Gleirscher sprintet zu WM-Silber

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Traumstart für Österreichs Rodel-Asse in Sotschi! Olympiasieger David Gleirscher sicherte sich zum Auftakt der 49. FIL-Weltmeisterschaft im Sprint der Herren die Silber-Medaille.1.

Der 25-jährige Stubaier, der vor wenigen Wochen in Altenberg seinen ersten Weltcupsieg feierte, musste sich im Olympia-erprobte Sliding Center Sanki lediglich dem Lokalmatador und Weltcup-Leader Roman Repilov um minimale sechs tausendstel Sekunden geschlagen geben. Damit sicherte sich der Team-Staffel-Europameister von Lillehammer die erste WM-Medaille in seiner Karriere. Bärenstark präsentierte sich auch der Vorarlberger Jonas Müller, der Titelverteidiger schrammte als Fünfter nur knapp am Podest vorbei. Wolfgang Kindl, aufgrund seiner Verletzungen speziell am Start gehandicapt, gelang mit Platz acht ein ebenfalls beherztes Rennen, Reinhard Egger rundete das starke Mannschaftsergebnis mit Rang neun ab.

„Ich bin in den letzten zwei Jahren hier in Sotschi gestürzt, so gesehen ist es schon eine persönliche Wiedergutmachung. Viel hat nicht gefehlt, aber ich bin mit Silber überglücklich. Der erste Druck fällt damit ab, es wird auch am Sonntag sehr spannend und braucht angesichts des großen Favoritenfeldes zwei top Läufe.“,

äußerte sich David Gleirscher zu seinem Erfolg.

Den Doppelsitzern Yannick Müller und Armin Frauscher, die sich seit dieser Saison den Schlitten teilen, gelang ein blitzsauberes WM-Debüt. Das Duo, das bereits in der Qualifikation mit der fünftschnellsten Zeit zu überraschen wusste, ließ im WM-Lauf einige arrivierte Duos alt aussehen und feierte mit Rang acht einen Auftakt nach Maß. Letzteres gilt auch für die Russen Denisev/Antonov, die Rieder/Kainzwaldner (ITA) und Wendl/Arlt (GER) auf die Plätze verwiesen und für den nächsten Sieg der Gastgeber sorgten.

Noch stärker zeigte sich die Dominanz der Russen bei den Damen. Ekatarina Katnikova, die zuvor im Weltcup noch nie am Podest stand, sicherte sich auf der Heimbahn überraschend die Goldmedaille. Silber holte ihre wesentlich höher eingeschätzte Teamkollegin Tatyana Ivanova, die Lettin Eliza Cauce sprintete zu Bronze. Madeleine Egle musste sich nach einem Fahrfehler mit Rang 15 begnügen, Lisa Schulte war mit Rang 17 in der Qualifikation knapp am Sprintfinale vorbeigerodelt.

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