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Flock rockt Gesamt-Weltcup

(c)Tom Bause (2)
February 16, 2015

Janine Flock ist Gesamt-Weltcup Siegerin und schreibt Skeleton-Geschichte. Die 25-jährige Tirolerin rast auf der Olympiabahn in Sotschi auf Rang 4 und gewinnt als erste Österreicherin die Gesamt-Weltcupwertung. „Ich habe eine Riesenfreude. Dieser Erfolg ist die Belohnung dafür, dass ich die gesamte Saison konstant gute Leistungen erbracht habe. Der Sieg gehört vielen Menschen, ich bin sehr stolz und dankbar“, freut sich die Vize-Europameisterin.

Nervös war Janine Flock vor der Weltcup-Entscheidung in Sotschi nicht: „Die Situation war neu für mich, aber ich bin cool geblieben“. Nach dem ersten Lauf lag die Tirolerin auf Rang 10, ein Missgeschick am Start und ein Fehler im Mittelteil kosteten wertvolle Zeit. „Ich habe beim Aufspringen den Griff nicht richtig zu fassen bekommen. Das Glück im Unglück war, dass die Kufen trotzdem in der Spur blieben“, weiß Janine. Nach dieser Schrecksekunde fand sie gut in das Rennen, ein Fehler in Kurve 11 brachte sie aber erneut aus dem Konzept und machte ein geplantes Lenkmanöver unmöglich. „Da habe ich viel Zeit liegen gelassen. Mich hat´s geärgert und ich war ziemlich angepisst“, sagt Österreichs Skeleton-Aushängeschild. Im zweiten Lauf setzte die Weltcup-Leaderin alles auf eine Karte: „All In. Ich hätte mir nie verzeihen können, wenn ich nicht voll attackiert hätte.“ Der Plan ging auf. Am Ende machte Janine sechs Plätze gut und wehrte den Angriff der Britin Elizabeth Yarnold auf die Gesamt-Weltcupwertung (Yarnold sicherte sich den Tagessieg vor der Lokalmatadorin Maria Orlova und der früheren Weltmeisterin Anja Huber Selbach aus Deutschland) ab. Mit Rang 4 und 20 Zählern Vorsprung behielt Janine im Sanki Sliding Center das gelbe Trikot und schrieb österreichische Skeleton-Geschichte.

Nach der Siegerehrung (die Trophäe für den Gesamt-Weltcup Erfolg wird ihr bei der Weltmeisterschaft in Winterberg überreicht) ging es mit den anderen Athletinnen in die Stadt zum Anstoßen. Am Montag fliegt Janine zurück nach Österreich, wo sie sich in Innsbruck auf das letzte Highlight der Saison – die WM in Winterberg (6./7. März) – vorbereiten wird.

(Text: ÖOC)
(© GEPA pictures)

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