Doppelsieg der Schweinbergers beim Postalm Sprint der Austrian Time Trial Series

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Der Steirer Daniel Auer (WSA KTM Graz) und die Tirolerin Kathrin Schweinberger (Doltcini – Van Eyck) sind die großen Sieger des Re-Starts im österreichischen Radsport. Sie gewinnen den Postalm Sprint im Salzburger Land, der mit einem innovativen Format den Auftakt der neu ins Leben gerufenen Austrian Time Trial Series bildete.

Fünfmal mussten die besten Athleten beim Auftakt über die knapp einen Kilometer lange Strecke gehen. Das bedeutete ein völlig neues Rennformat, das erstmals in Österreich in dieser Form so ausgetragen wurde. Die Athleten hatten dabei zwischen den Läufen nur kurze Verschnaufpausen.

Bei den Frauen ging es knapp zur Sache, letztendlich konnten aber  die Tiroler Zwillingsschwestern Kathrin und Christina Schweinberger einen Doppelsieg feiern! Am Ende trennten die beiden für das belgische Team Doltcini-Van Eyck fahrenden Sportlerinnen gerade einmal sechs Hundertstel.

„Christina hat am Ende noch einen drauf gelegt, da wurde es dann richtig knapp“,

strahlte Kathrin Schweinberger im Ziel. Sie dominierte die ersten Läufe, am Ende setzte sie sich hauchdünn durch.

„Es war schwierig einzuschätzen, eigentlich habe ich gedacht, dass Kathrin ihre Vorteile hat, am Ende war sie die Beste, es war aber sau knapp“,

fügte ihre Zwillingsschwester an.

Dritte wurde die Steirerin Veronika Windisch, frühere Olympiateilnehmerin im Short Track Eisschnelllauf, die ein ähnliches Format aus ihrer Karriere schon kannte:

„Es ist ähnlich wie Short Track, vor allem von der Belastungsdauer und der Wiederholung her. Du musst aufpassen, denn wenn du dich komplett vernichtest körperlich, dann kannst du dich nicht mehr erholen. Im letzten Lauf haben dann die Radspezialistinnen das Rennen gemacht.“

 

Bei den Männern konnte sich Daniel Auer am besten auf dieses neue Rennformat einstellen. Der Steirer zeigte dabei auch seine Prologstärke, nachdem er in der ersten Runde noch taktierte und nicht unter den Top Ten zu finden war, gewann er die restlichen Läufe souverän.

„Mir liegen die Auftaktrennen ganz gut“,

schmunzelte Auer, der auch im Vorjahr das erste Rennen der heimischen Radliga für sich entscheiden könnte. Mit einem Schnitt von über 41,8 km/h brauste der Steirer zum Sieg:

„Es war extrem hart. Den ersten Lauf habe ich dosiert, dann habe ich immer Vollgas gegeben. Im Finale habe ich dann die letzten Körner rausgequetscht und es ist sich ausgegangen.“

Zweiter wurde, etwas überraschend, sein Teamkollege Daniel Köck.

„Ich wusste, dass mir sowas liegt. Wenn es bergauf geht, dann kann ich zwei Minuten richtig schnell fahren.“

Der dritte Rang ging an zwei Fahrer. Der Deutsche Mika Heming (Maloja-Pushbikers) erzielte die exakt gleiche Zeit wie Valentin Götzinger (WSA KTM Graz). Auf die Hundertstel genau absolvierten sie den finalen Rennkilometer und teilten sich so den Podestplatz..

„Es war ziemlich hart. Ich bin nicht mit großen Erwartungen zum Rennen gekommen und dementsprechend überrascht mit dem Resultat“,

erklärte der junge Norddeutsche, der damit für große Freude beim Rennorganisator Rupert Hödlmoser sorgte. Denn der Salzburger ist zugleich auch der Sportliche Leiter des Deutschen.

 

Ergebnisse:

Frauen:
1. Kathrin Schweinberger (AUT/Doltcini-Van Eyck) 1:57.06
2. Christina Schweinberger (AUT/Doltcini-Van Eyck) + 0:00
3. Veronika Windisch (AUT/Cookina Graz) + 0:07
4. Gabriela Erharter (AUT/La Musette Radunion) + 0:08
5. Agnes Kittel (AUT/Nora Racing Team) + 0:11

Männer:
1. Daniel Auer (AUT/ WSA KTM Graz) 1:33.09
2. Daniel Köck (AUT/WSA KTM Graz) + 0:02
3. Mika Heming (GER/Maloja-Pushbikers) + 0:03
3. Valentin Götzinger (AUT/WSA KTM Graz) + 0:03
5. Klaus Steinkeller (AUT/RadUnion Tirol) + 0:03

 

© radsportverband.at  Foto: GEPA – Jasmin Walter