Kollektive Stärke der Rodler:innen

Rodler:innen

Österreichs Rodler:innen starten mit kollektiver Stärke ins Neue Jahr.

Österreichs Rodel-Asse starten in Winterberg mit vier Podestplätzen und kollektiver Stärke ins Neue Jahr.
 
Winterberg bleibt herausfordernd. Auch beim erstmals durchgeführten Neujahrs-Weltcup ließ die Eisqualität auf der Bahn im Sauerland aufgrund der Witterung mit Fortdauer der Rennläufe spürbar nach. Bei den Herren kam Johannes Ludwig am besten mit den Gegebenheiten zu Recht. Der Deutsche feierte nach Halbzeitrang drei seinen vierten Saisonsieg und verwies die Österreicher Nico  Gleirscher und Wolfgang Kindl auf die Plätze. Der Jüngere der beiden Gleirscher-Brüder, der in Durchgang eins eine überlegene Bestzeit aufgestellt hatte, hielt den Schaden auf der nachlassenden Bahn im Finale als letzter Starter in Grenzen und jubelte wie im Vorjahr über Rang zwei. Kindl der in Durchgang eins mit einer guten Linie überzeugen konnte, aber nicht wie gewohnt auf Speed kam, verbesserte sich mit der schnellsten Laufzeit im Finale um 15 Positionen. Jonas Müller, der sich 2019 an Ort und Stelle zum Sprint-Weltmeister gekürt hat, kam als drittbester Österreicher auf den starken fünften Rang. Olympiasieger David Gleirscher musste sich nach fehlerhaften Linien und mehreren Bandenberührungen mit Rang 14 begnügen, Reinhard Egger konnte den sechsten Saisonweltcup aufgrund eines Sturzes in Durchgang zwei nicht beenden.
 
Auch zwei ÖRV-Duos am Podest
Das Rennen der Doppelsitzer wurde von zahlreichen Stürzen überschattet und ließ auch absolute Top-Favoriten straucheln. Die Halbzeitführenden Toni Eggert/Sascha Benecken (GER) warfen das Rennen im Finale an der exakt selben Stelle weg, wie die Gesamtweltcup-Führenden und Zweitplatzierten nach Durchgang eins, Andris und Juris Sics (LAT). Die Gunst der Stunde nutzten Tobias Wendl und Tobias Arlt für ihren 46. Weltcupsieg. Die Deutschen teilten sich mit Thomas Steu und Lorenz Koller die Laufbestzeit im Finale und verwiesen die Österreicher um vier hundertstel Sekunden auf Platz zwei. Damit rodelte das ÖRV-Duo ihren vierten Podestplatz in Folge ein. Yannick Müller und Armin Frauscher erreichten nach drei Top-6-Platzierungen mit Rang drei ihr bestes Saisonergebnis und startetet damit ebenfalls nach Wunsch ins Neue Jahr. Juri Gatt und Riccardo Schöpf unterstrichen mit der fünftschnellsten Zeit in Durchgang eins neuerlich ihre Qualitäten und rundeten das starke Mannschaftsergebnis der Österreicher mit Rang sieben ab.
 
Der Neujahrs-Weltcup in Winterberg wird morgen mit der Entscheidung der Damen fortgesetzt und einer weiteren Team-Staffel abgerundet.

„Wir haben uns gut auf die Bedingungen einstellen können, speziell der zweite Lauf war sehr stark und eine klare Steigerung im Vergleich zum Training und den Leistungen in den letzten Wochen. Wir haben damit die Vornominierung für Peking bestätigt, können ohne Ergebnisdruck weiterarbeiten und wollen das für weitere Materialtests nutzen.“

Yannick Müller

6. EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup/Winterberg/Ergebnisse:

Doppelsitzer:

1.Tobias Wendl/Tobias ArltGER1:27.184
2.Thomas Steu/Lorenz KollerAUT+0.041
3.Yannick Müller/Armin FrauscherAUT+0.154
7.Juri Gatt/Riccardo SchöpfAUT+0.316


Herren:

1.Johannes LudwigGER  1:44.679
2.Nico GleirscherAUT+0.068
3.Wolfgang KindlAUT+0.181
5.Jonas MüllerAUT+0.304
14.David GleirscherAUT+0.615
DNFReinhard EggerDNF 

© rodel-austria.at // Foto: ÖRV

Drei Siege in Igls

Madeleine Egle

Österreichs Rodler:innen sichern sich drei Siege in Igls.

Damit qualifizierten sich das komplette ÖRV-Aufgebot für den finalen Sprint-Weltcup, der mit einem fliegenden Start in lediglich einem Lauf entschieden wird und den Top-15 der vorangegangenen Einzeldisziplinen vorbehalten ist.
 

„Ich war mit der Leistung am Vormittag schon sehr zufrieden, der Sieg im Sprint war dann unglaublich, der Lauf war nahezu perfekt. Ich habe mich in den letzten Jahren schrittweise hochgearbeitet, kann mittlerweile jeden Lauf voll durchziehen. Es ist richtig cool, wie es heute funktioniert hat.“

Madeleine Egle


ÖRV-Asse mit beeindruckender Sprint-Stärke
Bei den Herren untermauerte Wolfgang Kindl mit dem Sieg im Sprint-Weltcup seine aktuelle Bestform. Der Natterer Routinier, der sich gestern lediglich dem Deutschen Johannes Ludwig beugen musste, jubelte über seinen ersten Erfolg im verkürzten Format. Hinter Kindl landete der Vorarlberger Jonas Müller auf Rang zwei. Dem Sprint-Weltmeister von 2019, der zuletzt mit der Konstanz zu kämpfen hatte, gelang damit ein wichtiges Ausrufezeichen. David und Nico Gleirscher, gestern zeitglich auf Rang vier, belegten heute die Plätze neun und zehn, Reinhard Egger wurde 13.
 
Bei den Doppelsitzern folgte die nächste Duftnote von Thomas Steu und Lorenz Koller, die nach der verletzungsbedingten Pause zum dritten Mal in Folge auf das Weltcup-Podest rasten. Nach dem Sieg in Altenberg und im gestrigen Disziplinenrennen beendeten die Österreicher den heutigen Sprint auf Rag drei. Der Sieg ging an die Deutschen Eggert/Benecken, die Letten Sics/Sics belegten Rang zwei. Juri Gatt und Riccardo Schöpf bestätigten ihren starken fünften Rang vom Vortag mit Platz neun, Yannick Müller und Armin Frauscher, gestern auf Rang acht, wurden heute 13.
 
Im Sprint der Damen folgte schließlich die Krönung eines perfekten Weltcup-Wochenendes. Madeleine Egle drehte den Spieß im Sprint um, setzte sich gegen Julia Taubitz durch und jubelte über ihren dritten Weltcupsieg im Verlauf der Saison. Damit stand 30 Jahre nach Doris Neuner wieder eine Österreicherin am obersten Treppchen des Igls-Podests. Auch der Rest der ÖRV-Damen rodelte stark und platzierte sich praktisch zeitglich in den Top-8. Selina Egle, die über Rang sechs und ihr damit bestes Weltcupergebnis jubeln konnte, verwies Lisa Schulte um eine und Hannah Prock um drei tausendstel Sekunden auf die Ränge sieben und acht.
 
In der kommenden Woche steht im Eiskanal von Igls die österreichische Meisterschaft auf dem Programm, der Weltcup wird am 1./2. Jänner 2022 im deutschen Winterberg fortgesetzt. Die Anreise ins Sauerland erfolgt am 28. Dezember.

5. EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup/Igls/Ergebnisse:
 


Damen

1.Julia TaubitzGER1:19.546
2.Madeleine EgleAUT+0.012
3.Natalie GeisenbergerGER+0.348
9.Lisa SchulteAUT+0.548
10.Hannah ProckAUT+0.604
13.Selina EgleAUT+0.688

Sprint-Weltcup:
 
Herren

1.Wolfgang KindlAUT32.390
2.Jonas MüllerAUT+0.040
3.Johannes LudwigGER+0.147
9.David GleirscherAUT+0.252
10.Nico GleirscherAUT+0.254
13.Reinhard EggerAUT+0.349

Doppelsitzer

1.Toni Eggert/Sascha BeneckenGER29.905
2.Andris Sics/Juris SicsLAT+0.055
3.Thomas Steu/Lorenz KollerGER+0.065
9.Juri Gatt/Riccardo SchöpfAUT+0.167
13.Yannick Müller/Armin FrauscherAUT+0.245


Damen
 

1.Madeleine EgleAUT29.992
2.Julia TaubitzGER+0.050
3.Anna BerreiterGER+0.123
6.Selina EgleAUT+0.230
7.Lisa SchulteAUT+0.231
8.Hannah ProckAUT+0.233

© rodel-austria.at // Foto: ÖRV

Rodler:innen auf Erfolgswelle

Steu/Koller

Österreichs Rodler:innen bleiben auf Erfolgswelle

Österreichs Olympia-Rodler bleiben auf der Erfolgswelle und bestätigen das historische Triple aus der Vorwoche mit einer starken ersten Igls-Halbzeit. Thomas Steu und Lorenz Koller rasten vor heimischer Kulisse zum zweiten Weltcupsieg in Folge, Wolfgang Kindl unterstrich mit Rang zwei seine aktuelle Hochform. Die Gleirscher-Brüder zeigten zeitglich mit Rang vier auf, Gatt/Schöpf lieferten ihr bestes Weltcupergebnis ab.
 

Zwölf Schlitten innerhalb von zwei Zehntel, alle drei ÖRV-Duos in den Top-9,  Steu/Koller mit einer tausendstel Sekunde Rückstand auf die Halbzeitführenden Sics/Sics auf Zwischenrang zwei – das Finale der Doppelsitzern versprach viel Spannung und entwickelte sich zu einem packenden Krimi, der am Ende des Tages die Gastgeber am lautesten jubeln ließ. Thomas Steu und Lorenz Koller rodelten eine Woche nach ihrem Comeback-Sieg von Altenberg dank der Bestzeit in Durchganz zwei der Konkurrenz abermals auf und davon. Damit feierten die amtierenden Gesamtweltcup-Sieger ihren bereits fünften Sieg in Igls. Die ÖRV-Youngster Juri Gatt und Riccardo Schöpf, die in der Vorwoche in Altenberg mit Rang sechs erstmals mitten in die Weltspitze gerodelt waren, jubelten mit Rang fünf über ihr bestes Weltcupergebnis. Yannick Müller und Armin Frauscher beendeten das Rennen auf Platz acht und qualifizierten sich damit ebenfalls souverän für den morgige Sprint-Weltcup.
 

Bei den Herren, die das Weltcupwochenende am Fuße des Patscherkofel eröffnet haben, bestätigte Wolfgang Kindl seine aktuelle Top-Form. Der 30-jährige Natterer, der sich 2017 in Igls zum Doppel-Weltmeister krönte, wusste abermals mit Top-Speed und perfekten Linien zu überzeugen. Nach zwei Durchgängen fehlten dem ÖRV-Routinier fünf hundertstel Sekunden auf Johannes Ludwig (GER), der mit seinem dritten Saisonsieg die Führung im Gesamtweltcup weiter ausbauen konnte. Dritter wurde der Südtiroler Dominik Fischnaller, der vierte Rang ging wieder an Österreich und wurde brüderlich geteilt. Für Olympiasieger David Gleirscher war es der dritte Top-6-Platz im Verlauf der Saison, Nico Gleirscher, amtierender Sprint-Weltmeister, jubelte über sein bestes Saisonergebnis. Jonas Müller, der in Durchgang eins nach einem Drift im unteren Bereich viel Speed liegen ließ und sich zur Halbzeit mit Zwischenrang 21 begnügen musste, schaffte dank der zweitschnellsten Zeit im Finale noch den Sprung auf Platz elf. Reinhard Egger beendete den fünften Saisonweltcup auf Rang 13, damit sind alle fünf Österreicher für den morgigen Sprint-Weltcup qualifiziert. Dieser wird mit einem fliegenden Start in nur einem Lauf entschieden und ist den Top-15 der vorangegangenen Einzeldisziplinen vorbehalten.
 
Zuvor absolvieren die Damen ihr Rennen über die klassische Distanz. Österreichs Hoffnungen ruhen dabei auf den Schultern der zweifachen Saisonsiegerin Madeleine Egle, Schwester SelinaHannah Prock und Lisa Schulte.
  


5. EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup/Innsbruck/Ergebnisse:

Herren

1.Johannes LudwigGER1:39.605
2.Wolfgang KindlAUT+0.049
3.Dominik FischnallerITA+0.275
4.David GleirscherAUT+0.453
4.Nico GleirscherAUT+0.453
11.Jonas MüllerAUT+0.642
13Reinhard EggerAUT+0.781


Doppelsitzer

1.Thomas Steu/Lorenz KollerAUT1:19.281
2.Andris Sics/Juris SicsLAT+0.022
3.Emanuel Rieder/Simon KainwalderITA+0.171
5.Juri Gatt/Riccardo SchöpfAUT+0.249
8.Yannik Müller/Armin FrauscherAUT+0.274

© rodel-austria.at // Foto: ÖRV

Egle & Steu/Koller unschlagbar

Madeleine Egle

Madeleine Egle in eigener Liga & Fulimantes Comeback von Steu/Koller

Österreichs Olympia-Rodler zeigten am ersten Tag des Altberg-Weltcups mit bärenstarken Leistungen auf. Steu/Koller fuhren bei ihrem Comeback den ersten Saisonsieg ein, Madeleine Egle rodelte bei den Damen der Konkurrenz auf und davon.

Fulminantes Comeback von Steu/Koller

Thomas Steu und Lorenz Koller demonstrierten in der heutigen Doppelsitzer-Konkurrenz im SachsenEnergie-Eiskanal von Altenberg ihre absolute Weltklasse. Das ÖRV-Duo feierte zweieinhalb Wochen nach ihrem Trainingssturz und der verletzungsbedingten Pause mit ihrem insgesamt neunten Weltcupsieg ein grandioses Comeback.

Nach Zwischenrang zwei attackierten die Gesamtweltcupsieger der Vorsaison mit der schnellsten Startzeit und klarer Bestzeit die Halbzeitführenden Toni Eggert/Sascha Benecken (GER), am Ende entschieden drei tausendstel Sekunden zu Gunsten des ÖRV-Duos. Die Österreicher setzten mit ihrem vierten Altenberg-Triumph in Folge ihre imposante Siegesserie im sächsischen Osterzgebirge fort. Damit bestreitet Steu, dessen gebrochener Fußwurzelknochen mit einem Tapeverband fixiert wurde, gemeinsam mit seinem Tiroler Untermann am Sonntag auch die Team-Staffel. Platz drei ging an die Letten Martins Bots und Roberts Plume.

„Ich war schon etwas nervös, habe nicht gewusst, wie fit wir sind und ob der Fuß mitspielt. Gespürt habe ich während der Fahrt nichts, dafür war das Adrenalin zu hoch. Am Ende war es ein brutaler Krimi, dass es sich um drei Tausendstel für uns ausgegangen ist, ist etwas glücklich, aber natürlich saugeil!“

Thomas Steu

„Wir haben im Training zwar gesehen, dass wir mithalten können, wo wir tatsächlich stehen, war aber nicht vorherzusagen. Nach dem ersten Durchgang, wo ein paar kleine Fehler drinnen waren, war ich skeptisch. Der zweite Lauf ist dann viel besser gelungen, da habe ich gewusst, dass der Sieg noch möglich ist.“

Lorenz Koller

Nach Rang zwei im Nationencup gelang den ÖRV-Youngstern Juri Gatt und Riccardo Schöpf auch in der heutigen Weltcupentscheidung ein dickes Ausrufezeichen. Die beiden 20-jährigen Tiroler beendeten die Konkurrenz nach zwei starken Läufen unmittelbar hinter den im Weltcup führenden Letten Andris und Juris Sics auf Rang sechs und jubelten damit über ihr bestes Ergebnis im Weltcup. Yannick Müller und Armin Frauscher, im bisherigen Saisonverlauf bereits dreimal in den Top-6, mussten sich diesmal nach zwei durchwachsenen Läufen mit Platz 15 begnügen.

Egle in einer eigenen Liga

Bei den Damen, die nach den Doppelsitzern in den Eiskanal beschleunigten, erwischte Madeleine Egle ebenfalls einen absoluten Traumtag. Die 23-jährige Rinnerin unterstrich ihre heutige Top-Leistung mit zwei klaren Bestzeiten. Egle nahm der zweitplatzierten Julia Taubitz, die ihre Führung im Gesamtweltcup weiter ausbauen konnte, drei Zehntel ab, auf Rang drei kam mit Anna Berreiter ebenfalls eine Rodlerin aus Deutschland. Damit feierte Egle nach dem Auftaktsieg von Yanqing ihren zweiten Saisonsieg und Triumph im Weltcup. Hannah Prock und Lisa Schulte brachten diesmal zu wenig Konstanz in ihre Läufe und mussten sich unterm Strich mit den Plätzen 16 und 17 begnügen.

Die vierte Weltcupentscheidung der Kunstbahnrodler wird am Sonntag mit dem Rennen der Herren fortgesetzt. Neben den Gesetzten Wolfgang KindlDavid GleirscherReinhard Egger und Nico Gleirscher, qualifizierte sich Jonas Müller mit Rang vier im Nationencup – damit starten die ÖRV-Asse in Bestbesetzung. Abgeschlossen wird der Weltcup im SachsenEnergie-Eiskanal mit einer weiteren Team-Staffel.

”Es ist unglaublich, ich bin absolut happy. Der Speed war heute richtig gut, es waren kleine Unsicherheiten dabei, aber auf dieser Bahn fehlerfrei zu bleiben ist sehr schwierig. Ich habe mir nach dem Training nicht gedacht, dass es für ganz vorne reicht. Der Start ist gut gelungen, die rodlerische Linie wird immer besser, die Leistung und das Ergebnis geben mir natürlich Selbstvertrauen. Ich habe bestätigt dass ich ganz vorne mitfahren kann und hoffe, dass es in dieser Tonart weitergeht.“

Madeleine Egle

© rodel-austria.at // Foto: FIL – Mareks Gilanovski

Rodler:innen schreiben Geschichte

ÖRV

Nicht nur in den Einzelbewerben, sondern auch im Staffel-Bewerb Topleistungen.

Wolfgang Kindl setzte die rot-weiß-roten Festspiele in Altenberg mit seinem ersten Saisonsieg fort. Damit entschieden die heimischen Olympia-Rodler an einem Weltcup-Wochenende erstmals sämtliche Einzeldisziplinen für sich.

„Es hat so lange und so viele Rennen nicht funktioniert, ich weiß gar nicht wann mein letzter Weltcupsieg war. Aber ich habe nie aufgegeben, wir haben am Materialsektor zuletzt sehr viel weiterbekommen, auch beim Start ist einiges passiert. Ich habe im Sommer super trainiert, viel getüftelt, die harte Arbeit hat sich definitiv ausgezahlt. Das letzte Wochenende war schon ganz wichtig, das jetzt war die Draufgabe, damit sollte hinsichtlich Olympiaqualifikation nichts mehr anbrennen. Ich fühle mich top fit und hoffe natürlich, dass es so weiter geht.“

Wolfgang Kindl

Nach dem fulminanten Comeback-Sieg der Doppelsitzer Thomas Steu und Lorenz Koller, sowie dem Ausrufezeichen von Madeleine Egle, die das gestrige Damen-Rennen dominierte, knackte Wolfgang Kindl im heutigen Rennen der Herren den Jackpot.

Der 33-jährige Routinier, der in der Vorwoche in Sotschi mit Rang drei im Sprint seine Rückkehr aufs Podest zelebrierte, setzte heute noch eines drauf und sicherte sich drei Jahre nach seinem letzten Triumph seinen insgesamt achten Weltcupsieg. Der Tiroler, der nach Bestzeit in Durchgang eins mit fünf Tausendstel Vorsprung auf Johannes Ludwig in die Entscheidung gestartet war, teilte sich das oberste Treppchen mit Max Langenhan. Der Deutsche hatte nach Zwischenrang vier erfolgreich den Turbo gezündet und war nach einer Fahrzeit von 1:47,997 auf die Tausendstelsekunde gleich schnell wie der Österreicher. Hinter Langenhan landeten dessen Landsleute Johannes Ludwig und Felix Loch auf den Plätzen drei und vier. Ludwig baute damit seinen Vorsprung im Gesamt-Weltcup weiter aus, Kindl verbesserte sich im Overall-Ranking auf Rang vier.

Der Rest der heimischen Starter hatte mit der heutigen Entscheidung nichts zu tun. Reinhard Egger belegte als zweitbester Österreicher Rang elf, Jonas Müller verbesserte sich in Durchgang zwei um fünf Positionen und beendete das Rennen unmittelbar vor David Gleirscher auf Platz 14. Nico Gleirscher hatte in beiden Laufen Ausgangs der Kurve 14 grobe Linienproblem und musste mit Rang 27 Vorlieb nehmen.

In der abschließenden Team-Staffel übergab Startläuferin Madeleine Egle nach einigen Unsicherheiten mit Rückstand an Wolfgang Kindl .Der Doppel-Weltmeister von 2017 konnte diesen ebenso wie die Doppelsitzer Thomas Steu/Lorenz Koller nicht mehr wesentlich verringern. Am Ende reichte es für Platz fünf, den Sieg holte sich die Gastgeber, Italien belegte vor Russland Platz zwei.

Der Rodel-Tross übersiedelt nun nach Innsbruck-Igls, wo der Weltcup am kommenden Wochenende fortgesetzt wird. Neben den Einzeldisziplinen steht im Olympia-Eiskanal von 1976 ein weiterer Sprint-Weltcup auf dem Programm.

Herren:

  • 1. Wolfgang Kindl           
  • 1. Max Langenhan          
  • 3. Johannes Ludwig        
  • 11. Reinhard Egger        
  • 14. Jonas Müller             
  • 15. David Gleirscher      
  • 27. Nico Gleirscher        

Doppelsitzer:

  • 1. Thomas Steu/Lorenz Koller                  
  • 2. Toni Egert/Sascha Benecken                 
  • 3. Martins Bots/Roberts Plume                
  • 6. Juri Gatt/Riccardo Schöpf                     
  • 15. Yannick Müller/Armin Frauscher    

Damen:

  • 1. Madeleine Egle          
  • 2. Julia Taubitz                 
  • 3. Anna Berreiter            
  • 16. Hannah Prock           
  • 17. Lisa Schulte             

Team-Staffel:

  • 1. Deutschland
  • 2. Italien             
  • 3. Russland      
  • 5. Österreich    

© rodel-austria.at // Foto: FIL – Mareks Gilanovski

Rodler:innen in Topform

ÖRV

Nicht nur in den Einzelbewerben, sondern auch im Staffel-Bewerb Topleistungen.

Österreichs Rodel-Asse zeigten in der zweiten Halbzeit des Weltcupauftakts in Yanqing beeindruckende Leistungen. Bei den Damen zelebrierte Madeleine Egle ihren Premierensieg im Weltcup, Lisa Schulte jubelte im Olympiaeiskanal von 2022 über ihren ersten Podestplatz. Zum Drüberstreuen sicherte sich die ÖRV-Auswahl auch den Sieg im Staffel-Bewerb.

„Es ist alles sehr schnell gegangen und schwer zu realisieren. Es ist richtig cool, dass ich jetzt einen Weltcup-Sieg habe und die gelbe Startnummer mitnehmen darf. Der Anfang war etwas holprig, ich habe mir im Training schwer getan. Es ist zwar immer besser geworden, aber damit hat man nicht rechnen können. Aber manchmal gibt es eben Überraschungen. Die Läufe am Vormittag waren das Beste was mir hier gelungen ist, in der Staffel habe ich es dann nicht ganz so gut erwischt, aber glücklicherweise hat es für uns gereicht. Ich bin absolut zufrieden und hoffe, dass es so weitergeht.“

Madeleine Egle

Madeleine Egle hat den Schwung aus der Vorsaison eindrucksvoll mitgenommen. Die 23-jährige Rinnerin entschied beim Saisonauftakt im National Sliding Center Yanqing ein packendes Duell mit der Deutschen Weltmeisterin Julia Taubitz für sich und feierte beim Testevent für die Winterspiele 2022 ihren ersten Weltcupsieg. Die Tirolerin, die als Halbzeitführende mit einem minimalen Vorsprung von sieben tausendstel Sekunden in die Entscheidung gestartet war, demonstrierte mit der neuerlichen Bestzeit Nervenstärke und beendete damit eine 24-jährige Durststrecke. Den zuvor letzten Weltcupsieg einer ÖRV-Dame verbuchte Andrea Tagwerker 1997.
 
Bärenstark präsentierte sich auch Lisa Schulte. Die Siegerin der Qualifikation bestätigte ihre starke Leistung im Nationencup mit zwei sauberen Fahrten und Rang drei. Damit jubelte die 20-jährige Tirolerin über den ersten Weltcup-Podestplatz in ihrer Karriere. Selina Egle beendete den Saisonauftakt unmittelbar vor Hannah Prock auf Rang 20. Prock, die wie Jonas Müller aufgrund der verspäteten Anreise mit Trainingsrückstand in den Bewerb gestartet war, ließ ihre Möglichkeiten in Lauf eins Ausgangs der Kurve 13 liegen. Eine Schlüsselstelle, die auch Top-Favoritin Natalie Geisenberger (GER) straucheln ließ. Die zweifache Olympiasiegerin und achtfache Gesamtweltcup-Siegerin musste sich bei der Olympiageneralprobe nach einem Kippsturz mit Rang 26 begnügen.
 

„Ich habe im Ziel sogar ein paar Tränen verdrücken müssen, weil es dann doch sehr emotional war. Ein, zwei Rutscher waren schon dabei, aber ich bin mit meinen Läufen sehr zufrieden und mit dem Ergebnis absolut happy. Dass ich hier aufs Podest gefahren bin, es ist ein echtes Highlight für mich.“

Lisa Schulte

In der abschließenden Team-Staffel gelang der heimischen Auswahl der nächste Streich. Die amtierenden Staffel-Weltmeister Madeleine Egle, David Gleirscher und Thomas Steu/Lorenz Koller profitierten dabei von einem Fehler der Doppelsitzer Toni Eggert/Sascha Benecken, die nach einer klarer Zwischenbestzeit Deutschlands einen Kippsturz fabrizierten. Rang zwei ging an die Auswahl der USA, dritter wurde die italienische Mannschaft.

Der Weltcup-Tross übersiedelt am Montag nach Sotschi, wo auf der Olympiabahn von 2014 zwei Weltcupentscheidung in Folge auf dem Programm stehen.

Ergebnis

Damen

1.Madeleine EgleAUT1:58.822
2.Julia TaublitzGER+0.106
3.Lisa SchulteAUT+0.528
20.Selina EgleAUT+2.340
21.Hannah ProckAUT+2.405


Team

1.Österreich3:06.953
2.USA+0.375
3.Italien+0.378

© rodel-austria.at // Foto: ÖRV

Rang 2 für Steu/Koller

ÖRV

Steu/Koller zum Auftakt auf Rang 2

Österreichs Rodel-Asse präsentierten sich beim Weltcupauftakt in Yanqing, der auch als Testevent für die Winterspiele in Peking dient, bestens aufgelegt, können aber nur zum Teil anschreiben.

Bei den Doppelsitzern fixierten die Deutschen Toni Eggert und Sascha Benecken mit zwei Bestzeiten ihre 47. Weltcupsieg. Thomas Steu und Lorenz Koller, zur Halbzeit lediglich sieben Hundertstel hinter den amtierenden Weltmeistern, wurden bei ihrer finalen Attacke von einer Bandenberührung im unteren Streckenabschnitt eingebremst, verteidigten aber souverän Rang zwei. Auf dem dritten Platz landeten die Letten Andris und Juris Šics. Auch das zweite ÖRV-Duo, Yannick Müller und Armin Frauscher, fand sich im knapp 1,9 Kilometer langen Eis-Labyrinth im chinesischen Xiaohaituo-Gebirge hervorragend zu Recht und jubelte beim Testevent für die Winterspiele 2022 über den starken vierten Rang.

Bei den Herren rodelten David Gleirscher und Reinhard Egger hinter dem deutschen Trio Johannes Ludwig, Felix Loch und Max Langenhan auf die Plätze vier und fünf. Dem Stubaier Olympiasieger, zur Halbzeit auf Platz zwei, kosteten Linienprobleme das Podest, Egger, der nach dem Vize-Weltmeistertitel von 2019  immer wieder von Verletzungen ausgebremst wurde, gelang nach einer längeren Durststrecke wieder ein Top-Ergebnis.
  
Für die weiteren Österreichern verlief der Weltcupauftakt weniger nach Wunsch. Wolfgang Kindl und Nico Gleirscher begruben ihre Chancen nach Top-Zwischenzeiten mit je einem Kippsturz im unteren Streckenabschnitt, Jonas Müller verpatzte ebenfalls im ersten Lauf die Nachstartphase. Kindl verbesserte sich im zweiten Lauf mit der viertschnellsten Zeit um elf Positionen und katapultierte sich noch auf Position neun, Nico Gleirscher arbeitete sich mit der drittschnellsten Laufzeit von Zwischenrang 30 auf Platz 20 vor. Müller, der verspätet angereist war und deutlich weniger Trainingsfahrten absolvierte, musste sich unterm Strich mit Rang 30 begnügen.
 
Am Sonntag folgt die erste Entscheidung bei den Damen, für die mit Madeleine und Selina Egle, Hannah Prock und Lisa Schulte alle vier Österreicherinnen qualifiziert sind. Abgerundet wird der Weltcupauftakt im National Sliding Center Yanqing mit einer Team-Staffel.

 

„Mit dem Ergebnis sind wir richtig zufrieden, mit unserer Leistung eher weniger. Wichtig ist, dass wir hier zweieinhalb sehr gute Wochen hatten und uns sehr gut auf die Bahn eingeschossen haben. Wir wissen, dass das Material hier super läuft, jetzt geht es darum Konstanz in die Läufe zu bekommen.“

Thomas Steu

„Im ersten Lauf ist beim Start der erste Tatzler von mir komplett durchgegangen, was normalerweise nicht passieren darf, im zweiten ist dann unten raus der noch größere Fehler passiert. Heute war nicht alles perfekt, wir wissen was wir bei den Olympischen Spielen besser machen können.“

Lorenz Koller

„Die Leistung ist definitiv enttäuschend, speziell der zweite Durchgang war einfach schlecht, da gibt es nicht viel schön zu reden. Ich habe heute die Schlüsselstellen, speziell die 13 nicht gut erwischt, bei einem Sport bei dem es so knapp hergeht, ist das einfach nicht drinnen. Sehr positiv ist der Grundspeed, das nehme ich auf jeden Fall mit. Johannes Ludwig war heute eine Klasse für sich, die beiden anderen Deutschen waren in Schlagdistanz, schadedrum.“

David Gleirscher

Ergebnis

Doppelsitzer

1.Toni Eggert/Sascha BeneckenGER1:57.610
2.Thomas Steu/Lorenz KollerAUT+0.209
3.Andris Sics/Juris SicsLAT+0.429
4.Yannik Müller/Armin FrauscherAUT+0.703

Einsitzer

1.Johannes LudwigGER1:54.597
2.Felix LochGER+0.854
3.Max LangenhanGER+0.858
4.David GleirscherAUT+0.905
5.Reinhard EggerAUT+1.070
9.Wolfgang KindlAUT+1.536
20.Nico GleirscherAUT+2.144
30.Jonas MüllerAUT+3.038

© rodel-austria.at // Foto: ÖRV

Rodler(innen) räumen ab

Österreich jubelt über Rekordsaison.

Die österreichischen Kunstbahnrodler haben am Wochenende im verschneiten St. Moritz ihre bisher erfolgreichste Weltcup-Saison abgeschlossen. Sechs Siege und 23 Podestplätze waren zuvor noch nie erreicht worden. Dazu gab es je zweimal WM-Gold und WM-Bronze.

Thomas Steu und Lorenz Koller räumten im Doppelsitzer neben dem Sieg im Gesamtweltcup auch die Disziplinenwertungen im Sprint und in den klassischen Rennen ab. Sprint-Weltmeister Nico Gleirscher, der am Samstag seinen Premierensieg im Weltcup feierte, wurde im klassischen Disziplinenweltcup ebenso Dritter wie Madeleine Egle bei den Frauen.

Die 18-jährige Selina Egle wurde in ihrem erst zweiten Weltcup-Rennen Elfte (+2,364 Sek.), ihre vier Jahre ältere Schwester musste jedoch auch den Bedingungen Tribut zollen. Madeleine Egle holte trotz Rang 19 als Dritte eine kleine Trophäe als Lohn für ihre bisher beste Saison. Es war der erste Gesamtpodestplatz der ÖRV-Frauen seit Angelika Neuner 2000/01. In der Gesamtwertung aus klassischen Rennen (je 2 Läufe) und Sprints (je 1 Lauf) wurde die Staffel-Weltmeisterin Egle Vierte. Beide Wertungen gingen an die Deutsche Natalie Geisenberger, die zum Abschluss mit dem 13. Platz ihr bisher schlechtestes Karriereresultat verzeichnete.

„Wir haben eine bunte Mischung aus jungen Wilden und alten Hasen und eine insgesamt tolle und hungrige Truppe“, zog Cheftrainer Rene Friedl zufrieden Bilanz.

Die abschließende Team-Staffel, in der Österreich als frischgebackener Weltmeister angetreten wäre, wurde wegen technischen Problemen nach zwei Nationen abgebrochen. Wegen Schwierigkeiten mit der Zeitnahme war der Start innerhalb der Staffeln zu früh freigegeben worden, die Jury stornierte den Bewerb aus Sicherheitsgründen. Das ÖRV-Team belegte in der Gesamtwertung den vierten Platz.

© ORF.at // Foto: GEPA

WM-Gold für Rodel-Team

WM-Gold im Teambewerb für Rodler(innen).

Österreichs Olympiarodler wurden ihrem erfolgreichen Ruf auch bei der Weltmeisterschaft in Königssee gerecht. Die ÖRV-Asse triumphierten am Abschlusstag der Titelkämpfe in der Team-Staffel.

Im abschließenden Mannschaftsbewerb, seit 2014 im olympischen Programm, erarbeitete sich das heimische Quartett dank perfekten Fahrten von Madeleine EgleDavid Gleirscher und den Doppelsitzern Thomas Steu/Lorenz Kollereinen Vorsprung von 38 tausendstel Sekunden auf Deutschland. Damit triumphierte Österreich nach 22 Jahren wieder in einer WM-Team-Staffel, Lettland gewann Bronze.

„Es war für mich ein Wahnsinns Wochenende, da gibt es nicht mehr viel hinzufügen. Die Staffel war nach dem Fehler der deutschen Doppelsitzer hinten raus noch extrem spannend, so einen Ausgang wünscht man sich, dass es am Ende Gold wird ist natürlich fantastisch“, so David Gleirscher.

„Gerade weil es am Freitag und auch heute Vormittag für mich nicht nach Wunsch gelaufen ist wollte ich in der Staffel einen perfekten Lauf zeigen und Vollgas geben. Wenn es dann so aufgeht ist das natürlich ein Traum“, sagte Madeleine Egle. 

„Wir haben uns hier schon eine Medaille ausgerechnet. Nachdem es in den Einzeldisziplinen nicht gereicht hat, sind wir über die Goldene in der Team-Staffel umso glücklicher“, meinte Thomas Steu.

Die vorolympische Saison der Kunstbahnrodler wird am kommenden Wochenende (6./7.2) mit dem Saisonfinale in St. Moritz beendet. Für die Doppelsitzer Thomas Steu und Lorenz Koller, die bereits als Gesamtweltcupsieger feststehen und auch den Sprint-Weltcup für sich entscheiden konnten, geht nach es noch um die kleine Kristallkugel im Disziplinenweltcup. Bei den Damen fehlen Madeleine Egle im Gesamtweltcup lediglich zwölf Punkte auf einen Top-3-Platz. Auch in der Team-Staffel hat Österreich im Gesamtweltcup noch alle Chancen. 

© rodel-austria.at // Foto: GEPA

Bronze für Gleirscher

David Gleirscher gewinnt erneut Bronze bei der WM.

Nach dem gestrigen Traumstart lieferten Österreichs Kunstbahn-Asse am zweiten Tag der FIL-Weltmeisterschaften in Königssee die nächste Erfolgsmeldung. Olympiasieger David Gleirscher eroberte im Einsitzer der Herren die Bronzemedaille.
 
David Gleirscher, der gestern mit Bronze seine zweite WM-Medaille im Sprint gewonnen hat, durfte auch heute über den dritten Rang jubeln – diesmal im Disziplinenrennen. Der Stubaier, zur Halbzeit auf Zwischenrang sechs in Schlagdistanz zu den Medaillen, warf in Durchgang zwei alles in die Waagschale, wurde mit der zweitschnellsten Laufzeit belohnt und jubelte über sein insgesamt drittes Edelmetall bei Weltmeisterschaften. Gold ging an Roman Repilov, dem Russen gelang damit die erfolgreiche Titelverteidigung, Silber holte Lokalmatador Felix Loch. Jonas Müller, der im technischen anspruchsvollen Eiskanal am Fuß des Watzmanns während der Trainingswoche nie wirklich auf Touren kam, gelang mit Rang sechs eine ansprechende Vorstellung. Hinter dem Bludenzer landete Wolfgang Kindlauf Rang sieben. Nico Gleirscher ließ seine Möglichkeiten nach vielversprechenden Teilzeiten mit Fahrfehlern in beiden Läufen liegen, der frisch gebackene Sprint-Weltmeister musste sich heute mit Rang 15 begnügen.

David Gleirscher: „Ich habe es gestern schon gesagt, speziell da in Königssee, wo ich bis jetzt eher die negativen Erfahrungen gehabt habe, ist eine Medaille der Wahnsinn, jetzt sind es zwei, das ist einfach fantastisch. Die Abstimmung war heute noch einmal ein Stück weit schwerer als gestern, wir haben vor dem Rennen noch etwas geändert, Peter Penz und Tobias Schiegl haben einen gewaltigen Job gemacht. Es war schwer heute, wir haben was probiert und das ist voll aufgegangen. Morgen greifen wir in der Team-Staffel noch einmal voll an, ich bin absolut positiv gestimmt, glaube, dass wieder einiges möglich ist.“

Bei den Doppelsiegern mussten der Vorarlberger Thomas Steu und der Tiroler Lorenz Koller, die sich am vergangenen Wochenende vorzeitig den Sieg im Gesamtweltcup gesichert haben, heute mit Rang sechs Vorlieb nehmen. Die WM-Vierten der gestrigen Sprint-Entscheidung fassten im ersten Lauf ohne ersichtlichen Fehler einen saftigen Rückstand von über fünf hundertstel Sekunden aus. Dank der viertschnellsten Zeit in Durchgang zwei verbesserten sich die WM-Dritten von 2019 noch um drei Positionen – auf Bronze fehlten am Ende des Tages knapp zwei Hundertstel. Auch für Yannick Müller und Armin Frauscher lief die heutige Entscheidung auf der ältesten Kunsteisbahn der Welt nicht nach Wunsch. Das Duo, das beim Königssee-Weltcup Anfang Jänner als Vierte knapp am Podest vorbei geschrammt war, musste sich diesmal mit Rang elf begnügen. Die 19-jährigen WM-Debütanten Juri Gatt und Riccardo Schöpf rodelten um einen Platz an der Qualifikation für den zweiten Durchgang vorbei und beendeten das Rennen auf Rang 19. Die Thüringer Titelverteidiger Toni Eggert und Sascha Benecken sicherten sich ihr viertes WM-Gold im Disziplinenrennen in Serie, Tobias Wendl und Tobias Arlt bescherten den Gastgebern mit Rang zwei einen Doppelsieg. Bronze ging an die Zweitplatzierten des gestrigen Sprints, Andris und Juris Sics aus Lettland.

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