Gold im Damen-Teambewerb

Gold für das Damen-Team & Bronze für das Mixed-Team

Nach dem gestrigen Einzelspringen zeigten die österreichischen Skisprung-Damen heute eine mannschaftlich starke Leistung und kürten sich in einem engen Dreikampf zu den Team-Weltmeisterinnen auf der Normalschanze in Oberstdorf (GER).

Silber ging an die slowenische Mannschaft. Die Norwegerinnen sicherten sich die Bronze-Medaille. Nach dem ersten Durchgang lag das Team, vertreten durch Daniela Iraschko-Stolz, Sophie Sorschag, Chiara Hölzl und Marita Kramer auf Goldmedaillenkurs. Durch eine mannschaftlich starke Leistung, vor allem im zweiten Durchgang, sicherten sich die Österreicherinnen den Team-Weltmeister-Titel und revanchierten sich so für den gestrigen Einzel-Bewerb.

„Ich habe den Sprung noch nicht ganz wirken lassen können, aber es war schon wieder ein Schritt vorwärts. Ich wollte heute gleich einen guten Sprung runter setzten, damit der Druck ein wenig weg ist. Wir haben heute gut aufgewärmt, haben eine super Stimmung im Team und sind heute alle heiß uns für gestern zu revanchieren.“ – Daniela Iraschko-Stolz

Auch im Mixed-Team waren das ÖSV-Team erfolgreich. Marita Kramer, Michael Hayböck, Daniela Iraschko-Stolz und Stefan Kraft sicherten sich bei der nordischen Ski-WM in Oberstdorf im Mixed-Team-Bewerb von der Normalschanze die Bronzemedaille. Gold ging an Gastgeber Deutschland und Silber holte sich Norwegen. 

Daniela Iraschko-Stolz: „Es war knapp, fünf Nationen hatten Chancen, wir sind alle tadellos gesprungen. 14 Punkte Rückstand sind fast nix, also das ist nichts zum Schämen. Es war eine Topleistung, ich freu mich richtig.“

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Platz vier in Russland: Schlierenzauer meldet sich zurück

Der Aufwärtstrend im ÖSV-Skisprung-Team ist am Samstag auch im dritten Einzelbewerb der Saison bestätigt worden. Philipp Aschenwald landete nach Rang zwei in Ruka nun auch beim Weltcup in Nischnij Tagil (Russland) als Dritter auf dem Podest. Und der 53-fache Rekordsieger Gregor Schlierenzauer verpasste das Stockerl als Vierter nur um 0,4 Zähler. Der Sieg ging erstmals an den Japaner Yukiya Sato.

Aschenwald fehlte nicht viel auf seinen Premierensieg im Weltcup. Der 24-jährige Tiroler verpasste mit zwei 129-m-Sprüngen Rang eins nur um 2,2 Punkte, der zweitplatzierte Deutsche Karl Geiger lag nur 0,7 Zähler vor ihm. Aschenwald ist auch im Gesamt-Weltcup hinter Daniel-Andre Tande (NOR/210 Punkte) und Anze Lanisek (SLO/158) mit 153 Punkten Dritter und bester ÖSV-Mann.

Für Schlierenzauer bedeutete der mit 133,5 m weiteste Sprung des zweiten Durchgangs ein Spitzenresultat. Der Tiroler verbesserte sich vom zehnten Zwischenrang noch auf Platz vier. Es war das beste Ergebnis seit langer Zeit bzw. der erste Top-Ten-Platz seit Jänner 2017 in Willingen. Stefan Kraft war diesmal nur drittbester Österreicher und landete auf dem siebenten Rang. Mit Jan Hörl (15.) Daniel Huber (18.), und Michael Hayböck (21.) war das Team von Cheftrainer Andreas Felder auch mannschaftlich sehr stark.

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Schlierenzauer springt aufs Podest

Der Tiroler musste sich nur von Lokalmatador Geiger geschlagen geben. Dieser feierte beim Sommer-Grand-Prix in Hinterzarten im Schwarzwald gleich einen Doppelsieg.

Gregor Schlierenzauer scheint unter Neobetreuer Werner Schuster auf einem guten Weg zu sein. Der Weltcuprekordsieger belegte am Samstag im Sommer-Grand-Prix-Bewerb von Hinterzarten Rang zwei. Im Abwesenheit zahlreicher Topspringer wie Ryoyu Kobayashi und Stefan Kraft fehlten dem Tiroler lediglich 0,4 Punkte auf den deutschen Sieger Karl Geiger. Nach dem Erfolg mit dem deutschen Mixed entschied Geiger am Samstag mit Sprüngen auf 106 und 99 Meter auch den Einzel-Wettbewerb für sich.

„Der zweite Platz heute ist eine schöne Bestätigung fürs Training. Ich war hier in Hinterzarten insgesamt konstant. Das ist das Ziel: Die Substanz Schritt für Schritt zu erhöhen und immer mehr gute Sprünge zu zeigen. Es ist immer noch Juli. Jetzt heißt es in Ruhe weiterarbeiten. Ich freue mich auf die nächsten Sommerbewerbe.“

Dritter wurde deutlich hinter Schlierenzauer Richard Freitag. Clemens Aigner belegte als zweitbester Österreicher lediglich Rang 26. Die dritte Station der Sommerserie ist am 10. August Courchevel, vor dem Frankreich-Bewerb führt Geiger im Gesamtklassement vor Auftaktsieger Timi Zajc (SLO) und Schlierenzauer.

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Weltrekordweite für Schlierenzauer

Bei der Qualifikation für das Skifliegen beim Weltcup-Finale in Planica hätte es am Donnerstag beinahe eine Egalisierung des Weltrekordes von Stefan Kraft gegeben. Gregor Schlierenzauer segelte sensationell auf 253,5 Meter. Der 28-jährige Tiroler konnte seinen Flug auf der Letalnica aber nicht stehen und kam ins „Rodeln“.

Während Kraft bei seinem Rekord im letzten Jahr in Vikersund regulär landete, musste Schlierenzauer mit beiden Händen in den Schnee greifen. Der Weltrekord konnte deshalb nicht gewertet werden. Aber auch ohne Bestmarke war der Tiroler glücklich. „Ich bin irgendwie noch gar nicht ganz unten. Das war ein unglaublicher Flug. Ich war sehr hoch, dann ist es sehr weit gegangen. Einfach nur geil“, sagte Schlierenzauer im ORF-Interview.

Die persönliche Bestmarke des fünffachen Einzel-Siegers in Planica lag bisher bei 243,5 Metern – aufgestellt im Jahr 2011 in Vikersund. Angst, dass sein Knie nach der im März 2016 erlittenen Kreuzbandverletzung nicht halten könnte, hatte Schlierenzauer nicht. Viel eher bewies der Tiroler, dass sein schon oft gepriesenes Fluggefühl noch immer vorhanden ist. „Immer wenn ich zum Skifliegen gehe, habe ich das im Kopf. Wenn es dahingeht, muss man das durchziehen. Das ist weit weniger gefährlich als aufgeben. Das Knie hat gehalten, alles ist tipptopp“, sagte der Tiroler.

Von seinem Flug, der zwei Meter weiter ging als der Schanzenrekord, zeigte sich Schlierenzauer jedenfalls begeistert. „Sicher hatte ich auch das nötige Glück mit dem Wind, aber der Sprung war sehr konsequent vom Tisch. Ich bin dann auch gleich auf der Welle draufgeblieben. Dann habe ich schon gemerkt, dass es mir in der Luft die Latten so um die Ohren schlägt. Ich bin dann bis zum Schluss voll draufgeblieben. Unten war es dann schon echt flach, aber es war geil“, schilderte Schlierenzauer seinen Flug.

Für den 28-Jährigen waren die 253,5 Meter am Ende einer durchwachsenen Saison auch ein persönliches Erfolgserlebnis. Bisher konnte der 53-fache Weltcup-Sieger noch keine Top-Ten-Platzierung erreichen. Für das Weltcup-Finale mit den zwei Einzel-Springen am Freitag und Sonntag sowie dem Team-Bewerb am Samstag tankte Schlierenzauer jedenfalls Selbstvertrauen. „Ich kann das noch gar nicht ganz glauben, aber so ein Adrenalinkick tut auf jeden Fall einmal gut“, sagte der ÖSV-Adler.

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WM-Bronze für Skispringer

Zum Abschluss der Nordischen Ski-WM in Lahti gibt es noch eine Medaille für Österreich! Im Teamspringen segelten die ÖSV-Asse zur Bronzemedaille. Gold ging erstmals an Polen.

Dabei sah es vor der letzten Gruppe nur nach der „Blechernen“ aus. Doch im packenden Vierkampf flog Stefan Kraft auf Rang drei, weil Deutschlands Schlussspringer Andreas Wellinger ausließ. 16 Punkte trennten die beiden Teams.

Der Sieg ging souverän an Polen. Bei wechselnden Windbedingungen lieferte das Quartett von Trainer Stefan Horngacher die konstanteste Leistung ab. Nach Kamil Stochs Schlusssprung hatte Polen 25,7 Punkte Vorsprung auf Norwegen und durfte über den ersten WM-Titel jubeln. Zwischen den Skandinaviern und Österreich lagen zehn Punkte.

„Diese Medaille haben wir uns sowas von verdient. Im zweiten Durchgang war keiner von uns vom Glück verfolgt“, strahlte Doppelweltmeister Stefan Kraft, der mit vier Medaillen nach Hause fährt. „Ich hab meine besten zwei Sprünge im Teambewerb gemacht“, jubelte Manuel Fettner. „Eine Goldene hab ich noch nicht“, lachte Gregor Schlierenzauer.

 

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Gelungenes Comeback für Schlierenzauer

Der Tiroler landet in seinem zweiten Auftritt nach dem Comeback auf dem achten Rang. „Schritt für Schritt“, sagte Gregor Schlierenzauer vor seinem Comeback. Und Schritt für Schritt, besser gesagt Sprung für Sprung geht es beim 27-Jährigen bei seinem Comeback-Wochenende in Wisla nach oben.

Nach seinem undankbaren 31. Platz und dem ganz knapp verpassten Finale am Samstag zeigte sich der Tiroler am Sonntag extrem verbessert. Nach Platz eins in der Qualifikation rettete er dieses Mal die wiedergefundene Form auch in den Wettbewerb rüber und wurde überraschend Achter.

Schon im ersten Durchgang sorgte er bei seinem zweiten Wettbewerb seit 3. Jänner 2016 (Berg Isel) für Aufsehen, als er – allerdings bei sehr guten Windbedingungen – erst nach 135,5 Metern landete. „Das war ein lässiger Sprung. Das macht echt Spaß, hier weit zu springen“, jubelte Schlierenzauer. Exakt so weit wie er sprang im ersten Durchgang nur der derzeit überragende Lokalmatador Kamil Stoch. Im zweiten ging es für den Rückkehrer Schlierenzauer nicht mehr ganz so weit, er kam auf 123 Meter, Platz acht darf sich aber sehen lassen.

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Operation bei Schlierenzauer gut verlaufen

Schlierenzauer hatte sich vor rund zwei Wochen beim Tiefschneefahren in Kanada das Kreuzband gerissen. Heute stand der Tiroler in Hochrum erstmals seit Beginn seiner Auszeit zahlreichen Medienvertretern Rede und Antwort.

In der Privatklinik in Hochrum bei Innsbruck wurde der Tiroler operiert, heute Freitag durfte Schlierenzauer die Klinik bereits wieder verlassen. Eines stellte der 26-Jährige bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit seiner während der Vierschanzentournee genommenen Auszeit sofort klar: Abschiedsworte gibt es nicht.

„Ich bin sehr motiviert, wieder zurückzukehren“, sagte Gregor Schlierenzauer. Nachdem der Tiroler seit seinem 16. Lebensjahr die Skisprungszene bestimmt hatte, fiel er in den vergangenen zwei Jahren in ein Tief. Bei der diesjährigen Tournee stieg der Sieger von 53 Weltcup-Springen aus und gönnte sich eine Auszeit.

„Es hat gutgetan, eine Auszeit zu nehmen. Zehn Jahre auf hohem Niveau kosten Kraft und Energie. Daher ist die Auszeit sehr wertvoll. Ich wollte vor drei Jahren schon eine Auszeit nehmen, habe mich aber wegen Olympia anders entschieden. Komplett von der Bühne abzutreten, dazu bin ich noch nicht bereit.“

Es sei auch gut gewesen, einmal ohne Erfolgsdruck durchs Leben zu gehen. Aber: „Wenn man die Ansprüche hat, ganz oben zu stehen, dann braucht man diesen Druck. Aber man muss auch lernen, damit umzugehen, wenn es nicht so läuft. So ist das Leben, es gibt nicht nur Höhen, sondern auch Täler. Da bin ich jetzt mittendrin.“ Seine Pause nutzte Schlierenzauer nicht nur dazu, seine Akkus wieder aufzuladen und den Kopf freizubekommen, sondern er begann auch eine Ausbildung als Mentaltrainer.

Vorerst gilt die volle mentale Konzentration des Tirolers aber nicht dem Datum für sein Comeback. „Oberstes Ziel ist jetzt, das Knie so hinzubekommen, dass es einem Weltrekord standhält“, sagte der Tiroler. „Als Skispringer braucht man mehr denn je gesunde Knie. Es wieder so weit stabil zu bringen, dass ich wieder springen kann, ist das erste Etappenziel. Eine Verletzung ist nie erfreulich, aber wenn man in so einem System wie in Österreich mit tollen Ärzten ist, dann fällt der Weg zurück leichter. Ich kann derzeit aber noch nicht sagen, wie lange dieser Weg zurück braucht und wann ich wieder zurück auf der Schanze sein werde. ich mache mir da keinen Druck, oberste Priorität ist ein wieder vollständig gesundes Knie.“

Seine aktuelle Verletzung hat bei Schlierenzauer ebenso die Prioritäten verschoben. „Skispringen ist schon noch mein Leben, aber es gibt wichtigere Dinge, wie etwa gesund zu bleiben. Es kann mit einem Schlag alles vorbei sein“, so der 26-Jährige.

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Bittere Diagnose: Schlierenzauer zog sich Kreuzbandriss zu

Innsbruck – Die schlimmsten Befürchtungen haben sich bei einer MRI-Untersuchung in Innsbruck bestätigt: Gregor Schlierenzauer zog sich beim Skifahren in Kanada vergangene Woche einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu. Der Tiroler muss operiert werden und fällt zumindest acht Monate aus. Das gab der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Dienstag in einer Aussendung bekannt.

„Mir stehen nun eine Operation und anschließend eine längere Pause bevor. Das ist natürlich bitter und schon ein Rückschlag, aber es ist bei weitem keine Tragödie“, wird Schlierenzauer in der ÖSV-Aussendung zitiert. Der Rekordsieger im Skisprung-Weltcup hatte die laufende Saison nach einer hartnäckigen Formkrise im Jänner vorzeitig beendet.

„Ich habe in den kommenden Tagen ein Gespräch mit den behandelten Ärzten, werde voraussichtlich Ende März, Anfang April operiert. Mein Ziel ist es wieder maximal gesund zu werden, daran werde ich mit voller Energie und Zielstrebigkeit arbeiten, aber ich werde mir solange Zeit dafür nehmen, wie notwendig“, will sich der 26-Jährige auf dem Weg zurück nicht unter Druck setzen lassen.

Die selbst verordnete Auszeit vom Skisprungsport zuletzt habe der 53-fache Weltcupsieger genossen, schreibt Schlierenzauer in seinem Blog und bedankte sich gleichzeitig für den Zuspruch seiner Anhängerschaft: „Mir war schon bewusst, dass mein Ab- und Untertauchen Fragen und Zweifel aufkommen lassen, aber entweder ordentlich oder gar nicht. Ich hatte nach zehn Jahren im Spitzensport erstmals Gelegenheit nicht nach Plan funktionieren zu müssen und in aller Ruhe die guten wie weniger guten Zeiten aufarbeiten zu können. Das ist nicht immer einfach, aber wohltuend und wichtig und die Verletzungspause wird nichts daran ändern, diesen Prozess weiter fortzusetzen.“

Den aktuellen Blogeintrag von Gregor Schlierenzauer finden sie unter:

www.gregorschlierenzauer.at/blog/

© tt.com

Timeout: Schlierenzauer beendet vorzeitig Weltcupsaison

Innsbruck – „Nach dem Bergisel-Springen hat die Enttäuschung jegliche Leidenschaft gekillt. So macht das keinen Sinn.“ Mit diesen Worten verabschiedet sich Gregor Schlierenzauer aus der Weltcupsaison 2015/16. Aus der vorübergehenden ist eine richtige Auszeit beim Weltcup-Rekordsieger geworden. „Ich wollte bereits die Saison 2013/14 auslassen, habe mich damals aber aufgrund der Olympischen Spiele in Sotchi anders entschieden. Jetzt ziehe ich die Reißleine, das schmerzt einerseits, andererseits bin ich auch erleichtert.“

Damit steht auch fest, dass der seit heute 26-Jährige nicht bei der Skiflug-Weltmeisterschaft am Kulm an den Start gehen wird. „Ich hätte weniger ein Problem damit sportlich hinterher zu fliegen, denke aber, dass Jüngere die einmalige Chance bekommen sollten, bei der Heim-WM dabei zu sein. Abgesehen davon wäre es aufgrund meiner Verunsicherung auch gefährlich, so ehrlich muss man sein“, gesteht Schlierenzauer.

Dass zuletzt Details zu seinem Privatleben öffentlich wurden, wie die Trennung von seiner Langzeit-Freundin Sandra, stößt dem ÖSV-Adler sauer auf: „Ich habe mein Privatleben nie zum Thema gemacht und bin enttäuscht, dass es in diesem Bereich keinen Respekt gibt. Privat ist privat, das habe ich immer so gehalten und dabei bleibt es auch.“

Wann der Tiroler auf die Schanze zurückkehrt, lässt er in einer Aussendung seiner Pressebetreuer vom Donnerstag offen. An ein Karriereende würde er aber nicht denken: „Prinzipiell nicht, aber ich tu mir schwer hier und heute Prognosen abzugeben. Für mich ist es jetzt einmal wichtig loszulassen und auf andere Gedanken zu kommen. Die letzten Wochen waren für mich mental extrem schwierig, die Last ist immer größer geworden, von diesem Rucksack möchte ich mich jetzt befreien.“

Mehr Infos und eine persönliche Stellungnahme von Gregor hier: http://bit.ly/gsjaenner16

Text: TT.com

Schlierenzauer siegt in Hinzenbach

Gregor Schlierenzauer ist erst im letzten Bewerb in den Sommer-Grand-Prix der Skispringer eingestiegen, aber das sehr erfolgreich. Der Weltcup-Rekordsieger gewann den Abschlussbewerb in Hinzenbach vor allem dank einem Schanzenrekord im ersten Durchgang. Der Tiroler segelte auf 96 Meter und gewann mit 89,5 Metern im zweiten Durchgang sicher vor dem Slowenen Peter Prevc und dem Norweger Kenneth Gangnes.

Schlierenzauer lag 12,2 Punkte vor Prevc und sorgte für den zweiten ÖSV-Sieg der Serie in diesem Sommer nach Stefan Kraft in Almaty. „Ich bin mit meiner Leistung zufrieden, obwohl ich eine längere Pause hatte“, sagte Schlierenzauer nach seinem bereits 13. Sommer-GP-Triumph, mit dem er den Rekord des Polen Adam Malysz einstellte. „Das gibt mir jetzt die nötige Motivation, um so weiter zu arbeiten“, so der 53-fache Weltcup-Sieger. „Im ersten Sprung hat alles perfekt geklappt, und so konnte ich einen neuen Schanzenrekord springen. Das war ein cooler Sprung, und ich hatte auch etwas Glück, minus 16 Punkte für den Wind ist ziemlich gut“, meinte Schlierenzauer bei der Pressekonferenz erfreut. Trotzdem müsse man von Gate eins erst einen guten Sprung zeigen, und das sei ihm gelungen – sogar mit einem Telemark.

„Es scheint, als würde sich das Konditionstraining auszahlen. Ich bin ein bisschen überrascht, dass ich meinen ersten Wettbewerb in diesem Sommer gewonnen habe. Aber ich habe auch gewusst, dass meine Form nicht so schlecht ist. Natürlich war der erste Durchgang der Schlüssel für dieses Resultat.“

Text: sport.orf.at
Bild: GEPA pictures