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Rang 3 für Doppelsitzer

bild-rodeln
December 12, 2016

Nachdem der Materialtransport am Weg von Lake Placid im Schneesturm hängen geblieben und die Schlitten per Charter-Flugzeug nach Vancouver eingeflogen wurden, kann am Samstag in Whistler zunächst trainiert und im Anschluss um weitere Weltcuppunkte gerodelt werden. Sämtliche Entscheidungen fallen in lediglich einem Lauf, die Team-Staffel wird aus Zeitgründen aus dem Programm genommen.

Der damit intensive Arbeitstag verläuft aus Sicht der heimischen Rodler überaus erfreulich. Wolfgang Kindl muss sich im Einsitzer der Herren lediglich dem US-Amerikaner Tucker West geschlagen geben, der seinen zweiten Sieg in Folge einfährt. Kindl, vergangene Woche in Lake Placid dritter, hat im Ziel einen Rückstand von 44 Tausendstel Sekunden. Auf Rang drei folgt der Deutsche Andi Langenhahn, Reinhard Egger wird als zweitbester ÖRV-Pilot achter, Armin Frauscher (11.) und David Gleirscher (15.) runden den starken mannschaftlichen Auftritt der Österreicher ab.

Bei den Doppelsitzern gelingt Peter Penz und Georg Fischler mit Platz drei ein kleiner Befreiungsschlag. Die Vize-Weltmeister von Sigulda, die mit Linienproblemen in die Saison gestartet waren, müssen sich lediglich den deutschen Überschlitten beugen und stehen erstmals in dieser Saison auf dem Podest.

Die Damen müssen heute etwas kleinere Brötchen backen, Birgit Platzer beendet ihren Lauf auf Rang zwölf, Miriam Kastlunger wird 14. Den Sieg sichert sich die Kanadierin Alex Gough, die auf ihrer Heimbahn die favorisierten Deutschen Natalie Geisenberger und Tatjana Hüfner in die Schranken weisen kann.

Der Rodel-Weltcup findet am 16./17. Dezember in Park City seine Fortsetzung.

Stimmen:

Wolfgang Kindl
„Es war kein perfekter aber auf alle Fälle ein sehr guter Lauf, der Sieg wäre heute drinnen gewesen, aber das ist Raunzen auf hohem Niveau. Ich fühle mich rundum wohl, bin körperlich top drauf und greife auf sauschnelles Material zurück. Zweimal in Folge auf das Podest zu rodeln ist keine Selbstverständlichkeit, zumal die Dichte sehr eng ist. Der Weg passt, der Hunger bleibt groß. Mit Park City kommt jetzt eine Bahn an die ich ausgezeichnete Erinnerungen habe. Im Vorjahr konnte ich das Rennen für mich entscheiden, entsprechend groß ist die Vorfreude auf den kommenden Schlagabtausch.“

Georg Fischler
„Die Situation war für alle gleich, wir haben uns keine großartigen Gedanken gemacht und uns in den drei Trainingsläufen gut einstellen können. Im Rennen selber haben wir dann bei der Ausfahrt der Zielkurve einen Fehler eingebaut und schon einiges liegen gelassen, aber unterm Strich überwiegt definitiv das Positive. Wir haben bereits in Lake Placid gesehen, dass wir auf einem guten Weg sind, der heutige Tag ist eine weitere Bestätigung, wir haben uns selten so über einen dritten Platz gefreut.“

Rene Friedl (ÖRV-Cheftrainer):

„Wir haben uns hier sehr gut verkauft, waren punkto Material perfekt eingestellt. Fahrerisch waren kleine Fehler dabei, es wäre sogar noch mehr drinnen gewesen, aber unterm Strich ist die Bilanz auf jeden Fall positiv. Wir reisen guter Dinge nach Park City, wo wir den Schwung mitnehmen und neuerlich ganz vorne mitmischen wollen.“

© rodel-austria.at

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