Janine Flock erobert EM-Bronze beim Final-Krimi

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Das Weltcup-Finale der Skeleton-Damen im lettischen Sigulda geriet zum sportlichen Krimi. Janine Flock lag nach dem ersten Lauf als Zweite auf Kurs Richtung Gesamt-Weltcup, weil Leaderin Jacqueline Lölling zu diesem Zeitpunkt nur Neunte war.

Am Ende fehlten der 30-jährigen Tirolerin, die mit Rang 3 ihren siebenten Podestplatz im achten Saison-Rennen fixierte, 18 Punkte in der Gesamt-Wertung auf die Deutsche. Platz 3 bedeutete gleichzeitig den Gewinn von EM-Bronze – was für die Titelverteidigerin immerhin die achte EM-Medaille (3 x Gold, 2 x Silber, 3 x Bronze) in Serie seit 2013 bedeutete!

„Ich bin einerseits verärgert über die vielen kleinen Fehler in beiden Läufen“,

sagt Janine Flock in ihrer ersten Reaktion noch vor der Siegerehrung.

„Auf der anderen Seite freue ich mich über EM-Bronze und die kleine Kugel für den zweiten Platz im Gesamt-Weltcup ist natürlich auch die Bestätigung für unsere Arbeit und eine sehr gute Saison, in der es viele Umstellungen gab.“

Tatsächlich fehlte in der Saison 2019/20 nach je 3 zweiten und dritten, sowie einem fünften Platz nur ein krönender Sieg.

„Vielleicht hat mir dazu immer ein bisschen die nötige Leichtigkeit, Gelassenheit oder auch ein bisschen Glück gefehlt. Daran werde ich noch arbeiten“,

schmunzelt die Innsbrucker Heeressportlerin, die zuletzt 2015 den Gesamt-Weltcup gewonnen hatte.

Das Fernziel für die Olympia-Vierte von Pyeongchang bleibt ohnehin Beijing 2020:

„Eine Medaille bei Olympischen Spielen bleibt das große Ziel. Diese Saison war klar ein Schritt in die richtige Richtung.“

Jetzt wartet eine kurze Verschnaufpause daheim in Innsbruck auf Janine Flock, bevor es nächsten Sonntag Richtung Saisonabschluss zur Weltmeisterschaft nach Altenberg (GER) geht.

 

© Österreichisches Olympisches Comité  Foto: Daniel Winkler