Tiroler Eiskönigin fährt zur Europameisterschaft

Tiroler Eiskönigin fährt zur Europameisterschaft

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Innsbruck – Sie heißt weder Elsa, noch ist sie acht Jahre alt oder besitzt Zauberkräfte: Eine Eiskönigin ist Natalie Klotz dennoch. Die 20-Jährige krönt ihre noch junge Karriere mit dem Traum vieler kleiner Eisprinzessinnen. Sie darf zur Eiskunstlauf-EM von 17. bis 20. Jänner in Moskau fahren. Laut Landesverband als erste Tirolerin überhaupt.

„Ich freue mich sehr. In Russland dabei sein zu dürfen, war schon länger ein großer Traum von mir“, freut sich Klotz nach dem Vize-Staatsmeistertitel am Wochenende, der als letztes Qualifikationskriterium zählte. Mit dem dritten Platz bei der ISU Eis-Challenge in Graz und Rang vier beim ISU „Cup of Tyrol“ in Innsbruck schaffte die Scharnitzerin nun ihren bislang größten Sprung. Und es soll nicht der letzte und höchste gewesen sein. Noch im Jubel über die geschaffte Qualifikation setzt sie nach: „Und ich will in Moskau ins Finale kommen.“ Dort dürfen allerdings nur die 24 Besten des Kurzprogramms ihre Kür laufen.

Gerade diese erst für die EM-Elite geforderten selbst gewählten vier Minuten wären aber Klotz’ Stärke: mit fünf Dreifachsprüngen zu den Musiksequenzen aus der TV-Serie „Game of Thrones“ und Leona Lewis’ „Run“. Die Weihnachtsferien fallen deshalb sehr kurz aus. „Wir müssen also nun intensiv am Kurzprogramm feilen“, beschreibt die ehemalige Sport-BORG-Schülerin, die im Juni erfolgreich mit Matura abschloss.

Spezielles Augenmerk liegt demnach auf dem dreifachen Toeloop kombiniert mit einem zweifachen sowie dem dreifachen Rittberger. „Die Konzentration gilt dabei dem Auslauf“, beschreibt Klotz und meint damit ein gestrecktes Spielbein sowie die Spirale, die ein gebeugtes Standbein ins Eis kratzt. „Es geht auch darum, alles bei der EM entsprechend abrufen zu können“, ergänzt Trainerin Claudia Houdek.

Für ihre erste Europameisterschaft hat sich Klotz allerdings einen schwierigen Zeitpunkt ausgesucht. Rund einen Monat danach geht es in Pyeongchang um olympische Medaillen. „Der EM-Termin eignet sich perfekt als Generalprobe. Es werden also die Besten antreten“, weiß Houdek. Klotz sieht es dennoch gelassen, die Vorfreude ist groß: „Ich bin schon gespannt. Bislang kenne ich das alles ja nur vom Fernsehen.“ Im Jänner läuft die Tiroler Eiskönigin dann also selbst im TV – und in einer bereits ausverkauften Arena vor 12.000 Zuschauern.

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