Österreichische Staatsmeisterschaften Klettern

Österreichische Staatsmeisterschaften Klettern

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Lead-Staatmeistertitel für Jakob Schubert und Jessica Pilz

Die favorisierten Jakob Schubert und Jessica Pilz holten sich bei toller Atmosphäre vor mehr als 1.000 Zuschauern souverän die Staatsmeistertitel.

In den Qualifikationsrouten bewies Jessica Pilz (OeAV Haag / NÖ) sofort, dass sie ihre Fußverletzung nicht mehr behindert. Sie stieg als einzige beide Routen durch. Hinter Pilz hatten ihre Mitfavoritinnen angedeutet, dass es spannend werden würde. Bei den Herren zogen Jakob Schubert (OeAV Innsbruck / TIR) und Max Rudigier (OeAV Radstadt / SLBG) mit zwei Tops an der Spitze des Feldes ins Finale ein.

Im Damenfinale zeigte Katharina Posch (OeAV Imst-Oberland / TIR) nach einer für sie schwierigen Runde in der Qualifikation ihr Können und kletterte bis knapp unters Top. Damit lag die Latte für die nachfolgenden Starterinnen hoch. Christine Schranz (OeAV Landeck / TIR) und Hannah Schubert (OeAV Innsbruck / TIR) erreichten ihre Höhe nicht. Sandra Lettner (OeAV Vöcklabruck / OÖ) unterlief ein entscheidender Fehler im unteren Drittel. Pilz stieg als letzte in die Route ein und schaffte es bis zum Top. Sie freute sich entsprechend: „Es war ein super Comeback nach meiner Verletzung, und ich freue mich, dass es so gut gelaufen ist. Es macht Spaß, wieder dabei zu sein. Der Wettkampf war stark besetzt und eine gute Standortbestimmung bevor es mit der EM in 2 Wochen auch international losgeht!“ Auch Posch freute sich über ihre Leistung: „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung im Finale und habe es mir nach meiner Leistung in der Quali gar nicht mehr zugetraut. Jetzt kann ich optimistisch auf die internationale Vorstiegs-Saison blicken!“

Im Herrenfinale kletterten die Starter sukzessive höher. Als erster schaffte es der Olympiakader-Athlet Georg Parma (NFÖ Eichgraben / NÖ) in die schwierigste Passage unter dem Topgriff. Parma zeigte sich mit seinem Wettkampf zurecht zufrieden: „Die ÖSTM in Innsbruck war für mich ein Wettkampf auf den ich besonders gespannt war, da ich mich bis dato speziell auf die Boulder Weltcups konzentriert hatte. Gleich in den ersten beiden Qualifikationsrouten gewann ich aber an Sicherheit und Selbstvertrauen, was mir im Finale dabei half, mein Bestes geben zu können. Heraus kam dabei der coolste „fight“ in einem Lead-Finale seit langem, in einer der besten Finalrouten eines nationalen Bewerbs.“

Unter frenetischen Anfeuerungsrufen stieg anschließend der Innsbrucker Jakob Schubert in die Route ein. Bis zum allerletzten Zug zeigte er wenig Mühe. Mit einem dynamischen Zug holte er sich schließlich den Top-Griff und damit den Staatsmeistertitel, weil Max Rudigier zwar eine starke Darstellung bot, das Top aber nicht erreichte. Er wurde Zweiter vor Georg Parma. Schubert freute sich über die gelungene Premiere im Kletterzentrum Innsbruck: „Es hat einfach Riesenspaß gemacht. Es war ein super Wettkampf mit einer sehr coolen Finaloute. Dass es gerade bei der Eröffnungsfeier des neuen Kletterzentrums so gut klappt, freut mich besonders. Nach zwei für mich nicht zufriedenstellenden Boulder-Bewerben tut es gut, ein Erfolgserlebnis zu verbuchen!“

Speed-Staatsmeistertitel für Alexandra Elmer

Bei den Damen duellierten sich im Finale Laura Lammer (OeAV Graz / STMK) und Alexandra Elmer (OeAV Tauernkraxxla / SLBG). Am Ende holte Elmer den Sieg in 10:07 Sekunden. Den dritten Platz fochten Nina Lach (OeAV Graz / STMK) und Celina Schoibl (NFÖ Salzburg / SLBG) aus. Lach entschied das Duell für sich und holte Bronze. Elmer freute sich über ihren Sieg: „Ich habe es super gefunden, dass durch die Kombination so viele Starter hier waren und freue mich sehr, hier gewonnen zu haben. Es war definitiv spannend!“

ÖSTM-Titel in der Kombination an Schubert

Lead-Staatsmeister Jakob Schubert holte auch den Staatsmeistertitel in der Kombination vor Elias Weiler (beide OeAV Innsbruck / TIR) und Georg Parma (NFÖ Eichgraben / NÖ). Laura Lammer gewann bei den Damen vor Celina Schoibl und Katharina Posch (OeAV Imst Oberland).

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© austriaclimbing.com / Text: B. Lepesant / Bild: M. Liebhaber