Kindl ist Europameister

Wolfgang Kindl

Wolfgang Kindl kürt sich zum Europameister, Nico Gleirscher freut sich über Bronze.

Wolfgang Kindl kürte sich beim Saisonfinale in der Schweiz zum Europameister, Nico Gleirscher raste zu Bronze, die Junioren Juri Gatt und Riccardo Schöpf staubten in der U-23-Wertung Silber ab. Reinhard Egger stieg vom Schlitten.

„Ich mag die Bahn, aufgrund der tollen Landschaft ist jede Fahrt ein Genuss, es macht einfach sehr viel Spaß hier zu rodeln. Der erste Lauf war nicht ganz sauber, ich habe gewusst, dass im zweiten noch was geht, wenn ich voll treffe. Dass die größten Konkurrenten im Finale Federn lassen, war natürlich etwas glücklich, schmälert meinen Erfolg aber definitiv nicht. Ich bin absolut zufrieden, sowohl mit dem Speed, als auch mit der Startleistung und freue mich auf die morgige Staffel-Entscheidung.“

Wolfgang Kindl

Der Natureiskanal im Nobelskiort St. Moritz ist in vielerlei Hinsicht anders als alle anderen Bahnen im Rennrodel-Weltcup. Das betrifft vor allem die Eisoberfläche, aber auch die Bahnlänge und der Umstand, dass die diese nicht überdacht und damit gänzlich der Witterung ausgesetzt ist.

Am ersten Renntag des Weltcupfinales, wo im Race-in-Race-Modus auch die EM-Medaillen vergeben werden, demonstrierte Wolfgang  Kindl einmal mehr seine Extra-Klasse. Der ÖRV-Routinier sicherte sich im Schweizer Nobelski-Ort seine fünfte EM-Medaille, die dritte im Einsitzer und erste aus Gold. Der ÖRV-Routinier knallte im Finale die Bestzeit in den Schweizer Eiskanal und rodelte von Zwischenrang drei noch zum EM-Titel. Hinter dem Letten Kristers Aparjods jubelte Nico Gleirscher über Bronze. Für den Stubaier, der im Vorjahr im Engadin seinen ersten Weltcupsieg feierte und dank konstant starker Leistungen in den vergangenen Wochen sein Olympia-Ticket fixieren konnte, war es der zweite Podestplatz im Verlauf des Olympia-Winters. Der Deutsche Johannes Ludwig, heute auf Rang elf, stand bereits zuvor als Gesamtweltcup-Sieger fest, Kindl belegte im Overall -Ranking auf Rang zwei. Jonas Müller beendete die Europameisterschaft hinter Titelverteidiger Felix Loch (GER) auf dem starken fünften Platz, dem Vorarlberger, der in der Ausscheidung für Peking das Nachsehen hatte, gelang damit ein mehr als versöhnlicher Saisonabschluss. Reinhard Egger verabschiedete sich mit EM-Platz 16 in die Rodelpension, David Gleirscher, der mit der Natureisbahn im Engadin bereits im Training seine Mühe hatte, beendete die Titelkämpfe nach neuerlichen Linienproblemen auf Platz 17.

Bei den Doppelsitzern sicherten sich Toni Eggert und Sascha Benecken (GER) mit zwei Laufbestzeiten ihren fünften Saison- und 51. Weltcupsieg. Damit jubelten die amtierenden Weltmeister neben EM-Gold auch über ihren sechsten Triumph im Gesamtweltcup. Die Bayern Tobias Wendl und Tobias Arlt eroberten mit Rang zwei ihre zehnte EM-Medaille, Bronze ging an Martins Bots und Roberts Plume. Die Letten gewannen damit EM-Gold in der U-23-Klasse. Thomas Steu und Lorenz Koller kamen heute nicht nach Wunsch ins Rodeln und mussten sich beim Saisonausklang mit Rang sechs begnügen. Die Bilanz der Gesamtweltcupsieger der Vorsaison kann sich dennoch sehen lassen: Das ÖRV-Duo, das verletzungsbedingt lediglich sieben der zwölf Saisonentscheidungen in Angriff nehmen konnte, erreichte im Verlauf des Olympia-Winters fünf Podestplätze, darunter die Weltcupsiege in Altenberg und Innsbruck.

Yannick Müller und Armin Frauscher, die sich ihr Olympiaticket für Peking mit einem dritten Rang (Winterberg) und drei weiteren Top-6-Plätzen sichern konnten, belegten als zweitbeste Österreicher EM-Rang elf. Unmittelbar dahinter platzierten sich Juri Gatt und Riccardo Schöpf auf Platz zwölf, die ÖRV-Junioren gewannen damit in der U-23-Wertung EM-Silber.

Reinhard Egger beendet nach der verpasster Olympiaqualifikation für Peking und 14 Jahren im Weltcup seine Karriere. Der 32-jährige Tiroler, der sich im vergangenen Sommer nach Schulterproblemen und einer zurückgebildeten Bandscheibe erfolgreich in den Eiskanal zurückgekämpft hatte, gewann 2019 bei der Weltmeisterschaft im Winterberg (GER) Silber im Einsitzer und mit der Team-Staffel. Egger, der 2008 im Weltcup debütierte und zwei Rennen gewinnen konnte, war zweimal bei Olympischen Spielen im Einsatz. 2014 rodelte der Polizeisportler auf Rang acht, vier Jahre später reichte es in Pyeongchang zu Platz 15.

53. FIL-Europameisterschaften/9. Eberspächer Rennrodel-Weltcup/St. Moritz Ergebnisse: (* Weltcupplatzierung)
 
Herren:

1.Wolfgang KindlAUT2:10.246
2.Kristers AparjodsLAT+0.021
3.Nico GleirscherAUT+0.300
5.Jonas MüllerAUT+0.410
16./17.*Reinhard EggerAUT+1.408
17./19.*David GleirscherAUT+1.470


Doppelsitzer:

1.Toni Eggert/Sascha BeneckenGER1:47.209
2.Tobias Wendl/Tobias ArltGER+0.113
3.Martins Bots/Roberts PlumeLAT+0.249
6.Thomas Steu/Lorenz KollerAUT+0.347
11./12.*Yannick Müller/Armin FrauscherAUT+0.771
12./13.*Juri Gatt/Riccardo SchöpfAUT+0.852


 

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Egle erstmals Vize-Europameisterin

Madeleine Egle

Madeleine Egle fuhr zum Vize-Europameistertitel

Zwei Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele zeigten Österreichs Rodler mit vier EM-Medaillen ihre Klasse. Nach Gold und Bronze bei den Herren, sowie U-23-Silber bei den Doppelsitzern raste Madeleine Egle heute bei den Damen zum Vize-Europameistertitel.

14 Jahre nach der Bronzemedaille von Veronika Halder jubelt die heimische Rodelfamilie wieder über EM-Edelmetall bei den Damen. Die Durstrecke beenden konnte Madeleine Egle, die beim Saisonfinale in St. Moritz auf Rang zwei rodelte und damit ihre erste EM-Medaille im Einsitzer gewann. Geschlagen geben musste sich die Tirolerin, die in Durchgang zwei die Bestzeit aufstellte, lediglich Olympiasiegerin Natalie Geisenberger. Die Deutsche sicherte sich mit dem ersten Saisonsieg ihren fünften EM-Titel. Bronze ging an Elina Vitola, die Lettin war zur Halbzeit noch vor Egle gelegen. Hannah Prock und Lisa Schulte, die in den letzten Wochen mit starken Leistungen überzeugen konnten, kamen auf der Natureisbahn im Engadin nicht nach Wunsch ins Rodeln. Prock musste sich mit EM-Rang 17 begnügen, Schulte landete unmittelbar hinter ihrer Teamkollegin auf Rang 18.

„Ich habe gesehen, dass Julia Taubitz eine sehr gute Zeit gelungen ist, wir waren nur sieben Tausendstel auseinander, da musst du einfach Vollgas fahren, da gibt es gar nichts anderes. Ich bin froh, dass ich am Start noch einmal zulegen konnte, Kleinigkeiten findet man immer, unter Strich bin ich aber absolut happy. Die Kugel im Gesamtweltcup ist natürlich mega. Letztes Jahr habe ich sie als Vierte knapp verpasst, dass ich jetzt Zweite geworden bin, ist richtig cool. Ich hätte mir vor der Saison nicht erwartet, dass das so funktioniert. Auch die kleine Kugel aus Gold im Disziplinen-Weltcup ist echt ein Wahnsinn, unglaublich, ich bin mega happy. Natürlich ist der Ärger nach meinem Fehler in der Staffel groß, aber das gilt es wegzustecken und beim nächsten Mal besser zu machen.“

Madeleine Egle

Der Sieg im Gesamtweltcup ging zum zweiten Mal nach der Saison 2019/20 an Julia Taubitz (GER). Egle beendete die Overall-Wertung nach fünf Saisonsiegen und vier weiteren Top-3-Plätzen auf Rang zwei, Hannah Prock und Lisa Schulte folgen auf den Plätzen acht und neun. Zum Drüberstreuen sicherte sich Egle den Sieg im Disziplinen-Weltcup, auch hier belegten Prock und Schulte die Ränge acht und neun.

In der anschließenden Team-Staffel, mit der die FIL-Europameisterschaft und Weltcupsaison 2021/22 beendet wurde, musste die heimische Auswahl eine Disqualifikation in Kauf nehmen. Startläuferin Madeleine Egle verpasste bei der Zieldurchfahrt das Touchpad, damit blieb das Gate für Wolfgang Kindl geschlossen. Lettland sicherte sich den EM-Titel, Deutschland gewann dank der Silbermedaille den Team-Staffel-Weltcup 2021/22. Österreich beendete den Gesamtweltcup im Mannschaftsbewerb hinter Lettland auf Rang drei.

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Fünfter Saisonsieg von Egle

Madeleine Egle

Madeleine Egle feiert ihren fünften Saisonsieg.

Madeleine Egle feierte beim Weltcup in Oberhof ihren fünften Saisonsieg und schreibt damit ein Stück heimische Sportgeschichte. In der Team-Staffel rodelte das ÖRV-Quartett mit Rang drei einen weiteren Podestplatz ein.

Nach dem Gala-Auftritt der Gastgeber, die am Samstag bei den Herren einen Dreifachsieg und im Doppelsitzer einen Zweifach-Erfolg bejubelten, ging das Ländermatch Deutschland gegen Österreich heute in die nächste Runde – und bei den Damen zu Gunsten von rot-weiß-rot aus. Madeleine Egle präsentierte sich auf der WM-Bahn von 2023 neuerlich in hervorragender Form, fixierte ihren fünften Weltcupsieg und ist damit die erste österreichische Rodlerin überhaupt, die in einer Saison fünf Siege einfahren konnte. Die Tirolerin legte in der Thüringer Eisarena im ersten Durchgang mit einem zwischenzeitlich neuen Startrekord und Laufbestzeit vor und verteidigte ihren Vorsprung im Finale mit der zweitschnellsten Fahrt. Hinter der Österreicherin landete ein von Julia Taubitz angeführtes Quartett aus Deutschland. Hannah Prock platzte mit zwei konstant starken Läufen und Rang sechs neuerlich in die Weltspitze, Lisa Schulte, am vergangenen Wochenende in Sigulda auf den Plätzen sechs (Sprint) und sieben, holte mit Rang neun ihr drittes Top-10-Ergebnis in Folge.

„Es ist hinten raus noch mal knapp geworden, Julia hat richtig Gas gegeben, ich bin froh, dass es sich noch ausgegangen ist. Man sieht einfach, dass man zweimal voll treffen muss, aber wenn es so ausgeht, darf es ruhig spannend sein. Den dritten Platz in der Staffel nehme ich natürlich auch sehr gerne mit, jetzt gilt es die gute Form auch beim Weltcupfinale auszuspielen. St. Moritz ist eine tolle Bahn, die wir aber noch nicht so gut kennen. Ich freue mich auf das Finale und die Europameisterschaft und hoffe auf einen schönen Abschluss.“

Madeleine Egle

In der abschließenden Team-Staffel wurde Deutschland seiner Favoritenrolle klar gerecht. Hinter den Gastgebern landete die lettische Auswahl auf Platz zwei, Österreich folgte mit Startläuferin Madeleine Egle, Nico Gleirscher, sowie den Doppelsitzern ThomasSteu/Lorenz Koller auf Rang drei. Auf Platz zwei fehlte dem ÖRV-Quartett nach einer Fahrzeit von 141 Sekunden gerade einmal sechs Tausendstel. Im Team-Staffel-Weltcup haben die zweitplatzierten Österreicher vor dem Finale in der Schweiz 31 Zähler Rückstand auf Deutschland.

ÖRV-Olympiaaufgebot fixiert
Der Rodel-Tross reist jetzt nach St. Moritz, wo am kommenden Wochenende neben dem Weltcupfinale auch die Europameisterschaft über die Bühne geht. Im Anschluss übersiedelt das ÖRV-Olympiateam nach Wien. Bei den Herren wurde heute seitens der Teamführung neben David Gleirscher und Wolfgang Kindl, Nico Gleirscher als dritter Olympia-Starter bestätigt, bei den Damen sind Madeleine Egle, Hannah Prock und Lisa Schulte für Peking qualifiziert, im Doppelsitzer-Bewerb werden Yannick Müller und ArminFrauscher, sowie Thomas Steu und Lorenz Koller in Yanqing an den Start gehen.

Nachwuchs erobert beim Heim-EM fünf Medaillen
Im neuen Eiskanal von Bludenz, der am 29. Oktober des Vorjahres feierlich eröffnet wurde, stand an diesem Wochenende der internationale Rennrodel-Nachwuchs im Fokus. Im Rahmen des sechsten und letzten Junioren-Weltcups wurde auch die Europameisterschaft ausgetragen. Österreichs Rodel-Jugend präsentierte sich im 700 Meter langen Eiskanal in der Hinterplärsch bärenstark, eroberte in Summe fünf Medaillen, davon zwei aus Gold.
Bei den U-18 Entscheidungen landeten die ÖRV-Damen-Doppelsitzer einen Doppelsieg – Gold eroberten Lisa Zimmermann und Dorothea Schwarz, Silber holten Lina Riedl und Anna Lerch. Für Schwarz war es die zweite Medaille im Rahmen dieser Titelkämpfe, die Tirolerin hatte zuvor im Einsitzer Bronze gewonnen. Bei den U-18 Herren musste sich Johannes Scharnagl lediglich dem Amerikaner Aidan Mueller beugen und jubelte als Zweitplatzierter ebenfalls über EM-Gold. In den heutigen Junioren-Bewerben eroberte Fabio Zauser bei den Herren die Silbermedaille, Gold ging an den Slowaken Marian Skupek.

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Vierter Saisonsieg von Egle

Madeleine Egle

Madeleine Egle feiert in Sigulda ihren vierten Saisonsieg.

Angeführt von Madeleine Egle, die ihren vierten Saisonsieg feierte und auch im Sprint am Podium stand, fanden die ÖRV-Asse in der zweiten Sigulda-Hälfte die richtigen Antworten.

Madeleine Egle unterstrich in der heutigen Damen-Konkurrenz ihre aktuelle Extra-Klasse. Die 23-jährige Rinnerin behielt in einem spannenden Duell mit der Deutschen Julia Taubitz am Ende klar die Oberhand und fixierte im technisch anspruchsvollen Eiskanal von Sigulda ihren bereits vierten Saisonsieg. Egle, die im ersten Durchgang ihren eigenen Startrekord verbesserte und mit Bestzeit zu einer knappen Halbzeitführung gerast war, legte im Finale noch einmal nach, stellte neuerlich eine neuen Startrekord auf und erzielte abermals Bestzeit. Taubitz verteidigte mit Rang zwei ihre Führung im Gesamt-Weltcup, die Russin Tatyana Ivanova belegte Rang drei. Lisa Schulte gelang im Vergleich zum Training eine deutliche Steigerung. Die Weltcup-Dritte von Yanqing beendete das Rennen nach zwei konstant starken Fahrten auf Rang sieben. Hannah Prock qualifizierte sich mit Platz 15 ebenfalls für den nachfolgenden Sprint-Weltcup.

Der Bewerb, der mit einem fliegenden Start in einem Lauf entschieden wird, brachte knappe, sehr spannende Entscheidungen und endete mit starken Vorstellungen der ÖRV-Asse.

Madeleine Egle rodelte im Sprint der Damen mit Rang drei abermals aufs Podest, den Sieg sicherte sich die Russin Tatyana Ivanova, die damit nach ihrem Sturz in Yanqing ein perfektes Weltcup-Comeback feierte.  Lisa Schulte bestätigte ihre gute Leistung im Disziplinenrennen mit Rang sechs, Hannah Prock rundete die starke Teamvorstellung mit Platz neun ab. Bei den Herren lieferte Nico Gleirscher, gestern als Fünfter bereits bester Österreicher, neuerlich voll ab. Der amtierende Sprint-Weltmeister verpasste das Podium um lediglich 14 tausendstel Sekunden und rodelte mit Rang vier sein nächstes Top-Ergebnis ein. Felix Loch feierte mit seinem ersten Saisonsieg den 49. Triumph im Weltcup, auf Rang zwei landete der Sieger von gestern, Kristers Aparjods (LET). Der Südtiroler Dominik Fischnaller belegte abermals Rang drei. Wolfgang Kindl gelang mit Rang sieben ein neuerlich gutes Rennen, den möglichen Podestplatz ließ der ÖRV-Routinier und zweifache Saisonsieger mit einem unrunden Mittelteil liegen. Im Sprint der Doppelsitzer, der nach den gestrigen Stürzen von Müller/Frauscher und Gatt/Schöpf ohne heimische Beteiligung über die Bühne ging, drehten die Zweiplatzierten von Samstag, Andris und Juris Sics (LET), diesmal den Spieß um. Die Lokalmatadore verwiesen die gestrigen Sieger Toni Eggert/Sascha Benecken (GER) auf Rang zwei, Tobias Wendl/Tobias Arlt, ebenfalls aus Deutschland, wurden abermals dritte.

Die Anreise nach Oberhof, der vorletzten Station im heurigen Weltcupkalender, erfolgt am Montag auf direktem Weg mittels Charterflug.

„Die ersten Male, wo ich hier gefahren bin, hat es mich gefühlt bei jedem Lauf rausgehaut. In Sigulda, auf dieser technisch schwierigen Bahn zu gewinnen, freut mich deshalb umso mehr. Im zweiten Lauf war ein Fehler vor der Kurve 15 dabei, da dachte ich schon es reicht nicht, bin etwas unruhig geworden. Als dann der Einser im Ziel aufgeleuchtet hat, dachte ich mir nur, geil! Der dritte Platz im Sprint kommt als Draufgabe hinzu, für mich war es auf jeden Fall ein fantastisches Renn-Wochenende “

Madeleine Egle

 7. EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup/Sigulda/Ergebnisse:

Damen

1.Madeleine EgleAUT1:24.192
2.Julia TaublitzGER+0.180
3.Tatjana IvonaRUS+0.218
7.Lisa SchulteAUT+0.521
15.Hannah ProckAUT+0.908


3. BMW Sprint-Weltcup/Sigulda/Ergebnisse:

Damen

1.Tatjana IvanovaRUS31.241
2.Natalie GeisenbergerGER+0.014
3.Madeleine EgleAUT+0.031
6.Lisa SchulteAUT+0.091
9.Hannah ProckAUT+0.156


Herren

1.Felix LochGER27.819
2.Kristers AparjodsLAT+0.014
3.Dominik FischnallerITA+0.071
4.Nico GleirscherAUT+0.085
7.Wolfgang KindlAUT+0.158


Doppelsitzer

1.Andris Sics/Juris SicsLAT31.157
2.Toni Eggert/Sascha BeneckenGER+0.021
3.Tobias Wendl/Tobias ArltGER+0.069
 keine Team aus Österreich am Start 

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Weitere Podestplätze der Rodler:innen

Rodler:innen

Österreichs Rodler:innen sichern sich weitere Podestplätze in Winterberg.

Nach ihrem bärenstarken Auftakt ließen sich die heimischen Rodler auch am zweiten Tag der Winterberg-Konkurrenz nicht lumpen. Madeleine Egle raste bei den Damen auf Rang drei, in der Team-Staffel jubelten die Österreicher über Platz zwei. Damit eroberten die ÖRV-Asse beim Neujahrs-Weltcup im Sauerland insgesamt sechs Podestplätze.

Warme Temperaturen, eine hohe Lufttemperatur, zwischenzeitlich Regen – auch die zweite Winterberg-Halbzeit war aufgrund der extrem schwierigen Rahmenbedingungen nichts für schwache Nerven. Bereits bei der Damen-Konkurrenz ließ die Eisbeschaffenheit trotz verkürztem Startintervall spürbar nach, in beiden Durchgängen waren die späteren Nummern klar im Nachteil.
Madeleine Egle, die als letzte ins Rennen gestartet war, verlor auf die Halbzeitführende Natalie Geisenberger 38 Hundertstel. Der 17. Zwischenrang und die gestürzte Startreihenfolge bescherten der Tirolerin in Durchgang zwei dann deutlich bessere Bahnverhältnisse, die die dreifache Saisonsiegerin mit der Bestzeit auch optimal ausnutzen konnte. Egle katapultierte sich damit noch auf Rang drei und jubelte über ihr viertes Weltcup-Podium in Folge. Der Sieg ging an die Deutsche Julia Taubitz, die damit ihre Führung im Gesamtweltcup weiter ausbauen konnte, Landsfrau Natalie Geisenberger belegte Rang zwei. Ebenfalls Grund zur Freude hatte Hannah Prock, die als zweitbeste Österreicherin auf Platz sechs kam und damit ihr bestes Saison-Ergebnis fixierte. Lisa Schulte musste heute mit Rang 18 Vorlieb nehmen, Selina Egle, der im ersten Durchgang ein Kippsturz unterlief, belegte Platz 25.

In der abschließenden Team-Staffel gelang den Österreichern in Besetzung Madeleine Egle, Nico Gleirscher und Thomas Steu/LorenzKoller im Kollektiv gute Fahrten. Das heimische Quartett musste sich lediglich der lettischen Auswahl beugen. Die Amerikaner belegten Rang drei, die favorisierten Deutschen mussten diesmal mit Platz vier Vorlieb nehmen.

Der Rodel-Weltcup macht am kommenden Wochenende Station in Sigulda, wo neben den klassischen Disziplinen auch ein weiterer Sprint-Weltcup auf dem Programm steht. Selina Egle, die aufgrund ihrer Maturavorbereitung auf die Schulbank zurückkehrt, verzichtet ebenso wie die Doppelsitzer Thomas Steu und Lorenz Koller auf einen Antritt im lettischen Eiskanal.

6. EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup/Winterberg/Ergebnisse:

DAMEN

1.Julia TaubitzGER1:53.167
2.Natalie GeisenbergerGER+0.241
3.Madeleine EgleAUT+0.256
6.Hannah ProckAUT+0.527
18.Lisa SchulteAUT+1.032
25.Selina EgleAUT+4.926


TEAM Staffel

1.Lettland2:24.294
2.Österreich+0.358
3.USA+0.508

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Kollektive Stärke der Rodler:innen

Rodler:innen

Österreichs Rodler:innen starten mit kollektiver Stärke ins Neue Jahr.

Österreichs Rodel-Asse starten in Winterberg mit vier Podestplätzen und kollektiver Stärke ins Neue Jahr.
 
Winterberg bleibt herausfordernd. Auch beim erstmals durchgeführten Neujahrs-Weltcup ließ die Eisqualität auf der Bahn im Sauerland aufgrund der Witterung mit Fortdauer der Rennläufe spürbar nach. Bei den Herren kam Johannes Ludwig am besten mit den Gegebenheiten zu Recht. Der Deutsche feierte nach Halbzeitrang drei seinen vierten Saisonsieg und verwies die Österreicher Nico  Gleirscher und Wolfgang Kindl auf die Plätze. Der Jüngere der beiden Gleirscher-Brüder, der in Durchgang eins eine überlegene Bestzeit aufgestellt hatte, hielt den Schaden auf der nachlassenden Bahn im Finale als letzter Starter in Grenzen und jubelte wie im Vorjahr über Rang zwei. Kindl der in Durchgang eins mit einer guten Linie überzeugen konnte, aber nicht wie gewohnt auf Speed kam, verbesserte sich mit der schnellsten Laufzeit im Finale um 15 Positionen. Jonas Müller, der sich 2019 an Ort und Stelle zum Sprint-Weltmeister gekürt hat, kam als drittbester Österreicher auf den starken fünften Rang. Olympiasieger David Gleirscher musste sich nach fehlerhaften Linien und mehreren Bandenberührungen mit Rang 14 begnügen, Reinhard Egger konnte den sechsten Saisonweltcup aufgrund eines Sturzes in Durchgang zwei nicht beenden.
 
Auch zwei ÖRV-Duos am Podest
Das Rennen der Doppelsitzer wurde von zahlreichen Stürzen überschattet und ließ auch absolute Top-Favoriten straucheln. Die Halbzeitführenden Toni Eggert/Sascha Benecken (GER) warfen das Rennen im Finale an der exakt selben Stelle weg, wie die Gesamtweltcup-Führenden und Zweitplatzierten nach Durchgang eins, Andris und Juris Sics (LAT). Die Gunst der Stunde nutzten Tobias Wendl und Tobias Arlt für ihren 46. Weltcupsieg. Die Deutschen teilten sich mit Thomas Steu und Lorenz Koller die Laufbestzeit im Finale und verwiesen die Österreicher um vier hundertstel Sekunden auf Platz zwei. Damit rodelte das ÖRV-Duo ihren vierten Podestplatz in Folge ein. Yannick Müller und Armin Frauscher erreichten nach drei Top-6-Platzierungen mit Rang drei ihr bestes Saisonergebnis und startetet damit ebenfalls nach Wunsch ins Neue Jahr. Juri Gatt und Riccardo Schöpf unterstrichen mit der fünftschnellsten Zeit in Durchgang eins neuerlich ihre Qualitäten und rundeten das starke Mannschaftsergebnis der Österreicher mit Rang sieben ab.
 
Der Neujahrs-Weltcup in Winterberg wird morgen mit der Entscheidung der Damen fortgesetzt und einer weiteren Team-Staffel abgerundet.

„Wir haben uns gut auf die Bedingungen einstellen können, speziell der zweite Lauf war sehr stark und eine klare Steigerung im Vergleich zum Training und den Leistungen in den letzten Wochen. Wir haben damit die Vornominierung für Peking bestätigt, können ohne Ergebnisdruck weiterarbeiten und wollen das für weitere Materialtests nutzen.“

Yannick Müller

6. EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup/Winterberg/Ergebnisse:

Doppelsitzer:

1.Tobias Wendl/Tobias ArltGER1:27.184
2.Thomas Steu/Lorenz KollerAUT+0.041
3.Yannick Müller/Armin FrauscherAUT+0.154
7.Juri Gatt/Riccardo SchöpfAUT+0.316


Herren:

1.Johannes LudwigGER  1:44.679
2.Nico GleirscherAUT+0.068
3.Wolfgang KindlAUT+0.181
5.Jonas MüllerAUT+0.304
14.David GleirscherAUT+0.615
DNFReinhard EggerDNF 

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Drei Siege in Igls

Madeleine Egle

Österreichs Rodler:innen sichern sich drei Siege in Igls.

Damit qualifizierten sich das komplette ÖRV-Aufgebot für den finalen Sprint-Weltcup, der mit einem fliegenden Start in lediglich einem Lauf entschieden wird und den Top-15 der vorangegangenen Einzeldisziplinen vorbehalten ist.
 

„Ich war mit der Leistung am Vormittag schon sehr zufrieden, der Sieg im Sprint war dann unglaublich, der Lauf war nahezu perfekt. Ich habe mich in den letzten Jahren schrittweise hochgearbeitet, kann mittlerweile jeden Lauf voll durchziehen. Es ist richtig cool, wie es heute funktioniert hat.“

Madeleine Egle


ÖRV-Asse mit beeindruckender Sprint-Stärke
Bei den Herren untermauerte Wolfgang Kindl mit dem Sieg im Sprint-Weltcup seine aktuelle Bestform. Der Natterer Routinier, der sich gestern lediglich dem Deutschen Johannes Ludwig beugen musste, jubelte über seinen ersten Erfolg im verkürzten Format. Hinter Kindl landete der Vorarlberger Jonas Müller auf Rang zwei. Dem Sprint-Weltmeister von 2019, der zuletzt mit der Konstanz zu kämpfen hatte, gelang damit ein wichtiges Ausrufezeichen. David und Nico Gleirscher, gestern zeitglich auf Rang vier, belegten heute die Plätze neun und zehn, Reinhard Egger wurde 13.
 
Bei den Doppelsitzern folgte die nächste Duftnote von Thomas Steu und Lorenz Koller, die nach der verletzungsbedingten Pause zum dritten Mal in Folge auf das Weltcup-Podest rasten. Nach dem Sieg in Altenberg und im gestrigen Disziplinenrennen beendeten die Österreicher den heutigen Sprint auf Rag drei. Der Sieg ging an die Deutschen Eggert/Benecken, die Letten Sics/Sics belegten Rang zwei. Juri Gatt und Riccardo Schöpf bestätigten ihren starken fünften Rang vom Vortag mit Platz neun, Yannick Müller und Armin Frauscher, gestern auf Rang acht, wurden heute 13.
 
Im Sprint der Damen folgte schließlich die Krönung eines perfekten Weltcup-Wochenendes. Madeleine Egle drehte den Spieß im Sprint um, setzte sich gegen Julia Taubitz durch und jubelte über ihren dritten Weltcupsieg im Verlauf der Saison. Damit stand 30 Jahre nach Doris Neuner wieder eine Österreicherin am obersten Treppchen des Igls-Podests. Auch der Rest der ÖRV-Damen rodelte stark und platzierte sich praktisch zeitglich in den Top-8. Selina Egle, die über Rang sechs und ihr damit bestes Weltcupergebnis jubeln konnte, verwies Lisa Schulte um eine und Hannah Prock um drei tausendstel Sekunden auf die Ränge sieben und acht.
 
In der kommenden Woche steht im Eiskanal von Igls die österreichische Meisterschaft auf dem Programm, der Weltcup wird am 1./2. Jänner 2022 im deutschen Winterberg fortgesetzt. Die Anreise ins Sauerland erfolgt am 28. Dezember.

5. EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup/Igls/Ergebnisse:
 


Damen

1.Julia TaubitzGER1:19.546
2.Madeleine EgleAUT+0.012
3.Natalie GeisenbergerGER+0.348
9.Lisa SchulteAUT+0.548
10.Hannah ProckAUT+0.604
13.Selina EgleAUT+0.688

Sprint-Weltcup:
 
Herren

1.Wolfgang KindlAUT32.390
2.Jonas MüllerAUT+0.040
3.Johannes LudwigGER+0.147
9.David GleirscherAUT+0.252
10.Nico GleirscherAUT+0.254
13.Reinhard EggerAUT+0.349

Doppelsitzer

1.Toni Eggert/Sascha BeneckenGER29.905
2.Andris Sics/Juris SicsLAT+0.055
3.Thomas Steu/Lorenz KollerGER+0.065
9.Juri Gatt/Riccardo SchöpfAUT+0.167
13.Yannick Müller/Armin FrauscherAUT+0.245


Damen
 

1.Madeleine EgleAUT29.992
2.Julia TaubitzGER+0.050
3.Anna BerreiterGER+0.123
6.Selina EgleAUT+0.230
7.Lisa SchulteAUT+0.231
8.Hannah ProckAUT+0.233

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Rodler:innen auf Erfolgswelle

Steu/Koller

Österreichs Rodler:innen bleiben auf Erfolgswelle

Österreichs Olympia-Rodler bleiben auf der Erfolgswelle und bestätigen das historische Triple aus der Vorwoche mit einer starken ersten Igls-Halbzeit. Thomas Steu und Lorenz Koller rasten vor heimischer Kulisse zum zweiten Weltcupsieg in Folge, Wolfgang Kindl unterstrich mit Rang zwei seine aktuelle Hochform. Die Gleirscher-Brüder zeigten zeitglich mit Rang vier auf, Gatt/Schöpf lieferten ihr bestes Weltcupergebnis ab.
 

Zwölf Schlitten innerhalb von zwei Zehntel, alle drei ÖRV-Duos in den Top-9,  Steu/Koller mit einer tausendstel Sekunde Rückstand auf die Halbzeitführenden Sics/Sics auf Zwischenrang zwei – das Finale der Doppelsitzern versprach viel Spannung und entwickelte sich zu einem packenden Krimi, der am Ende des Tages die Gastgeber am lautesten jubeln ließ. Thomas Steu und Lorenz Koller rodelten eine Woche nach ihrem Comeback-Sieg von Altenberg dank der Bestzeit in Durchganz zwei der Konkurrenz abermals auf und davon. Damit feierten die amtierenden Gesamtweltcup-Sieger ihren bereits fünften Sieg in Igls. Die ÖRV-Youngster Juri Gatt und Riccardo Schöpf, die in der Vorwoche in Altenberg mit Rang sechs erstmals mitten in die Weltspitze gerodelt waren, jubelten mit Rang fünf über ihr bestes Weltcupergebnis. Yannick Müller und Armin Frauscher beendeten das Rennen auf Platz acht und qualifizierten sich damit ebenfalls souverän für den morgige Sprint-Weltcup.
 

Bei den Herren, die das Weltcupwochenende am Fuße des Patscherkofel eröffnet haben, bestätigte Wolfgang Kindl seine aktuelle Top-Form. Der 30-jährige Natterer, der sich 2017 in Igls zum Doppel-Weltmeister krönte, wusste abermals mit Top-Speed und perfekten Linien zu überzeugen. Nach zwei Durchgängen fehlten dem ÖRV-Routinier fünf hundertstel Sekunden auf Johannes Ludwig (GER), der mit seinem dritten Saisonsieg die Führung im Gesamtweltcup weiter ausbauen konnte. Dritter wurde der Südtiroler Dominik Fischnaller, der vierte Rang ging wieder an Österreich und wurde brüderlich geteilt. Für Olympiasieger David Gleirscher war es der dritte Top-6-Platz im Verlauf der Saison, Nico Gleirscher, amtierender Sprint-Weltmeister, jubelte über sein bestes Saisonergebnis. Jonas Müller, der in Durchgang eins nach einem Drift im unteren Bereich viel Speed liegen ließ und sich zur Halbzeit mit Zwischenrang 21 begnügen musste, schaffte dank der zweitschnellsten Zeit im Finale noch den Sprung auf Platz elf. Reinhard Egger beendete den fünften Saisonweltcup auf Rang 13, damit sind alle fünf Österreicher für den morgigen Sprint-Weltcup qualifiziert. Dieser wird mit einem fliegenden Start in nur einem Lauf entschieden und ist den Top-15 der vorangegangenen Einzeldisziplinen vorbehalten.
 
Zuvor absolvieren die Damen ihr Rennen über die klassische Distanz. Österreichs Hoffnungen ruhen dabei auf den Schultern der zweifachen Saisonsiegerin Madeleine Egle, Schwester SelinaHannah Prock und Lisa Schulte.
  


5. EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup/Innsbruck/Ergebnisse:

Herren

1.Johannes LudwigGER1:39.605
2.Wolfgang KindlAUT+0.049
3.Dominik FischnallerITA+0.275
4.David GleirscherAUT+0.453
4.Nico GleirscherAUT+0.453
11.Jonas MüllerAUT+0.642
13Reinhard EggerAUT+0.781


Doppelsitzer

1.Thomas Steu/Lorenz KollerAUT1:19.281
2.Andris Sics/Juris SicsLAT+0.022
3.Emanuel Rieder/Simon KainwalderITA+0.171
5.Juri Gatt/Riccardo SchöpfAUT+0.249
8.Yannik Müller/Armin FrauscherAUT+0.274

© rodel-austria.at // Foto: ÖRV

Egle & Steu/Koller unschlagbar

Madeleine Egle

Madeleine Egle in eigener Liga & Fulimantes Comeback von Steu/Koller

Österreichs Olympia-Rodler zeigten am ersten Tag des Altberg-Weltcups mit bärenstarken Leistungen auf. Steu/Koller fuhren bei ihrem Comeback den ersten Saisonsieg ein, Madeleine Egle rodelte bei den Damen der Konkurrenz auf und davon.

Fulminantes Comeback von Steu/Koller

Thomas Steu und Lorenz Koller demonstrierten in der heutigen Doppelsitzer-Konkurrenz im SachsenEnergie-Eiskanal von Altenberg ihre absolute Weltklasse. Das ÖRV-Duo feierte zweieinhalb Wochen nach ihrem Trainingssturz und der verletzungsbedingten Pause mit ihrem insgesamt neunten Weltcupsieg ein grandioses Comeback.

Nach Zwischenrang zwei attackierten die Gesamtweltcupsieger der Vorsaison mit der schnellsten Startzeit und klarer Bestzeit die Halbzeitführenden Toni Eggert/Sascha Benecken (GER), am Ende entschieden drei tausendstel Sekunden zu Gunsten des ÖRV-Duos. Die Österreicher setzten mit ihrem vierten Altenberg-Triumph in Folge ihre imposante Siegesserie im sächsischen Osterzgebirge fort. Damit bestreitet Steu, dessen gebrochener Fußwurzelknochen mit einem Tapeverband fixiert wurde, gemeinsam mit seinem Tiroler Untermann am Sonntag auch die Team-Staffel. Platz drei ging an die Letten Martins Bots und Roberts Plume.

„Ich war schon etwas nervös, habe nicht gewusst, wie fit wir sind und ob der Fuß mitspielt. Gespürt habe ich während der Fahrt nichts, dafür war das Adrenalin zu hoch. Am Ende war es ein brutaler Krimi, dass es sich um drei Tausendstel für uns ausgegangen ist, ist etwas glücklich, aber natürlich saugeil!“

Thomas Steu

„Wir haben im Training zwar gesehen, dass wir mithalten können, wo wir tatsächlich stehen, war aber nicht vorherzusagen. Nach dem ersten Durchgang, wo ein paar kleine Fehler drinnen waren, war ich skeptisch. Der zweite Lauf ist dann viel besser gelungen, da habe ich gewusst, dass der Sieg noch möglich ist.“

Lorenz Koller

Nach Rang zwei im Nationencup gelang den ÖRV-Youngstern Juri Gatt und Riccardo Schöpf auch in der heutigen Weltcupentscheidung ein dickes Ausrufezeichen. Die beiden 20-jährigen Tiroler beendeten die Konkurrenz nach zwei starken Läufen unmittelbar hinter den im Weltcup führenden Letten Andris und Juris Sics auf Rang sechs und jubelten damit über ihr bestes Ergebnis im Weltcup. Yannick Müller und Armin Frauscher, im bisherigen Saisonverlauf bereits dreimal in den Top-6, mussten sich diesmal nach zwei durchwachsenen Läufen mit Platz 15 begnügen.

Egle in einer eigenen Liga

Bei den Damen, die nach den Doppelsitzern in den Eiskanal beschleunigten, erwischte Madeleine Egle ebenfalls einen absoluten Traumtag. Die 23-jährige Rinnerin unterstrich ihre heutige Top-Leistung mit zwei klaren Bestzeiten. Egle nahm der zweitplatzierten Julia Taubitz, die ihre Führung im Gesamtweltcup weiter ausbauen konnte, drei Zehntel ab, auf Rang drei kam mit Anna Berreiter ebenfalls eine Rodlerin aus Deutschland. Damit feierte Egle nach dem Auftaktsieg von Yanqing ihren zweiten Saisonsieg und Triumph im Weltcup. Hannah Prock und Lisa Schulte brachten diesmal zu wenig Konstanz in ihre Läufe und mussten sich unterm Strich mit den Plätzen 16 und 17 begnügen.

Die vierte Weltcupentscheidung der Kunstbahnrodler wird am Sonntag mit dem Rennen der Herren fortgesetzt. Neben den Gesetzten Wolfgang KindlDavid GleirscherReinhard Egger und Nico Gleirscher, qualifizierte sich Jonas Müller mit Rang vier im Nationencup – damit starten die ÖRV-Asse in Bestbesetzung. Abgeschlossen wird der Weltcup im SachsenEnergie-Eiskanal mit einer weiteren Team-Staffel.

”Es ist unglaublich, ich bin absolut happy. Der Speed war heute richtig gut, es waren kleine Unsicherheiten dabei, aber auf dieser Bahn fehlerfrei zu bleiben ist sehr schwierig. Ich habe mir nach dem Training nicht gedacht, dass es für ganz vorne reicht. Der Start ist gut gelungen, die rodlerische Linie wird immer besser, die Leistung und das Ergebnis geben mir natürlich Selbstvertrauen. Ich habe bestätigt dass ich ganz vorne mitfahren kann und hoffe, dass es in dieser Tonart weitergeht.“

Madeleine Egle

© rodel-austria.at // Foto: FIL – Mareks Gilanovski

Rodler:innen schreiben Geschichte

ÖRV

Nicht nur in den Einzelbewerben, sondern auch im Staffel-Bewerb Topleistungen.

Wolfgang Kindl setzte die rot-weiß-roten Festspiele in Altenberg mit seinem ersten Saisonsieg fort. Damit entschieden die heimischen Olympia-Rodler an einem Weltcup-Wochenende erstmals sämtliche Einzeldisziplinen für sich.

„Es hat so lange und so viele Rennen nicht funktioniert, ich weiß gar nicht wann mein letzter Weltcupsieg war. Aber ich habe nie aufgegeben, wir haben am Materialsektor zuletzt sehr viel weiterbekommen, auch beim Start ist einiges passiert. Ich habe im Sommer super trainiert, viel getüftelt, die harte Arbeit hat sich definitiv ausgezahlt. Das letzte Wochenende war schon ganz wichtig, das jetzt war die Draufgabe, damit sollte hinsichtlich Olympiaqualifikation nichts mehr anbrennen. Ich fühle mich top fit und hoffe natürlich, dass es so weiter geht.“

Wolfgang Kindl

Nach dem fulminanten Comeback-Sieg der Doppelsitzer Thomas Steu und Lorenz Koller, sowie dem Ausrufezeichen von Madeleine Egle, die das gestrige Damen-Rennen dominierte, knackte Wolfgang Kindl im heutigen Rennen der Herren den Jackpot.

Der 33-jährige Routinier, der in der Vorwoche in Sotschi mit Rang drei im Sprint seine Rückkehr aufs Podest zelebrierte, setzte heute noch eines drauf und sicherte sich drei Jahre nach seinem letzten Triumph seinen insgesamt achten Weltcupsieg. Der Tiroler, der nach Bestzeit in Durchgang eins mit fünf Tausendstel Vorsprung auf Johannes Ludwig in die Entscheidung gestartet war, teilte sich das oberste Treppchen mit Max Langenhan. Der Deutsche hatte nach Zwischenrang vier erfolgreich den Turbo gezündet und war nach einer Fahrzeit von 1:47,997 auf die Tausendstelsekunde gleich schnell wie der Österreicher. Hinter Langenhan landeten dessen Landsleute Johannes Ludwig und Felix Loch auf den Plätzen drei und vier. Ludwig baute damit seinen Vorsprung im Gesamt-Weltcup weiter aus, Kindl verbesserte sich im Overall-Ranking auf Rang vier.

Der Rest der heimischen Starter hatte mit der heutigen Entscheidung nichts zu tun. Reinhard Egger belegte als zweitbester Österreicher Rang elf, Jonas Müller verbesserte sich in Durchgang zwei um fünf Positionen und beendete das Rennen unmittelbar vor David Gleirscher auf Platz 14. Nico Gleirscher hatte in beiden Laufen Ausgangs der Kurve 14 grobe Linienproblem und musste mit Rang 27 Vorlieb nehmen.

In der abschließenden Team-Staffel übergab Startläuferin Madeleine Egle nach einigen Unsicherheiten mit Rückstand an Wolfgang Kindl .Der Doppel-Weltmeister von 2017 konnte diesen ebenso wie die Doppelsitzer Thomas Steu/Lorenz Koller nicht mehr wesentlich verringern. Am Ende reichte es für Platz fünf, den Sieg holte sich die Gastgeber, Italien belegte vor Russland Platz zwei.

Der Rodel-Tross übersiedelt nun nach Innsbruck-Igls, wo der Weltcup am kommenden Wochenende fortgesetzt wird. Neben den Einzeldisziplinen steht im Olympia-Eiskanal von 1976 ein weiterer Sprint-Weltcup auf dem Programm.

Herren:

  • 1. Wolfgang Kindl           
  • 1. Max Langenhan          
  • 3. Johannes Ludwig        
  • 11. Reinhard Egger        
  • 14. Jonas Müller             
  • 15. David Gleirscher      
  • 27. Nico Gleirscher        

Doppelsitzer:

  • 1. Thomas Steu/Lorenz Koller                  
  • 2. Toni Egert/Sascha Benecken                 
  • 3. Martins Bots/Roberts Plume                
  • 6. Juri Gatt/Riccardo Schöpf                     
  • 15. Yannick Müller/Armin Frauscher    

Damen:

  • 1. Madeleine Egle          
  • 2. Julia Taubitz                 
  • 3. Anna Berreiter            
  • 16. Hannah Prock           
  • 17. Lisa Schulte             

Team-Staffel:

  • 1. Deutschland
  • 2. Italien             
  • 3. Russland      
  • 5. Österreich    

© rodel-austria.at // Foto: FIL – Mareks Gilanovski