Sieg in Tiflis: Unterwurzacher feierte Traum-Comeback

Tiflis – Rund fünf Monate nach ihrer Lungenembolie feierte die Tirolerin Kathrin Unterwurzacher am Samstag beim Grand Prix von Tiflis ein perfektes Comeback. In der Kategorie bis 63 kg wurde die 23-Jährige ihrer Topsetzung gerecht und setzte sich nach drei Siegen auch im Finale gegen die US-Amerikanerin Gemma Howell durch.

Für Unterwurzacher war es auch im Hinblick auf die Ende Mai endende Olympia-Quali, bei der es pro Kategorie nur einen Nationen-Platz gibt, ein wichtiger Erfolg.

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Die Rückkehr der Gräfin

Es war ein Samstag, an dem Bernadette Graf ihre Rückkehr zur IJF-Tour feierte. Es wurde ein Tag an dem Jeder über sie redete. Die Innsbruckerin überraschte alle mit ihrer Goldmedaille. Sogar ihren Trainer, Marko Spittka.

“Diese Leistung ist für mich nicht erklärbar “, sagt der Nationaltrainer im interview mit dem Österreichischen Judoverband. “In Paris war sie sichtlich noch nicht in Form für einen Grand Prix. Sie sollte nicht starten – hab ich gemeint. Doch sie wollte unbedingt kämpfen und so hab ich eingewilligt. Ich schenkte ihr das Vertrauen nachdem sie unbedingt kämpfen wollte. So haben wir uns gemeinsam im Trainerteam entschieden, sie kämpfen zu lassen und im Nachhinein war das eine goldene Entscheidung.”

Am Samstag Morgen wusste das allerdings noch niemand. Der Kampf gegen die Puerto Ricanerin Maria Perez war ein ganz besonderer, ein Wegweisender. Letztes Mal, bei der WM 2013 hat Bernadette gegen sie klar verloren. Sie hatte die Gegnerin die ganze Zeit im Griff, 3 Shidos gegen Perez sind selbstredend, und ein genialer Ura Nage (Konterwurf nach hinten) beendete den Fight 45 Sekunden vor Schluss.

Die Mongolin Tsend Ayush im zweiten Kampf, auch eine alte Bekannte von Graf. Im Finale der Junioren-WM war sie die Gegnerin. Nach zwei Minuten kontert sie erneut mit Ura-nage und beendet das Aufeinandertreffen vorzeitig.

Im Viertelfinale gegen die Britin Sally Conway (WRL Nr.5) liefern sich beide eine sehr taktische Partie, aber wieder sitzt der Ura-nage, und damit steht dem Halbfinale nichts mehr im Weg.

Dort wartet die Kolumbianerin Yuri Alvear – ihres Zeichens dreifache Weltmeisterin (2009, 2013 und 2014), Bronzemedaillengewinnerin der Spiele in London und der letzten Weltmeisterschaften. Gegen sie verlor Berni um die Bronzemedaille bei der WM 2015. Damals geriet Berni gleich zum Anfang mit einem Waza-ari in Rückstand und auch 3 Strafen halfen ihr nichts. Jetzt aber staunt die Kolumbianerin über die Stärke der Österreicherin, als sie blitzschnell nach 42 Sekunden abgewürgt wurde. Anerkennend gratuliert sie Bernadette nach der Siegerverkündung.

Im Finale traf sie auf die Japanerin Arai. Die Taktik stand fest: Wenn die Gegnerin links oben rübergreift, direkt zum Körper gehen, die folgenden Haupttechniken der Japanerin (Uchimata oder Ochigari) mit Ura Nage kontern. Und die Taktik geht genau auf. Sie nutzte Ihre Chance zu 100%! Wieder Ura Nage! Und die Judowelt stellte fest: Venit vidit vicit, sie kam sah und siegte. Bernadette Graf aus Tirol ist an die Spitze der -70 kg-Damenwelt zurückgekehrt.

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Starker fünfter Platz von Graf

Bernadette Graf schrammt in Astana (KAZ) knapp an der ersten österreichischen WM-Medaille seit 2010 (Bronze von Filzmoser) vorbei und wird Fünfte in der Klasse bis 70 kg. Zuvor verpasst die Tirolerin nur knapp das Finale. Im entscheidenden Kampf um Bronze unterliegt die 23-Jährige der dreifachen Weltmeisterin und Titelverteidigerin Yuri Alvear (COL).

Für Bernadette Graf bedeutet Rang fünf ihr bislang bestes WM-Abschneiden. Es ist zugleich auch das bisher beste ÖJV-Resultat in Astana. Filzmoser und Unterwurzacher erreichten an den vergangenen Tagen jeweils das Achtelfinale.

Die Vor-Entscheidung im Bronze-Kampf bringt eine Waza-ari-Wertung. Diese erhält Alvear, als sie bei einem Konter-Versuch (Ura-nage) Grafs auf der Österreicherin zu liegen kommt. Die Heeressportlerin erhöht infolge zwar die Schlagzahl und zwingt ihrer Gegnerin noch drei Bestrafungen (die 4. würde die Disqualifikation bedeuten) auf, Alvear bringt den Vorsprung letztlich aber dank ihrer Routine über die Runden.

Dabei schrammt die Projekt-Rio-Athletin nur haarscharf am Finale vorbei. Im Halbfinale hat sie gegen die Maria Bernabeu (ESP) nur das Nachsehen, da sie nach wenigen Sekunden aus der Kampffläche raussteigt. Letztlich endet der Kampf gegen die taktisch geschickt agierende Spanierin, die zuvor mit Kim Polling (NED) die Weltranglisten-Erste aus der Hauptrunde warf, mit 1:2 nach Bestrafungen.

Davor setzt sich Graf, die als Nummer fünf mit einem Freilos in das Turnier geht, gegen Antonia Moreira (ANG) mittels Bestrafungen (2:1), Irina Gazieva (RUS) mittels einer Waza-ari-Wertung und im Viertelfinale gegen Fanny Estelle Posvite (FRA) ebenfalls mittels Bestrafungen (3:1) durch.

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Graf feiert zweiten Grand-Prix-Sieg

Nur eine Woche nach ihrer Bronzenen bei den Europaspielen in Baku feiert Bernadette Graf in Ulaanbaatar (MGL) den zweiten Grand-Prix-Sieg ihrer Karriere. Eine wiedererstarkte Kathrin Unterwurzacher wird am Samstag bis 63 kg Dritte, Hilde Drexler Fünfte.

Der direkte Weiterflug von Baku in die Mongolei hat sich für Bernadette Graf vollauf bezahlt gemacht. Die Tirolerin kann an ihre gute Form von den Europaspielen anschließen und holt sich den Sieg sowie satte 300 Punkte für die Olympia-Qualifikation.

Mit einem Freilos sowie Kampfgewinnen über Dilbar Umiraliyeva (KAZ), Erina Ike (JPN) und Iljana Marzok (GER) zieht die 23-Jährige in das Finale der Klasse bis 70 kg ein. Dort kann die dreifache EM-Dritte die Chinesin Chao Zhou zunächst auf eine Yuko-Wertung kontern, ehe Graf dem Treiben mit einem Festhalter ein Ende setzt. Nach Astana im vergangenen Oktober ist es der zweite Grand-Prix-Titel ihrer Karriere, ihr sechster auf der World Tour insgesamt.

Unterwurzacher hat Durchhänger überwunden

Bis 63 kg zeigt sich Kathrin Unterwurzacher nach ihrem körperlichen Durchhänger bei den Europaspielen, wo ein Ausstieg aus dem Turnier im Raum stand, wieder auf bestem Wege zurück zu alter Stärke. Die Innsbruckerin muss sich nach Freilos sowie Siegen über Cuijuan Shi (CHN) und Hannah Martin (USA) im Halbfinale nur der japanischen Junioren-Weltmeisterin Miho Minei geschlagen geben. Im Kampf um Bronze reicht Unterwurzacher, die wie Graf als Nummer eins ins Turnier ging, gegen Anna Bernholm (SWE) eine Yuko-Wertung für eine Opfer-Technik (Yoko-tomoe-nage) zum Sieg und zu 120 Olympia-Quali-Punkte.

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Bronze für Graf in Baku

Bernadette Graf holt Österreichs erste Medaille bei den im Rahmen der Europaspiele in Baku ausgetragenen Judo-Europameisterschaften. Die Innsbruckerin ringt in einem wahren Bronze-Krimi die aufstrebende Ungarin Szabina Gercsak mit 2:1 in Shido-Bestrafungen nieder. Es ist nach 2013 in Budapest und 2014 in Montpellier ihre dritte EM-Bronzene in Serie.

Eine frühe Passivitäts-Bestrafung der zunächst leicht inaktiven Junioren-Europameisterin aus Ungarn macht unterm Strich den Unterschied in einem sehr ausgeglichenem Fight. Mit der Bronzenen macht sich Graf selbst ein verspätetes Geburtstags-Geschenk. Am Donnerstag feierte sie im Athletendorf ihren 23. Ehrentag.

Bernadette Graf: „Ein schöneres Geburtstagsgeschenk kann ich mir nicht machen! Gestern musste ich zuerst einmal die letzten zwei noch fehlenden Kilos abnehmen. Ein bisschen Kuchen gab es erst am Abend nach der Abwaage. Vor dem Kuchen habe ich aber noch ordentlich gegessen. Im Turnier gab es zwei Knackpunkte. Das war zum einen der Auftaktkampf gegen Anett Breitenbach (HUN; Anm.), die ich zuletzt vor drei Jahren zwischen den Fingern hatte. Der zweite Knackpunkt war der Bronze-Kampf gegen Szabina Gercsak (HUN; Anm.). Da sie noch sehr jung ist, wusste ich, dass sie mit sehr viel Schwung beginnt. Mit ihrer Linksauslage im Griff ist sie zudem richtig ekelhaft zu kämpfen. Auch wenn es kein schöner Kampf war, ist unser Taktik gut aufgegangen.“

Ein sichtlich geschwächte Kathrin Unterwurzacher muss sich bis 63 kg mit Rang sieben begnügen. Aufgrund ihrer körperlichen Verfassung überlegt die Nummer vier der Welt nach der Viertelfinal-Niederlage gegen die spätere Europameisterin Martyna Trajdos(GER) sogar vorzeitig aus dem Turnier auszusteigen. „Ich habe mich aber dann doch dazu entschieden, weiterzukämpfen“, so die 23-Jährige.

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Unterwurzacher Zweite: Erstes ÖJV-Podest bei Masters

Kathrin Unterwurzacher wird beim Masters der besten 16 der Weltrangliste in Rabat (MAR) Zweite bis 63 kg. Im Finale muss sich die Innsbruckerin nur der WM-Dritten Miku Tashiro aus Japan geschlagen geben. Filzmoser nach Sieg über Olympiasiegerin Siebte.

Erstmals gelingt es einem österreichischen Judoka, bei einem Masters-Turnier auf dem Podest zu stehen. Das Ergebnis bringt Unterwurzacher ein richtig dickes Polster in der Olympia-Quali. Neben den fünf punktbesten Ergebnissen des Jahres kommt als sechstes nämlich nur die EM oder das Masters in die Wertung. Für ihren zweiten Platz in Rabat bekommt Unterwurzacher nun 420 Punkte gutgeschrieben. Etwas, das sie bei der EM in Baku (25.-28. Juni) nicht mehr übertreffen kann. Selbst ein EM-Titel würde nur 400 bringen.

„Auch wenn die Final-Niederlage noch ein wenig schmerzt, war das heute ein richtig toller Tag“, freut sich Unterwurzacher, die vor zwei Wochen ihren ersten Grand-Slam-Titel feierte. Im Finale klopft sie nach einem Yuko-Rückstand wegen Beinwurfs (O-uchi-gari) in den letzten Sekunden bei einem Würgegriff Tashiros ab.

In den drei Runden davor setzt sich 22-Jährige zum Auftakt gegen Isabel Puche (ESP) durch ein Yuko für einen linken Soto-maki-komi durch. Es folgt eine Strafen-Schlacht gegen Marta Labazina (RUS), welche die Tirolerin erst in der Verlängerung mit 2:1 für sich entscheidet. Durch zwei Yukos im Halbfinale über die unangenehm zu kämpfende Anne-Laura Bellard (FRA) zieht Unterwurzacher schließlich in den Endkampf ein.

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Erster Grand-Slam-Titel für Unterwurzacher

Auf den Tag genau ein Jahr nach dem bislang letzten Grand-Slam-Titel für Österreich durch Sabrina Filzmoser in Baku, sichert sich Kathrin Unterwurzacher (bis 63 kg) an selber Stelle den ersten Sieg ihrer Karriere bei einem 500-Punkte-Turnier. Bernadette Graf wird bis 70 kg Dritte.

Im Finale geht Unterwurzacher gegen die Deutsche Martyna Trajdos dank eines Ippons für eine Bein-Technik (De-ashi-barai) bereits nach eineinhalb Minuten als Siegerin von der Matte. Ihr bislang einziges Grand-Slam-Finale hatte die Tirolerin ebenfalls in Baku bestritten. Vor einem Jahr war sie dort noch Anne Laure Bellard (FRA) unterlegen. „Umso schöner ist es, dass es diesmal geklappt hat“, jubelt Unterwurzacher für die es bei den letzten Grand Prix nicht nach Wunsch gelaufen war.

Damit schiebt sich die 22-Jährige im Olympia-Quali-Rennen für Rio punktemäßig an Landsfrau Hilde Drexler vorbei, die knapp vor ihr lag. Für Olympia 2016 darf ein Land nur eine Athletin pro Gewichtsklasse stellen.

Für einen zweiten ÖJV-Podestplatz am zweiten von drei Wettkampftagen sorgt Bernadette Graf. Unterwurzachers Innsbrucker Vereins-Kollegin, die wie sie aktuell Fünfte in der Weltrangliste ist, macht im Kampf um Bronze der Kategorie bis 70 kg gegen die für Israel startende die Niederländerin Linda Bolder die gesamte Wertungstafel voll.

Letztlich entscheidet Graf den Kampf mit einer Bein-Technik (Ko-uchi-gari). Genau in dem Moment, als Bolder einen Wurf nach hinten (Ura-nage) ansetzt, hängt die Österreicherin mit dem Bein ein, sodass sie auf ihrer Gegnerin zum Liegen kommt. Nach einem ersten (Moskau 2013) sowie einem zweiten Platz (Abu Dhabi 2014) steht Graf erstmals als dritte auf einem Grand-Slam-Stockerl.

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Golden Girls! Auch Graf schlägt zu

Tiroler Festspiele im Südburgenland gehen weiter. Einen Tag nach dem Titel von Kathrin Unterwurzacher (bis 63 kg) gelingt ihrer Trainingspartnerin Bernadette Graf bis 70 kg das gleiche Kunststück. Der Weg zu ihrem sechsten Titel auf der World Tour wird für Bernadette Graf zu einer Nervenschlacht.

Im Finale gerät die 23-Jährige in der letzten Minute gegen die Weltranglisten-Fünfte Kelita Zupancic durch einen Bestrafung wegen Scheinangriffs in Rückstand. 20 Sekunden vor dem Ende greift die Kanadierin jedoch noch einmal an, was Graf zu einem Konter nutzt und sie anschließend festhält.

„Normalerweise bringt sie einen Vorsprung immer sehr geschickt über die Zeit, weshalb ich sehr überrascht war, dass sie mir mit einem Angriff noch einmal eine Chance bot“, meint Graf verwundert.Im Duell mit Zupancic war es für die Weltranglisten-Fünfte bereits der dritte Sieg in Serie. „Das bringt vom Kopf her schon einen Vorteil, wenn du weißt, dass du gegen jemanden zuletzt immer gewonnen hast“, bestätigt Damen-Nationaltrainer Marko Spittka, der Grafs starke Leistung an den Sieg Unterwurzachers koppelt. „Berni hat Kathis Titel zusätzlich motiviert.“

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Zwei weitere Podestplätze für Judokas

Kathrin Unterwurzacher musste sich in der Klasse bis 63 kg im Finale der Ex-Weltmeisterin Yarden Gerbi aus Israel knapp geschlagen geben und belegte Platz zwei. In der Kategorie bis 70 kg erreichte Bernadette Graf Platz drei., revanchierte sich dabei u.a. bei der Spanierin Bernabeu für eine Niederlage bei der diesjährigen EM. Sie revanchierte sich dabei u.a. bei der Spanierin Bernabeu für eine Niederlage bei der diesjährigen EM. Der ÖJV hält damit heuer bereits bei 21 Podestplätzen (bei GP’s bzw. Grand-Slams) – zum Vergleich: 2012 waren es nur vier, im Vorjahr ganze acht. Die Aufwärtstendenz ist also eindeutig spürbar. Nächste Woche beim GP von Südkorea in Jeju wird nur Tina Zeltner antreten, die anderen schonen sich für das Grand-Slam-Turnier in Tokio die Woche darauf.

(Text: IJV)

Graf erfüllt Projekt-Rio-Auflagen auf Anhieb

Bernadette Graf setzt mit ihrem zweiten Platz beim Grand Slam in Abu Dhabi ihre hervorragende Herbstform fort. Die Innsbruckerin erfüllt damit auf Anhieb die Auflagen für den Verbleib im Medaillenkader des Projekts Rio. Kathrin Unterwurzacher wird bis 63 kg Fünfte. „Sie muss bei einem Grand Slam oder bei den Europameisterschaften auf dem Podest stehen“, erklärten vor knapp zwei Wochen Peter Schröcksnadel und sein Team, dass Bernadette Graf für den Verbleib im Medaillen-Kader des Fördersystems Auflagen bekommt. Die Innsbruckerin hat mit dem Grand Slam in Abu Dhabi gleich die allererste Möglichkeit genutzt, um den geforderten Leistungsnachwuchs erbracht. Die 22-Jährige zieht mit Siegen über Zhou Chao (CHN), Katarzyna Klys (POL) und der Weltranglisten-Vierten Kelita Zupancic (CAN) in das Finale der Klasse bis 70 kg ein.

(Text: www.oejv.com)