OLYMPIA: Enttäuschung ist groß

Janine Flock

Die Enttäuschung von Janine Flock ist groß.

Platz 10 statt der erhofften Olympia-Medaille beim dritten Versuch. Skeleton-Ausnahmeathletin Janine Flock schaut dennoch bereits nach vorne.

Es war schon nach Mitternacht. Mit dem letzten Shuttle fuhr Janine Flock vom Olympischen Eiskanal ins nahe gelegene Olympia-Dorf nach Yanqing. Die Vize-Europameisterin und Gesamt-Weltcupzweite 2022 nimmt auch von ihren dritten Olympischen Spielen keine Medaille mit. Platz 10 nach Rang 4 in Pyeongchang (2 Hundertstel fehlten damals auf Bronze) und Platz 9 bei der Olympia-Premiere in Sotschi sind die nackten Zahlen.

„Die Enttäuschung ist sehr groß, wir haben bis zum letzten Lauf gekämpft. Wir haben so viel reingesteckt, so viel investiert, auf jedes Detail geachtet. Mein Anzug wurde extra für Olympia neu genäht, dafür sind wir kurz vor Olympia nach Italien gefahren. Wir haben bis zuletzt den Schlitten optimiert. Matthias (Anm.: Trainer-Freund Guggenberger) und Clemens (Anm.: Betreuer Berauer) haben nächtelang in der Werkstatt verbracht. Und dann war ich nicht fähig, das umzusetzen!“

Janine Flock, die mit ihrem Team All-In gegangen ist

Was genau passiert ist, warum die konstanteste aller Skeleton-Pilotinnen der letzten Jahre, die zweimalig Gesamtweltcupsiegerin, dreifache Europameisterin, die in der abgelaufenen Saison nie schlechter platziert war, als auf Rang 8, ausgerechnet hier in China nicht abliefern konnte, bleibt zu analysieren.

„Wir werden uns das alles ganz genau anschauen, werden die Videos und Teilzeiten genau analysieren, um das einordnen zu können“,

verspricht die Heeressportlerin.

Auf die Frage, ob ihre Beziehung zu Olympia eine gescheiterte sei, antwortet Flock: „Olympia ist ein Rennen, das alle vier Jahre stattfindet. Das ist etwas Besonderes. Aber das ist jetzt keine Beziehung, die gescheitert ist, weil ich keine Medaille gemacht habe. Das sind genau drei Rennen, bei denen Dinge schiefgelaufen sind, die ich einmal mehr und einmal weniger beeinflussen konnte. So ist der Sport. Das macht auch die Faszination aus, diese Unplanbarkeit und das Glück, das dazugehört für ganz große Erfolge. Ich hatte dieses Glück in meiner Karriere oft genug. Und deshalb fahre ich auch von hier mit einem Lächeln nach Hause. Weil ich Menschen an meiner Seite weiß, die mit mir gemeinsam nach vorne schauen.“

Apropos nach vorne schauen:

„Ich habe noch viele Ziele vor mir. Nächstes Jahr findet die WM auf einer meiner Lieblingsbahnen in St. Moritz statt. Und dann werde ich von Jahr zu Jahr schauen. Die Olympischen Spiele im Jahr 2026 sind zwar noch weit weg, aber wer weiß…“

Janine Flock

Vielleicht wird Janine Flock noch einmal mit ihren treuen Wegbegleitern All-in gehen, eine Olympiade noch, einmal noch vier Jahre…

© olympia.at // Foto: GEPA

OLYMPIA: Persönliche Ziele erreicht

Samuel Maier

Skeleton-Heeren reisen zufrieden nach Hause.

Österreichs Skeleton-Herren beenden die Olympischen Spiele in Peking zufriedenstellend.

Im letzten der vier Läufe im Eiskanal Yanqing fahren Samuel Maier und Alexander Schlintner jeweils ihre persönliche Bestzeit. Maier beendet den Bewerb an der 13., Schlitner an der 17. Position.

Samuel Maier, der Bruder von Bob-Pilot Benjamin Maier, hatte sich einen Platz unter den Top-15 zum Ziel gesetzt.

„Der dritte und der vierte Lauf waren stark. Im vierten habe ich mich schon sehr selbstbewusst gefühlt“, so der Tiroler. In Zukunft will er vor allem am Start arbeiten: „Ich weiß, dass ich da noch Aufholbedarf habe. Daran arbeiten wir hart, es wird.“

Samuel Maier

Schlintner, erst in letzter Sekunde auf den Olympia-Zug gesprungen, wollte in die Top-20.

„Ich bin gerade megahappy, der zweite (vierter Lauf insgesamt, Anm.) war der beste Lauf, den ich je auf der Bahn hatte.“

Alexander Schlintner

Entsprechend positiv fällt bei beiden Piloten das Resümee ihrer ersten Olympischen Spiele aus.

„Ich kann so viel Cooles mitnehmen, war echt ein Mega-Erlebnis“, sagt Maier. „Das Rennen ist eine Erfahrung gewesen“,

so Schlintner.

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Vize-Europameisterin Flock

Janine Flock

Janine Flock holt bei der Europameisterschaft zum dritten Mal die Silber-Medaille.

Knapp drei Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking hat Janine Flock ihr Medaillenabo bei Europameisterschaften verlängert. Die Tirolerin gewann bei den im Rahmen des Weltcup-Finales ausgetragenen Titelkämpfen in St. Moritz am Freitag Silber. Für die 32-Jährige war es die zehnte EM-Medaille in Folge. Der Titel ging an Kimberley Bos aus den Niederlanden, die sich auch den Gesamtweltcup sicherte.

„Ich bin nach den Trainingsleistungen hier echt erleichtert, dass es mit der EM-Medaille geklappt hat und unsere Serie hält. Zehn Medaillen in Folge, mein dritter Vizeeuropameistertitel, das war harte Arbeit. Wir haben eine neue Kufe erstmals im Rennen eingesetzt und haben damit Topspeed im zweiten Lauf erzielt.“

sagte Flock nach dem Rennen und bedankte sich bei ihrem Team, das mit ihr „volles Risiko“ gegangen sei

Die Tirolerin beendete den Weltcup-Bewerb auf der Naturbahn von St. Moritz als Vierte und schob sich in der Endwertung noch um zwei Plätze auf den zweiten Rang hinter Bos vor. EM-Bronze holte die fünftplatzierte Italienerin Valentina Margaglio. Der Sieg im Weltcup ging überraschend an die Australierin Jaclyn Narracott.

„Das ist genau der Formaufbau, den wir uns Richtung Olympischer Spiele in Peking gewünscht haben. Dort wartet jetzt das große Ziel.“

Flocks Trainer und Freund Matthias Guggenberger

Nächste Station Olympia

Auf einer ihrer Lieblingsbahnen legte Flock in ersten Durchgang die drittschnellste Zeit hin. In der Entscheidung hatte die dreifache Europameisterin – 2016 holte Flock in St. Moritz Gold – leichte Probleme nach dem Start. Im Finish blieb sie aber noch vor Margaglio und hatte Silber damit sicher. Die ehemalige Bobfahrerin Bos blieb nach ihr souverän, Narracott brachte die Halbzeitführung ins Ziel.

Für Flock gilt es nun, sich auf China einzustimmen. Auf der Olympiabahn in Yanqing klassierte sie sich beim Testevent Ende Oktober des Vorjahres nur als 17. Überzeugen konnten die deutschen Fahrerinnen, die bei der EM leer ausgingen. Auch Titelverteidigerin Jelena Nikitina lag im Feld der Geschlagenen, mit der Russin dürfte bei Olympia aber ebenfalls wieder zu rechnen sein. Die Spiele in Peking starten am 4. Februar.

Maier fällt zurück

Nicht so erfolgreich lief es bei den Männern. Alexander Schlintner schaffte immerhin einen Achtungserfolg als EM-Elfter bzw. Weltcup-Zwölfter, seine beste Platzierung im Weltcup. Samuel Maier, der nach Lauf eins auf Rang drei und somit auf Medaillenkurs gelegen war, verpatzte den zweiten Durchgang und fiel auf EM-Platz zwölf bzw. Weltcup-Rang 15 zurück. Der Lette Martins Dukurs krönte sich mit dem Sieg in St. Moritz zum zwölften Mal zum Europameister und holte sich seinen elften Gesamtweltcup-Sieg. EM-Silber und -Bronze gingen an die Deutschen Alexander Gassner und Christopher Grotheer.

„Ich habe heute gesehen, was möglich ist. Mit meinen 22 Jahren darf so ein Fehler schon einmal passieren. Aber im Moment bin ich natürlich richtig frustriert und verärgert“,

sagte Maier im Ziel über seine Probleme mit der Schlüsselstelle Horse-Shoe auf der Bahn in St. Moritz.

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Jubiläums-Sieg im Jubiläums-Rennen

Janine Flock

Janine schafft den Sigulda-Hattrick und damit ihren 10. Sieg im 90. Weltcup-Rennen.

Die Tirolerin verteidigte am Freitag im regnerischen Sigulda ihre Halbzeitführung, holte ihren zehnten Weltcupsieg mit 0,17 Sekunden Vorsprung auf die Russin Yulia Kanakina und 0,34 Sekunden vor der Gesamtweltcupführenden Kimberley Bos (NED). Es war nach ihrem Doppelsieg im Vorjahr der dritte Sieg in Folge, der Sigulda-Hattrick für Flock.

„Heute habe ich das erste Mal bei der Hymne Tränen in den Augen gehabt. Ich war sehr gerührt“,

sagte Janine Flock, die seit ihrem Heim-Sieg am 18. Dezember des Vorjahres in Innsbruck auf diesen Jubiläums-Erfolg warten hatte müssen.

Im Gesamtweltcup machte die Titelverteidigerin damit einen Sprung von 4 auf 2. Flock liegt mit 1129 Punkten hinter Bos (NED/1165 Punkte), knapp vor Weltmeisterin Tina Hermann (GER/1124) und Europameisterin Elena Nikitina (RUS/1122).

„Die Arbeit hat sich ausgezahlt, ich habe mich auch am Start wieder ein bisschen verbessern können. Das gesamte Team hat super zusammengespielt, wir haben die richtigen Kufen für diese Plusgrade herausgesucht, Matthias hat sich da voll reingehängt. Wir sind am richtigen Weg.“

Janine Flock

Der angesprochene Trainer-Freund Matthias Guggenberger sieht das genauso:

„Dieser Sieg war wichtig für den Kopf. Ein guter Jahresabschluss auf einer technisch schwierigen Bahn, jetzt können wir alle beruhigter ins neue Jahr gehen. Wir brauchen Richtung Olympia nicht nervös werden, sondern müssen einfach konsequent weiterarbeiten und aus unseren Fehlern lernen.“

„Vier verschiedene Siegerinnen in sechs Rennen, zeigt, wie eng es da vorne zugeht. Aber wir wissen, dass wir vorne mit dabei sind.“

Matthias Guggenberger

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Flock im WC Dritte

Janine Flock

Janine Flock beim Weltcup in Altenberg Dritte

Janine Flock hat am Freitag beim Skeleton-Weltcup in Altenberg ihren ersten Podestplatz der Olympiasaison geschafft. Die Gesamt-Weltcup-Titelverteidigerin aus Tirol verbesserte sich nach Rang sechs im ersten Lauf noch auf Platz drei. Der Sieg ging an die Deutsche Tina Hermann.

Flock fehlten nur sechs Hunderstel auf die Russin Alina Tararischenkowa, die auf den zweiten Platz kam. Die bisherige Weltcup-Leaderin, die Russin Elena Nikitina, landete nur auf dem elften Platz und gab so die Gesamtführung zehn Punkte hinter der Niederländerin Kimberley Bos (596 Punkte) ab. Dazwischen rangiert die Freitag-Siegerin Tararischenkowa (594). Flock liegt mit nun 544 Zählern an der fünften Stelle.

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Flock ist Gesamt-Weltcup-Siegerin

Janine Flock holt sich den Gesamtweltcupsieg.

Janine trauert um ihren Großvater und widmet ihm ihren zweiten Weltcupgesamtsieg nach 2015.

Der Tod ihres geliebten Großvaters Georg, der im Alter von 88 Jahren am Vortag „friedlich eingeschlafen“ war, ließ das Skeleton-Saisonfinale am Freitag auf der Olympiabobbahn in Innsbruck-Igls für Janine Flock zur Nebensache werden. Der Opa, der jedes Rennen seiner Enkelin mitverfolgte, wäre jedenfalls stolz gewesen auf seine Enkelin: mit Rang 2, dem achten Podestplatz (3 Siege, 2 x Zweite, 3 x Dritte) im achten Saisonrennen, fixierte die 31-jährige Heeressportlerin ihren zweiten Weltcupgesamtsieg nach 2015.

„Das ist alles für den Opa“, sagte Janine.

Sie musste sich nur der russischen Europameisterin Elena Nikitina um 0,39 Sekunden geschlagen geben. Die Niederländerin Kimberley Bos hatte sie mit Bestzeit im zweiten Lauf auf Rang 3 (+0,64) verwiesen.

Janine Flock: „Wir hatten eine sehr enge Verbindung, der Opa war einfach immer da, er wird mir sehr fehlen. Es wird eine Zeit dauern, bis ich das begreifen kann. Es war nicht leicht gewesen sich auf den Weltcup zu konzentrieren, aber der Opa hätte es so gewollt, dass ich auch dieses Rennen fahre.“

In der Weltcupgesamtwertung verwies Janine Flock (1695 Punkte) die deutsche Weltmeisterin Tina Hermann (belegte in Igls Rang 6) mit 180 Zählern Vorsprung auf Rang 2, die Niederländerin Kimberley Bos (1326) wurde Dritte.

Matthias Guggenberger, Lebenspartner und Trainer von Janine Flock, umarmte seinen Schützling im Zielraum innig und sagte voller Bewunderung: „Janine ist sensationell! Es ist unglaublich, wie sie jede Situation meistert. Da passt einfach alles zusammen, die Familie, unser kleines Team, die Unterstützung vom Verband durch Nationalteamtrainer Walter Stern. Das sind lauter Puzzleteile zum Erfolg, da freut sich einfach jeder mit!“

© janine-flock.at // Foto: Janine Flock

Maier dritter im Weltcup

Samuel Maier wird dritter beim Weltcup in Igls.

Der Österreicher Samuel Maier hat am Freitag beim Heim-Weltcup der Skeletonis in Innsbruck-Igls mit Rang drei äußerst positiv überrascht. Der Tiroler fixierte sein bestes Weltcup-Ergebnis nach Halbzeitrang vier.

Maier ließ den südkoreanischen Pyeongchang-Olympiasieger Yun Sunbin hinter sich und überholte den russischen Olympia-Zweiten Nikita Tregubwow. Rang zwei des Briten Craig Thompson verpasste Maier um nur 0,04 Sekunden, auf Sieger Alexander Tretjakow fehlten ihm 0,27 Sek.

Im zweiten Heat war Maier zeitgleich mit dem Russen, auf die Laufbestzeit von Yun fehlten ihm nur 0,05 Sek. Damit fixierte er den ersten rot-weiß-roten Podestplatz seit Rang drei von Matthias Guggenberger am 14. Jänner 2012 in Königssee.

„Gott sei Dank hat es geklappt. Das was Sami heute abgeliefert hat, das ist unglaublich. Er ist eine absolute Zukunftshoffnung, da bin ich einfach sprachlos“, lobte der Nationaltrainer Walter Stern.

Für Maier selbst war sein bisher klar bestes Weltcup-Ergebnis – Österreichs erster Igls-Podestrang bei den Männern seit 2004 – deutlich über den Erwartungen, Motivation und Selbstvertrauen hatte er aus Junioren-WM-Bronze am vergangenen Wochenende in St. Moritz genommen.

„Die Fahrt war top, das Gesamtpaket war super, das Material war super. Ich bin sprachlos, es ist ein unglaubliches Ergebnis. Die Freude ist umso größer, dass wir Österreicher wieder einmal am Podest sein können.“, resümierte Maier nun. 

© ORF.at // Foto: IBSF

Bronze für Mair bei Junioren-WM

Samuel Mair gewinnt Bronze bei der Junioren-WM.

Samuel Maier (21) ist bei der Skeleton-Junioren-WM in St. Moritz Dritter geworden und hat damit die Bronzemedaille gewonnen. Der Tiroler Skeletoni musste sich nur dem Russen Jewgenij Rukosujew und dem Deutschen Felix Keisinger geschlagen geben.

© ORF.at // Foto: GEPA

Doppelsieg beim Weltcup-Auftakt mit 3 Streckenrekorden für Flock

Janine Flock ist mit zwei Siegen und Streckenrekorden perfekt in die Skeletonsaison gestartet. Wenn es nach der Olympia-Vierten geht, soll es so weitergehen.

4 Laufbestzeiten, 3-mal Streckenrekord, Doppelsieg beim Weltcup-Auftakt. So liest sich die Zusammenfassung der letzten 7 Tage bei der Weltcup-Doppelveranstaltung im lettischen Sigulda für Skeleton-Athletin Janine Flock.

„Cool, dass ich das Gelbe Trikot der Weltcup-Führenden behalten darf. Am liebsten würde ich es bis zum Ende der Saison nicht mehr aus meiner Tasche geben. Gelb will ich nicht mehr hergeben“,

schmunzelte Janine Flock nach ihrem insgesamt achten Weltcupsieg.

 

Flock jagt Flock:

„Ich fühle mich nicht als Gejagte. Ich schaue auf mich selbst. Da gibt es genug zu tun“,

hatte die Heeressportlerin nach ihrem überlegenen Auftkat-Sieg in Sigulda inklusive Verbesserung des Streckenrekords um 36 Zehntelsekungen verkündet. Und die 31-Jährige hielt sich daran. Flock jagte Flock.

Im ersten Lauf verbesserte Janine Flock ihren in der Vorwoche aufgestellten Streckenrekord im lettischen Eiskanal mit 51,47 Sekunden um 2 Hundertstel, im zweiten drückte sie diesen noch einmal um eine Hundertstelsekunde auf 51,46.

„Das war der Start! Diese 5:14 Sekunden machen mich echt happy. Da steckt viel Athletik-Arbeit dahinter. In der Bahn habe ich dann vor allem im unteren Teil über die Position am Schlitten wieder alles rausholen können und gut Geschwindigkeit aufgebaut. Das ist im Wettkampf eine Stärke von mir“,

erklärte die Tirolerin.

Die Europameisterin Elena Nikitina (RUS), die im Februar 2020 in Sigulda ihren zweiten EM-Titel gewonnen hatte, folgte mit 0,65 Sekunden Rückstand auf Platz 2 und Weltmeisterin Tina Hermann (GER) sowie die Niederländerin Kimberley Bos (beide 0,80 Sekunden zurück) ex-aequo auf Platz 3.

 

Viel Zeit zum Feiern bleibt nicht:

„Die Bahnarbeiter bekommen vier Kisten Bier und ich ein Mittagessen und danach einen guten Kaffee.“

Am Samstag wird nach mehr als fünf Wochen in Lettland zusammengepackt und dann geht es am Sonntag mit dem Toyota Coralla Hybrid 1.410 Kilometer von Sigulda nach Wien. Flock:

„Zum Autowechseln bei meinem Mobilitätspartner Toyota und dann weiter Richtung Heimat“.

Wo am 11. und 18. Dezember eine Weltcup-Doppelveranstaltung in Innsbruck-Igls am Plan steht.

 

© olympia.at  Foto: Daniel Winkler

 

Flock erobert WM-Bronze

Janine Flock hat sich am Samstag bei der WM in Altenberg mit Bronze die zweite WM-Einzel-Medaille ihrer Karriere gesichert. Die30-Jährige verbesserte sich dank Bestzeit im vorletzten Lauf noch vom vierten Platz in die Podestränge.

Schneller als Flock waren dank Bahnrekord im letzten Durchgang nur die deutsche Titelverteidigerin Tina Hermann und die Schweizerin Marina Gilardoni.

Auf Silber fehlten Flock nach der nur achtschnellsten Zeit im letzten Lauf 0,99 Sekunden, Hermann lag am Ende 1,21 vor ihr. Die viertplatzierte Deutsche Jacqueline Lölling hielt Flock aber um 0,18 Sekunden auf Distanz. Ihre erste Einzelmedaille hatte sich die dreifache Europameisterin 2016 mit Silber in Innsbruck-Igls gesichert, bei der Heim-WM eroberte sie damals auch Bronze im Team-Bewerb.

„Ich habe gestern im zweiten Lauf Fehler eingebaut, das habe ich heute kompensieren können. Allerdings habe ich im letzten Lauf dann wieder einen blöden Fehler im Kreisel gehabt. Aber ich habe versucht, ruhig zu bleiben, nicht überzureagieren, und dann ist es sich tatsächlich ohne Sturz gerade noch ausgegangen. Eine Medaille war gar nicht meine Zielsetzung hier, und natürlich bin ich überglücklich, dass ich mich vom vierten Platz noch habe vorkämpfen können.“

sagt Janine Flock. Durch ihren dritten WM-Platz schaffte Flock in dieser Saison in acht von neun Bewerben den Sprung auf das Podest, holte im Gesamtweltcup Platz zwei und bei der EM ebenfalls Bronze.

„Es war eine der besten Saisonen, die ich je hatte. In jedem Fall war es meine konstanteste“,

sagte die Tirolerin.

Gute Teamarbeit zahlt sich aus. Die Olympiavierte von 2018 bezeichnete WM-Bronze als Lohn für gelungene Teamarbeit.

„Wir haben als Team gezeigt, dass wir bei einem Großevent über vier Läufe erfolgreich sein können. Ich bin immerhin mit 33 Hundertstelsekunden Rückstand auf Platz drei in den zweiten WM-Tag gegangen. Das ist viel in unserem Sport. Also habe ich mich auf meine Dinge konzentriert, auf die Korrekturen in der Bahn, auf mein Aufwärmprogramm, auf mein Gefühl und die Kommunikation mit meinem Trainer und dem gesamten Team. So sind wir auf Spur geblieben und belohnt worden.“

Am Sonntag steht zum Saisonabschluss noch der Mixed-Teambewerb auf dem Programm.

© sport.orf.at Foto: GEPA