Stadler wird Tiroler Hallenmeister

Der erst 16-jährige Lorenz Stadler gewinnt sowohl das Einzel als auch das Doppel (mit Alessandro Djukanovic) bei der Tiroler Hallenmeisterschaft in Seefeld.

Viktoria Soier muss sich im Einzel nur Franziska Maus geschlagen geben.

Ein Wochenende, das man sich merken wird: Der gerade einmal 16 Jahre alte Lorenz Stadler vom TC Zugvogel Schwaz dominierte die Tiroler Hallenmeisterschaften 2026 powered by BrotSchmiede eindrucksvoll. Der Nachwuchsspieler, der im Juli seinen 17. Geburtstag feiert, sicherte sich sowohl den Titel im Herren-Einzel als auch zusammen mit Alessandro Djukanovic im Doppel. Das Turnier fand von 19. bis 23. März 2026 in der WM-Tennishalle Seefeld statt und wurde von Turnierleiter David Johansson organisiert

Lorenz Stadler blieb im gesamten Turnierverlauf nahezu makellos und erreichte das Finale ohne Satzverlust. Dort traf er auf Simon Gruber (Ober St. Veiter TC) und gewann letztlich mit 6:2, 6:4. Gruber hatte zuvor im Halbfinale Tobias Jesacher besiegt, während Stadler gegen Valentin Klaunzner in einem spannenden Match 6:4, 3:6, 10:8 gewonnen hatte.

Bei den Damen sicherte sich Franziska Maus (TC Zugvogel Schwaz) den Titel. Im Finale ließ sie Viktoria Soier beim 6:1, 6:4 wenig Chancen. Bereits im Halbfinale zeigte Maus ihre starke Form mit einem Sieg gegen Clara Pinggera. Soier zog mit einem deutlichen Erfolg gegen Marie Schuler ins Finale ein.

Im Herren-Doppel setzten sich Alessandro Djukanovic und Lorenz Stadler mit 6:3, 6:1 gegen Fabio Zoller und Noah Schultus durch. Im Halbfinale hatten Djukanovic/Stadler das Duo Tobias Jesacher/Andre Span mit 4:6, 7:5, 10:8 besiegt, Zoller/Schultus standen nach einem 6:4, 6:4-Sieg über Tim Koller/David Aschaber im Finale.

© meinbezirk.at // Foto: Elisabeth Stadler

Erler erfüllt sich Kindheitstraum

Erste Einberufung ins Nationalteam.

Der Tiroler tankte letzte Woche kräftig Selbstvertrauen und geht mit dementsprechend breiter Brust in seine Davis-Cup-Premiere.

Mit Lucas Miedler und Alexander Erler wollen dieses Mal gleich zwei Debütanten ihren Teil dazu beitragen, um Österreichs Davis-Cup-Team mit einem Erfolg in der Qualifikationsrunde in Südkorea in die Gruppenphase des Finalturniers zu hieven. Besonders Letzterer geht mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in dieses Unterfangen. Erler hat in Bengaluru, Indien, seinen bereits vierten ATP-Challenger-Doppeltitel geholt. Der Innsbrucker gewann das Finale des 53.120-US-Dollar-Hartplatzevents mit dem Einheimischen Arjun Kadhe gegen dessen zwei Landsleute Saketh Myneni und Ramkumar Ramanathan mit 6:3, 6:7 (4), 10:7.

Im Doppel kann sich Erler vermutlich berechtigte Hoffnungen auf einen Startplatz machen – ist er als 104. im ATP-Doppelranking bereits Österreichs Nummer drei hinter dem zurücktretenden Oliver Marach (51.) und Philipp Oswald (62.). „Wenn sich die Rangliste dann um die Corona-Punkte bereinigt, haut es mich sicherlich nochmal um einige Plätze nach vor“, kann er also schon fest mit den Top 100 rechnen. „Diese waren heuer mein Ziel. Aber ich denke, im Doppel ist alles möglich – mal sehen, was da noch so kommt.“ Ob Erler nun zum Einsatz kommen wird oder nicht: Ein echter Kindheitstraum geht für ihn mit seiner erstmaligen Nominierung in Erfüllung. Nach zwei Trainingstagen im Olympiazentrum Innsbruck reist Erler nach Südkorea.

„Ich habe auch immer als Kind und Jugendlicher Davis Cup geschaut im TV und einmal sogar live in Kitzbühel. Dass ich jetzt dabei bin, macht mich sehr stolz und ich freue mich sehr. Im Team zu spielen, taugt mir eh voll, da kann man sich gegenseitig durchpushen. Normalerweise ist man ja meist alleine unterwegs auf der Tour.“

Alexander Erler

© ÖTV // Foto: GEPA pictures/ Patrick Steiner