Top-10 für Elmer

Alexandra Elmer

Starker Saison-Auftakt für Alexandra Elmer.

Die Salzburgerin schafft es beim IFSC Speed-Weltcup in Salt Lake City (USA) als Siebente in die Top-10. Laura Stöckler (ÖAV Haag) erreicht ebenfalls das Finale und belegt Rang 16, Tobias Plangger (ÖAV Innsbruck) verpasst den Finaleinzug.

In der Qualifikation gelingt Alexandra Elmer mit einer soliden Zeit von 8,542 Sekunden Platz 10, Stöckler zieht mit 8,772 Sekunden ebenso ins 16er-Finale ein. Während Laura Stöckler ihr Achtelfinal-Duell verliert und bei ihrem ersten Speed-Weltcup mit Rang 16 zufrieden sein kann, gewinnt Alexandra Elmer ihr erstes K.o.-Duell und scheitert erst im Viertelfinale. Platz sieben ist ihr zweitbestes Weltcupergebnis. Der Sieg geht an die Polin Alexandra Miroslaw, die sich im Finale vor Emma Hunt (USA) durchsetzt.

„Die Wand war ziemlich rutschig, ich habe den Start dann spontan umgestellt. Es hatten einige Frauen Probleme mit dem Grip, leicht war es nicht. Von der Zeit her habe ich noch Potenzial, aber die Platzierung ist richtig cool. So kann es weitergehen“

so Elmer.

Bei den Herren hat Plangger in der Qualifikation Pech: Nach einem nicht gewerteten ersten Versuch erreicht er 7,554 Sekunden und verpasst das Finale als 32. deutlich.

Für das Finale hätte ich eine Zeit von 6,3 Sekunden benötigt, das gelingt mir im Training eigentlich regelmäßig. Ich hatte beim Start Probleme mit der Reibung, es sollte diesmal nicht sein. Aber die Richtung stimmt“,

so der Tiroler.

Der Weltrekord wird in Salt Lake City zweimal gebrochen: Zunächst verbessert der Indonesier Kiromal Katibin die Bestmarke auf 5,258 Sekunden, im Finale ist sein Landsmann Veddriq Leonardo in 5,208 noch einmal schneller und gewinnt mit neuem Weltrekord vor Katibin.

Alexandra hat ihre Routine ausgespielt und das bei den schwierigen Bedingungen echt gut gemacht, Laura kann mit einem Finale bei ihrer Premiere sehr zufrieden sein. Für Tobi ist es sehr schade, weil er die Zeit für das Finale sicher draufgehabt hätte. Insgesamt sind wird mit der Leistung sehr zufrieden, die Pause für das Speed-Team war sehr lange und es war wichtig, wieder ins Wettkampfgeschehen zurückzukehren. Zudem waren sehr viele Zuschauer vor Ort, die Stimmung war genial und noch dazu die zwei Weltrekorde waren beeindruckend,“

bilanziert KVÖ-Nationalcoach Katharina Saurwein.

Der nächste Speed-Weltcup steigt von 1. bis 3. Juli in Villars (SUI), wo auch ein Lead-Bewerb ansteht. In Salt Lake City folgt am Wochenende noch der zweite Boulder-Weltcup mit Johanna Färber (ÖAV Graz), Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck) und Nicolai Uznik (SV St. Johann i.R.). 

© KVÖ // Foto: GEPA

Formbestätigung für Schubert

Jakob Schubert

„DAS GIBT SELBSTVERTRAUEN UND SICHERHEIT“

Erster KVÖ-Podestplatz beim zweiten Boulder-Weltcup der Saison in Salt Lake City (USA)! Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck) bouldert beim ersten von zwei IFSC Weltcup-Bewerben im US-Bundesstaat Utah auf Rang drei.

Der dreifache Kletter-Weltmeister, Jakob Schubert, kann sich im Finale noch einmal steigern und erreicht auf den vier Boulder-Problemen drei Tops und drei Zonen. Am Ende sind nur Sieger Adam Ondra (CZE) und Mejdi Schalck (FRA) vor dem Innsbrucker.

„Die Finalrunde war nicht ganz so schwer gesetzt, was mir eigentlich nicht in die Karten spielt. Aber es scheint tatsächlich, als würde sich das viele Dehnen und die Balanceübungen endlich bezahlt machen. Mit dem Podium bin ich sehr zufrieden, ein wichtiger Schritt auf den Weg zu den Olympischen Spielen“,

so ein zufriedener Schubert.

Bei den Damen landen Jessica Pilz (ÖAV Haag) und Johanna Färber (ÖAV Graz) im Finale auf den Plätzen fünf und sechs. Jessica Pilz erreicht ein Top und drei Zonen, Färber ein Top und zwei Zonen. Der Sieg geht an die US-Amerikanerin Natalia Grossman, die alle vier Tops erreicht.

„Das Finale zu erreichen ist immer besonders schön, speziell wenn zwei Teamkollegen auch dabei sind. Im Halbfinale ist der Knopf endgültig aufgegangen, was für die weiteren Wochen und Aufgaben sehr wichtig ist. Ich nehme eine große Portion Selbstvertrauen aus Salt Lake City mit nach Hause“,

bilanziert Jessica Pilz.

Nicolai Uznik (SV St. Johann i.R.) verpasste den Finaleinzug, der erst 20-jährige Kärntner kann sich mit Platz 11 aber über sein nächstes Top-15-Resultat im Weltcup freuen. Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck) hatte den Halbfinal-Einzug als 21. denkbar knapp verpasst.

„Drei Athleten im Finale ist eine richtig starke Quote, dazu Nicolai mit Platz 11 und auch Franziska Sterrer hat den Finaltag nur haarscharf verpasst. Insgesamt können wir sehr zufrieden sein, das Podest hat sich Jakob mehr als verdient. Die Umstellung im Training mit mehr Wettkampf-Simulationen und größeren Umfängen hat sich beim ganzen Team bezahlt gemacht“,

zieht KVÖ-Nationalcoach Katharina Saurwein eine erste Bilanz.

Am kommenden Wochenende (28. bis 30. Mai) steht noch ein zweiter Boulder-Weltcup sowie der Auftakt in den Speed-Weltcup in Salt Lake City auf dem Programm. Die Olympia-Starter Pilz und Schubert werden wie geplant aber wie geplant bereits nach diesem Bewerb abreisen und sich in Innsbruck auf die Olympischen Spiele vorbereiten.

© KVÖ // Foto: GEPA

Österreichische Kletter-Staatsmeisterschaften 2020

Ende September fanden die österreichischen Kletter-Staatsmeisterschaften im Kletterzentrum Innsbruck statt. Staatsmeister-Titel gingen unter anderem an Alexandra Elmer, Nicolai Uznik, Jessica Pilz, Eva-Maria Hammelmüller und Jakob Schubert.

Elmer und Plangger wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und sicherten sich im nervenaufreibenden Speed-Bewerb die Titel.

„Von Anfang an war ich heute schon ein wenig nervös, da ich als Favoritin in den Bewerb gegangen bin. Staatsmeisterschaften sind für mich immer etwas Besonderes und es war ein richtig cooler Wettkampf, der sehr viel Spaß gemacht hat.“,

freute sich Elmer über ihren fünften Staatsmeistertitel.

Bei den Herren verpasste Lukas Knapp das Podest nur knapp und freute sich am Ende über Rang 4.

Die Boulder-Bewerbe gingen an Johanna Färber und Nicolai Uznik – für beide war es der erste Staatsmeistertitel in der allgemeinen Klasse. Pilz zeigte sich mit Rang 2 hinter Färber zufrieden und lobte ihre Leistung:

„Jo ist aktuell sicher die Fitteste von allen, das hat sie bei allen drei Bewerben gezeigt. Auch sonst war das Niveau hoch, wir waren alle recht knapp zusammen. Cool, dass wir so ein starkes Team haben.“

Hinter Pilz komplettierte Eva-Maria Hammelmüller (ÖAV Haag/NÖ) als Dritte das Podest.

Bei den Herren war Nicolai Uznik (SV St. Johann i.R./KNT) im Finale nicht zu stoppen. Mit zwei Tops und vier Zonen setzte er sich letztlich souverän durch.

„Ich bin überglücklich! Mir war schon klar, dass ich gut drauf bin – aber mit dem Sieg hätte ich niemals gerechnet.“,

grinste Uznik.

Im Lead-Bewerb gab es zwei souveräne Favoritensiege. Jessica Pilz  sicherte sich in der Damenwertung Platz eins, Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck/TIR) war bei den Männern siegreich, womit Pilz und Schubert ihre Titel-Serie fortsetzten.

Nach ihrer Silbermedaille im Bouldern konnte Pilz, die sowohl in der Qualifikation als auch im Finale als einzige Athletin alle drei Routen toppte, erneut jubeln. Die Niederösterreicherin zeigte keine Nerven und ließ keine Zweifel hinsichtlich einer erfolgreichen Titelverteidigung aufkommen. Sie wurde ihrer Favoritenrolle im Vorstieg gerecht und sichert sich den 6. Staatsmeistertitel in dieser Disziplin, den 10. insgesamt. Eva-Maria Hammelmüller holte sich mit einer starken Leistung den Vize-Titel.

Bei den Herren war einmal mehr Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck/TIR) im Finale nicht zu stoppen und dominierte die Konkurrenz. Der Tiroler, der aufgrund einer Verletzung nur am Lead-Bewerb teilnehmen konnte, sicherte sich nicht nur den Austrian Climbing Summer Series-Lead-Hattrick und den damit verbunden Erfolg in der Gesamtwertung (300 Punkte) sondern holte erneut den Staatsmeistertitel im Lead, den neunten in den letzten zehn Jahren.

Mit dem olympischen Kombinationsbewerb gingen die Österreichischen Kletter-Staatsmeisterschaften 2020 im Kletterzentrum Innsbruck zu Ende. Eva-Maria Hammelmüller und Stefan Scherz sicherten sich dabei ihre jeweils ersten Staatsmeistertitel.

Für Hammelmüller ist es nach Silber im Vorstieg und Bronze im Boulder die erste Goldmedaille. Am Samstagabend startete sie mit Platz drei im Speed in den Combined-Bewerb und legte mit Rang eins im Boulder den Grundstein für den Triumph. Im abschließenden Lead-Bewerb erreichte sie das Top und somit Platz zwei.

„Mir fehlen die Worte! Staatsmeisterin, ein richtig cooles Gefühl! Im Speed hat’s gut begonnen, das Bouldern war richtig gut und dann auch noch die Lead-Route zu toppen, einfach unbeschreiblich. Wenn mir das vor den Staatsmeisterschaften jemand gesagt hätte, ich hätte nur gelacht“,

jubelte die 20-jährige Niederösterreicherin.

Titelverteidigerin Jessica Pilz (ÖAV Haag/NÖ) erreichte mit den Rängen 5 (Speed), 2 (Boulder) und 1 (Lead) den zweiten Platz.

Jan-Luca Poscherkämpfte sich bei den Herren Platz 5.

© austriaclimbing.com  Bild: GEPA – Moritz Liebhaber

Platz 3 für Schubert beim ersten Kletter-Weltcup der Saison

Erster Kletter-Weltcup der Saison, erster Podestplatz für den KVÖ: Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck, TIR) belegt beim Vorstieg-Bewerb in Briancon (FRA) Platz drei. Mathias Posch (ÖAV Hohe Munde) holt das beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere, Jessica Pilz (ÖAV Haag, NÖ) hat ebenfalls Grund zur Freude.

Jakob Schubert, nach dem Semifinale auf Platz zwei, musste sich nur Adam Ondra (CZE) und Domen Skofic (SLO) geschlagen geben. Mit 38+ landete er an der dritten Stelle.

„Ein Podium ist immer lässig – und ich habe gesehen, dass ich voll dabei bin. Adam und Domen haben ganz oben die besseren Entscheidungen getroffen, aber es fehlt nicht viel und vielleicht kriege ich ja heuer noch die Chance zur Revanche“,

so der dreifache Weltmeister aus Innsbruck.

Mathias Posch, erstmals in einem Weltcupfinale am Start, erreichte Platz sechs.

„Es war unbeschreiblich, ich bin noch nie vor so vielen Zuschauern geklettert. Mit der Leistung bin ich zufrieden, ich bin sauber und solide geklettert, hätte mir den 6. Platz nie erwartet. Diesen Weltcup werde ich nie vergessen“,

jubelt der 21-jährige Tiroler über das beste Ergebnis seiner jungen Karriere.

Bei den Damen verpasste Jessica Pilz nur hauchdünn das Podium. Mit 41+ fehlte ihr nur ein Griff auf die vor ihr platzierte Französin Fanny Gibert. Der Sieg ging an die Italienerin Laura Rogora, die sich vor Janja Garnbret (SLO) durchsetzen konnte.

„Ich bin zufrieden mit der Leistung, ich konnte auf den drei Routen alles rausholen, was aktuell möglich ist. Dass ich noch nicht in absoluter Top-Form bin, wusste ich bereits. Am wichtigsten war aber, wieder vor einem größeren Publikum zu klettern und die Wettkampfatmosphäre zu erleben“,

resümierte Pilz. Die 23-Jährige nimmt das Positive aus Frankreich:

Leider war die Zeit nach den Boulderbewerben zu kurz, um richtig in Form zu kommen. Außerdem hab ich lange nicht daran geglaubt, dass der Weltcup tatsächlich stattfindet und mich daher aufs Bouldern konzentriert. Mit einer längeren Vorbereitungszeit und vollem Fokus auf eine Disziplin, kann ich im Lead einiges aufholen.

KVÖ-Coach Katharina Saurwein zieht zufrieden Bilanz:

„Drei Athleten im Finale ist ein gutes Ergebnis, Julia Fiser war ja auch ganz knapp dran. Es haben international schon noch einige starke Athletinnen und Athleten gefehlt, aber es war eine gute Standortbestimmung. Wir haben gut gearbeitet und können mithalten, haben aber auch gesehen, wo wir noch Verbesserungspotenzial haben.“

Mit der Leistung des Final-Trios ist Saurwein glücklich:

„Die Leistung von Mathias ist megacool, im ersten Finale gleich so zu überzeugen und Platz sechs zu holen ist großartig. Er hatte leichte Knieprobleme, die Finalroute ist ihm deshalb nicht entgegengekommen. Als er rausgekommen ist und das Publikum gesehen hat, war er noch einmal angespannter. Auf der Route hat er Vollgas gegeben und wurde belohnt.“

 

„Bei Jessy hätte ich nicht gerechnet, dass es schon so gut läuft. Ihr fehlt im Moment noch das Training, sie ist aber super geklettert und hat einmal mehr ihre Erfahrung ausgespielt. Im Finale so weit nach oben zu kommen ist stark und sollte ihr Selbstvertrauen geben. Jakob ist wieder brutal geklettert und hat alles rausgeholt. Ganz oben hat es nicht mehr gereicht, aber man hat gesehen, dass er bei den Allerbesten dabei ist.“

Ein Teil des KVÖ-Teams bleibt noch drei Tage in Frankreich, um gemeinsam am Fels zu trainieren. Danach geht es zurück nach Innsbruck, wo sich die Athletinnen und Athleten auf die Österreichischen Staatsmeisterschaften (23. bis 26. September) vorbereiten.

 

ERGEBNIS IFSC LEAD- WELTCUP BRIANCON

Finale, Herren:

1. Adam Ondra (CZE) Top

2. Domen Skofic (SLO) 41

3. Jakob Schubert (AUT) 38+

4. Luka Potocar (SLO) 30

5. Alexander Megos (GER) 27

6. Mathias Posch (AUT) 26

7. Mejdi Schalck (FRA) 25+
8. Nao Monchois (FRA) 25+

 

Finale, Damen:

1. Laura Rogora (ITA) Top
2. Janja Garnbrent (SLO) Top
3. Fanny Gibert (FRA) 42

4. Jessica Pilz (AUT) 41+

5. Vita Lukan (SLO) 39+

6. Tjasa Kalan (SLO) 39+

7. Nina Arthaud (FRA) 34+

8. Giorgia Tesio (ITA) 30+

 

© austriaclimbing 

Pilz und Schubert feiern Favoritensiege

Favoritensiege beim ersten Lead-Bewerb der Austria Climbing Summer Series 2020 in Imst: Jessica Pilz und Jakob Schubert, die beiden Lead-Weltmeister der Heim-WM 2018 in Innsbruck, setzten sich am Montag beim ersten von zwei Entscheidungen in dieser Woche durch.

Knapp ging es bei den Damen zur Sache: Jessica Pilz (ÖAV Haag, NÖ) erreichte wie ihre Teamkollegin Christine Schranz im Finale 55+, dank der schnelleren Zeit holte sich die Favoritin Platz eins.

„Ich habe viele gute Erinnerungen an Imst, bin hier das erste Mal im Weltcup geklettert, habe hier mein erstes Semifinale und Finale geschafft und auch mein erstes Stockerl. Die Formkurve geht nach oben, der Sieg gibt Selbstvertrauen, aber es fehlt mir noch die eine oder andere Ausdauereinheit, um richtig in Top-Form zu kommen“,

so die 23-Jährige.

Schranz bewies einmal mehr, dass sie im Vorstieg eine der stärksten KVÖ-Athletinnen ist, und zeigte sich nach Rang zwei zufrieden:

„Die heurige Saison war bis hierhin eine Achterbahnfahrt, dazu kommt, dass ich nicht jünger werde und es von Jahr zu Jahr schwieriger wird. Umso mehr freut es mich, dass ich heute wieder zeigen konnte, was ich drauf habe. Hoffentlich kann ich es am Donnerstag noch einmal so spannend machen.“

Julia Fiser (ÖAV Innsbruck, TIR) komplettierte auf Platz drei das rot-weiß-rote Podest.

„Ich war mir nicht sicher, ob die Ausdauer für Imst reichen wird, weil es doch eine richtig lange Wand ist. Aber beim Abschlusstraining in der Halle habe ich gemerkt, dass die Form stimmt. Aber dass es sogar ein Podium wird, damit habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet“,

jubelte die 23-Jährige. Mit Emilia Warenski (ÖAV Innsbruck, TIR) überraschte eine erst 16-jährige Athletin auf Position 4. Mit Eva-Maria Hammelmüller (ÖAV Haag, NÖ/6.) und Mattea Pötzi (ÖAV Villach, KNT/8.) schafften es zwei weitere KVÖ-Athletinnen ins Finale der Top-8.

 

Schubert eine Klasse für sich

Bei den Herren war der Bewerb vom Start weg eine klare Sache für Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck, TIR). Als einziger Kletterer im 22-köpfigen Starterfeld holte der 29-jährige Tiroler sämtliche Tops und feierte einen ungefährdeten Sieg.

„Natürlich habe ich im Vorstieg immer hohe Erwartungen, aber wenn man so souverän gewinnt, muss man zufrieden sein.“

Wie schnell es gehen kann sah man beim Schweizer Sascha Lehmann, der, obwohl Weltcup-Sieger, nach einem Fehler über Rang sechs nicht hinauskam.

„Schade, dass Sascha nicht zeigen konnte, was er draufhat. Ich hoffe, dass wir am Donnerstag beide alles rausholen und uns ein cooles Match liefern können“,

freut sich der 29-Jährige auf das Finale der Austria Climbing Summer Series.“

Hinter dem Deutschen Martin Tekles landete Georg Parma (NFÖ Eichgraben, NÖ) als Dritter erneut auf dem Podest. Den zweiten Boulder-Bewerb in Innsbruck hatte der 23-jährige Niederösterreicher sogar gewonnen:

„Der Sieg im Bouldern war eher überraschend, weil ich für Vorstieg mehr trainiert habe. Dass es jetzt so aufgeht, ist sehr erfreulich. Jakob gibt den Weg vor, da will man hin. Er ist aber eine Ausnahmeerscheinung, deswegen kann man nicht einfach versuchen, sein Level zu erreichen. Aber klar ist: Eines Tages will ich dort hinkommen wo er ist – oder zumindest in die Nähe.“

Stefan Scherz (NFÖ Neunkirchen, NÖ) als Vierter und Lokalmatador Mathias Posch (ÖAV Innsbruck, TIR) als Fünfter rundeten ein starkes KVÖ-Ergebnis ab.

„Es ist ein bisschen leichter vorherzusehen als beim Bouldern, aber man hat auch gesehen, dass der eine oder andere Favorit früh gescheitert ist. Jakob und Jessy haben das super gemacht – die Besten haben gewonnen. Alles in allem war es ein super Training für den Weltcup in Briancon, uns ging es auch und vor allem darum, das Spiel zwischen Sicherheit und Risiko beim Klettern nach der langen Pause wieder etwas einzuschleifen“,

resümiert KVÖ-Coach Kilian Fischhuber.

In der Gesamtwertung der Austria Climbing Summer Series führt Pilz bei den Damen nach fünf von sechs Bewerben klar vor Eva-Maria Hammelmüller und Petra Klingler (SUI). An den Gesamtsieg in der Austria Climbing Summer Series denkt sie aber nicht:

„Mein Fokus liegt auf jedem einzelnen Bewerb, auf meiner Leistung – abgerechnet wird am Schluss.“

Bei den Herren führt Schubert 86 Punkte vor Sascha Lehmann aus der Schweiz, Parma liegt auf Rang drei.

Am Donnerstag (6. August) folgt der zweite Lead-Bewerb in Imst. Dann starten die Herren um 12 Uhr mit der Qualifikation, die Damen folgen um 15 Uhr. Die Finals der Herren (ab 20:15 Uhr) und Damen (ab 21:30 Uhr) werden im TV auf ORF Sport+ sowie auf im Live-Stream auf den Youtube-Kanälen des KVÖ und Epic TV übertragen.

 

Lead I, Damen, Top-15:

1. Jessica Pilz

2. Christine Schranz

3. Julia Fiser

4. Emilia Warenski

5. Anne-Sophie Koller (SUI)

6. Eva-Maria Hammelmüller

7. Michelle Hulliger (SUI)

8. Mattea Pötzi

__________________________

9. Roxana Wienand (GER)

10. Martina Demmel (GER)

11. Sandra Lettner

12. Lea Kempf

13. Katharina Posch

14. Sarah Feichtenschlager

15. Celina Schoibl

 

Lead I, Herren, Top-15:

1. Jakob Schubert

2. Martin Tekles (GER)

3. Georg Parma

4. Stefan Scherz

5. Mathias Posch

6. Sascha Lehmann (SUI)

7. Christoph Hanke (GER)

8. Philipp Martin (GER)

________________________

9. Dimitri Vogl (SUI)

10. Johannes Hofherr

11. Thomas Podolan

12. Paul Zauner

13. Kim Marschner (GER)

14. Jan-Luca Posch
15. Maximilian Lenz

 

© austriaclimbing  Foto: GEPA /KVOE – Heiko Wilhelm

Zweite Wettkampfsphase der Austria Climbing Summer Series 2020

Schnell, schneller, Plangger: Mit Rekord zum Speed-Sieg

Schnell, schneller, Tobias Plangger – der 19-jährige Tiroler gewann den zweiten Speed-Bewerb der Austria Climbing Summer Series 2020 und stellte dabei einen neuen österreichischen Rekord auf. Bei den Damen ging der Sieg wie im ersten Bewerb an Alexandra Elmer.

In der Vorwoche hatte Plangger (ÖAV Innsbruck, TIR) mit 5,98 Sekunden eine neue Bestmarke aufgestellt, die er nun erneut verbesserte – gleich zwei Mal: Erst benötigte er im Viertelfinale 5,94 Sekunden, im teaminternen Finale gegen Lawrence Bogeschdorfer (NFÖ Vöcklabruck, OÖ) setzte er noch einen drauf und schlug nach 5,87 Sekunden an der 15-Meter-Wand an.

„Ich bin einfach überwältigt, was für ein Tag! Nach dem ersten Versuch wusste ich, dass noch etwas drin ist. Mega, dass es aufgegangen ist. Natürlich träumt man von gewissen Zeiten, unter 5,90 Sekunden hätte ich heute aber nicht für möglich gehalten.“

Dabei sieht der Innsbrucker noch Luft nach oben:

„Der Lauf war nicht ganz perfekt, weil ich bei der Reaktionszeit noch neun Hundertstel liegen gelassen habe. Ich habe schon das Gefühl, dass ich noch mehr Gas geben kann. Es ist also noch Luft nach oben, wenn auch nicht viel. Sowohl jetzt im Moment als auch auf längere Sicht gesehen.“

Planggers langfristiges Ziel: Der Weltrekord. Aktuell wird dieser vom Iraner Reza Alipourshenazandifar gehalten – in 5,48 Sekunden. Plangger:

„Das ist irgendwann das Ziel. Ich habe noch einen langen Weg vor mir und muss hart arbeiten, aber diesen Traum habe ich. Nichts ist unmöglich!“

Platz zwei ging an Bogeschdorfer, der sich erst im Finale Plangger geschlagen geben musste.

„Ich war vom Boulder-Wettkampf etwas angeschlagen, es ist aber super gelaufen. Letzte Woche war ich nicht gut drauf, heute habe ich super in den Speed-Bewerb gefunden. Dieses Ergebnis gibt mir Kraft für die kommenden Aufgaben.“

Im kleinen Finale setzte sich Lukas Knapp (NFÖ Salzburg, SLBG), Sieger des ersten Speed-Bewerbs, gegen den Deutschen Linus Bader durch. Jakob Schubert unterlief im Viertelfinale ein Fehler und belegte Rang sechs.

 

Elmer erneut die Schnellste

Bei den Damen holte erneut an Alexandra Elmer (ÖAV Tauernkraxxla, SLBG) den Sieg. Die 24-Jährige meisterte souverän den Weg ins Finale, wo sie Teamkollegin Laura Stöckler (ÖAV Haag, NÖ) besiegen konnte

„Die Wettkämpfe haben sehr viel Spaß gemacht, richtig cool. Heute waren die Nerven etwas mehr im Spiel, schon in der Quai habe ich ein paar Fehler gemacht. Das Glück war auf meiner Seite, ich freue mich sehr.“

Auch die zweitplatzierte Stöckler strahlte:

„Die Performance letzte Woche war schon gut, daran wollte ich anschließen. Das ist aufgegangen, Platz zwei hinter Alex ist großartig. Sie ist sehr stark und hat den Sieg mehr als verdient. Das Finale gegen war nichts für schwache Nerven, mit dem Ergebnis kann ich aber sehr gut leben.“

Platz drei ging an die Schweizer Boulder-Weltmeisterin Petra Klingler. Jessica Pilz (ÖAV Haag, NÖ) scheiterte im Viertelfinale, belegte am Ende Rang fünf.

KVÖ-Coach Pawel Draga:

„Ich freue mich sehr für Tobias, die Rekordzeit ist auch international gesehen top. Mit den Frauen war ich nicht ganz zufrieden, da waren zu viele Fehler dabei. Jetzt steht eine Woche Erholung auf dem Programm, dann folgt der Aufbau für das Finale. Der Plan ist, dass wir uns in Deutschland vorbereiten – wenn möglich auch mit Wettkampfsimulationen.“

 

Sommermärchen: Johanna Färber macht’s schon wieder

Die Steirerin lässt zwei Weltmeisterinnen hinter sich und gewinnt auch den zweiten Boulder-Bewerb der Austria Climbing Summer Series.

Zweiter Boulder-Bewerb der Frauen, zweiter Sieg für Johanna Färber (BV Boulderverein Bloc House, STMK). Die 22-jährige Steirerin feierte am Donnerstagabend den nächsten Erfolg im Rahmen der Austria Climbing Summer Series.

Platz zwei ging an die Schweizer Weltmeisterin Petra Klingler, Jessica Pilz (ÖAV Haag, NÖ) kehrte nach hartem Kampf als Dritte auf das Podest zurück.

Färber setzte sich im Finale an der mobilen WM-Wand von 2018 in der Leichtathletik-Halle in der Sillside-Area nach den ersten drei Bouldern mit ebenso vielen Tops in Führung, Petra Klingler hielt ebenfalls bei drei Tops – benötigte aber mehr Versuche.

Am letzten Boulder wollte es für die Grazerin zunächst nicht klappen, ehe sie im fünften Versuch doch noch das Top erreichte

„Ich habe so gut begonnen, bin mit Selbstvertrauen geklettert und dann habe ich zum Schluss noch so die Nerven weggeschmissen. Dabei habe ich mich bei der Besichtigung total auf den letzten Boulder gefreut und mir gedacht, dass der richtig dynamisch und genau mein Style ist.“

Der zweite Sieg im zweiten Boulder-Bewerb bedeutete der Grazerin viel:

„Zum Glück ist es sich am Ende wieder ausgegangen, diese beiden Erfolge sind Extra-Motivation für das Training in den nächsten Wochen!“

Ihr Ziel lautet nun, sich im September im Rahmen der Österreichischen Staatsmeisterschaften auch den Boulder-Gesamtsieg zu holen.

 

Pilz mit Kampfgeist aufs Stockerl

Klingler, Boulder-Weltmeisterin von 2016, benötigte insgesamt einen Top-Versuch mehr als Färber, konnte mit Platz zwei aber gut leben:

„Es war einmal mehr ein cooler Tag zum Bouldern, herausfordernd, auch weil Johanna immer ordentlich vorgelegt hat. Leider ist mir beim letzten Boulder der Fuß weggerutscht, aber es war dennoch ein super Wettkampf.“

Pilz landete mit Rang drei bei der Summer Series erstmals auf dem Podest – dank einer beherzten Leistung auf den letzten beiden Bouldern. Nach den ersten beiden, darunter die ungeliebte Platte, war die Niederösterreicherin noch außerhalb der Top-3 gelegen, ehe sie sich mit zwei Flashs (Top im ersten Versuch) noch auf das Podium kämpfte.

„Das Ergebnis ist zweitrangig, mich nervt meine Schwäche auf den Platten. Es ist nicht fein, wenn du nach dem zweiten Boulder weißt, dass du keine Chance auf den Sieg hast“,

so die Vorstieg-Weltmeisterin von 2018.

„Ich muss weiterhin hart arbeiten und mich verbessern, aber immerhin stimmt die Fitness.“

 

Mehr als eine Talentprobe

Eva-Maria Hammelmüller (ÖAV Haag, NÖ), im ersten Bewerb noch auf Platz zwei, belegte diesmal Rang vier. Sandra Lettner (ÖAV Vöcklabruck, OÖ) wurde Fünfte, die Deutsche Lucia Dörffel belegte Rang sechs.

Großes Pech hatte Julia Fiser (ÖAV Innsbruck, TIR): Die Tirolerin erreichte im Semifinale alle vier Tops, verpasste das Finale der Top-6 als Siebente nur aufgrund eines Versuchs. Die erst 15-jährige Vorarlbergerin Lea Kempf (ÖAV Egg, VLGB) zeigte mit Platz 8 ihr Talent, Emilia Warenski (ÖAV Innsbruck, TIR) landete als Neunte ebenfalls in den Top-10.

KVÖ-Coach Kilian Fischhuber resümierte zufrieden:

„Es war auf vielen Ebenen ein richtig cooler Wettkampf. Johanna hat die Rolle der Favoritin super angenommen, ist mit dem Druck gut umgegangen und ist vor allem wirklich stark geklettert. Was uns aber auch ganz besonders freut, dass es wieder die eine oder andere Talentprobe gegeben hat. Dieser frische Wind tut dem ganzen Team richtig gut.“

 

Georg Parma gewinnt packendes Boulder-Finale

Das zweite Boulder-Event der Austria Climbing Summer Series bringt wieder einen Sieger aus dem KVÖ-Team: den Niederösterreicher Georg Parma!

Der zweite Boulder-Bewerb der Austria Climbing Summer Series 2020 in Innsbruck ging erneut an einen Österreicher: Georg Parma setzte sich am Donnerstag in einem packenden Finale vor dem Schweizer Sascha Lehmann durch, Jakob Schubert belegte Rang drei.

Das Finale des zweiten Boulder-Bewerbs an der mobilen WM-Wand von 2018 in der Leichtathletik-Halle in der Sillside-Area war an Spannung kaum zu überbieten: Georg Parma (NFÖ Eichgraben, NÖ) musste beim letzten Boulder das Top erreichen, um den bis dahin in Führung liegenden Schweizer Sascha Lehmann noch von Platz eins zu verdrängen.

Der Niederösterreicher scheiterte knapp vor dem Top, nur um sich im nächsten Anlauf zurück zu kämpfen und den Sieg mit insgesamt drei Tops zu fixieren.

„Das war mental nicht einfach. Ich wusste, dass ich für den Sieg noch ein Top brauche. Die Erleichterung war groß, dass mir das gelungen ist. Es ist pure Freude – speziell, weil ich endlich zeigen konnte, was ich drauf habe.“

Der 23-Jährige feierte damit einen seiner größten Erfolge. Erinnerungen an den Staatsmeistertitel 2018 wurden wach:

„Diesmal waren aber auch starke Gegner aus Deutschland und der Schweiz dabei, deshalb würde ich diesen Sieg schon höher einordnen.“

Der Erfolg kam für den ehemaligen Junioren-Europameister jedenfalls überraschend:

„Ich habe mich in der Früh nicht so gut gefühlt, habe mir keinen Druck gemacht. Vielleicht war die Lockerheit der entscheidende Faktor. Generell wollte ich eigentlich mehr auf Vorstieg gehen, umso schöner ist diese Leistung im Bouldern.“

 

Schubert denkt an Weiterentwicklung

Platz zwei ging an das Schweizer Aushängeschild Sascha Lehmann, der zwei Tops und vier Zonen schaffte:

„Es hat super Spaß gemacht, eine coole Runde – und mit dem zweiten Platz bin ich natürlich super zufrieden. Wenn man einen Jakob Schubert schlagen kann, ist es immer ein guter Tag.“

Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck, TIR), in der Vorwoche Sieger des ersten Boulder-Events, erreichte dank Flash am letzten Boulder noch den dritten Platz.

„Natürlich geht es im Endeffekt ums Resultat, aber für mich als Athlet, der sich weiterentwickeln möchte, ist das speziell bei diesem Bewerb nur ein Aspekt. Mir geht es auch darum, wie ich geklettert bin. Leider war ich beim ersten Final-Boulder schlecht, die restlichen drei haben dann aber gut gepasst“,

so der dreifache Weltmeister.

Der sich nicht nur über seinen Podestplatz, sondern auch über den Sieg seines Teamkollegen und Freundes freuen konnte.

„Taugt mir, dass Georg es erstens ins Finale geschafft hat und dieses dann so dominiert hat – das war großartig.“

Mit Stephan Rest (ÖAV Kuchl, SLBG) schaffte es noch ein weiterer KVÖ-Athlet ins Finale der Top-6, übrigens wie schon in der Vorwoche. Der Salzburger wurde mit einem Top und zwei Zonen Sechster.

Nicolai Uznik (SV St. Johann i.R., KNT), Thomas Podolan (NFÖ Salzburg, SLBG), Mathias Posch (ÖAV Innsbruck, TIR), David Zinsler (NFÖ Wien, W) und Jan-Luca Posch (ÖAV Innsbruck, TIR) verpassten das Finale knapp und landeten auf den Rängen 8 bis 12.

KVÖ-Coach Katharina Saurwein:

„Georg konnte seine Stärken sehr gut ausspielen, weil er ein extrem gutes Gefühl für Bewegung hat und in flacheren Passagen glänzt. Als Trainerin kann man damit einfach nur happy sein. Für Jakob war es nicht so einfach, es waren nicht ganz seine Boulder. Er hat sich aber super reingekämpft und das gut gemacht.“

© austriaclimbing  Foto: GEPA /KVOE – Andreas Aufschnaiter

Rekorde und Siege zum Abschluss der ersten Wettkampf-Phase

Rasanter Abschluss des ersten Teils der Austria Climbing Summer Series 2020: Beim Speed-Bewerb durften die KVÖ-Asse über neue österreichische Rekorde und Heimsiege jubeln.

Bei den Frauen sicherte sich Alexandra Elmer (ÖAV Tauernkraxxla, SLBG) den Sieg.

„Es ist super gelaufen, besser hätte es eigentlich nicht sein können. Für mich war es einfach wichtig, endlich wieder einen Wettkampf zu bestreiten“,

freute sich die 24-Jährige.

Elmer gewann ihre Duelle auf der 15-Meter-Wand im Kletterzentrum Innsbruck souverän und stellte zudem im Finale mit 8,38 Sekunden eine neue österreichische Bestzeit auf:

„Ich konnte den Rekord gleich zweimal verbessern – das ist eine coole Draufgabe. Ich wusste schon, dass vielleicht eine Bestzeit drin ist, weil ich im Training gut drauf war. Es im Wettkampf umzusetzen ist aber noch einmal ein ganz anderes Thema.“

Platz zwei ging an Franziska Ritter (GER) vor Nuria Brockfeld (GER). Auf Platz vier landete Laura Stöckler (ÖAV Haag, NÖ), die mit dem Spitzenplatz äußerst zufrieden war:

„Es ist optimal gelaufen, besser als erwartet. Ich habe in den letzten Monaten nicht viel Speed trainiert und konnte dann erstmals in einem Wettkampf unter 9 Sekunden bleiben.“

Jessica Pilz (ÖAV Haag, NÖ) schaffte es drei Mal unter die 10-Sekunden-Marke und belegte Platz 5, Eva-Maria Hammelmüller (ÖAV Haag, NÖ) Rang 6.

Knapp gewinnt, Plangger knackt Schallmauer

Bei den Herren ging der Sieg an Lukas Knapp (NFÖ Salzburg, SLBG). Der 23-jährige Salzburger zeigte konstant starke Leistungen und sicherte sich im Finale mit 6,69 Sekunden den Sieg.

„Die Freude ist groß, vor allem über die Zeiten. Die 6,46 in der Quali waren schon sehr gut und knapp an meiner persönlichen Bestzeit dran.“,

freute sich Knapp.

Für neuen rot-weiß-roten Rekord sorgte indes Tobias Plangger (ÖAV Innsbruck, TIR). In der Qualifikation benötigte der 19-jährige Tiroler lediglich 5,98 Sekunden und knackte erstmals die magische 6-Sekunden-Schallmauer. Entsprechend strahlte Plangger:

„Das ist einfach mega. Ich konnte mich gut auf die Summer Series vorbereiten und wusste, dass ich gut drauf bin. Das Ziel war nicht der Sieg sondern gute Zeiten, das ist mir gelungen. Ich wollte schon immer unter die 6 Sekunden – genial!“

Im Halbfinale rutschte der Innsbrucker ab und musste sich knapp geschlagen geben, belegte schließlich Platz 3. Platz zwei belegte der Deutsche Ludwig Breu.

Auch Sieger Knapp freute sich mit Plangger:

„Tobias war im Training schon richtig stark, das hat er auch im Wettkampf gezeigt. Leider ist er dann einmal raus, ich hätte mir ein Finale gegen ihn gewünscht. Sein Rekord ist schon eine Marke.“

Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck, TIR) zeigte sich in guter Speed-Form und blieb zwei Mal unter 7 Sekunden, ehe er das Viertelfinale aufgrund eines Fehlers verpatzte. Schließlich belegte der dreifache Weltmeister Platz 7, Jan-Luca Posch (ÖAV Innsbruck, TIR) wurde vor ihm Sechster.

Pawel Draga, seit 2018 Trainer des KVÖ-Speed-Teams, bilanzierte glücklich:

„Ich bin sehr zufrieden mit den Leistungen, vor allem von unseren Speed-Spezialisten. Zwei Siege, zwei neue österreichische Rekorde und einige persönliche Bestleistungen – das ist eine super Motivation, um den vor eineinhalb Jahren eingeschlagenen Weg weiter fortzusetzen.“

Part 1 der Austria Climbing Summer Series 2020 ist damit abgeschlossen. KVÖ-Sportdirektor Heiko Wilhelm ist rundum zufrieden:

„Wir haben drei spannende Wettkampftage erlebt, die auch gezeigt haben, wie wichtig Wettkampfatmosphäre für die Athletinnen und Athleten ist. Das Feedback von den Teams aus Deutschland und der Schweiz war sehr, sehr gut, auch was den Rahmen betrifft – begonnen bei der Kulisse über die Atmosphäre mit Sprecher und DJ bis hin zum weltweiten Live-Stream und der Live-Übertragung im ORF.“

ERGEBNISSE

Speed, Damen, Top-15:

1. Alexandra Elmer

2. Franziska Ritter (GER)

3. Nuria Brockfeld (GER)

4. Laura Stöckler

5. Jessica Pilz

6. Eva-Maria Hammelmüller

7. Lea Kempf

8. Celina Schoibl

9. Julia Lotz

10. Stephanie Leitner

11. Sandra Lettner

12. Jana Rauth

13. Emma Tabernig

14. Franziska Sterrer

15. Petra Klingler (SUI)

Speed, Herren, Top-15:

1. Lukas Knapp

2. Ludwig Breu (GER)

3. Tobias Plangger

4. Thorben Perry Bloem (GER)

5. Sascha Lehmann (SUI)

6. Jan-Luca Posch

7. Jakob Schubert

8. Sebastian Lucke (GER)

9. Jonas Biack

10. Johannes Hofherr

11. Linus Bader (GER)

12. David Zinsler

13. Lawrence Bogeschdorfer

14. Robin Kirchmair

15. Stefan Scherz

 

© austriaclimbing  Foto: GEPA /KVOE – Heiko Wilhelm

Schubert gewinnt Boulder-Bewerb nach Schrecksekunde

Zwei Bewerbe, zwei österreichische Siege zum Auftakt der Austria Climbing Summer Series 2020 in Innsbruck. Nach Johanna Färber bei den Damen gewann Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck, TIR) bei den Herren den Boulder-Bewerb und damit den ersten Wettkampf seit der Zwangspause.

Dabei hatte der dreifache Weltmeister erst um die Finalteilnehmen bangen und kämpfen müssen: Im Halbfinale kamen ihm die technischen Boulder nicht entgegen, zudem riss eine Narbe am Knie wieder auf und beeinträchtigte ihn. Erst nach einem Einspruch und einer dadurch anerkannten Zone stieg Schubert als Halbfinal-Zweiter ins Finale der Top-6 auf.

„Für mich war das eine ganz klare Angelegenheit. Ich kannte den Stand und wusste, dass der Bonus für den Aufstieg ins Finale reicht – also habe ich alles daran gesetzt. Für mich war es damit geschafft und dann habe ich gehört, dass die Zone nicht gewertet wurde. Es tut mir leid für Florian, aber die Entscheidung war am Ende richtig“,

so der 29-jährige Tiroler.

Im Finale erreichte Schubert als einziger Athlet zwei Tops und sicherte sich den Sieg:

„Von der Platzierung her geht es natürlich nicht besser, aber es war ein hartes Stück Arbeit – und es geht schon auch darum, die Fehler zu erkennen und daran zu arbeiten. Heute wurden meine Schwächen nicht bestraft, im Weltcup wäre das ganz anders.“

Hinter Schubert folgte ein Trio aus Deutschland: Philipp Martin, Christoph Schweiger und Max Kleesattel belegten die Ränge zwei, drei und vier. Österreichs zweiter Finalteilnehmer, Stephan Rest (ÖAV Kuchl, SLBG), holte hinter dem Schweizer Sascha Lehmann Platz 6.

Die restlichen Österreicher waren im Semifinale nicht vom Glück verfolgt: Florian Klingler (ÖAV Innsbruck, TIR) rutschte durch Schuberts erfolgreichen Einspruch auf Rang sieben und verpasste somit das Finale, Nicolai Uznik (SV St. Johann i.R., KNT) legte wie Schubert Einspruch wegen einer vermeintlich gesicherten Zone ein und wurde abgewiesen.

Während Klingler die Enttäuschung schnell vergessen konnte, dauerte es bei Uznik länger bis der Ärger über die strittige Jury-Entscheidung verflogen war:

„Ich wusste, dass es zwischen Jakob, Flo und mir sehr eng wird im Kampf um den Finaleinzug, deshalb habe ich beim vierten Boulder ganz bewusst darauf geachtet, dass ich mir den Bonus hole. Wenn man dann mit einem zumindest fragwürdigen Schiesdrichterurteil aus dem Finale rausgekickt wird, bleibt schon ein fader Beigeschmack.“

Für KVÖ-Coach Kilian Fischhuber richtungsweisende Szenen:

„Für den einen oder anderen war es sicher ein Schuss vor den Bug, aber lieber bei der Summer Series als dann beim Weltcup – und das ist auch genau das, worauf wir abzielen. Sie müssen wieder ins Wettkämpfen reinkommen, so gesehen war es gelungen.“

Weiter gehtt es im Kletterzentrum Innsbruck mit den Speed-Bewerben. Um 11 Uhr startet die Qualifikation der Herren, im Anschluss folgt das Finale. Schubert:

„Ich bin gespannt, wie müde ich morgen sein werde – aber hoffe schon, dass da noch etwas geht. Die drei Runden und vor allem die Hitze haben mich schon ein bisschen Haut gekostet, ich werde trotzdem versuchen, noch einmal g’scheit Gas zu geben.“

 

© austriaclimbing  Foto: GEPA / KVOE – Andreas Aufschnaiter

Austria Climbing Summer Series 2020 gestartet

Die erste Siegerin der Austria Climbing Summer Series 2020 steht fest: Johanna Färber (BV Boulderverein Bloc House, STMK) gewann den Boulder-Bewerb der Damen. Mit Eva-Maria Hammelmüller (ÖAV Haag NÖ) belegte eine weitere Österreicherin Platz zwei, fünf KVÖ-Athletinnen schafften es ins Finale.

Färber, bereits in der Qualifikation auf Rang drei und im Halbfinale Zweite, zeigte im Finale der Top-6 eine fulminante Leistung. Die 22-jährige Grazerin erreichte als einzige Athletin drei von vier Tops an der mobilen WM-Wand von 2018 in der Leichtathletik-Halle im Sillside Areal in Innsbruck und jubelte:

„Ich freue mich unglaublich, es ist richtig emotional. Ich war so nervös und hätte nie gedacht, dass es so aufgeht nach der Corona-Pause. Vor der Qualifikation hatte ich schlaflose Nächte, weil ich so nervös war – heute werde ich besonders gut schlafen!“

„Jo“, wie Färber von ihren Teamkolleginnen genannt wird, nutzte die letzten Wochen samt Kletter-Zwangspause für spezifisches Krafttraining. Wie sich nun zeigt der richtige Weg:

„Als der Lockdown kam, habe ich versucht, mich irgendwie daheim fit zu halten. Das war am Anfang eine Challenge, aber ich habe versucht viel Krafttraining zu machen und an meinen Schwächen zu arbeiten. Ich merke schon, dass sich das richtig ausgezahlt hat.“

Über Platz zwei freute sich mit Hammelmüller eine junge Niederösterreicherin. Die 20-Jährige erreichte zwei Tops (drei Zonen) und schloss einen starken Boulder-Wettkampf (Platz 1 in Quali und Halbfinale) gebührend ab:

„Es hat die letzten beiden Tage richtig Spaß gemacht zu klettern, mir ist fast alles aufgegangen. Ich bin jedenfalls voll happy mit meiner Performance. Es war anfangs etwas ungewohnt, aber ich konnte den Schalter gut umlegen. Morgen nehme ich den Speed-Bewerb mit, am Wochenende gehe ich Felsklettern und dann bin ich ready für Runde zwei!“

Auf Platz drei landete Petra Klingler, die Boulder-Weltmeisterin des Jahres 2016 aus der Schweiz. Wie die Viertplatzierte Jessica Pilz holte sie ein Top (drei Zonen), benötigte aber einen Versuch weniger und schaffte deshalb den Sprung auf das Podium. Pilz hatte vor allem mit den Platten-Bouldern ihre Mühe:

„Meine Leistung war nicht gut, auch weil alle meine Schwächen abgefragt wurden. Wenn man sich beide Tage anschaut, dann heißt es: Platte 3, Jessy 0. Aber bei den Fitness-Bouldern fühle ich mich gut, das lässt mich für nächste Woche hoffen. Da werde ich dann sehen, ob es tagesabhängig war oder ob es wirklich die Form ist.“

Die Plätze fünf und sechs gingen mit Mattea Pötzi und Sandra Lettner an zwei junge KVÖ-Asse.

„Es war ein super Wettkampf, sehr abwechslungsreich – die Athletinnen hatten viel Spaß beim Bouldern, das hat man in jeder Runde gesehen. Alle sind froh, dass es endlich wieder einen Wettkampf gab. Fünf von sechs Kletterinnen im Finale waren Österreicherinnen, das ist bei diesem Starterfeld auch alles andere als selbstverständlich. Einige junge Athletinnen haben gut aufgezeigt, das zeigt, dass wir uns auf die nächsten Jahre freuen können.“

Weiter geht es mit den Speed-Bewerben – auch hier werden großartige Leistungen erwartet.

© austriaclimbing  Foto: GEPA / KVOE – Andreas Aufschnaiter

Überragender Schubert in München

Am Wochenende (18. und 19. Mai) starteten Österreichs Kletterasse beim fünften von sechs Boulder Weltcups 2019 in München. Jakob Schubert legte einen fantastischen Auftritt hin und holte vor mehr als 5000 Zuschauern den Sieg vor Adam Ondra. Es ist Schuberts dritter Weltcup-Sieg im Bouldern, und der erste seit 2013.

Der letzte Boulder Weltcup der Saison fand in den letzten Jahren traditionell im August im Münchner Olympiapark statt. Heuer war es der vorletzte Weltcup, der in der bayrischen Landeshauptstadt über die Bühne ging. Mehr als 15000 Zuschauer verfolgten die sehr unterhaltsamen und spannenden Wettkampfrunden.

Auf einen starken Halbfinalauftritt ließ Jakob Schubert eine überragende Leistung im Finale folgen. Den athletischen ersten Boulder schaffte nur Adam Ondra. Die zwei nächsten Boulder, beides extrem technische Angelegenheiten, schafften Schubert und Ondra. Am letzten Boulder legte der Innsbrucker vor und kletterte souverän zum Top. Ondra hätte die Zone den Sieg gebracht, er schaffte den Zug dorthin jedoch nicht. Das bedeutete den Sieg für Jakob Schubert.
„Das ist einer meiner schönsten Siege, weil es im Bouldern so extrem schwer ist, zu gewinnen! Noch vor ein paar Wochen hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass ich meinen dritten Boulder-Weltcupsieg einfahre. Nach dem letzten Boulder wusste ich, dass ich Zweiter bin und konnte ich es kaum fassen. Damit war ich schon extrem happy. Ich hätte nie damit gerechnet, dass Adam (Ondra) die Zone nicht holt. Dann auch noch gewonnen zu haben, vor dieser Kulisse, gemeinsam mit Jan (Hojer) am Podest, besser geht es nicht!“, so der strahlende Sieger im Anschluss. Es war der dritte Boulder Weltcupsieg des Tirolers, und sein 24. Weltcupsieg insgesamt. Mit einem ersten Rang liegt Schubert in der Olympiaqualifikation nun voll auf Kurs.

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