OLYMPIA: Silber für die Teamstaffel

Rodler:innen

Österreichs Teamstaffel rast bei den Olympischen Spielen auf Rang zwei.

Österreichs Rodler jubelten im Yanqing National Sliding Center über eine weitere Medaille.

Madeleine Egle, Wolfgang Kindl und die Doppelsitzer Thomas Steu/Lorenz Koller rodelten im abschließenden Staffel-Bewerb hinter Deutschland auf Rang zwei. Nach Silber durch Wolfgang Kindl im Einsitzer und der Bronzenen von Thomas Steu und Lorenz Koller im Doppelsitzer-Bewerb, kehren die ÖRV-Asse damit wie bereits 2018 mit drei Olympia-Medaillen nach Österreich zurück.

Das heimische Quartett, das als vorletztes Team in den Bewerb gestartet war, attackierte vom Start weg die führenden Letten. Madeleine Egle, die bereits vor vier Jahren mit der ÖRV-Staffel Olympia-Bronze gewonnen hatte, übergab nach einer blitzsauberen Fahrt und Zwischenbestzeit an Wolfgang Kindl, der den Vorsprung mit einem ebenfalls bärenstarken Lauf und Bestzeit auf satte 63 hundertstel Sekunden ausbauen konnte. Thomas Steu und Lorenz Koller fixierten trotz eines kleinen Rutschers im unteren Bereich die überlegene Führung und damit zumindest die Silbermedaille. Die deutschen Einsitzer kamen nicht mit den Bestzeiten von Egle und Kindl mit, den Unterschied machten Tobias Wendl und Tobias Arlt aus. Die dreifachen Einzel-Olympiasieger sicherten Deutschland nach einer kollektiven Fahrzeit von über drei Minuten einen finalen Vorsprung von acht hundertstel Sekunden. Damit gewannen Deutschlands Rodler in sämtlichen Disziplinen die Goldmedaille.

Die heimischen Asse, die bei Olympischen Spielen seit 1992 immer zumindest eine Medaille gwannnen, kehren am Samstag (10.2) nach Österreich zurück.

„Es war ganz toll, wie sich Madeleine und Wolfgang heute in Szene gesetzt haben. Natürlich ist es schade, dass die Doppelsitzer unten etwas gepatzt haben, sonst hätten wir Gold holen können, aber wir sind hellauf zufrieden mit der Silbermedaille. Es war ein sehr spannendes Rennen, dass wir so stark mit den Deutschen mithalten können, hätte ich mir gar nicht gedacht, aber unsere „Mechaniker“ Tobias Schiegl und Peter Penz haben heute gemeinsam mit den Athleten wieder eine super Abstimmung gefunden, der Speed hat absolut gepasst. Es war für alle Beteiligten eine sehr schwere Saison, wir hatten generell sehr wenig Kontakt mit daheim, haben uns vor den Spielen bewusst abgeschottet. Wir haben uns dafür belohnt, sind insgesamt sehr gut über die Saison gekommen und smit unserer Bilanz hier in Peking absolut zufrieden.“

Rene Friedl (ÖRV-Cheftrainer & Sportdirektor)

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OLYMPIA: Bronze für Steu/Koller

Steu/Koller

Olympia-Bronze als Krönung für Steu/Koller

Thomas Steu und Lorenz Koller krönten ihre Karriere mit Olympia-Bronze und sorgten im Eiskanal von Yanqing für den nächsten rot-weiß-roten Medaillenjubel.

Nach dem ersten Lauf auf Zwischenrang drei, verteidigten die Gesamtweltcup-Sieger der Vorsaison die Platzierung mit der abermals drittschnellsten Zeit. Die Deutschen Tobias Wendl und Tobias Arlt sicherten sich ihre dritte Goldmedaille in Folge, Silber holten die amtierenden Weltmeistern Toni Eggert und Sascha Benecken, ebenfalls aus Deutschland.

Nach Platz vier bei ihrer Premiere in Pyeongchang ist es die erste Olympia-Medaille für den Vorarlberger und seinen Tiroler Untermann. Steu, der an diesem Tag seinen 28. Geburtstag feiert, bereitete sich damit persönlich das wohl schönste Geschenk.

„Es ist ein sehr großer Moment und ein unglaublich tolles Gefühl! Wir haben vor dem zweiten Lauf gesagt, wir greifen voll an, es war vom Zug her besser, aber als wir die Zwischenzeiten gesehen haben, haben wir gleich gesagt, dass es heute für ganz vorne auch ohne den kurzen Schreckmoment aus der Kurve 13 raus nicht gereicht hätte. Eigentlich haben wir gedacht, dass es passt, wollten uns gerade richtig lange machen, da ist der Schlitten kurz weggedriftet. Gottseidank ist es noch gut ausgegangen. Die Freude ist schwer in Worte zu fassen, danke fürs Daumendrücken!“

Lorenz Koller

„Im Moment weiß ich nicht wirklich was sich sagen soll, emotional bin ich irgendwo. Vor zwei Tagen der Unterarmbruch von Yannick, was mir mega leid tut für die beiden, heute gewinnen wir 28 Jahre nach dem ich auf die Welt gekommen bin, eine Bronzemedaille bei Olympischen Spielen – ich bin mega happy, mega stolz auf Lorenz und kann mich nur bei allen, die dazu beigetragen haben herzlich bedanken. Wir haben uns immer super zurückgekämpft und uns diesen Erfolg verdient, Bronze ist eine super Farbe.“

Thomas Steu

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OLYMPIA: Silber für Kindl

Wolfgang Kindl

Kindl hat sich den Traum von einer Olympia-Medaille erfüllt

Der 33-jährige Tiroler holt im Yanqing National Sliding Center Platz 2 und mit Silber seine erste Medaille bei Olympischen Spielen.

Der Tiroler Europameister muss sich nach vier Läufen im olympischen Eiskanal in Yanqing lediglich dem Deutschen Johannes Ludwig geschlagen geben, der sich mit 0,160 Sekunden Vorsprung zum ersten Mal in einem Einzel-Rennen zum Olympia-Sieger krönt. Bronze geht an den Italiener Dominik Fischnaller (+0,951). Nico Gleirscher belegt am Ende den 12. Rang, sein Bruder David Gleirscher holt Platz 15.

Kindl kürte sich 2017 zum Doppel-Weltmeister, bei seinen drei bisherigen Olympia-Teilnahmen (2010, 2014, 2018) ging er leer aus. Bei seiner vierten Teilnahme erfolgte mit Silber nun der Höhepunkt.

Denn nach äußert erfolgreichen Jahren zwischen 2015 und 2018 mit zwei WM-Goldmedaillen 2017, zwei zweiten Plätzen im Gesamtweltcup und mehreren Weltcupsiegen sollte es in den letzten Jahren nicht mehr so rund laufen. Kind war öfters verletzt, hatte immer wieder Probleme. Doch er gab nie auf, er war ein Kämpfer.

„Das sind viele Emotionen, da steckt harte Arbeit dahinter, harte Jahre, besonders als ich daran gedacht habe, die Rodel an den Nagel zu hängen. Wir haben so viel auf uns genommen, waren vor der Abreise länger nicht zu Hause. Es war eine lange und zähe Zeit, aber es hat sich bezahlt gemacht. Umso schöner ist das jetzt. Eine Olympia-Medaille ist das Größte, die hat mir gefehlt. In dieser Saison ist es voll aufgegangen, genau zum richtigen Zeitpunkt.“

Wolfgang Kindl

Seine Beziehung zu Olympischen Spielen war keine leichte. 2010 in Vancouver überraschte er als Youngster mit Rang 9, vier Jahre später in Sotschi reichte es zum gleichen Platz. Nach Pyeongchang reiste Kindl als Mit-Favorit, der dritte 9. Platz durfte als Enttäuschung eingestuft werden.

Doch dieses Mal sollte es sein. Schon in der gesamten Saison lieferte sich der 33-Jährige einen Schlagabtausch mit dem Deutschen Johannes Ludwig. Im Eiskanal von Yanqing waren wieder die beiden die Protagonisten. Diesmal hat die Form genau rechtzeitig für die Olympischen Spiele gepasst.

„Mir haben das nicht viele zugetraut. Ich habe nicht gerade die idealen Maße für einen Rodler. Die allermeisten sind größer und wesentlich schwerer als ich“,

sagt der 1,66 Meter große Tiroler.

Die Silbermedaille widmet Kindl seiner Familie, seinem Team, seinen Betreuern, seinen Freunden und allen Leuten, die unterschätzt werden.

„Ich müsste mich bei so vielen Leuten bedanken, das ganze Team steht hinter uns. Meine Frau hatte ein eigenes Public Viewing zu Hause, das war sicher groß. Ich habe mir das hart erkämpft und bin überglücklich. Diese Silbermedaille soll Kindern zeigen, dass alles möglich ist. Wenn man hart arbeitet, mit viel Willenskraft einen Weg verfolgt, dann hat man eine Chance. Auch wenn es dir niemand zutraut.“,

Wolfgang Kindl

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OLYMPIA: schwerer Sturz von Müller/Frauscher

Yannick Müller

Yannick Müller zog sich einen offenen Bruch des linken Unterarmes zu

Nach der Silbermedaille von Wolfgang Kindl erhielt die gute Stimmung im Lager der ÖRV-Asse Montagabend einen schweren Dämpfer. Die Doppelsitzer Yannick Müller und Armin Frauscher kamen am zweiten Trainingstag schwer zu Sturz. Während Frauscher mit Prellungen und ein paar blauen Flecken einigermaßen glimpflich davon kam, zog sich der 22-jährige Vorarlberger einen offenen Bruch des linken Unterarms zu.

Aufgrund einer möglichen Infektionsgefahr während des Rücktransports nach Österreich wurde letztlich entschieden, die Operation nicht wie ursprünglich geplant in Innsbruck, sondern gleich vor Ort durchzuführen.

Yannick Müller wurde noch Montagabend in Begleitung von ÖRV-Teamarzt Dr. Stefan Neuhüttler und einem ÖOC-Mitarbeiter ins Peking University Third Spital gebracht und operiert. Der Eingriff verlief positiv, wann das Duo die Heimreise antreten kann, steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Mit Thomas Steu und Lorenz Koller wird damit nur ein österreichischer Schlitten im olympischen Doppelsitzer-Bewerb am Start sein.

Kurzbesuch im Spital

ÖOC-Präsident Karl Stoss ließ es sich nicht nehmen, Rodler-Pechvogel Yannick Müller nach überstandener OP einen Kurz-Besuch im Spital in Peking abzustatten.

“Ich habe mit Yannick und dem operierenden Arzt Dr. Lü gesprochen. Die OP hat sechs Stunden gedauert, der gebrochene Unterarm musste an drei Stellen fixiert werden. Yannick geht’s den Umständen entsprechend gut. Ich hatte den Eindruck, dass er sehr gut betreut wird. In 3 Tagen sollte der Heimtransport möglich sein”,

meinte Karl Stoss.

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OLYMPIA: nur Blech für die Rodler:innen

Madeleine Egle

Egles Aufholjagd wird nur mit Blech belohnt

Österreichs Rodel-Damen verpassen im Olympiaeiskanal von Yanqing eine Medaille, überzeugen aber mit einer bärenstarken Mannschaftsleistung. Madeleine Egle wird undankbare Vierte, Hannah Prock und Lisa Schulte und folgen auf den Rängen fünf und sechs.

Natalie Geisenberger ließ im Einsitzer-Bewerb der Damen nach ihrer Halbzeitführung nichts mehr anbrennen. Die Deutsche stellte in Lauf drei einen neuen Bahnrekord auf und fixierte im Anschluss mit Rang zwei ihren dritten Olympiasieg in Folge. Damit schreibt Geisenberger Sport-Geschichte. Die vierfache Einzel-Weltmeisterin, die am 5. Februar ihren 34. Geburtstag feierte, ist die erste Rodlerin überhaupt, der dieses Kunststück gelang. Geisenbergers Landsfrau Anna Berreiter rodelte auf Rang zwei, Bronze ging an Tatyana Ivanova (ROC).

Kippstart kostet Medaille

Madeleine Egle, die mit einem Kippsturz beim gestrigen Auftakt denkbar schlecht in die Entscheidung gestartet war, beendete ihre Aufholjagd auf Rang vier. Die fünffache Saisonsiegerin kam heute auf die Ränge fünf und drei, am Ende fehlten der Rinnerin drei Zehntel auf Bronze.

„Mir ist ein guter Abschluss gelungen, das war mir wichtig. Wenn man von Platz 17 noch auf Rang vier vorfährt, kann man schon auch zufrieden sein. Bei Olympischen Spielen und vier Läufen muss eben alles passen, aber ein vierter Platz ist sicher nichts Schlechtes.“

Madeleine Egle

Auch Hannah Prock gelang im technisch herausfordernden Olympia-Eiskanal im National Sliding Center von Yanqing eine blitzsaubere Leistung. Die 22-Jährige, die in allen vier Läufen in die Top-9 rodelte, belegte 15 tausendstel Sekunden hinter Egle Rang sechs.

„Ich freue mich sehr über den fünften Platz, bin total happy und dankbar, dass ich hier teilnehmen durfte. Unsere Gedanken waren heute auch ein bisschen bei Yannick, ich hoffe, dass er bald wieder bei uns ist. Thomas und Lorenz haben morgen sicher sehr gute Chancen, wir werden auf alle Fälle mitfiebern und fest die Daumen drücken.“

Hannah Prock

Lisa Schulte wusste bei ihrem Olympia-Debüt ebenfalls voll zu überzeugen. Die 21-Jährige, die gestern im ersten Durchgang mit Rang drei aufhorchen ließ, erzielte heute zweimal die sechstschnellste Zeit.

“Ich bin emotional total überwältig, hätte mir vor der Saison nicht ausgerechnet, dass ich bei den Olympischen Spielen Rang sechs erreiche. Klar sind die Fehler, die mir unterlaufen sind, ärgerlich, aber am Ende überwiegt ganz klar die Freude über das Abschneiden. Die anderen waren besser, das muss man akzeptieren, ich gönne jedem den Erfolg.“

Lisa Schulte

© olympia.at // Foto: GEPA

Kindl ist Europameister

Wolfgang Kindl

Wolfgang Kindl kürt sich zum Europameister, Nico Gleirscher freut sich über Bronze.

Wolfgang Kindl kürte sich beim Saisonfinale in der Schweiz zum Europameister, Nico Gleirscher raste zu Bronze, die Junioren Juri Gatt und Riccardo Schöpf staubten in der U-23-Wertung Silber ab. Reinhard Egger stieg vom Schlitten.

„Ich mag die Bahn, aufgrund der tollen Landschaft ist jede Fahrt ein Genuss, es macht einfach sehr viel Spaß hier zu rodeln. Der erste Lauf war nicht ganz sauber, ich habe gewusst, dass im zweiten noch was geht, wenn ich voll treffe. Dass die größten Konkurrenten im Finale Federn lassen, war natürlich etwas glücklich, schmälert meinen Erfolg aber definitiv nicht. Ich bin absolut zufrieden, sowohl mit dem Speed, als auch mit der Startleistung und freue mich auf die morgige Staffel-Entscheidung.“

Wolfgang Kindl

Der Natureiskanal im Nobelskiort St. Moritz ist in vielerlei Hinsicht anders als alle anderen Bahnen im Rennrodel-Weltcup. Das betrifft vor allem die Eisoberfläche, aber auch die Bahnlänge und der Umstand, dass die diese nicht überdacht und damit gänzlich der Witterung ausgesetzt ist.

Am ersten Renntag des Weltcupfinales, wo im Race-in-Race-Modus auch die EM-Medaillen vergeben werden, demonstrierte Wolfgang  Kindl einmal mehr seine Extra-Klasse. Der ÖRV-Routinier sicherte sich im Schweizer Nobelski-Ort seine fünfte EM-Medaille, die dritte im Einsitzer und erste aus Gold. Der ÖRV-Routinier knallte im Finale die Bestzeit in den Schweizer Eiskanal und rodelte von Zwischenrang drei noch zum EM-Titel. Hinter dem Letten Kristers Aparjods jubelte Nico Gleirscher über Bronze. Für den Stubaier, der im Vorjahr im Engadin seinen ersten Weltcupsieg feierte und dank konstant starker Leistungen in den vergangenen Wochen sein Olympia-Ticket fixieren konnte, war es der zweite Podestplatz im Verlauf des Olympia-Winters. Der Deutsche Johannes Ludwig, heute auf Rang elf, stand bereits zuvor als Gesamtweltcup-Sieger fest, Kindl belegte im Overall -Ranking auf Rang zwei. Jonas Müller beendete die Europameisterschaft hinter Titelverteidiger Felix Loch (GER) auf dem starken fünften Platz, dem Vorarlberger, der in der Ausscheidung für Peking das Nachsehen hatte, gelang damit ein mehr als versöhnlicher Saisonabschluss. Reinhard Egger verabschiedete sich mit EM-Platz 16 in die Rodelpension, David Gleirscher, der mit der Natureisbahn im Engadin bereits im Training seine Mühe hatte, beendete die Titelkämpfe nach neuerlichen Linienproblemen auf Platz 17.

Bei den Doppelsitzern sicherten sich Toni Eggert und Sascha Benecken (GER) mit zwei Laufbestzeiten ihren fünften Saison- und 51. Weltcupsieg. Damit jubelten die amtierenden Weltmeister neben EM-Gold auch über ihren sechsten Triumph im Gesamtweltcup. Die Bayern Tobias Wendl und Tobias Arlt eroberten mit Rang zwei ihre zehnte EM-Medaille, Bronze ging an Martins Bots und Roberts Plume. Die Letten gewannen damit EM-Gold in der U-23-Klasse. Thomas Steu und Lorenz Koller kamen heute nicht nach Wunsch ins Rodeln und mussten sich beim Saisonausklang mit Rang sechs begnügen. Die Bilanz der Gesamtweltcupsieger der Vorsaison kann sich dennoch sehen lassen: Das ÖRV-Duo, das verletzungsbedingt lediglich sieben der zwölf Saisonentscheidungen in Angriff nehmen konnte, erreichte im Verlauf des Olympia-Winters fünf Podestplätze, darunter die Weltcupsiege in Altenberg und Innsbruck.

Yannick Müller und Armin Frauscher, die sich ihr Olympiaticket für Peking mit einem dritten Rang (Winterberg) und drei weiteren Top-6-Plätzen sichern konnten, belegten als zweitbeste Österreicher EM-Rang elf. Unmittelbar dahinter platzierten sich Juri Gatt und Riccardo Schöpf auf Platz zwölf, die ÖRV-Junioren gewannen damit in der U-23-Wertung EM-Silber.

Reinhard Egger beendet nach der verpasster Olympiaqualifikation für Peking und 14 Jahren im Weltcup seine Karriere. Der 32-jährige Tiroler, der sich im vergangenen Sommer nach Schulterproblemen und einer zurückgebildeten Bandscheibe erfolgreich in den Eiskanal zurückgekämpft hatte, gewann 2019 bei der Weltmeisterschaft im Winterberg (GER) Silber im Einsitzer und mit der Team-Staffel. Egger, der 2008 im Weltcup debütierte und zwei Rennen gewinnen konnte, war zweimal bei Olympischen Spielen im Einsatz. 2014 rodelte der Polizeisportler auf Rang acht, vier Jahre später reichte es in Pyeongchang zu Platz 15.

53. FIL-Europameisterschaften/9. Eberspächer Rennrodel-Weltcup/St. Moritz Ergebnisse: (* Weltcupplatzierung)
 
Herren:

1.Wolfgang KindlAUT2:10.246
2.Kristers AparjodsLAT+0.021
3.Nico GleirscherAUT+0.300
5.Jonas MüllerAUT+0.410
16./17.*Reinhard EggerAUT+1.408
17./19.*David GleirscherAUT+1.470


Doppelsitzer:

1.Toni Eggert/Sascha BeneckenGER1:47.209
2.Tobias Wendl/Tobias ArltGER+0.113
3.Martins Bots/Roberts PlumeLAT+0.249
6.Thomas Steu/Lorenz KollerAUT+0.347
11./12.*Yannick Müller/Armin FrauscherAUT+0.771
12./13.*Juri Gatt/Riccardo SchöpfAUT+0.852


 

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Egle erstmals Vize-Europameisterin

Madeleine Egle

Madeleine Egle fuhr zum Vize-Europameistertitel

Zwei Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele zeigten Österreichs Rodler mit vier EM-Medaillen ihre Klasse. Nach Gold und Bronze bei den Herren, sowie U-23-Silber bei den Doppelsitzern raste Madeleine Egle heute bei den Damen zum Vize-Europameistertitel.

14 Jahre nach der Bronzemedaille von Veronika Halder jubelt die heimische Rodelfamilie wieder über EM-Edelmetall bei den Damen. Die Durstrecke beenden konnte Madeleine Egle, die beim Saisonfinale in St. Moritz auf Rang zwei rodelte und damit ihre erste EM-Medaille im Einsitzer gewann. Geschlagen geben musste sich die Tirolerin, die in Durchgang zwei die Bestzeit aufstellte, lediglich Olympiasiegerin Natalie Geisenberger. Die Deutsche sicherte sich mit dem ersten Saisonsieg ihren fünften EM-Titel. Bronze ging an Elina Vitola, die Lettin war zur Halbzeit noch vor Egle gelegen. Hannah Prock und Lisa Schulte, die in den letzten Wochen mit starken Leistungen überzeugen konnten, kamen auf der Natureisbahn im Engadin nicht nach Wunsch ins Rodeln. Prock musste sich mit EM-Rang 17 begnügen, Schulte landete unmittelbar hinter ihrer Teamkollegin auf Rang 18.

„Ich habe gesehen, dass Julia Taubitz eine sehr gute Zeit gelungen ist, wir waren nur sieben Tausendstel auseinander, da musst du einfach Vollgas fahren, da gibt es gar nichts anderes. Ich bin froh, dass ich am Start noch einmal zulegen konnte, Kleinigkeiten findet man immer, unter Strich bin ich aber absolut happy. Die Kugel im Gesamtweltcup ist natürlich mega. Letztes Jahr habe ich sie als Vierte knapp verpasst, dass ich jetzt Zweite geworden bin, ist richtig cool. Ich hätte mir vor der Saison nicht erwartet, dass das so funktioniert. Auch die kleine Kugel aus Gold im Disziplinen-Weltcup ist echt ein Wahnsinn, unglaublich, ich bin mega happy. Natürlich ist der Ärger nach meinem Fehler in der Staffel groß, aber das gilt es wegzustecken und beim nächsten Mal besser zu machen.“

Madeleine Egle

Der Sieg im Gesamtweltcup ging zum zweiten Mal nach der Saison 2019/20 an Julia Taubitz (GER). Egle beendete die Overall-Wertung nach fünf Saisonsiegen und vier weiteren Top-3-Plätzen auf Rang zwei, Hannah Prock und Lisa Schulte folgen auf den Plätzen acht und neun. Zum Drüberstreuen sicherte sich Egle den Sieg im Disziplinen-Weltcup, auch hier belegten Prock und Schulte die Ränge acht und neun.

In der anschließenden Team-Staffel, mit der die FIL-Europameisterschaft und Weltcupsaison 2021/22 beendet wurde, musste die heimische Auswahl eine Disqualifikation in Kauf nehmen. Startläuferin Madeleine Egle verpasste bei der Zieldurchfahrt das Touchpad, damit blieb das Gate für Wolfgang Kindl geschlossen. Lettland sicherte sich den EM-Titel, Deutschland gewann dank der Silbermedaille den Team-Staffel-Weltcup 2021/22. Österreich beendete den Gesamtweltcup im Mannschaftsbewerb hinter Lettland auf Rang drei.

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Fünfter Saisonsieg von Egle

Madeleine Egle

Madeleine Egle feiert ihren fünften Saisonsieg.

Madeleine Egle feierte beim Weltcup in Oberhof ihren fünften Saisonsieg und schreibt damit ein Stück heimische Sportgeschichte. In der Team-Staffel rodelte das ÖRV-Quartett mit Rang drei einen weiteren Podestplatz ein.

Nach dem Gala-Auftritt der Gastgeber, die am Samstag bei den Herren einen Dreifachsieg und im Doppelsitzer einen Zweifach-Erfolg bejubelten, ging das Ländermatch Deutschland gegen Österreich heute in die nächste Runde – und bei den Damen zu Gunsten von rot-weiß-rot aus. Madeleine Egle präsentierte sich auf der WM-Bahn von 2023 neuerlich in hervorragender Form, fixierte ihren fünften Weltcupsieg und ist damit die erste österreichische Rodlerin überhaupt, die in einer Saison fünf Siege einfahren konnte. Die Tirolerin legte in der Thüringer Eisarena im ersten Durchgang mit einem zwischenzeitlich neuen Startrekord und Laufbestzeit vor und verteidigte ihren Vorsprung im Finale mit der zweitschnellsten Fahrt. Hinter der Österreicherin landete ein von Julia Taubitz angeführtes Quartett aus Deutschland. Hannah Prock platzte mit zwei konstant starken Läufen und Rang sechs neuerlich in die Weltspitze, Lisa Schulte, am vergangenen Wochenende in Sigulda auf den Plätzen sechs (Sprint) und sieben, holte mit Rang neun ihr drittes Top-10-Ergebnis in Folge.

„Es ist hinten raus noch mal knapp geworden, Julia hat richtig Gas gegeben, ich bin froh, dass es sich noch ausgegangen ist. Man sieht einfach, dass man zweimal voll treffen muss, aber wenn es so ausgeht, darf es ruhig spannend sein. Den dritten Platz in der Staffel nehme ich natürlich auch sehr gerne mit, jetzt gilt es die gute Form auch beim Weltcupfinale auszuspielen. St. Moritz ist eine tolle Bahn, die wir aber noch nicht so gut kennen. Ich freue mich auf das Finale und die Europameisterschaft und hoffe auf einen schönen Abschluss.“

Madeleine Egle

In der abschließenden Team-Staffel wurde Deutschland seiner Favoritenrolle klar gerecht. Hinter den Gastgebern landete die lettische Auswahl auf Platz zwei, Österreich folgte mit Startläuferin Madeleine Egle, Nico Gleirscher, sowie den Doppelsitzern ThomasSteu/Lorenz Koller auf Rang drei. Auf Platz zwei fehlte dem ÖRV-Quartett nach einer Fahrzeit von 141 Sekunden gerade einmal sechs Tausendstel. Im Team-Staffel-Weltcup haben die zweitplatzierten Österreicher vor dem Finale in der Schweiz 31 Zähler Rückstand auf Deutschland.

ÖRV-Olympiaaufgebot fixiert
Der Rodel-Tross reist jetzt nach St. Moritz, wo am kommenden Wochenende neben dem Weltcupfinale auch die Europameisterschaft über die Bühne geht. Im Anschluss übersiedelt das ÖRV-Olympiateam nach Wien. Bei den Herren wurde heute seitens der Teamführung neben David Gleirscher und Wolfgang Kindl, Nico Gleirscher als dritter Olympia-Starter bestätigt, bei den Damen sind Madeleine Egle, Hannah Prock und Lisa Schulte für Peking qualifiziert, im Doppelsitzer-Bewerb werden Yannick Müller und ArminFrauscher, sowie Thomas Steu und Lorenz Koller in Yanqing an den Start gehen.

Nachwuchs erobert beim Heim-EM fünf Medaillen
Im neuen Eiskanal von Bludenz, der am 29. Oktober des Vorjahres feierlich eröffnet wurde, stand an diesem Wochenende der internationale Rennrodel-Nachwuchs im Fokus. Im Rahmen des sechsten und letzten Junioren-Weltcups wurde auch die Europameisterschaft ausgetragen. Österreichs Rodel-Jugend präsentierte sich im 700 Meter langen Eiskanal in der Hinterplärsch bärenstark, eroberte in Summe fünf Medaillen, davon zwei aus Gold.
Bei den U-18 Entscheidungen landeten die ÖRV-Damen-Doppelsitzer einen Doppelsieg – Gold eroberten Lisa Zimmermann und Dorothea Schwarz, Silber holten Lina Riedl und Anna Lerch. Für Schwarz war es die zweite Medaille im Rahmen dieser Titelkämpfe, die Tirolerin hatte zuvor im Einsitzer Bronze gewonnen. Bei den U-18 Herren musste sich Johannes Scharnagl lediglich dem Amerikaner Aidan Mueller beugen und jubelte als Zweitplatzierter ebenfalls über EM-Gold. In den heutigen Junioren-Bewerben eroberte Fabio Zauser bei den Herren die Silbermedaille, Gold ging an den Slowaken Marian Skupek.

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Vierter Saisonsieg von Egle

Madeleine Egle

Madeleine Egle feiert in Sigulda ihren vierten Saisonsieg.

Angeführt von Madeleine Egle, die ihren vierten Saisonsieg feierte und auch im Sprint am Podium stand, fanden die ÖRV-Asse in der zweiten Sigulda-Hälfte die richtigen Antworten.

Madeleine Egle unterstrich in der heutigen Damen-Konkurrenz ihre aktuelle Extra-Klasse. Die 23-jährige Rinnerin behielt in einem spannenden Duell mit der Deutschen Julia Taubitz am Ende klar die Oberhand und fixierte im technisch anspruchsvollen Eiskanal von Sigulda ihren bereits vierten Saisonsieg. Egle, die im ersten Durchgang ihren eigenen Startrekord verbesserte und mit Bestzeit zu einer knappen Halbzeitführung gerast war, legte im Finale noch einmal nach, stellte neuerlich eine neuen Startrekord auf und erzielte abermals Bestzeit. Taubitz verteidigte mit Rang zwei ihre Führung im Gesamt-Weltcup, die Russin Tatyana Ivanova belegte Rang drei. Lisa Schulte gelang im Vergleich zum Training eine deutliche Steigerung. Die Weltcup-Dritte von Yanqing beendete das Rennen nach zwei konstant starken Fahrten auf Rang sieben. Hannah Prock qualifizierte sich mit Platz 15 ebenfalls für den nachfolgenden Sprint-Weltcup.

Der Bewerb, der mit einem fliegenden Start in einem Lauf entschieden wird, brachte knappe, sehr spannende Entscheidungen und endete mit starken Vorstellungen der ÖRV-Asse.

Madeleine Egle rodelte im Sprint der Damen mit Rang drei abermals aufs Podest, den Sieg sicherte sich die Russin Tatyana Ivanova, die damit nach ihrem Sturz in Yanqing ein perfektes Weltcup-Comeback feierte.  Lisa Schulte bestätigte ihre gute Leistung im Disziplinenrennen mit Rang sechs, Hannah Prock rundete die starke Teamvorstellung mit Platz neun ab. Bei den Herren lieferte Nico Gleirscher, gestern als Fünfter bereits bester Österreicher, neuerlich voll ab. Der amtierende Sprint-Weltmeister verpasste das Podium um lediglich 14 tausendstel Sekunden und rodelte mit Rang vier sein nächstes Top-Ergebnis ein. Felix Loch feierte mit seinem ersten Saisonsieg den 49. Triumph im Weltcup, auf Rang zwei landete der Sieger von gestern, Kristers Aparjods (LET). Der Südtiroler Dominik Fischnaller belegte abermals Rang drei. Wolfgang Kindl gelang mit Rang sieben ein neuerlich gutes Rennen, den möglichen Podestplatz ließ der ÖRV-Routinier und zweifache Saisonsieger mit einem unrunden Mittelteil liegen. Im Sprint der Doppelsitzer, der nach den gestrigen Stürzen von Müller/Frauscher und Gatt/Schöpf ohne heimische Beteiligung über die Bühne ging, drehten die Zweiplatzierten von Samstag, Andris und Juris Sics (LET), diesmal den Spieß um. Die Lokalmatadore verwiesen die gestrigen Sieger Toni Eggert/Sascha Benecken (GER) auf Rang zwei, Tobias Wendl/Tobias Arlt, ebenfalls aus Deutschland, wurden abermals dritte.

Die Anreise nach Oberhof, der vorletzten Station im heurigen Weltcupkalender, erfolgt am Montag auf direktem Weg mittels Charterflug.

„Die ersten Male, wo ich hier gefahren bin, hat es mich gefühlt bei jedem Lauf rausgehaut. In Sigulda, auf dieser technisch schwierigen Bahn zu gewinnen, freut mich deshalb umso mehr. Im zweiten Lauf war ein Fehler vor der Kurve 15 dabei, da dachte ich schon es reicht nicht, bin etwas unruhig geworden. Als dann der Einser im Ziel aufgeleuchtet hat, dachte ich mir nur, geil! Der dritte Platz im Sprint kommt als Draufgabe hinzu, für mich war es auf jeden Fall ein fantastisches Renn-Wochenende “

Madeleine Egle

 7. EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup/Sigulda/Ergebnisse:

Damen

1.Madeleine EgleAUT1:24.192
2.Julia TaublitzGER+0.180
3.Tatjana IvonaRUS+0.218
7.Lisa SchulteAUT+0.521
15.Hannah ProckAUT+0.908


3. BMW Sprint-Weltcup/Sigulda/Ergebnisse:

Damen

1.Tatjana IvanovaRUS31.241
2.Natalie GeisenbergerGER+0.014
3.Madeleine EgleAUT+0.031
6.Lisa SchulteAUT+0.091
9.Hannah ProckAUT+0.156


Herren

1.Felix LochGER27.819
2.Kristers AparjodsLAT+0.014
3.Dominik FischnallerITA+0.071
4.Nico GleirscherAUT+0.085
7.Wolfgang KindlAUT+0.158


Doppelsitzer

1.Andris Sics/Juris SicsLAT31.157
2.Toni Eggert/Sascha BeneckenGER+0.021
3.Tobias Wendl/Tobias ArltGER+0.069
 keine Team aus Österreich am Start 

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Weitere Podestplätze der Rodler:innen

Rodler:innen

Österreichs Rodler:innen sichern sich weitere Podestplätze in Winterberg.

Nach ihrem bärenstarken Auftakt ließen sich die heimischen Rodler auch am zweiten Tag der Winterberg-Konkurrenz nicht lumpen. Madeleine Egle raste bei den Damen auf Rang drei, in der Team-Staffel jubelten die Österreicher über Platz zwei. Damit eroberten die ÖRV-Asse beim Neujahrs-Weltcup im Sauerland insgesamt sechs Podestplätze.

Warme Temperaturen, eine hohe Lufttemperatur, zwischenzeitlich Regen – auch die zweite Winterberg-Halbzeit war aufgrund der extrem schwierigen Rahmenbedingungen nichts für schwache Nerven. Bereits bei der Damen-Konkurrenz ließ die Eisbeschaffenheit trotz verkürztem Startintervall spürbar nach, in beiden Durchgängen waren die späteren Nummern klar im Nachteil.
Madeleine Egle, die als letzte ins Rennen gestartet war, verlor auf die Halbzeitführende Natalie Geisenberger 38 Hundertstel. Der 17. Zwischenrang und die gestürzte Startreihenfolge bescherten der Tirolerin in Durchgang zwei dann deutlich bessere Bahnverhältnisse, die die dreifache Saisonsiegerin mit der Bestzeit auch optimal ausnutzen konnte. Egle katapultierte sich damit noch auf Rang drei und jubelte über ihr viertes Weltcup-Podium in Folge. Der Sieg ging an die Deutsche Julia Taubitz, die damit ihre Führung im Gesamtweltcup weiter ausbauen konnte, Landsfrau Natalie Geisenberger belegte Rang zwei. Ebenfalls Grund zur Freude hatte Hannah Prock, die als zweitbeste Österreicherin auf Platz sechs kam und damit ihr bestes Saison-Ergebnis fixierte. Lisa Schulte musste heute mit Rang 18 Vorlieb nehmen, Selina Egle, der im ersten Durchgang ein Kippsturz unterlief, belegte Platz 25.

In der abschließenden Team-Staffel gelang den Österreichern in Besetzung Madeleine Egle, Nico Gleirscher und Thomas Steu/LorenzKoller im Kollektiv gute Fahrten. Das heimische Quartett musste sich lediglich der lettischen Auswahl beugen. Die Amerikaner belegten Rang drei, die favorisierten Deutschen mussten diesmal mit Platz vier Vorlieb nehmen.

Der Rodel-Weltcup macht am kommenden Wochenende Station in Sigulda, wo neben den klassischen Disziplinen auch ein weiterer Sprint-Weltcup auf dem Programm steht. Selina Egle, die aufgrund ihrer Maturavorbereitung auf die Schulbank zurückkehrt, verzichtet ebenso wie die Doppelsitzer Thomas Steu und Lorenz Koller auf einen Antritt im lettischen Eiskanal.

6. EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup/Winterberg/Ergebnisse:

DAMEN

1.Julia TaubitzGER1:53.167
2.Natalie GeisenbergerGER+0.241
3.Madeleine EgleAUT+0.256
6.Hannah ProckAUT+0.527
18.Lisa SchulteAUT+1.032
25.Selina EgleAUT+4.926


TEAM Staffel

1.Lettland2:24.294
2.Österreich+0.358
3.USA+0.508

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