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6 Podestplätze für den ÖRV beim Heim-Weltcup

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November 30, 2020

Österreichs Olympia-Rodler starteten mit viel Schwung und Top-Leistungen in die neue Weltcupsaison. Die Schützlinge von ÖRV-Cheftrainer und Sportdirektor Rene Friedl sicherten sich nach dem gestrigen Doppelsieg im Doppelsitzer am zweiten Tag des Heim-Weltcups einen weiteren Sieg und insgesamt sechs Podestplätze.

Sprintstarkes Österreich:
Österreichs Doppelsitzer, die bereits am Tag zuvor für den ersten Doppelsieg seit 2011 und entsprechenden Jubel im ÖRV-Lager gesorgt hatten, präsentierten sich auch am zweiten Tag des Heim-Weltcups von ihrer Schokoladenseite. Allen voran Thomas Steu und Lorenz Koller, die mit dem Sieg im Sprint ihr traumhaftes Comeback untermauerten und auf ihrer Heimbahn wie beim Saisonauftakt 2018 das Double einrodelten. Yannick Müller und Armin Frauscher, die zuvor mit Rang zwei erstmals auf das Weltcup-Podest gerast waren, belegten den starken siebenten Rang. Juri Gatt und Riccardo Schöpf lieferten bei ihrem Weltcupdebüt im Sprint mit Rang elf eine weitere Talentprobe ab.

Nachdem David Gleirscher und Co. am tag zuvor  knapp am Podest vorbeigeschrammt waren, gelang den ÖRV-Herren im Sprint-Weltcup die Revanche. Der Olympiasieger von 2018, gestern als Vierter bester Österreicher, fuhr in einem spannenden Krimi auf Rang zwei und feierte damit seinen ersten Podestplatz in Igls. Jonas Müller, Sprintweltmeister 2019, folgte mit einem Rückstand von drei tausendstel Sekunden auf Rang drei.  Auch Wolfgang Kindl und Reinhard Egger, die beim gestrigen Auftakt kleinere Brötchen backen mussten, zeigten eine positive Reaktion. Die beiden Routiniers platzierten sich auf den Rängen acht (Egger) und neun. Nico Gleirscher, gestern auf dem starken sechsten Platz, begrub seine Möglichkeiten im Sprint mit einem Fahrfehler im oberen Bereich.
 
Im Sprint der Damen zeigte Hannah Prock mit Rang fünf auf, die 20-jährige Tirolerin platzierte sich unmittelbar vor Madeleine Egle, die sich über Rang sechs und ein weiteres Top-Resultat im Laufe des Wochenendes freuen durfte. Lisa Schulte beendete ihr Sprint-Premiere auf Rang elf, den Sieg sicherte sich Julia Taubitz. Die Deutsche gewann damit wie Landsmann Felix Loch bei den Herren und Steu/Koller bei den Doppelsitzern das Double.

Weltcuptitelverteidigerin Julia Taubitz sicherte sich am zweiten Renntag in Igls den Sieg bei den Damen. Die 24-jährige Deutsche verwies ihre, jeweils aus der Babypause zurückgekehrten Landsfrauen Natalie Geisenberger und Dajana Eitberger auf die Plätze. Madeleine Egle, zur Halbzeit auf Podestkurs, beendete die Konkurrenz unmittelbar vor ihrer Team-Kollegin Lisa Schulte auf dem starken fünften Rang. Damit stellten beide ihr bestes Ergebnis im Weltcup ein. Hannah Prock kam auf Rang 14, die 16-jährige Schülerin Barbara Allmaier, die heute ihr Debüt im Weltcup feierte, belegte Rang 21.

„Der Speed passt auf jeden Fall, leider ist die Fehlerquote noch ein bisschen hoch. Ich hatte heute ein paar Fehler, die eigentlich nicht sein sollten, deshalb hat es nicht für noch weiter vorne gereicht. Drei Rennen an einem Tag sind definitiv anstrengend, ich habe die Müdigkeit schon nach der Damen-Konkurrenz gespürt, mich aber gut überwinden können“,

resümierte Madeleine Egle.

Weltcup-Silberin der Staffel

Im Team-Staffel-Bewerb vertraten Madeleine Egle, Jonas Müller, sowie die Doppelsitzer Thomas Steu und Lorenz Koller Österreichs Farben. Nachdem den heimischen Einsitzer ansprechende, aber keine perfekten Fahrten gelangen, sorgten Steu/Koller mit einem weiteren Top-Lauf für die zwischenzeitliche Führung. Am Ende hatte das ÖRV-Quartett nur gegenüber Deutschland das Nachsehen. Nach einer Fahrzeit von zwei Minuten und neun Sekunden fehlten den Österreichern minimale drei hundertstel Sekunden auf den Sieg. Auf Platz drei rodelte die Auswahl von Russland.Jonas Müller:

„Es war ein cooler, Tag! Zweimal am Podest, das erstmal mit dem Team, leider haben drei Hundertstel gefehlt, die finden wir sicher, aber dennoch bin ich glücklich. Im Sprint war mir sehr wichtig am Podest zu sein, weil ich wusste, dass ich das draufhabe. Es war wieder kein perfekter Lauf, aber trotzdem bin ich sehr zufrieden, so kann es weitergehen“,

so Thomas Steu.

Rene Friedl:

„Wir sind mit den insgesamt sechs Podestplätzen bei den Herren und im Doppelsitzer und den vier Top-6-Ergebnissen bei den Damen natürlich sehr zufrieden, die Mädels haben sich sehr gut verkauft. Insgesamt haben wir im Verband sicherlich einiges richtig gemacht und können erhobenen Hauptes nach Altenberg zum nächsten Weltcup fahren.“

© rodel-austria.at

 

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