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Janines persönliche Saisonbilanz

INNSBRUCK,AUSTRIA,28.JAN.16 - SKELETON - Janine Flock, training. Image shows Janine Flock (AUT). Photo: GEPA pictures/ Andreas Pranter
February 29, 2016

Die Skeleton-Saison 2015/16 ist an diesem Wochenende am Königssee zu Ende gegangen. Die Vize-Weltmeisterin aus Rum fuhr beim Weltcup-Finale auf Rang 7 und platzierte sich in der Weltcup-Gesamtwertung auf Platz 6. „Die Saison hatte viel zu bieten. Teilweise war es eine emotionale Achterbahnfahrt. Am Ende hat die Silbermedaille bei der Heim-WM in Igls alles überstrahlt“, resümiert Janine.

Am 20. Februar 2016 hat Janine Flock in Innsbruck/Igls Sportgeschichte geschrieben. Die 26-jährige Tirolerin gewann die erste WM-Medaille im Skeleton-Einzel für Österreich. Achte Tage nach diesem historischen Triumph und zwei Tage nach dem Weltcup-Finale am Königssee blickt Janine auf eine bewegte Saison zurück …

… das Saisonfinale am Königssee (Platz 7)
„Meine Woche am Königssee begann vielversprechend. Ich habe die Bahn gut aufgearbeitet und mein Gefühl war positiv. Beim Rennen unterlief mir ein krasser Lenkfehler, der mich ziemlich aufgeregt und geärgert hat. Es war eine Unachtsamkeit die einem Prof! i nicht passieren sollte. Nach diesem Fehlmanöver war die Luft draußen und es war nicht mehr viel zu holen. Gratulation an Tina Hermann. Sie ist eine ausgezeichnete Pilotin und hat eine unglaubliche Saison hingelegt.“

… Ups & Downs 
„Ein Highlight und Benefit war mein Sommer-Trainingslager in Calgary. Dort hatte ich die Möglichkeit, schon  sehr früh auf Eis zu trainieren. Leider gab´s zwei Wochen nach der sehr guten Vorbereitung einen Rückschlag. Ich habe mir das Knie verletzt, bin lange ausgefallen und habe Kraft ab- statt aufgebaut. Kniebeugen und Sprints – Grundübungen für den Start – waren nicht möglich und mit einem entsprechenden Trainingsrückstand bin ich in die Rennen gestartet. Grundlagen-Defizite lassen sich während der Saison nur minimal aufholen. Entsprechend stolz macht es mich, dass ich trotz der durchwachsenen Vorbereitung mein großes Ziel &ndash! ; eine Medaille bei der Heim-WM – nie aus den Augen verloren habe und WM-Silber gewonnen habe. Zusätzlich bin ich in St. Moritz Europameisterin geworden. Der Gesamt-Weltcup war heuer nie das große Thema. Ich habe gesagt, den nehme ich mit, aber der Fokus liegt ganz klar auf der WM.“

… der schönste Erfolg 
„Die WM-Silbermedaille vor Heimpublikum.“

… der emotionalste Moment 
„Die gesamte Heim-WM-Woche war ein Gefühlschaos. Angefangen hat es mit WM-Bronze im Teambewerb und dem Kollaps von Matthias. Ich wusste nicht, ob ich weinen oder mich freuen sollte. Und dann war da der Moment, als ich Vize-Weltmeisterin geworden bin. Es war ein sehr intensives Gefühl diesen Erfolg mit meiner Familie, meinen Freunden und Fans feiern zu dürfen. Matthias war den ganzen Tag an meiner Seite. Der Moment, als ich ihn im Ziel in die Arme schließen durfte hat alles perfekt gemacht.“

… das hat mich positiv überrascht 
„Nach meinem WM-Erfolg war ich in Innsbruck essen. Es ist eine fremde Frau zu mir an den Tisch gekommen, um mir zu gratulieren. Sie hat erzählt, dass sie die Rennen mitverfolgt und mitgefiebert hat. So ein Feedback macht Freude, weil es zeigt, dass sich die Öffentlichkeit sehr wohl auch für eine Randsportart interessiert.“

… das Umfeld 
„Ich bin sehr dankbar, dass ich so viele tolle Menschen rund um mich habe, die für mich da sind. Ohne die Unterstützung von Matthias, meiner Familie und Freunden, Partnern und Sponsoren würde vieles nicht funktionieren. Das gesamte Trainer- und Betreuerteam – angefangen von Michael, unserem Nationaltrainer, Carson, meinem Athletikcoach, Simone, meine Mentaltrainerin und alle Personen im Olympiazentrum in Innsbruck – machen einen mega Job. Rückblickend gesehen, habe ich vom Trainerwechsel nur profitiert. Michael und ich hatten keinen einfachen Start, aber es hat sich alles sehr positiv entwickelt. Wir haben eine gute Vertrauensbasis geschaffen und sind zu einem Team zusammengewachsen.“

… nach der Saison ist vor der Saison 
„Obwohl die Saison lange und intensiv war, bin ich noch hoch motiviert für die kommenden Materialtests. Nächste Woche probiere ich einen neuen Schlitten in Igls und danach ist geplant, dass wir für zehn Tage nach Lake Placid fliegen, um dort weiter zu testen. Das finale Go hängt noch von der Finanzierung ab.
Am 2. April geht´s weiter auf die Bahn nach La Plagne. Dort möchte ich mein Fahrverhalten verfeinern. Das horcht sich jetzt nach einem starken Programm direkt nach der Saison an. Ist es auch, aber ich mache das ohne Druck und mit viel Freude. Zusätzlich beginne ich im Sommer mit der Trainerausbildung. Ich glaube, es wird richtig cool, neben Körper auch meinen ! Grips zu trainieren.“

… Ziele für die kommende Saison 
„Die Olympischen Spiele 2018  sind mit Sicherheit das Thema. Es geht darum, die richtige Abstimmung zu finden und den Eiskanal beim Weltcup in Pyeongchang kennenzulernen. Den Gesamt-Weltcup werde ich auch am Radar haben.“

© ÖOC/GEPA