Hofmann holt Bronze

ISSF WM Kairo: Olivia Hofmann darf im 300m-Liegend über Bronze jubeln.

Nach einem starken Bewerb sichert sich die 30-jährige Tirolerin ihre erste WM-Einzelmedaille.

Olivia Hofmann ging als einzige österreichische Starterin mit dem 300m-Gewehr in die Liegendkonkurrenz. Die Tirolerin kam bei 60 Schuss auf die 300m entfernten Zielscheiben auf 595 Ringe und schien während des Bewerbs im Ranking auf wechselnden Plätzen stets im vorderen Feld auf. Ein ähnliches Bild wie bei den Männern zeigte sich auch bei den Frauen im Rennen um die dritte Medaille: Ringgleich mit Hofmann schlossen zwei weitere Frauen diesen Bewerb ab, doch die Tirolerin hatte mehr Innenringzehner auf ihrem Konto zu verbuchen und war daher vor diesen gereiht. Zuletzt hieß es Rang drei für die 30-Jährige.

Hofmann hatte bei der WM 2018 in Changwon gemeinsam mit Franziska Peer und Nadine Ungerank im 300m-Gewehr Dreistellungsmatch Silber geholt und durfte nun stolz ihre erste Weltmeisterschaftseinzelmedaille in Empfang nehmen. Den Weltmeistertitel holte Anja Senti (SUI) mit 599 Ringen vor ihrer Landsfrau Silvia Guignard Schnyder mit 597 Ringen.

© ÖSB // Foto: ÖSB – Margit Melmer

Hofmann, Ungerank & Köck räumen ab

Olivia Hofmann

Olivia Hofmann, Nadine Ungerank & Rebecca Köck räumen bei der Staatsmeisterschaft ab.

Die drei Athletinnen, Olivia Hofmann (Staatsmeisterin Luftgewehr Frauen & Mannschaftsbewerb), Nadine Ungerank (Staatsmeisterin Mixed-Team-Bewerb Luftgewehr & Mannschaftsbewerb) & Rebecca Köck (Staatsmeisterin Mannschaftsbewerb & Vize-Staatsmeisterin Luftgewehr Frauen), des Olympiazentrum Tirols räumen bei der Staatsmeisterschaft ab.

Die Staatsmeister*innen 2022 heißen Olivia Hofmann (Luftgewehr Frauen), Georg Zott (Luftgewehr Männer), Sylvia Steiner (Luftpistole Frauen) und Andreas Auprich (Luftpistole Männer). Auch in den Mixed-Team-Bewerben wurden die Titel vergeben. Mit der Luftpistole holten die OberösterreicherInnen Martin Gruber und Bernadette Gebetsroither und mit dem Luftgewehr die TirolerInnen Georg Zott und Nadine Ungerank Gold.

Mit Spannung wurde heute die Staatsmeisterschaftskonkurrenz der Frauen erwartet, da sich neben den ÖSB-Größen der vergangenen Jahre inzwischen einige junge Talente in der Allgemeinen Klasse etabliert hatten. Die Stärke der Jungen zeigte sich im Grunddurchgang durch die Führung Sheileen Waibels mit 629,0 Ringen. Dies gelang der jungen Vorarlbergerin bereits bei der ÖSTM im Herbst des Vorjahres. Im Finale kristallisierte sich an der Spitze ein Duell zwischen Routinier und Olympiateilnehmerin Olivia Hofmann (T) und ihrer jungen Tiroler Teamkollegin Rebecca Köck heraus. Die erste Fünfschussserie ging an Köck, in der zweiten übernahm Hofmann, die ihre Führung einige Zeit halten konnte, diese ab der Mitte der Eliminationsserien jedoch wieder an Köck abgeben musste. In den letzten vier Schuss riss Hofmann das Ruder noch einmal herum und gewann mit 250,2 Ringen ihren inzwischen sechsten Staatsmeistertitel in dieser Disziplin. Nur neun Zehntelringe dahinter errang Köck die Silbermedaille. Bronze sicherte sich die Qualifikationsführende, Sheileen Waibel.

Gold im Mannschaftsbewerb ging in diesem Jahr an die Tirolerinnen Hofmann, Ungerank und Köck, die die Titelverteidigerinnen aus Vorarlberg mit gemeinsam 1867,7 Ringen auf den zweiten Platz verwiesen.

© ÖSB // Foto: ÖSB

Staatsmeisterin Nadine Ungerank

Nadine Ungerank

Staatsmeistertitel für Nadine Ungerank

Spannungsvolle Finalentscheidungen mit dem Luftgewehr durften heute im Bundesleistungszentrum Innsbruck/Arzl beobachtet werden. Olympionike Martin Strempfl verteidigte erfolgreich seinen Titel. Bei den Frauen gewann Nadine Ungerank.

Österreichische Staatsmeistertitel Luftgewehr

Nach zweieinhalb Jahren durften heute im Bundesleistungszentrum Innsbruck/Arzl endlich wieder die StaatsmeisterInnen mit dem Luftgewehr gekürt werden.

Bei den Frauen dominierte die Qualifikation eine Juniorin: Sheileen Waibel (V) übernahm mit 628,5 Ringen und 1,9 Ringen Vorsprung die Führung vor ihren nationalen Kontrahentinnen. Auf Rang zwei kam Routinier Nadine Ungerank (T) und auf der dritten Position landete Jasmin Kitzbichler (T). Das Finale gestalteten die besten acht des Grunddurchgangs äußerst spannend. Vorerst führte Melissa Wolf (V), es übernahm die Olympiateilnehmerin von Rio, Olivia Hofmann (T), dann Sonja Embacher (T) und schließlich Nadine Ungerank, die ihre Position ab der dritten Eliminationsserie nicht mehr aus der Hand gab. Hinter ihr wurde noch hart um die weiteren Platzierungen gekämpft. So heißt die Staatsmeisterin 2021 Nadine Ungerank (250,5 Ringe). Zur Vizemeisterin kürte sich Jasmin Kitzbichler (247,9) und Bronze holte sich die Titelverteidigerin aus dem Jahr 2019 und Finalrekordhalterin Olivia Hofmann. Der Staatsmeistertitel in der Mannschaft ging dieses Jahr nach Vorarlberg: Sheileen Waibel, Marlene Pribitzer und Yvonne Klocker erzielten das Topresultat von 1869,6 Ringen.

Insgesamt vier Olympiateilnehmer gingen an den Start des Männerbewerbs mit dem Luftgewehr. Neben Tokio-2021-Teilnehmer Martin Strempfl auch die Starter von Rio 2016, Thomas Mathis, Gernot Rumpler und Alexander Schmirl. Favorit Strempfl (ST) erreichte in der Qualifikation ein ausgezeichnetes Ergebnis von 630,3 Ringen und schoss sich damit an die Spitze. Ihm folgten Alexander Schmirl (NÖ) mit 629,6 und Thomas Mathis (V) mit 628,1 Ringen. Neu gemischt werden bekanntlich die Karten im Finale, das diesmal ausschließlich von ÖSB-Kaderathleten besetzt war. In der ersten Fünf-Schuss-Serie gab es ein Kräftemessen, bei dem einige Topergebnisse erzielt wurden. Vorerst führte hauchdünn Thomas Mathis mit 52,5 Ringen. Ab der zweiten Fünf-Schuss-Serie übernahm Strempfl die Position des Führenden, dann wieder Mathis, anschließend erneut Strempfl. Mit einer 10,9 und zweimal 10,8 in Folge übernahm Michael Höllwarth (T) das Kommando. Strempfl bewies jedoch aufs Neue seine Nervenstärke, holte Schuss um Schuss auf und holte sich beim letzten Schuss zum dritten Mal in Folge den Staatsmeistertitel (251,4 Ringe). Vizemeister wurde mit nur zwei Zehntel Rückstand Michael Höllwarth und Bronze ging an Thomas Mathis. Der Staatsmeistertitel in der Mannschaft ging an Tirol mit den Schützen Tobias Mair, Michael Höllwarth und Andreas Thum (1868,7 Ringe).

Österreichische Meistertitel Luftgewehr

Das beste Ergebnis des Juniorinnengrunddurchgangs kam bei der diesjährigen Österreichischen Meisterschaft von ÖSB-Kaderathletin Christina Hillinger (OÖ), die sich mit 624,1 Ringen an die Spitze der nationalen Konkurrenz setzte. Auf die Qualifikationsränge zwei und drei kamen ihre ÖSB-TeamkollegInnen Marlene Baumgartner (OÖ) mit 620,1 und Lisa Hafner (T) mit 619,1 Ringen. Im Finale schoss sich mit einer hervorragenden ersten Fünf-Schuss-Serie von 51,9 Ringen die Salzburgerin Eva-Maria Schober in Führung. In der zweiten Serie kam das beste Ergebnis mit 52,0 Ringen von Lisa Hafner (T), die sich die erste Position damit vorerst mit Schober teilte und in der ersten Eliminationsserie an ihr vorbeizog. In den folgenden Eliminationsserien machten es die Finalistinnen besonders spannend und lagen mit vielen Positionswechseln um Zehntelringe beisammen. Letztendlich behielt Schober die Nerven und siegte mit einem Finalergebnis von 246,9 Ringen. Nur sechs Zehntel dahinter erreichte Carmen Mayr (T) die Silbermedaille und Bronze ging an die Grunddurchgangsführende Christina Hillinger. Lisa Hafner, Helena Messner und Carmen Mayr holten für Tirol in der Mannschaftswertung eine weitere Goldmedaille bei dieser Meisterschaft (1844,3 Ringe).

Bei den Junioren hatte heute Dominic Einwaller das Sagen. Der Tiroler setzte sich bereits im Grunddurchgang an die Spitze. Mit 613,3 Ringen schoss sich der Junioren-WM-Teilnehmer 2,0 Ringe vor seinen ÖSB-Teamkollegen und Landsmann Kevin Weiler (eigentlich noch Jungschütze). Auf die dritte Qualifikationsposition kam Kiano Waibel (V). Im Finale ließ Einwaller von Beginn an keine Zweifel an seiner Siegesabsicht aufkommen. Er kam mit der ersten Serie in Führung und behielt diese bis zur vorletzten Eliminationsrunde. Hier schob sich kurzzeitig Sandro Streicher (T), der Einwaller lange Zeit dicht auf den Fersen war, nach vorne. Letztendlich zog Einwaller jedoch seine Linie durch und holte sich mit 243,2 Ringen den Österreichischen Meistertitel. Vizemeister Sandro Streicher fehlten lediglich drei Zehntel auf Gold. Bronze ging an Kiano Waibel, der freiwillig als Jungschütze in der höheren Klasse gestartet war. Den Teamtitel holte Tirol mit den Schützen Einwaller, Streicher und Weiler, die gemeinsam 1831,6 Ringe erreichten.

© ÖSB // Foto: ÖSB

Staatsmeisterin Rebecca Köck

Rebecca Köck

Staatsmeistertitel und inoffizieller Weltrekord für Rebecca Köck

Mit jeweils neuem Österreichischem Rekord eroberten Rebecca Köck und Thomas Mathis den Staatsmeistertitel 2021 im Kleinkalibergewehr-Liegendmatch. Die Tirolerin toppte den neuen Österreichischen Rekord der Männer und lag mit ihrem Resultat sogar über dem Weltrekord. Nadine Ungerank sicherte sich die Bronze-Medaille.

Österreichische StaatsmeisterInnen KK-Liegend

Die ersten Staatsmeistertitel der Österreichischen Staatsmeisterschaft und Meisterschaft für Kleinkalibergewehr in Innsbruck wurden im KK-Liegendmatch vergeben. In den vergangenen Jahren wechselten sich die Sieger Alexander Schmirl und Thomas Mathis jeweils ab. Den Sieg bei der letzten Meisterschaft im Jahr 2019 holte Schmirl. Und die beiden setzten auch in diesem Jahr die Serie fort: Mit einem hervorragenden Ergebnis von 629,0 Ringen gewann Thomas Mathis mit einem deutlichen Vorsprung von 5,4 Ringen. Mit diesem Resultat hob der Vorarlberger den Österreichischen Rekord, der im Jahr 2015 von Schmirl aufgestellt wurde um 1,0 Ringe. Den Vizestaatsmeistertitel holte sich Gernot Rumpler (S) mit 623,6 Ringen. Die Entscheidung um Bronze war knapp: Mit einem Zehntel Vorsprung sicherte sich Bernhard Pickl (NÖ) Rang drei vor Landsmann Alexander Schmirl. Österreichischer Meister mit der Mannschaft wurde das Team Vorarlberg mit den Schützen Mathis, Kiano Waibel und Patrick Diem mit 1859,5 Ringen.

Auch bei den Damen purzelte heute der Österreichische Rekord, der bislang bei 624,3 Ringen lag. Allen Podestplatzierten gelang es, diesen mit ihrer erzielten Leistung zu überbieten. An der Spitze die neue Staatsmeisterin Rebecca Köck. Die Tirolerin toppte mit 629,2 Ringen den neuen Österreichischen Rekord der Männer und lag mit ihrem Resultat sogar über dem Weltrekord, der aktuell bei 628,5 Ringen liegt. Ein ebenfalls starkes Ergebnis gelang Sheileen Waibel (V), die sich mit 627,8 Ringen zur Vizestaatsmeisterin kürte. Die Titelverteidigerin und bisherige Rekordhalterin Nadine Ungerank (T) sicherte sich Bronze mit 625,6 Ringen.

Österreichische MeisterInnen KK-Liegend

Das KK-Liegendmatch der Junioren entschied Dominic Einwaller für sich. Der Tiroler erreichte 610,3 Ringe und führte damit die Wertung vor seinen Kontrahenten Rainer Brandstätter (S) und Alexander Stogmeyer (OÖ) an.

Ein enges Match boten sich die Juniorinnen um den Meistertitel, den sich Christina Hillinger mit 607,3 Ringen und einem Vorsprung von drei Zehntelringen auf die Silbermedaillengewinnerin Nadja Krainz (OÖ) holte. Silber ging an Lisa Hafner (T) mit 605,3 Ringen. Die Oberösterreicherinnen Hillinger, Krainz und Marlene Baumgartner gewannen die Teamwertung dieser Klasse (1804,2 Ringe).

Beste Jungschützin im KK-Liegend der ÖM 2021 war Valerie Tauber (W), die sich mit 608,9 Ringe an die Spitze dieser nationalen Konkurrenz schoss. Nur drei Zehntel dahinter belegte Julia Biechl (T) Rang zwei und auf den dritten Platz kam, mit weiteren drei Zehntelringen Rückstand, die Siegerin des 100m-Bewerbs, Inna Sidenko (ST).

Um sechs Zehntel kam ÖSB-Nachwuchstalent Kevin Weiler im KK-Liegend der Jungschützen an den Österreichischen Rekord heran. Der Tiroler brachte sich mit dem hervorragenden Ergebnis von 623,0 Ringen in Führung und legte den Grundstein für den Mannschaftserfolg. Denn auf die Podestplätze zwei und drei kamen mit Johannes Kuen und Samuel Isser ebenfalls zwei Tiroler. So war das Team Tirol 1 in der Mannschaftswertung nicht zu schlagen: Ihr neuer Österreichischer Mannschaftsrekord von 1851,4 Ringen liegt um 26,5 Ringe höher als der bisherige.

© ÖSB // Foto: ÖSB

Traumerfüllung von Köck

Köck Rebecca

Rebecca Köck holt erste EM-Medaille im KK-Liegend in Osijek.

Einen sensationellen Erfolg durfte heute die erst 21-jährige Rebecca Köck im KK-Liegendbewerb der Allgemeinen Klasse feiern: Die Tirolerin holte Silber und damit die erste Medaille des ÖSB-Teams bei dieser EM.

Da das KK-Liegendmatch nicht mehr olympisch ist, wird es ohne Finale und – bei dieser EM neu – als Open Match, d.h. mit Männern und Frauen in einer Wertung, geschossen. Drei Österreicherinnen und drei Österreicher hatten sich in der nationalen EM-Ausscheidung für einen Start in diesem Europameisterschaftsbewerb qualifiziert. Aufgeteilt auf zwei Durchgänge traten die insgesamt 123 europäischen TeilnehmerInnen dieser Konkurrenz an.

„Ich bin noch ziemlich aufgeregt. Während des gesamten Bewerbs hatte ich einen Puls von 150 und habe mich beim Schießen extrem gut gefühlt. Für mich ist es noch nicht ganz real. Vor allem nach dem, was in den Luftgewehrwettkämpfen alles passiert ist, kann ich es kaum glauben, dass es hier im Liegend bei so vielen StarterInnen doch so aufgegangen ist.“

konnte es die frisch gebackene Vizeeuropameisterin Rebecca Köck unmittelbar nach dem Bewerb noch kaum fassen.

Und Rebecca Köck machte am sechsten Wettkampftag dieser Europameisterschaft tatsächlich den Traum einer EM-Medaille wahr. Die Tirolerin startete im zweiten Durchgang und schoss einen starken Wettkampf mit konstant guten Serien. Insgesamt kam die 21-jährige Heerskaderathletin auf hervorragende 626,4 Ringe und musste von diesem großen Starterfeld nur dem Norweger Henrik Larsen den Vortritt lassen, der mit 628,8 Ringen den Europameistertitel holte. Das bedeutete Silber für Rebecca Köck und große Erleichterung und Jubel im ÖSB-Team. Bronze ging an Aliaksandra Dmitrieva (BLR).

Das zweitbeste Ergebnis aus österreichischer Sicht kam von Thomas Mathis, Olympiateilnehmer von Rio 2016, der 624,1 Ringe auf die Scheibe brachte. Der Vorarlberger erreichte damit Rang zwölf, wobei ihn lediglich vier Zehntel von einer Top-acht-Platzierung trennten. Dicht dahinter kam Landsmann Patrick Diem mit einem Resultat von 623,1 Ringen auf den 19. Platz, gefolgt von Sheileen Waibel – ebenfalls aus Vorarlberg und eigentlich noch Juniorin – mit Rang 24 (622,7 Ringe). Olivia Hofmann (T) erreichte den 76. Platz (617,9 Ringe) und Gernot Rumpler (S) kam auf Rang 114 (610,5 Ringe).

„Heute passt’s!“,

bringt es ÖSB-Gewehrtrainer Hubert Bichler mit seinem Statement auf den Punkt.

Für die österreichischen GewehrathletInnen der Allgemeinen Klasse steht bei dieser EM in den kommenden Tagen neben den KK-Dreistellungsmatch-Team- und Mixed-Team-Bewerben das KK-Dreistellungsmatch Einzel auf dem Programm, bei dem die letzten Olympiaquotenplätze dieser Disziplin – je einer pro Bewerb – für Tokio vergeben werden.

© schuetzenbund.at // Foto: Schützenbund

Silber für Peer und Pickl im KK-Liegend-Mixed-Team

Nun ist sie da, die erste European-Games-Medaille 2019 für das ÖSB-Team! Franziska Peer (T) und Bernhard Pickl (NÖ) schossen sich sicher ins Finale des KK-Liegend-Mixed-Team-Bewerbs, lieferten dort eine tolle Performance ab und gewannen Silber.

25 Paare stellten sich heute in Minsk im KK-Liegend-Mixed-Team-Bewerb der europäischen Konkurrenz. Darunter die beiden österreichischen Teams Franziska Peer/Bernhard Pickl und Olivia Hofmann/Alexander Schmirl. In den im Grunddurchgang zu absolvierenden 20 Schuss je SchützIn erzielte Olivia Hofmann (T) 204,2 Ringe. Addiert mit dem Ergebnis von Alexander Schmirl (NÖ), der 206,7 Ringe erreichte, kamen die beiden auf gesamt 410,9 Ringe, was den 16. Platz bedeutete. Für ein Weiterkommen ins Halbfinale fehlten den beiden 1,1 Ringe.

Ein hervorragendes Ergebnis von 207,6 Ringen gelang Franziska Peer. Teampartner Bernhard Pickl brachte 204,9 Ringe auf die Scheibe. Mit gesamt 412,5 Ringen erreichten die beiden den fünften Rang des Grunddurchgangs und qualifizierten sich so für die nächste Runde.

Im Semifinale der besten acht Teams traten Peer und Pickl gegen das Team Schweiz 2 mit Petra Lustenberger und Christoph Duerr an und besiegten diese in zehn Schuss je PartnerIn klar mit 204,1 zu 202,5 Ringen. Als Dritte dieses Semifinales zogen sie ins Finale ein.

Das Finale der besten vier Teams wurde im K.o.-System ausgetragen: Nach jeweils zehn Schuss je SchützIn schied das ringzahlmäßig schwächste Team aus, wobei nach jeder Elimination eine neue Punkterechnung begann. Die Eliminationsrunde um den vierten Platz beschlossen Peer und Pickl mit hervorragenden 208,1 Ringen als bestes Team; Team Deutschland mit Isabelle Straub und Maximilian Dallinger schied aus. In der Elimination um Rang drei machten es die beiden ÖsterreicherInnen spannend: Sie schossen ringgleich mit Team Russland erneut starke 208,3 Ringe und setzten sich im Shoot-off gegen Polina Khorosheva und Kirill Grigorian durch. Im finalen Match um Gold gegen Schweiz 1 legten Nina Christen und Jan Lochbihler mit 209,5 Ringen noch einmal nach. Franziska Peer und Bernhard Pickl gewannen mit 206,6 Ringen Silber und damit die ersehnte erste Medaille bei diesen Europaspielen.

Bernhard Pickl: „Die Qualifikation war hart: Zum einen waren die Windverhältnisse extrem schwierig und zum anderen die vorgegebene Zeit knapp. Franzi hatte das super im Griff; bei mir ist es ganz solide gelaufen. Im Finale konnten wir uns dann von Runde zu Runde steigern und waren damit extrem stark. Nur im Match um Gold waren die Schweizer einfach mächtig. Schade, dass es nicht Gold geworden ist – Freude und Stolz über die gewonnene Silbermedaille überwiegen aber.“

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© schützenbund.at / Foto: Margit Melmer, ÖSB

Staatsmeistertitel für Hofmann, Peer und Ungerank

Die besten SchützInnen Österreichs in den Disziplinen Luftgewehr und Luftpistole ließen in den heute gezeigten Finalkrimis für das Publikum der Österreichischen Staatsmeisterschaften und Meisterschaften in Ried im Innkreis (OÖ) keine Wünsche offen. Die Staatsmeistertitel erkämpften sich Olivia Hofmann (T), Martin Strempfl (ST), Sylvia Steiner (S) und Richard Zechmeister (B).

ÖSTM Luftgewehr

In Topform präsentierte sich Titelverteidigerin Franziska Peer nach ihrem Bronze-Erfolg bei der EM in Osijek auch in der heutigen Qualifikation des Luftgewehrbewerbs der Frauen: Die Tirolerin erzielte mit 631,6 Ringen einen neuen Österreichischen Rekord, der nun – ein gutes Jahr nach Einführung des 60-Schuss-Modus bei Frauen und Juniorinnen – um 0,3 Ringe höher liegt als jener der Männer. Das Finale war an Spannung kaum zu überbieten, schossen die besten Frauen doch auf absolutem Topniveau. Die Führung übernahmen abwechselnd die Tirolerinnen Nadine Ungerank, Olivia Hofmann und Marie-Theres Auer. In den beiden letzten Serien setzte sich Olivia Hofmann durch und gewann nach 2017 zum wiederholten Mal den Staatsmeistertitel, und dies mit 251,0 Ringen, einem neuen Österreichischen Finalrekord, der nur 0,5 Ringe unter dem aktuellen Europäischen Rekord liegt. Mit ihren hervorragenden Qualifikationsergebnissen holten Peer, Hofmann und Ungerank den Staatsmeistertitel in der Mannschaft erneut nach Tirol und erzielten als Draufgabe einen Österreichischen Rekord von 1878,4 Ringen.

Mit 630,2 Ringen erzielte Bernhard Pickl (NÖ) das beste Ergebnis der Luftgewehrqualifikation und lag damit 2,7 Ringe vor Landsmann Alexander Schmirl. Auch im Finale schoss sich der 28-jährige Heeressportler in den beiden Fünfschussserien in Führung – dicht gefolgt von Thomas Kostenzer (T) und Martin Strempfl (ST), die in den Eliminationsserien nacheinander erfolgreich in die Führungsposition drängten. Die stärksten Nerven in diesem Finalkrimi hatte Olympiaquotenplatzgewinner Martin Strempfl: Der 34-Jährige gewann

nach 2017 mit 248,6 Ringen heute erneut den Titel. Silber ging an Bernhard Pickl und Bronze an Thomas Kostenzer. Der Qualifikations-Rekordhalter und Titelverteidiger Michael Blamauer (OÖ) belegte nach Rang vier im Grunddurchgang den achten Rang. Der Mannschaftstitel ging wie im Jahr zuvor an das Team Niederösterreich mit Bernhard Pickl, Alexander Schmirl und Michael Kleemann mit 1873,3 Ringen.

ÖSTM Luftpistole

Ihrer Favoritenrolle gerecht wurde heute EM-Finalistin Sylvia Steiner, die sowohl den Grunddurchgang (570 Ringe) als auch das Finale für sich entscheiden konnte. Die Titelverteidigerin kam im Finale auf 236,3 Ringe und siegte damit vor der Staatsmeisterin 2017, Sandra Weitersberger (NÖ). Adelheid Nikitscher, die bereits im Mixed-Team-Bewerb mit Richard Zechmeister Silber holen konnte, gewann Bronze. Der Staatsmeistertitel in der Mannschaftswertung ging mit 1660 Ringen, dem ersten Österreichischen Rekord in dieser Disziplin, an Sandra Weitersberger, Catherina Tauscher und Sabine Starsich, den Titelverteidigerinnen aus Niederösterreich.

EM-Teilnehmer Richard Zechmeister kam im Grunddurchgang des Männerbewerbs mit der Luftpistole zwar nicht an seinen persönlichen Österreichischen Rekord – aufgestellt bei der ÖSTM 2014 und inzwischen von ihm mehrfach bestätigt – heran, brachte jedoch gute 573 Ringe auf die Scheibe und konnte sich damit als Bester für das Finale qualifizieren. Das Finale behielt Zechmeister sicher in seiner Hand und beschloss es mit 237,9 Ringen. Silber erzielte René Wankmüller (ST) und Bronze ging an Daniel Kral (NÖ). Titelverteidiger Sladian Zoran (V) wurde Vierter. Der Mannschaftstitel ging heute mit 1686 Ringen an Oberösterreich mit den Schützen Stefan Straubinger, Martin Gruber und Dominik Felbermair.

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© schützenbund.at / Foto: Tina Neururer

Peer holt EM-Bronze mit Luftgewehr

Einen großen Erfolg durfte Franziska Peer im Luftgewehr-Finale der Frauen der Europameisterschaft für Luftdruckwaffen in Osijek (CRO) feiern. Die 31-jährige Tirolerin holte in einem packenden Match EM-Bronze.

Nach einem herausragenden Grunddurchgang am Donnerstag, in dem sich Franziska Peer als Fünftbeste für das Finale der Top-Acht qualifizieren konnte, ging die Tirolerin heute hoch motiviert in die Konkurrenz. Wie bereits in der Qualifikation, lagen auch im Finale die Ergebnisse der Topschützinnen sehr eng beisammen, was diese Entscheidung für Publikum und Athletinnen extrem spannend machte. In der ersten Fünferserie erzielte Peer 51,4 Ringe und lag damit auf Zwischenrang fünf. Weitere 51,3 Ringe brachten sie auf die sechste Position, jedoch war der Abstand zu den vorderen Plätzen, mit nur 1,8 Ringen zur Ersten, sehr gering. Mit den folgenden Schüssen arbeitete sich die Heeressportlerin immer weiter vor, so hatte sie nach den jeweiligen Eliminationsserien die Zwischenränge vier, zwei, zwei, drei und konnte anschließend sogar die Führung übernehmen. Eine 9,7 im letzten Schuss kostete Peer jedoch wertvolle Punkte, so beschloss sie das Finale als hervorragende Dritte und erreichte damit ihre ersehnte erste Luftgewehr-EM-Medaille.

Auch bei der Entscheidung um den Sieg blieb es spannend: Mit gleicher Ringzahl von 249,1 Ringen gingen die zweifache Weltcupsiegerin Laura-Georgeta Coman (ROU) und Olympiateilnehmerin Nina Christen (SUI) ins Shoot-off, dass die Rumänin im zweiten Schuss gewann.

Freudestrahlend kommentiert die sympathische Tirolerin ihren großen Erfolg: „Ich bin sprachlos glücklich. Diese Bronzemedaille ist meine erste internationale Medaille in der Disziplin Luftgewehr.“ Nicht nur für Franziska Peer ist dieses Ergebnis herausragend. Das ÖSB-Team, das in den KK-Disziplinen auch in den vergangenen Jahren große Erfolge eingefahren hatte, erzielte mit der Goldmedaille von Lisa Ungerank (Luftgewehr Frauen) bei der EM in Odense (DEN) 2013 das letzte Mal Einzeledelmetall bei einer Luftdruckwaffen-Europameisterschaft.

Um eine weitere Medaille wird morgen das Luftgewehr-Frauenteam mit Franziska Peer, Marlene Pribitzer (V) und Olivia Hofmann (T) kämpfen, das sich bereits mit tollen Leistungen in den vergangenen Tagen für das Halbfinale qualifizieren konnte.

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© schützenbund.at / Foto: Melmer

Silber für ÖSB-Frauenteam im 300m-Gewehr-Dreistellungsmatch

Das ÖSB-Frauenteam nützte die letzte Möglichkeit, eine WM-Medaille bei der ISSF-Weltmeisterschaft in Changwon (KOR) zu ergattern und holte Silber im Dreistellungsmatch mit dem 300m-Gewehr.

Im vergangenen Jahr kürte sich Franziska Peer in der Disziplin 300m-Gewehr-Dreistellungsmatch zur Europameisterin. Groß war daher die Hoffnung, die Medaillensammlung um WM-Edelmetall zu ergänzen. Dies ging sich im heutigen Einzelbewerb für die Tirolerin denkbar knapp nicht aus: Mit 1157 Ringen (388 Kniend, 391 Liegend und 378 Stehend) verpasste sie Bronze um lediglich zwei Ringe und belegte den vierten Platz. Mit 1145 Ringen schoss sich Teamkollegin Olivia Hofmann auf Rang zehn und Nadine Ungerank wurde 17. (1134 Ringe). Die erste Weltrekordmarke im 3×40-Modus setzten die beiden Deutschen Lisa Müller und Jolyn Beer, die mit jeweils 1161 Ringen Gold und Silber in Empfang nahmen. Bronze ging an Elin Ahlin (SWE).

Zwar blieb die erhoffte Einzelmedaille aus, doch war die Freude über das Mannschaftsergebnis beim letzten WM-Auftritt von Peer, Hofmann und Ungerank groß. Die drei Tirolerinnen erreichten aufgrund der starken Einzelleistungen gesamt 3436 Ringe und mussten sich damit lediglich Team Deutschland geschlagen geben. Platz drei sicherten sich die Schweizerinnen.

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Finalplatzierung für Peer im KK-Dreistellungsmatch

Mit einem hervorragenden Ergebnis im Grunddurchgang beschloss Franziska Peer die Qualifikation des KK-Dreistellungsmatches der Frauen bei der ISSF-Weltmeisterschaft in Changwon (KOR) als Zweite und erzielte im Finale den achten Platz.

1176 Ringe sind neuer Österreichischer Rekord und waren heute das beste Ergebnis der Qualifikation der Frauen im KK-Dreistellungsmatch, das sowohl Isabella Straub (GER), als auch Franziska Peer auf die Scheibe brachten. Mit 391 im Kniend, 396 im Liegend, 389 im Stehend und gesamt 61 Innenringzehnern, musste sich Peer im Grunddurchgang lediglich der Deutschen, die um vier Innenringzehner mehr erzielte, geschlagen geben. Olympia-Fünfte Olivia Hofmann (T), die in der gestrigen Elimination mit 1172 Ringen aufhorchen ließ, konnte das Ergebnis des Vortages mit 1168 Ringen (388 Kniend, 397 Liegend, 383 Stehend) nicht wiederholen und belegte, nur zwei Ringe von einer Finalqualifikation entfernt, den 18. Rang.

In den Kniendserien des Finales fand Franziska Peer nicht ganz zu ihrer Form. Die Weltranglisten-Fünfte konnte auch im Liegend ihren Rückstand nicht verkleinern und beendete diese Weltmeisterschaftskonkurrenz als Achte. Den Sieg holte Yulia Karimova (RUS) vor Isabella Straub und Snjezana Pejcic (CRO). Neben diesen drei Damen erhielt auch noch die Viertplatzierte, Seonald McIntosh (GBR), einen Olympiaquotenplatz für die Spiele in Tokio 2020.

Die neuen Teamweltmeisterinnen sind die deutschen Frauen Isabella Straub, Jolyn Beer und Jaqueline Orth, die mit 3521 Ringen die erste Weltrekordsmarke im 3×40 setzten. Silber ging an Dänemark und Bronze an Russland. Mit gesamt 3491 erreichte Team Österreich mit Olivia Hofmann (1172), Franziska Peer (1171) und Nadine Ungerank (1148), die sich in der Elimination nicht für den Grunddurchgang qualifizieren konnte, den achten Platz.

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© schützenbund.at / Foto: Melmer