Bildstein/Hussl gewinnen Olympia-Generalprobe

Bildstein/Hussl

Sieg bei der Olympia-Generalprobe für Bildstein/Hussl.

Einige der stärksten 49er-Crews der Welt trainieren seit Mai gemeinsam in Santander. Zum Abschluss des aktuellen Trainingsblocks wurde eine viertägige Regatta durchgeführt. Zum Auftakt konnten am Montag nach langem Warten drei kurze Rennen durchgeführt werden. Bei schönem Wind startete das OeSV-Duo Benjamin Bildstein und David Hussl mit den Rängen 8, 6 und 5 in den Wettkampf. Bereits am Dienstag übernahmen die beiden 29-Jährigen mit zwei Siegen und einem dritten Platz die Führung in der Gesamtwertung. Die Weltranglistenzweiten verteidigten diese Position am dritten Wettkampftag und gingen als topgesetztes Boot ins abschließende Medal Race am Donnerstag.

Starkes Medal Race rundet erfolgreiche Regatta ab
In der Entscheidung der besten zehn Boote behielt das Duo vom Yacht Club Bregenz bei fünf bis sechs Knoten mit einem zweiten Rang die Nerven. „Wir haben unsere Strategie ideal umsetzen können. Nach einem sicheren Start haben wir uns gut um Feld positionieren können und sind den zweiten Platz heimgefahren. Wir sind sehr zufrieden mit unseren konstanten Leistungen“, erklärt Steuermann Benjamin Bildstein, der in sechs von elf Wettfahrten in den Top-3 landete. Schlussendlich gewannen die OeSV-Athleten das Olympia-Testevent mit 14 Punkten Vorsprung auf die spanischen Lokalmatadore Diego Botín und Iago López Marra. Rang drei ging an die Briten Dylan Fletcher und Stuart Bithell. 

Bildstein/Hussl werden nach einer Woche Pause in Österreich Ende Juni nach Santander zurückkehren. Dort absolvieren die OeSV-Athleten die letzten Trainingstage am Wasser, bevor im Juli die Abreise nach Japan erfolgt. „Diese Regatta gibt uns weitere Sicherheit und Motivation. Wir wissen, dass wir ganz vorne mitsegeln können. Es stimmt uns zudem positiv, dass wir unser bestes Material und das neue Boot bereits in Japan haben. Es gibt viele starke 49er-Boote, uns erwartet sicher ein heißer Kampf bei den Olympischen Spielen“, so Vorschoter David Hussl.

OeSV-Nachwuchs sammelt wichtige Erfahrung
An der Regatta vor Santander nahmen auch noch zwei junge 49er-Boote des OeSV teil. Keanu Prettner und Jakob Flachberger zeigten mit Zwischenrang neun bereits am ersten Tag ihr großes Potential. Die beiden Salzburger beendeten das Testevent an 14. Stelle und holten sich den zweiten Platz in der U23-Wertung. Yannis Saje und Julian Deuschl wurden 21te.

Santander Invitational Test Event, 14. – 17. Juni 2021:
49er
1. Benjamin Bildstein/David Hussl 34 ((8)/6/5/1/3/1/3/1/5/5/4)
14. Keanu Prettner/Jakob Flachberger 108 (7/12/11/5/(19)/19/13/9/15/17)
21. Yannis Saje / Julian Deuschl 168 (21/18/16/20/21/(22)/18/17/19/18)

© Text & Foto Österreichischer Segelverband

Bildstein/Hussl 6te in Lanzarote

Bildstein/Hussl

Bildstein/Hussl beenden Lanzarote-Regatta auf Rang 6.

Bildstein/Hussl haben die Lanzarote International Regatta auf dem sechsten Gesamtrang abgeschlossen. Ein 16. Platz im letzten Rennen der Final Series nahm den 49er-Weltranglistenzweiten die Chance auf eine Medaille.

Bei sehr schwierigen Windbedingungen am letzten Wettkampftag der Lanzarote International Regatta verteidigte das 49er-Duo Benjamin Bildstein und David Hussl seinen sechsten Gesamtrang. Eine Kenterung im letzten Rennen der Final Series ließ die beiden vor dem entscheidenden Medal Race auf Rang acht abrutschen. Dort zeigten die 29-Jährigen nochmals ihre Klasse, holten den dritten Platz – und schlussendlich den sechsten Rang im Gesamtklassement zurück.

„Die Bedingungen waren im Medal Race vollkommen konträr zu jenen am Vormittag – wir hatten komplett andere Erwartungen. Unter dem Rennen ist dann der Wind eingeschlafen, nur eine hohe, spitze Welle ist geblieben. Die ganze Wettfahrt war eine Herausforderung, die wir aber gut gemeistert haben. Vom Start weg haben wir eine gute Pace gehabt“,

skizziert Vorschoter David Hussl das letzte Rennen der Regatta.

„Es ist noch ein wenig Rost vorhanden nach dem langen Winter. Aber alles in allem war das Gesamtresultat solide. Wir schauen jetzt gezielt nach vorne, um in den kommenden vier Monaten die richtigen und entscheidenden Schritte für Olympia zu setzen. Wir werden regenerieren und die Regatta nochmals genau analysieren. Wir wissen, dass wir speziell beim Bootshandling und im Bereich der Starts einiges besser machen können“,

fasst Steuermann Benjamin Bildstein zusammen.

Mit Rang sechs am Ende des Wettkampfes vor der kanarischen Insel ist das Duo vom Yacht Club Bregenz zufrieden. Bevor die beiden einen weiteren Trainingsblock vor Lanzarote in Angriff nehmen, reisen sie am Wochenende für wenige Tage zurück nach Österreich.

Das letzte europäische Nationenticket für die Olympischen Spiele in Japan ging an das irische Duo Robert Dickson und Sean Waddilove. Gewonnen wurde die 49er-Wertung von den spanischen Lokalmatadoren Diego Botin Le Chever/Iago Lopez Marra.

© PROFS // Foto: OeSV

Bildstein/Hussl holen Silber bei Heim-Europameisterschaft

Die 49er-Segler Benjamin Bildstein und David Hussl sorgten bei der Heim-Europameisterschaft am Attersee für einen krönenden Abschluss. Das Duo vom Yacht Club Bregenz hatte bis zum letzten Rennen die Chance auf den Gesamtsieg und holte sich schließlich die Silbermedaille.

Bereits kurz vor 7 Uhr in der Früh gingen die Goldflotten der 49er sowie die Nacra 17 auf das Wasser. Der frühe Start wurde in allen Klassen mit Wettfahrten belohnt. Benjamin Bildstein und David Hussl, die als Gesamtfünfte in den Abschlusstag gingen, brachten sich bereits im einzigen 49er-Rennen am Vormittag in die Medaillenränge. Mit Platz sieben verbesserten sie sich auf Rang drei. Am Nachmittag konnten dann die weiteren drei geplanten Wettfahrten durchgeführt werden. Mit den Platzierungen drei, fünf und zehn sicherte sich das Duo vom Yacht Club Bregenz schließlich die Silbermedaille.

„Wir hatten am Schluss sehr schöne Bedingungen. In den Finalläufen haben wir wieder zu unserer Form gefunden, wir konnten uns stetig steigern. Die Silbermedaille ist ein toller Erfolg“,

freut sich Benjamin Bildstein, dem nur vier Punkte auf die siegreichen Deutschen Tim Fischer und Fabian Graf fehlten. Bronze ging an Sime und Mihovil Fantela aus Kroatien.

Im abschließenden Rennen der Europameisterschaft hatten die Österreicher auf dem Weg zu Gold großes Pech.

„Wir wussten, dass wir einige Boote zwischen uns und die Deutschen bringen müssen. Es hat auch gut ausgeschaut, bis der Gennacker der vor uns fahrenden Iren plötzlich ins Wasser gefallen ist. Sie sind sofort stehengeblieben. Wir konnten nicht mehr rechtzeitig ausweichen und sind gekentert. Das hat uns die entscheidenden Meter gekostet, wir freuen uns aber trotzdem sehr über die Silbermedaille“,

berichtet der Tiroler Vorschoter Hussl, der aus gesundheitlichen Gründen den EM-Auftakt am Dienstag noch verpasst hat. Steuermann Bildstein bestritt den Tag mit Trainer Ivan Bulaja.

„Diese Woche war unglaublich. Wir haben durch die Erkrankung zuerst Trainingstage verloren und dann musste auch noch Ivan einspringen. Es waren schwierige Voraussetzungen, wir haben den ersten Tag aber überlebt. Dass sich die Regatta dann so entwickelt hat, ist sehr viel wert“,

resümiert Bildstein.

 

© news.profs.at  Bild: PROFS

Bildstein/Hussl melden sich mit Regattasieg zurück

Nach über einem halben Jahr Wettkampfpause meldeten sich die 49er Benjamin Bildstein und David Hussl mit einem Regattasieg bei der Sailing Week vor Aarhus/Dänemark eindrucksvoll zurück. Mit der Kieler Woche steht die Generalprobe vor der Heim-EM am Attersee bereits unmittelbar vor der Tür.

Nach der Corona-bedingten Zwangspause und einigen Trainingscamps hatten die Weltranglistenersten im 49er bei der Sailing Week vor Aarhus erstmals wieder die Möglichkeit sich mit internationaler Konkurrenz zu messen. Im 25 Teilnehmer starken Feld mit internationalen Top-Booten gelangen den beiden Athleten fünf Wettfahrtsiege in elft Wettfahrten. Am Finaltag schoben sich die österreichischen 49er bei herausfordernden Windverhältnissen in der Gesamtwertung am polnischen Team Przybytek/Kolodzinski vorbei und gaben die Führung nicht mehr aus der Hand.

„Es war unsere erste echte Regatta nach einer langen Wettkampfpause und es fühlt sich großartig an wieder zurück zu sein“,

freut sich Steuermann Bildstein über das erfolgreiche Comeback.

„Am Anfang kam noch das eine oder andere Problem auf. Wir haben es gegen Ende aber sehr gut gemeistert. Wir sind fast ein bisschen überrascht, wie gut wir reingefunden haben“,

ergänzt Vorschoter Hussl.

„Der Wind war sehr drehend und herausfordernd. Dass wir die richtigen Entscheidungen getroffen haben, stimmt uns zuversichtlich für die kommenden Aufgaben. Sowohl in Kiel aber auch bei der EM am Attersee könnten uns ähnliche Bedingungen erwarten“,

schaut Benjamin Bildstein bereits wieder nach vorne.

Kieler Woche als EM-Generalprobe
Vorarlbergs Team des Jahres reist nun direkt von Dänemark nach Deutschland, um bei der Kieler Woche eine Generalprobe vor der Heim-EM am Attersee zu absolvieren. Von 10. bis 13. September geht das traditionsreiche Segel-Festival zum mittlerweile 126. Mal über die Bühne – „diesmal natürlich mit abgespecktem Programm und strengen Sicherheitsrichtlinien“, so Hussl. Neben den 49ern Benjamin Bildstein und David Hussl ist der OeSV auch mit mehreren Booten aus den Klassen Nacra 17 sowie 49erFX vertreten. Thomas Zajac und Barbara Matz gehen als Titelverteidiger in den Bewerb.

Saisonhöhepunkt Heim-EM
Die Europameisterschaften der Klassen 49er, 49erFX und Nacra 17 von 28. September bis 4. Oktober 2020 im Union-Yacht-Club Attersee (UYCAs) bilden den Saisonhöhepunkt für Benjamin Bildstein und David Hussl.

„Wir wollen auf jeden Fall vorne mitmischen. Um Europameister zu werden, müsste wirklich alles perfekt zusammenlaufen. Wir müssen abwarten wie die Bedingungen sind. Bei Leichtwind wäre für viele Teams alles möglich. Heimvorteil kann man am Attersee keinen erwarten. Wir wollen jedenfalls unser bestes Segeln zeigen.“

 

© news.profs.at  Bild: Tobias Störkle 

Bildstein/Hussl neue Nummer eins der Weltrangliste

Benjamin Bildstein und David Hussl dürfen sich über ein Karriere-Highlight freuen. Die beiden 28-Jährigen scheinen in der neuen Weltrangliste der 49er-Klasse als Nummer eins auf. Bildstein/Hussl, die auch für die auf 2021 verschobenen Olympischen Spiele von Tokio qualifiziert sind, klassierten sich in den bisherigen Regatten vor Palma de Mallorca (ESP), Genua (ITA), Marseille (FRA), Enoshima (JPN), Auckland (NZL) und Geelong (AUS) nie schlechter als Sechste und übernahmen damit die Spitze.

„Wir haben in der Vergangenheit viele Dinge richtig gemacht und ernten nun dafür die Lorbeeren. Bereits bei unseren ersten Erfolgen im Nachwuchs war es uns enorm wichtig, immer auf die Grundlagen zu achten. Für uns war immer klar, dass wir einen Schritt nach dem anderen nehmen müssen. Viele Puzzlesteine passen nun zusammen. Durch harte Arbeit und Konstanz stehen wir nun ganz vorne“,

so Steuermann Bildstein in einer Aussendung.

© orf.at  Foto: Tobias Stoerkle – Photography

Bildstein/Hussl schrammen an WM-Medaille vorbei

Benjamin Bildstein und David Hussl beendeten die 49er-Weltmeisterschaft vor Geelong/Australien am Samstag auf Rang vier und schrammten um nur einen Punkt an Bronze vorbei.

Bei abwechslungsreichen Bedingungen mit teilweise Regen und Böen bis zu 25 Knoten gingen Benjamin Bildstein und David Hussl als Führende in den letzten WM-Tag. In den abschließenden zwei Rennen der Goldflotte landeten die Weltranglistenzweiten aus Österreich auf den Rängen 20 und 2 und gingen damit von Position drei in das Medal Race.

„Im ersten Rennen sind uns ein paar Fehler unterlaufen. Umso erfreulicher war es, dass wir im zweiten wieder unsere Leistung abrufen konnten“,

so Steuermann Bildstein.

Das Medal Race begann mit einer äußerst umstrittenen Jury-Entscheidung denkbar unglücklich für die Österreicher. Direkt nach dem Start mussten sie eine Strafdrehung machen.

„Obwohl wir im Lee waren, hat man uns die Penalty gegeben. Wir haben uns nach dem Rennen die Videoanalyse angesehen und sind der Meinung, dass die Jury die falsche Entscheidung getroffen hat“,

erklärt der Vorarlberger.

Das Duo vom Yacht Club Bregenz kämpfte sich trotz des Rückstandes noch auf den sechsten Platz vor. Da die Deutschen Eric Heil und Thomas Plößl als direkte Konkurrenten das Rennen gewannen, fielen Bildstein/Hussl auf Rang vier zurück. Peter Burling und Blair Tuke aus Neuseeland holten sich hingegen ihren sechsten WM-Titel, mit nur drei Punkten Vorsprung auf das OeSV-Duo ging zudem Silber an die Spanier Diego Botín und Iago López Marra.

„Es ist natürlich eine Enttäuschung da. Wir wissen aber auch, welche Leistung wir erbracht haben. Seglerisch war das bisher unsere beste Regatta, wir haben viele Dinge von letzten WM mitgenommen und gut umgesetzt“

weiß Bildstein und sein Tiroler Vorschoter David Hussl ergänzt:

„Ein vierter Platz ist immer hart, wir nehmen aber auf jeden Fall das Positive aus dieser Woche mit. Wir haben wieder deutliche Sprünge nach vorne gemacht, das gibt viel Motivation. Das olympische Jahr hat erst begonnen, es stehen noch intensive Monate vor uns“.

OeSV-Sportdirektor Matthias Schmid äußerte sich folgendermaßen zu den erbrachten Leistungen:

„Das Positive ist, dass Benjamin und David auch kurz nach Neuseeland erneut gezeigt haben, dass sie ganz vorne dabei sind. Ihre Leistung war überragend, eine Medaille wäre mehr als verdient gewesen. Die doch sehr fragwürdige Jury-Entscheidung war der Knackpunkt. Obwohl die Entscheidung direkt nach dem Start zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt passiert ist, haben sie sich in einem WM-Medal-Race sogar noch einmal zurückgekämpft. Mit Keanu und Jakob haben auch die jungen 49er aufgezeigt. Es gab bei ihrer ersten offenen WM viele positive Aspekte, sie haben in einzelnen Rennen wirklich tolle Leistungen erbracht. Man sieht, dass die nächste Generation schon in den Startlöchern scharrt.“

Während Thomas Zajac und Barbara Matz ebenso knapp das Medal Race im Nacra 17 um einen Punkt verpassten, gewannen die OeSV-Junioren Laura Farese und Matthäus Zöchling die U23-Wertung. Die 49erFX-Seglerinnen Tanja Frank und Lorena Abicht verbesserten sich zum Abschluss auf Platz 20.

© PROFS Newsroom Foto: Sailing Energy

Bildstein/Hussl lösen Nationenticket für Olympia

Das 49er-Duo Benjamin Bildstein und David Hussl belegte bei den Klassen-Weltmeisterschaften vor Auckland den sechsten Gesamtrang und buchte damit den dritten Olympia-Quotenplatz für das österreichische Segelnationalteam. Thomas Zajac und Barbara Matz beendeten die Nacra-17-WM bei schwierigen Starkwindbedingungen auf Rang acht und feierten damit ein erfolgreiches Comeback nach Verletzungspause.

Benjamin Bildstein und David Hussl finden mit der Qualifikation für die Olympischen Spiele den krönenden Abschluss einer nahezu perfekten Saison.

Steuermann Bildstein blickt zufrieden auf die erste verletzungsfreie Saison seit Jahren zurück: 

„Das wertvollste für uns ist, dass wir nach dem letzten Jahr und nach der verpatzten WM 2018 unseren Plan voll umsetzen konnten. Wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen und alles in die Waagschale geworfen. Wir sind wahnsinnig weit gekommen und sowohl im seglerischen als auch im mentalen Bereich auf einem Top-Niveau.“

Gleich im ersten Rennen des Finaltags lösten die 49er das Olympia-Ticket. Die beiden WM-Bronzemedaillen-Gewinner aus 2017 starteten vom sechsten Platz und als zweitbestes Boot unter den noch nicht für die Olympischen Spiele qualifizierten Nationen in den großen Entscheidungstag der WM vor Auckland. Aus den letzten zwei Rennen der Goldflotte musste aber noch zumindest ein Top-Ergebnis eingefahren werden, um mit dem Einzug ins Medal-Race das Ticket für Tokyo 2020 endgültig zu lösen.

„Wir wussten, dass es nun um alles geht und mussten Nervenstärke beweisen. Dies gelang uns auch gleich in der ersten Wettfahrt des Tages, bei dem wir mit Rang drei das Olympiaticket bereits fixieren konnten“,

so der Vorarlberger, der sich nun gemeinsam mit Vorschoter David Hussl den Olympia-Traum erfüllen darf. 

Hussl war nach dem ersten Rennen sichtlich erleichtert und schilderte: 

„Uns fiel ein riesiger Stein vom Herzen. Wir verloren kurzzeitig den Fokus, sodass das letzte Rennen der Goldflotte nicht mehr perfekt war. Das Medal-Race wollten wir dann aber in vollen Zügen genießen und noch ein letztes Mal in dieser Saison Vollgas geben“. 

Benjamin Bildstein blickt erleichtert auf das letzten Rennen der Saison zurück, das ihnen den sechsten Gesamtrang einbrachte. Vor allem bei der letzten Vorwind hätten sie laut Bildstein einen unglaublichen Speed und richtigen Spaß am Segeln gehabt. Bei der Halse sein sie zwar nochmal in die Welle eingetaucht, aber dennoch passabel ins Ziel gekommen.  

„Die WM war unglaublich hart. Neben dem großen Ziel – die Qualifikation für Olympia – freut uns die Tatsache, dass wir nach dem verpatzten Goldflottentag eine unglaubliche Moral bewiesen und dem Druck standgehalten haben“,

so der 27-jährige Steuermann. 

Auch Sportdirektor Matthias Schmid zeigte sich sichtlich erleichtert über den dritten rot-weiß-roten Quotenplatz für Olympia. Es freue ihn nicht nur in seiner Position sondern auch persönlich für Benjamin und David. Er sei hautnah dabei und sehe wie viel Energie die beiden hineinstecken würden. Laut Schmid sei das Abrufen des Potentials bei dem hohen Qualifikationsdruck eine unfassbare Leistung: 

„Nachdem sie am ersten Tag der Goldflotte kurz ins Straucheln geraten sind, haben sie unglaubliche Moral bewiesen. Dass die Top-10 bei einer WM notwendig gewesen sind, beweist die Leistungsdichte und wie professionell gearbeitet werden muss, um bei den Olympischen Spielen dabei zu sein“

Bereits im Februar 2020 stehen mit den Weltmeisterschaften in Australien das nächste Großereignis am Programm. Für das österreichische Segel-Nationalteam bleibt also nur eine kurze Weihnachtspause, bevor es mit vollem Fokus in das Olympia-Jahr geht.

© News.profs.at.  Foto: Sailing Energy

Bildstein/Hussl gewinnen Silber beim Weltcup in Japan

In fünf Klassen fanden am Samstag beim Weltcup vor Enoshima die Finalrennen statt. Da der Wind zunächst ausblieb, wurde knapp eineinhalb Stunden zugewartet. Dann konnte das erste Medal Race beginnen. Die neuen Bedingungen waren auch für Benjamin Bildstein und David Hussl, die als Gesamtdritte in das abschließende 49er-Rennen gingen, eine Herausforderung. „Wir haben das Setup geändert und unsere Strategie adaptiert. Beim Einsegeln hatten wir schon ein gutes Gefühl“, berichtet Steuermann Bildstein. Obwohl das Duo vom Yacht Club Bregenz gleich nach dem Start wenden musste, waren die Weltranglisten-Zweiten vorne dabei und gingen an vierter Stelle um die Luv-Tonne. Da die spanischen Konkurrenten Botin/Lopez Mara bei den aggressiven Wellen kenterten, machten die Österreicher einen Platz gut und brachten dieses Ergebnis auch solide ins Ziel. Damit holten Bildstein/Hussl beim ersten Weltcup der Saison Silber, mussten sich nur den punktegleich Ersten James Peters / Fynn Sterritt aus Großbritannien geschlagen geben. Auf Rang drei landeten die Deutschen Tim Fischer/Fabian Graf, denen eine Kenterung auf der zweiten Kreuz den Gesamtsieg kostete.

 

„Es ist schön wieder am Podest zu stehen. Wir trauern auch dem einen fehlenden Punkt auf den Gesamtsieg nicht nach und sind mit dem zweiten Platz sehr zufrieden. Wir haben noch den Zieleinlauf der restlichen Boote verfolgt und dann sofort realisiert, dass wir Silber gewonnen haben“,

 

erklärt der Tiroler Vorschoter Hussl. Nach Rang vier bei den Pre Olympics in der vergangenen Woche bestätigten die beiden 27-Jährigen ihre starke Form. „Das Revier hier in Japan liegt uns. Es ist schön, dass wir die guten Trainingsleistungen umsetzen konnten. Nachdem wir beim Testevent nur knapp an einer Medaille vorbeigeschrammt sind, freuen wir uns jetzt umso mehr. Es ist auch eine Stärkung für die Weltmeisterschaft“, blickt Bildstein bereits nach vorne. Das gesamte OeSV-Team fliegt am Montag nach zwei Monaten im Olympia-Revier zurück nach Österreich. Bildstein/Hussl werden Anfang Oktober nach Neuseeland aufbrechen, um sich bestmöglich auf die Weltmeisterschaft im Dezember vorbereiten zu können. Dann geht es für die beiden um das Olympia-Nationenticket.

© Austrian Sailing Federation, Foto: Sailing Energy / World Sailing

Silber für Bildstein/Hussl

Beim Weltcup-Finale vor Marseille durfte sich der Österreichische Segelverband gleich über zwei Medaillen freuen. Das 49er-Duo Benjamin Bildstein und David Hussl kontrollierte im Medal Race seine Gegner und verteidigte schlussendlich die Silbermedaille. Bei den 49erFX-Damen trumpften Laura Schöfegger und Anna Boustani auf, die sich mit Platz zwei in der Entscheidung noch Bronze sicherten und ihre erste gemeinsame Weltcup-Medaille holten. Thomas Zajac und Barbara Matz behielten im Medal Race der Nacra 17-Flotte ihren sechsten Gesamtrang.

Silbermedaille für 49er-Duo Bildstein/Hussl

Am Samstag nahmen vier OeSV-Boote das Medal Race beim Weltcup-Finale vor Marseille in Angriff. Im 49er hatten Benjamin Bildstein und David Hussl als Zweitplatzierte die beste Ausgangsposition. Bei strahlendem Sonnenschein und Leicht- bis Mittelwind sicherte das Duo vom Yacht Club Bregenz die Silbermedaille mit einer taktisch guten Leistung ab. „Normalerweise segeln wir im Medal Race auf Angriff, diesmal hatten wir von den Punkten aber einen guten Vorsprung. Deshalb waren wir mehr auf Sicherheit bedacht“, so Bildstein. Diese Strategie wurde nach dem Start durch einen Einzelrückruf auf die Probe gestellt. „Eigentlich wollten wir kein Risiko eingehen. Wir waren uns aber sicher und haben den Mut gehabt, um weiterzufahren. Diese Entscheidung war auch richtig“. Die beiden 29-Jährigen wurden mit der Silbermedaille auch für die nächste taktische Entscheidung belohnt. Denn entgegen der eigenen Überzeugung gingen sie an zweiter Stelle liegend an der Boje auf die Seite der Schweizer Verfolger. Dadurch büßten sie zwar im Rennen noch vier Positionen ein, sicherten den zweiten Rang aber souverän ab. „Es ist schade, dass wir ein paar Plätze verloren haben, es war aber die weisere Entscheidung. Wir sind über die ganze Regatta sehr konstant gefahren und haben uns von Tag zu Tag sogar steigern können. Unabhängig vom Resultat haben wir auch unsere Prozessziele gut umsetzen können, es war eine tolle Woche“, zeigt sich Bildstein zufrieden. Nachdem die österreichischen 49er beim letzten Antreten vor drei Jahren das damals in Australien ausgetragene Weltcup-Finale gewinnen konnten, folgte nun die nächste Medaille. Die beiden werden bei der Kieler Woche vom 22. und 29. Juni teilnehmen.

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© segelverband.at / Bild: Sailing Energy / World Sailing

Blech das glänzt wie Gold

Die Prinzess Sofia Regatta läutet jedes Jahr die europäische Regattasaison ein. Mit einem Rekord-Starterfeld von 108 49ern und der Anwesenheit aller Spitzenteams, war das Niveau wie bei einer Weltmeisterschaft. Unter anderem meldete sich Peter Burling und Blair Tuke aus Neuseeland zurück. Nach der Olympia-Goldmedaille im 49er in Rio de Janeiro 2016, dem Gewinn des America’s Cup und der Teilnahme am Volvo Ocean Race, nehmen sie nun ebenfalls die Qualifikation für Tokio ins Visier.

„Da unsere Saison sehr lange wird und wir einen intensiven Trainingswinter hinter uns haben, entschieden wir heuer etwas später als der Großteil der Teams nach Palma de Mallorca zu reisen. Wir nützen die extra Zeit zuhause für Regeneration und physisches Training.

Überrascht mussten wir nach den ersten Trainingstagen vor Ort feststellen, dass wir bei der für Palma typischen Seabreeze nicht denselben Topspeed erreichen konnten wie unsere Trainingspartner.

Nach der ersten Analyse des Materials stellen wir fest, dass der Grund dafür eine besondere Technik ist. Diese erfordert höchste Präzision und eine perfekte Harmonie zwischen Steuermann und Vorschoter, sowohl beim Steuern als auch bei der Großschotarbeit. Das Ergebnis ist ein stabileres Boot, das ein Schlüsselfaktor für eine erhöhte Bootsgeschwindigkeit ist. Recht bald konnten wir diese neue Technik im Training umsetzen, sie verlangte aber extrem viel Aufmerksamkeit auf der Bootsführung. Unsicher ob wir diese auch im Regattastress anwenden können, starteten wir in die Qualifikation. Erfreulicherweise meisterten wir diese Herausforderung und erzielten nach mehreren Top-5-Platzierungen auch zwei Wettfahrtsiege.

Die beiden Tage in der Goldfleet machten unglaublich Spaß. Das Niveau war unglaublich hoch, der kleinste Fehler wurde sofort bestraft. Wir zeigten aber wieder eine sehr starke Leistung und konnten mit den unterschiedlichen Windbedingungen gut umgehen. Wir qualifizierten uns als Vierte für das Medalrace und hatten noch gute Chancen, den Sprung auf das Podium zu schaffen. Voller Motivation fuhren wir am Samstag zum Hafen, wo nach längerem Warten aber aufgrund des zu starken Windes und der enormen Welle aus Sicherheitsgründen unser Medalrace abgesagt wurde.

Auch wenn uns ein letzter Angriff auf die Medaillen verwehrt blieb, freuen wir uns unglaublich über dieses Ergebnis. Wir konnten über die gesamte Regatta unser Können auf sehr hohem Niveau abrufen, einiges lernen und viel Selbstvertrauen für die weiteren Aufgaben tanken.“

Es geht Schlag auf Schlag

„Bereits am Donnerstag reisen wir wieder Richtung Süden. In der italienischen Hafenstadt Genua findet der nächste Weltcup statt. Für uns ist dieser Weltcup absolut relevant, weil nächstes Jahr genau dort der letzte Europa-Startplatz für die Olympischen Spiele vergeben wird und uns dieses Revier noch fremd ist. Unser Ziel ist natürlich den Startplatz bereits bei der Weltmeisterschaft im Dezember 2019 in Neuseeland zu sichern, trotzdem wollen wir möglichst viele Revierinfos sammeln, um für den Fall der Fälle bestmöglich vorbereitet zu sein.

Nach Genua geht es im Mai zur Europameisterschaft nach Weymouth, zum Austragungsort der Segelbewerbe während den Olympischen Spielen 2012 in London. Weymouth ist nicht nur eines der Zielevents von heuer, sondern auch eine Art Test Regatta für die Weltmeisterschaft.“

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© April 2019 Newsletter Bildstein Hussl Olympic 49er Sailing / Bild: Tobias Stoerkle