Zwei Podestplätze für Schöffmann

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Das ÖSV-Parallel-Team durfte sich über fünf Stockerlplätze beim Weltcup-PGS in Pyeongchang freuen. 

Bei den Damen wurde Sabine Schöffmann am ersten Wettkampftag nach einem Erfolg im kleinen Finale gegen die Deutsche Carolin Langenhorst Dritte und durfte sich damit bereits über ihren vierten Podestplatz in der laufenden Weltcup-Saison freuen. Nachdem die Kärntnerin im Viertelfinale in einem ÖSV-Duell gegen Claudia Riegler (7.) die Oberhand behalten hatte, musste sie sich in der Vorschlussrunde der überragenden Ester Ledecka geschlagen geben. Die Tschechin ließ im großen Finale auch der Deutschen Selina Jörg keine Chance und feierte einen ungefährdeten Sieg.

Lukas Mathies holte als Zweiter hinter dem Slowenen Zan Kosir seinen ersten Weltcup-Stockerlplatz seit mehr als fünf Jahren. Zuletzt war der Vorarlberger am 1. Februar 2014 in Sudelfeld (GER) ebenfalls als Zweiter auf dem Podium gestanden. Andreas Prommegger setzte sich im kleinen Finale gegen den Italiener Aaron March durch und schaffte als Dritter erstmals in der laufenden Saison den Sprung auf das Podest. Im Halbfinale war das Glück nicht gerade auf der Seite des routinierten Salzburgers, der zeitgleich mit Kosir ins Ziel kam. Da der Slowene als Zweiter in der Qualifikation jedoch schneller als Prommegger (11.) war, stieg Kosir in das große Finale auf.

Bei den Herren hatte der Kärntner Alexander Payer im Viertelfinale gegen Prommegger das Nachsehen und wurde Sechster. Bereits in der Auftaktrunde hatte sich in einem weiteren rot-weiß-roten Kräftevergleich Mathies gegen Benjamin Karl durchgesetzt. Der Niederösterreicher behauptete mit Rang zwölf jedoch seine Weltcup-Gesamtführung, die bei den Damen Sabine Schöffmann übernommen hat.

Sabine Schöffmann (3.): „Nach einer guten ersten Quali hatte ich im zweiten Lauf einen massiven Fehler und war froh, dass sich das Finale überhaupt noch ausgegangen ist. Als Quali-13. habe ich mir im Finale den Kurs nie aussuchen dürfen und bin bei jedem Lauf hin- und hergeschickt worden. Das habe ich aber gut gelöst, einzig gegen Ester Ledecka war ich ohne Chance, aber sie war heute wieder einmal ein Wahnsinn. Dass ich jetzt erstmals auch im Gesamtweltcup führe, ist eine zusätzliche Motivation für das morgige Rennen.“

Andreas Prommegger hat beim zweiten Parallelriesentorlauf des Wochenendes auf dem Olympia-Hang in Pyeongchang (KOR) seinen 17. Einzelsieg im Weltcup gefeiert! Bei den Damen fuhr Sabine Schöffmann als Zweite zum 5. Mal in dieser Saison auf das Podest.

Bei den Damen fuhr Sabine Schöffmann als Zweite beim siebenten Saisonrennen bereits zum fünften Mal auf das Podest und baute damit ihre Führung im Gesamtweltcup aus. Die Kärntnerin wies nach Siegen über Natalia Soboleva (RUS) und Julie Zogg (SUI) auch im Halbfinale die Tschechin Ester Ledecka in die Schranken. Nachdem Ledecka nicht optimal aus dem Startgate gekommen war, unterliefen der von Schöffmann unter Druck gesetzten Olympiasiegerin auch noch zwei Fahrfehler. Im großen Finale musste sich die Österreicherin, die in der Mitte des Kurses bei einem Frontside-Schwung einmal nicht optimal von der Kante kam, der Deutschen Ramona Hofmeister um 0,74 Sekunden geschlagen geben. Im Gesamtweltcup hat Schöffmann (3.880) bei vier noch zu fahrenden Rennen 480 Zähler Vorsprung auf die Tagesdritte Ledecka (3.400). Zweitbeste Österreicherin wurde heute Claudia Riegler als 13. Jemima Juritz (17.) und Daniela Ulbing (Disqualifikation im ersten Quali-Lauf) verpassten den Einzug ins Finale der Top 16.

Mit dem Triumph hat Andreas Prommegger sowohl die Führung im Parallel-Gesamtweltcup als auch in der PGS-Wertung übernommen. Nach Platz drei am Samstag holte der Salzburger im zweiten Rennen binnen 24 Stunden dank einer überragenden Leistung seinen zweiten Sieg im Bokwang Phoenix Park nach 2017. Der 38-jährige Routinier schaltete in den ersten beiden Runden die Russen Andrey Sobolev (+0,13 Sekunden) und den Doppelweltmeister von Park City, Dmitry Loginov (+0,79), aus und behielt danach auch in der Vorschlussrunde gegen den Italiener Maurizio Bormolini (+0,10) und im Showdown um den Sieg gegen den Franzosen Sylvain Dufour um 15 Hundertstelsekunden die Oberhand. Dritter wurde der südkoreanische Lokalmatador Sangho Lee.

Im PGS-Weltcup hat Prommegger bei noch zwei zu fahrenden Rennen 670 Punkte Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Roland Fischnaller (ITA). Die Gesamtwertung führt der Pongauer mit 2.986 Zählern vor seinem ÖSV-Teamkollegen Benjamin Karl (2.700), Fischnaller (2.610) und dem Vorarlberger Lukas Mathies (2.320) an. Der gestrige Zweite Mathies hatte nach Bestzeit in der Qualifikation in der Auftaktrunde gegen Mirko Felicetti (ITA) das Nachsehen und wurde Neunter. Karl zog im Achtelfinale gegen Tim Mastnak (SLO) um drei Hundertstel denkbar knapp den Kürzeren und landete auf Rang 14. Für Sebastian Kislinger (28.) und Alexander Payer (33.) war bereits in der Qualifikation Endstation.

Sabine Schöffmann (2.): „Das war heute fast ein Spiegelbild des gestrigen Rennens. Die Quali war wieder mies (Rang 12, Anm.), deshalb habe ich mir auch nie den Kurs aussuchen können und bin wieder zwischen rot und blau hin- und hergeschickt worden. Der große Unterschied war der Sieg gegen Ester Ledecka, gegen die ich vom Start weg gut dagegengehalten habe, bis ihr ein Fehler passiert ist. Im großen Finale hat es einmal ordentlich gerattert, da bin ich nicht mehr von der Kante weggekommen. Die Konstanz, mit der ich in dieser Saison vorne mitfahre, gibt mir auch eine große Sicherheit. Und dass ich das Leadertrikot zur nächsten Weltcup-Station mitnehme, ist voll cool. Ich werde versuchen, es möglichst lange zu behalten.“

Der Weltcup der Raceboarder wird am kommenden Wochenende in Secret Garden (CHN) fortgesetzt, wo ein Parallelriesentorlauf und ein Parallelslalom ausgetragen werden.

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© oesv.at / Bild: ÖSV