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Rodler weiterhin voll auf Zug

Egle
December 14, 2020

Österreichs Rodel-Asse sicherten sich zum Abschluss des Oberhof-Konkurrenz mit Rang zwei in der Team-Staffel den vierten Podestplatz an diesem Rennwochenende. Die ÖRV-Bilanz nach dem ersten Saisondrittel kann sich mit drei Weltcupsiegen und acht weiteren Top-3-Plätzen absolut sehen lassen.
 
Egle mit Start- und Bahnrekord
Der zweite Renntag im Thüringer Wald startete mit der Entscheidung der Damen und endete mit dem ersten Weltcupsieg von Dajana Eitberger nach ihrer Babypause. Die Olympia-Zweite von 2018 verwies Landsfrau Natalie Geisenberger auf Rang zwei und prolongierte damit die beeindruckende Erfolgsserie der deutschen Damen, die seit 1999 in Oberhof ungeschlagen sind. Madeleine Egle raste um minimale sieben Tausendstel an ihrem ersten Weltcup-Podest vorbei und belegte wie zuletzt in Altenberg den starken vierten Rang. Die Team-Europameisterin beeindruckte im Finale mit einem neuen Start- und Bahnrekord. Lisa Schulte, die ihre erste komplette Weltcupsaison in der allgemeinen Klasse absolviert, belohnte sich an ihrem 20. Geburtstag mit Rang sieben, Hannah Prock büßte im Finale vier Plätze ein und beendete das Rennen auf Rang zwölf.
 
Staffel hauchdünn am Jackpot vorbei
Im abschließenden Staffel-Bewerb setzte sich Deutschland nach 143,6 Fahrsekunden um drei hundertstel Sekunden Vorsprung gegenüber Österreich durch. Damit gewannen die Gastgeber in Oberhof wie in der Vorsaison in sämtlichen Disziplinen.
Madeleine Egle, Jonas Müller und Thomas Steu/Lorenz Koller bestätigten ihre Top-Leistungen aus den Disziplinenrennen mit starken Läufen und überzeugten mit schnellen Reaktionszeiten beim Abschlag und am Start. Hinter den Österreichern belegte Polen Rang drei, die wesentlich höher eingestuften Teams aus Italien, Lettland und Russland landeten auf den Rängen vier bis sechs.
 
Bereits am Samstag waren die ÖRV-Doppelsitzer nach dem Doppelsieg zum Auftakt in Innsbruck-Igls auch im Thüringer Wald mit den Plätzen zwei und drei im Verbund auf das Podium gerodelt. Damit verteidigten Thomas Steu und Lorenz Koller ihre Gelben Trikots, Yannick Müller und Armin Frauscher verbessern sich im Gesamtweltcup auf Zwischenrang drei. Einsitzer Jonas Müller der gestern im Thüringer Wald mit Platz drei für den ersten ÖRV-Podestplatz in Oberhof seit 18 Jahren gesorgt hat, verbesserte sich im Gesamtweltcup auf Rang fünf. Felix Loch (GER) baute seinen Vorsprung mit dem vierten Saisonsieg in Folge weiter aus, Olympiasieger David Gleirscher liegt im Zwischenranking als bester Österreicher auf Rang vier.
 
Jonas Müller:

„Es war ein sehr feines Wochenende, ich hatte hier viel Spaß beim Rodeln und bin brutal happy mit meiner Leistung. Das gilt für das Einzelrennen wie für die Team-Staffel. Wenn man mit den Teamkollegen gemeinsam am Podium steht ist das einfach am schönsten.“

Madeline Egle:

„Der erste Lauf war leider etwas unrund. Ich wollte im zweiten voll angreifen, das ist mir dann auch gelungen. Das dabei gleich der Start- und Bahnrekord rausschaut ist unglaublich. Die fehlenden sieben Tausendstel sind natürlich ärgerlich, aber so ist einfach der Sport, ich bin mit dem vierten Platz wirklich sehr zufrieden. Ähnliches gilt für die Staffel, auch hier war es eng, auch hier ist die Freude über Rang zwei größer als die Enttäuschung über den knapp verpassten Sieg.“

Rene Friedl (ÖRV-Cheftrainer & Sportdirektor):

„Wir hatten neuerlich ein starkes Wochenende, das ist die beste Motivation für die kommenden Aufgaben. Bei den Doppelsitzern haben Steu/Koller wieder ein tolles Rennergebnis abgeliefert, Müller/Frauscher sind weit über Soll, da sind wir überglücklich. Bei den Herren freuen wir uns sehr mit Jonas, der immer besser ins Rodeln kommt. Bei Nico und David Gleirscher wäre mehr möglich gewesen, der Speed ist da, leider haben beide zu viele Fehler eingestreut. Madeleine hat sich im Vergleich zum Training sehr gut steigern können und eine richtig starke Leistung gezeigt. Der Start- und Bahnrekord sind sensationell, ich kann mich nicht an eine österreichische Bahnrekordhalterin hier in Oberhof erinnern. Lisa hat ebenfalls aufgezeigt, bei Hannah, die nach einer harten Bande im ersten Lauf nicht mehr so auf Zug gekommen ist, wäre etwas mehr drinnen gewesen, aber auch ihre Entwicklung stimmt mich positiv. Dass der Speed bei allen passt hat auch die Team-Staffel gezeigt. Es war ein sehr spannendes Rennen, in dem wir voll um den Sieg mitgefahren sind. Seit ich für den Verband arbeite und das sind mittlerweile 15 Jahre, ist das unser bestes Ergebnis hier in Oberhof. Jetzt gilt es den Schwung nach Winterberg mitzunehmen und vor der Weihnachtspause noch einmal anzuschreiben.“

© rodel-austria.at

 

 

 

 

 

 

 

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