Wildauer wird österreichischer Bergmeister

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Markus Wildauer gewinnt das Bergzeitfahren am Hochkar und wird damit österreichisch Bergmeister.

8,9 Kilometer, von der Mautstation bis zum Parkplatz bei der Talstation der Hochkar-Skilifte, galt es beim dritten Lauf zur Austrian Time Trial Series für Österreichs Radprofis zu absolvieren. Die Sieger in der ersten Bergprüfung der Serie, die gleichzeitig die heimische Bergmeisterschaft bildete, kamen aus Niederösterreich mit Anna Kiesenhofer (Cookina Graz) und Tirol mit Markus Wildauer (Tirol KTM Cycling Team).

Bei den Männern war es ein wahrer Sekundenkrimi hinauf zur Talstation der Hochkar-Bergbahnen. Und vor allem die jungen Fahrer kletterten schnell die Mautstraße hoch. Denn in den Top sechs fanden sich gleich fünf Athleten der U23-Kategorie. Am schnellsten war der 22-jährige Wildauer, der mit einem Schnitt von 18,6 km/h und in 28:23 Minuten das Bergzeitfahren gewann.

„Die Beine waren gut und ich wollte von Start bis Ziel ein konstantes Tempo fahren. Allerdings musste ich die letzten drei Kilometer sehr auf die Zähne beißen. Der Weg hinauf zur Talstation ist doch sehr unrhythmisch“,

berichtete der Tagessieger, der gleichzeitig auch die Gesamtführung nach drei Rennen in der Austrian Time Trial Series übernahm.

Sieben Sekunden hinter dem jungen Tiroler landete der Deutsche Jonas Rapp (Hrinkow Advarics Cycleang) auf Platz zwei.

„Es lief nicht ganz optimal für mich. Das heiße Wetter hat es schwer gemacht, das war aber für alle gleich. In Summe kann ich mit dem zweiten Rang schon zufrieden sein“,

erklärte der 26-Jährige. Auf Rang drei landete mit Florian Lipowitz ein 19-jähriger Landsmann von Rapp und Teamkollege des Siegers Wildauer. Vierter wurde mit Tobias Bayer ein weiterer Fahrer der Tiroler U23-Equipe. Der fünfte Platz ging an Martin Messner von WSA KTM Graz, der gerade einmal 56 Sekunden Rückstand auf Wildauer aufwies und die sportliche Dichte der U23 in dieser Saison unterstrich.

Bei den Frauen gewann Anna Kiesenhofer.

„Ich habe meinen Fokus ein wenig in Richtung der Bergfestigkeit verlegt, weg vom Einzelzeitfahren. Meine Zielsetzung ist das WM-Straßenrennen in der Schweiz in diesem Jahr, von dem her war es heute ein erstes Ausrufezeichen“,

erklärte die 29-jährige Kiesenhofer, die aktuelle Staatsmeisterin auf der Straße als auch im Einzelzeitfahren ist und sich nun zusätzlich auch den Titel der Bergmeisterin sicherte. Mit einem Vorsprung von fast drei Minuten distanzierte sie die heimische Konkurrenz klar. Zweite wurde ihre Teamkollegin Angelika Tazreiter.

Die gebürtige Niederösterreicherin lag im Ziel 2:57 Minuten hinter Kiesenhofer.

„Es war echt schwer heute mit der Hitze und dem Anstieg. Anna ist kurz vor dem Ziel an mir vorbeigeflogen, sie hatte einen unglaublichen Zug am Pedal“,

analysierte Tazreiter, die Österreich bei den letzten beiden Weltmeisterschaften auf der Straße vertrat. Tagesdritte wurde die Niederländerin Teuntje Beekhuis vom belgischen Frauenprofirennstall Lotto Soudal. Neue Führende in der Gesamtwertung der Austrian Time Trial Series ist die Tirolerin Gabriele Erharter (La Musette Radunion), die sich als Tagesfünfte im Gesamtklassement an der Deutschen Manuela Hartl, die am Hochkar Platz 15 belegte, vorbeischob.

Ergebnisse:
Männer:
1. Markus Wildauer (AUT/Tirol KTM Cycling Team) 28:23.66
2. Jonas Rapp (GER/Hrinkow Advarics Cycleang) + 0:07
3. Florian Lipowitz (GER/Tirol KTM Cycling Team) + 0:11
4. Tobias Bayer (AUT/Tirol KTM Cycling Team) + 0:33
5. Martin Messner (AUT/WSA KTM Graz) + 0:56

Frauen:
1. Anna Kiesenhofer (AUT/Cookina Graz) 33:10.09
2. Angelika Tazreiter (AUT/Cookina Graz) + 2:57
3. Teuntje Beekhuis (NED/Lotto Soudal) + 3:27
4. Hannah Fandel (GER/Team Stuttgart) + 3:35
5. Gabriela Erharter (AUT/ La Musette Radunion) + 3:37

 

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