Zehntel-Pech für Hofmann bei EM

Zehntel-Pech für Hofmann bei EM

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Um 0,9 Punkte am EM-Finale vorbei
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Nur 0,9 Ringpunkte haben Olivia Hofmann bei der Europameisterschaft für Luftdruckwaffen im slowenischen Maribor zum Finaleinzug gefehlt. Die 24-Jährige schoss bei ihrem ersten EM-Einsatz 415,7 Zähler – Rang 9. Detail am Rande: Es waren genauso viele Ringpunkte wie bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro, wo sie um 0,2 Punkte das Finale der Top-8 verpasste.
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„Das kennen wir ja schon, dass es sich knapp nicht ausgeht“, nahm es die Tirolerin sportlich, nachdem die erste Enttäuschung verflogen war. Das EM-Finale ließ sie in der ersten von vier Zehner-Serien liegen. „Der Start war holprig, da war ich zu passiv. Dadurch hat das Timinig nicht ganz gestimmt und zu Beginn die guten Zehner gefehlt.“
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Ab der zweiten Serie lief es besser für Hofmann: 104,9 – 104,7 – 103,9 Ringpunkte. „Ich habe gekämpft, die Leistung war in Ordnung. Darauf kann ich in den nächsten Wettkämpfen sicher aufbauen.“
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Rang 5 im Mixed-Teambewerb
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Olivia Hofmann und ÖSB-Teamkollege Bernhard Pickl verpassen im Mixed-Teambewerb bei der Europameisterschaft für Luftdruckwaffen das Bronze-Match nur um 0,1 Punkte. „Langsam reicht es mir mit den Zehntelpunkten“, war der Tirolerin auch bei ihrem zweiten EM-Einsatz das Glück nicht hold. Bereits am Freitag hatte sie um 0,9 Ringpunkte den Einzug ins Einzel-Finale verpasst.
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„Mit meiner Leistung bin ich aber zufrieden, was mir gestern nicht so gut gelungen ist, hat heute gepasst.“ In der Qualifikation schossen die Olympia-Fünfte von Rio 2016 und der Niederösterreicher 519,7 Punkte und qualifizierten sich als siebentes Team von insgesamt 26 Nationen souverän für das Semfinale der Top-8.
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Dort trafen die beiden im zweiten Shootout auf Serbien, Bulgarien und Deutschland. Während das serbische Duo Andrea Arsovic/Milutin Stefanovic schnell davonzog und sich die Bulgaren Tanya Zviskova/Anton Rizov als erstes Team verabschiedeten, lieferten sich Hofmann/Pickl ein packendes Duell mit den Deutschen Selina Gschwandtner/Maximilian Dallinger.
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Vor den letzten vier Schüssen lag das ÖSB-Duo noch auf Rang zwei, am Ende fehlten – trotz vier Treffern im Zehner-Bereich – 0,1 Punkte zum Einzug ins Duell um Platz 3 gegen Frankreich. Am Ende wurde es Rang 5 in einem starken Teilnehmerfeld.
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„Die EM hat quer durch alle Bewerbe gezeigt, dass die Dichte wieder höher geworden ist. Die Zehner müssen reinfliegen, aber mit einer 10,3 gewinnt man nichts mehr.“ Trotzdem sie zwei Mal hauchdünn die Medaillenentscheidungen verpasst hat, überwiegt bei der 24-Jährigen das Positive. „Ich bin wieder um eine Erfahrung reicher, nehme viele Dinge mit von dieser EM und ich weiß, dass ich gut schieße – das gilt es weiter zu verinnerlichen.“
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Positiv waren auch die Eindrücke vom Mixed-Teambewerb, der ins Olympia-Programm für Tokio 2020 aufgenommen werden soll. „Es steckt noch ein bisschen in den Kinderschuhen, die Regeln waren sehr vage, aber der Bewerb hat definitiv Potenzial“, so Hofmann. Die Entscheidung darüber, in welchen Bewerben in dreieinhalb Jahren in der japanischen Hauptstadt um die Olympia-Medaillen geschossen werden soll, wird die International Shooting Sport Federation in den nächsten Wochen präsentieren.
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© ÖOC/GEPA Pictures