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Gesamt-Weltcupsieg für Höck

Vinzenz Höck
September 17, 2021

Herr der Ringe als Weltcupsieger.

Der Weltturnverband FIG veranstaltete während der Pandemie 2020 und 2021 insgesamt neun Kunstturn-Weltcups. Drei dienten der Olympia-Qualifikation, die sechs weiteren wurden in der „World Challenge Cup“-Serie zusammengefasst. Wie nun offiziell veröffentlicht, gewann der Steirer Vinzenz Höck diese über zwei Jahre laufende Weltcup-Gesamtwertung an den Ringen mit der maximalen Punktezahl. Eine österreichische Turner-Premiere.

„Wenn mir jemand vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich den WCC gewinnen würde, hätte ich es ihm geglaubt. Aber dass es mir ungeschlagen mit vier Siegen gelingen würde, das hätte ich nie und nimmer erwartet“,

jubelt Vinzenz Höck.

Der 25-jährige in Innsbruck lebende Grazer Heeressportler betont dabei, dass ihm vor allem die beiden knappen Siege heuer im Frühling und im Sommer bei Top-Besetzung persönlich sehr viel bedeuten: „Sie haben mir gezeigt, dass ich bei den Großen angekommen bin und mich gegen die Allerbesten durchsetzen kann.“

Nächster Olympiazyklus im Blick

„Ich gratuliere Vinzenz und meinem Trainerteam herzlich zu diesem unglaublichen Erfolg. Vor allem freut es mich, dass Vinzenz sich somit nicht nur an der Weltspitze etablieren konnte, sondern mit dem Jahr 2021 definitiv als ,Rising Star‘ an den Ringen zu führen ist. Die Stabilität und Präzision, die er mit sich bringt, in Kombination mit einer fundamentalen strategischen Planung, ist der Schlüssel zu so einem Erfolg. Vinzenz kann nun auf diesem Grundstein den nächsten Olympiazyklus hervorragend in Angriff nehmen.“

ÖFT-Kunstturner-Sportdirektor Fabian Leimlehner

Für die Gesamtwertung des FIG World Challenge Cup 2020/21 wurden pro Turner:in die drei besten Ergebnisse addiert, wobei von Platz 1 bis 12 Punkte vergeben wurden. Vinzenz Höck nahm an vier der sechs Meetings teil, die er alle gewann. Für seine Siege in Ungarn im Herbst 2020, in Bulgarien und Slowenien 2021 scorte er jeweils 30 Punkte (für den ex-aequo-Erfolg in Kroatien 2021 gemeinsam mit Italiens Salvatore Maresca, gab es 27,5 Zähler), insgesamt demnach die maximal möglichen 90. Kairo im Frühjahr und zuletzt Mersin hatte Höck ausgelassen.

Medaillenkandidat in Paris 2024

Weltturnverbands-Präsident Morinari Watanabe hatte erst kürzlich betont, dass er Vinzenz Höck für einen Medaillen-Kandidaten bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris hält. Doch der Weg bis dahin ist noch weit – und er wird für Einzelgeräte-Spezialisten noch komplexer, als er es zuletzt schon war.

„Als mein nächstes Ziel steht die heurige WM in einem Monat in Kitakyushu, Japan, auf dem Programm. Meine Vorbereitung läuft auf Hochtouren und ich hoffe, an die letzten Leistungen anzuknüpfen. Ab dem kommenden Jahr wird das System gewechselt, dann muss man sich auch für die WM-Teilnahme erst international qualifizieren. Das wird über den Weltcup und die Kontinental-Meisterschaften abgewickelt, d.h., mein Plan ist es, mir so meinen WM-Startplatz 2022 zu sichern.“

Vinzenz Höck

Österreich 4-mal in den Top-10

Neben Vinzenz Höck hatten es 2020/21 sechs weitere Österreicher/innen zumindest einmal in die Weltcup-Punkteränge geschafft, womit sie nun in der WCC-Gesamtwertung aufscheinen. Marlies Männersdorfer (V) erreichte Rang 6 am Boden, 22 am Schwebebalken und 28 am Stufenbarren. Jasmin Mader (T) turnte auf Platz 8 im Sprungbewerb, 21 am Stufenbarren und 42 am Schwebebalken.

Alexander Benda (St) wurde Gesamtzehnter am Reck und 15. am Boden. Die beiden Pauschenpferd-Spezialisten Daniel Kopeinik (T) und Xheni Dyrmishi (T) rangieren auf den Plätzen 13 bzw. 35. Charlize Mörz (B) schließlich scheint auf Position 30 der Sprung-Gesamtwertung auf.

© olympia.at // Foto: GEPA

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