Goldfinger

2001 stand er in Kitzbühel auf der Streif am Start… wer weiß, von wem hier die Rede ist?? Richtig, von unserem Physiotherapeuten Philipp Gebhart! Er raste als Vorläufer zwar nicht in Walch­hofers Rekordgeschwindigkeit von 153 km/h Richtung Ziel und konnte auch nicht Strobls Abfahrts-Rekordzeit von 01:51,58 knacken… aber er kam gesund und munter und überglücklich im Ziel an (auch wenn die Zeit vor dem Start die Hölle war)! – ‚Sehr geil!‘ – Das war auch sein allerschönster Moment, den er mit Sport verbindet.

Dass Philipp solche Rasereien gerne mag, wundert einen nicht, wenn man weiß, dass er selbst alpiner Skirennläufer war und das Skigymnasium Stams besucht hat (1994 bis 1998). 1997 erlitt er eine Verletzung, die zu vielen Therapien und Rehabilitationsmaßnahmen führte. Vielleicht auch deshalb, und weil er einen Beruf wollte, bei dem er mit Menschen arbeiten und ihnen helfen konnte, hat er sich dazu entschieden, Masseur zu werden. Die Ausbildung begann Philipp 1999 und im Anschluss betreute er viele unterschiedliche Sportgruppen, von Fußball- bis zu Handball­mann­schaften und auch die Kunstbahnrodler behandelte er bis einschließlich Olympia 2006 in Turin. Dann kam der Punkt, an dem er erkannte, dass er als Physiotherapeut noch mehr bewirken kann, weshalb er von 2008 bis 2011 in Steyr die Ausbildung zum Physiotherapeuten absolvierte. Seit 2011 arbeitet er nun in der Sporttherapie Huber und somit auch im Olympiazentrum.

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WORDRAP „DA SCHAU HER“

Wie unterscheidet sich die Arbeit in der Sporttherapie Huber von der im OZ?
Im Olympiazentrum betreue ich (werdende) Spitzensportler und in der Sporttherapie Huber arbeite ich eher mit Hobbysportlern oder auch älteren Leuten. Mit Spitzensportlern habe ich schon sehr lange zu tun und oft ist es mit ihnen etwas anstrengender. Die Mischung aus beiden Bereichen macht‘s und der Mix taugt mir am besten!

Wie sieht dein Alltag als Physiotherapeut aus?
Um 7:30 Uhr beginnt mein Arbeitstag in der Sporttherapie Huber mit den ersten Patienten. Jede Einheit dauert 45 Minuten und so geht das bis um 13:00 Uhr. Dann habe ich 45 Minuten Mittagspause und fahre ins Olympiazentrum, wo es dann auch im 45-Minutentakt mit der Athletenbetreuung weitergeht, bis um 18:00 Uhr Feierabend ist. Die Tage sind also immer recht gefüllt und lang und man kann sich nicht mal kurzfristig freinehmen, aber das ist in diesem Berufsfeld einfach so, da es schwierig ist, Termine zu verschieben.

Was gefällt dir am meisten an deiner Arbeit?
Die Herausforderung! Alle 45 Minuten sind anders. Man hat zwar gleiche Patienten oder gleiche Verletzungsarten, aber doch unterscheiden sich ja die Menschen voneinander und auch die Verletzungen sind jedes Mal ein kleines bisschen anders und die Behandlung immer individuell. Es gibt also kein Grundrezept und man kann keine Verletzung in eine bestimmte Schublade schieben, sondern man muss immer individuell arbeiten, an sich selbst arbeiten und sich immer weiterbilden.

Was sind deine Stärken in deinem Beruf/ was ist deine Spezialität (besondere Ausbildung, …)?
AK – Applied Kinesiology: Die Angewandte Kinesiologie arbeitet mit dem Muskel und ist eine Untersuchungsform, aus der individuelle diagnostische und therapeutische Schlussfolgerungen gezogen werden können. Mit Hilfe der AK kann man einen umfassenden Einblick in die funktionellen Zusammenhänge und Störungen des Organismus bekommen, indem man die Kraft einzelner Muskeln und ihre Reaktion auf bestimmte Reize prüft.
Ich finde ganzheitliches Arbeiten ganz wichtig und sehr gut. Es geht darum, Muster zu durchbrechen und die Symptome zu behandeln ohne z.B. das Gelenk selbst zu behandeln. Das ist sehr interessant.
Mir liegt es natürlich auch am Herzen, Athleten immer schnell wieder fit zu bekommen, aber manchmal ist das für mich nicht ganz optimal, da man nichts erzwingen kann und Strukturen ihre Zeit brauchen, um sich wieder zu bilden und man einfach auch Geduld haben muss.

Was ist schwierig an deinem Job?
Jede Verletzung ist anders, man muss also immer individuell arbeiten, da es wie schon gesagt kein Grundrezept gibt. Das ist oftmals eine Herausforderung, aber zugleich ja auch das Spannende an diesem Beruf.

Was sind deine Pläne/ Ziele/ Wünsche für die Zukunft?
Ich möchte weiterhin an mir selbst arbeiten und am Ball bleiben, was Fortbildungen betrifft. Außerdem will ich den Spaß an der Arbeit behalten, nicht verkopfen und offen sein für neue Dinge und Methoden, da sich alles permanent weiterentwickelt.

Was braucht es dazu, ein erfolgreiches Comeback nach einer Verletzung zu schaffen?
Ganz wichtig ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Trainern, Physiotherapeuten und den Vertrauten des Athleten. Und auch die Sportler müssen Vertrauen in ihr Team haben. Oft springen sie viel zu sehr hin und her, da sie überall das Beste rausziehen wollen. Aber meistens ist das nicht der richtige Weg und es wäre besser, aufs eigene Team und auf die angewendeten Methoden zu vertrauen.

Kann ein Spitzensportler besser mit akuten Schmerzen nach einer Verletzung trainieren als ein Hobbysportler und hilft das der Genesung?
Ich denke, dass Spitzensportler oft besser durch Schmerzen durcharbeiten können, da sie es gewohnt sind, sich durchzubeißen. Die Frage ist jedoch, ob es das auch bringt. Spitzensportler sollte man eher immer etwas bremsen, da Geduld auch wichtig für den Heilungsprozess ist, Hobbysportler auf der anderen Seite kann man durchaus auch mal an ihre Schmerzgrenze heranführen. Man muss einfach immer die Wundheilphasen im Auge behalten. Ganz früh gegen den Schmerz zu arbeiten ist sicher nicht gut, man kann höchstens im schmerzfreien Bereich versuchen zu mobilisieren. Aber in  der Proliferations­phase kann man durchaus mal gegen und mit dem Schmerz arbeiten. Hier ist das neu gebildete Gewebe noch sehr unstrukturiert und es ist hilfreich, wenn man gewebespezifische Belastungen einbaut. Bei einer Verletzung einer für Zugbelastung ausgelegten Sehne müssen in der Therapie dann beispielsweise spezielle Zugreize auf die Sehne wirken, damit diese später wieder gut funktioniert.  Man muss auch unterscheiden zwischen on/ off und permanentem Schmerz – oft ist Schmerz auch gut, um das Gewebe neu auszurichten.

Wie wichtig ist die Zusammenarbeit von Trainer, Athlet und Physio?
Ohne Zusammenarbeit geht gar nichts! Wenn der Trainer das Eine sagt und der Physiotherapeut das Andere, dann steckt der Athlet in der Zwickmühle. Wenn er beide Personen mag, dann will er es oftmals auch beiden recht machen und dann funktioniert das langfristig nicht gut!

Hobbies/ Sport
MTB, Ski fahren, Laufen, Radfahren, Langlaufen, Skitouren gehen, … alles was man in den Tiroler Bergen machen kann.

Mit welchem Sportler würdest du gerne mal trainieren?
Mit Jim Rego (Crossfittrainer).

Was ist Luxus für dich?
Zeit.

Hättest du lieber einen Monat lang kein Handy oder kein Auto?
Kein Handy.

Wenn du jetzt auf play bei deinem Handy drücken würdest, welches Lied würde kommen?
Beginner – Es war einmal

Welche Sportarten/ Sportler verfolgst du selbst gerne (TV)?
Alle und speziell unsere Sportler. Bei Olympia verfolge ich natürlich immer unsere Athleten. Aber auch beim Fußball und allgemein beim Skifahren schaue ich, was so ab geht.

Blog by Pia Demler

We Fuel You Right

Durch den heutigen Blogeintrag werdet ihr unsere Ernährungsberaterin Martina Baldauf (noch) besser kennenlernen! Martina wird den neuen Instagram-Account SPORTERNAEHRUNGTIROL des Olympiazentrums betreuen und regelmäßig mit Rezepten, Informationen und Inspiration nach dem Motto #wefuelyouright updaten! Außerdem gibt es am Ende dieses Posts das Rezept für ein leckeres Bananen-Brot als PDF zum Ausdrucken und gleich Ausprobieren!

Nun aber zu Martina: Schon als Kind interessierte sich die 26-Jährige leidenschaftlich für Biologie und Ernährung und so war es keine große Überraschung, dass sie diese Fachbereiche auch für ihren Ausbildungsweg wählte. Nach dem Schulabschluss absolvierte sie das Bachelorstudium der Biologie an der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck. Während ihrer Studienzeit kristallisierte sich ihr besonderes Interesse am Menschen und seinen elementarsten Grundbedürfnissen – Bewegung und Ernährung – heraus. Dies führte zu ihrer Entscheidung, einen Masterabschluss der Angewandten Ernährungswissenschaften an der UMIT (the health & life science university) in Hall in Tirol anzustreben, den sie im März 2016 erfolgreich erlangte.

Am OLYMPIAZENTRUM CAMPUS SPORT TIROL arbeitet Martina seit Mai dieses Jahres in Teilzeit und ist momentan auch dabei, sich im Bereich der Sporternährungsberatung (individuelle Betreuung und Beratung sowie Workshops und Vorträge) selbständig zu machen.

Privat kann man Martina in sportlicher Hinsicht beim Berggehen, Laufen, Rennrad fahren, Athletiktraining, in der Loipe oder auch beim Yoga antreffen. Sie kocht und fotografiert mit großer Freude, interessiert sich für Design, Kunst und Literatur, und wenn es die Zeit zulässt, lernt sie auch gerne mal ein neues Handwerk (z.B. Nähen).

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WORDRAP „DA SCHAU HER“

Wie sieht dein Alltag als Ernährungswissenschaftlerin am OZ aus?
Das Schöne ist, dass es so etwas wie eine alltägliche Routine für mich hier am OZ nicht gibt. Jeder Tag ist anders, es kommen Athleten aus den unterschiedlichsten Sportarten mit verschiedensten Anliegen rund um das Thema Ernährung zu mir.

Was gefällt dir am meisten an deiner Arbeit?
Das ist wohl die Vielfältigkeit, die dieser Beruf mit sich bringt, die Arbeit mit jungen, aktiven und hochmotivierten Menschen und die Tatsache, dass ich wirklich jeden Tag etwas Neues dazulernen kann.

Was sind deine Stärken in deinem Beruf?
Wahrscheinlich meine Motivation, eine Fragestellung so lange zu bearbeiten, bis ich die für mich befriedigende Antwort gefunden habe. Und dass ich gerne und offen auf neue Leute zugehe, mich gerne mit ihnen unterhalte, um sie so Schritt für Schritt kennenzulernen.

Was sind deine Pläne/Ziele/Wünsche für die Zukunft? Visionen?
Am Olympiazentrum steht auf jeden Fall die Weiterbildung für die Beratung der Athleten an erster Stelle, sowohl als Wunsch als auch als Ziel. Ideen rund um die Beratung gibt es da wahnsinnig viele, wie z.B. für die Athleten regelmäßige Workshops in Kleingruppen anzubieten, z.B. „DIY die optimale Regenerationsmahlzeit“ oder ein gemeinsames Einkaufen im Supermarkt, um sportgerechte Lebensmittel auszuwählen. Kurzvortragsreihen zu spezifischen Inhalten (z.B. kurz und knackig spezielle Supplemente zu durchleuchten) wären auch spannend. Aber auch den neu eröffneten Instagram-Account mit immer kreativen und ideenreichen Posts zu füllen und kontinuierlich weiter zu entwickeln ist ein Punkt auf der to-do-Liste für die nahe Zukunft
Konkretes Ziel für die nächsten Wochen/Monate ist definitiv neben meiner Arbeit am OZ meine Selbstständigkeit aufzubauen, um dann individuelle Sporternährungsberatung und Workshops/Vorträge auch für Leistungssportler bzw. motivierte Hobby- und Breitensportler außerhalb des OZ anzubieten.

Welche Bedeutung hat deiner Meinung nach das Thema Ernährung in der Gesellschaft?
Da stellt sich natürlich die Frage, wer „die“ Gesellschaft ist. Aber wenn man es auf den Großteil der beispielsweise österreichischen Bevölkerung bezieht, hat Ernährung wohl leider nicht die Bedeutung, die ihr eigentlich zusteht. Statt Qualität zählt großteils Quantität. Das allgegenwärtige Angebot, die stetige Verfügbarkeit von Essen und die geringe Bereitschaft, Geld für qualitativ hochwertige Lebensmittel auszugeben, führt zwangsläufig zu einem Ernährungsverhalten, das für die Gesundheit nicht förderlich ist. Viele Menschen haben verlernt, auf ihren Körper zu hören, sich bewusst mit ihrer Ernährung und dem Essen auseinander zu setzen, zu spüren was der Körper gerade braucht, was ihm guttut und was nicht, wie sich Hunger anfühlt und wann er satt ist. Das ist meiner Meinung nach aber elementar für den richtigen Umgang mit Ernährung.

Wie sehr unterscheidet sich die Ernährung von professionellen Athleten von der der Freizeitsportler bzw. Nichts-Tuer?
Einerseits spürt der Hochleistungssportler natürlich auf eine viel direktere Art und Weise den unmittelbaren Zusammenhang von Ernährung/Essen und daraus resultierender Energiebereitstellung und der Leistung bei sportlicher Aktivität. Wenn er zu Mittag Wiener Schnitzel mit Pommes isst und dann 1-2h später Intervalle laufen soll, wird er wenig Freude haben. Dass die Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit im Training und die Performance im Wettkampf hat ist inzwischen unbestritten und dessen sollte sich jeder Hochleistungssportler bewusst sein.
Andrerseits braucht der Profisportler natürlich auch etwas Anderes/mehr als der durchschnittliche, sportlich mäßig aktive bzw. inaktive Mensch. Kohlenhydrate sind immer wieder Thema, genauso wie Eiweiß und verschiedene Mikronährstoffe.

Beim Sport – besser Wasser oder Sportgetränke?
Das kommt auf die Intensität und Dauer der sportlichen Betätigung an. Unter 1h Belastung reicht für gewöhnlich Wasser, ab 1h empfiehlt sich dann ein Sportgetränk, das zumindest Natrium und Chlorid (Salz) – abhängig vom Schweißverlust – und auch ein paar Kohlenhydrate beinhaltet. Bei 2-3h Belastung sind dann die Kohlenhydrate im Getränk nochmals wichtiger. Man kann sich die Sportgetränke aber auch leicht selbst herstellen und muss so nicht immer auf gekaufte Produkte zurückgreifen, die recht teuer sind und oftmals viel mehr Zutaten als nötig beinhalten.

Was würdest du Athleten raten, die Gewicht verlieren müssen, ohne Muskelmasse zu verlieren? Was sollten Athleten ernährungstechnisch beachten, wenn sie an Masse und Kraft zulegen müssen?
In allererster Linie sind beide Zielsetzungen eine Frage der Energiebilanz. Will ich Gewicht (Fettmasse) verlieren, sollte ich am Ende jedes Tages mehr verbraucht haben, als ich mir zugeführt habe. Beim Muskelaufbau gilt das Gegenteil, da sollten am Ende des Tages mehr kcal aufgenommen als verbraucht worden sein. Zusätzlich gilt es dann noch die Verteilung der Makronährstoffe (Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette) anzupassen, in unterschiedlicher Weise an Trainingstagen bzw. trainingsfreien Tagen.

Was hältst du von Nahrungsergänzungsmitteln?
Eine gezielte und geplante Supplementation unter besonderen Situationen bzw. speziellen individu­ellen Bedürfnissen ist legitim – vorausgesetzt die Basisernährung passt. Nahrungsergänzungsmittel aus Faulheit bzw. als Ersatz einer sportgerechten Basisernährung zu konsumieren ist der falsche Weg und kann unter Umständen mehr Schaden als Nutzen bringen (z.B. Vitamin C)!

Was sollte man an Lebensmitteln immer zuhause haben?
Im besten Fall viel und verschiedenes frisches Obst und Gemüse, Salate, Milch und magere Milchprodukte (z.B. Hüttenkäse, Joghurt, Topfen, Sauerrahm, Frischkäse), Eier, frisches mageres Fleisch (Pute, Huhn, mageres Rind) oder Fisch, frische Kräuter; gewisse Lebensmittel, die sich länger und teils ungekühlt lagern lassen, auf Vorrat zu kaufen,  ist sicherlich eine gute Idee. So kann man auch spontan das Richtige kochen, selbst wenn man gerade von einer Reise zurückgekommen ist. Z.B.: Bohnen/Linsen in der Dose, Vollkornnudeln, verschiedene Getreide(-mehle), Naturreis, Getreide­flocken, Nüsse und Samen, Gewürze, Fisch in der Konserve, passierte Tomaten/Tomaten in der Dose, getrocknete Pilze, Oliven/Kapern usw.  im Glas, abgepacktes Vollkorn-Schnittbrot, Getreidemilch, Fruchtmus.

Was findet man bei dir immer im Kühlschrank?
Eigentlich immer drin sind Milch, Leinöl, Senf, Zitronen, diverse Milchprodukte (meistens Topfen, Hüttenkäse, Sauerrahm, Joghurt), Eier, diverses Gemüse (v.a. Karotten, Fenchel, Zucchini), geräucherte Forelle/Saibling o.ä. und auf Vorrat abgepackte, gekochte Bohnen. Mein Kühlschrank ist leider sehr klein und schnell sehr voll durch viel Obst und Gemüse – mir sind frische, unverarbeitete Lebensmittel sehr wichtig. Auch liebe ich es, „neue“ Lebensmittel zu entdecken und auszuprobieren, vor allem alte regionale Produkte, die leider oft zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind.

Lieblings-Lebensmittel und -Gericht?
Lieblings-Lebensmittel: Blaubeeren
Lieblings-Gericht: derzeit mein Favourit: „Conchiglie granchi di fiume“ von L’Osteria (Pasta mit Flusskrebsen, Karotten,  Zucchini und Hummersauce). Gemischter Salat mit gebratener Hühnerbrust und Brot geht auch immer!

Was möchtest du mit dem Instagram-Account SPORTERNAEHRUNGTIROL erreichen?
Ich möchte unseren Athleten am OZ neue Inputs und Anstöße für die eigene Ernährung geben. Im Alltagstrott verliert man oftmals die Ernährungsvielfalt, man kocht häufig dieselben bewährten Gerichte und es fehlt einem manchmal einfach an Ideen, was man sich kochen könnte. Ich möchte unseren Athleten zeigen, dass man auch mit wenigen Zutaten und in kurzer Zeit abwechslungs­reich, lecker und sportgerecht kochen kann. Und gleichzeitig kann man bei den Posts auch noch kurze und knackige Infos zu Lebensmitteln und Tipps + Tricks zur Sporternährung erhalten.

Was hältst du von den aktuellen Food-Trends (Paleo, Low Carb, …) für Sportler?
Im Hochleistungssport ist meiner Meinung nach jede strenge Diät, die bestimmte Lebensmittel­gruppen ausklammert – wenn nicht aus medizinischer Sicht notwendig – nicht sinnvoll. Wenn ein Athlet bei 1-2 Trainingseinheiten am Tag auf Kohlenhydrate verzichtet, wird er bald merken warum das keine allzu gute Idee war …

Mit welchem Sportler würdest du gerne mal trainieren?
Wahrscheinlich mit Joey Kelly. Vor allem im Bereich Mentaltraining… der Kerl ist wahnsinnig beeindruckend und beeindruckend wahnsinnig!

Was ist Luxus für dich?
In der Stille und ohne Hast am Berg zu wandern.

Hättest du lieber einen Monat lang kein Handy oder kein Auto?
Kein Auto; aber kein Handy tät auch mal gut!

Wenn du jetzt auf play bei deinem Handy drücken würdest, welches Lied würde kommen?
„Society“ von Eddie Vedder

Welche Sportarten/ Sportler interessieren dich besonders/ verfolgst du (im TV)?
Straßenrad, Leichtathletik, Großevents.

Was war dein schönster Moment, den du mit Sport verbindest?
Als ich dieses Jahr spontan und zum ersten Mal den Halbmarathon gelaufen bin.

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Rezept: bananenbrot

Athlet: Christian Borgnaes, 20 Jahre alt, Ski Alpin, aktuell in der Vorbereitung für die kommende Saison nach einem Kreuzbandriss im Frühjahr; Ernährungsziel: Muskelaufbau.

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Persönliche Updates von Martina findet ihr auf ihrer privaten Instagramseite & Facebook.

© Bilder: Christian Koch

#roadtorio – Sail for your Soul

… das tun Nikolaus Resch und Nico Delle-Karth, auch bekannt als Niko und Nico oder Nicko oder Nickomania! Die beiden Segler, die hier mit Coach Christoph Ebenbichler trainieren seit es das Olympiazentrum gibt, bereiten sich derzeit in den letzten Zügen auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro vor. Aber nun erst einmal zurück zum Anfang.

Begonnen mit dem Segeln hat Niko mit seinen Eltern in Kärnten am Wörthersee. Nico ist über seinen Vater zum Segelsport gekommen und hat damit am Gardasee angefangen. Ein Team sind sie seit 1999, mit Niko als Vorschoter und Nico als Steuermann. Ihre ersten gemeinsamen Erfolge auf österreichischer Ebene feierten sie mit Club- und Landesmeisterschaften, 2000 gewannen sie den österreichischen Meistertitel. Auf internationaler Ebene gelang ihnen der Durchbruch mit einem 6. Platz bei der Kieler Woche und einem 4. Platz bei der Jugendweltmeisterschaft in Sydney, ebenfalls im Jahr 2000. Heute können die beiden auf viele weitere Erfolge zurückblicken, wie zum Beispiel die Plätze 10, 8 und 4 bei den Olympischen Spielen in Athen, Peking und London und ihre zwei Vize-Weltmeistertitel von 2007 (Cascais) und 2016 (Clearwater).

Auf die Frage, warum er Vorschoter wurde, meinte Niko, dass er es schon immer mochte, am Trapez zu segeln und dass das in der Jugendklasse nur der Vorschoter macht. Nico hat das Steuern mehr Spaß gemacht, weshalb er Steuermann wurde.

Segeln ist eine sehr komplexe Sportart, bei der viele Aspekte wichtig sind: Balance, Koordination, aber auch Ausdauer und Kraft. Wie Nikos und Nicos Coach Chris immer sagt: ‚Ihr müsst Hybriden sein!‘ Besonders wichtig beim Training ist den 49er Seglern Kontinuität und das regelmäßige Trainieren über einen längeren Zeitraum. Meist haben sie Quartals- oder Saisonziele. Oft wird zuerst analysiert, ob es in bestimmten Bereichen Verbesserungspotential gibt, dementsprechend wird dann trainiert. Im nächsten Wettkampf zeigt sich meist etwas Anderes, das ausbaufähig ist, und dann wird daran gearbeitet. Im Winter bzw. längere Zeit vor Wettkämpfen und zwischen Höhepunkten wird die Technik trainiert, unmittelbar vor einem Wettkampf gibt es Speed-Training.

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WORDRAP „DA SCHAU HER“

Wie sieht ein typischer Trainingstag bei euch aus?
Niko & Nico: Es ist unterschiedlich und kommt darauf an, was wir gerade machen und wo wir gerade sind. Wenn wir Segeln, dann sieht ein Tag ungefähr so aus:
Nach dem Aufstehen wird erstmal der Körper aktiviert, durch lockeres Laufen, Sprints oder Laufschule. Dann wird gefrühstückt und danach gibt es ein Wetterbriefing und danach geht es in den Club zur Bootarbeit. Anschließend fahren wir dann 4 Stunden raus und nachdem wir zurückgekommen sind, haben wir eine Wetter- und Trainingsnachbesprechung. Dann wird nochmal eine Fitness-Trainingseinheit durchgeführt und es geht zum Physio. Dann gibt es Abendessen und anschließend kommt oft noch einmal der Physio und dann wird geschlafen.

Habt ihr eine Routine vor Wettkämpfen?
Niko: Wir fahren raus, und dann ist unser Programm immer gleich. Wir testen einige Dinge, fahren rauf und runter und testen die Seiten und verschiedene Manöver.

Nico: Wir arbeiten innere Checklisten ab, um dann, egal in welcher Situation wir uns gerade befinden, nichts zu vergessen.

Wie habt ihr euch jetzt noch die letzten Wochen vor Olympia dafür vorbereitet?
Niko & Nico: Wir hatten erst noch ein wenig segelfrei und trainierten Ausdauer und Kraft bis wir für 3 Wochen nach Rio geflogen sind, um dort vermehrt Probewettkämpfe durchzuführen. Dann sind wir zurückgekommen und zuerst stand die offizielle Einkleidung am Programm, danach folgte die Verabschiedung beim Bundespräsidenten. Und am 27. ging es dann nach Rio!

Fühlt ihr euch noch besser vorbereitet als für die vorherigen Olympischen Spiele?
Niko: Definitiv fühlen wir uns besser vorbereitet. Wir haben bessere Unterstützung von Verbandsseite her, wir haben Meteorologen, Psychologen, Physiologen, ein großes Team. Allgemein arbeiten wir und das Team noch besser und enger zusammen.

Nico: Ja. Wir haben einen großen Schritt gemacht und sind in den letzten 4 Jahren noch einmal auf ein ganz anderes Level gekommen.

Ziele für Olympia?
Niko & Nico: Das Ziel ist eine Medaille, wobei die Farbe egal ist, Hauptsache Medaille! Die will man ja in jedem Wettkampf!

Was sind eure Stärken beim Segeln?
Niko: Mittlerweile haben wir sehr viel Erfahrung und wissen, worauf es ankommt. Und wir sind ein starkes Team.

Nico: Wir sind miteinander gut und können sehr konstant segeln.

Was war euer schönster ‚Sportmoment‘?
Niko: Im Februar in Clearwater, als wir Vize-Weltmeister wurden, das war toll, weil das seit dem 2. Platz bei der WM 2007 unsere nächste WM-Medaille war, und wir uns die Medaille dieses Jahr erarbeitet haben, die 2007 ist eher einfach passiert.

Nico: Für mich waren auch beide Vize-Weltmeistertitel ein tolles Erlebnis. Und die Eröffnungsfeier bei den Olympischen Spielen in Athen!

Mit welchem Sportler würdet ihr gerne mal trainieren?
Niko: Ich würde gerne mal mit Roger Federer Tennis spielen.

Nico: Am liebsten trainiere ich mit den Trainern vom Olympiazentrum.

Was ist eure liebste Ausgleichssportart/ habt ihr in eurer Kindheit anderen Sport gemacht?
Niko: Früher habe ich Cricket und Handball gespielt, heute spiele ich Tennis und Golf, aber viel Zeit bleibt nicht für anderen Sport.

Nico: Momentan gehe ich gerne Mountainbiken, Kiten, Windsurfen, Segeln und Ski fahren.

Welche Musik hört ihr gerne (beim Training)?
Niko: FM 4.

Nico: Florence and the Machine.

Welche Sportarten/ Sportler verfolgt ihr selbst gerne?
Niko: Nichts speziell, aber ich verfolge den America‘s Cup und die Teams dort.

Nico: Ich schau gern, was beim Surfen so abgeht. Meine liebsten Surfer sind Kelly Slater und John John Florence.

Was ist eure größte Motivation, immer weiter zu machen?
Niko: Für mich ist es die Medaille in Rio.

Nico: Ich bin motiviert, weil mir der Sport Freude macht und es meine Leidenschaft ist.

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Persönliche Updates von Niko und Nico findest du auf Facebook und auf ihrer Homepage!

Blog by Pia Demler

#roadtorio – Tee Time

Nach 112 Jahren werden dieses Jahr bei den Olympischen Spielen wieder Golf-Wettkämpfe ausgetragen. Unsere Golf-Proette Christine Wolf konnte sich in der zweijährigen Qualifikationsphase einen der Top-60 Plätze sichern und wird vom 17. bis zum 20. August in Rio de Janeiro mit am Start sein.

Angefangen hat alles, als Christine und ihre Schwester Kinder waren und sie ihre Eltern auf den Golfplatz begleiteten. Irgendwann konnten die beiden es dann auch selbst versuchen und richtig angefangen hat Christine mit 10 Jahren im Golfclub Innsbruck-Igls (Rinn und Lans). Bald konnte sie auch erste größere Erfolge bei Schüler- und Jugend­meister­schaften feiern, dann folgten einige Einsätze bei Auslandsturnieren und mehrere Europameister­schaften sowie die Qualifikation und Teilnahme an der US Women‘s Open 2011. Als Christine noch Amateur­­-Golferin war, hatte sie ein Handicap von +1.8.

Für ihr Studium ging Christine in die USA, wo sie 2011 ihr Bachelorstudium in Marketing und Management an der University of Tennessee at Chattanooga abschloss.  Dort war sie bis dahin auch im College-Team, den ‚Mocs‘, und ihr war danach klar, dass sie Golf weiterverfolgen wollte. Auch die Teilnahme an den US Open 2011 hat zu ihrem Entschluss beigetragen, im September 2012 Golf-Proette zu werden. Schon bei ihrem zweiten Turnier als Proette, der Ladies Crete Open, gewann sie den ersten Platz.

Ihr letztes Hole in One hat Christine 2011 auf dem Kurzplatz auf der Practice Facility im College in Amerika geschafft. Am besten beherrscht sie Drives, die sind meist am Fairway und dadurch ist der Schlag ins Grün oft angenehmer. Meistens gehen ihre langen Schläge über 235m, ihr weitester ging 265m. Nachdem jedes Turnier auf einem 18 Loch-Platz gespielt wird, mag sie diese lieber. Aber ab und zu während des Trainings schnell 9 Loch zu spielen bringt auch eine super Abwechslung. Christine versucht auch, beim Training alle Sparten abzudecken – langes und kurzes Spiel. Besonders wichtig für eine Golferin, meint sie, ist, dass man genügend Zeit rund ums Grün verbringt. Wenn das kurze Spiel top ist, wird auch das lange besser. Auch wenn Christine über die letzten Jahre schon etwas an Länge gewonnen hat, sieht sie da noch einiges an Potential, das kurze Spiel und auch der Schwung können immer noch verbessert werden, außerdem gibt es beim Golf immer etwas, an dem man weiterarbeiten kann.

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WORDRAP „DA SCHAU HER“

Welche Schläger hast du immer mit dabei?
Auf einer Golfrunde darf ich ja nur 14 Schläger verwenden, aber wenn ich von Turnier zu Turnier reise, habe ich immer 16 Schläger dabei. Plätze und Verhältnisse sind oft sehr verschieden, so kann ich variieren und mich dann entscheiden, welche Schläger ich mitnehme. Außerdem habe ich auch immer einen Linksschläger mit dabei.

Wo siehst du dich in einem, drei und in fünf Jahren?
Da werde ich sicher noch auf den Golfplätzen unterwegs sein.

Wie sieht ein typischer Trainingstag bei dir aus?
In der Früh starte ich mit Fitnesstraining im Olympiazentrum bei meinem Coach Roland Luchner und dann geht es direkt zum Golfplatz, wo ich meistens den ganzen Tag verbringe.

Hast du eine Routine vor Wettkämpfen?
Wettkämpfe sind für mich das Größte. Ich liebe es, mich mit anderen zu messen!

Wann hast du gemerkt, dass aus dem Traum Olympia Realität werden könnte?
Ende 2014, als ich einen richtig guten Saisonabschluss hatte und dann schon in den Qualiplätzen geführt wurde.

Wie bereitest du dich für Olympia vor?
Mit viel Training mit meinem Trainer Steve Waltman und ich werde auch die Löcher schon vorher in den vorgegebenen Längen spielen.

Wen nimmst du nach Rio mit?
Als Caddy kommt mein guter Freund Clemens Dvorak mit. Wir kennen uns schon seit Jahren und er weiß daher, wie ich am Platz bin. Außerdem werden mich auch meine Eltern begleiten.

Ziele für Olympia? Was willst du erreichen?
Mein erstes Ziel war sicher, die Qualifikation zu schaffen und jetzt heißt es, so wie bei jedem Turnier, so weit wie möglich vorne mitzuspielen und nicht ‚nur‘ einfach dabei zu sein.

Gibt es jemanden, für den du in Rio an den Start gehst? Wem würdest du eine Medaille widmen?
Meinen Eltern. Sie haben mich und auch meine Schwester immer unterstützt und sind tausende Kilometer gefahren, um uns von Turnier zu Turnier zu fahren. Ohne meine Eltern wäre ich nicht, wo ich heute bin.

Welches ist dein Lieblingsturnier?
Mein Lieblingsturnier ist Dubai. Dort ist der Platz in einem super Zustand und es ist immer super organisiert.

Was wärst du heute, wenn nicht Golferin?
Hmm… wahrscheinlich würde ich im Bereich Marketing oder Management arbeiten. Also mein Studium umsetzen.

Mit welchem Sportler würdest du gerne mal trainieren?
Novak Djokovic. Ich denke, dass ich von ihm noch viel lernen könnte.

Was ist Luxus für dich?
Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen. Da ich das ganze Jahr über ziemlich viel unterwegs bin, genieße ich diese Zeit dann immer umso mehr.

Hättest du lieber einen Monat lang kein Handy oder kein Auto?
Kein Handy. Zu den Golfplätzen in der Nähe komme ich zwar mit dem Rad (habe ich auch schon gemacht mit dem Bag am Rücken), aber mein Trainer wäre dafür zu weit weg.

Wenn du jetzt auf play bei deinem Handy drücken würdet, welches Lied würde kommen?
Summer of 69 – Bryan Adams

Was ist deine liebste Ausgleichssportart/ hast du als Kind anderen Sport gemacht?
Ich war als Kind eigentlich immer draußen unterwegs, egal ob Rad fahren, wandern, Tennis spielen, Ski fahren, oder rodeln. Das sind auch heute noch die Sportarten, die ich gerne mache (wenn die Zeit es erlaubt).

Was sind deine Stärken, was zeichnet dich aus (in deiner Sportart)?
Meine Stärken sind, dass ich mich eigentlich nicht schnell aus der Ruhe bringen lasse und dass ich bis zum Schluss voll kämpfe.

Welche Sportarten/ Sportler verfolgst du selbst gerne (TV)?
Ski fahren und Tennis.

Was war dein schönster ‚Sportmoment‘, was hat dich geprägt?
Meine schönsten Momente bis jetzt war sicherlich die Quali zu den US Women’s Open, mein Sieg in Kreta, und jetzt die Quali für Rio.

Was ist deine größte Motivation, immer weiter zu machen?
Das Gefühl, dass man nach einem Wettkampf hat, wenn man merkt, das harte Training hat sich bemerkbar gemacht und ausgezahlt. Man weiß es geht immer noch mehr und will ganz nach oben.

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Persönliche Updates von Christine findest du auf Facebook, Instagram und auf ihrer Homepage!

Blog by Pia Demler

#roadtorio – Die Ringe im Visier

Seit Los Angeles 1984 nehmen Sportschützinnen an den olympischen Spielen teil und dieses Jahr ist auch die 24-jährige Olivia Hofmann mit von der Partie, die am Olympiazentrum mit ihrem Coach Roland Luchner trainiert.

Angefangen hat alles durch Zufall im Jahr 2014, als eine Schulfreundin ihr erzählte, dass sie schießen geht. Olivia ging einmal mit und hat seitdem immer weiter gemacht in ihrem Verein, dem SG Hötting. Zuerst schoss sie mit dem Luftgewehr, das deswegen ihr Favorit ist, jedoch mag sie das anspruchsvollere Kleinkaliber auch, da es mehr Abwechslung bietet. Erste Erfolge feierte Olivia bei nationalen Bewerben, der erste größere Erfolg war schon bei ihrem ersten internationalen Bewerb der Finalplatz. Bei Olympia wird Olivia in 10m Luftgewehr und 50m 3-Stellung an den Start gehen.

Für ihr Training steckt sich Olivia Ziele, um immer voll fokussiert zu sein. Längerfristige Ziele sind bei ihr oft zeitlich nicht genau definiert, weil im Schießsport viele Variablen mitspielen, die nicht immer abschätzbar sind. Besonders wichtig beim Training einer Sportschützin sind eine gute allgemeine Ausdauer und eine starke Rumpfmuskulatur. Vor allem das Stehen über mehrere Stunden beansprucht den Rücken ungemein. Verbesserungspotential sieht Olivia bei schießtechnischen Dingen, wobei ihr oftmals nur noch die Erfahrung fehlt, besonders bei der 50m 3-Stellung.

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WORDRAP „DA SCHAU HER“

Wo siehst du dich in einem, drei und in fünf Jahren?
Schwierige Frage! Mein Plan geht eigentlich nur bis Rio, mein ganzes Leben ist danach ausgelegt. Aber sicher werde ich auf den Schießständen der Welt zu finden sein und dann auch mein Studium abgeschlossen haben.

Wie sieht ein typischer Trainingstag bei dir aus?
Meine Trainingstage sind öfter spontan geplant. Aber generell beginne ich immer mit einem guten Frühstück, dann geht es entweder auf den Schießstand oder in die Kraftkammer. Welche Disziplin ich dann trainiere, hängt viel von meinem Gefühl und meiner Laune ab.

Hast du eine Routine vor Wettkämpfen?
Meine Routine fängt schon beim Frühstück an, da gibt es praktisch immer das Gleiche. Während des Wettkampfs bin ich eigentlich immer voll fokussiert, aber eine positive Denkweise ist immer vorhanden.

Wann hast du gemerkt, dass aus dem Traum Olympia Realität werden könnte?
Ich habe Ende 2014 die Entscheidung getroffen, alles für meinen Traum Olympia zu tun. Nach meinem Quotenplatz  war es für mich schon recht sicher, obwohl ich mich auch intern qualifizieren muss.

Ziele für Olympia? Was willst du erreichen?
Ein Finalplatz wäre für mich auf jeden Fall ein großer Erfolg, aber prinzipiell werde ich auf jeden Fall mein Bestes geben!

Wie bereitest du dich für Olympia vor?
Mit unzähligen Trainingsstunden  in der Kraftkammer und einigen tausend Schuss am Schießstand. Aber auch im mentalen Bereich arbeite ich konsequent.

Gibt es jemanden, für den du in Rio an den Start gehst? Wem würdest du eine Medaille widmen?
Eine Medaille würde ich meiner Mama widmen, sie hat mich in jeder Lebenslage unterstützt und auch unzählige Male zum Training und zu Wettkämpfen gebracht.

Was wärst du heute, wenn nicht Sportschützin?
Wahrscheinlich keine Sportlerin. Also vermutlich schon Architektin, weil ich genug Zeit fürs Studium hätte.

Mit welchem Sportler würdest du gerne mal trainieren?
Mit Roger Federer.

Was ist Luxus für dich?
Zeit mit Freunden und Familie verbringen;  bei unzähligen Stunden am Schießstand und in der Kraftkammer und mit dem vielen Reisen bleibt leider wenig Zeit für seine Lieben.

Hättest du lieber einen Monat lang kein Handy oder kein Auto?
Definitiv kein Handy! Bei ca. 50kg Schießgepäck geht leider ohne Auto gar nichts.

Wenn du jetzt auf play bei deinem Handy drücken würdet, welches Lied würde kommen?
Florence and the Machine – Shake it out.

Was ist deine liebste Ausgleichssportart/ hast du als Kind anderen Sport gemacht?
Als Kind war ich viel draußen zu finden. Ob Fußball, Volleyball oder Badminton, ich war immer dabei. Und es gibt nichts Schöneres als an einem sonnigen Tag Ski zu fahren.

Was sind deine Stärken, was zeichnet dich aus (in deiner Sportart)?
Einen Wettkampf auch nach einem verpatzten Start nie aufzugeben. Das hat mir schon einige Topplatzierungen eingebracht.

Welche Sportarten/ Sportler verfolgst du selbst gerne (TV)?
Es gibt wenig,  das ich nicht verfolge, aber Tennis und Wintersport sind sicher auf meinem Plan.

Was war dein schönster ‚Sportmoment‘, was hat dich geprägt?
Sicher meine Medaille bei den European Games! Aber auch mein Quotenplatz für Rio hat mich geprägt, das hat noch einen Motivationsschub gebracht.

Was ist deine größte Motivation, immer weiter zu machen?
Die Glücksgefühle, die man spürt, wenn man sein Bestes gibt und Erfolge feiert.

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Blog by Pia Demler

#roadtorio – Chikara-hittatsu

Chikara-hittatsu heißt nach dem Begründer des Jūdō, Kanō Jigorō, so viel wie „die Anstrengungen führen immer zum Ziel“ – das wünschen wir auch unseren Judoka Bernadette Graf (-70kg) und Kathrin Unterwurzacher (-63kg), die in Rio de Janeiro an ihren ersten Olympischen Spielen teilnehmen werden.

Kathis großer Bruder hat sie mit 7 Jahren zum Judo gebracht, da sie unbedingt auch so tolle Würfe lernen wollte wie er. Ihr erster großer Erfolg war der Europameistertitel U17,  danach gewann sie 2x Gold und 1x Silber bei der WM U20 und der EM U23. Ihre ersten Judotrainings absolvierte Berni im Alter von 6 Jahren in Ampass, einer Außenstelle des Judozentrums Innsbruck, wo sie auch erste Erfolge als kleine Judokämpferin erzielte, wie Medaillen bei Vereinsmeisterschaften und den Tiroler Meisterschaften in der Mini-Klasse. Erste große Erfolge waren der Gewinn der Goldmedaille bei der Junioren-WM und -EM.

Harai goshi ist Kathis Spezialtechnik, wobei sie mit Selbstfalltechniken am Häufigsten erfolgreich ist. Verbesserungspotential sieht sie überall, da man stetig an sich arbeiten muss. Am wenigsten kommt sie mit Gegnern zurecht, die sich immer vor sie werfen um aktiver auszusehen, auch ihren Bodenkampf will sie weiter verbessern. Bei Berni ist es unterschiedlich, aber zurzeit wendet sie Selbstfalltechniken (Uranage, Sumi gaeshi) am Erfolgreichsten an. Sie sieht bei allen Techniken, Griffvarianten, im Kraftbereich (v.a. Griffkraft) und bei technisch-taktischen Herangehensweisen noch Potential sich zu verbessern, das muss auch so sein, da man im Judo nie auslernt! Bei ihren Gegnern ist es weniger die Technik als die Auslage, die ihr Schwierigkeiten bereitet. Gegen Linkskämpfer kommt sie oft weniger gut zurecht als gegen Rechtskämpfer.

Wichtige Trainingsaspekte einer Judoka sind in den Augen von Kathi und Berni Technik, aber auch Kraft, um die Techniken durchsetzen zu können. Des Weiteren spielen Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination und judospezifische Ausdauer eine Rolle. Besonders wichtig beim Training ist Kathi die Vielseitigkeit – man muss alles trainieren, um besser zu werden. Sie trainiert 2-3 Mal pro Tag, wobei Samstag meistens frei ist und der Fokus immer auf den bevorstehenden Turnieren liegt. Berni legt bei ihrem Training Wert darauf, stetig Fortschritte bei ihrer Leistung zeigen zu können. Beim Krafttraining, sagt sie, hat sie 6 Wochen Vollgas Zeit um die Maximalkraft zu steigern, jedoch funktioniert das beim Judo nicht. Um die Technikausführung zu verbessern, spritziger zu werden oder zum Beispiel die Mattenrandsituation besser zu beherrschen, kann man sich keine Zeitlimits setzen, das ist ein dauerhafter Prozess, der immer weitergeht. Zuständig für das Athletiktraining der beiden hier am Olympiazentrum ist Carson Patterson.

Ein typischer Trainingstag sieht bei Kathi so aus, dass sie in der Früh zur Standeskontrolle (Bundesheer) geht und danach gleich das erste Training absolviert. Am Dienstag zum Beispiel hat sie morgens und abends Judotraining und am Nachmittag eine Ausdauereinheit. Mittwochs trainiert sie in der Früh Kraft, nachmittags hat sie Schnelligkeitstraining und am Abend eine Ausdauereinheit. Natürlich ist das Training auch abhängig davon, wo auf der Welt die beiden Judoka gerade trainieren und was als Nächstes ansteht, Wettkampf oder Trainingslager. Für Berni beginnt ein typischer Tag zuhause ebenfalls mit der Standeskontrolle beim Bundesheer, danach geht es direkt ins Kraft- oder Judotraining, nach dem Mittagessen gibt es eine Ausdauereinheit, am Nachmittag geht es zur Physiotherapie und am Abend dann zum Judo. Ihr Judotraining absolvieren Kathi und Berni bei ihren Heimtrainern Martin Scherwitzl (Präsident des Judozentrums Innsbruck) und Gernot Frei und bei Nationaltrainer Marko Spittka, der selbst schon eine Bronzemedaille bei Olympischen Spielen gewinnen konnte.

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WORDRAP „DA SCHAU HER“

Wo seht ihr euch in einem, drei und in fünf Jahren?
Kathi: Ich habe vor, noch eine ganze Weile Judo zu machen!

Berni: In einem Jahr sehe ich mich im ganz normalen Trainingsalltag wieder (mit einer Olympiamedaille zuhause hängen – das würde ich mir sehr wünschen!) Wenn der Körper mitmacht und keine großen Verletzungen passieren, befinde ich mich in drei Jahren mitten in der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Und in fünf Jahren, da bin ich dann 29, keine Ahnung was dort sein wird. Sowas kann man weder voraussagen noch vorausplanen. Vielleicht habe ich meine Karriere bis dahin schon beendet, vielleicht bin ich noch voll im Judogeschehen drinnen, vielleicht spielt bereits Familienplanung usw. eine Rolle. Ich lass mich überraschen.

 

Habt ihr eine Routine vor Wettkämpfen?
Kathi: Der Wettkampftag bei jedem Turnier sieht relativ gleich aus. Früh genug aufwärmen, warmhalten, von Kampf zu Kampf denken… Immer positiv denken: jeder ist besiegbar und ich habe hart dafür gearbeitet!

Berni: Ich bin kein abergläubischer Mensch, aber so ein paar kleine Rituale habe ich dann doch. Ich schaue mir zum Beispiel vor meinem Wettkampftag nie die Auslosung an. Da kann ich dann die Tage davor in Ruhe schlafen und mich besser auf den Wettkampf konzentrieren. Am Kampftag selbst schaue und denke ich von Kampf zu Kampf. Es muss mir egal sein, wer in meiner Gewichtsklasse wann, wie und gegen wen kämpft. Ich darf mich nur auf mich selbst konzentrieren!

 

Wann habt ihr gemerkt, dass aus dem Traum Olympia Realität werden könnte?
Kathi: Vor ca. zwei Jahren, als die Olympiaqualifikation begonnen hat und ich unter den Top 10 der Weltrangliste war.

Berni: Bis London 2012 war der Traum da, aber es war für mich noch zu früh. Vor zwei Jahren hat dann der Qualifikationszyklus für 2016 begonnen, da habe ich zum ersten Mal konkret das Ziel gehabt, mich für Olympia zu qualifizieren. Schritt für Schritt arbeitete ich mich auf der Weltrangliste nach vorne, bis unter die Top 10. Und Anfang dieses Jahres, nach dem ersten erfolgreichen Wettkampf nach meiner Verletzung, da wusste ich, dass ich mich nicht mehr aus diesem Ranking rausdrängen lassen würde. Und die Top-14 dürfen zu Olympia!

 

Wie bereitet ihr euch für Olympia vor?
Kathi: Gemeinsam mit dem Team haben wir noch Vorbereitungstrainingslager wo individuell mit uns gearbeitet wird.

Berni: Der komplette Jahresaufbau für 2016 ist auf Olympia ausgelegt.  Jeder Wettkampf und jedes Trainingslager wurde vom Nationaltrainer Marco Spitka genauestens geplant und getimed. Die „Feinarbeiten“ haben dann Anfang Juni begonnen: intensive Kraft-und Konditionsblöcke zuhause und in Vorarlberg, hartes Judotraining in Japan und Korea. Die letzte Vorbereitung findet, mit nationaler Unterstützung, im Juli in Linz statt.

 

Ziele für Olympia?
Kathi: Zuerst war das Ziel: die Teilnahme – jetzt ist es eine Medaille

Berni: Ich fahre zu jedem Wettkampf mit dem Ziel, eine Medaille zu gewinnen. Bei Olympia (vor allem bei Olympia) ist das genauso.

 

Gibt es jemanden, für den ihr in Rio an den Start geht? Wem würdet ihr eine Medaille widmen?
Kathi: All denen, die immer für mich da sind und mit mir hart an meinen Erfolgen arbeiten! (Familie, Trainer, Freunde, …)

Berni: Ich kämpfe bei Olympia nicht nur für mich, sondern genauso für meine Familie, meine Freunde, meinen Verein, meine Trainer, usw. Für jeden, der an mich geglaubt und mich unterstützt hat, möchte ich an diesem Tag eine Medaille mit nach Hause nehmen.

 

Was wärt ihr heute, wenn nicht Judoka?
Kathi: Wahrscheinlich wäre ich zur Polizei gegangen, aber darüber habe ich noch nicht so genau nachgedacht.

Berni: Mein Herz hat immer für Judo geschlagen und ich kann mir ein Leben ohne nur ziemlich schwer vorstellen. Aber wenn ich raten müsste, dann wäre ich wahrscheinlich in einer anderen Sportart gelandet. Sport gehört für mich einfach dazu.

 

Mit welchem Sportler würdet ihr gerne mal trainieren?
Kathi: Ich würde gerne mal wieder gemeinsam mit Kira trainieren – aber das kommt schon noch!

Berni: Mit möglichst vielen verschiedenen. Damit ich Einblicke in die unterschiedlichen Sportarten und Trainingsmethoden bekomme.

 

Was ist Luxus für euch?
Kathi: Essen was man will!

Berni: An einem trainingsfreien Tag alles tun zu können, was mir Freude macht: bei Sonnenschein mit Familie und Freunden etwas unternehmen, mit den Hunden meiner Schwester spielen und am Abend gemütlich auf der Couch liegen, Fernsehen und dabei eine große Pizza futtern.

 

Hättet ihr lieber einen Monat lang kein Handy oder kein Auto?
Kathi: Kein Auto.

Berni: Kein Auto. In Innsbruck kommt man eh überall mit dem Rad hin!

 

Wenn ihr jetzt auf play bei eurem Handy drücken würdet, welches Lied würde kommen?
Kathi: Jessie J – Nobody’s perfect

Berni: Jessie J – Wild

 

Was ist eure liebste Ausgleichssportart/ habt ihr als Kind anderen Sport gemacht?
Kathi: Mit meinen Judokollegen gemeinsam Fußball. Als Kind bin ich reiten gegangen und habe Tennis gespielt.

Berni: Speziellen Favoriten habe ich keinen. Ich geh gern Rad fahren, Inlineskaten und Fußball spielen, im Winter snowboarden. Früher bin ich, neben dem Judo, Skirennen gefahren und habe Basketball in der Schulmannschaft gespielt.

 

Was sind eure Stärken, was zeichnet euch aus (in eurer Sportart)?
Kathi: Bin sehr zielstrebig und hab einen relativ großen Kampfgeist!!

Berni: Ich bin kräftig, kann stabil und sicher stehen und bin sehr stark, wenn es darum geht, nah am Körper zu kämpfen.

 

Welche Sportarten/ Sportler verfolgt ihr selbst gerne?
Kathi: Leichtathletik, Ringen, Volleyball, Skispringen, … Ronda Rousey.

Berni: Alles was das Fernsehen gerade zu bieten hat: Skifahren, Tour de France, Gewichtheben, Leichtathletik, Fußball, Boxen, Turmspringen, … Ich schaue jedem Sportler gerne zu, aber besonders begeistert bin ich natürlich bei österreichischer Beteiligung. Ist ja klar!

 

Was war euer schönster ‚Sportmoment‘?
Kathi: Jeder Sieg ist was Besonderes für mich! Meinen ersten Erfolg in der U17 werde ich natürlich nie vergessen, aber die Silbermedaille bei der EM mit der definitiven Qualifikation für Rio war mit Sicherheit der schönste Moment.

Berni: Prägende Sportmomente durfte ich schon einige erleben. Meinen ersten internationalen Turniersieg, die erste EM-Medaille. Aber einen meiner schönsten Momente erlebte ich Anfang dieses Jahres. Nach fast fünfmonatiger Verletzungspause und anfänglicher Entscheidung gegen diesen Wettkampf, konnte ich den topbesetzten Grand Prix in Düsseldorf gewinnen. Mein erstes Turnier, 5 vorzeitige Kampfgewinne, gegen die 3-fache Weltmeisterin nach 45 Sekunden siegreich und am Ende des Tages ganz oben auf dem Treppchen. Das wird für mich immer unvergesslich bleiben!

 

Was ist eure größte Motivation, immer weiter zu machen?
Kathi: Die Liebe zu Judo! Und der Traum einer Olympiamedaille!

Berni: Ich möchte, dass sich mein hartes Training auszahlt. Ich bin eine gute Kämpferin, aber es gibt noch so Vieles zu erreichen: Olympiamedaille, WM-Medaille, den Titel „Europameisterin“ tragen zu können, usw. Ich trainiere, damit meine Ziele, Wünsche und Träume wahr werden!

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Persönliche Updates von Berni findest du auf Facebook. Auf dem neuesten Stand bei Kathi bleibst du am besten via Instagram und Facebook.

Blog by Pia Demler

Speed ist (fast) nicht Alles

Die Skeletoni Janine Flock (26) und Matthias Guggenberger (31) sind heute an der Reihe, ein paar Fragen zu beantworten. Nicht nur auf den Eisbahnen dieser Welt und unter der Fahne des Österreichischen Bob- und Skeletonverbandes agieren die beiden im selben Team, auch privat sind sie ein Paar. Wie sich Spitzensport, Training, der Umgang mit den Medien und Privatleben vereinbaren lassen…. ja, einen kleinen Einblick gewähren sie uns in diesem Blog.

Janine trainiert bereits seit 2011 im Olympiazentrum und Matthias folgte 2014 in die „Eisgruppe“ rund um Trainer Carson Patterson. Begonnen hat Janine mit dem Skeleton Fahren im Jahr 2004. Ihr Hauptschullehrer organisierte eine Gästefahrt und es bestand die Möglichkeit, sich gleich bei einem Verein mit einem Projekt zur Nachwuchsförderung zu melden. Da Janine von diesem Sport sofort begeistert war, trat sie dem Verein bei. Ihre ersten Erfolge feierte Janine im Europacup, in welchem sie schon früh Top-Platzierungen erreichen konnte. Danach erarbeitete sie sich im Intercontinentalcup genügend Punkte, um im Weltcup an den Start gehen zu dürfen.

Matthias wechselte mit 17 Jahren vom Rodeln zum Skeleton. Er fing, wie Janine, im Europacup an, hatte dann aber einen gesundheitlichen Rückschlag. Es gelang ihm jedoch, sich zurück zu kämpfen, und er holte sich einen Sieg im Europacup. Danach startete er im Weltcup, bei Weltmeisterschaften fuhr er aufs Podest und er holte sich bei Olympia in Vancouver den 8. Rang.

Dieses Jahr gewannen die beiden, zusammen mit Christina Hengster/Sanne Dekker und Benjamin Maier/Markus Sammer, Team-Bronze bei der Weltmeisterschaft in Igls und Janine krönte dieses Highlight mit Silber im Einzelbewerb.

Besonders wichtig ist den Skeletoni die Effizienz durch gezieltes Training vom Anfang bis zum Ende ihrer Vorbereitung. Man muss zielstrebig und konsequent sein, damit etwas weiter geht. Es läuft nicht immer alles nach Plan und durch Verletzungen muss man andere Lösungen finden, aber daraus lernt man, flexibel im Kopf zu bleiben und wird mental stärker.

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WORDRAP „DA SCHAU HER“

Wie waren eure Anfänge beim Skeleton; wie seid ihr zum Skeleton gekommen?
Janine: 2004 hat mein Hauptschullehrer eine Gästefahrt organisiert. Man hatte dann die Möglichkeit, sich gleich beim Verein zu melden. Es gab auch ein Projekt zur Nachwuchsförderung, was nicht so üblich war, da Kinder eigentlich nicht so die Bahn hinunterfahren dürfen. Ich war gleich begeistert und habe mich beim Verein gemeldet.

Matthias: Ich bin mit 17 vom Rodeln auf Skeleton umgestiegen, dann hatte ich einen gesundheitlichen Rückschlag, konnte mich aber wieder zurückkämpfen.

Janine, du hast dich ja vor der letzten Saison verletzt, wie ist das passiert?
Das ist beim Starttraining passiert. Patellaluxation! Die Kniescheibe sprang aus der Führung und ZACK rutschte mir fast in die Kniekehle zurück. Gerade im August, also in der wichtigsten Trainingszeit, da sollte man eigentlich am schnellsten sein und der Fokus liegt bereits auf dem Maximalen. Die Zeit war also recht ungünstig, aber ich bin dadurch mental stärker geworden.

Janine, wie hat sich dein Training danach verändert?
Ich habe beim Training den Fokus auf Stabilität und Koordination legen müssen. Das war gut, weil für den Kopf Sicherheit wichtig ist, und es ist angenehm, wenn man auch von den Trainern Sicherheit suggeriert bekommt.

Matthias, du hattest in der Vorbereitung ja auch Probleme, einmal die Verletzung am Sprunggelenk und dann Probleme am Rücken, wie sehr hat dich das zurückgeworfen?
Zurückgeworfen hat mich das nicht wirklich, denn Höhen und Tiefen gehören dazu. Natürlich ist es besser, wenn man keine Verletzung hat, aber es war nicht so gravierend und es gab ja Schwächen, an denen man arbeiten konnte (grinst).

Matthias, du bist bei der WM nach deiner bakteriellen Infektion zusammengebrochen. Hat es dich genervt, dass das in den Medien so breitgetreten wurde?
Natürlich ist es nicht immer fein, wenn alle darüber schreiben. „Bad stories“ sind nun mal die „good stories“. Wichtig ist mir, dass ich jetzt wieder fit und gesund bin und die Konsequenzen daraus ziehe.

Schönster Moment diese Saison/ tollster Sieg?
Janine: EM-Gold. Der WC-Sieg vor der WM und dann die WM-Silbermedaille.
Matthias: Mein tollster Sieg überhaupt war der Europacup-Sieg nach meinem Schlaganfall.    

Ziele für die nächste Saison?
Janine: Der Gesamtweltcup wird wieder ein Ziel sein. Und das erste Mal in Pyeongchang fahren, um Strecke und Ort kennenzulernen.
Matthias: Bei der WM in Sotschi wäre ein Top 6 Platz schön. Und danach werden wir uns gezielt auf Olympia vorbereitet.

Ihr wohnt ja zusammen, trainiert ihr dann auch oft zusammen?
Janine & Matthias: Wir trainieren sehr oft zusammen. Eigentlich täglich, es kommt selten vor, dass wir mal nicht zusammen trainieren. Es hat sich so ergeben und bietet sich an, da wir die gleichen Trainer haben für Start, Athletik und auf der Bahn.

Wie ist es, zusammen über den Winter von WC-Ort zu WC-Ort zu reisen?
Janine: Es ist eine Herausforderung. Als Sportler hat man immer viele Emotionen, negative und positive. Da muss man versuchen, Beziehung und ‚Arbeit‘ – also den Sport – zu trennen und sich als Team sehen. In der Saison kommt die Beziehung manchmal etwas kurz, da auch jeder unter Druck steht. Dafür haben wir dann danach wieder mehr Zeit.
Matthias: Man verbringt mehr Zeit als jeder andere zusammen und es ist nicht immer leicht. Aber es gibt viel Positives, was stärkt. Wenn es sportlich mal nicht so gut läuft, ist es nicht so einfach, aber meistens klappt es ganz gut.

Hättet ihr manchmal gern mehr Abstand voneinander?
Janine: Unter der Saison geht es gut, jeder hat sein eigenes Zimmer, also kann man sich immer zurückziehen. Speziell in der Zeit direkt nach der Saison geht jeder seinen Weg, erledigt Arbeiten, und trifft sich mit seinen Freunden.
Matthias: Jeder ist so intelligent, dass er checkt, wenn der andere einmal Abstand braucht. Über die Jahre weiß man ja, wie der andere so tickt. Also läuft das ganz gut.

Janine, du hattest ein Cover-Shooting für die Tirolerin. Wie fühlt sich das ‚glam-life’ so an?
Mir gibt es nicht viel, aber ich mache es gerne, es macht mir Spaß. Wenn das Team beim Shooting gut ist, dann ist es lustig und es kommt etwas Gutes dabei heraus. Ich persönlich mag ‚glam‘ nicht so sehr, aber natürlich wird man mehr zu Veranstaltungen eingeladen und ich gehe dann oft mit meiner Schwester oder meiner Mama hin. Die mögen das (schmunzelt). Aber zum Beispiel bei einem Fußballspiel zuschauen, das gibt mir mehr!

Janine, was machst du, wenn dir mal alles zu viel wird?
Janine: Ich treffe mich mit meinen Geschwistern, oder gehe in die Natur. Höre den Waldgeräuschen mit geschlossenen Augen zu oder schaue in den Himmel. Ich bin gern in der Natur, besonders am Wasser.

Was wärt ihr heute, wenn nicht Skeletoni?
Janine: Hmm, ich weiß es nicht. Ich habe, bevor ich zum Bundesheer gegangen bin, bei der Gemeinde Rum gearbeitet. Ich weiß nicht, ob ich das vielleicht jetzt noch machen würde.
Matthias: Ich wäre Zahntechniker.

Mit welchem Sportler würdest du gerne einmal trainieren Matthias?
Matthias: Mit Lionel Messi.

Was ist Luxus für euch?
Janine: Gesundheit und Familie und Frieden. Glücklich sein zu können.
Matthias: In der Früh aufzustehen, und zu sagen, ich kann stolz auf das sein, was ich erreicht habe, und dass alle gesund und zufrieden sind. Eigentlich sehe ich Luxus schon, wenn ich in der Früh aus dem Fenster schaue, das alles hier ist Luxus.

Hättest du lieber einen Monat lang kein Handy oder kein Auto?
Janine & Matthias: Kein Handy.

Wenn ihr jetzt auf play bei eurem Handy drücken würdet, welches Lied würde kommen?
Janine: ‚R U Mine?‘ von den Arctic Monkeys.
Matthias: Ich höre ganz viel Verschiedenes.

Welches ist eure Lieblingsskeletonstrecke?
Janine: Ich mag jede Bahn. Jede hat ihren eigenen Charakter, alle haben ihren Wert.
Matthias: Königssee.

Was ist eure liebste Ausgleichssportart?
Janine: Slacklinen, Volleyball spielen oder ein bisschen kicken. Alles in der Natur. Und spazieren gehen.
Matthias: Ich spiele Fußball, gehe ab und zu golfen. Fischen mag ich auch.

Was schätzt ihr besonders am OZ?
Janine: Der Trainerstab ist super. Carson ist mein Haupttrainer, mit Chris und Roli trainiere ich Koordination. Es ist alles flexibel, auch bei Verletzungen, da wird geschaut, dass man einen Weg findet, um es wieder hinzubiegen. Man kann von jedem Trainer profitieren, da alle ihre Stärken haben. Außerdem ist es lässig, da es ein eher kleiner Stützpunkt ist, an dem Athleten aus vielen verschiedenen Sportarten trainieren. Die Besten der Besten, aber auch der Nachwuchs. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass neben dem Kraftraum gleich die Tartanbahn ist, was perfekt zum Trainieren ist. Es ist angenehm, ich fühle mich wohl hier.

Matthias: Ich schätze die Vielseitigkeit und die Kompetenz der Trainer. Die Gemeinschaft hier ist auch super, es trainieren viele verschiedene Athleten im OZ, an denen man sich zum Teil auch orientieren kann. Jeder hat hier das Ziel ERFOLG.

Was ist euch besonders wichtig beim Training?
Janine: Spaß ist immer wichtig. Aber am wichtigsten ist gezieltes Training, vom Anfang bis zum Ende durchgeplant, letzte Saison war zum Beispiel alles auf die WM in Igls ausgerichtet. Es geht immer bergauf und bergab, es kommen Verletzungen, das ist nicht gut aber man lernt, es in den Weg einzubauen, sucht andere Lösungen und Wege und muss flexibel im Kopf bleiben.

Matthias: Es muss effizient sein, es muss etwas weitergehen und man muss zielstrebig und konsequent sein.

Wo seht ihr euer größtes Verbesserungspotential?
Janine: Bei mir ist das sicherlich die Schnellkraft, der Start. Ich bin keine geborene Sprinterin, daher ist bei mir am Start sicher noch viel zu holen. Und körperlich kann man sich, denke ich, immer verbessern.

Matthias: Die Konstanz in der Bahn, und diese auch auf unterschiedlichen Bahnen abzurufen, das möchte ich verbessern.

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Persönliche Updates von Janine findest du auf Facebook, Instagram und unter www.janine-flock.at…. und einen Einblick in Matthias soziale Gepflogenheiten erreichst du via FacebookInstagram, Twitter und unter www.matthias-guggenberger.at.

Blog by Pia Demler

Hunger aufs Rodeln

Die heutigen Interviewpartner sind die Doppelsitzer-Rodler Peter Penz (32) und Georg Fischler (30). Sie trainieren seit Frühling 2014 bei Carson Patterson im Olympiazentrum. Besonders schätzen die Heeresleistungssportler des Österreichischen Bundesheers die Fachkompetenz der Trainer, die neuen Reize und das Equipment, das immer auf dem neuesten Stand ist. Außerdem finden Georg und Peter es gut, dass man hier mit vielen Athleten in Kontakt kommt, die sich auf einem sehr hohen Niveau befinden und trainieren. Die beiden starten seit der Saison 2004/ 2005 im Weltcup. Mit dem Rodeln haben sie schon sehr früh begonnen. Peter hat über seine Schwester angefangen, die auch Rodlerin war. Georg ist über den Rodelverein seines Dorfes zum Sport gekommen, als dieser von Natur- auf Kunstbahn umstellte und in der Schule dafür Werbung machte.

Für den Doppelsitzer haben Georg und Peter sich dann mit 16 bzw. 17 Jahren entschieden, als Junioren-Heimweltmeisterschaften stattfanden. Nachdem sie als Rodelpartner gut miteinander zurechtkamen und erste Erfolge verbuchen konnten, blieben sie dabei. Der erste gemeinsame große Erfolg war dann die Bronzemedaille bei den Juniorenweltmeisterschaften 2002 in Igls.

Beim Weltcupfinale dieser Saison stürzten sie. Im ersten Moment war natürlich die Enttäuschung da, jedoch tröstete das Wissen über den bereits feststehenden 3. Platz im Gesamtweltcup über das Ausscheiden hinweg. Mit einer Silbermedaille und vielen weiteren Podestplätzen blicken sie trotz allem auf eine sehr erfolgreiche Saison zurück: „Wir sind sehr zufrieden. Die vergangene Saison gibt uns Hoffnung auf die Zukunft“.

Nach Saisonende wurde erst einmal ausgeruht und ein wenig Abstand zum Sport genommen. Die beiden haben neue Energie für die kommende Saison gesammelt, und den „Hunger aufs Rodeln“ wieder wachsen lassen. Nun geht es für Georg und Peter weiter mit dem Training, bei dem aufgrund der Komplexität der Sportart jedoch kein wirklicher Trainingsschwerpunkt gesetzt wird. Es spielt alles zusammen, der Start, das Material, die Performance auf dem Schlitten und die Konstanz.

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WORDRAP „DA SCHAU HER“

Was wärt ihr heute, wenn nicht Rodler?
(sehr langes Überlegen)
Georg: Das war nie ein Thema, weil ich schon immer fürs Rodeln trainiert habe. Ich bin damit aufgewachsen.
Peter: Vermutlich Tischler.

Wo seht ihr euch ein einem bzw. zwei Jahren?
In einem Jahr werden wir hier sein und weitertrainieren. Und in zwei Jahren haben wir eine Olympiamedaille!

Mit welchem Sportler würdet ihr gerne mal trainieren?
Georg: Mit Usain Bolt.
Peter: Mit dem Tischtennisspieler Ma Long

Was ist Luxus für euch?
Georg: Wenn man sich nicht zu viele Gedanken übers Leben machen muss.
Peter: Die Freiheit zu haben, das zu tun, was man tun will.

Hättet ihr lieber einen Monat lang kein Handy oder kein Auto?
(noch längeres Überlegen)
Georg: Kein Auto.
Peter: Kein Handy.

Wenn ihr jetzt auf play bei eurem Handy drücken würdet, welches Lied würde kommen?
Wir haben keine Lieder auf dem Handy und während des Trainings hören wir eher Radio.

Wann und wo seid ihr das erste Mal gerodelt?
Georg: Igls, 1992/1993
Peter: Igls, 1991/1992

Wie lässt sich das Leben eines Spitzensportler mit dem eines Vaters und Ehemann vereinbaren?
Georg: Es ist eine schwierige Situation. Für meine Frau wirkte es sicherlich manchmal wie eine Fluchtreaktion meinerseits (lächelt). Aber sie lernte mich so kennen und muss damit noch ein bisschen leben.
Peter: Nicht gut! Aber nach vier Wochen zu Hause kommt es auch schon vor, dass sie froh sind, wenn ich wieder auf Reisen gehe.

Welches ist eure Lieblingsrodelstrecke?
Igls.

Was ist eure liebste Sommersportart?
Fußball.

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Persönliche Updates von Georg und Peter auf Facebook und unter www.penz-fischler.at.

Blog by Pia Demler

Testalltag eines Praktikanten

Johanna Mohr und Simon Laser sind derzeit zwei Praktikanten des Olympiazentrums. Sie werden euch einen Einblick in ihren Praktikumsalltag geben und von sportmotorischen Testungen erzählen. Unter der Leitung von Sportwissenschafterinnen und Sportwissenschaftern aus dem Campus Sport Tirol Innsbruck – Olympiazentrum wurde vergangenen Donnerstag der Tiroler Taekwondo Verband seiner jährlichen Testbatterie unterzogen. Johanna und Simon durften den Sprungkraft- bzw. Gleichgewichtstest bei den AthletenInnen durchführen und schildern im Wordrap ihre Erfahrungen und geben die erlangten Erkenntnisse bezüglich der diversen Tests wieder.

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WORDRAP „DA SCHAU HER“

Johanna ist 23 und macht gerade ihren Master „Diagnostik und Training“ an der TU München. Insgesamt ist sie 8 Wochen am OZ. Johanna geht gerne klettern, snowboarden und wandern.

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In welchem Bereich willst du später einmal arbeiten?
Im Bereich der Leistungsdiagnostik.

Welche Testungen hast du durchgeführt?
Ich habe mit der Kistler-Kraftmessplatte Counter-Movement-Jumps, Drop-Jumps und Tappings gemessen.

Was messen die Testungen und wie?
Sie messen die Sprung-, Schnell- und Reaktivkraft. Beim Counter-Movement-Jump wird ein Strecksprung auf der Messplatte ausgeführt und die Sprunghöhe gemessen. Mit dem Drop-Jump werden die Bodenkontaktzeit und die reaktive Sprunghöhe berechnet, indem man von einer Erhöhung auf die Messplatte springt. Bei den Tappings werden die Bodenkontakte auf der Messplatte innerhalb von 3 Sekunden erfasst.

Hast du vorher schon solche Testungen durchgeführt?
Ja, an der Uni in den entsprechenden Seminaren.

Gibt es Zusammenhänge zwischen Studium und Praktikum? Was bringen dir die Studieninhalte für dein Praktikum am OZ?
Die Testabläufe habe ich in der Uni gelernt und hier im OZ kann ich sie anwenden. Außerdem habe ich nun die Trainingsabläufe im Leistungssport in der Praxis kennengelernt.

Welche Arbeit machst du am OZ am liebsten?
Sportmotorische Testungen.

Was macht dir an deinem Studium am meisten Spaß/ was interessiert dich am meisten?
Biomechanische und leistungsdiagnostische Messmethoden, Trainingslehre.

Warum machst du am OZ Praktikum?
Weil man hier als Praktikant die Möglichkeit hat, in alle Bereiche reinzuschauen und viel im biomechanischen und trainerischen Bereich lernen kann.

Mit welchem Sportler würdest du gerne mal trainieren?
Usain Bolt.

Was ist Luxus für dich?
Gesund zu sein und nicht überlegen zu müssen, was man sich leisten kann 

Wenn du jetzt auf play bei deinem Handy drücken würdest, welches Lied würde kommen?
Synesthesia – Leaves

Hättest du lieber einen Monat lang kein Handy oder kein Auto?
Kein Auto.

Machst du lieber drinnen oder draußen Sport?
Draußen.

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Simon ist 22 und studiert Sportwissenschaft mit dem Profil Gesundheitsförderung an der Uni Tübingen. Er ist schon seit September am OZ. Am Wochenende geht er viel freeskiin und spielt Basketball.

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Welche Testungen hast du heute durchgeführt?
Die der Gleichgewichtsfähigkeit mithilfe des Biodex.

Was messen die Testungen und wie?
Mit dem Biodex kann man die statische und dynamische Gleichgewichtsfähigkeit der AthletenInnen erfassen. Zur Durchführung des Tests: Der Sportler steht einbeinig oder beidbeinig ohne Schuhe auf einem instabilen Untergrund und muss, je nach Test, einbeinig das Gleichgewicht der Messplatte halten oder beidbeinig die Messplatte in bestimmte Richtungen führen.

Hast du vorher schon solche Testungen durchgeführt?
Nein, ich habe zwar im Studium die Theorie gelernt, aber noch nicht selber Tests durchgeführt.

Gibt es Zusammenhänge zwischen Studium und Praktikum? Was bringen dir die Studieninhalte für dein Praktikum am OZ?
Ja, wir haben Leistungsdiagnostik im Studium besprochen und jetzt kann ich das Gelernte anwenden.

Welche Arbeit machst du am OZ am liebsten?
Training mit der BORG Sportschule, Testungen.

Was macht dir an deinem Studium am meisten Spaß/ was interessiert dich am meisten?
Am meisten Spaß macht mir der Praxisbezug des Studiums. Am Interessantesten finde ich Trainingslehre und den sportmedizinischen Teil.

Warum machst du am OZ Praktikum?
Weil man hier einen guten Einblick in den Leistungssport bekommt.

Mit welchem Sportler würdest du gerne mal trainieren?
Steve Stepp.

Was ist Luxus für dich?
Berge.

Wenn du jetzt auf play bei deinem Handy drücken würdest, welches Lied würde kommen?
La Rocca – Ein Rudi Völler

Hättest du lieber einen Monat lang kein Handy oder kein Auto?
Kein Auto.

Machst du lieber drinnen oder draußen Sport?
Draußen.

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Blog by Pia Demler

Erneut im Reha-Modus

Die Ehre, Gast unseres ersten Features zu sein, hat Clemens Nocker. Clemens ist 19 Jahre alt und in der Sportart Ski Alpin aktiv. Seit mehreren Jahren ist er im ÖSV-Kader und dort vor allem in den Speed-Disziplinen am Start. Im Olympiazentrum trainiert er seit Frühjahr 2015, sein hauptverantwortlicher Trainer ist Roland Luchner. Besonders schätzt Clemens am Olympiazentrum die zusätzliche Ergänzung zum Verbandstraining, die zeitliche Flexibilität und die persönliche Betreuung. Wichtig ist ihm beim Training, die Mischung zwischen Ernst und Spaß zu finden. Sein größtes Verbesserungspotential sieht Clemens darin, seine Lockerheit auch in wichtigen Momenten zu behalten.

Zum Skirennlauf ist Clemens über seinen Vater gekommen, der seit 16 Jahren Obmann des SC Raiba Trins ist. Erste Erfolge waren der Gewinn der Wipptaler Meisterschaft und Siege bei Vereinsrennen. Nach fast einem Jahr Verletzungspause startete Clemens erfolgreich in diese Saison. Im Europacup konnte er einen 13. und 19. Platz im Super-G, sowie einen 9. Platz in der Superkombination feiern. Anfang Januar sicherte er sich im Europacup auf der Reiteralm einen starken 5. Platz im Super-G.

Kurz vor der Juniorenweltmeisterschaft in Sotschi gewann Clemens den österreichischen Meistertitel bei den Junioren in der Abfahrt. Bei der WM in Russland ging er, nachdem er Trainingsbestzeit gefahren war, mit besten Voraussetzungen ins Abfahrtsrennen, wo er sich bei einem Sturz eine Verletzung zuzog. Das ist nun schon die zweite Knieverletzung – auch letzte Saison erlitt er einen Kreuzbandriss am rechten Knie. Gedanken nach der Verletzung waren im ersten Moment ‚Scheiße, nit scho wieder’ und im zweiten Moment kam die Enttäuschung darüber, durch das Ausscheiden das größte Saisonziel verpasst zu haben. Die Reha absolviert er in unserer Partnerinstitution Sporttherapie Huber und am Olympiazentrum.

Ziele für das kommende Jahr sind schwer festzulegen, da Clemens wegen der Verletzung voraussichtlich wenige Rennen fahren wird. Doch bis in drei Jahren will er den Sprung in den Weltcup schaffen, erste Weltcuperfahrungen sammeln und sich bis in fünf Jahren im Weltcup etablieren. Das große Ziel sind die olympischen Winterspiele 2022!

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WORDRAP „DA SCHAU HER“

Was wärst du heute, wenn nicht Skifahrer?
Ich würde wahrscheinlich in der Installationsfirma meines Vaters mitarbeiten.

Mit welchem Sportler würdest du gerne mal trainieren?
Mit Hermann Maier.

Was ist Luxus für dich?
Luxus ist für mich, völlig fit zu sein.

Hättest du lieber einen Monat lang kein Handy oder kein Auto?
Kein Auto.

Wenn du jetzt auf play bei deinem Handy drücken würdest, welches Lied würde kommen?
Highway to Hell.

Du hast dich ja kürzlich verletzt, was ist passiert und wie?
Das ist beim Abfahrtsrennen in Sotschi passiert. Ich habe eine Kreuzbandruptur rechts und einen leichten lateralen Meniskusschaden erlitten.

Wie schaut dein Training nach der Verletzung aus?
Jetzt kommen 7 Monate Aufbautraining. Der Plan ist, dass ich am 1. November meinen ersten Skitag habe, also 8 Monate nach der Verletzung.

Wann und wo bist du das erste Mal auf Ski gestanden?
Mit 2 in Trins.

Welches ist dein Lieblingsskigebiet?
Hinterstoder.

Was ist deine liebste Sommersportart?
Fußball.

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Blog by Pia Demler