Gleirschers holen Gold & Bronze

Die beiden Brüder, Nico und David Gleirscher, holen WM-Gold und WM-Bronze.

Österreichs Kunstbahn-Asse gelang bei der Weltmeisterschaft in Königssee durch Nico und David Gleirscher ein absoluter Traumstart.


Was für ein Auftakt! Nico und David Gleirscher rodelten am Eröffnungstag der 50. FIL-Weltmeisterschaften am Königssee zu Gold und Bronze im Sprint. Einen rot-weiß-roten Doppelsieg verhinderte der Russe Semen Pavlichenko, der sich mit einer tausendstel Sekunde Vorsprung auf den älteren der beiden Stubaier Brüder die Silbermedaille sicherte.

Nico Gleirscher: „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl! Der Lauf war bei weitem nicht fehlerfrei, ich habe lange Zeit nicht gewusst, wie ich die Leistung einschätzen kann. Es ist einfach mega cool und auf jeden Fall die Belohnung für die jahrelange harte Arbeit. David und ich haben erst gestern darüber geredet, dass wir noch nie gemeinsam auf dem Podest gestanden sind, dass das jetzt bei der Weltmeisterschaft passiert ist, ist einfach nur gewaltig.“

Nico Gleirscher, der in den vergangenen beiden Jahren an der internen Qualifikation gescheitert war und im Weltcup einen zweiten Rang als bestes Ergebnis zu Buche stehen hat, knackte damit gleich bei seinem ersten WM-Einsatz den Jackpot. Olympiasieger David Gleirscher holte nach Silber im Vorjahr seine zweite WM-Medaille im Sprint. Lokalmatador Felix Loch, aufgrund seiner Saisondominanz der haushohe Favorit dieser Titelkämpfe, musste sich zum Auftakt mit Platz vier begnügen. Wolfgang Kindl, Sprint-Weltmeister von 2017, fabrizierte nach klarer Zwischenbestzeit einen Kippsturz und landete auf Rang 15. Jonas Müller unterlief bereits in der Qualifikation Ausgangs der S-Kombination ein schwerer Fehler, der Sprint-Weltmeister von 2019 war damit beim Finale zum Zuschauen verurteilt.

David Gleirscher: „Ich habe in Königssee schon einige schlechte Erfahrungen gesammelt, eine WM-Medaille auf dieser Bahn zu holen ist definitiv eine große Genugtuung. Eine Tausendstel hat den Doppelsieg verhindert, aber ich bin mega happy. Gemeinsam mit dem Bruder auf dem Podest zu stehen macht das Ganze noch genialer.“  

Bei den Doppelsitzern folgte der erfolgreiche Konter der Gastgeber, die sich dank Tobias Wendl und Tobias Arlt die Goldmedaille sicherten. Das lettische Brüderpaar Andris und Juris Sics eroberte Silber, Bronze ging an Toni Eggert und Sascha Benecken. Hinter den Deutschen landeten Thomas Steu und Lorenz Koller auf Rang vier, die Gesamtweltcupsieger dieser Saison verpassten die Medaillen um 64 tausendstel Sekunden. Yannick Müller und Armin Frauscher mussten sich nach einem Kippsturz mit Rang 15 begnügen, Juri Gatt und Riccardo Schöpf waren bei ihrer WM-Premiere am Finale vorbeigerodelt.
 
Bei den Damen unterstrichen die deutschen Rodlerinnen ihre aktuelle Dominanz im Eiskanal mit einem Vierfachsieg. Den Titel schnappte sich die Sprint-Weltcupsiegerin der aktuellen Saison, Julia Taubitz, mit einem neuen Bahnrekord. Lisa Schulte beendete ihre WM-Premiere im Sprint als beste Österreicherin auf dem guten achten Platz, Madeleine Egle belegte heute Rang neun, Hannah Prock schloss das Sprintfinale auf Rang zwölf ab. Die 18-jährige WM-Debütantin Selina Egle musste bereits nach der Qualifikation die Segel streichen.

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Steu/Koller sind Gesamt-Weltcup-Sieger

Bereits vor dem letzten Weltcuprennen konnten sich Steu/Koller den Gesamtweltcup-Sieg sichern.

Das ÖRV-Duo musste sich im Sprint-Bewerb auf der Heimbahn nur um eine Tausendstelsekunde den Letten Sics/Sics geschlagen geben. Der zweite Platz genügte Steu/Koller aber, um sich vor dem letzten Weltcup-Rennen in St. Moritz bereits den Gesamtweltcup zu holen.

Igls – Der Vorarlberger Thomas Steu und der Tiroler Lorenz Koller haben sich am Sonntag in Innsbruck-Igls vorzeitig den Doppelsitzer-Gesamtweltcup der Kunstbahn-Rodler gesichert. Das ÖRV-Duo belegte nach Rang drei am Vortag im Hauptbewerb nun im Sprint Platz zwei, bloß eine Tausendstelsekunde hinter den Letten Andris und Juris Sics. Entscheidend aber war, dass Steu/Koller die um die Gesamtwertung konkurrierenden deutschen Schlitten hinter sich gelassen hatten.

Steu hatte exakt ein Jahr und einen Tag davor in Sigulda einen Schien- und Wadenbeinbruch erlitten, mit nun neun Podestplätzen legten er und Koller freilich nun eine fulminante Comeback-Saison hin. Es ist der erste Gesamtweltcup-Sieg eines österreichischen Duos seit 2011/12, als Andreas und Wolfgang Linger triumphiert hatten. Zum Drüberstreuen entschieden Steu/Koller auch die Gesamtwertung des aus drei Rennen bestandenen Sprint-Weltcups für sich. Nächster Programmpunkt sind nächste Woche die Weltmeisterschaften in Königssee in Bayern.

„Wir hätten uns das nie gedacht, dass wir das schaffen. Gewaltig!“, sagte Steu in einer ersten Reaktion im ORF-Interview.

„Dem ganzen Team ‚danke‘. Das muss ich jetzt erst einmal sacken lassen.“ Koller zeigte sich sprachlos: „Nach der letzten Saison ist das jetzt noch ein besseres Gefühl.“

Davor hatte die Tirolerin Madeleine Egle im Einsitzer-Bewerb Rang sechs belegt. Ihr Rückstand auf Siegerin Natalie Geisenberger betrug 0,501 Sekunden. Auf den übrigen Podesträngen landeten mit Julia Taubitz eine weitere Deutsche (+0,082) sowie die US-Amerikanerin Summer Britcher (+0,286). Hannah Prock (+0,744) und Lisa Schulte (+0,880) wurden 17. und 19. und haben sich damit nicht für die Sprint-Entscheidung qualifiziert.

„Ein sechster Platz ist nicht ganz schlecht“, sagte Egle im ORF-Interview. „Ich bin nicht ganz zufrieden, da doch ein paar Kleinigkeiten dabei waren. Igls ist eine Bahn, die nicht so technisch anspruchsvoll ist, was ich nicht so mag.“

Im Doppelsitzer-Sprint wurden Yannick Müller/Armin Frauscher Achte (+0,127), im Einsitzer-Sprint der Männer reichte es für David Gleirscher zu Rang vier (+0,120). Es gewann der Russe Semen Pawlitschenko, der Sprint-Weltcup ging aber an den im Rennen drittplatzierten deutschen Gesamtweltcupsieger Felix Loch punktgleich vor dem Südtiroler Kevin Fischnaller. David Gleirscher wurde da Fünfter. Taubitz gewann auch den dritten Saison-Sprint und damit die Spezialwertung. Egle wurde Fünfte (+0,153). (APA)

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Erfolgreicher Renntag für die ÖRV-Asse

Der zweite Renntag in Winterberg, an dem neben dem Einsitzer-Rennen der Herren auch Weltcuppunkte im Sprint vergeben wurden, entwickelte sich aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit zu einer herausfordernden Angelegenheit für Mensch und Material. Die heimischen Schlitten kamen mit den schwierigen Eisverhältnissen ansprechend zu Recht und verabschiedeten sich mit zwei weiteren Podestplätzen in die verdiente Weihnachtspause.
 
Gleirscher zeigt auf
Im Einsitzer der Herren bleibt Felix Loch mit seinem fünften Saisonsieg in Folge das Maß aller Dinge, hinter dem Deutschen entwickelte sich ein spannender Krimi um die weiteren Podestplätze. Nico Gleirscher distanzierte Dominik Fischnaller um vier Tausendstel und jubelte drei Jahre nach seiner Podest-Premiere, die dem Stubaier ebenfalls in Winterberg gelang, über sein bestes Ergebnis im Weltcup. Während Gleirscher das Glück des Tüchtigen hold war, verpasste Jonas Müller als Vierter das Podest um fünf tausendstel Sekunden. Nicht ganz nach Wunsch verlief die Konkurrenz für David Gleirscher, der sich diesmal mit Rang neun begnügen musste. Wolfgang Kindl und Reinhard Egger folgten auf den Plätzen 13 und 15. Damit lösten alle Österreicher das Ticket für die abschließende Sprint-Entscheidung.Nico Gleirscher:

„Es war richtig spannend. Ich war mir anfangs nicht sicher, ob es tatsächlich der Einser ist, der da aufleuchtet, deshalb habe ich so spät gejubelt. Mit gefällt die Bahn, ich komme immer mit einem guten Gefühl her, es ist einfach cool hier zu rodeln. Als wir heute morgen aufgestanden sind hat es noch geregnet. Aber die Bahn-Crew hat ihr Bestes gegeben und das gut gelöst, aus meiner Sicht war es ein faires Rennen.“

Steu/Koller sprinten auf Platz 2
Im Sprint-Weltcup, der den Top-15 der vorangegangenen Disziplinen vorbehalten ist und in einem Durchgang mit fliegendem Start entschieden wird, fanden Thomas Steu und Lorenz Koller nach dem durchwachsenen Disziplinenrennen mit Rang drei die passende Antwort. Mit ihrem fünften Podestplatz im Verlauf dieser Saison verteidigten die beiden 26-jährigen HSZ-Sportler die Führung im Gesamt-Weltcup. Der Sieg ging an die Deutschen Toni Eggert und Sascha Benecken (GER), Tobias Wendl und Tobias Arlt, ebenfalls aus Deutschland, holten Platz drei. Yannick Müller und Armin Frauscher, die abermals Probleme in der Startkurve hatten, beendeten den Sprint auf Rang elf. Thomas Steu:

„Wir haben auch heute einige sehr dumme Fahrfehler eingestreut. Das ärgert uns sehr, aber man muss auch sagen, dass es weit Schlimmeres gibt, als hier in Winterberg zweite zu werden. Wir freuen uns jetzt auf eine kurze Verschnaufpause und wollen es auch in der zweiten Saisonhälfte spannend machen.“


Bei den Damen sicherte sich Julia Taubitz das Winterberg-Double, die Gesamtweltcup-Siegerin des Vorjahres verwies ihre Landsfrauen Natalie Geisenberger und Dajana Eitberger auf die Plätze. Hannah Prock zeigte vor der Weihnachtspause noch einmal auf, die 20-jährige Tirolerin wurde wie beim Sprint in Innsbruck-Igls als Fünfte beste Österreicherin. Madeleine Egle ließ ihre Möglichkeiten mit einem unsauberen Start liegen und belegte Rang acht, mit Lisa Schulte auf Platz neun platzierten sich alle Österreicherinnen in den Top-10.
 
Im Sprint der Herren beendete der Deutsche Max Langenhan mit seinem ersten Weltcupsieg die Siegesserie seines Team-Kollegen Felix Loch, der sich diesmal mit Rang fünf begnügen musste. Auf den Plätzen zwei und drei landeten die Südtiroler Cousins Kevin und Dominik Fischnaller. Die heimischen Starter konnten nicht ganz an die zuvor gezeigten Leistungen anknüpfen. Nico Gleirscher belegte unmittelbar vor Bruder David Rang acht, Wolfgang Kindl, Jonas Müller und Reinhard Egger folgten auf den Plätzen 11 bis 13.
 

 

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Rodler weiterhin voll auf Zug

Österreichs Rodel-Asse sicherten sich zum Abschluss des Oberhof-Konkurrenz mit Rang zwei in der Team-Staffel den vierten Podestplatz an diesem Rennwochenende. Die ÖRV-Bilanz nach dem ersten Saisondrittel kann sich mit drei Weltcupsiegen und acht weiteren Top-3-Plätzen absolut sehen lassen.
 
Egle mit Start- und Bahnrekord
Der zweite Renntag im Thüringer Wald startete mit der Entscheidung der Damen und endete mit dem ersten Weltcupsieg von Dajana Eitberger nach ihrer Babypause. Die Olympia-Zweite von 2018 verwies Landsfrau Natalie Geisenberger auf Rang zwei und prolongierte damit die beeindruckende Erfolgsserie der deutschen Damen, die seit 1999 in Oberhof ungeschlagen sind. Madeleine Egle raste um minimale sieben Tausendstel an ihrem ersten Weltcup-Podest vorbei und belegte wie zuletzt in Altenberg den starken vierten Rang. Die Team-Europameisterin beeindruckte im Finale mit einem neuen Start- und Bahnrekord. Lisa Schulte, die ihre erste komplette Weltcupsaison in der allgemeinen Klasse absolviert, belohnte sich an ihrem 20. Geburtstag mit Rang sieben, Hannah Prock büßte im Finale vier Plätze ein und beendete das Rennen auf Rang zwölf.
 
Staffel hauchdünn am Jackpot vorbei
Im abschließenden Staffel-Bewerb setzte sich Deutschland nach 143,6 Fahrsekunden um drei hundertstel Sekunden Vorsprung gegenüber Österreich durch. Damit gewannen die Gastgeber in Oberhof wie in der Vorsaison in sämtlichen Disziplinen.
Madeleine Egle, Jonas Müller und Thomas Steu/Lorenz Koller bestätigten ihre Top-Leistungen aus den Disziplinenrennen mit starken Läufen und überzeugten mit schnellen Reaktionszeiten beim Abschlag und am Start. Hinter den Österreichern belegte Polen Rang drei, die wesentlich höher eingestuften Teams aus Italien, Lettland und Russland landeten auf den Rängen vier bis sechs.
 
Bereits am Samstag waren die ÖRV-Doppelsitzer nach dem Doppelsieg zum Auftakt in Innsbruck-Igls auch im Thüringer Wald mit den Plätzen zwei und drei im Verbund auf das Podium gerodelt. Damit verteidigten Thomas Steu und Lorenz Koller ihre Gelben Trikots, Yannick Müller und Armin Frauscher verbessern sich im Gesamtweltcup auf Zwischenrang drei. Einsitzer Jonas Müller der gestern im Thüringer Wald mit Platz drei für den ersten ÖRV-Podestplatz in Oberhof seit 18 Jahren gesorgt hat, verbesserte sich im Gesamtweltcup auf Rang fünf. Felix Loch (GER) baute seinen Vorsprung mit dem vierten Saisonsieg in Folge weiter aus, Olympiasieger David Gleirscher liegt im Zwischenranking als bester Österreicher auf Rang vier.
 
Jonas Müller:

„Es war ein sehr feines Wochenende, ich hatte hier viel Spaß beim Rodeln und bin brutal happy mit meiner Leistung. Das gilt für das Einzelrennen wie für die Team-Staffel. Wenn man mit den Teamkollegen gemeinsam am Podium steht ist das einfach am schönsten.“

Madeline Egle:

„Der erste Lauf war leider etwas unrund. Ich wollte im zweiten voll angreifen, das ist mir dann auch gelungen. Das dabei gleich der Start- und Bahnrekord rausschaut ist unglaublich. Die fehlenden sieben Tausendstel sind natürlich ärgerlich, aber so ist einfach der Sport, ich bin mit dem vierten Platz wirklich sehr zufrieden. Ähnliches gilt für die Staffel, auch hier war es eng, auch hier ist die Freude über Rang zwei größer als die Enttäuschung über den knapp verpassten Sieg.“

Rene Friedl (ÖRV-Cheftrainer & Sportdirektor):

„Wir hatten neuerlich ein starkes Wochenende, das ist die beste Motivation für die kommenden Aufgaben. Bei den Doppelsitzern haben Steu/Koller wieder ein tolles Rennergebnis abgeliefert, Müller/Frauscher sind weit über Soll, da sind wir überglücklich. Bei den Herren freuen wir uns sehr mit Jonas, der immer besser ins Rodeln kommt. Bei Nico und David Gleirscher wäre mehr möglich gewesen, der Speed ist da, leider haben beide zu viele Fehler eingestreut. Madeleine hat sich im Vergleich zum Training sehr gut steigern können und eine richtig starke Leistung gezeigt. Der Start- und Bahnrekord sind sensationell, ich kann mich nicht an eine österreichische Bahnrekordhalterin hier in Oberhof erinnern. Lisa hat ebenfalls aufgezeigt, bei Hannah, die nach einer harten Bande im ersten Lauf nicht mehr so auf Zug gekommen ist, wäre etwas mehr drinnen gewesen, aber auch ihre Entwicklung stimmt mich positiv. Dass der Speed bei allen passt hat auch die Team-Staffel gezeigt. Es war ein sehr spannendes Rennen, in dem wir voll um den Sieg mitgefahren sind. Seit ich für den Verband arbeite und das sind mittlerweile 15 Jahre, ist das unser bestes Ergebnis hier in Oberhof. Jetzt gilt es den Schwung nach Winterberg mitzunehmen und vor der Weihnachtspause noch einmal anzuschreiben.“

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ÖRV-Asse holen erste Podiumsplätze in Oberhof

Die aktuelle ÖRV-Weltcupmannschaft beendete ihre podestlose Flaute in Oberhof mit beeindruckenden Leistungen. Die heimischen Doppelsitzer rasten zum Auftakt der Entscheidungen in Thüringen im Doppelpack auf das Podium. Auch im Einsitzer gab es dank Jonas Müller ein weiteres Erfolgserlebnis für die Schützlinge von Cheftrainer Rene Friedl.
 
Doppelter Jubel
Österreichs Doppelsitzer bleiben weiterhin auf der Erfolgswelle. Thomas Steu und Lorenz Koller rasten nach drei Rennsiegen in Folge neuerlich auf das Podest und mussten sich im Thüringer Wald lediglich den Lokalmatadoren Toni Eggert und Sascha Benecken geschlagen geben. Die Deutschen fixierten damit ihren 44. Sieg im Weltcup. Auf Platz drei landeten Yannick Müller und Armin Frauscher, die damit nach Rang zwei zum Auftakt in Igls abermals aufs Podest stürmten und in ihrer erst zweiten Saison im Doppelsitzer weiterhin für Furore sorgen. Juri Gatt und Riccardo Schöpf fabrizierten in Durchgang eins beim Übergang in die Kurve 13 einen Kippsturz. Die ÖRV-Junioren, die ihre erste Weltcupsaison in der allgemeinen Klasse bestreiten, sahen diesmal keine Zielflagge.
 
Im Gesamtweltcup behalten Thomas Steu/Lorenz Koller die gelben Trikots der Führenden, Yannick Müller und Armin Frauscher verbesserten sich nach vier von zwölf Entscheidungen auf Zwischenrang drei.
 
Müller auf Rang 3
Die im Anschluss durchgeführte Herren-Konkurrenz entwickelte sich zum prognostizierten Krimi und war nichts für schwache Nerven. Am Ende setzte sich Felix Loch durch, der Deutsche wies mit Bahnrekord in Durchgang zwei seinen zur Halbzeit führenden Landsmann Johannes Ludwig hauchdünn in die Schranken und sicherte sich mit dem vierten Saisonsieg in Folge den bereits zehnten Weltcupsieg in Oberhof. Ludwig, der auf seiner Hausbahn im Vorjahr triumphierte, fehlten auf Loch 96 Tausendstel. Der Bludenzer Jonas Müller, nach dem ersten Lauf auf Platz fünf, attackierte erfolgreich das Podium und rodelte nach dem Sprint von Innsbruck zum zweiten Podestplatz in dieser Saison. Nico Gleirscher vergab im Finale in der Ausfahrt der Kurve 13 mit einer Bande einen absoluten Spitzenplatz und beendete das Rennen unmittelbar vor Bruder David auf Platz sieben. Mit Wolfgang Kindl als Zehnten platzierte sich ein vierter ÖRV-Athlet in den Top-10, Reinhard Egger beendete das Rennen auf Platz 17.
 
Der Weltcup im Thüringer Wald wird am Sonntag mit dem Rennen der Damen fortgesetzt und einem weiteren Team-Staffel-Bewerb abgeschlossen.
 
Thomas Steu:

„Es war sehr schwierig heute, die Bahn ist aufgrund der Verhältnisse nicht leicht gestanden. Wir tun uns hier traditionell schwer, zum Glück hat es heute zum ersten Mal mit dem Podestplatz in Oberhof geklappt. Das wir hier gemeinsam mit unseren Teamkollegen am Podium stehen, macht das Ganze umso schöner.“

Armin Frauscher:

„Wir sind überglücklich! Die Woche war nicht einfach für uns, wir haben in Oberhof nur sehr sehr wenig Erfahrung, haben uns die Bahn in einigen wenigen Läufen erarbeiten müssen. Dass dabei das zweite Podium unserer gemeinsamen Karriere rausschaut ist fantastisch, so kann es gerne weitergehen.“

Jonas Müller:

„Der Zweite war eindeutig besser. Im ersten waren kleine Fehler drinnen, trotzdem war ich auch mit dem Lauf zufrieden. Es ist richtig cool und freut mich riesig, es macht sehr viel Spaß hier zu rodeln. Leider haben heuer die Zuschauer gefehlt, speziell in Oberhof ist immer eine sehr gute Stimmung.“

Nico Gleirscher:

„Mit dem Speed bin ich sehr zufrieden, leider waren speziell im zweiten Lauf zu viele Fehler dabei, auch der erste war nicht absolut am Punkt. Ein siebenter Platz ist sicher kein schlechtes Ergebnis, aber ich habe das Potential zu mehr, das habe ich heute leider nicht abrufen können.“

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ÖRV-Asse prolongieren ihren Erfolgslauf

Tatyana Ivanova gewann beim Rodel-Weltcup in Altenberg die Konkurrenz der Damen, die Russin verwies Natalie Geisenberger (GER) auf Platz zwei und verbuchte damit ihren 15. Sieg im Weltcup. Auf Rang drei folgte die Doppel-Weltmeisterin von Sotschi, Ekatarina Katnikova (RUS). Madeleine Egle, zur Halbzeit auf Position drei, verpasste um 91 Tausendstel ihr erstes Weltcup-Podest. Mit Rang vier rodelte die 22-jährige Team-Europameisterin, die nach ihrer Schulterverletzung in der Vorbereitung am Start nach wie vor leicht gehandicapt ist, ihr drittes Top-6-Ergebnis in Folge ein. Lisa Schulte verpasste als Elfte ein weiteres Top-10-Ergebnis um lediglich 18 Tausendstel, auch Hannah Prock, die Altenberg aufgrund eines Steißbeinbruchs in schmerzvoller Erinnerung hat, gelang auf der ungeliebten Bahn mit Rang 15 eine versöhnliche Vorstellung.
 
Bereits am Vormittag entschieden Thomas Steu und Lorenz Koller das überaus enge Rennen der Doppelsitzer mit acht Tausendstel Vorsprung auf die Thüringer Toni Eggert/Sascha Benecken für sich und feierten damit den dritten Altenberg-Sieg in Folge. Abermals stark präsentierten sich auch Yannick Müller und Armin Frauscher, die nach Platz zwei und ihrer Podestpremiere am vergangenen Wochenende, mit Rang sechs im ENSO-Eiskanal neuerlich in die absolute Weltspitze platzten. Die Junioren Juri Gatt und Riccardo Schöpf, die erstmals die komplette Weltcupsaison bei den Arrivierten durchlaufen, beendeten das Rennen auf Rang 20.
 
Der Weltcup im sächsischen Osterzgebirge wird am Sonntag (6.12.) mit der Entscheidung der Herren fortgesetzt und einer weiteren Team-Staffel abgerundet.
 
Thomas Steu:

„Es fühlt sich super an! Die Läufe waren nicht perfekt, wir haben uns viele kleine Fehler erlaubt. Toni (Anm.: Eggert) hat im Training die Kurve 9 viel besser erwischt, wir haben gewusst, dass es ein sehr knappes Rennen wird, aber es hat gereicht. Wir freuen uns auf die kommenden Aufgaben.“

Armin Frauscher:

„Unsere Entwicklung passt, es geht von Woche zu Woche was weiter, wir sind top motiviert und überglücklich. Die Läufe waren nicht fehlerfrei, aber wir haben unser persönliches Ziel erreicht, das Ergebnis stimmt uns absolut positiv!“

Madeleine Egle:

„Der Speed passt sehr gut, es sind noch ein paar Kleinigkeiten dabei, die Zeit kosten, aber alles in allen bin ich auf einem guten Weg und mit der Entwicklung sehr zufrieden. Jetzt gilt es den Schwung für morgen mitzunehmen.“

Rene Friedl (ÖRV-Cheftrainer & Sportdirektor):

„Den Doppelsitzern kann man nur gratulieren, sie haben an die Leistungen von Innsbruck angeschlossen, das ist absolut beeindruckend. bei den Damen passt die Richtung ebenfalls. Wir sind in Schlagdistanz zu den Medaillen. Für morgen sind wir ebenfalls zuversichtlich, vom Speed sind wir sicher gut dabei. Es wird sicherlich ein heißes Rennen, hoffentlich halten die Bedingungen. Für die Team-Staffel sind Thomas, Lorenz und Madeleine gesetzt, wer von den Herren startet, zeigt sich morgen.“

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ÖRV-Asse mit zwei Siegen im Nationencup

Wolfgang Kindl fixierte in Altenberg im  Nationencup der Herren Bestzeit. Der Doppel-Weltmeister von 2017 verwies Teamkollege Reinhard Egger auf Rang zwei, damit haben beide ÖRV-Athleten die Qualifikation für das Weltcuprennen am Sonntag souverän gemeistert. Auch im Nationencup der Doppelsitzer gab es dank Yannick Müller und Armin Frauscher einen Sieg. Das ÖRV-Duo, zuletzt in Igls bärenstarke Zweite, verwies die Letten Bots/Palme und Yuzhakov/Prokhorov (RUS) auf die Plätze. Juri Gatt und Riccardo Schöpf beendeten die Qualifikation auf Rang sechs, damit sind auch die beiden 19-jährigen Tiroler im Hauptbewerb mit dabei. Bei den Damen fuhren die Deutschen Natalie Geisenberger und Dajana Eitberger im Nationencup auf die Plätze eins und zwei. Lisa Schulte löste das Weltcupticket mit Rang fünf, Hannah Prock qualifizierte sich mit der neuntschnellsten Zeit für die morgige Punktejagd. Der Rest der heimischen Asse war aufgrund der Setzliste vorqualifiziert, damit gehen am bevorstehenden Wochenende elf ÖRV-Schlitten an den Start. Enden wird der EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup 2020/21 nicht wie geplant in Peking, sondern in St. Moritz, wo von 6.- 7. Februar das Saisonfinale über die Bühne geht. Das gab die FIL heute bekannt.


Wolfgang Kindl:

„Das Eis war heute etwas weicher als an den beiden Trainingstagen, die Abstimmung war nicht ganz einfach, auch am Start habe ich noch Luft nach oben. Prinzipiell habe ich mich in dieser Woche am Schlitten sehr wohl gefühlt, ich bin guter Dinge und nehme den heutigen Sieg im Nationencup gerne mit.“

Yannick Müller:

„Die Bahn steht aufgrund des Eisausbaus in dieser Woche anders als während der Trainingswoche im Rahmen der Vorbereitung. Darauf haben wir uns erst einstellen müssen, zumal wir hier eine andere Schiene fahren als zuletzt in Igls. Sehr positiv stimmt uns die Startleistung, da ist definitiv etwas weiter gegangen. Unser Ziel ist auch hier ein Top-6-Ergebnis, es ist alles sehr eng beisammen, wenn uns alles aufgeht, können wir wieder vorne mitmischen.“

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6 Podestplätze für den ÖRV beim Heim-Weltcup

Österreichs Olympia-Rodler starteten mit viel Schwung und Top-Leistungen in die neue Weltcupsaison. Die Schützlinge von ÖRV-Cheftrainer und Sportdirektor Rene Friedl sicherten sich nach dem gestrigen Doppelsieg im Doppelsitzer am zweiten Tag des Heim-Weltcups einen weiteren Sieg und insgesamt sechs Podestplätze.

Sprintstarkes Österreich:
Österreichs Doppelsitzer, die bereits am Tag zuvor für den ersten Doppelsieg seit 2011 und entsprechenden Jubel im ÖRV-Lager gesorgt hatten, präsentierten sich auch am zweiten Tag des Heim-Weltcups von ihrer Schokoladenseite. Allen voran Thomas Steu und Lorenz Koller, die mit dem Sieg im Sprint ihr traumhaftes Comeback untermauerten und auf ihrer Heimbahn wie beim Saisonauftakt 2018 das Double einrodelten. Yannick Müller und Armin Frauscher, die zuvor mit Rang zwei erstmals auf das Weltcup-Podest gerast waren, belegten den starken siebenten Rang. Juri Gatt und Riccardo Schöpf lieferten bei ihrem Weltcupdebüt im Sprint mit Rang elf eine weitere Talentprobe ab.

Nachdem David Gleirscher und Co. am tag zuvor  knapp am Podest vorbeigeschrammt waren, gelang den ÖRV-Herren im Sprint-Weltcup die Revanche. Der Olympiasieger von 2018, gestern als Vierter bester Österreicher, fuhr in einem spannenden Krimi auf Rang zwei und feierte damit seinen ersten Podestplatz in Igls. Jonas Müller, Sprintweltmeister 2019, folgte mit einem Rückstand von drei tausendstel Sekunden auf Rang drei.  Auch Wolfgang Kindl und Reinhard Egger, die beim gestrigen Auftakt kleinere Brötchen backen mussten, zeigten eine positive Reaktion. Die beiden Routiniers platzierten sich auf den Rängen acht (Egger) und neun. Nico Gleirscher, gestern auf dem starken sechsten Platz, begrub seine Möglichkeiten im Sprint mit einem Fahrfehler im oberen Bereich.
 
Im Sprint der Damen zeigte Hannah Prock mit Rang fünf auf, die 20-jährige Tirolerin platzierte sich unmittelbar vor Madeleine Egle, die sich über Rang sechs und ein weiteres Top-Resultat im Laufe des Wochenendes freuen durfte. Lisa Schulte beendete ihr Sprint-Premiere auf Rang elf, den Sieg sicherte sich Julia Taubitz. Die Deutsche gewann damit wie Landsmann Felix Loch bei den Herren und Steu/Koller bei den Doppelsitzern das Double.

Weltcuptitelverteidigerin Julia Taubitz sicherte sich am zweiten Renntag in Igls den Sieg bei den Damen. Die 24-jährige Deutsche verwies ihre, jeweils aus der Babypause zurückgekehrten Landsfrauen Natalie Geisenberger und Dajana Eitberger auf die Plätze. Madeleine Egle, zur Halbzeit auf Podestkurs, beendete die Konkurrenz unmittelbar vor ihrer Team-Kollegin Lisa Schulte auf dem starken fünften Rang. Damit stellten beide ihr bestes Ergebnis im Weltcup ein. Hannah Prock kam auf Rang 14, die 16-jährige Schülerin Barbara Allmaier, die heute ihr Debüt im Weltcup feierte, belegte Rang 21.

„Der Speed passt auf jeden Fall, leider ist die Fehlerquote noch ein bisschen hoch. Ich hatte heute ein paar Fehler, die eigentlich nicht sein sollten, deshalb hat es nicht für noch weiter vorne gereicht. Drei Rennen an einem Tag sind definitiv anstrengend, ich habe die Müdigkeit schon nach der Damen-Konkurrenz gespürt, mich aber gut überwinden können“,

resümierte Madeleine Egle.

Weltcup-Silberin der Staffel

Im Team-Staffel-Bewerb vertraten Madeleine Egle, Jonas Müller, sowie die Doppelsitzer Thomas Steu und Lorenz Koller Österreichs Farben. Nachdem den heimischen Einsitzer ansprechende, aber keine perfekten Fahrten gelangen, sorgten Steu/Koller mit einem weiteren Top-Lauf für die zwischenzeitliche Führung. Am Ende hatte das ÖRV-Quartett nur gegenüber Deutschland das Nachsehen. Nach einer Fahrzeit von zwei Minuten und neun Sekunden fehlten den Österreichern minimale drei hundertstel Sekunden auf den Sieg. Auf Platz drei rodelte die Auswahl von Russland.Jonas Müller:

„Es war ein cooler, Tag! Zweimal am Podest, das erstmal mit dem Team, leider haben drei Hundertstel gefehlt, die finden wir sicher, aber dennoch bin ich glücklich. Im Sprint war mir sehr wichtig am Podest zu sein, weil ich wusste, dass ich das draufhabe. Es war wieder kein perfekter Lauf, aber trotzdem bin ich sehr zufrieden, so kann es weitergehen“,

so Thomas Steu.

Rene Friedl:

„Wir sind mit den insgesamt sechs Podestplätzen bei den Herren und im Doppelsitzer und den vier Top-6-Ergebnissen bei den Damen natürlich sehr zufrieden, die Mädels haben sich sehr gut verkauft. Insgesamt haben wir im Verband sicherlich einiges richtig gemacht und können erhobenen Hauptes nach Altenberg zum nächsten Weltcup fahren.“

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ÖRV-DOPPELSIEG BEIM HEIM-WELTCUP

Zehn Monate nach ihrem schweren Sturz in Sigulda gelang Thomas Steu nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch gemeinsam mit Doppelsitzer-Partner Lorenz Koller ein sensationelles Comeback im Rodel-Weltcup. Die amtierenden Team-Europameister knallten im ersten Lauf die Bestzeit in den Tiroler Eiskanal und ließen im Finale mit der neuerlich schnellsten Zeit nichts anbrennen.

„Ein geiler Tag, Doppelsieg für Österreich, mich freut das riesig für die anderen zwei. Wir haben hart gearbeitet im Sommer, das war nicht immer leicht mit der Verletzung, ich hätte nicht gedacht, dass es gleich so gut klappt, aber jetzt sind wir wieder da, wo wir hin wollen. Die Erwartungen für morgen sind die gleichen wie heute, einfach alles geben und dann sehen wir, was dabei rauskommt“,

so Thomas Steu.

Den Jubel perfekt machten Yannick Müller und Armin Frauscher, die erst im Vorjahr ihr Debüt im Doppelsitzer feierten. Das Duo zur Halbzeit auf Rang vier, raste im Finale an den Weltmeistern Eggert/Benecken (GER) und den Italienern Rieder/Kainzwaldner vorbei und sorgte mit ihrem besten Weltcupergebnis für einen heimischen Doppelsieg. Die beiden 19-jährigen Tiroler Juri Gatt und RiccardoSchöpf, die ihre erste komplette Saison in der allgemeinen Klasse in Angriff nehmen, lieferten mit Rang 13 eine Talentprobe ab. Damit qualifizierten  sich alle ÖRV-Doppelsitzer für den Sprint-Weltcup. Armin Frauscher:

„Wir sind überglücklich mit dem zweiten Platz, es ist schon etwas unerwartet, unser Ziel waren eigentlich die Top-6. Wir haben die Läufe gut runtergebracht, haben sehr gut trainiert. Dass wir beim zehnten Weltcup den wir fahren schon bei den Großen mitspielen können zeigt, wie super das Trainerteam ist und wie gut wir zusammenarbeiten.“

Bei Kaiserwetter und perfekten Bahnverhältnissen brachte auch der Saisonstart der Herren-Einsitzer den erwarteten Krimi und war an Spannung kaum zu überbieten. Nach dem ersten Lauf lagen die Top-3 innerhalb von lediglich 15 Tausendstel Sekunden, am Ende entschieden 12 Hundertstel zu Gunsten von Felix Loch. Der Deutsche sicherte sich mit zwei Bestzeiten seinen 40. Weltcupsieg, auf Rang zwei rodelte Lochs Landsmann Johannes Ludwig, Dominik Fischnaller (ITA) belegte Platz drei. Österreichs Asse zeigten sich mit den Rängen vier, fünf und sechs mannschaftlich sehr stark und schafften im Kollektiv die Qualifikation für den Sprint-Weltcup.
 
Bestplatzierter des heimischen Quintetts wurde David Gleirscher. Der Olympiasieger von 2018, Zweitplatzierter nach dem ersten Durchgang, verpasste sein erstes Igls-Podest um lediglich zwei Hundertstel Sekunden. Umgekehrt verlief es bei Jonas Müller, der nach einem fehlerhaften ersten Lauf und Zwischenrang elf, im Finale mit der zweitschnellsten Zeit aufhorchen ließ. Damit verbesserte sich der amtierende Vizeweltmeister in der Endabrechnung auf Platz fünf. Nico Gleirscher, im Vorjahr in Igls auf Rang vier, untermauerte seine Vorliebe für die Heimbahn mit Rang sechs. Wolfgang Kindl und ReinhardEgger meisterten mit den Rängen 12 und 13 ebenfalls die Qualifikation für den morgigen Sprint-Weltcup, der in sämtlichen Disziplinen mit einem fliegenden Start und in lediglich einem Lauf entschieden wird.

„Das Rennen war grundsätzlich okay, ich bin zufrieden mit meinen Starts, die waren wirklich gut. Leider habe ich in beiden Läufen den oberen Bereich der Bahn nicht hundertprozentig rund getroffen. Schade, dass es sich so knapp nicht mit dem Podest ausgegangen ist, dem laufe ich in Igls ein bisschen hinterher. Aber morgen gibt es noch eine Chance, ich werde mein Bestes geben.“

berichtet David Gleirscher.

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U-23-Bronze für Egle

Auch am zweiten WM-Tag in Sotschi gab es Grund zur Freude: Madeleine Egle sicherte sich die Bronzemedaille in der U-23-Wertung.

Im Einsitzer der Damen wusste Ekatarina Katnikova ihren Heimvorteil auch heute perfekt zu nutzen. Die Russin, die im Weltcup noch nie am Podest gestanden ist, fixierte im ersten Lauf einen zwischenzeitlich neuen Bahnrekord und holte ihre zweite Goldmedaille innerhalb von 24 Stunden. Silber ging an die Deutsche Julia Taubitz (GER), die den Bahnrekord im zweiten Durchgang noch einmal verbesserte, Bronze holte Katnikovas Landsfrau Viktoria Demchenko. Madeleine Egle gelang gegenüber dem Sprint-Bewerb eine klare Steigerung, kleine Fehler kosteten der Team-Staffel-Europameisterin von Lillehammer allerdings den möglichen Top-10 Platz. In der U-23-Wertung sicherte sich Egle die Bronzemedaille, Gold und Silber ging an die Deutschen Anna Berreiter und Cheyenne Rosenthal. Lisa Schulte beendete das WM-Rennen nach einer ansprechenden Leistung auf Rang 16, in der U-23-Wertung belegte die 19-jährige Tirolerin Platz sieben.

Madeleine Egle zeigte sich selbstkritisch, freute sich aber dennoch über diesen Erfolg:

„Es ist leider nicht ganz so aufgegangen wie ich es mir erhofft habe. Ich habe mir schwer getan einen fehlerfreien Lauf abzurufen. Ich weiß wo ich hinmöchte und woran ich arbeiten muss. Die Medaille in der U-23-Wertung nehme ich natürlich gerne mit.“

© rodel-austria.at  Foto: kristen-images.com / Michael Kristen // 22.11.2019