EM-Gold daheim

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Sechster Weltcupsieg, dritter Europameistertitel, erster Heimtriumph!

Janine Flock ist Skeleton-Europameisterin! Zum dritten Mal nach Königssee (2014) und St. Moritz (2016). Es ist ihre siebente EM-Medaille in Folge, aber ihr erster Heimsieg!

„Daran habe ich gar nicht gedacht, da macht der Sieg noch mehr Spaß“, lachte die 29-jährige Tirolerin, die mit Gold das EM-Medaillenset daheim (Bronze 2013, Silber 2015) komplettierte. Außerdem ist es der sechste Weltcupsieg für die Olympia-Vierte nach ersten Plätzen in St. Moritz (2015, 2016, 2018) und Lake Placid (2016 und 2017).

Schon im ersten Heat gelang Janine Flock mit einer Zeit von 54,34 Sekunden ein Traumlauf. Nach zehntbester Startzeit (5,53) knallte die Heeressportlerin in allen Streckenabschnitten Top-Zeiten und Höchstgeschwindigkeiten hin, lag am Ende 9 Hundertstelsekunden vor Weltcupleaderin Elena Nikitina, die mit einer Startzeit von 5,20 Sekunden mehr als 4 Zehntelsekunden auf die Österreicherin eingebüßt hatte.

„Mit dem ersten Lauf bin ich wirklich zufrieden, die Bahnarbeiter haben hier einen super Job gemacht, die Bahn steht viel besser da, als im Training“, lautete Flocks Halbzeitanalyse.

Tatsächlich meisterte auch im zweiten Lauf keine Konkurrentin die schwierige, weil holprige Innsbrucker Olympiabahn, besser, als Janine Flock. Wie bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang ging sie als letzte ins Rennen, diesmal aber hängte sie den Rest der Welt ab.

54,30 Sekunden, wieder Laufbestzeit, Weltcup-Sieg, EM-Gold mit einer Gesamtzeit von 1:48,64 Minuten vor der russischen Weltcup-Dominatorin Elena Nikitina (+0,43 Sekunden) und der deutschen Jacqueline Lölling.

„Ich wollte diesen Sieg unbedingt und ich wusste nach den Trainings, dass ich es schaffen kann. Gesagt habe ich es natürlich niemandem. Ich wollte mir nicht noch zusätzlichen Druck machen“, gesteht Flock.

Das Geheimnis ihres Erfolges: „Die Bahn stand so schwierig da, dass es besser war, nicht auf Biegen und Brechen die Ideallinie halten zu wollen. Also das Prinzip go with the flow. Außerdem läuft das neue Material einfach genial.“

Trainer-Freund Matthias Guggenberger verrät: „Wir haben neue Kufen aufgezogen, das war offensichtlich die richtige Entscheidung. Janine war einfach super cool, sie wollte diesen Sieg und hat ihre Routine und ihren Killerinstinkt ausgespielt.“

Und dann bremst der Erfolgscoach wieder die Euphorie: „Es ist ein Zwischenschritt für unser großes Ziel: die Olympischen Spiele in Peking 2020! Da wollen wir schnell sein.“

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© ÖOC-Medieninformation / Bild: Daniel Winkler