Traumerfüllung von Köck

Köck Rebecca

Rebecca Köck holt erste EM-Medaille im KK-Liegend in Osijek.

Einen sensationellen Erfolg durfte heute die erst 21-jährige Rebecca Köck im KK-Liegendbewerb der Allgemeinen Klasse feiern: Die Tirolerin holte Silber und damit die erste Medaille des ÖSB-Teams bei dieser EM.

Da das KK-Liegendmatch nicht mehr olympisch ist, wird es ohne Finale und – bei dieser EM neu – als Open Match, d.h. mit Männern und Frauen in einer Wertung, geschossen. Drei Österreicherinnen und drei Österreicher hatten sich in der nationalen EM-Ausscheidung für einen Start in diesem Europameisterschaftsbewerb qualifiziert. Aufgeteilt auf zwei Durchgänge traten die insgesamt 123 europäischen TeilnehmerInnen dieser Konkurrenz an.

„Ich bin noch ziemlich aufgeregt. Während des gesamten Bewerbs hatte ich einen Puls von 150 und habe mich beim Schießen extrem gut gefühlt. Für mich ist es noch nicht ganz real. Vor allem nach dem, was in den Luftgewehrwettkämpfen alles passiert ist, kann ich es kaum glauben, dass es hier im Liegend bei so vielen StarterInnen doch so aufgegangen ist.“

konnte es die frisch gebackene Vizeeuropameisterin Rebecca Köck unmittelbar nach dem Bewerb noch kaum fassen.

Und Rebecca Köck machte am sechsten Wettkampftag dieser Europameisterschaft tatsächlich den Traum einer EM-Medaille wahr. Die Tirolerin startete im zweiten Durchgang und schoss einen starken Wettkampf mit konstant guten Serien. Insgesamt kam die 21-jährige Heerskaderathletin auf hervorragende 626,4 Ringe und musste von diesem großen Starterfeld nur dem Norweger Henrik Larsen den Vortritt lassen, der mit 628,8 Ringen den Europameistertitel holte. Das bedeutete Silber für Rebecca Köck und große Erleichterung und Jubel im ÖSB-Team. Bronze ging an Aliaksandra Dmitrieva (BLR).

Das zweitbeste Ergebnis aus österreichischer Sicht kam von Thomas Mathis, Olympiateilnehmer von Rio 2016, der 624,1 Ringe auf die Scheibe brachte. Der Vorarlberger erreichte damit Rang zwölf, wobei ihn lediglich vier Zehntel von einer Top-acht-Platzierung trennten. Dicht dahinter kam Landsmann Patrick Diem mit einem Resultat von 623,1 Ringen auf den 19. Platz, gefolgt von Sheileen Waibel – ebenfalls aus Vorarlberg und eigentlich noch Juniorin – mit Rang 24 (622,7 Ringe). Olivia Hofmann (T) erreichte den 76. Platz (617,9 Ringe) und Gernot Rumpler (S) kam auf Rang 114 (610,5 Ringe).

„Heute passt’s!“,

bringt es ÖSB-Gewehrtrainer Hubert Bichler mit seinem Statement auf den Punkt.

Für die österreichischen GewehrathletInnen der Allgemeinen Klasse steht bei dieser EM in den kommenden Tagen neben den KK-Dreistellungsmatch-Team- und Mixed-Team-Bewerben das KK-Dreistellungsmatch Einzel auf dem Programm, bei dem die letzten Olympiaquotenplätze dieser Disziplin – je einer pro Bewerb – für Tokio vergeben werden.

© schuetzenbund.at // Foto: Schützenbund

Silber für Peer und Pickl im KK-Liegend-Mixed-Team

Nun ist sie da, die erste European-Games-Medaille 2019 für das ÖSB-Team! Franziska Peer (T) und Bernhard Pickl (NÖ) schossen sich sicher ins Finale des KK-Liegend-Mixed-Team-Bewerbs, lieferten dort eine tolle Performance ab und gewannen Silber.

25 Paare stellten sich heute in Minsk im KK-Liegend-Mixed-Team-Bewerb der europäischen Konkurrenz. Darunter die beiden österreichischen Teams Franziska Peer/Bernhard Pickl und Olivia Hofmann/Alexander Schmirl. In den im Grunddurchgang zu absolvierenden 20 Schuss je SchützIn erzielte Olivia Hofmann (T) 204,2 Ringe. Addiert mit dem Ergebnis von Alexander Schmirl (NÖ), der 206,7 Ringe erreichte, kamen die beiden auf gesamt 410,9 Ringe, was den 16. Platz bedeutete. Für ein Weiterkommen ins Halbfinale fehlten den beiden 1,1 Ringe.

Ein hervorragendes Ergebnis von 207,6 Ringen gelang Franziska Peer. Teampartner Bernhard Pickl brachte 204,9 Ringe auf die Scheibe. Mit gesamt 412,5 Ringen erreichten die beiden den fünften Rang des Grunddurchgangs und qualifizierten sich so für die nächste Runde.

Im Semifinale der besten acht Teams traten Peer und Pickl gegen das Team Schweiz 2 mit Petra Lustenberger und Christoph Duerr an und besiegten diese in zehn Schuss je PartnerIn klar mit 204,1 zu 202,5 Ringen. Als Dritte dieses Semifinales zogen sie ins Finale ein.

Das Finale der besten vier Teams wurde im K.o.-System ausgetragen: Nach jeweils zehn Schuss je SchützIn schied das ringzahlmäßig schwächste Team aus, wobei nach jeder Elimination eine neue Punkterechnung begann. Die Eliminationsrunde um den vierten Platz beschlossen Peer und Pickl mit hervorragenden 208,1 Ringen als bestes Team; Team Deutschland mit Isabelle Straub und Maximilian Dallinger schied aus. In der Elimination um Rang drei machten es die beiden ÖsterreicherInnen spannend: Sie schossen ringgleich mit Team Russland erneut starke 208,3 Ringe und setzten sich im Shoot-off gegen Polina Khorosheva und Kirill Grigorian durch. Im finalen Match um Gold gegen Schweiz 1 legten Nina Christen und Jan Lochbihler mit 209,5 Ringen noch einmal nach. Franziska Peer und Bernhard Pickl gewannen mit 206,6 Ringen Silber und damit die ersehnte erste Medaille bei diesen Europaspielen.

Bernhard Pickl: „Die Qualifikation war hart: Zum einen waren die Windverhältnisse extrem schwierig und zum anderen die vorgegebene Zeit knapp. Franzi hatte das super im Griff; bei mir ist es ganz solide gelaufen. Im Finale konnten wir uns dann von Runde zu Runde steigern und waren damit extrem stark. Nur im Match um Gold waren die Schweizer einfach mächtig. Schade, dass es nicht Gold geworden ist – Freude und Stolz über die gewonnene Silbermedaille überwiegen aber.“

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© schützenbund.at / Foto: Margit Melmer, ÖSB

Staatsmeistertitel für Hofmann, Peer und Ungerank

Die besten SchützInnen Österreichs in den Disziplinen Luftgewehr und Luftpistole ließen in den heute gezeigten Finalkrimis für das Publikum der Österreichischen Staatsmeisterschaften und Meisterschaften in Ried im Innkreis (OÖ) keine Wünsche offen. Die Staatsmeistertitel erkämpften sich Olivia Hofmann (T), Martin Strempfl (ST), Sylvia Steiner (S) und Richard Zechmeister (B).

ÖSTM Luftgewehr

In Topform präsentierte sich Titelverteidigerin Franziska Peer nach ihrem Bronze-Erfolg bei der EM in Osijek auch in der heutigen Qualifikation des Luftgewehrbewerbs der Frauen: Die Tirolerin erzielte mit 631,6 Ringen einen neuen Österreichischen Rekord, der nun – ein gutes Jahr nach Einführung des 60-Schuss-Modus bei Frauen und Juniorinnen – um 0,3 Ringe höher liegt als jener der Männer. Das Finale war an Spannung kaum zu überbieten, schossen die besten Frauen doch auf absolutem Topniveau. Die Führung übernahmen abwechselnd die Tirolerinnen Nadine Ungerank, Olivia Hofmann und Marie-Theres Auer. In den beiden letzten Serien setzte sich Olivia Hofmann durch und gewann nach 2017 zum wiederholten Mal den Staatsmeistertitel, und dies mit 251,0 Ringen, einem neuen Österreichischen Finalrekord, der nur 0,5 Ringe unter dem aktuellen Europäischen Rekord liegt. Mit ihren hervorragenden Qualifikationsergebnissen holten Peer, Hofmann und Ungerank den Staatsmeistertitel in der Mannschaft erneut nach Tirol und erzielten als Draufgabe einen Österreichischen Rekord von 1878,4 Ringen.

Mit 630,2 Ringen erzielte Bernhard Pickl (NÖ) das beste Ergebnis der Luftgewehrqualifikation und lag damit 2,7 Ringe vor Landsmann Alexander Schmirl. Auch im Finale schoss sich der 28-jährige Heeressportler in den beiden Fünfschussserien in Führung – dicht gefolgt von Thomas Kostenzer (T) und Martin Strempfl (ST), die in den Eliminationsserien nacheinander erfolgreich in die Führungsposition drängten. Die stärksten Nerven in diesem Finalkrimi hatte Olympiaquotenplatzgewinner Martin Strempfl: Der 34-Jährige gewann

nach 2017 mit 248,6 Ringen heute erneut den Titel. Silber ging an Bernhard Pickl und Bronze an Thomas Kostenzer. Der Qualifikations-Rekordhalter und Titelverteidiger Michael Blamauer (OÖ) belegte nach Rang vier im Grunddurchgang den achten Rang. Der Mannschaftstitel ging wie im Jahr zuvor an das Team Niederösterreich mit Bernhard Pickl, Alexander Schmirl und Michael Kleemann mit 1873,3 Ringen.

ÖSTM Luftpistole

Ihrer Favoritenrolle gerecht wurde heute EM-Finalistin Sylvia Steiner, die sowohl den Grunddurchgang (570 Ringe) als auch das Finale für sich entscheiden konnte. Die Titelverteidigerin kam im Finale auf 236,3 Ringe und siegte damit vor der Staatsmeisterin 2017, Sandra Weitersberger (NÖ). Adelheid Nikitscher, die bereits im Mixed-Team-Bewerb mit Richard Zechmeister Silber holen konnte, gewann Bronze. Der Staatsmeistertitel in der Mannschaftswertung ging mit 1660 Ringen, dem ersten Österreichischen Rekord in dieser Disziplin, an Sandra Weitersberger, Catherina Tauscher und Sabine Starsich, den Titelverteidigerinnen aus Niederösterreich.

EM-Teilnehmer Richard Zechmeister kam im Grunddurchgang des Männerbewerbs mit der Luftpistole zwar nicht an seinen persönlichen Österreichischen Rekord – aufgestellt bei der ÖSTM 2014 und inzwischen von ihm mehrfach bestätigt – heran, brachte jedoch gute 573 Ringe auf die Scheibe und konnte sich damit als Bester für das Finale qualifizieren. Das Finale behielt Zechmeister sicher in seiner Hand und beschloss es mit 237,9 Ringen. Silber erzielte René Wankmüller (ST) und Bronze ging an Daniel Kral (NÖ). Titelverteidiger Sladian Zoran (V) wurde Vierter. Der Mannschaftstitel ging heute mit 1686 Ringen an Oberösterreich mit den Schützen Stefan Straubinger, Martin Gruber und Dominik Felbermair.

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© schützenbund.at / Foto: Tina Neururer

Peer holt EM-Bronze mit Luftgewehr

Einen großen Erfolg durfte Franziska Peer im Luftgewehr-Finale der Frauen der Europameisterschaft für Luftdruckwaffen in Osijek (CRO) feiern. Die 31-jährige Tirolerin holte in einem packenden Match EM-Bronze.

Nach einem herausragenden Grunddurchgang am Donnerstag, in dem sich Franziska Peer als Fünftbeste für das Finale der Top-Acht qualifizieren konnte, ging die Tirolerin heute hoch motiviert in die Konkurrenz. Wie bereits in der Qualifikation, lagen auch im Finale die Ergebnisse der Topschützinnen sehr eng beisammen, was diese Entscheidung für Publikum und Athletinnen extrem spannend machte. In der ersten Fünferserie erzielte Peer 51,4 Ringe und lag damit auf Zwischenrang fünf. Weitere 51,3 Ringe brachten sie auf die sechste Position, jedoch war der Abstand zu den vorderen Plätzen, mit nur 1,8 Ringen zur Ersten, sehr gering. Mit den folgenden Schüssen arbeitete sich die Heeressportlerin immer weiter vor, so hatte sie nach den jeweiligen Eliminationsserien die Zwischenränge vier, zwei, zwei, drei und konnte anschließend sogar die Führung übernehmen. Eine 9,7 im letzten Schuss kostete Peer jedoch wertvolle Punkte, so beschloss sie das Finale als hervorragende Dritte und erreichte damit ihre ersehnte erste Luftgewehr-EM-Medaille.

Auch bei der Entscheidung um den Sieg blieb es spannend: Mit gleicher Ringzahl von 249,1 Ringen gingen die zweifache Weltcupsiegerin Laura-Georgeta Coman (ROU) und Olympiateilnehmerin Nina Christen (SUI) ins Shoot-off, dass die Rumänin im zweiten Schuss gewann.

Freudestrahlend kommentiert die sympathische Tirolerin ihren großen Erfolg: „Ich bin sprachlos glücklich. Diese Bronzemedaille ist meine erste internationale Medaille in der Disziplin Luftgewehr.“ Nicht nur für Franziska Peer ist dieses Ergebnis herausragend. Das ÖSB-Team, das in den KK-Disziplinen auch in den vergangenen Jahren große Erfolge eingefahren hatte, erzielte mit der Goldmedaille von Lisa Ungerank (Luftgewehr Frauen) bei der EM in Odense (DEN) 2013 das letzte Mal Einzeledelmetall bei einer Luftdruckwaffen-Europameisterschaft.

Um eine weitere Medaille wird morgen das Luftgewehr-Frauenteam mit Franziska Peer, Marlene Pribitzer (V) und Olivia Hofmann (T) kämpfen, das sich bereits mit tollen Leistungen in den vergangenen Tagen für das Halbfinale qualifizieren konnte.

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© schützenbund.at / Foto: Melmer

Silber für ÖSB-Frauenteam im 300m-Gewehr-Dreistellungsmatch

Das ÖSB-Frauenteam nützte die letzte Möglichkeit, eine WM-Medaille bei der ISSF-Weltmeisterschaft in Changwon (KOR) zu ergattern und holte Silber im Dreistellungsmatch mit dem 300m-Gewehr.

Im vergangenen Jahr kürte sich Franziska Peer in der Disziplin 300m-Gewehr-Dreistellungsmatch zur Europameisterin. Groß war daher die Hoffnung, die Medaillensammlung um WM-Edelmetall zu ergänzen. Dies ging sich im heutigen Einzelbewerb für die Tirolerin denkbar knapp nicht aus: Mit 1157 Ringen (388 Kniend, 391 Liegend und 378 Stehend) verpasste sie Bronze um lediglich zwei Ringe und belegte den vierten Platz. Mit 1145 Ringen schoss sich Teamkollegin Olivia Hofmann auf Rang zehn und Nadine Ungerank wurde 17. (1134 Ringe). Die erste Weltrekordmarke im 3×40-Modus setzten die beiden Deutschen Lisa Müller und Jolyn Beer, die mit jeweils 1161 Ringen Gold und Silber in Empfang nahmen. Bronze ging an Elin Ahlin (SWE).

Zwar blieb die erhoffte Einzelmedaille aus, doch war die Freude über das Mannschaftsergebnis beim letzten WM-Auftritt von Peer, Hofmann und Ungerank groß. Die drei Tirolerinnen erreichten aufgrund der starken Einzelleistungen gesamt 3436 Ringe und mussten sich damit lediglich Team Deutschland geschlagen geben. Platz drei sicherten sich die Schweizerinnen.

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© schützenbund.at / Foto: Melmer

Finalplatzierung für Peer im KK-Dreistellungsmatch

Mit einem hervorragenden Ergebnis im Grunddurchgang beschloss Franziska Peer die Qualifikation des KK-Dreistellungsmatches der Frauen bei der ISSF-Weltmeisterschaft in Changwon (KOR) als Zweite und erzielte im Finale den achten Platz.

1176 Ringe sind neuer Österreichischer Rekord und waren heute das beste Ergebnis der Qualifikation der Frauen im KK-Dreistellungsmatch, das sowohl Isabella Straub (GER), als auch Franziska Peer auf die Scheibe brachten. Mit 391 im Kniend, 396 im Liegend, 389 im Stehend und gesamt 61 Innenringzehnern, musste sich Peer im Grunddurchgang lediglich der Deutschen, die um vier Innenringzehner mehr erzielte, geschlagen geben. Olympia-Fünfte Olivia Hofmann (T), die in der gestrigen Elimination mit 1172 Ringen aufhorchen ließ, konnte das Ergebnis des Vortages mit 1168 Ringen (388 Kniend, 397 Liegend, 383 Stehend) nicht wiederholen und belegte, nur zwei Ringe von einer Finalqualifikation entfernt, den 18. Rang.

In den Kniendserien des Finales fand Franziska Peer nicht ganz zu ihrer Form. Die Weltranglisten-Fünfte konnte auch im Liegend ihren Rückstand nicht verkleinern und beendete diese Weltmeisterschaftskonkurrenz als Achte. Den Sieg holte Yulia Karimova (RUS) vor Isabella Straub und Snjezana Pejcic (CRO). Neben diesen drei Damen erhielt auch noch die Viertplatzierte, Seonald McIntosh (GBR), einen Olympiaquotenplatz für die Spiele in Tokio 2020.

Die neuen Teamweltmeisterinnen sind die deutschen Frauen Isabella Straub, Jolyn Beer und Jaqueline Orth, die mit 3521 Ringen die erste Weltrekordsmarke im 3×40 setzten. Silber ging an Dänemark und Bronze an Russland. Mit gesamt 3491 erreichte Team Österreich mit Olivia Hofmann (1172), Franziska Peer (1171) und Nadine Ungerank (1148), die sich in der Elimination nicht für den Grunddurchgang qualifizieren konnte, den achten Platz.

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© schützenbund.at / Foto: Melmer

Peer Zweite im KK-Dreistellungsmatch

Einen glänzenden Abschluss des ISSF World Cups Changwon absolvierte Franziska Peer im Dreistellungsmatch mit dem Kleinkalibergewehr. Nachdem in den Bewerben der letzten Tage in Korea Finalplatzierungen des ÖSB-Teams ausblieben, durfte die Tirolerin heute ihre zweite Weltcup-Silbermedaille in dieser Disziplin feiern.

Bereits den Grunddurchgang schoss Franziska Peer souverän:394 Ringe im Kniend waren das zweitbeste Ergebnis dieser Konkurrenz, es folgten 391 im Liegend und nochmals starke, nur von der Grunddurchgangsführenden Ziva Dvorsak (SLO) um einen Ring überbotene 390 im Stehend. Gesamt 1175 Ringe sind neuer Österreichischer Rekord, der nur drei Ringe unter dem aktuellen Weltrekord der Frauen liegt. Dvorsak stellte mit 1178 den Qualifikationsweltrekord ein. Peer belegte Rang zwei des Grunddurchgangs und qualifizierte sich damit bereits zum zweiten Mal in dieser Saison für ein Weltcupfinale.

Im Finale brachte Peer mit gesamt 154,1 Ringen drei unglaubliche Kniendserien auf die Scheibe und setzte sich damit vor die internationale Konkurrenz. Mit weiteren ungeschlagene 156,8 Ringe im Liegend vergrößerte die Tirolerin ihren Vorsprung auf 3,3 Ringe. In der ersten Stehendserie zog Zeru Wang (CHN) an Peer vorbei, doch Peer konnte durch eine 8,4 der Chinesin im vorletzten Schuss gleichziehen. Im letzten entscheidenden Schuss fehlte Peer lediglich ein Zehntel auf den Sieg. Mit dem Finalergebnis von 458,2 Ringen holte Peer, die aktuell auf dem neunten Platz der ISSF-Weltrangliste rangiert, nach dem Weltcup Baku 2016 und der EM Baku 2017 ihre bereits dritte Silbermedaille in dieser Disziplin.

Die beiden weiteren Österreicherinnen konnten ihr Potential heute nicht ausspielen. Olivia Hofmann (T) belegte mit 1155 Ringen den 50. Platz. Weltranglisten-Zehnte Nadine Ungerank (T) wurde mit 1139 Ringen 72.

Der Erfolg Franziska Peers bei diesem Weltcup und die beiden zweiten Plätze von Bernhard Pickl und Alexander Schmirl beim vergangenen Weltcup in Mexiko lassen mit Vorfreude auf die ISSF-Weltmeisterschaft blicken, die im September auf der neuen, hochwertigen Schießanlage hier in Changwon (KOR) stattfinden wird.

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© schützenbund.at / Foto: Melmer / Waibel

Silber und Bronze für Hofmann bei EM

Silber für Hofmann im 300m-Liegend

Erstmals gingen heute für Österreich Frauen an den Start des 300m-Bewerbs einer Europameisterschaft, und dies mit Erfolg: Olivia Hofmann holte Silber und damit Medaille Nummer sieben für das ÖSB-Team in Baku.

Der Start in den 300m-Liegendbewerb der Frauen lief für Olivia Hofmann alles andere als geplant. Während des Probeschießens unmittelbar vor dem Start, kam es zu einem technischen Defekt ihres Gewehrs. Nur durch tatkräftige Unterstützung ihrer Teamkollegen Bernhard Pickl, Stefan Rumpler und Alexander Schmirl war es ihr möglich, das gesamte System in der noch verbleibenden Zeit auszubauen und unter Verwendung des bereitgestellten Materials der drei Männer in ein neues Gewehr zu installieren. Kaum hatte die Tirolerin diese Herausforderung gemeistert, kam es zum nächsten Defekt, diesmal am Stand selbst, den sie schließlich wechseln musste.

Trotz der widrigen Umstände behielt Hofmann die Nerven und schoss mit 591 Ringen und 100 Ringen in der sechsten und letzten Serie das zweitbeste Ergebnis dieser Konkurrenz. Die 24-Jährige verhinderte damit eine Doppelführung der Schwedinnen Elin Ahlin auf eins und Anna Normann auf drei. Die Silbermedaillengewinnerin mit dem 50m-Gewehr, Franziska Peer, wurde Zehnte (586 Ringe) und Juniorin Marlene Pribitzer (NÖ) belegte Rang 23 (559 Ringe).

In der Teamwertung, die die Schwedinnen vor Deutschland und Estland gewannen, belegten die drei ÖSB-Damen Hofmann, Peer und Pribitzer den sechsten Platz (1736 Ringe).

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Bronze für Pickl und Hofmann im 300m-Mixed-Team

Zum ersten Mal wurde heute der 300m-Mixed-Team-Bewerb bei der Europameisterschaft ausgetragen. Österreich nahm erfolgreich an dieser Premiere Teil: Olivia Hofmann und Bernhard Pickl gewannen Bronze und Medaille Nummer neun des ÖSB-Teams in Baku.

Für Österreich gingen zwei Mannschaften an den Start: Team AUSTRIA 1 mit Franziska Peer (T) und Gernot Rumpler(S) qualifizierte sich mit dem zweitbesten Ergebnis der Qualifikation (gesamt 371 Ringe) für das Semifinale. Team AUSTRIA 2 mit Olivia Hofmann (T) und Bernhard Pickl (NÖ) schaffte ebenfalls die Semifinalqualifikation als Sechster (gesamt 352 Ringe).

Im Semifinale der besten sechs setzte sich das Duo Peer-Rumpler (182 Ringe) wieder an Position zwei, und auch das Duo Hofmann-Pickl schaffte erneut die Qualifikation (177 Ringe), diesmal für das Medal-Match, als Vierter.

Das Medal Match, in dem die besten vier Teams gegeneinander antreten, verpassten Franziska Peer und Gernot Rumpler die Medaille durch einen Kreuzschuss Peers. Olivia Hofmann und Bernhard Pickl gewannen Bronze hinter den Teams Schweiz und Schweden.

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© schützenbund.at / Foto: Margit Melmer

EM-Gold für Peer im 300m-Dreistellungsmatch

Die Goldmedaille hatte dem bei dieser EM so erfolgreichen ÖSB-Team in seiner Kollektion noch gefehlt. Medaille Nummer drei und Medaille Nummer acht für das ÖSB-Team bei dieser EM gewann Franziska Peer heute als Europameisterin im 300m-Dreistellungsmatch.

Das Kniend beendete Franziska Peer mit 193 Ringen als gute Dritte der Zwischenwertung, im Liegend fiel die Tirolerin mit weiteren 193 Ringen auf Rang sieben zurück, konnte sich aber mit unerreichten 194 Ringen im Stehend – das zweitbeste Ergebnis in dieser Stellung waren 189 Ringe – von ihren Kontrahentinnen absetzen und gewann sensationell das 300m-Gewehr-Dreistellungsmatch der Frauen in Baku. Ihr Ergebnis: 580 Ringe und vier Ringe Vorsprung auf die Silbermedaillengewinnerin Lisa Müller (GER). Platz drei ging an Sina Busk (NOR).

Olivia Hofmann (T) wurde 17. mit 552 Ringen und Marlene Pribitzer belegte mit 541 Ringen den 19. Platz. In der Teamwertung wurden die ÖSB-Damen Peer, Hofmann und Pribitzer Vierte (1673 Ringe) hinter der Schweiz, Polen und der Ukraine.

Mit Gold in dieser Disziplin, Silber im KK-Dreistellungsmatch und Team-Bronze im KK-Liegendmatch ist Peer die bisher erfolgreichste österreichische Schützin dieser Europameisterschaft. Die Freude über das erfolgreiche Anschneiden der Frauen in den 300m-Bewerben ist auch bei BSPL Alfred Tauber groß.

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© schützenbund.at / Foto: Margit Melmer

Peer holt Vize-Europameistertitel

Die Erfolgsserie des ÖSB-Teams bei der Europameisterschaft im aserbaidschanischen Baku hält an. Gestern durfte Franziska Peer ihre erste Medaille bei internationalen Meisterschaften in Empfang nehmen: Die Tirolerin gewann Silber im Kleinkalibergewehr-Dreistellungsmatch.

Franziska Peer startete mit 95 Ringen in der ersten Kniendserie in das KK-Dreistellungsmatch der Frauen und konnte sich mit weiteren 98 Ringen in Serie zwei steigern. Mit dem neuntbesten Ergebnis – ringgleich mit sieben weiteren Schützinnen, so u.a. Teamkollegin Nadine Ungerank – beschloss sie das Kniend. Nach weiteren 196 Ringe im Liegend lag die Tirolerin nach wie vor in Finalreichweite auf Zwischenrang zwölf. Das Stehend, in dem viele ihrer Kontrahentinnen zu kämpfen hatten, absolvierte die 30-Jährige mit starken 191 Ringen und schob sich damit in der Wertung ganz an die Spitze. Erneut ringgleich mit drei weiteren Schützinnen führte Peer die Rangliste nach Abschluss des Grunddurchgangs mit gesamt 580 Ringen an und qualifizierte sich damit souverän für das Finale.

Die Führung im Finale übernahm Seonaid McIntosh, deren große Schwester Jennifer bereits den Liegend-Titel holen konnte und sich ebenfalls für dieses Finale qualifiziert hatte. Franziska Peer war der Schottin von Beginn an dicht auf den Fersen und war im Zwischenklassement sowohl nach der Kniend-Serie mit 153,3 Ringen, als auch nach der Liegend-Serie mit 154,9 Ringen auf Platz zwei. In der Stehend-Elimination schob sich die Deutsche Jolyn Beer, Bronzemedaillengewinnern des WC München, kurzzeitig auf eins, doch McIntosh holte sich die Führung unmittelbar zurück. Mit ihrem vorletzten Finalschuss machte es Franziska Peer noch einmal spannend und schob sich 0,1 Ringe vor McIntosh. Mit ihrem letzten Schuss besiegelte sie den Vize-Europameistertitel.

© schützenbund.at / Foto: Margit Melmer