Olivia Hofmann holt Quotenplatz für Rio

Olivia Hofmann holte im Luftgewehr-Finale des ISSF Weltcups München den zweiten Olympia-Quotenplatz für das ÖSB-Team.

Nach einem tollen Start in den Grunddurchgang und zwei starken ersten Serien hatte Olivia Hofmann in der dritten Serie eine kleine Durststrecke. Die Tirolerin konnte aber in der letzten Serie alle Kräfte mobilisieren, was ihr mit insgesamt 417,5 Ringen letztendlich den Einzug ins Finale bescherte.

Im Finale kämpfte die 22–Jährige als eine von fünf Schützinnen um einen von drei in diesem Bewerb zu vergebenden Quotenplätze. Sie behielt die Nerven, beendete das Finale mit dem großartigen fünften Platz und holte damit den bereits zweiten Quotenplatz für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. Hofmann nach dem Finale: „Mir fehlen die Worte! Das Einzige was ich momentan sagen kann ist, dass ich eine Riesenfreude habe. Das Finale war wirklich nervenaufreibend!“

Text: www.schuetzenbund.at
© Nicolo Zangirolami

 

Sportschützen überzeugen mit Gold und Bronze

Unsere beiden Sportschützinnen Olivia Hofmann und Lisa Ungerank konnten bei den Staatsmeisterschaften im Luftgewehr am vergangenen Wochenende in Salzburg aufzeigen. Mit insgesamt 207,7 Ringen sicherte sich Olivia Hofmann den österreichischen Meistertitel vor Katharina Auer (206,1) und Lisa Ungerank (183,9). Olivia konnte damit genug Selbstvertrauen tanken und reist gut vorbereitet zum ersten Weltcup der Saison nach Changwon (Korea). Changwon ist nach der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr der zweite Wettkampf, bei dem es Quotenplätze für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio zu erreichen gibt.

(© ÖSB)

Kadereingangslehrgang der Sportschützen im Olympiazentrum

Im Zuge des diesjährigen Kadereingangslehrgangs des Österreichischen Schützenbundes (ÖSB) waren die Athleten aus dem Gewähr- und Pistolenkader zu zwei Trainingstagen und den sportmotorischen Tests bei uns im CAMPUS SPORT TIROL INNSBRUCK – OLYMPIAZENTRUM zu Gast. Am ersten Trainingstag stand zunächst ein Tischtennisturnier auf dem Programm, das sich nach den teilweise sehr langen Anreisen aus ganz Österreich super zum Starten eignete. Als hervorragende Tischtennisspieler stellten sich dabei Podolak Michal, Patka Hannes und Pickl Bernhard heraus, der das Turnier für sich entscheiden konnte. Zum Beginn des zweiten Tages wurden die Pistolen und Gewähre gegen Seile und Gurte getauscht. Nach einer Einschulung in Sachen Sicherungstechniken durch unsere Mitarbeitern Lisa Müller und Bergführer Jojo Steindl wagten sich die Athleten des ÖSB beim Top-Rope-Klettern in schwindelerregende Höhen vor. Das Ziel dieser Einheit sah Roland Luchner, verantwortlicher Trainer für Sportschützen im Olympiazentrum, darin das Vertrauen der Athleten untereinander zu stärken und neue Bewegungserfahrungen zu sammeln. Am Nachmittag des zweiten Trainingstages bekamen die Kursteilnehmer die Möglichkeit, eine für sie bis dato völlig unbekannte Sportart auszuprobieren – Rollstuhl-Basketball. Zunächst wurden den Athleten die Grundtechniken des Rollstuhlfahrens beigebracht und so mancher merkte gleich, dass es nicht so einfach war, wie es aussah. Im Anschluss daran matchten sie sich über 90 Minuten auf biegen und brechen und teilweise bekamen wir tollen Rollstuhlsport zu sehen. „Auf jeden Fall eine tolle Erfahrung. Man weiß jetzt die Leistung der Behindertensportler noch höher einzustufen“, resümiert ein sichtlich faszinierter Armin Gruber. Am dritten Tag standen für den gesamten Kader die jährlichen sportmotorischen Tests auf dem Programm. Bereits zum vierten Mal wurden diese dieses Jahr durchgeführt und man sieht, dass sich die konsequente Arbeit der letzten Jahre lohnt. Es konnten teilweise super Verbesserungen vor allem im Koordinativen Bereich erzielt werden. Zum Abschluss des Kadereingangslehrganges referierte unser Trainer Roland Luchner vor Athleten, Trainern und Funktionären des ÖSB über die Inhalte, Durchführung und Auswertung der sportmotorischen Tests und konnte manche noch offene Fragen beantworten. Auf diesem Weg wünscht das gesamte Team Olympiazentrum eine erfolgreiche Saison.

Starker Auftritt unserer Sportschützen

Olivia Hofmann und Armin Gruber sicherten sich am vergangenen Wochenende bei den österreichischen Meisterschaften jeweils den Titel im Dreistellungskampf. Olivia Hofmann setzte sich bei den österreichischen Meisterschaften im Kleinkaliber in Arzl (Innsbruck) in der Königsdisziplin, dem Dreistellungskampf, mit starken 459,2 Ringen vor Stephanie Obermoser (447,7 Ringen) und Lisa Ungerank (438,2 Ringen) durch und holte sich souverän den Staatsmeistertitel. Der Mannschaftsstaatsmeistertitel ging ebenfalls nach Tirol: Hofmann, Obermoser und Peer erzielten insgesamt 1735 Ringe und setzten sich vor Salzburg (1687 Ringe) und Vorarlberg (1660 Ringe) durch. Eine klare Sache war der 3×40 Bewerb der Junioren. Armin Gruber setzte sich im Grunddurchgang mit 1134 Ringen und einem Vorsprung von 15 Ringen vor dem Zweitplatzierten durch. Im Finale lag Gruber nach dem Kniend- und dem Liegend-Schießen noch zurück. Erst im Stehend-Schießen schaffte er die Wende und holte sich dir Führung, die er bis zum letzten Schuss nicht mehr abgab.

(© GEPA pictures)

Nadine Ungerank derzeit nicht startberechtigt

CAS hebt WADA Ausnahmegenehmigung auf – Nadine Ungerank damit derzeit nicht startberechtigt. Der Internationale Sportgerichtshof in Lausanne (CAS) hat dem Einspruch des Internationalen Sportschützenverbandes (ISSF) stattgegeben.… und hebt damit die durch die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) ausgestellte medizinische Ausnahmegenehmigung für die – aus medizinischen Zwecken notwendige – Einnahme eines (auf der Dopingliste stehenden) Medikamentes durch Nadine Ungerank auf. Die österreichische Anti-Doping-Agentur (NADA-Austria) und auch die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatten sich zuvor positiv für eine Ausnahmegenehmigung (im Fachjargon: Therapeutic Use Excemption) für die 18-jährige Tirolerin eingesetzt. Da ein Absetzen des Medikamentes aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, muss Nadine Ungerank ihre sportliche Laufbahn unterbrechen. Damit wird der Österreichische Schützenbund die Nennung von Nadine Ungerank für die Olympischen Jugend-Spiele in Nanjing (16. – 28. August) zurückziehen. Ob statt Nadine ein Ersatz nominiert werden kann, steht zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht fest. 

Foto: GEPA