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Österreichs Turner auf Platz 6 im EM-Teamfinale

Turn Team Em
December 14, 2020

Österreichs Turner erreichten im Finale der sechs besten Teams der Europameisterschaft in Mersin den sechsten Platz: Im Gegensatz zur fehlerfreien Qualifikation, die man auf Rang 4 beendet hatte, misslang diesmal der Auftakt am Pauschenpferd.

Danach fanden Vinzenz Höck, Severin Kranzlmüller, Alexander Benda, Ricardo Rudy und Manuel Arnold an den weiteren fünf Geräten sofort wieder zur Topform zurück. Am Ende fehlten jedoch die zu Beginn vergebenen Punkte für erneut Platz 4. Bronze wäre knapp außer Reichweite gelegen.

Es gewann die Ukraine (248.963) deutlich vor dem nach der Qualifikation noch in Front gelegenem Gastgeber Türkei (244.793), der mit einem Verletzungsproblem* und mehreren Nervositätsfehlern zu kämpfen hatte. Ungarn sicherte sich Bronze (240.393) vor Israel (239.028), Bulgarien (236.429) und Österreich (235.325).

Während die Qualifikation im 5-4-3-Modus geturnt wurde (5 Turner im Team, 4 pro Gerät am Start, 3 pro Gerät in der Wertung), wurde das Finale im 5-3-3-Modus ohne Streichnoten ausgetragen: jede Wertung zählte voll.

ÖFT-Kunstturner-Sportdirektor Fabian Leimlehner:

„Ein Sturz von Alexander und ein schlechter Abgang von Manuel am Pferd, bei Manuel auch eine Unsicherheit am Barren. Sonst lief alles nach Plan. Doch Platz 3 wäre sowieso extrem schwierig geworden. Ich bin mehr als happy, dass wir erstmals das EM-Teamfinale erreicht haben – ein Meilenstein.“

„Eie Supertruppe mit enormem Potenzial“

Sportdirektor Leimlehner weiter:

„Wir haben eine Supertruppe mit enormem Potenzial und sind auf dem besten Weg. Der nächste Olympiazyklus wird für uns richtig interessant.“

Auf ein paar Zehntelpunkte verzichtete Österreich im EM-Teamfinale 2020 noch bewusst: Vinzenz Höck turnte an den Ringen nicht seine schwierigste Kür. Sondern er zeigte statt 6.1 „nur“ eine Schwierigkeit von 5.7, um für das Gerätefinale am Sonntag nichts zu riskieren.

Besonders hervorzuheben ist Severin Kranzlmüllers erneut fehlerfreier Gesamtauftritt: er machte sich an seinem 26. Geburtstag damit selbst das schönste Geschenk.

© oeft.at

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