Kunstturn-Staatsmeisterschaft in Graz

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Die Mehrkämpfe der Kunstturn-Staatsmeisterschaft in Graz verliefen an der Spitze ungemein spannend. Vinzenz Höck gewann beim Heimtitelkampf mit 25 Hundertstelpunkten Vorsprung vor seinem Trainingskollegen Alexander Benda (79.150 zu 78.900), wobei erst die allerletzte Kür – Höck an den Ringen – den Ausschlag gab. Beide, Höck und Benda, turnten dabei an allen sechs Geräten fehlerfrei durch. Bronze sicherte sich der Linzer Severin Kranzlmüller (76.700).

Bei den Frauen gewann die Innsbruckerin Jasmin Mader bei ihrer bereits elften Elite-Staatsmeisterschaft in Serie mit einem makellosen Auftritt zum zweiten Mal nach 2016 den Titel (50.750 Punkte). Die Wahl-Lustenauerin Marlies Männersdorfer, in den letzten beiden Jahren voran, vergab durch einen Patzer am Stufenbarren den Sieg und wurde Zweite (50.100). Es folgte Bianca Frysak (Wien, 47.550) auf der Bronze-Position.

Fulminante Entscheidungen gab es ebenfalls an den einzelnen Geräten. Mit dreimal Gold gelang Alexander Benda (St) der Erfolg in der Hälfte der Männerfinali. Den Mehrkampf-Siegern Jasmin Mader (T) und Vinzenz Höck (St), gelangen noch jeweils zwei weitere Titelgewinne. Ebenfalls zweimal Gold in den Finali sicherte sich Bianca Frysak (W) aufgrund sehr guter Leistungen auf dem Schwebebalken und am Boden. Zusätzlich turnte Bianca Frysak beim Stufenbarren hinter Jasmin Mader auf Platz 2.

Die beiden Grazer Lokalmatadore Vinzenz Höck und Alexander Benda krönten sich insgesamt mit jeweils 4x Gold – sie hatten gemeinsam mit ihren steirischen Kollegen zusätzlich den Teambewerb für sich entschieden – sowie 1x Silber und 1x Bronze zu den erfolgreichsten Teilnehmern der Staatsmeisterschaften. Jasmin Mader führt mit 3x Gold, 1x Silber und 1x Bronze die Frauen-Medaillenbilanz an.

Von den insgesamt 14 Elite-Staatsmeistertiteln aus dem Vorjahr wurden nur drei erfolgreich verteidigt: Vorarlberg siegte erneut im Frauen-Teambewerb, Alexander Benda wieder am Boden und Daniel Kopeinik am Pauschenpferd. Alle Podeste aller ausgetragenen Klassen zusammengerechnet, gingen die Medaillen in alle neun Bundesländer und an 16 verschiedene Trainingsstandorte.

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