Erfolge für Schubert und Pilz bei den China Open

Erfolge für Schubert und Pilz bei den China Open

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Am Wochenende fand in Guangzhou (CHN) der erste China Open statt. Mit über 180’000 € Preisgeld war es der mit Abstand höchstdotierte Kletterwettkampf 2017. Jakob Schubert gewann den hochklassigen Einladungsbewerb im Lead, zu dem die Top Ten der Weltrangliste antreten durften. Jessica Pilz zeigte ebenfalls eine sehr starke Leistung und wurde 2. im Lead und 6. im Bouldern.

Guangzhou (CHN): Die Kletteranlage in Guangzhou gehört zu den größten der Welt. Letztes Jahr wurden dort die Jugend- und Junioren-Weltmeisterschaften ausgetragen. Heuer lud der chinesische Verband die besten 10 Athleten der Weltranglisten aller Disziplinen zum ersten China Open ein. Um die besten AthletInnen der Welt am Ende einer langen Saison nochmal nach China zu locken, lobte der chinesische Verband über 180’000 € Preisgeld aus.

Jakob Schubert gewohnt souverän

Im Leadbewerb der Herren gab sich Jakob Schubert keine Blöße. Weil er unter den ersten 10 der Weltrangliste platziert ist, war er für das Halbfinale gesetzt. Er kletterte als Einziger zum Top der Halbfinalroute. Im Finale hielt er dem Druck, Zwischenrang 1 verteidigen zu müssen, stand. Er stieg durch und holte sich den Sieg vor Domen Skofic (SLO) und Yoshiyuki Ogata (JPN). „Das Finale war vor allem mental eine echte Challenge, weil ich wusste, dass ich Top klettern musste um mir den Sieg und das Rekordpreisgeld zu holen“, meinte Jakob Schubert. Max Rudiger, nach dem Halbfinale noch auf Rang 2, wurde Achter.

Im Bouldern verpassten beide Österreicher das Finale. Schubert belegte Rang 12, Rudigier Rang 16.

Jessica Pilz klettert befreit auf

Nachdem Jessica Pilz beim Saisonabschluss in Kranj (SLO) zum ersten Mal in dieser Saison nicht unter die ersten 8 geklettert war, ging es ihr in China nahezu perfekt auf. Im Halbfinale kletterte sie Top, eine Leistung die neben ihr nur Topfavoritin Janja Garnbret gelang. Auch im Finale kletterten Garnbret und Pilz Top. Aufgrund der längeren Kletterzeit verpasste Pilz knapp den Sieg. Auch im Bouldern zeigte sie eine sehr ansprechende Leistung, qualifizierte sich für das Finale und wurde schließlich 6.

„Es war insgesamt ein toller Bewerb. Im Lead Finale war es sehr knapp – ich hängte das Top in letzter Sekunde ein. Psychologisch war es extrem wertvoll die Saison mit zwei Tops zu beschließen. Vor dem Boulderbewerb machten mir der Jetlag und mein Magen ziemlich zu schaffen. Trotzdem machte es Spaß, auch in dieser Disziplin wieder in einem Finale zu stehen. Für ein besseres Ergebnis hat auch nicht viel gefehlt“, so Jessica Pilz im Anschluss.

Die Heim-WM steht vor der Tür

Nun geht es auch für das Trio Rudigier, Schubert und Pilz in die alljährliche Trainingspause. Gleich danach richtet sich der Blick aller Athleten dann auf die Heim-WM 2018. Vom 6. bis 16. September wird in Innsbruck die WM im Sportklettern (Lead, Bouldern, Speed, Kombination) und Paraclimbing ausgetragen. Für alle österreichischen Athletinnen – ob Routiniers oder Rookies – wird die WM im eigenen Land das bisherige Karrierehighlight, auf das ab dem ersten Tag der Saisonvorbereitung hingearbeitet wird.

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© austriaclimbing.com / Ben Lepesant / Heiko Wilhelm