kann“,

zog die 21-Jährige ein gemischtes Resümee.

Starke Europacup-Premiere

Eine Bewährungsprobe gab einmal mehr Lena Schrittwieser (NFÖ Mürzzuschlag) ab. Im Halbfinale konnte sie einen Boulder lösen und holte vier Zonen. Am Ende platzierte sich Schrittwieser auf dem ausgezeichneten 13. Platz. 

„Ich bin ohne große Erwartungen in den Boulder-Europacup gegangen. Es war erst mein zweiter internationaler Wettkampf bei den Erwachsenen, der erste Europacup. In der Qualifikation ist es für mich super gelaufen. Nach zwei Flashs und vier Zonen konnte ich mich als Siebente souverän für das Halbfinale qualifizieren – das war richtig cool. Dort war ich dann schon ein wenig müde, und es ist nicht mehr ganz so gut gelaufen. Aber es war mega, dass ich überhaupt starten durfte und habe viele wertvolle Erfahrungen sammeln können. Ich bin sehr happy und mehr als zufrieden mit dem Wochenende“,

freute sich Schrittwieser über eine gelungene Europacup-Premiere.

Ihre KVÖ-Teamkollegin Sandra Lettner (ÖAV Vöcklabruck) hatte in Krakau das Quäntchen Glück nicht auf ihrer Seite. Die Goldmedaillengewinnerin der Olympischen Jugendspielen von Buenos Aires 2018 verpasste den Einzug ins Semifinale letztendlich nur um einen Platz.

© KVÖ // Foto: GEPA

Plank auf Platz 2

Jasmin Plank

Jasmin Plank konnte in Frankreich in der Kategorie Lead-RP2 aufzeigen, qualifizierte sich nach einer starken Qualifikation souverän für das Finale und holte letztendlich Platz zwei.

Angelino Zeller (NFÖ Graz) und Briançon (FRA) ist weiterhin ein „perfect Match“. Der Steirer gewinnt in seiner Kategorie Lead-RP1 den IFSC Paraclimbing World Cup genau an jenem Ort, an dem er 2019 mit dem Gewinn des Weltmeistertitels seinen bislang größten Erfolg in seiner Karriere feiern konnte, und das in beeindruckender Manier.

„Angelino Zeller, der heute eine unglaubliche Show geboten und das Publikum richtig animiert hat, und Edith Scheinecker waren heute eine Liga für sich und sind bis zu den letzten Zügen geklettert. Die beiden haben sich ihren Erfolg mehr als verdient. Aber auch unsere anderen Athletinnen und Athleten können mit ihrem Wettkampf mehr als zufrieden sein. Sie haben einmal mehr gezeigt, dass wir gemeinsam auf einem richtig guten Weg sind“,

zeigte sich KVÖ-Coach Katharina Saurwein nach dem zweiten Paraclimbing-Weltcup sehr zufrieden.

Plank holt Spitzenplatz

Jasmin Plank (NFÖ Villach) konnte in Frankreich in der Kategorie Lead-RP2 aufzeigen, qualifizierte sich nach einer starken Qualifikation souverän für das Finale und holte letztendlich hinter der Lokalmatadorin Solenne Piret Platz zwei. Rang drei ging an die Italienerin Lucia Capovilla. Planks Teamkollegin Sandra Pollak (NFÖ Villach) beendete den Paraclimbing-Weltcup auf dem hervorragenden vierten Rang.

„Jasmin hat ihre Sache heute richtig gut gemacht und ist hervorragend geklettert. Mit der gezeigten Leistung können wir alle sehr zufrieden sein. Es ist schön zu sehen, wie sie sich in den letzten Monaten entwickelt hat und sie sich kontinuierlich steigern konnte“,

freute sich Saurwein.

Zeller mit Megashow

Der 24-Jährige zeigte sich bereits in der Qualifikation souverän, bestätigte einmal mehr seine Top-Form und hielt auch im Finale seine Konkurrenten deutlich hinter sich. Nach einem starken Auftritt und Platz zwei beim ersten Paraclimbing-Weltcup in Innsbruck sorgte er nun für ein weiteres Highlight und holte sich den Sieg. Die beiden Deutschen Korbinian Franck und Sebastian Depke holten die Plätze zwei und drei. Markus Pösendorfer (NFÖ Graz) beendete den Wettkampf auf Platz fünf, Daniel Kontsch (NFÖ Graz) holte Platz acht.

„Es hat sich heute richtig gut angefühlt und es war richtig lässig. In der Qualifikation konnte ich beide Routen toppen und bin auch im Finale weit gekommen, auch wenn es oben richtig schwer war. Es ist einfach schön, wenn man sieht, wie sich das harte Training auszahlt und man im Wettkampf einfach mit starken Leistungen aufzeigen kann. Wir haben jetzt zwar eine Pause von rund eineinhalb Monaten, aber ich würde sagen: Die Weltmeisterschaft kann kommen. Ich bin auf einem super Weg und traue mir in Moskau sehr viel zu. Mein Fokus liegt nun auf einer idealen Vorbereitung“,

zog Zeller eine sehr positive Bilanz.

Scheinecker eine Klasse für sich

Edith Scheinecker (NFÖ Graz) war einmal mehr das Maß der Dinge. Nach ihrem souveränen Erfolg beim Heimweltcup in Innsbruck vor ein paar Wochen legte die WM-Bronzemedaillengewinnerin von Briançon 2019 nach und holte in der Kategorie Lead-B3 den nächsten Erfolg. Der zweite Platz ging an die Italienerin Michelle Corti. Tanja Glusic aus Slowenien komplettierte als Dritte die Top 3.

„Ich kann es gar nicht glauben, ich bin echt überwältigt. Es ist mein zweiter Sieg in Folge, das macht mich richtig stolz. Am Samstag hat meine Tochter Geburtstag, das ist doch das perfekte Geschenk“,

strahlt Scheinecker nach der Siegerehrung.

Wiener und Hallas in den Top 8

In der Kategorie Lead-RP2 rundeten zwei weitere rot-weiß-rote Paraclimber ein starkes Mannschaftsergebnis in Briançon ab. Daniel Wiener (NFÖ Vöcklabruck) holte Platz sechs, sein Teamkollege Bostjan Halas (NFÖ Graz) belegte Rang acht.

© KVÖ // Foto: KVÖ

Stöckler bestätigt Top-Form

Laura Stöckler

Laura Stöckler auch beim zweiten Speed-Weltcup in Top-Form

Nach zwei sehr erfolgreichen Auftritten im Europa Cup zeigte Laura Stöckler (ÖAV Haag) auch im zweiten Speed-Weltcup der laufenden Saison ihr Können. Sie belegte nach der Speed-Qualifikation in Villars (SUI) Platz 14 (8,07 Sekunden) und zog somit ins Finale der besten 16 Athletinnen ein.

Am Freitag will die 21-jährige Niederösterreicherin im Finale in der Schweiz erneut zulegen.

„Die Qualifikation ist ganz gut verlaufen. Der erste Run war sehr sauber, auch wenn ich heuer schon schnellere Zeiten gelaufen bin. Ich merke schon ein wenig die Müdigkeit der letzten beiden intensiven Wettkämpfe von Innsbruck und Gaflenz – das war schon alles sehr kompakt und geht an die Substanz. Deswegen bin ich sehr zufrieden und freue mich extrem auf das Finale am Freitag. Ich hoffe, dass ich wieder alles herausholen und eine bessere Zeit laufen kann. Mein Ziel ist klar: Ich möchte mich im Finale erneut verbessern“,

zeigte sich Stöckler nach ihren beiden Qualifikationsläufen zufrieden.

Auch wenn das Finale für Laura Stöckler nicht perfekt verlaufen ist, kann die Niederösterreicherin mit ihrer Leistung mehr als zufrieden sein. Es ist ihr bis dato bestes Weltcup-Ergebnis und noch dazu ihr erster gelungener Einzug ins Weltcup-Finale.

„Das Finale und die Stimmung waren richtig cool. Natürlich hätte ich mir von der Zeit her etwas mehr erwartet, aber ich muss fairerweise sagen, dass ich durch die beiden Europacups etwas verwöhnt war – da konnte ich zweimal den nationalen Rekord unterbieten. Im Finale habe ich diesmal leider einen kleinen Fehler gemacht und den Aufstieg in die nächste Runde verpasst. Es wäre zwar mehr drinnen gewesen, aber ich bin über Platz 14 wirklich sehr froh. Ich bin froh, dass der Wettkampfmarathon der letzten eineinhalb Wochen abgeschlossen ist. Jetzt haben wir uns eine kleine Pause verdient, werden aber bald wieder mit dem Techniktraining starten.“

bilanzierte Stöckler.

Dieses Mal lief es nicht nach Plan für Elmer..

Ebenfalls in Top-Form ist ihre Teamkollegin Alexandra Elmer (ÖAV Tauernkraxxla), wie sie in den letzten Woche in einem spannenden Zweikampf mit Laura Stöckler um den österreichischen Rekord bewiesen hat. Doch der Wettkampfmarathon sowie die Rekrodjagd war für die Athletinnen ermüdend und hat Spuren hinterlassen. So lief es trotz der starker Form von Alexandra Elmer dieses Mal nicht ganz nach Plan, sie verpasste den Finaleinzug und belegte den Rang 22 (8,35 Sekunden) in der Schweiz. Eine Erholungspause ist nun notwendig und mehr als verdient.

Auch für Plangger und Knapp lief es nicht perfekt..

Für die KVÖ-Herren verlief die Speed-Qualifikation in Villars nicht optimal. Tobias Plangger (ÖAV Innsbruck) musste sich mit Rang 22 begnügen. Doch mit einer Zeit von 6,05 Sekunden kann er zufrieden sein. Lukas Knapp (NFÖ Salzburg) gelang eine Leistungsverbesserung im zweiten Lauf, womit er sich zufrieden stellen musste. Er belegte mit einer Zeit von 6,30 Sekunden den 32. Platz.

„Für Laura wäre der Aufstieg in die nächste Runde drinnen gewesen. Ihre Konkurrentin hatte auch einen kleinen Fehler und hat die Türe noch einmal aufgemacht. Leider ist es dieses Mal nicht gelungen. Wenn es eine Athletin aus dem eigenen Team in ein Finale schafft, motiviert das natürlich auch die anderen. Es ist in den letzten Wochen sehr viel Positives passiert. Von daher sind wir sehr zufrieden“,

zog KVÖ-Coach Kilian Fischhuber eine positive Speed-Bilanz.

© KVÖ // Foto: GEPA

Top-Leistung von Plank

Jasmin Plank

Jasmin Plank sichert sich den 4ten Platz im Paraclimbing-Weltcup in Innsbruck.

Gelungene Premiere des Paraclimbing-Weltcups! Im Rahmen der IFSC Austria Climbing Open in Innsbruck-Tirol ging am Donnerstag das Finale des ersten Paraclimbing-Weltcups über die Bühne. Drei KVÖ-AthletInnen durften dabei über Podestplätze jubeln.

Blindensportlerin Edith Scheinecker (NFÖ Graz) setzte sich in der Kategorie B3 klar vor Iben Kongsvik Paulsen (NOR) und Nadia Bredice (ITA) durch und holte den Sieg.

„Ich bin voll zufrieden. Die Route war richtig cool geschraubt, da macht das Klettern gleich doppelt Spaß. Ich kann es noch gar nicht glauben, dass ich das gepackt habe. Die Route war mehr für für leicht Sehbehinderte ausgelegt – ich selbst falle eigentlich in die Kategorie der stark sehbehinderten Personen. Es ist ein unglaubliches Gefühl und ich bin meinem Trainer so unendlich dankbar, dass wir hier in Innsbruck so gut harmoniert haben und uns mit Platz eins belohnen konnten“,

strahlte die WM-Bronzemedaillengewinnerin.

„Ein unglaublicher Tag“

Weltmeister Angelino Zeller (NFÖ Graz) jubelte in der Kategorie RP1 über Platz zwei. Ein Ergebnis, das sich für den querschnittgelähmten Steirer wie ein Sieg anfühlt, startete er in einer Kategorie mit Athleten mit Beinfunktion.

„Ich kann mich echt nicht beklagen und bin sehr zufrieden mit meiner Leistung und Platz zwei. Es wäre aber trotzdem noch mehr möglich gewesen. In dieser Wandhöhe bin ich schon bei einem höheren Schwierigkeitsgrad durchgestiegen. Bei der Kante ist die Wand flacher geworden und dadurch war die Reibung nicht mehr so gut. An den kleinen Leisten war es dann für mich schwerer zu hangeln. Aber ich habe mich durchgebissen und noch ein paar Züge geschafft“,

bilanzierte der Paraclimbing-Weltmeister von 2019 nach seinem zweiten Platz.

Besonderes Highlight: Die anwesenden Athletinnen und Athleten sorgten in der „Freiluft-Arena“ am Außenareal des Kletterzentrum Innsbruck für Stimmung.

„Normalerweise höre ich die Musik und die Atmosphäre nicht so, da der Fokus komplett auf meiner Performance liegt. Als ich mich heute etwas ausgerastet habe, habe ich die tolle Stimmung mitbekommen. Das saugt man dann auf und bekommt noch einen richtigen Push für die letzten Züge. Ein unglaublicher Tag und ein richtig cooles Event.“

Angelino Zeller

Wichtiger Schritt Richtung Paralympics

Markus Pösendorfer (NFÖ Graz) erreichte ebenfalls in der Klasse RP1 Rang vier, der Sieg ging an Thomas Bastien (FRA).

Mit Katharina Ritt (NFÖ Graz) schaffte es in der Kategorie RP3 noch eine weitere KVÖ-Athletin auf das Podest. Sie holte im Finale vor ihrer Teamkollegin Jasmin Plank (ÖAV Hall in Tirol) Platz drei.

„Ich war heute schon ein wenig nervös und bin sehr glücklich und wie das gelaufen ist. Es waren zwar ein paar kleine Fehler dabei, aber das ist nicht so entscheidend. Mir persönlich gibt es unglaublich viel, wenn ich in der Wand etwas zögere und dann die Anfeuerungen von unten höre – das gibt mir so viel Kraft. Mich haben einige Personen, die unsere Bewerbe im Livestream gesehen haben, kontaktiert. Es ist unglaublich schön, wenn man das steigende Interesse sieht.“

Katharina Ritt

Bostjan Halas (NFÖ Graz) belegte in der Kategorie RP2 den vierten Platz.

„Die Premiere des Paraclimbing-Weltcups ist absolut gelungen, wir haben starke Leistungen gesehen. Es war wichtig, dass die Athletinnen und Athleten diese Bühne bekommen haben – die Inklusion wurde perfekt gelebt“,

bilanziert KVÖ-Nationalcoach Katharina Saurwein zufrieden.

Der Ausblick ist klar: „Die Paraclimbing-Weltcups müssen sich überall etablieren – ideal wäre es, wenn sie immer zusammen mit anderen Weltcups ausgetragen werden. Gespräche über eine Aufnahme ins Programm der Paralympics 2028 in Los Angeles laufen, das wäre ein enorm wichtiger Schritt.“

© KVÖ // Foto: KVÖ – Andreas Aufschnaiter

Ein weiterer Rekord

Laura Stöckler

Die Rekordjagd nimmt kein Ende. Laura Stöckler verbessert ihren Rekord erneut.

Bei den IFSC Austria Climbing Open in Innsbruck-Tirol entwickelte sich im Speed-Europacup eine spannende Rekordjagd zwischen Alexandra Elmer und Laura Stöckler. Beim EC in Gafenz konnte die rot-weiß-rote Bestmarke erneut verbessert werden.

„Ich spezialisiere mich noch nicht lange auf Speed, aber es hat sich jetzt schon ausgezahlt und macht richtig Spaß.“

Laura Stöckler

Laura Stöckler, seit Innsbruck die Rekordhalterin, knüpfte in Gaflenz an ihre Leistungen an. Als Vierte der Qualifikation schaffte sie es bis ins Halbfinale, wo sie gegen Weltrekordhalterin Iuliia Kaplina antreten musste. Die Russin war zwar erneut eine Nummer zu groß, mit einer Zeit von 7,72 Sekunden konnte Stöckler ihren eigenen Rekord jedoch verbessern.

„Wahnsinn! Ich wusste zwar, dass ich eine Zeit von unter acht Sekunden draufhabe, aber 7,72 ist schon sehr cool. Alex und ich matchen uns, das macht uns beide stärker“,

jubelte die Niederösterreicherin, die schließlich Platz vier belegte.

Elmer landete an der sechsten Position, der Sieg in Gaflenz ging an Kaplina vor der Spanierin Maria Laborda Sagaste. Bei den Herren siegte Vladislav Deulin (RUS) vor Bassa Mawem (FRA).

Als bester Österreicher belegte Tobias Plangger Rang acht. Mit der siebbesten Zeit qualifizierte er sich für die Finalrunde, wo er das erste K.o.-Duell für sich entscheiden konnte. Erst im Viertelfinale war Endstation.

„Endlich konnte ich die Trainingsleistungen im Wettkampf umsetzen. Zweimal unter sechs Sekunden, das ist absolut in Ordnung.“

Tobias Plangger

Lukas Knapp belegte Rang 14, Lawrence Bogeschdorfer (18.) und Jonas Biack (31.) scheiterten in der Qualifikation.

© KVÖ // Foto: GEPA

Uznik bestes Weltcup-Ergebnis

Nicolai Uznik

Nicolai Uznik feiert sein bestes Weltcup-Ergebnis.

Auf das Unwetter folgte der Lichtblick: Nicolai Uznik (SV St. Johann i.R.) erreichte beim Boulder-Weltcup im Rahmen der IFSC Austria Climbing Open mit Rang vier sein bestes Weltcup-Ergebnis. Nur dank großer Anstrengungen konnte der Bewerb nach dem Gewitter samt starken Regenfällen ausgetragen werden.

Lange sah es so aus, als müsste Uznik weiter auf seine Final-Premiere im Weltcup warten. Ein Unwetter tobte über der Freiluft-Arena beim Kletterzentrum Innsbruck-Tirol, der Start des Herren-Finales musste von 20 auf 21 Uhr verschoben werden. Nur dank großer Anstrengungen vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnte die Boulder-Wand getrocknet und der Bewerb gestartet werden.

Uznik dankte es den HelferInnen und zeigte im Finale an den drei schwierigen Boulder-Problemen eine starke Leistung. Mit einem Top lag er bis zum letzten Athleten auf Podest-Kurs, ehe Halbfinal-Sieger Kokoro Fujii (JPN) den 20-jährigen Kärntner noch verdrängen konnte. Platz vier bedeutete dennoch das mit Abstand beste Karriere-Ergebnis, zuvor war es ein 11. Platz.

„Ich bin hin- und hergerissen, weil ich trotz der guten Leistung ganz knapp am Ende das Podest verpasst habe. Dennoch kann ich voll zufrieden sein, der Finaleinzug war mein großes Ziel. Ich konnte es im Finale richtig genießen, ein unbeschreibliches Gefühl. Wenn es nach mir geht, könnte es im Weltcup gerne so weitergehen,“

strahlte Uznik.

„In meinem ersten Finale habe ich ziemlich viel erlebt: Von den Wetterkapriolen über die Unterbrechungen bis zur Streichung des vierten Boulders. Aber es war jedenfalls extrem cool, im Finale zu klettern. Das war ewig schon mein Ziel und ich bin überglücklich, dass ich das jetzt endlich geschafft habe und auch mithalten konnte“,

bilanzierte der Heeressportler.

Der Sieg bei den Herren ging an Yoshiyuki Ogata, der einen japanischen Dreifach-Sieg vor Tomoa Narasaki und Kokoro Fujii anführte.

Garnbret holt zweiten Sieg

Beim Start des Damen-Finales um 18 Uhr war noch die Sonne über dem Kletterzentrum Innsbruck zu sehen, wenig später wurde es dunkel: Regen setzte ein, ein Gewitter kam immer näher. Während des vierten Boulder-Problems ging nichts mehr, aufgrund des Gewitters musste der Bewerb unterbrochen werden. Nach einer halbstündigen Unterbrechung folgte die Entscheidung: Absage des Damen-Bewerbs, das Ergebnis nach dem dritten Final-Boulder wurde gewertet.

Somit sicherte sich Top-Favoritin Janja Garnbret (SLO) wie schon im Vorstiegs-Bewerb am Vortag den Sieg. Die sechsfache Weltmeisterin konnte alle drei Boulder-Probleme mit „Flash“, also beim ersten Versuch, lösen. Platz zwei ging an Natalia Grossman (USA), die ebenfalls alle drei Tops erreichen konnte, aber mehr Versuche benötigte. Stasa Gejo (SRB) komplettierte das Podest.

Nach fünf Wettkampftagen und vier Bewerben (drei Weltcups, ein Europacup) endet somit die Premiere der IFSC Austria Climbing Open.

„Danke an alle Beteiligten, wir wollten das Herren-Finale unbedingt durchführen und haben es geschafft. Was hier in dieser Woche geleistet wurde, ist einzigartig – kein anderer Weltcup betreibt einen derart hohen Aufwand. Die Premiere ist geglückt, wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Jahr.“

Heiko Wilhelm

© KVÖ // Foto: GEPA

Heimsieg für Schubert

Jakob Schubert

Jakob Schubert feiert seinen 22. Weltcupsieg in Innsbruck-Tirol.

Heimsieg für Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck) bei den IFSC Austria Climbing Open in Innsbruck-Tirol! Der Olympia-Starter gewann den Lead-Bewerb in einem packenden Finale vor Stefano Ghisolfi (ITA) und dem Schweizer Sascha Lehmann. Bei den Damen siegte Top-Favoritin Janja Garnbret (SLO) mit einer Gala-Vorstellung.

Bei einsetzendem Regen, der die Athleten aufgrund des Überhangs des Kletterturms nicht beeinflusste, feierte Jakob Schubert seinen 22. Weltcupsieg. Und einen ganz besonderen in seiner Heimatstadt.

„Heimsieg! Das taugt mir natürlich mega, auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele. Ich habe im Vorfeld immer wieder betont, dass es mir darum geht, Selbstvertrauen zu tanken und zu sehen, dass die Form stimmt. Das habe ich voll und ganz bestätigt, dann auch noch den Einser dazu zu haben, ist natürlich perfekt. In Innsbruck scheint es immer zu laufen.“

Jakob Schubert

Auch über das „kleine bisschen Glück“, das es auf der großen Bühne auch manchmal braucht.

„Heute hat wirklich alles gepasst, aber ich hätte schon auch gerne gesehen, wie Adam oben drübergestanden wäre und ob er es gelöst hätte. Aber man hat auch gesehen, dass man sich keine Fehler leisten darf und die anderen sofort da sind.“

Jakob Schubert

Erster Vorstieg-Sieg seit der Heim-WM

Der dreifache Weltmeister aus Tirol kämpfte sich auf der schwierigen Route weit nach oben, erst bei 47+ und damit kurz vor dem Top war Endstation. Der zweitplatzierte Italiener Ghisolfi landete mit 47 Griffen nur haarscharf hinter Schubert, für den es der 19. Weltcupsieg im Lead (3 Boulder-Siege) war.

Schubert jubelte erstmals seit ungewohnt langer Zeit, auch durch die Coronavirus-Pause bedingt, vom obersten Weltcup-Podest: Es ist sein erster Weltcupsieg seit jenem im Boulder-Bewerb im Mai 2019 in München, in seiner Paradedisziplin Vorstieg war Schubert zuletzt im September 2018 ganz oben auf dem Podest gestanden – bei der Heim-WM in Innsbruck. Der letzte Weltcupsieg im Vorstieg liegt bereits fast drei Jahre zurück: In Arco (ITA) gewann Schubert am 28. Juli 2018.

Der zweite Top-Favorit Adam Ondra (CZE), als Halbfinal-Sieger im Finale als letzter Athlet an der Wand, hat von Beginn an Probleme und scheitert bereits nach 17 Griffen.

„Ich habe mich sehr gut gefühlt und in der Qualifikation und im Semifinale richtig starke Leistungen gezeigt. Im Finale ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen, der wird auf dem Niveau sofort bestraft. Es ist bitter, aber so ist es. Ich bin mit der Lead-Premiere insgesamt sehr zufrieden“,

so der vierfache Weltmeister nach Rang acht.

Garnbret mit Machtdemonstration

Bei den Damen stellte Janja Garnbret einmal mehr ihre Vormachtstellung unter Beweis. Als einzige Athletin erreichte sie auf der Finalroute das Top und feierte einen überlegenen Sieg.

„Ich bin heute richtig happy! Es war im Finale eine tolle Show und eine unglaubliche Stimmung. Die letzten Züge habe ich voll genießen können, das harte Training der letzten Monate hat sich ausgezahlt. Im Bouldern war ich schon voll im Flow, jetzt hab auch die Bestätigung nach der Lead-Premiere. Nichtsdestotrotz muss ich noch ein paar Details verbessern, es ist noch Luft nach oben. Es war hier bislang eine perfekte Generalprobe für die Olympischen Spiele. Aber nun heißt es schnell erholen. Ich habe morgen noch etwas vor und will auch im Bouldern um Platz eins mitmischen.“

Janja Garnbret.

Brooke Raboutou (USA) und Akiyo Noguchi (JPN) komplettierten das Podest bei den Damen.

© KVÖ // Foto: GEPA

Rekord auf Rekord

Elmer & Stöckler

Rekordflut beim Speed-Europacup. Duell von Elmer und Stöckler.

Nach der Regenpause folgte die Rekordflut! Beim Speed-Europacup bei den IFSC Austria Climbing Open in Innsbruck-Tirol lieferten sich Laura Stöckler (ÖAV Haag) und Alexandra Elmer (ÖAV Tauernkraxxla) ein packendes Fern-Duell um den österreichischen Rekord, am Ende wurde die Bestzeit sechs Mal unterboten und beide schafften es auf das Podest. 

Bereits in der Qualifikation hatten beide den bis dahin bestehenden Rekord von Elmer (8,380 Sekunden) mehrfach unterboten. Die Salzburgerin Elmer musste sich erst im Semifinale der späteren Siegerin Iuliia Kaplina aus Russland geschlagen geben, jubelte nach dem verlorenen Duell dennoch: Mit 7,878 Sekunden blieb sie erstmals unter der magischen Schallmauer von 8 Sekunden und verbesserte zu diesem Zeitpunkt den österreichischen Rekord.

„Es hat heute richtig Spaß gemacht, auch wenn wir aufgrund einer Regenunterbrechung etwas warten mussten. Wir haben gewusst, dass wir super in Form sind und der österreichische Rekord möglich sein sollte. Dass er dann aber öfters unterboten wird, war dann für mich doch eine Überraschung – einfach extrem lässig. Auch wenn der Rekord nun bei Laura liegt, war ich die erste Österreicherin, die die Schallmauer von acht Sekunden geknackt hat. Das hat für mich einen enorm hohen Stellenwert“,

freute sich Elmer, die das kleine Finals gewinnen konnte und schließlich Platz drei belegte, über ihre persönliche Bestmarke. 

Rekord auf Rekord

Kurz später trat Stöckler im Finale gegen Kaplina an. Zwar konnte auch die Niederösterreicherin die Russin nicht in die Knie zwingen, mit einer Zeit von 7,803 Sekunden stellte sie aber erneut eine rot-weiß-rote Bestmarke auf.

„Ich bin echt sprachlos und mir fehlen einfach die Worte. An einem Abend zwei solche Meilensteine, in meiner doch noch sehr kurzen Speed-Karriere zu erreichen, sind einfach unglaublich. Ich habe mich mit Alex während dem gesamten Wettkampf um den Rekord gebattelt, das war extrem spannend.“

Laura Stöckler

Stöckler, die wie Jessica Pilz aus der Kletter-Hochburg Haag kommt, strahlte nach ihrem ersten Europacup-Podestplatz.

„Ich hätte mir nie gedacht, dass das mit dem Druck und dem Adrenalin im Wettkampf in dieser Dimension möglich sein kann. Aber ich muss fairerweise sagen, dass uns die russische Weltrekordhalterin Iuliia Kaplina sicherlich hochgezogen hat. Ich bin einfach überglücklich.“

Laura Stöckler

Plangger im Pech

Bei den Herren hatte Tobias Plangger (ÖAV Innsbruck) Pech: Nach einer längeren Regenpause zeigte er zunächst in der Qualifikation mit der fünftschnellsten Zeit (6,18 Sekunden) auf, ehe im Achtelfinale Endstation war. Der Innsbrucker Lokalmatador rutschte im Duell mit dem Italiener Alessandro Cingari in Führung liegend weg und schied aus.

„Es ist ärgerlich, weil ich gut drauf war. Die Zeiten haben wieder einmal gestimmt, dann wollte ich vielleicht etwas zu sehr pushen und bin weggerutscht. Da geht es um Zentimeter und Nuancen – so bitter es ist, ich muss es abhaken. Die Zeiten stimmen mich optimistisch. Ich bin davon überzeugt, dass ich es bald auch einmal in einem Wettkampf von Anfang bis Ende an die Wand bringe,“

so Plangger, der am Ende Platz 12 belegte.

Auch Lukas Knapp (NFÖ Salzburg) verlor sein Achtelfinal-Duell und landete in der Endabrechnung an der 10. Position. Lawrence Bogeschdorfer (NFÖ Vöcklabruck) holte bei seinem Debüt bei den Erwachsenen Rang 15, Jonas Biack (ÖAV Gebirgsverein) scheiterte in der Qualifikation. Der Sieg bei den Herren ging an Guillaume Moro (FRA), der sich Yaroslav Tkach (UKR) durchsetzte.

Neben dem neuen österreichischen Rekord hätte es in der Freiluft-Arena beim Kletterzentrum Innsbruck beinahe auch einen Weltrekord zu bestaunen gegeben. Weltrekordhalterin Iuliia Kaplina (RUS) blieb im Finale mit 7,02 Sekunden nur haarscharf über ihrer Bestmarke von 6,964 Sekunden.

© KVÖ // Foto: Andreas Aufschnaiter ANDREAS_AUFSCHNAITER

Top-10 für Elmer

Alexandra Elmer

Starker Saison-Auftakt für Alexandra Elmer.

Die Salzburgerin schafft es beim IFSC Speed-Weltcup in Salt Lake City (USA) als Siebente in die Top-10. Laura Stöckler (ÖAV Haag) erreicht ebenfalls das Finale und belegt Rang 16, Tobias Plangger (ÖAV Innsbruck) verpasst den Finaleinzug.

In der Qualifikation gelingt Alexandra Elmer mit einer soliden Zeit von 8,542 Sekunden Platz 10, Stöckler zieht mit 8,772 Sekunden ebenso ins 16er-Finale ein. Während Laura Stöckler ihr Achtelfinal-Duell verliert und bei ihrem ersten Speed-Weltcup mit Rang 16 zufrieden sein kann, gewinnt Alexandra Elmer ihr erstes K.o.-Duell und scheitert erst im Viertelfinale. Platz sieben ist ihr zweitbestes Weltcupergebnis. Der Sieg geht an die Polin Alexandra Miroslaw, die sich im Finale vor Emma Hunt (USA) durchsetzt.

„Die Wand war ziemlich rutschig, ich habe den Start dann spontan umgestellt. Es hatten einige Frauen Probleme mit dem Grip, leicht war es nicht. Von der Zeit her habe ich noch Potenzial, aber die Platzierung ist richtig cool. So kann es weitergehen“

so Elmer.

Bei den Herren hat Plangger in der Qualifikation Pech: Nach einem nicht gewerteten ersten Versuch erreicht er 7,554 Sekunden und verpasst das Finale als 32. deutlich.

Für das Finale hätte ich eine Zeit von 6,3 Sekunden benötigt, das gelingt mir im Training eigentlich regelmäßig. Ich hatte beim Start Probleme mit der Reibung, es sollte diesmal nicht sein. Aber die Richtung stimmt“,

so der Tiroler.

Der Weltrekord wird in Salt Lake City zweimal gebrochen: Zunächst verbessert der Indonesier Kiromal Katibin die Bestmarke auf 5,258 Sekunden, im Finale ist sein Landsmann Veddriq Leonardo in 5,208 noch einmal schneller und gewinnt mit neuem Weltrekord vor Katibin.

Alexandra hat ihre Routine ausgespielt und das bei den schwierigen Bedingungen echt gut gemacht, Laura kann mit einem Finale bei ihrer Premiere sehr zufrieden sein. Für Tobi ist es sehr schade, weil er die Zeit für das Finale sicher draufgehabt hätte. Insgesamt sind wird mit der Leistung sehr zufrieden, die Pause für das Speed-Team war sehr lange und es war wichtig, wieder ins Wettkampfgeschehen zurückzukehren. Zudem waren sehr viele Zuschauer vor Ort, die Stimmung war genial und noch dazu die zwei Weltrekorde waren beeindruckend,“

bilanziert KVÖ-Nationalcoach Katharina Saurwein.

Der nächste Speed-Weltcup steigt von 1. bis 3. Juli in Villars (SUI), wo auch ein Lead-Bewerb ansteht. In Salt Lake City folgt am Wochenende noch der zweite Boulder-Weltcup mit Johanna Färber (ÖAV Graz), Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck) und Nicolai Uznik (SV St. Johann i.R.). 

© KVÖ // Foto: GEPA